Donnerstag, März 18, 2021

180321: Spannung steigt

 Es ist IMMER NOCH NICHT FREITAG.

Ok, aber fast. Immerhin.

Arbeit ist: viel, aber immerhin habe ich es irgendwie geschafft, ein 20minütiges Schwätzchen nach einem Meeting mit zwei Kolleginnen einzubauen, das tat gut!

Dann kam heute zum einen die zweite Küchenofferte (sehr, sehr spannend!) und der dritte und letzten Küchenbauer war zum Angucken und Ideenhaben hier.

  • Sobald er eine Offerte fertig hat, werden der Hübsche und ich uns auf den Hosenboden setzen und entscheiden, mit wem wir weitermachen:
  • dem lokalen Küchenstudio
  • dem von den Architekten des Dachumbauprojekts empfohlenen Küchenschreiner
  • einem lokalen Küchenbauer, der mir heute einen Tacken zu oft gesagt hat "Wir designen Einzelstücke"
Ich bin mal gespannt, wie das dann im Detail aussieht, bisher haben uns die Offerten noch nicht ohnmächtig vom Stuhl sacken lassen (aber die mit den Designereinzelstücken fehlt ja auch noch :-)).
Auf jeden Fall wird es toll und ich freue mich sehr.

Sonst ist hier eigentlich nicht viel los, auf der anderen Seite halt zu viel, es ist ja überall dasselbe.

Gegessen:
Joghurt und Müsli
Linsenerdnusssuppe
Sobanudeln mit Mango und Auberginen (endlich mal wieder das Ottolenghi-Buch ausgepackt)

Gelesen: "Das Geheimnis von Zimmer 622"
Gesehen: "Das Team", "Agents of Shield"
Stressleveldurchschnitt gestern: 47
Selbstbeweihräucherung: Ehrlich über Lob aus dem Team gefreut und wie ein Profi erklärt, was wir für die Küche haben wollen 

Mittwoch, März 17, 2021

170321 Pyrrhus-Sieg

 Vorbei mit der guten Morgenerziehung bei den Katzen, aber zwe Tage schlafen bis 5:50h ist ja auch genug, da kann man gern wieder mit fünf anfangen mit geweckt werden.

Ich bin tatsächlich auf dem Weg zu einer Morgensportlerin, vielleicht ist das ein Weg aus dem Dilemma eines early birds mit Abendmeetings, ich kann ja eben erst abschalten, wenn alles erledigt ist, also zwischendrin mal Pause machen, ist für mich keine Option.

Heute also wieder kurz vor sieben nach Birchermüesli, Kaffee und Bauchmuskeltraining auf den Crosstrainer geschwungen, ordentlich gekeucht und geschwitzt, dann frisch geduscht für einen letzten Tag am Küchentisch, weil ja ab Montag Q. hoffentlich wieder in die Schule gehen kann. Quatsch, "VORletzten", Quatsch,  "vorvorletzten Tag", weil es ist ja IMMER NOCH NICHT ANSATZWEISE FREITAG.

Zwei grosse Themen hatte ich für heute mit jeweils zwei Zielen:

1. Thema: eine Riesentabelle für unser Squad fertigstellen und nutzbar für die Vorstellung am Dienstag zu machen

1. Ziel: fertig kriegen, mit dem Squad abstimmen check

2. Ziel: jemand anderes präsentiert das am Dienstag. Ich habe ja nun überhaupt kein Problem damit vor grosser Runde zu präsentieren, aber halt am liebsten schon auch Themen, die ich mag und wo ich stolz auf das bin, was ich vorstelle, oder, wenn es nicht so toll ist, es wenigstens mit dramatischen Bildern und Witzen zu pimpen. Dieses Thema ist nichts von alledem, sondern einfach tödlich langweilig. )Ah, beim Nachdenken ist mir aber grad ein Witz für die letzte Zeile der Tabelle eingefallen. Wenn alle bis zum Schluss durchhalten, dann gibt es eine Belohnung.) Wir sind 7 Leute im Team, davon 2 extrem extrovertiert, eine je nachdem, der Rest ist sehr schweigsam. Der Hübsche fragte heute: "Ah, dann sind Eure Meetings also Dialog vor Publikum?" und ja, von diesem Standpunkt her bin ich praktisch bereit zum Podcasten. (Lol, as if) Naja, dementsprechend sind es immer die gleichen zweieinhalb, die in grosser Runde präsentieren, und zwar nach Einigung und Absprache im Team, aber ich finde das nur so mittel, weil ich schon das Gefühl habe, mich in dern Vordergrund zu drängen, obwohl das definitiv nicht so ist. Heute also stand die Frage wieder im Raum und ich wünschte mir, ich hätte des Hübschen Tipp zum Schweigenaushalten schon vorher gehabt: "Einfach in einem anderen Fenster was aufmachen, was dich echt interessiert, dann schalte dich stumm, und lies einfach. Irgendwann kommt dann schon was." Ich habe die Entscheidung mal auf morgen vertagt, aber ich bin nicht besonders optimistisch.

2. Thema: Den Hintergrund einer mir zugeteilten Aufgabe klären

1. Ziel: Thematisch klären, um was es geht: check

2. Ziel: deutlich machen, dass das WIE in diesem Fall echt nicht geht (check), dass ich ausserdem die falsche Ansprechpartnerin bin (check) und dass ich das definitiv nicht machen werden (hahahaha, voll in die Hose gegangen, ich war sehr verwundert, mich selber sagen zu hören, dass ich das halt jetzt in Gottes Namen unter Protest mache, aber definitiv mich mit der Lösung des Problems nicht befassen werde, weil ICH kein Problem habe.) 

Naja, geht so, vom Erfolgsfaktor her.

Sonst: ich habe das Gefühl, in den allermeisten von uns steckt verschieden tief vergraben ein Querdenker oder eher Verschwörungstheoretiker. Wenn ein bestimmter Level an Ungemach, gepaart mit Hilflosigkeit und gefühlten Gutinformiertsein erreicht ist, springt er raus, wetzt die Mistgabeln, stülpt den Aluhut auf und erklärt den kinderbluttrinkenden "Da oben" den Krieg. Und da ist es tatsächlich egal, aus welchem politischen oder gesellschaftlichen oder Bildungslager man kommt, ich habe das schleichend bei den verschiedensten Menschen, denen ich wie auch immer im Internet über den Weg laufe oder schon teils sehr lange folge (echte Menschen treffe ich ja nicht), beobachtet. Den letzten Stein des Anstosses gab bei vielen das Aussetzen der Impfung mit dem AstraZeneca-Wirkstoff. Tatsächlich ist Twitter und Instagram (zumindest in den Stories) seitdem für mich unerträglich, weil ich tatsächlich keine mentalen Ressourcen und zeitliche Kapazität habe, dagegenzuhalten, auf der anderen Seite aber auch nicht drüber weglesen kann, wie Leute die ich, wie sage ichs, eigentlich sehr schätze / einmal sehr geschätzt habe? solchen populistischen Bullshit von sich geben, der mit einem minimalen Schritt zurück gefährlich nah an "Die da oben wollen uns nur einsperren und mit Masken entmenschlichen" ist. Ich möchte die tatsächlichen Äusserungen gar nicht wiederholen oder zitieren, das macht mich einfach sehr, sehr traurig, da so viele Leute zu verlieren, die mir tatsächlich mal was bedeutet haben.

Naja, Gottseidank habe ich so viel Arbeit, da ist gar nicht viel Zeit zum traurig sein.

Gegessen:

Letztes Birchermüesli

Salat mit chevre chaud, Brot

Süsskartoffelstrudel mit Joghurtdip und Chicoree-Orangensalat (mit L. gekocht, das wird jetzt durchgezogen)


Gelesen "Das Geheimnis von Zimmer 622" (Let's see, bei den Joel Dicker Büchern ging es immer relativ lang, bis ich entweder total gehooked war oder mir eingestehen konnte, dass das echt fad ist und vermutlich nicht mehr anzieht)


Gesehen: "Das Team" (lol, NOCH 2 Folgen, wie lange wollen sie denn das noch auswalzen?), "Agents of Shield" (wir sind mit den Kindern mit "Life in Pieces" durch, das ist wirklich schade) und "You"

Stressleveldurchschnitt gestern: Akku war leer, passt ganz gut

Selbstbeweihräucherung: Immerhin alles ordentlich erledigt bekommen, mit der Vermarktung respektive dem unangenehme Tasks loswerden muss ich noch besser werden


Dienstag, März 16, 2021

160321 Immer noch kein Freitag

 Good news: die Katzen waren schon wieder vernünftig! Und ja, ich weiss, viele Leute mögen nicht, dass Tiere im Bett schlafen, aber naja, ich mag das bei Katzen und war fast ein wenig traurig, dass die Katzenkinder das bisher nicht machten. Mittlerweile kommt Jonny ja im Lauf der Nacht ans Fussende, was ein tatsächlich bisschen gefährlicher Platz ist, um aus Versehen rausgekickt zu werden. Sansa hat sich angewöhnt, erst in meiner Kniekehle und aktuell auf der Innenseite des Löffelchens zu schlafen. Sehr süss, weil sehr klein und sehr weich :-).

Sonst: Start mit Crosstrainern direkt nach dem Frühstück, nachdem heute wieder langer Meetingdienstag ist und ich da abends keine Lust mehr habe (und ausserdem immer mit Unterzucker zu kämfpen habe, ausser halt nach dem Abendessen, aber da habe ich halt auch das Abendessen im Bauch), das ging erstaunlich gut. Dementsprechend sass ich eine Stunde später als sonst, nämlich erst um 7:45 am Schreibteisch.

Wobei: nicht am Schreibtisch, weil Dienstag kommt ja unsere Putzhilfe UND Q. ist aktuell zu Hause, also sind wir ihr aus dem Weg gegangen und ich sass bei Q. auf dem Sofa, während der an Schulsachen arbeitete. Er war sehr angetan vom Kaffeeservice seiner Bürokollegin, sehr verwundert, dass es mich nicht stört, wenn er sich Filmausschnitte für Geschichte anschaut (Hallo? Ich bin 100 Jahre grossraumbürogeübt, mich stört ein bisschen Infofernsehen über den Beginn der Nazizeit in Deutschland sicher nicht in der Konzentration) und fühlte sich alles in allem schon ein bisschen arg beobachtet.

Jetzt ist alles wieder sauber, Q. und ich haben gemeinsam mal ein anderes Mittagessen vorbereitet, L. kam heim für eine ausnahmsweise laaaaange Mittagspause und mein Nachmittag war voll mit überlappenden Meetings. 
Alles in allem fühlte sich gestern schon wie Donnerstag oder eigentlich Freitag an, heute noch viel mehr, und das verspricht viel Spass für den Rest der Woche. 

Ich hadere damit, dass sich alles irgendwie zäh anfühlt und ich denke, ich müsstekönntesollte doch viel schneller und fixer sein, auf der anderen Seite bin ich müdeecht, echt müde, und auf der noch anderen Seite ist halt nicht nur alles, sondern halt auch die Arbeit einfach richtig, richtig, richtig viel. Nun ja.

Draussen ist es wildes Aprilwetter, jedes Mal, wenn ich für 10 Sekunden aus dem Fenster schaue, sieht es anders aus: Schneeregen, Sonnenschein, Regenguss. Jonny kennnt nix, er verbringt den ganzen Tag draussen und "bewirtschaftet" "sein" Feld, muss ja auch wer machen. Sansa leistet mir Gesellschaft und naja, wer das Bett teilt, kann vermutlich auch das Wasser teilen...




Abends unser aktuelles gemeinsames Familienritual: wir lachen uns bei "Life in Pieces" scheckig. Es ist alles sehr einfach gestrickt, aber das tut uns im Moment sehr gut. Und wenn  Q. vor Lachen kiekst, dann ist eh alles gewonnen.

Morgen dann ausschlafen und Wochenende. Ach. Ja. Ne. Mittwoch. Auch gut.


Gegessen: 

Birchermüesli vom Pfadizmorge (perfekte Grundlage zum Sporteln danach)

Spinatwaffeln mit Guacamole (original ein Kaptn Cook-Rezept, aber das Waffelrezept NUR aus Spinat, Wasser, Mehl und Backpulver klang arg ... naja, mach Mehlbapp, also habe ich noch anderthalb Eier dazugegeben, und die Avocadocrememenge verdoppelt und eine Guacamole gemacht). War sehr, sehr lecker!

Tagliatelle mit Gemüse und Gewürzbutter


Gesehen: "Das Team" (ich frage mich echt, wer auf die Idee kam, die gesamte Story in der ersten Folge zu erklären und dann (mit jeder Menge Plotholes und schwacher Polizeiarbeit --> wie oft kann einem jemand durch die Hintertür entkommen?) über 8 Folgen mühsam genau das alles nochmal rausfinden zu lassen? Aber: schöne Landschaft. Sehr.) und natürlich "Life in Pieces"

Gelesen: "Eiskalte Augenblicke" (eine nette Idee, alle jemals aufgetretenen Nebenfiguren mit kleinen Geschichten nochmal zurückzuholen)

Stressleveldurchschnitt gestern: 39

Selbstbeweihräucherung: folgende Mail einfach abgeschickt, because it is true (der Hübsche hätte noch erklärende Emojis empfohlen, aber ich habe das gar nicht witzig gemeint): "Dear all, I am trying to collect the missing information, but to manage expectations: it might be hard to impossible to get fax numbers for all contacts because (I am tempted to write: it is 2021) this seems to be a technology not so commonly used any more." Und  nein, es geht nicht um deutsche Gesundheitsämter :-)

Montag, März 15, 2021

150321 "Ist das schön!"

 Ich glaube, die Katzen werden langsam erwachsen und/oder vernünftig. Jonny kam irgendwann von L zu uns nach oben und hat sich ans Fussende gelegt und weitergeschlafen, ohne mich vorher wach zu krallen und beissen. Sansa hat bis 5:50h durchgehalten und erst dann unstillbaren Hunger auf frisches Feuchtfutter und überhaupt könnte jemand mal aufstehen?! bekommen.

Morgens gearbeitet, erst mal wieder am Esstisch, weil Q. ja noch Distanzlernen hat und seinen Schreibtisch zumindest vormittags selber braucht (er ist ultraschnell fertig mit den Aufgaben, deshalb kann ich allerspätestens ab Mittag, meist vorher schon, an den echten Schreibtisch und auf den echten Schreibtischstuhl zurück.).

Später am Vormittag sind wir zwei dann nochmal ins UKBB gefahren (mittlerweile 2 Security-Typen vor der Tür), es war Verbandwechseltag. Der Chirurg heute war sehr verwundert, dass Q. nix gebrochen hatte, die Kollegin von Freitag hatte ihn nämlich in die Gipssprechstunde eingetragen, weil da noch Platz war, und ihm nichts davon gesagt. Es war sehr schön zuzuschauen, wie sehr sich der Chirurg über die schöne Arbeit seiner Kollegin und das gute Heilen gefreut hat, das war wirklich herzerwärmend. "Oh, das sieht wirklich, wirklich schön aus. Also: vielleicht für Sie nicht, aber für einen Chirurgen ist das wirklich, wirklich schön."

Ich habe nicht hingeschaut ("Wollen Sie wirklich nicht? Ich hab alles weggeputzt, es sieht echt schön aus?"), weil ich meine Grenzen kenne. Q. hat nullkommanull Schmerzen, das ist echt grossartig, wir haben den nächsten Termin in einer Woche und vielleicht können dann die Fäden schon raus.

Dann wäre das auch endlich erledigt, wir brauchen dann noch grössere Wanderschuhe (mal sehen, ob L. die von Q. passen, sonst sind es zwei Paar), heute habe ich die Anmeldung fürs Pfila und die Hikechallenge der Pfadis ausgefüllt :-).

Sonst so: Grosse Aufregung auf Twitter und in den Medien über das Aussetzen der Impfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca in mehreren europäischen Ländern und nun auch in Deutschland. Ich persönlich finde die Vorgehensweise der einzelnen Länder, die nicht mit der EMA-Einschätzung übereinzustimmen scheint, sehr irritierend, andererseits kenne ich weder die Daten, die dazu geführt haben, noch könnte ich sie beurteilen (anders als gefühlt alle anderen Menschen im Internet). Ich hoffe sehr, dass die EMA-Abklärung schnell geht, aber für das Vertrauen in den Impfstoff von Astra Zeneca (und überhaupt AstraZeneca) ist das natürlich Gift (und damit auch für die Impfgeschwindigkeit in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern. Nicht der Schweiz, die Swissmedic hat den Wirkstoff ja immer noch nicht zugelassen.). Das hätten sich die Leute von AstraZeneca vermutlich niemals träumen lassen, dass sie nach dieser Tour de force der Entwicklung und Highspeedproduktion keine Lorbeeren ernten, sondern vor der grössten Shitshow der Unternehmensgeschichte stehen würden.

Ich selber habe tatsächlich, glaube ich, keine Aufregung mehr in mir übrig. Ich denke mir: "Ach, schau an. Das auch noch? OK." und mache weiter, weil muss ja.

Crosstrainerprogramm, UpperBodyWorkout mit dem Hübschen (good news: mein Sehnenscheidenhandgelenk ist ganz nah an "Wie neu"), Wäsche, Post, erste Küchenofferte angeschaut, und jetzt gehe ich L. vom Volleyball abholen (und während dem Warten ein bisschen "Das Team" auf dem Autoscreen und dem Autonetflix-Account weiterschauen. Die Serie ist btw richtig, richtig, richtig, richtig schlecht, aber ich bin fast durch und die Gegend in Dänemark ist sehr hübsch, es wirkt sehr niedlich, wenn da die Spezialeinheiten an den reetgedeckten Häusern entlangschleichen. Als nächstes schaue ich vermutlich Rosamunde Pilcher Filme, die schaut man ja auch nur wegen der Landschaft, glaube ich)


Gegessen: 

Carrotcake

Gyozas

Montagspizza


Gesehen: "Das Team", "LIfe in Pieces"

Gelesen: "Eiskalte Augenblicke"

Stressleveldurchschnitt gestern 37

Selbstbeweihräucherung: ohne Ankratzen von irgendwas an der total ätzenden Kurve ins P4 des City-Parkhauses gekommen. Und von dort ins P5, wo es unendlich viele Parkplätze gibt. Kein Wunder, alle scheitern vermutlich ein Stockwerk weiter oben


Sonntag, März 14, 2021

140321 Montagsfrage #2 und sonst so

 Jajajajaja, ich weiss, es ist Sonntag, aber man hat (glaube ich) eine Woche Zeit, um Joels Montagsfrage zu beantworten und diese Woche war bisher einfach zu voll, um an irgendetwas anderes zu denken als das, was gerade passiert.

Heute war besser und deshalb hier meine Antwort auf Montagsfrage #2 

Die Pandemie hat uns alle gelernt zu verzichten. Gibt es ein Ding/ Umstand auf den du jetzt verzichtest, von dem du denkst, dass das gut und gerne auch nach der Pandemie so bleiben kann?

Ich dachte erst, auf Handschütteln und die 3 Küsschen linksrechtslinks zur Begrüssung, aber to be honest, ich bin so ausgehungert nach sozialen Kontakten und Berührungen, dass ich vermutlich auch die Kassenfrau im Supermarkt oder den Kontrolleur im ÖV oder die Oberstchefin in Zukunft mit Küsschen begrüssen werde, aber ich denke, das, was so bleiben kann, ist: alle Leute, die sich ansatzweise krank fühlen, bleiben zu Hause. Nicht ganz hasenreine, 100% durchdachte Meinung zu dem Thema: es sollte so ein Mittelding zwischen krank und gesund geben, nämlich: "nicht wirklich krank, aber ich fühle mich nicht bombe, bleibe also daheim, um niemanden anzustecken und arbeite von daheim."

Und noch was nicht 100% Durchdachtes: ich freue mich wie ein Schnitzel auf die nächste Erkältung, die genau nicht mehr als das ist. Schnupfen, Heiserkeit (ich mag meine Stimme, wenn ich heiser bin), bisschen matschig, genau richtig, um den Tag im Bett zu versandeln, ohne Angst haben zu müssen, die Kinder und und den Mann mit einer potentiell tödlichen, sicher aber zu Quarantäne und/oder longcovid führenden Krankheit anzustecken.

Sonst:
ein viel besserer Tag als gestern.
Begann mit 
  • Frühstückslieferung (vor einem Jahr haben wir als Elternrat mit den Abteilungsleitern noch lang diskutiert, ob ein Pfadizmorge in person machbar wäre, dieses Jahr wurde es gar nicht angesprochen, sondern direkt eben: nach Hause geliefert), 
  • ging weiter mit Kuchenbacken. (Dickes Danke an Jeannie, die jedes Wochenende ein Rezept liefert, und auch wenn ich manchmal aussetze oder zB die Zimtschnecken wochenlang auf Repeat laufen habe, weil sie alle so super finden: danke für den Service, jeden Sonntag ein Rezept parat zu haben, das in den allermeisten Fällen mit dem, was wir im Vorratsschrank haben, realisierbar ist. Sonst wird halt die Einkaufsliste für nächste Woche angepasst und wir machen mal wieder Zimtschnecken)
  • Regenspaziergang, ging weiter mit 
  • Sauna (das Wetter passte sehr gut) und endete mit
  • gemeinschaftlichem Gyoza-Falten (ich hatte Kimchi/Vegihack/Glasnudelgemüse-Füllungen vorbereitet und es ging im Nullkommanix und reicht auch noch für morgen mittag)
  • und "Life in Pieces"-Bingen
Ansonsten feiern wir jeden einzelne Impftermin im noch so entfernten Bekanntenkreis (wir nähern uns. Im Aargau wird seit letzter Woche 65+ geimpft, wir sind also in Sichtweite, in Bayern wurden dem Registrierungstoo die Prio-Stufen hinzugefügt. Es wird.).

Nun denn, wir sind nicht wirklich bereit für eine neue Arbeits- und Schulwoche, aber ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass sie weniger aufregend wird als die letzte. (Q. und ich gehen morgen zum Verbandswechsel und ich bin überhaupt schon tief beeindruckt, wie das Kind die Wundschmerzen wegsteckt.)

In diesem Sinne: halten Sie durch, wir bemühen uns und geben unser Bestes.

Samstag, März 13, 2021

130321 Stimmungsbild

 Exemplarisch für wie es hier so läuft:

ich kehre genervt vom Paketewegbringen und mir selber nach Hause zurück (genervt, weil: die Post die Dorffiliale zu gemacht hat und seitdem die Postdienstleistungen im Paarmonatsrhythmus von einem Geschäft ins andere transferiert werden. Dort fehlt die Infrastruktur (zB Paketaufkleber), die Ahnung, die Lust, das überhaupt zu machen und bisher haben die Läden dann nach ein paar Monaten total zugemacht und die Post kam irgendwo anders hin. Von mir, weil ich immer noch davon ausgegangen bin, dass sie halt wie eine normale Postfiliale oder jemand, der diese Funktion übernimmt, Paketaufkleber haben oder Stifte oder schnell Pakete erfassen können. Und noch mehr, davon, dass ich mir meine Genervtheit gegenüber der Schweizer Post für diese Scheissaktion UND die Genervtheit gegenüber aktuell den Apothekenangestellten, die halt nicht gut in Postspielen sind, gegenüber denen echt habe raushängen lassen und ein sehr blöder Kunde war.) und beschliesse, bei einem Milchkaffee den Start in den Nachmittag versöhnlich zu gestalten.

Ich frage, wer noch einen will (der Hübsche und Humpel-Q.)

Ich hole Tassen, mache zwei Milchkaffees mit Zucker für die Jungs und stelle sie auf den Tisch.

Als ich meinen machen möchte, ist der Kapselbehälter voll.

Und der Kapselabfallbehälter voll.

Und der Wassertank leer. 

Und der Milchtank leer.

Und die Abtropfschale voll.

Und dann sprotzt der Milchtank.

Als Q. sich seinen Kaffee holt und schräg auf die Kante des Sofatisches stellt, fällt der mit Riesensplash-Zone runter.

Und läuft unter die Glasplatte des Couchtisches.

Und unter den Couchtisch.

Q. findet den Parkettreiniger nicht. (kann nix dafür, den hat die Putzfrau aufgebraucht, ohne was zu sagen).

Und den Mop-Stiel.

Dann schwappt der Eimer voll heisser Allzweckreinigersuppe über.

Und wird mit sauberen Geschirrtüchern aufgewischt.


Jetzt ist es 30 Minuten später, ich habe mich bis auf die Reinigersuche nicht an den Aufräumaktionen beteiligt, der Glastisch ist wieder sauber, ich habe einen Kaffee, Q. auch wieder, diesmal am Esstisch, der des Hübschen ist nur noch lauwarm, und ich glaube, es hat immerhin niemand gebrüllt. (Meine grösste Sorge war, dass Q. sich den neu geschnitzen Zeh irgendwo massiv angeschlagen hat. Oder verbrüht.)

Man könnte sagen: sie waren stets bemüht.

Freitag, März 12, 2021

120321 Schnippschnapp (kratz, kratz)

 Good news: 

Q.s Zeh ist operiert und muss "nur noch" heilen. Der grosse Junge, der als kleinerer Junge bei Spritzen, Fingerpieksen, Spreisseln, dem kleinsten Kratzer ("AUS MIR LÄUFT BLUT") regelmässig den sterbenden Schwan (oder aber den Rottweiler mit Tollwut, ich erinnere mich an Impfungen im Schwitzkasten mit hysterischem Nasenbluten) gegeben hat, hat heute wie die coolste Socke (höhö) auf Erden erst ordentlich Lachgas zu sich genommen ("Langsam atmen, langsam, hallo, nicht alles auf einmal!!!", dann drei Spritzen in den Zeh bekommen und mit "Linkin Park, full volume" auf den Ohren seine Zehoperation abgesessen. Ich habe erst nicht verstanden, warum ich dazu genötigt wurde, bittedanke doch nicht rumzustehen, sondern auf einem Stuhl zu sitzen, bis die Schwesternschülerin ("Lehrtochter FaGe" heisst das, glaube ich) interessiert fragte: "Gell, das Chratze, das is da Chnoche?!".

Sie haben dann noch einen Schonschuh in Grösse 43 aufgetrieben (nicht ganz die Zielgruppe des Kinderspitals), der geht einigermassen, Q. nimmt jetzt 3 Tage Ibuprofen und soll sich schonen und dann kommt noch Verbandswechsel und Fädenziehen und dann wars das hoffentlich.



Wir haben den UKBB-Nemo von L. gegrüsst, der Pandemiebetrieb ist bis auf Security-Typ vor der Tür (naja, die Clubs haben ja zu zur Zeit), der überprüft, ob wirklich nur eine Begleitperson pro Patient kommt und Leuten ohne eine Maske anreicht, und keine Spielsachen (auch der versehrte Bär und Hase im Eingangsbereich sind nicht mehr da) und natürlich Masken kaum zu merken. "Ja, hier ist alles fast wie immer, für Kinder merken wir praktisch nix" ist ja auch mal schön, von Fachleuten an der Front zu hören.

Nicht so schön: in Q.s Klasse gibt es mittlerweile einen dritten positiven Test, eine Handvoll Kinder wurde vom Contact Tracing in Quarantäne geschickt, dementsprechend hat Q.s gesamte Klasse noch eine Woche weiter Distanzunterricht.

Dickes Lob an die Schule und die involvierten Lehrer, btw.. Nachdem am Dienstag 90% der Klasse einfach nicht aufgetaucht ist, sondern zum Testen und dann heimgegangen ist, lief am Dienstag nachmittag der Distanzunterricht, der seit Anfang Mai auf Eis lag, wie auf Knopfdruck wieder an. Heute morgen kam der Link zur Chemiestunde per Zoom etwas knapp, aber auch hier: kudos an den Lehrer, der sich vors leere Klassenzimmer gestellt hat und für die eine Klasse, die nicht da ist, eben alles in die Kamera erzählt hat (auch wenn die Klasse noch im Pyjama und mit angereichtem Frühstück vor den Monitoren sass, weil die meisten dachte, sie müssten eben NICHT zu einem festen Zeitpunkt parat sein). Kudos aber auch an die Klasse, die per Chat den Link an alle, die vielleicht noch geschlafen haben, verteilt und das Aufwecken per Whatsapp optimiert hat, an die jungen Menschen, die sich so schnell vernetzen, austauschen und kompetent reagieren, dass das tatsächlich gut funktionierende Contact Tracing nur noch hinterherhecheln kann. Q. hat sich heute mit frisch operiertem Fuss zB mit seinem Vortragsbuddy für den Geschichtsvortrag im ... Mai? (April wäre passender) zusammengezoomt, um das Gerüst für den Halbstundenvortrag über Tschernobyl vorzubereiten. Freitag nachmittag. Mit unglaublicher Begeisterung. (Aktuell bekommen wir zu ALLEM vorgerechnet, wieviel das in Millisievert ist. "Können wir mal wieder einen Smoothie machen?" "Weisst Du eigentlich, Millisievert man mit EINER BANANE aufnimmt? Und mit rauchen?" Gottseidank rauchen wir keine Bananen.)

Anyway: noch eine Woche Distanzunterricht, und für uns ist das sogar ziemlich praktisch. Wir hätten Hinke-Q. mit seinem Holzschuh die nächste Woche ja zur Schule gebracht und geholt, das fällt jetzt natürlich weg. Andererseits haben wir einen Esser mehr über Mittag (aber JEMAND hat ja für den Quarantänefall eingekauft, das sollte also machbar sein) und ich muss meinen Bürostuhl/Q.s Zimmer und Schreibtisch teilen. Das werden wir aber hinkriegen.

Mittelgood news aus L.s Schule, aber darüber mache ich mir vor Montag keine Gedanken. Ich habe zwar eine grosse, aber anscheinend doch begrenzte Kapazität für Sorgen.

In diesem Sinne: ein erholsames Wochenende! (Nicht vergessen, also ich: keine Zopf am Samstag abend backen, Sonntag ist Pfadizmorge, wir werden beliefert!)