Donnerstag, Januar 07, 2021

070121: ANNA

 Den Abend gestern haben Q., der Hübsch und ich angemesssen fassungslos vor CNN verbracht. Joah. Ich schwanke zwischen Entsetzen und schwarzem Galgenhumor. Ich meine, ja, das alles ist alles andere als witzig, aber:



Der Tag war ... just another Homeofficeday. Ich war den Morgen über nicht soooo produktiv (dachte ich), abgelenkt von den Ereignissen in den USA und mit einem sehr zähen Thema (nicht nur, aber vor allem auf menschlicher Ebene, finde ich. Wobei: vielleicht ist es überhaupt kompliziert, aber der menschliche Teil stresst mich am meisten) auf der To-Do-Liste. Tatsächlich habe ich aber vor lauter "mich um das Thema herumwinden" alles andere auf der Liste erledigt, also war es dann doch nicht so unproduktiv. Das nachmittägliche Risk-Review-Meeting war dann erstaunlichweise eine Stunde schneller vorbei als geplant und so konnte ich das zähe Thema auch nochmal angehen und, Überraschung, wenigstens der Teil, den ich heute erledigt habe, war dann gar nicht so wild. Aber lang, weil: kompliziert.

Deswegen habe ich auch "meinen" Slot vor dem Abendessen auf dem Crosstrainer verpasst, weil der Hübsche schon strampelte, aber (ich bin einfach grundoptimistisch) so habe ich wenigstens keinen Unterzucker, wenn ich direkt nach dem Abendessen losrenne.

Die Kinder bringen vor allem Noten / Tests whatever zum Unterschreiben mit nach Hause (morgen ist zumindest an der BEZ Notenschluss, das merkt man :-)), für L. haben wir die Einladung zum Standortgespräch bekommen, erstmals nicht in person, sondern mit der Auswahlmöglichkeit "Telefon" oder "Videokonferenz".

Ansonsten sind reihenweise Kleiderbestellungen eingetrudelt: 

  • Q. hat ja spontan neue T-Shirts gebraucht, weil bei den aktuellen ÜBERALL der Bauchnabel rausschaut beim Strecken (wenn Sie sowas auf Twitter schreiben, kommen übrigens Bauchnabelfetischisten aus ihren Löchern gekrochen. War ein schönes Stück Medienerziehung für Q., es ging eine Zeitlang, bis er vor Lachen wieder sprechen konnte.). Er hat übrigens von der letzten "Kindergrösse" direkt in "Männer-L" gewechselt und langsam komme ich mir wie ein Zwerg neben ihm vor. 
  • Ich habe mir aus keiner besonderen Not heraus (ausser: "Oh, ich haben einen 20% Gutschein auf alle Sale-Artikel") eine Esprit-Bestellung getätigt, unter anderem "Jeggings" (mir ist meine letzte skinny blaue Jeans gerissen an mehreren Stellen, so dass ich sie nicht mal mehr im Homeoffice tragen mag. Vor allem, weil mir am Knie echt kalt wird.). Jetzt, wo langsam wieder Bootcut etc auftauchen (wenn auch im Hochwasserstil), habe ich mich nach ungefähr 10 Jahren mit Skinny nicht nur abgefunden, sondern finde es sogar hübsch. Sag einer, ich wäre nicht flexibel
  • Für L. habe ich ja Youtuber-Merch bei Teespring bestellt (Anfang November), ein T-Shirt und einen Hoodie, Lieferung bis Anfang Dezember. Das kam nicht und als ich Mitte Dezember nachfragte, ob sie ein Update zum Sendungsverlauf hätten, meinten sie "Oh, sorry, lost in transit, we issued a replacement". Und dann fragte ich vor ein paar Tagen nochmal nach, weil ich keine Versandbestätigung für die Replacements bekommen hatte, ob sie da was hätten, die Antwort war wieder: "Oh, sorry, lost in transit, we issued a replacement". Seit ein paar Tagen treffen nun täglich Sendungen aus den USA ein, wir haben mittlerweile zwei Hoodies und ein T-Shirt, ich bin gespannt, was noch alles kommt. (Ja, ein bisschen schlechtes Gewissen habe ich schon, aber ich habe doch nur nachgefragt! Aktuell laufen L. und sein bester Freund als Hoodiezwillinge rum und sind sehr happy)
Morgen ist sie auch schon wieder rum, die erste Arbeits- und Schulwoche, oder wie Q. sagt: "Ah ich freu mich auf Freitag, da ist wieder Chemie."

Gegessen:
Honigtoast
überbackene Tortellini mit Salbeibutter und Tomaten
Orange und Birne
Ofengemüse (getestet: auch da schmecken Randen/Rotebete nach altem Kompost) und Nudeln mit Frischkäsecremeüberbacken

Gelesen: "Höhenangst"
Gesehen: Nix, wir haben mal wieder Serienleere oder Entscheidungsschwäche
Stressleveldurchschnitt gestern:
Selbstbeweihräucherung: mir NICHTS anmerken lassen, als ich im Videomeeting merkte, dass ich den ganzen Tag schon mein Kleid falsch rum anhabe.

Mittwoch, Januar 06, 2021

060121: Wanderarbeiter

 Heute morgen hatte ich das besser drauf mit dem Katzenfüttern und so habe ich ab halb fünf bis sechs noch tief und fest weitergeschlafen und wurde vom Wecker mitten aus einem Traum gerissen. Der Tagesstart war trotzdem hektisch, weil wir tatsächlich gestern früher als sonst aus dem Wohnzimmer in Richtung Obergeschoss gezogen sind und so nicht gehört haben, dass ab 23:00h (haben wir dann auf der Überwachungskamera gesehen respektive gehört) der Gefrierschrank Alarm geschlagen hat, weil eine Schublade nicht richtig zu war und deshalb die Temperatur munter anstieg. Immerhin "nur" auf -6°C bis heute morgen, also alles noch gut, auch der Übeltäter TK-Schnittlauchpackung, die ich gestern nicht richtig in die Schublade zurückgelegt hatte. Holla, ich dachte erst, es wäre ein Rauchmelder (wobei das dann eine ganz schöne Fehlkonstruktion wäre, wenn wir den aus dem EG im 2. OG mit offenem Treppenhaus nicht hören würden...), dann der Backofen mit irgendeiner rausgeflogenen Sicherung, was das letzte Mal der Anfang vom Ende des Geräts war, also ist ein bisschen Energieverschwendung die beste Variante.

Ich bin auch fast davon überzeugt, dass diese Umgebungskühlung unsererseits den Ausschlag gab, dass dann doch endlich mal Schnee fiel :-). Nicht viel, aber genug (und nass genug), dass nicht nur Sansa, sondern auch Outdoorboy Jonny überhaupt gar keine Lust auf draussen sein hatte, sondern nach einer guten Stunde platschnass wieder reinkam und mir beim Homeoffice "half". Erst mit Lichterkettenfangen, dann mit Brummen auf meinem Schoss, bis er ins Headsetkabel biss und leider gehen musste. Er ist dann zu Sansa und dem Hübschen ins Büro ganz oben gegangen und hat ein bisschen "Spasskämpfchen" veranstaltet.

Ich finde, die Laptopwebcam ist sehr gut zu mir :-)





Mittwoch bedeutet für mich Wanderarbeitsplatz: vormittags an Q.s Schreibtisch, Anfang Nachmittag am Küchentisch (beide Kinder sind zu Hause und machen Aufgaben), später an L.s Schreibtisch (der ist eher fertig und hat dann Freunde zu Besuch und sie zocken im Wohnzimmer).

Ich schaffe es heute tatsächlich, wie geplant schon um vier Schluss zu machen (ok, wie immer, wenn ich abends am Arbeitsrechner den Blogeintrag schreibe, beantworte ich vorab noch die eine oder andere dringende Email, um der Zeitverschiebung ein Schnippchen zu schlagen und nicht jede transatlantische Konversation nur im 24h-Takt laufen zu lassen), gehe mit Q. noch schnell zum Einkaufen, weil er sich für morgen Vegidöner zum Mitnehmen gewünscht hat und ich keine Lust habe, Fladenbrot zu backen. (Ich habe beim letzten Mal zum ersten Mal aufgepasst, was eine Austausch-Sodastreamkartusche auf der deutschen Seite kostet (6.80€, glaube ich) und fand den Schweizer Preis von 17.80CHF tatsächlich richtig sportlich. Nicht dass es uns arm macht, Gehälter, Steuern, blablabla, aber überrascht war ich schon.) und schwinge mich daheim dann noch für eine halbe Stunde auf den Crosstrainer, bis die Jungs alle parat sind und wir einen gemeinsamen Family-Workout ("Killer-Upper-Body") machen, mit fachkundiger Begleitung von Sansa, die alle abschnuppert und sich vermutlich innerlich beömmelt, wie unelegant die Menschen sich strecken.

Abendessen, begleitet von Nachrichten (Schweizer Bundesrat beobachtet weiter besorgt und hat mal wieder Vorschläge und Hausaufgaben für die Kantone. Entschieden wird natürlich nix, weil die Datenlage zu unsicher ist. Unsicher verstehe ich sogar, aber sogar die unsicheren Werte sind VIEL zu hoch, die Inzidenz ist im Schweizer Durchschnitt bei 326, aber anscheinend reicht das nicht, um mehr zu tun. Ich nehme an, man beobachtet sehr intensiv. Und sehr besorgt.)

Erst nach Ende der Tagesschau dreht Amerika richtig durch und ... Trumpanhänger stürmen das Kapitol? Ich bin echt fassungslos, ich hätte wirklich, wirklich gedacht, dass die das heute mit einem letzten Rest Anstand zackizacki über die Bühne bringen und dann wars das... (ja, naiv, ich weiss...)

Und so beende ich das hier für heute, ich kann mich nicht mehr konzentrieren.

Gegessen:

Honigbrot

Darvida

Rest Gemüse-Tajine zu mittag und abend und jetzt ist sie weg. War immer noch gut, aber jetzt ist es auch gut erstmal.


Gelesen: "Höhenangst" (bisschen 50shadesofgrey-trashig, aber naja, liest sich schnell :-))

Gesehen: Nachrichten

Stressleveldurchschnitt gestern: 19

Selbstbeweihräucherung: alle drei Jungs mit den "veganen Speckwürfeln" (Delicorn, aus dem coop) überzeugt. Läuft hier!

Dienstag, Januar 05, 2021

050121: #WMDEDGT 01/21, Corona-Edition, die 10.

 You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). Erstmals in 2021 und zum 10. Mal in der Corona-Ausgabe. Yay-ish.


Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen (d.h wir machen das seit über sieben Jahren?! Ich dachte, es gibt Blogs erst seit 2015 :-)!) in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Ich wurde heute morgen von Jonny um 4:21h geweckt und habe das vom Hübschen gestern so schön erarbeitete Protokoll (Katzen Feuchtfutter geben, sie damit vor die Schlafzimmertür setzen, weiterschlafen bis Weckerläuten um sechs) ganz schön versemmelt. Als erstes dachte ich, es wäre nett von mir, das Feuchtfutter auf zwei  Schälchen zu verteilen, dann müssen die zwei Gierhammel sich nicht gegenseitig den Kopf wegdrücken (und Sansa nimmt sich dann nicht Brocken raus und frisst sie neben der Schüssel). Ausserdem dachte ich, ich bin superschlau, wenn ich das ohne Licht anmachen mache, muss ja nicht gas ganze Haus aufwecken. Dabei habe ich leider falsch eingeschätzt, welche Näpfe ich befüllt habe und einer davon war die Wasserschüssel. Die Katzen haben gedacht: "jetzt issse total bekloppt. "Deluxe Ragout" in kaltem Wasser, brennst du eigentlich?" und sich um die andere Hälfte versammelt. Dann dachte ich, ach, süss, muss ich sie gar nicht aussperren, die gehen bestimmt gleich wieder schlafen. 4:47: nein, Jonny möchte aufstehen. Sansa war wieder eingeschlafen, also setzte ich nur Jonny vor die Schlafzimmertür, mit Futter, dabei merkte ich das Wasserdebakel. 5:13h Sansa merkt, dass Jonny nicht mehr da ist, respektive vor der Tür Trockenfutter knuspert und Futterneid ist schlimmer als Heimweh, also kam sie angetrabt und tatschte mir ins Gesicht, bis ich sie auch rausliess. 6:00h, Wecker. MEINE GÜTE, da ist noch Luft nach oben.
Sonst normaler Homeofficetag: Die Kinder gehen im Dunkeln aus dem Haus, heute wussten wenigstens beide, wann die Schule beginnt.
Der Hübsche und ich verteilten uns auf die Homeofficezimmer, um 8 kam die Putzhilfe und ein merkwürdiger Tanz auf Abstand begann und endete wie jeden Mittwoch damit, dass wir beide unten am Küchentisch uns gegenüber sassen. Auf einmal machte das Internet .... nix mehr. Im Nichthomeoffice wäre ich Mittagessen gegangen und hätte die IT-wurschteln lassen. Im Homeoffice löste ich ein Ticket fragte ich den Hübschen, ob es bei ihm auch nicht mehr ginge (der Sureflap-Katzenklappenhub bekommt rot leuchtende Ohren, wenn er die Verbindung verliert, das ist ein schönes Indiz) und machte den aktuellen Task mit einem mobilen Hotspot via Handy fertig. (nix für Sachen mit grossen Datenmengen, die man über VPN-Client braucht, aber ok) Der Hübsche wurschtelte und fluchte und rannte auf und ab, bis er um viertel vor 12 recht hektisch mit dem Router unter dem Arm zum Netzanbieter lossdüste, um das noch rechtzeitiv vor der dortigen Mittagspause austauschen zu lassen.
Ich blieb daheim mit dem Hub mit den roten Ohren und machte Mittagessen für L und uns (Glasnudelsalat mit scharfem Räuchertofu und auf Wunsch Mozzarellasticks mit Schupfnudeln und Gurkensalat).
Als wir Geschirr abwaschen, spaziert Jonny den Weg entlang und hat Hunger und Ausruhebedürfnis. Und Rückenkraulbedürfnis. Und Snackbedürfnis.
Kurzes Verdauungsspazierründchen, heimbegleitet von Sansa und einer anderen schwarzen Katze, die aber (wer hätte das gedacht, es war NICHT Jonny), die nicht mit reinkommen wollte.
Der Arbeitstag war bis auf ein kurzes total meetingfrei, das tat auch mal gut: viele sind noch in den Ferien, d.h. ich konnte gemütlich "aufräumen" und lang aufgeschobene "Das mach ich mal, wenn ich Zeit dafür habe"-Dinge erledigen.
Eigentlich wollte ich früh Feierabend machen, aber dann chattete mich ein Kollege an, der gerade in einem High Profile-Meeting für eins meiner Produkte war und er ist neu beim Produkt und ich nicht. Er war ein bisschen nervös, so dass ich als "Telefonjoker" einspringen konnte, das war schon ein bisschen witzig. (Und ja, es streichelt ein bisschen das Ego, wenn die Frage kommt: "QC-Release testing für pädiatrische Formulierung machen wir bis wann noch hier? Implementierungsstrategie und timelines für die neue testing site? Und wie ist es mit den Kapseln? Warum? Bis wann?" und ich nicht mal nachdenken muss, sondern aus der Pistole geschossen antworten kann incl Ausnahmen, Rationale und Funfacts :-))
Statt direkt los zu crosstrainern, war ich noch kurz bei L. Hausaufgabendiskutieren, er hatte sich ein bisschen verrannt mental und war kurz verzweifelt (liess sich aber mit Buntstiften lösen und ich wurde bald wieder rausgeworfen, obwohl ich noch sehr schöne und coole Ideen hatte, wie man es NOCH besser visualisieren könnte, aber "Danke, Mami, aber nein danke.")
Auf dem Crosstrainer habe ich dann "3 Billboards outside of Ebbing, Missouri" fertiggeschaut (was ein Film. Und was ein Gegensatz zu "Red Sparrow", wegen dem ich gestern so spät ins Bett bin. Das ist zB ein Film, den man sich überhaupt nicht anschauen sollte, nicht mal im Flugzeug und auf gar keinen Fall, wenn man Jennifer Lawrence mag, das ist sehr, sehr schlimm schlecht.)
Der Hübsche hat inzwischen die Spülmaschine aus- und eingeräumt und das riesengrosse Nespresso-Paket in Empfang genommen und in den Schrank sortiert. (Kommentar von L. und seinem Freund: "Wenn die Zombieapokalypse kommt, wir hier sind wach.")
Nach dem Duschen habe ich mit Q. zusammen das Abendessen vorbereitet (heute sehr wenig arbeitsintensiv: vom letzten Asiamarkt-Haul waren noch TK-Gyozas da, dazu eine grosse Schüssel Salat und alles über die Senatswahlen in Georgia), gemeinsam gegessen und in den Nachrichten die deutsche Regierungspressekonferenz verfolgt (dazu die Kommentare auf Twitter, ich betrachte das relativ neutral, weil: naja, ich weiss gar nicht, ob der Bundesrat überhaupt noch existiert, die Massnahmen in der Schweiz sind ja eher "besorgt skifahren").
Q. verschwindet zu seinem Zoom-Pio-Hock, der Hübsche und L. schauen eine Folge "Kobra-Kai" und ich ... habe doch tatsächlich richtig Feierabend (ok, die eine oder andere Email habe ich schnell noch beantwortet :-)). Huch!


JETZT ZUM KLEINGEDRUCKTEN: 
Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen. 

UPDATE: Bitte beim Eintragen beachten: Mr Linky erkennt keine Umlaute (alles mit Pünktchen oder Strichelchen oder Schlängelchen unten oder oben drüber. Ausser ein "i") oder scharfes s oder so, darauf bitte beim Nameneingeben achten, sonst zeigt es ein leeres Feld an.


Montag, Januar 04, 2021

040121 Back to the glue factory

 Wie es sich nach richtigen Ferien gehört, konnte ich gestern erst nicht einschlafen und habe bis Mitternacht gelesen, dann habe ich RICHTIG schlecht geschlafen (das Fitnessbandl sagt: 0 Minuten Tiefschlaf) und dann war Morgen.

Jonny findet das übrigens super, dass alle endlich wieder aufstehen und man nicht wie in den Ferien nicht wirklich sicher sein kann, dass die Menschen vielleicht vergessen, dass morgens der Tag beginnt und MAN AUFSTEHEN MUSS! Er lag begeistert auf dem Rücken mit Vorderpfoten in Häschenpose mitten im Schlafzimmer und schnurrte laut, während alle über ihn drübersteigen und um ihn herumlaufen mussten.

Q. marschierte problemlos zum Bus, L. hat montags später Schule (also: 08:30h) und so war ich sehr verwundert, als er um 7:53h aus dem Haus ging (der Schulweg ist mit ein bisschen Trödeln 10 Minuten lang). Ich rief ihn nochmal zurück (sooooo peinlich) und wir konnten klären, dass er sich vertan hat und seine magische Zeit "fünf nach acht" die Zeit ist, zu der er sich sonst ALLERSPÄTESTENS einen Toast schmieren muss, nicht die Zeit, in der man in der Schule sein muss.

Ab dann lief es aber: ich kann mein Passwort noch, der VPN Client funktioniert, die Inbox war erstaunlich leer (knapp 250 Mails, aber viel "Adventskalender", "das Intranet ändert sich bald", "Das Intranet ändert sich wirklich bald", "Ihr werdet nicht glauben, was bald passiert: Das Intranet ändert sich bald", Weihnachtswünsche und Wrap up vom Charity Walk (bisschen nasse Augen bekommen bei einem Video von tanzenden Mitarbeitern, bei dem ich früher (TM) vor lauter Cringe schnell weggeklickt hätte, doch, so lang Homeoffice und alles macht doch was mit einem) und so war ich beim ersten Meeting um halb 10 schon so weit, dass ich es auf die zu bearbeitenden eingedampft hatte und die dringenden erledigt waren.

Katzenründchen, MIttagessen mit Schulkind ("Und, ist wer krank?" "Nein" "Wie wars?" "Normal"), Mittagsteammeeting, bei dem erst das Internet so hakte, dass ich zwar alles hörte, aber die Kollegen von mir nur mein "Heeeeeello, do you hear me?" verstanden und alle fachlichen (und weniger fachlichen "So ein Scheiss, dabei schaut doch gar keiner NEtflix, was geht der Kack jetzt nicht?") Beiträge nicht. Ich startete also neu und während der Computer hochfuhr, hörte ich erst Jonny reinkommen und dann herzzerreissend miauen. Ich alter Panikbolzen dachte natürlich sofort: "OMG, der arme Kater ist verletzt, vllt hat ihn doch ein Hund erwischt" und schoss nach unten. Hahaha, von wegen verletzt, also: Jonny. Er war enttäuscht, dass er so eine tolle Maus mit nach Hause gebracht hatte und keinen adäquaten Applaus bekam. Ich überprüfte die Maus ("Er ist tot, Jim"), lobte Jonny und sauste nach oben zu meinen Kollegen ins Meeting. NICHT MIT JONNY. Die Internetverbindung funktionierte, mit Ton und Bild und so hörten und sahen alle, wie Jonny laut miauend mit der Maus ins Zimmer kam. Sie kennen den Esel aus Shrek? Der in der Versammlung der Sumpfbewohner immer hochhüpft und ruft "pick me, pick me!"? Ungefähr so ist Jonny hinter mir mit der Maus auf und ab gehopst, und hat sie geschleudert und geworfen, als ob sie nicht eh schon hinüber wäre. Er hat sie mir liebevoll auf meinen strumpfsockigen Fuss gelegt, fast aufs Touchpad und irgendwann hat er sie unter dem Tisch laut knurpselnd restllos vertilgt. Alles während des Meetings und ich kann immer noch kein Pokerface.

Alles in allem läuft das ganz gut an und weiter, Alltag ist irgendwie ganz schnell wieder da (Kinder kommen heim, Zvieri, Freunde, weiterarbeiten, Crosstrainer (diesmal mit Videoaufzeichnung von einem Meeting, das ich in meinen Weihnachtsferien verpasst habe), Killerworkout mit dem Hübschen, Duschen, Abendessen.

Ich freue mich tatsächlich sehr, dass Q. ohne das von uns vorgeschlagen oder aufgetragen bekommen zu haben, den vegetarischen Januar auch in der Schulkantine durchzieht. Das habe ich nur gemerkt, weil er gestern abend nach Ersatzessen zum Mitnehmen gefragt hat, weil er fand, dass "Vegetarische Lasagne (Quorn)" nicht lecker klang. Als ich ihm erklärte, dass Quorn eins der Vegiersatzprodukte ist, die er schon ganz oft gegessen hat, war er beruhigt und möchte nun für Donnerstag ("Kichererbsencurry mit Naan-Brot" nomnomnom) ein Ersatzessen mitnehmen.

Wir haben endlich alle Wäsche durch (am Wochenende kam einiges zusammen: die verschlammten Schneeklamotten, vier frisch bezogene Betten und halt das normale Zeug mit all dem Sportzeug), für L. kam das erste verschollene Weihnachtsgeschenk an (und sogar nicht mal die "Oh, I am afraid it was lost in transit" kostenlose Ersatzlieferung, sondern die von Mitte November. Wir können wohl bald einen kleinen Merchhandel aufmachen, wenn das alles hier auftaucht) und er ist sehr glücklich. Na dann!

Gegessen:

Honigzopf (Vitamine jetzt wieder in Wasser, das Joghurtzeug sieht zu eklig aus)

Salat (Zuckerhut, Rucola, Tomaten) mit gebratenem Pack Choi und Pilzen und frisch gebackenem Roggenbrot

Mandarinen und Kräutertee

Montagspizza und Chicoree/Orangensalat mit JOghurt/Kürbiskernöl-Dressing


Gesehen: "PQS F4F and OneQMS CA Meeting, December Edition" (nur für Fans zu empfehlen) und "Red Sparrow" (ich mag ja Jennifer Lawrence sehr, sehr, sehr)

Gelesen: "Bis zum bitteren Ende" (wie vom letzten Buch nicht 100% überzeugt, aber es liest sich unterhaltsam und schnell weg.)

Stressleveldurchschnitt gestern: 17

Selbstbeweihräucherung: eine Email genauer gelesen als viele andere, das wird noch eine spannende Diskussion, und in einer anderen Email nach nur dem ersten Überfliegen den Knackpunkt, der gegen die Vereinbarung ist und uns, wenn wir uns nicht gleich wehren, in .... ein, zwei Jahren sehr viel Mühe machen könnte. Aber: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt und ich werde das neue Jahr auch wieder direkt "nett, aber nervig" sein


Apropos: morgen ist dern 5. und damit das zehnte Corona-#WMDEDGT. Yay-ish.

Sonntag, Januar 03, 2021

030121 Wunschkonzert

 Weil hier ja aktuell eigentlich nichts passiert (grosse Ereignisse der letzten Tage: es hat gehagelt, gab einen Regenbogen, immer noch nicht geschneit, ich habe meine Lippenstifte aussortiert, sie passen jetzt wieder alle in eine der vermaledeiten Ikea-Kisten, auf denen  man sich das Steissbein brechen kann, und wir haben noch Wunderkerzen im Supermarkt bekommen, obwohl die beim Silvesterzeug aus waren, beim Geburtstagsgedöns hatte es noch), habe ich bei Twitter nachgefragt, was Sie denn so wissen wollen. Damit ergibt sich ein bunter Strauss an Themen:

1. Katzen



2. Familienleben in der Schweiz verglichen mit Deutschland (Dazu schreibe ich einen eigenen Post, wir starten das neue Jahr ja auch erstmal mit noch ein bisschen Nixpassieren)

3. Antivirale Medikamente: 

Ich bin weder Ärztin, noch Apothekerin noch arbeite ich in Forschung oder Entwicklung. Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass in allen Pharmaunternehmen der Welt auf Hochdruck nach entweder neuen Medikamenten und/oder dem Einsatz bereits existenter Medikamente gegen Covid 19 gearbeitet wird. DEN sicheren Kandidaten gibt es noch nicht, es gab und gibt aber bereits laufende Studien und noch viel, viel mehr in der Pipeline. Die üblichen Entwicklungszeiträume, die gern kolportiert werden von "first entry into human bis launch" von 8-12 Jahren sind sowieso in den allermeisten Fällen mittlerweile überholt und je nach Indikation und Dringlichkeit wurden auch in den letzten Jahren schon Zeiträume von 3-4 Jahren erreicht. Covid 19 setzt da noch ganz andere Massstäbe, was Dringlichkeit und Volumina angeht.

4. Familienessen: Lieblingsbowls und Familienessen zw tierfrei vs Picky Eaters 

Meine absolute Lieblingsbowl ist aus diesem Buch hier die Bibimbap-Bowl,  das ist ein ganz schöner Act, aber echt, echt lecker. 


Familienessen: wir haben alles an Hähnchen, Hack etc  durch Vegi-Ersatzprodukte ersetzt, will heissen Nuggets, "Like Döner", "Like Gyros", "Like Hack" etc., damit können die Kinder und der Mann sehr gut leben. Spannenderweise mögen ALLE Avocado als Guacamole, und nahezu alles Gemüse in roh in kleingeschnitten und im Fladenbrot oder Wrap. Damit gehen zB Tacos und selbergestricktes Döner auch super. Pizza sowieso, und naja, wir reden da einfach nicht mehr gross drüber. Wenn es wirklich Fleisch gibt (wie jetzt zB an Silvester für die Jungs aus dem Restaurant im Dorf) ist das die totale Ausnahme und obwohl es den Kindern schon schmecken würde, äussern sie sich beide immer wieder beruhigt, dass sie "ihren Beitrag" zu Tierwohl, Klima etc leisten. (Wir sind da übrigens nicht dogmatisch, Q. kann in der Schulkantine nehmen, was er will und auf Flammkuchen kommt für die Jungs immer noch echter Speck)

Picky Eaters: Ich bin (wieder mal) an dem Punkt, wo ich keine Lust mehr auf Extrawürschte habe. Die Kinder sind 11 und 15, haben keine Allergie oder Wahrnehmungsstörung oder was auch immer, da kann man alles mal probieren und auch eine kleine Portion runteressen ohne total angewidert rumzuzetern und sich bis zum Kotzen reinzusteigern. Ich erwarte keine Freudentänze, wenn ich  Gemüsetajine mit Trockenfrüchten und Kichererbsen serviere und habe auch genug Vegichicken und Gurkenjoghurt parat, aber einen Schöpfer von allem kriegt mittlerweile jeder.


5. Zweisprachige Kinder

Zweisprachig sind sie ja nicht wirklich, weil in der Schweiz auch Deutsh gesprochen wird, aber halt schon ein sehr, sehr anderer Dialekt respektive Dialekt auch einen ganz anderen Stellenwert hat als in Deutschland. Der Hübsche und ich sprechen hochdeutsch miteinander und allen anderen (naja, halt nicht "Preissnhochdeutsch", sondern schon süddeutsch und seit ca 20 Jahren auch einen Hauch schweizerisch eingefärbt). Die Kinder waren ja beide recht früh in der Krippe hier, d.h. sind damit aufgewachsen, dass ALLE Kinder schweizerdeutsch sprechen und bis auf ihre Eltern und deren Freunde und Verwandte auch alle Erwachsenen. Lustigerweise hat das dazu geführt, dass sie sich ganz sicher waren, dass JEDES KIND DER WELT schweizerdeutsch spricht oder zumindest versteht. Unvergessen Q.s Kontaktaufnahme auf einer der frühen Gartypartys bei Frau Mutti, wo Gäste aus Irland waren und ein gleichaltriges Kind halt vor allem Englisch sprach. Q. sprach unbeirrt Schweizerdeutsch mit ihm, er verstand nicht im Ansatz, was die kleine Laberbacke von ihm wollte, Q. machte das, was gefühlt alle Schweizer erstmal machen, wenn jemand sie nicht versteht: er sprach sehr langsam und sehr laut schweizerdeutsch mit ihm. Das Konzept "Hochdeutsch" war ihm total fremd, aber dass das Kind eine ganz andere Sprache sprach als er, das verstand Q. irgendwann. Als er sich dann auf Heimatbesuch versuchte, mit seinem Cousin zu unterhalten, natürlich auf Schweizerdeutsch, erst normalschnell und dann sehr langsam, was nichts an den Fragezeichen in den Cousin-Augen änderte, winkte Q. irgendwann ganz weltmännisch ab und meinte: "Ah, stimmt, Du rädsch au bloss englisch, moll?"

Im Kindergarten und Grundschule wurde dann Wert darauf gelegt, dass die Kinder auch hochdeutsch reden, das war im Kindergarten ein Nachmittag die Woche und in der Grundschule der gesamte Unterricht. Die Primarlehrerin war sehr amüsiert, dass unsere Kinder, die zusammen mit uns astrein (naja, mit Schweizer Zungenschlag, aber mehr geht bei den allerwenigsten) hochdeutsch reden, das Konzept von "Hochdeutsch in der Schule, wo alle Kinder und Erwachsenen doch Schweizerdeutsch verstehen" viel weniger verstanden als die nicht "zweisprachigen" Kinder.

Im Urlaub, wenn wir auf Schweizer treffen, oder wenn wir bei "neuen" Ärzten oder Lehrern etc gemeinsam aufschlagen, reden die natürlich alle erstmal hochdeutsch mit den Kindern, weil sie uns mit ihnen hochdeutsch reden gehört haben, bis sich das alles klärt, weil wir entweder sagen, dass man mit uns durchaus Dialekt reden kann, und dann fühlt es sich viel weniger gezwungen an.

Lustig ist, dass so ab dem Teeniealter auch die Freunde der Kinder anfangen, durch Fernsehen, Youtube, Kino oder was auch immer beeinflusst, so ein richtiges "Preissnhochdeutsch" zu reden, zumindest mit uns, das ist schon lustig, wenn die Kinder, die bis vorgestern in breitestem Aargauer, Basler oder St Galler-Dialekt mit mir gesprochen haben, auf einmal Rezo-Sprache anwenden :-).

Unsere Kinder haben mittlerweile übrigens auch verschiedene Level Hochdeutsch: das, das sie mit uns reden, und das, das sie mit Leuten sprechen, für die Hochdeutsch auch eine Anstrengung ist (zB Q. letztens mit dem Kinderarzt, als ich daneben sass) oder mit Leuten, die eben kein Schweizerdeutsch verstehen :-), es ist schon ein bisschen lustig, da zuzuhören, wenn da auf einmal keine Endungen verschluckt werden, Artikel ausbuchstabiert und überhaupt sehr, sehr, sehr deutlich geredet wird....

6. Zusammenleben mit zwei pubertierenden Menschen

Sehr wichtig: jeder duscht täglich mindestens einmal (ja, mit Haarewaschen), Unterwäsche, T-Shirts, Pullis, Socken werden jeden Tag gewechselt und jeder verwendet Deo täglich. Ja, mit Alu.

7. Meine Lieblingsorte in der Schweiz

  Was ich besonders mag:

  • Der Gotthardpass am frühen Morgen (besonders weil es meist damit zu tun hat, dass wir in die Ferien in den Süden fahren und es dort morgens immer noch sehr leer ist und es immer Schnee hat)
  • Den Anleger der Ortsfähre bei uns im Dorf (auch weil das im Sommer unser Einstieg zum Runterschwimmen ins Strandbad ist)
  • Saas-Fee (zum Skifahren, am allerliebsten mag ich die Plattjen-Abfahrt, das Egginer-Joch und die Allalin-Abfahrt)
  • Die Basler Altstadt, ganz besonders oben am Münster, da wo man auf den Rhein runterschauen kann, und natürlich die Pebbles-Lounge ganz oben im Elfenbeinturm
  • jede einzelne Tunnelausfahrt, weil wir es heil durch geschafft haben
  • Alles in den Bergen und alles, was nicht in "für Touristen, besonders aus Asien, extra Swissness" ersäuft (Damit fällt erstaunlich viel weg...)

Samstag, Januar 02, 2021

020121 Winter tanken

 Hübsches Datum heute!

Was macht man, wenn man aus Vernunft diese Saison wohl eher nicht Skifahren gehen wird, wenn man aber unglaublich ausgehungert ist nach Schnee? Genau: man schaut, wo in der Nähe Schnee ohne Skibetrieb ist. Normalerweise wären wir in den Südschwarzwald gefahren, die Bilder von Kollegen und Freunden, die auf der deutschen Seite der Grenze wohnen, sind traumhaft, aber wir wollen ja nur für einen Tag draussen sein und nicht 14 (oder was auch immer) Tage Quarantäne eingesperrt sein. Also verfolgen wir den Wetterbericht für den Basellandschaftlichen Hausberg und heute war es soweit: Wasserfallen it is! 

Der offizielle Schlittelbetrieb ist noch nicht eröffnet, weil es im Tal nur Matsch hat und der Schlittelweg ab der Mitte der Strecke in etwa erst nur noch Eis, dann Eis mit Matsch, dann Matsch mit Eis und dann nur noch Matsch ist. Aber: oben hat es richtig tollen Schnee.

Wir sind also so früh wie möglich mit der Gondel nach oben, da war der Parkplatz noch leer und es gab keinen Andrang an der Bahn, oben immer weiter nach oben gestapft, haben am Wendepunkt  (wo es uns dann zu windig, schmal, rutschig und auch ein bisschen zu kalt wurde) heissen Tee/Schokolade und gar nicht mehr heisse Lebkuchenschnecken gespeist und dann ging es runter. Wir hatten darauf verzichtet, die echten Schlitten mitzunehmen, sondern nur die winzigen Porutscher, aber das war absolut ok!
















Durchgefroren (nass und dreckig) waren wir wieder unten, das Schrittsoll war mehr als übererfüllt und wir nutzten den Schwung dann grad aus, um den Christbaum rauszuwerfen. Er nadelte so krass, das haben wir bisher so früh noch nie gehabt. Also: Tschüss! Und weil wir gerade dabei waren, haben wir all unser Weihnachtsdekogedöns umsortiert und haben jetzt Heiligabend und "Start Schmücken" separiert.

Schön war das!

Gegessen:

Zimtschnecke, Marzipanhörnchen

bisschen Edamame

Gemüse Tajine mit Couscous


Gelesen: "Eine bittere Wahrheit" (ich habe festgestellt, dass ich die Nicci-French-Bücher nur sehr rudimentär gelesen habe bisher)

Gesehen: "Mandalorian" zweite Staffel zu Ende

Stressleveldurchschnitt gestern: 37

Selbstbeweihräucherung: Das Kammerl ist wieder ordentlich!

Freitag, Januar 01, 2021

010121 Januar

 Nun ja, es ist der erste Januar, und wie es das Bloggergesetz will, gucke ich mal, was wir diesen Monat so vorhaben. Und weil es der erste JANUAR ist, mache ich mir auch Gedanken, was wir wohl das ganze Jahr so machen. 

Nun denn.

Im Januar werden wir

  • noch ein paar freie Tage geniessen, heute morgen zB draussen im Schnee auf unserem sozusagen Hausberg. (vielleicht auch eher Matsch, aber draussen ist draussen)
  • die Kinder wieder in die Schule schicken. Stand heute startet im Aargau der Präsenzunterricht für die obligatorischen Schuljahrgänge am 4. Januar, das gilt dieses Jahr noch für unsere beiden. Ich bin ... nach wie vor indifferent und hoffe, es geht gut.
  • wieder im Homeoffice anfangen zu arbeiten. (Ich habe das Auftanken und viele Nichtstun und Serien gucken und Stricken und Lesen und Sporteln wirklich gebraucht und jetzt bin ich bereit, wieder weiterzumachen.) Ich werde im ersten Quartal ein neues Produkt übernehmen (mein erstes Large Molecule, neu mit Produktion all over the US und Singapur. Mit ohne Reisen, aber mit Herausforderungen, was die Zeitverschiebung angeht.)
  • Bei den Pfadfindern werden wir vom Elternrat das neue Jahr auch virtuell starten, die Kinder (Stand heute, wer weiss das alles schon) starten mit einer Präsenzübung.
  • Die Kinder bekommen ihre Halbjahreszeugnisse, für L. bedeutet das die Entscheidung für die Sek/BEZ/Realschule, für Q. mit dem vorraussichtlich passenden Notenschnitt den Schritt ans Gymnasium. Für L. werden wir die Anmeldung gemeinsam zu Hause ausfüllen (ich bin gespannt, ob er beim freiwilligen Wahlfach "Latein" bleibt), Q.wird das mit Unterstützung seiner Lehrer in der Schule selber machen (das ist alles nicht ganz easy, weil kantonsübergreifend und drölfzig Wahlvarianten). Es wird spannend und aufregend!
  • Wir (also der Hübsche und ich) werden den ganzen Januar keinen Alkohol trinken und kein Fleisch essen und wo machbar (logistisch UND geschmacklich) auf vegane Alternativen ausweichen. Letzteres ist für mich nun überhaupt kein Verzicht, für den Hübschen viel weniger als auch schon, letztendlich geht es "nur noch" um die Speckwürfel auf dem Mittwochsflammkuchen und die Salami auf der Freitagspizza. (Also, was den vegetarischen Teil angeht. Käse auf der Pizza ist zB einer der Punkte, der kulinarisch NICHT verhandelbar ist, bitte keine Tipps und Hinweise, ich habe die üblichen und als "man schmeckt echt keinen Unterschied" angepriesenen Alternativen getestet, angewidert aufgegessen und nein, so weit bin ich noch nicht. 
  • Mit einer Coronaimpfung rechnen wir im Januar nun ganz sicher noch nicht, ich behalte für uns die Regelungen und Anmeldemöglichkeiten im Aargau und für die Verwandten die in Bayern im Blick.

Insgesamt, so 2021.... was werden wir da machen?
  • Wir werden seit Jahren zum ersten Mal NICHT in die Skiferien fahren, ich weiss nicht mal, ob wir uns einen einzelnen Skitag gönnen/trauen werden (können). Es ist, wie es ist (ich habe heute nacht vom Skifahren geträumt, es lief alles schief, der Lift lief mitten durchs Dorf, ich hatte aus Versehen Skisprungski dabei, es war alles sehr verwirrend, aber der Schnee war traumhaft! Doch, ich würde schon sagen, dass mir die Vernunft da ein bisschen schwerer fällt als beim Rest.)
  • Ich werde wie gesagt, ein neues Produkt bei der Arbeit übernehmen (mindestens eins, wir werden sehen, ob wir intern noch ein wenig umshiften, solange ich mein Herzensprodukt behalten kann, ist mir das tatsächlich relativ gleich), ob wir in unserer direkten Abteilung oder in der übergeordneten so umstrukturiert werden, dass es mich direkt betrifft: wir werden sehen. Ich war nun schon von so vielen Reorganisationen, Übernahmen und "Transformationen" betroffen, ich kann einfach nicht mehr in Panik verfallen. Es kommt, wie es kommt.
  • Wir werden hoffentlich noch in der ersten Jahreshälfte die Coronaimpfung bekommen (ich bleibe da mal optimistisch) und ich bin gespannt, ob die U16-Zulassung vor Q.s 16. Geburtstag kommt. Ich hoffe, dass unsere Eltern in Deutschland viel eher damit durch sind.
  • Ich bin gespannt, wann und wie und in welchem Rahmen wir ins Büro zurückkehren werden. Ich tippe mal darauf, dass sich für mich bis mindestens Ende März gar nichts an der aktuellen Situation ändern wird, im Sommer vielleicht.
  • Wir werden hoffentlich unsere Freunde und Verwandten vielleicht nicht alle auf einmal, aber in wohldosierten Grüppchen wieder treffen und vielleicht sogar in die Arme schliessen können.
  • Ich schätze, wir werden dieses Jahr einen Sommerurlaub machen können, es wird trotz Ausgang der Wahl noch nicht der grosse US-Westcoast-Roadtrip sein, vielleicht nächstes Jahr, dafür ist mir das alles noch zu planungsunsicher, aber vielleicht ein europäischer Roadtrip, der KEINE Flugreise beinhaltet oder nur eine kurze? Ich denke an Dänemark/Schweden oder England / Schottland oder Irland? Wer weiss.
  • Wie ungefähr schon 10000 mal erwähnt, werden Q. und L. beide neue Schulen besuchen, das wird (liegt in der Natur der Sache) besonders bei Q. sehr, sehr spannend!
  • Wir werden seit 2006 zum ersten Mal ganz offiziell ganz ohne Kinderbetreuung operieren. Faktisch tun wir das ja seit März, aber wir werden uns nun von diesem Sicherheitsnetz verabschieden. Eine neue Ära!
  • Ich plane auf jeden Fall, meinen Geburtstag im Dezember rauschend zu feiern, seien Sie also vorbereitet, packen Sie Impfpass und Masken in Partyoptik schon mal zusammen!

In diesem Sinne: Willkommen 2021, sei einfach nicht so scheisse wie 2020.


Get This Year Over With