Montag, Mai 23, 2022

230522 Krawumm

 Wir hatten gestern abend zum Abschluss eines grandiosen Partywochenendes ganz, ganz alte Freunde, die wir tatsächlich seit ungefähr 15 Jahren nicht mehr gesehen haben, zu Besuch. Das letzte Mal war Q. noch sehr, sehr winzig, sie hatten keine Kinder und naja, der Abend war nicht nur entspannt :-). Heute haben sie 3 Kinder, 2 davon Zwillinge und sind sozusagen vom Elternskill-Level uns noch noch ein paar Grössenordnungen voraus. Gestern allerdings waren sie ohne Kinder da, unsere beiden sind auch nur zum Essen (und ein bisschen Schwatzen) aufgetaucht und dann wieder verschwunden. Wir Erwachsenen haben... stundenlang geredet und geschwatzt und da angeknüpft, wo wir aufgehört hatten (respektive darauf aufgebaut, was wir vorab in den jeweiligen Social Media Kanälen der anderen nochmal repetiert hatten :-)).

Wie immer aktuell war natürlich "Wie seid ihr durch die letzten 2 Jahre gekommen?" DER Aufhänger und wir haben erst mitten im Austauschen von War Stories gemerkt, dass wir uns gar nicht kurz abgecheckt hatten auf potentielle Querdenkertendenzen  :-). So waren wir 4 "Impfstreber" unter sich, die Perspektiven aus Spital, Impfzentrumslogistik, Pharma und globaler Supply Chain (und zwei Familien mit Kindern, voll berufstätigen Eltern,  und Verwandtschaft in Deutschland) waren sehr, sehr spannend!

Der Abend war lang, lecker, feuchtfröhlich und heute morgen wurde mir schmerzlich bewusst, dass ich halt schon keine 20 und auch keine 30 mehr bin.

Aber egal: die Woche ist kurz (das ist die schöne Zeit zwischen Ostern und Sommerferien, wo fast jede Woche kurz ist :-)).

Ich habe endlich meine Sommerferien in unser Zeiterfassungssystem eingegeben (insgesamt DREI WOCHEN am Stück, das wird toll. Eine Woche davon verbringen wir in Italien in einem richtig tollen Ferienhaus direkt an einer Steilküste, die zwei Wochen aussenrum haben wir alle 4 frei und ich plane, den Sommer hier zu geniessen. Baden, Wandern, das Schlauchboot ausprobieren, im Rhein baden,  Besuche machen und bekommen und so. Die letzte Woche werden wir für die Kinder packen, die dann zu DEM Pfadievent des Jahres aufbrechen werden, dem MOVA-Bundeslager im Wallis.)

Draussen ist es erst erstaunlich kühl, dann kommt die Sonne raus und knallt runter und dann kommen die angekündigten Gewitter mit Starkregen und WIE! Es ist finster, es schüttet, es kracht und blitzt (und beide Katzen sind draussen). Irgendwann kam eine jämmerlich geduschte Sansa durchs Küchenfenster rein und musste ihrem Ärger lautstark und mit grosser Reichweite (Langhaarkatze, die sich wie ein Hund schüttelt) Luft machen. Jonny kam ein bisschen später, aber es war anscheinend so spannend draussen, dass sie nach dem Abflauen des zweiten grossen Gusses direkt wieder raus wollten (und nochmal richtig nass wurden).

L. und der Hübsche verschwinden abends zum Sport, Q. packt für vielleicht (je nach Wetterlage und Rheinpegelstand) morgen Kayaktraining, ich habe heute morgen schon meine Sporteinheit absolviert.

Morgen ist übrigens Stunde der Wahrheit: ich habe Abschlussuntersuchung in der Orthopädie mit nochmal Röntgen. Mal sehen, ob die Antwort auch hier "Das Leben hinterlässt halt Spuren" ist.

Gegessen:

Honigbrot

Reste von gestern (Salat, Reissalat mit Erbsen und Gurken und Feta), Antipasti, Parmesan-KräuterScones

Montagspizza


Gesehen: "The Office"

Gelesen "Nachtbeeren"

Sonntag, Mai 22, 2022

220522 Verschobene Wahrnehmung

 Gestern wurde mir auf Twitter vorgehalten, ich würde mich über Leute lustig machen, die Maske tragen, rumhacken, die Maskenpflicht in Deutschland lächerlich machen etc und solle das doch lassen, jeder müsse seinen eigenen Weg finden.

Auslöser war ein Tweet, in dem ich einen Kollegen aus Deutschland paraphrasierte, der auf dem Firmenfest Freitag meinte, was für eine krasse Schere das im Kopf wäre: Anfahrt im Zug aus 10km Entfernung mit FFP2-Maskenpflicht, dann sich mit 9000 Kollegen in den Armen liegen, dann am Bahnsteig wieder Maske auf und heim, während für die Schweiz Corona schon (auch Zitat) "lang Geschichte ist", allerdings würde ich mich im Allgemeinen mokieren, stänkern und eben rumhacken.

Das finde ich eine sehr spannende Wahrnehmung. Ich schreibe das auf, was ich hier beobachte, was ich im grenznahen Deutschland beobachte, was ich im "Heimaturlaub" im Münchner Umland beobachtet habe. Ich habe seinerzeit geschrieben, dass ich glaube, dass nach dem Fall der Maskenpflicht in zB Supermärkten in D das freiwillige Tragen vermutlich recht zügig aufhören wird, so war es zumindest in der Schweiz. Ich schreibe, dass durch das Fallen der Maskenpflicht in der Schweiz überall seit Monaten die Zahlen (nicht nur die Infektionszahlen, sondern auch Hospitalisierungen und Todesfälle) keinesfalls durch die Decke gehen. Lustigerweise habe ich genau das auch geschrieben, als gefühlt ganz Twitterdeutschland die Schulen für am besten immer und ewig auf Distanzunterricht umstellen wollte, während die Kinder in der Schweiz 6 Wochen (18 Wochen an den nicht obligatorischen Schulen) zu Hause geblieben sind und diese Schulschliessungen im Nachgang als unnötig betrachtet werden.


Naja.

Auf der anderen Seite lese ich (ich werde die Schulthematik nicht weiter aufwärmen), dass freiwilliges Maskentragen in Innenräumen und draussen bei Ansammlungen ja wohl gesunder Menschenverstand wäre, ausserdem ein Gebot von Höflichkeit und Stil, dass Menschen, die sich keine Sorgen mehr um eine Ansteckung machen, offensichtlich Long Covid ausblenden, psychische Krankheiten verharmlosen, nicht ernstnehmen oder überhaupt negieren, uninformiert oder doof sind. Leute, die keine Masken tragen, sind praktisch Mörder, weil sie willentlich in Kauf nehmen, dass Risikogruppen sterben, schliessen Risikopatienten vom öffentlichen Leben aus, sind im besten Fall dumme, ignorante, unsolidarische Egoisten. Man ist fassungslos, wenn nur ein Bruchteil der Menschen auf einem Elternabend freiwillig Maske trägt, man feiert sich selber als einzigen oder einen der wenigen Maskenträger in egal welchem Supermarkt oder das Viertel, in dem man wohnt oder einkauft, weil gottseidank doch noch fast alle Maske im Supermarkt tragen. Jede Frage oder Hinweis von zB Verkäufern, Angestellten etc., dass man keine Maske mehr tragen müsse, wertet man als Angriff oder zumindest Aufforderung, sie abzunehmen, man feiert sich gegenseitig für die launigsten Antworten auf diese Frage (und kommt überhaupt nicht auf die Idee, dass es vielleicht nur ein Hinweis oder eine Frage ist, für die es durchaus Adressaten gibt, weil sie nach 2.5 Jahren Corona nicht jede Pressekonferenz incl einschlägiger Sekundärliteratur und den entsprechenden Verordnungen aus dem Stegreif zitieren können, weil sie den Überblick verloren haben, was in welchem (Bundes)land gilt, oder ob der entsprechende Laden vllt eine eigene Maskenpflicht einhält).

Wie die Schulthematik seinerzeit fühlt sich das sehr, sehr, sehr seltsam an, wenn man das von einerseits aussen, andererseits aber sehr nah dran (also: 500m oder so bis zur Grenze) betrachtet. 

Naja.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Tragen Sie Maske, wo Sie wollen, warum Sie wollen, so lang Sie wollen. Das ist mir tatsächlich einfach total egal. Ich habe Maske getragen, lang bevor es in der Schweiz vorgeschrieben war und sogar noch ein bisschen länger, ich habe und werde überall Maske tragen, wo es vorgeschrieben ist, ich würde auch Maske tragen, wo mich jemand persönlich darum bittet, bin aber ganz ehrlich froh darüber, fast nirgends mehr eine tragen zu müssen.

Und ein Blick über den Tellerrand schadet nie.

(Ausserdem habe ich heute in anderem Zusammenhang auf Twitter geschrieben, dass mir meine Followerzahl total egal ist, also insofern ...)

 

Samstag, Mai 21, 2022

210522 Partyweekend

 Was für ein Wochenende, was für ein Fest!

Gestern abend kam ich um halb eins in etwas nach Hause, auf den letzten Metern wurde ich noch ordentlich nass, als das Gewitter ungefähr 2 Minuten zu früh (für mich) startete.

Ich habe so viele Leute getroffen, die ich über 2 Jahre nicht gesehen habe, es gab unglaublich gutes (und viel) Essen und Getränke, es gab Streetartisten, es gab tolle Musik (letzte Woche dachte ich mir noch, ich müsste mal wieder "Sunrise Avenue" hören, voila), es war einfach grossartig!

Daheim haben mir meine Füsse (und mein Knie) UNENDLICH weh getan, ich hatte echt Mühe, mir vorzustellen, dass ich heute auch nur einen Schritt, geschweige denn die zweite Runde Party durchhalten würde. Aufstehen um halb acht war auch gar nicht sooooo eine schöne Aussicht.

Aber: gsagt is gsagt und so ging es heute nochmal los, diesmal mit der ganzen Familie.

Die Kinder haben noch viel mehr gegessen als ich (wer sagt, dass Älplermakronen KEIN Frühstück sind?), haben via VR-Brille auf dem Rand des zweiten Turms balanciert, wir haben Selfies in den zu Photobooths umfunktionierten Liftkabinen gemacht, haben per Rad ein Carrera-Rennauto gesteuert, ein VR-Kino erlebt, immer noch mehr gegessen und getrunken, Rea Garvey zugehört, noch mehr Leute und Freunde getroffen und naja, das war ein toller Vormittag!

Alles in allem: was für ein wunderbarer Anlass, was für ein grossartiges Fest (und ja, nach über zwei Jahren Corona-Pause vom Standortleben war das NOCH spektakulärer als es sonst gewesen wäre), wie grossartig organisiert und wie toll gelaufen!

Jetzt tun mir meine Füsse noch mehr weh, ich weiss, dass ich Rennen kann, wenn ich muss oder eine S-Bahn erwischen möchte, aber schön ist das noch überhaupt nicht.

Ich habe Blasen an den Füssen, bin heiser vom laut über die Musik hinweg unterhalten, habe leichte Kopfschmerzen, weil die Sonne so geknallt hat (und weil Wein und Gin Tonic gestern), und puh.

Morgen wird immerhin ausgeschlafen :-)



Freitag, Mai 20, 2022

200522 Plan

 Ich plane heute, mit einem Sonderzug zu fahren und mit ungefähr 9000 KollegInnen zu feiern. 

Morgen nochmal, nur ohne Sonderzug, dafür mit 4x mehr Gästen.

Am Sonntag bekommen wir Gäste (2 oder 5, ich weiss es nicht genau) bei uns daheim und naja, all das hatte ich entweder noch nie oder schon sehr lang nicht mehr.

Sie sehen mich sehr aufgeregt, sehr vorfreudig und beschäftigt.


Donnerstag, Mai 19, 2022

190522 Besser

 Was auch immer Jonny an dem Fleckchen hohen Grases zwischen Werkszaun, Parkhausausfahrt und Autobahn findet... es scheint sehr faszinierend dort zu sein. Auch gestern abend habe ich ihn dort gefunden (das sind halt etwa anderthalb Kilometer von uns daheim weg) und der Heimweg war dann sehr, sehr lang, weil eigentlich war man sehr müde, es war noch warm, man war hungrig und auch durstig und es waren noch Hunde spazieren,man wurde von Krähen gejagt, die Lieblingsbank auf dem Heimweg zum Pausemachen war besetzt, bei den Lieblingsnachabrn war zwar das Küchenfenster offen, aber ich Fiesling habe ihn dort wieder rausgefischt...... Ich habe sogar versucht, ihn in meinem Fahrradkorb zu transportieren (im Schieben natürlich), aber naja, lieber sich laut beschwerend dahintrotten als in so einem Höllengefährt sitzen!

Mal sehen, wo er heute ist (ich habe mir die Wildunterführung jetzt auch mal angeschaut und ich glaube nicht, dass er da durchgeht. Aber wer weiss. Ich finde ja auch den Platz am Parkhaus nicht schön und habe offensichtlich keine Ahnung von tollen Katzenplätzen.

Heute übrigens: nach langem mal wieder durchgeschlafen, wenigstens bis halb fünf oder so, als Sansa frisches Futter wollte. Ich habe übrigens von Kollegen und Mittagessenverabredungen geträumt. Man sieht, dass mich der Bürotag heute doch beschäftigt!

Büro heute wieder mit dem Rad, das letzte Mal war mir mit Pulli fast zu warm, deshalb heute nur im kurzen Röckchen und im T-Shirt. Das war für die erste Strecke, wo es recht bergab geht und der Fahrtwind pfeift, fast ein bisschen kühl, aber naja. Abenteuer heute: ein Kind vor mir ist gestürzt, ich habe ihm aufgeholfen und geschaut, ob alles in Ordnung ist und mir verkniffen, darauf hinzuweisen, dass der Helm auf dem Kopf besser aufgehoben wäre als aussem am Schulrucksack, weil ..weiss er ja eh, sonst hätte er gar keinen dabei.

Dann wurde ich noch von einem Autofahrer beim linksabbiegen angehupt und übel beschimpft, weil er mich offensichtlich nicht gesehen hat, als er mit ungefähr 80 in der 30er Zone um eine Kurve schoss. Ich ihn schon, er musste nicht mal bremsen, ich habe also ausser meiner reinen Existenz nichts falsch gemacht. Ich habe es bei einem Augenrollen belassen.

Dann festgestellt: es gibt auch unter Radlern rücksichtslose Deppen. Der letzte Kilometer der Strecke geht ziemlich durch die Innenstadt, da ist unglaublich viel Radverkehr, Es gibt eine abgesperrte NUR-RAD-Strecke durch Unterführungen, da ist also nix mit nach rechts oder links Ausweichen, da ist die Wand, und die Spuren sind so schmal, dass man halt einfach bei Gegenverkehr nicht überholen kann. Kann man natürlich trotzdem machen und dann steht man eine Position weiter vorne an der nächsten Ampel. Depp.

Arbeit: war gut, ich hatte sogar ein Meeting in einem Meetingraum mit anderen Menschen. Und war ein bisschen genervt von manchen Gesprächen im Open Office, die Rückkehrflitterwochen sind offensichtlich vorbei:

Alle sind immer noch sehr aufgeregt wegen des Fests, das ist halt schon auch ein Paukenschlag nach über 2 Jahren fast nur Homeoffice für die grosse Mehrheit und ganz behutsamem Zurückkommen zwischenendrin und ehrlich gesagt mehr als zögerlichem Zurückkommen aktuell. Morgen dann 10 000 Menschen, am Samstag 37 000 Menschen. Oke. (Neues Gerücht: Robbie Williams oder Reamonn)

Früher Heimweg, sobald der Gewitterguss vorbei war. Auf halber Strecke war nicht mal mehr der Boden nass. Ich kam mit 3km Restreichweite an, das war ganz gut geschätzt!

In der Post: ein Paket mit zwei Haremshosen, die ich mir verführt von bunten Instabildern und "fair produziert" bestellt habe. Soweit: sehen schön aus, wie auf den Bildern, passen, Farben sind toll, trägt sich angenehm, mal sehen, wie sie nach dem Waschen aussehen (paigh, wenn jemand neugierig ist)

Was schön ist: die von einer Internetbekannschaft son annodunnemal seinerzeit geschenkten Iris wachsen ja jedes Jahr wie doof, entwickeln Blütenstände ohne Ende und werden dann von Nachbarskindern umgekickt, abgerissen, etc. Von normal ca 20 Blüten kommen maximal 2, der Rest wird zerstört. Anders dieses Jahr: anscheinend sind die üblichen Verdächtigen gross genug, um das zu lassen, ein kleines Mädchen, das selbstvergessen eine Knospe nach der anderen abgerissen und aufgepopelt hat, während ihre Mutter mit unserer Nachbarin schwatzte, habe ich durchs Küchenfenster freundlich gebeten, das zu lassen und naja: yay!

So, der Hübsche grillt heute mit dem CEO, deshalb braucht er nix zu essen, aber ich bin 35km geradelt, L. ist auch hungrig, es gibt jetzt also Essen! (ach ja, und der Spargel heute mittag in der Kantine war zwar sehr lecker, aber nur mit ein paar gekochten Kartoffeln, einem Löffel Rührei und einer Schüssel KRautsalat und keiner Sosse oder irgendwas halt nicht sehr sättigend.)


Nachtrag: Was auch immer neben der Autobahn so toll ist...


Mittwoch, Mai 18, 2022

180522 zu heiss

 Ach ja, Jonny gestern abend? Ich hatte mir geschworen, mir keine Sorgen zu machen, hat so mittel geklappt. Nach dem Essen bin ich eine ausgiebige Runde mit dem Rad suchen gefahren, habe ihn aber nicht gefunden. Als der Hübsche um halb neun vom Sport kam, kam der kleine schwarze Hübsche gerade müde unseren Weg entlang nach Hause gewackelt. Wird, wird. (Heute ist er natürlich wieder den ganzen Tag draussen, es ist morgens wunderbar angenehm, dann wird es unendlich heiss, da würde ich auch am liebsten da schlafen, wo ich grade bin, und abends wird es wieder angenehmer.) Mal sehen, wie das heute abend wird.

Sonst: schlecht geschlafen, es ist heiss, mein Bein tut weh, das reicht wohl an Gründen, um andauernd aufzuwachen.

Weil ich heute von daheim gearbeitet habe, habe ich nach "L aus dem Haus" eine Stunde Sportprogramm eingelegt: Bauchtraining, alles Krafttraining für daheim aus der Physiotherapie (die Kraft ist nicht das Problem, respektive, bevor ich zu dem Punkt komme, wo die Kraft der limitierende Faktor wäre, ist der Schmerz schon lang limitierend. Hmpf), dann noch Crosstrainer, fertig.

Der Arbeitstag war irgendwie umbefriedigend. Ich bin (mal wieder) auf alarmistische Emails reingefallen, respektive alarmistische Absender, respektive einen. Sowas ärgert mich sehr, wenn meine Zeit und Energie für was verschwendet wird, was ein non-issue ist oder wo man sich auch locker selber informieren/kümmern könnte, anstatt sich auf den Marktplatz zu stellen und FEUER, FEUER, FEUER, KEINER MACHT WAS!!!! zu schreien.

Der krönenende Abschluss war eine "Mental Wellbeing Awareness Session", von der ich dachte, sie wäre verpflichtend, so dass ich zähneknirschend akzeptiert habe. Naja. Ausser mir dachten das nur noch eine Handvoll andere Leute und dann war genauso, wie ich mir das vorgestellt habe. Verstehen Sie mich nicht falsch: wenn jemand das mag und freiwillig macht: super. Wenn ich aber mörderische Kopfschmerzen habe und 1000 andere, dringendere Sachen habe, möchte ich nicht gemeinsam atmen und in the moment sein. Oder sein müssen.

Naja. 

Auf der anderen Seite: die Vorfreude auf das Riesenjubiläumsevent am Freitag/Samstag steigt! Es fühlt sich ein bisschen an wie früher, wo man sich fürs Schulsommerfest oder die Uniparty verabredet hat. Nur dass es viel, viel, viel mehr Gäste sein werden, viel, viel, viel mehr Budget, viel, viel, viel mehr Buhei etc. (Es gibt extra Chats, in denen über die Surprise Acts gemunkelt wirde. Ich bin mal sehr gespannt)

Q. geht es sehr gut in seinem Klassenlager in den Bergen (ich wäre auch gern auf >1000m, mir ist das hier viel, viel, viel zu heiss.

Den Tomatenpflanzen auf dem Balkon übrigens anscheinend auch. Es ist echt beeindruckend, wie sich die weigern, auch nur einen Furz zu wachsen. Auf allen Insta-Bildern und Blogs sind die Leute kurz vor der Ernte, meine Pflanzen sind .... 7cm hoch, wenn überhaupt.

So, es hilft nix, der Ofen ist vorgeheizt, ich mache jetzt für L. und mich Flammkuchen zu essen. Ich habe zwar null Hunger oder Appetit, aber langsam wird mir ein wenig schwächlich zu Mute. Mein Go-To-Sommergetränk (Kokos-Espresso auf Eis, aufgegossen mit 300mL kaltem Mineralwasser) ist super, liefert aber keine Energie (hm, ob daher vllt mein Kopfweh kommt?)

Dienstag, Mai 17, 2022

170522 Schlagkaputt

 Puh, puh, puh, das war ein anstrengender Tag (und er ist noch nicht vorbei, danke Jonny :-)).

Geschlafen wie immer so mittel (ich habe jetzt übrigens das "tippsfuerfraubruellen@gmail.com"-Konto von meinen Handies gelöscht und werde nun WIRKLICH nicht mehr lesen, was für übergriffige, saudämliche Tipps Sie mir da schicken. Das Sendungsbewusstsein und die gnadenlose Selbstüberschätzung der eigenen Wichtigkeit einiger LeserInnen scheint einfach grenzenlos, also knock yourself out.), dann alles draussen gegossen, L. mit dem Rad zur Schule geschickt und selber mit dem Rad losgefahren. Mit dem Ebike macht das schon nochmal viel, viel mehr Spass, besonders nachmittags beim Heimsausen durch die Hitze. Die ersten Wiesen sind gemäht (ich musste kurz drüber nachdenken, ob man sich als Heukonsument wohl freut, wenn man einen Ballen vom Rand bekommt, weil das ein bisschen abwechslungsreicher schmeckt, oder genau eben nicht, weil da die kratzigen Disteln drin sind.). Über das Nachdenken hätte ich fast verpasst, dass die Kurve unter der Bahnlinie durch frisch mit neue Split bestreut ist und man da übelst hätte stürzen können. In den kratzigen Rand von der Wiese.

Tag im Büro: erstaunlich unspektakulär, weil kaum wer da war (alle haben Urlaub). Mein Teamkollege, auf den ich mich schon IM Meetingraum gefreut hatte, arbeitete von zu Hause, weil seine Tochter von der Schulreise .... Bettwanzen mitgebracht hat (na, damit hätten Sie auch nicht gerechnet, oder?

Für das letzte Meeting um sechs bin ich vorher dann heimgefahren und bin ganz schön platt jetzt.

Wir haben es übrigens schon fast erwartet: auch heute ist Jonny den ganzen Tag nicht aufgetaucht. Dienstag vormittag kommt unsere Putzhilfe und die (respektive den lauten Staubsauger mag er nicht so. Falls er also irgendwann am Vormittag vorbei kam (ohne den Kopf nah genug ans Törchen zu halten um registriert zu werden), und gemerkt hat, dass sie da ist, hat er sich bestimmt wieder verzogen. Untertags kommt er gern auch übers Küchenfenster, nur war da halt heute keiner, der aufgemacht hätte (und aufgezeichnet wird das auch nicht). Immerhin war er am Vormittag ein paar Mal bei seinen Lieblingsnachbarn, das ist mehr als letzte Woche, wo ich mir so grosse Sorgen gemacht habe. 

Der Hübsche hingegen hatte eine ein bisschen abenteuerliche Idee, wo er sich rumtreiben könnte, wenn er so lang weg ist, die damit zusammenpasst, dass wir ihn schon zweimal ausserhalb des Werksgeländes zwischen Parkhaus und AUtobahn getroffen haben: dort geht ein Wildtunnel auf die andere Seite der Autobahn und dort ist natürlich ... Paradies. Felder, Wald, ALLES! Der Hübsche hat sich heute die andere Seite mal angeschaut, wir dachten nämlich, dass es ihm eigentlich zu laut wäre unter der Autobahn, aber es scheint recht leise zu sein. Hm. Ich möchte eigentlich nicht, dass er das macht, da auf der anderen Seite ist ... halt schon einfach viel nix und nicht, dass er mal nicht zurückfindet oder eben doch auf die Autobahn anstatt unten drunter durch geht. Ich bin mir natürlich auch nicht sicher, ob er das macht oder machen würde, nur, dass wir ihn nicht dran hindern könnten. Hmpf. (Es gibt übrigens von der Gemeinde aus Wildkameras in den Tunneln, aber ich werde nicht dort anrufen und mir die Daten schicken lassen. Also. Noch nicht. (Der Hübsche und ich planen einen gemütlichen Abendradlausflug und vielleicht finden wir ihn und wenn nicht, ist er ein Kater, der den Sommer geniesst. Jetzt muss ich das nur noch ohne Nervosität akzeptieren.)