Montag, Oktober 14, 2019

141019: Vogelwild

Der Tag startete heute schon ein bisschen ausserhalb der Komfortzone, weil ich mir mal wieder das schwarzlila-gemusterte Kleid rausgelegt habe, das ... naja, halt schwarz ist, was nicht so meine Farbe ist, dazu vermutlich eine Nummer zu gross, aber dafür halt sehr gemütlich und auch nicht wirklich scheusslich, also ein Fall für "Müsste man mal wieder anziehen.", dazu passendes Makeup, nämlich die "Naked Smoked"-Palette, die auch eher nicht meine Farben enthält, weil mit schwarz grau silber lila sehe ich gerne aus, wie ein abgehalfterte alternde Sixties-Discoqueenwannabee, die leider nicht genug für den Ruhestand ersungen hat. Aber schön ist sie halt schon und passt sehr gut zum Kleid. Dazu hatte ich eine graue Strumpfhose rausgelegt und damit gings dann auch schon los: die war nämlich so zusammengelegt, dass man nur das grau sah und nicht das weintrot / senfgelb / schwarze burlingtonartige Muster, was schon sehr apart ist, aber halt nicht zu eine schwarzlila Kleid. Auf die Schnelle fand ich dann nur eine grau-karierte Strumpfhose und fand die okay, bis ich dann im Lift merkte, dass das Kleid doch gemusterter war, als ich das so in Erinnerung hatte, naja, und so war ich halt im vogelwilden Mustermix unterwegs. (Und sehr dunklen Augen).

Ansonsten war heute .... ein Tag mit enorme Schlagzahl: das hier war mein Kalender für den Tag (das Meeting von 17:30 bis 18:30 habe ich nach Rückfrage "geschwänzt")

und keines dieser Meetings war eines, das "nur" Zuhören oder auch mal nicht 100% konzentriert sein erfordert, weil es um ein Thema geht, das eher "Nice to know" wäre, nein, es waren entweder Produkthandover-Meetings, wo ich kondensiert alles wichtige zu meinen neuen Produkten lerne, oder Meetinghandovermeetings, wo ich einmal mit meiner übergebenden Kollegin zusammen aufschlage und ab nächstem Mal bin ich "Host", wäre also gut zu verstehen, um was es geht und wer wer ist, oder aber "Altlasten", weil ich dem Kollegen, der mein Italienprojekt übernommen hat, noch Hilfestellung beim Navigieren durch einen sehr komplexen internen Prozess versprochen hatte und der die heute eingefordert hat.
Ach ja, und beim Huddle bin ich die Woche Facilitator, das habe ich dann in der halben Stunde zwischendrin vorbereitet.
Und zweimal war ich ein bisschen zu spät, weil ich halt auch mal aufs Klo muss. (Immerhin: alle Timeslots nur einfach belegt, das ist ja auch schon mal was :-))

Und ich hatte keine Zeit für das ausführliche Gespräch, das mit der Krankenkasse fällig ist.
Ich habe nämlich auf einen Anruf während eins der drölfzig Meetings zurückgerufen und dachte, ich bin im falschen Film:
"Hallo, hier ist Frau xy von Ihrer Krankenkasse. Wir sollten uns mal unterhalten, ihr Mann hatte doch die dringende Anfrage wegen der spontanen Australienreise."
"Äh, aha. Wie spontan denn? Vor einer halben Stunde hat er mir noch eine Nachricht geschrieben, da war das noch kein Thema."
"Ah. Oh, dann waren das nicht Sie?"
"Naja, ich weiss nicht, anscheinend eh nicht, sondern vielleicht mein Mann, aber auch das wage ich zu bezweifeln."
"Ah. Arbeiten Sie auch bei Firma "Sagichnichtmitdemgrossenturm" oder nur ihr Mann?"
"Äh. Ich ja, er nein, aber ich wusste auch nicht, dass er nach Australien will, vielleich hat er auch den Job gewechselt."
"Ah, hm, oder ich habe das falsche Dossier hier liegen. Nutzen Sie noch das Provitameditalalala Programm von uns?"
Und an diesem Punkt musste ich leider abbrechen, weil ich dafür schon an einem normalen Tag kaum Nerven hätte, und ganz sicher nicht heute.  (Der Hübsche ist jetzt ein wenig unter Zugzwang, jetzt wo raus ist, was seine Geburtstagsüberraschung für mich ist, zwinkerzwinker)

Hui. Mein Hirn ist ein bisschen müde (Von einer Kollegin übernehme ich zwei Produkte und ich bin ein bisschen froh, dass nicht nur ich sie manchmal verwechsle).

Auf dem Heimweg das leicht skurrile Erlebnis, als eine bei rot über die Ampel gelaufen ist und trotz Feierabendfussgängeraufkommen Richtung Bahnhof die gesammelte Pendlerschaft das nahezu entgeistert beobachtete. Wie es sich für ein gutes Klischee gehört, trug sie auch noch eine Tasche mit der Aufschrift "I <3 Prenzlauer Berg", was natürlich kein sicherer Indikator dafür ist, dass sie da herkommt, aber ein bisschen insiderwitzig, weil bei den Berlinbesuchen mit Frau Mutti erinnere ich mich an unsere konspirativen Blicke, als wir uns anfangs immer noch überwinden mussten, mit dem Strom zusammen die roten Ampeln zu ignorieren.

Daheim mixed emotions beim Aufsatzlesen von Q.: der Text ist richtig, richtig, richtig gut (ich habe richtig geschluckt am Ebdne), die Kommasetzung ist eine Katastrophe respektive nichtexistent.  Ich hoffe, ich habe beides adäquat adressiert.

Dann neues Montagsprogramm: L. geht jetzt ja freitags statt montags zum Geräteturnen, deshalb würde er gern montags das Volleyballtraining ausprobieren, das immer nach dem Montagsturnen ist. (zwei Stunden Volleyballtraining NACH zwei Stunden Geräteturnen nach einem Schultag bis 15:15h fand ich ein bisschen arg viel).  Das hat er heute also gemacht, d.h. der Hübsche hat ihn auf dem Weg zu seine Sport unten abgesetzt, ich habe ihn nach meine Sport (und Abendessen) mit dem Rad abgeholt und er war högscht begeistert. War allerdings (noch) ein echtes Training, sie habe den Spielabend, den sie vor den Ferien vergessen hatten, nachgeholt, aber L. darf kommen, bis er weiss, ob auch Volleyball ihm gefällt.

Jetzt noch schnell Wäsche, Pyjama an, Netflix, Bett.


Gegessen:
JoghurtmangoweintraubenGranola
Arancini mit Reis, Tomatensosse, Dörrbohnen und Salat
Montagspizza und Salat

Getragen:

Mustermix

Gelesen:
"Abendrot" aus (sehr, sehr grossartig), "Unsere Seelen bei Nacht" (Affiliatelinks) angefangen (ich hoffe, das passt so einigermassen von der Reihenfolge)

Gesehen:
Workingmums beim Crosstrainern, "This is us"

Stressleveldurchschnitt gestern: 42
Selbstbeweiräucherung: dran gedacht, L. für alle Fälle beim Zukunftstagsprogramm anzumelden

Sonntag, Oktober 13, 2019

131019: Ich könnte nochmal

...weitermachen mit Wochenende. So drei Tage frei, da gewöhnt man sich doch sehr dran :-).
Sansa ist morgens sehr, sehr süss, allerdings hat sie das mit dem Kuscheln noch nicht so sehr raus. Sie kommt an, piepst mir ins Gesicht, tatscht mit der Pfote in mein Gesicht, damit ich sie kraule. Dazu steht sie aufrecht vor mir und drückt ihr Köpfchen in meine Hand. Wenn ich zu langsam werde oder einschlafe (gestern habe ich angeblich den Hübschen in den Schlaf gekrault. Ich erinnere mich nicht daran. Vermutlich hat er mir ins Gesicht getatscht), wird nachgetatscht. Wenn sie ganz entspannt ist, kuschelt sie sich auf die Fleecedecke, die ich über meiner normalen Decke habe, nuckelt an einem Zipfelchen (ja, bisschen eklig, aber immerhin ist es nicht mein Ohrläpphen), schnurrt und trampelt mit Hingabe mit allen Füssen (mit Krallen). Allerdings geht das nur für 5 Minuten, dann ist fertig Entspannung, man tatscht wieder ins Gesicht, legt sich vielleicht anders hin, bitte kraulen, halt, anders hinlegen (naja, ich kann das ja verstehen, entspannen ist nun nicht einfach).

Trotzdem ausgeschlafen, irgendwie, um acht die Katzen rausgelassen, Pyjamafrühstück, dann den Hübschen und L. zum Joggen verabschiedet, selber auf den Crosstrainer gestiegen, alle haben ordentlich geschwitzt.

Die Zeit bis zum Abholen von L. dann mit Sonntagsdingen verbracht, wie: Nägel lackieren (sehr enttäuscht von der Gel-Couture-Formulierung von Essie, die hält echt nicht), Wäsche ab-, aufhängen, saugen, Schminkpinsel waschen,Blusen bügeln, Fotos einkleben (so ein Pain das ist, die jetzt eindreiviertel Jahre nachzukleben: es ist so schön, zu sehen, was wir alles erlebt haben! Bittersüss: das Album Nr 16 für Q., das voll wurde, hat auf der Titelseite ein Bild von Q. beim Lesen, auf dem Dax ihm im Nacken kuschelt. Ach, ach.... Anyway: wir haben so viel erlebt und so tolle Reisen gemacht! Während ich die Bilder zwischen Q., L., Allgemein, Katzen sortiere, stelle ich mir vor, dass irgendwann, wenn ein Bruder heiratet oder einen runden Geburtstag feiert oder so was, der andere Bilder aus seinem Album auswählt, und das ist schon eine sehr schöne Vorstellung), Reunion mit L.s bestem Freund, der die Ferien verreist war und erst frisch zurückgekommen ist, Eis auf der Terrasse, es war immer noch T-Shirt-warm, und endlich dann: Q. abholen!
Es ist übrigens so weit: mit 14 und beim Leitpfadikurs ist es nicht nur peinlich, zum Abschied umarmt zu werden, nein, die meisten fahren vom Abtrete-Punkt auch einfach mit dem Bus nach Hause und die direkt abholenden Eltern sind in der Unterzahl (naja, ich war schon auch sehr froh um die "Bioweapondefense"-Funktion des Autos, weil, holla!). Q. und ich hatten btw auch total falsch eingeschätzt, was "Ihr müsst Euren Rucksack tragen können" bedeutet. Wir dachten: vom Treffpunkt in den Zug und vom Bahnhof zum Lagerplatz, so eine halbe Stunde. Es hiess: Vom Treffpunkt zum Lagerplatz. Zu Fuss. Das sind 11 km. Upsi. (Konnte er, aber holla!)
(Mit 14 räumt man aber auch seinen gesamten Rucksack allein aus und auf, das fand ich schon sehr cool.)

So, jetzt sind die Schul- und Arbeitstaschen für morgen gepackt, es hilft ja nix, next stop: Weihnachtsferien :-)

Gegessen:
Hefezopf mit Honig
Eis
Edamame
Entenbrust/Austernpilze mit Himbeersosse, selbergemachten Petersilienlimettennudeln und Salat

Gelesen:
"Abendrot"

Getragen:
Jeans, Tanktop, Flatterhemd

Gesehen:
Disentchantment und This is us und Working Mums

Stressleveldurchschnitt gestern: 29
Selbstbeweihräucherung: die neuen Kindertermine (L.: Volleyball, Q.: Pio-Hock und Freitagstraining) eingetragen und relativ cool ob des vollen Kalenders geblieben

Samstag, Oktober 12, 2019

121019: Wie früher

Daheim* sind wir jeden Samstag morgen "in die Stadt" gefahren. Da wurde am Markt eingekauft, Brot in der Hofpfisterei, wir waren in der Bibliothek, haben beim Metzger frische Bratwürschtl gekauft, waren bummeln (schöne Füller anschauen, Dufttinte, im Spielzeugladen den Moonhopper anschmachten, bis das Taschengeld gereicht hat, im Buchladen "Abraxas" Neuerscheinungen begutachten, im "Löwenzahn" dahinter Kosmetikpröbchen abstauben, im "Regenbogen" Ohrringe und Krusch anschauen), man traf die halbe Schulklasse, naja, so war das.
Hier ... machen wir das meistens nicht so. Wir sind froh, dass wir mittlerweile ausschlafen können, frühstücken dann gemütlich, und dann ist es meist eh schon Zeit für Pfadfinder, Sport, irgendwas.
Heute hingegen hatten wir uns ja verpflichtet, die Uhr abzuholen, ausserdem war die andere Uhr auch fertig, mein Adventskalender, den ich zu einer Kollegin (per Hermes, und bisher muss ich bei ihr keine Bearbeitungsgebühr bezahlen, ich bestelle also in Zukunft ALLES dahin und dass sie in einer autofreien Zone im dritten Stock wohnt, ist ja dann mal nicht mein Problem, liebe Hermes-Leute!) bestellt hatte, war schon da, also fuhren wir noch vor dem Frühstück los, holten das sehr gemütlich in einem Cafe hoch über demm Marktplatz nach, bummelten durch die Stadt (L. ist ja onlineshopping-gewohnt und fand es sehr spannend, dass man, wenn man etwas spezifisches sucht, vielleicht erstmal fragen muss und es gut sein kann, dass es das halt grad nicht gibt.
Der Hübsche holte seine Uhr ab und war sehr beeindruckt: meine Schilderung war nicht übertrieben. Ich musste mich wegdrehen, er hat nämlich den ganzen Vortrag über die Feinheiten des Batteriewechsels nochmal bekommen, und dabei habe ich dann diese Perle entdeckt.


Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es könnte sein, dass der Laden nicht so verstaubt ist, wie ich dachte, weil das sieht mir ganz nach einer elektrischen, nicht etwa mechanischen Schreibmaschine aus.
Anyway, die Uhr geht, sie wurde "ganz neu programmiert, auch das wird oft vergessen von Uhrenverkäufern", wir wissen nach wie vor nicht, was man bei so einer Uhr programmieren kann, aber gut. Wenn sie in den nächsten 6 Monaten stehen bleibt, kann er sich gern noch mal melden, weil "Nicht mal wir sind perfekt", kann sicher aber schon mal drauf einstellen, dass es auf die Batterie an sich mal ganz sicher keine Garantie gibt.

Weiter gings aus dem badischen Städtchen nach Basel, erstens die sauteure Uhr abholen (ich war wohl sehr überzeugend beim Abgeben, der Hübsche meinte, auf dem Abholschein wäre gestanden: "Kunde ist sehr, sehr unzufrieden und enttäuscht." und es gab eine "Totalreparatur, Garantie 12 Monate". Man weiss halt nicht, ob sie auch neu programmiert wurde.
L. und ich haben in der Zwischenzeit im Flying Tiger buntes Paketklebeband und ein Furzkissen gekauft, mein seriöses Gehabe für den Tag war schon aufgebraucht.
Dann habe ich ENDLICH mal dran gedacht, meine leeren MAC-Produkte "back 2 MAC" zu bringen und für 6 leere Verpackungen mir einen Lippenstift aussuchen dürfen. (Ich wollte ja meinen in irgendeiner Manteltasche verschollene "High Tea" ersetzen, aber den gibt es nicht mehr, meine nächsten beiden Favoriten waren auch alle, aber es gibt ja gsd genug Auswahl.)
L. hat mit den GameStop-Verkäufern über Vintage-Pokemon-Spiele gefachsimpelt (sehr, sehr niedlich, wenn die mit eiem 10jährigen absolut auf Augenhöhe diskutieren) und dann hatten wir sehr, sehr müde Füsse und konnten endlich mal den/die/das "WonderWaffle" ausprobieren, an dem ich schon so oft vorbeigelaufen bin, wenn ich bei der Arbeit durch die Stadt gehe und mir immer dachte, zu seriös für ein Waffelmittagessen oder so zu sein.

L.s Fazit: "Hammer!" (ich hatte keien Hunger, aber der Kaffee war super).

Rückweg über Asiasupermarkt, weil ein Kürbiscurrybeschluss gefasst worden war und der rote Currypaste erforderte. Und mehr Koriander, als daheim war.
(Für L. habe ich übrigens den Plan, das "Beste Essen, das er je hatte" nachzubasteln, nämlich das hier aus der "Old Spaghetti Factory" in Banff:


Daheim dann: alle müde Füsse, gemütlicher Nachmittag, sehr schön.
Q. haben wir nur in den Insta-Stories der Pfadiabteilung gesehen, es scheint ihm gut zu gehen. Und auch wenn grosse Kinder eh viel unanstrengender als kleine sind: auch mit grossen ist ein Kind im Vergleich zu zwei Kindern eher kein Kind. (Jajaja, ich weiss, das wollen total angestrengte Einkindeltern nicht hören, ist aber trotzdem so.)

Gegessen:
Ein halbes "Geniesserfrühstück"
ein Bissen Wonderwaffle
Kürbiscurry mit roten Linsen, Kokosmilch, tralala

Getragen:
Jeans, langarmshirt, Chucks (zu warm gewesen)

Gelesen:
"Abendrot"

Gesehen:
"This is us" ("El Camino" war nett, aber das wars dann auch. Wie zwei mittelgute Folgen "Breaking Bad")

Stressleveldurchschnitt gestern: 31
Selbstbeweihräucherung: den Tag richtig genossen

*Ich sag immer noch "daheim", wenn ich "früher" oder "in dem Dorf, in dem ich gross geworden bin" meine. Die Kinder schauen dann immer komisch, weil "daheim" ist doch hier. Und das stimmt auch, nicht nur für sie, auch für uns. Bayern, München, drumrum ist schon lang nicht mehr "Heimat" für uns, am ehesten ist das Gefühl "mei, damals" noch "daheim". Aber das "daheim" von früher gibt es eh nicht mehr, dazu hat sich überall zu viel verändert (ist ja auch gut so). "Daheim" hätten wir nicht auf dem Schulparkplatz unser E-Auto laden können.

Freitag, Oktober 11, 2019

111019: Unrund

Ich bin irgendwie nicht für "mal ein Tag frei zwischendrin" geschaffen. Vor allem, wenn der Tag nicht freifrei ist, sondern halt voller Erledigungen (und einer vollen Arbeits-To-Do-Liste und Mailsbox im Hinterkopf).
Anyway: ich war heute schon früh mit L. unterwegs, nämlich
  • beim Friseur (ich. Ich bin ein bisschen erschüttert, mir war ja klar, dass man mit raspelkurzen Seiten oft zum Friseur muss, aber dass ich praktisch nahtlos den Storylines in Gala und Bunte folgen kann, das ist etwas verstörend! (Heidi Klum heisst privat jetzt Heidi Kaulitz und hat das Zerwürfnis mit ihrem Vater offiziell gemacht. Vielleicht versöhnen sie sich aber auch. Irgendwas mit Meghan Markle. Und Boris Becker ist fertig mit insolvent sein. Angela Merkel trennt privat Müll und Gerhard Schröder war wegen eines tragischen Missverständnisses nicht bei Chiracs Beerdigung. Was ich allerdings im Nachhinein vermisse: ein Follow-Up zu Christiane Christina Bettina Wulff und dem Verhältnis zum Musiklehrer ihrer (ihres?) Sohnes (Söhne?))), 
  • Fotos abholen (der Hübsche sortiert chonologisch und ich klebe dann)
  • Pokemon-gedöns für Taschengeld kaufen
  • Uhr zum Reparieren bringen (die hier ging natürlich nicht mehr, aber ist ein wenig in Vergessenheit geraten, auch weil ich gesagt habe, ich würde zu diesen Spacken nicht mehr hingehen, das müsse er schon selber machen). Der Hübsche hat einen "neuen" Seiko-Vertragsladen aufgetan und leider haben wir letzten Samstag um 5 Minuten die Schliesszeit verpasst und heute war ich ja sowieso wegen der Fotos da. Joah. Anscheinend sind die wahren Uhrmacher verwandt mit Putzmenschen, beide erzählen einem als erstes Mal, dass alle anderen Vertreter ihrer Zunft, mit denen man bisher zu tun hatte, offensichtlich total inkompetente, geldgierige Vollidioten wären "Wissen Sie, Uhrenverkäufer haben keine Ahnung von Uhren. Die können keine Batterien wechseln.... Kommen Sie morgen vorbei, sehen wir, ob sie geht, oder Sie bekommen einen Abholzettel." Ich bin in Sachen Uhr ja relativ unempfindlich gegen abstruses Geschäftsgebaren, habe also freundlich genickt, als die Uhr in eine Brotzeittüte gesteckt wurde und eine kreative Variation unseres Nachnamens draufgekrakelt wurde und habe das dem Hübschen so weitergegeben. Der will (zu Recht) morgen nicht auf Verdacht durch die Gegend fahren (Samstat, EU-Aussengrenze, Zollstau deluxe! Der Profigrenzbereichsbewohner vermeidet das wie der Teufel das Weihwasser) und hat mal angerufen. "Ihre Frau hat aber gesagt, Sie kommen morgen. Kommen Sie morgen, dann sehen Sie's!" ... "Ja, ja, natürlich geht sie. Ich hab die Batterie gewechselt und die Uhr neu programmiert. Neue Batterie allein reicht nicht, das wissen alle Uhrmacher!" Nun ja. Ich bin mal sehr gespannt, WELCHE Uhr er repariert hat, an der des Hübschen kann man nix programmieren. Glaube ich, aber ich bin ja nicht mal Uhrenverkäufer.)
  • Q. zum Leitpfadikurs; leider bin ich vorher gepflegt ausgeflippt, (weil .. naja, egal, es ging um Vorbereiten, Zeit-Einhalten, warum muss ich deinen Müll wegräumen, wo sind die Spiegeleier, wie, du hast ALLES verrührt? und wo ist deine Pfadiuniform?), wir haben uns zwar im Auto wieder vertragen, aber es fühlt sich doch sehr doof an, dass er jetzt (schon wieder! von zwei Ferienwochen hat er dann 12 Tage mit den Pfadfindern und DRAUSSEN IM ZELT verbracht) bis Sonntag weg ist. Hmpf.
  • Wocheneinkauf mit L erledigen, wie immer halt am Freitag.
Naja, dazu all das, was eh immer dazu kommt und es ist ein wenig skurril: all das fühlt sich weniger nach Arbeit an, wenn ich es in die Zeit neben der eigentlichen Arbeit quetsche, als wenn ich es an einem Urlaubs-, naja JAZ-Tag erledige. Sportprogramm hat alles wieder ins Lot gebracht. Und Pizza zum Abendessen.

Beim Tierarzt waren wir auch noch, aber nur neue Halsbänder kaufen. J. hat sein schönes Schweizer Patent-Halsband gestern verloren/abgemacht (anscheinend funktioniert die Notöffnung) und das Aushilfshalsband direkt selber vor dem Rausgehen noch abgezogen, das von Sansa haben die Fütternachbarn mit der Bürste mitgebürstet, so dass es arg zerrupft aussieht, also haben wir Nachschub besorgt, sehr schick sehen sie wieder aus, die beiden! (Jonny hat irgendwie Beef mit dem strahlendweissen Nachbarskater, er hat zwei Stunden total untypisch mal lieber IM Haus verbracht.)

Jetzt aber: Rotwein und "El Camino". Auf das Wochenende (und mehr Uhrencontent)!


Donnerstag, Oktober 10, 2019

101019: We have a situation

Jonny macht Fortschritte: er hat heute nacht um 4 ganz ohne Entourage gefrühstückt. Allerdings so laut, dass ich wach geworden bin, aber das ist besser, als durch Nasenbisse geweckt zu werden.
L. auch: er hat heute nacht ganz im eigenen Bett verbracht.

Ich bin heute von Meeting zu Meeting gesaust und war den ganzen Tag unter Strom, weil ich ja das hochoffizielle Meeting im Situation Room hatte. Immerhin habe ich diesmal (nicht wie letztes Mal, wo ich in der Tiefgarager herumirrend aufgegriffen wurde) den Raum auf Anhieb gefunden, war natürlich högscht nervös, das "No worries, you will rock that" der Kollegen war nicht direkt beruhigend (ich hatte mich briefen lassen, was sie in solchen Situationen machen und war also gefasst darauf, hart zu verhandeln, dass die folgenden Actions weitreichend genug und NICHT IN MEINER VERANTWORTUNG LANDEN werden), lief natürlich alles recht smooth und ich gehe davon aus, dass ich im Lauf der Zeit immer cooler werde und irgendwann so relaxed da rein marschieren werde, dass ich auch den praktischen Rat der Kollegen, unbedingt eine Jacke mitzunehmen, weil es da unten SAUKALT ist, beherzigen werden muss. Heute: noch nicht so, weil Adrenalinhitze. (Es ist schon ein sehr cooles Gefühl, in der doch recht strengen formalisierten Runde aus Experten beim ersten Agendapunkt "Frau Brüllen, QPL for product xyz" zu sagen und damit einen festen seat at the table zu haben :-))

Ansonsten: neues Highlight von der Paketfront: der Hübsche ist heute mit Q. ein sehnlichst erwartetes Paket (Lego, what else) abholen gefahren und musste auf einmal im Hermes-Paketshop 3€ "Bearbeitungsgebühr" bezahlen. Angeblich ist das schon immer so (well... nein), aber was will man machen, mit einem hibbeligen Kind, das das Paket mit den Augen schon auspackt, sagt man auch nicht: "Dann schickt das Paket mal schön zurück, dann lasse ich es mir halt an die Post liefern", sondern zahlt.
Ich habe das heute noch mit dem Hermes Support aufgenommen und was soll ich sagen, wir bekommen die 3€ zurück (yay, bzw, let's see, nach der Lufthansastory glaube ich so was ja erst, wenn das Geld auf dem Konto ist), aber angeblich ist das schon immer so (NEIN!) und zwar deswegen, weil blablabla, Kunden aus der Schweiz, Onlineshops, teurer, Bearbeitungsgebühr, und in D wäre ja alles billiger, also super, oder? (Und ja, ich kann das ansatzweise verstehen, aber nicht, wenn das nicht in irgendwelchen Geschäftsbedingungen transparent gemacht wird. Vielleicht bin ich ja blind, aber ich finde dazu nichts.).
Aber auch diese Antwort ist mir eine sehr grosse Hilfe, ich werde halt in Zukunft nix mehr mit Hermes bestellen, sondern zu einer anderen Abholstelle, es gibt ja gsd eine recht grosse Auswahl. Und wenn irgendwann alle dafür Geld verlangen (schon witzig, oder? Ich bezahle sozusagen den Versand, mache es eh schon einfacher, weil der Fahrer alles beim Paketshop rauswerfen kann, aber muss noch extra dafür bezahlen, dass ich mein Paket dann tatsächlich bekomme? Geht nicht so ganz auf, oder?), dann lasse ich es an eine Abholstelle liefern, die wenigstens von Anfang an die Preise transparent macht.

Naja, Q ist auf jeden Fall glücklich und das ist ja auch eine Menge wert.
Ansonsten: das vergessene Kuscheltier ist wieder da! Danke, Schwesterlein! (Mal sehen, ob der bei der Killerclownangst helfen kann)


Morgen haben die Kinder ihren letzten Herbstferientag und ich deshalb freigenommen. Innerlich hibbelt die Arbeits-To-Do-Liste, der ein Abarbeitungsfreitag sehr gut täte, aber tja, da müssen wir wohl gemeinsam durch. Auf dem Kopf britzelt die Haarfarbe (diesmal "Stockholm" statt Island, aber dafür mit blumigem Duft) gegen das innere Hibbeln an.

Gegessen:
Joghurtgranolafrüchte
Kartoffelknädel mit Kürbissuppe, Asiagemüse, Wirsing und Salat (hat genauso wenig zusammengepasst, wie es hier klingt)
Kimchi-Gyozas mit Salat und frischem Brot
2 Kopfwehtabletten
Als neuer Experte für Softgelatinekapseln im Team weiss ich die Kanada-Mitbringsel erst richtig zu schätzen!

Gelesen:
"Abendrot"

Getragen:
Auf dem Weg in den Bunker



Gesehen:
"Disentchantment" und "This is us"

Stresssleveldurchchnitt gestern: 20
Selbstbeweihräucherung: nicht verkackt im Situation room

Mittwoch, Oktober 09, 2019

091019: Revival of the killer clowns

L. hat irgendwo was mit Killerclown aufgeschnappt (ich erinnere mich an seine panischen Reaktionen wegen Wish-Clips mit Halloweenmasken letztes Jahr, deshalb vermute ich ehrlich gesagt irgendeinen Ausschnitt oder Trailer für "Es", der entweder als Mutprobe oder was auch immer auf dem Schulhof (respektive ausserhalb des Schulhofs, weil der ja handyfreie Zone ist) gemeinsam geguckt wurde oder halt durch Zufall (danke, Youtube oder welche App auch immer) vor oder zwischen den Videos kam, die er da halt so schaut) und kann seitdem nicht mehr alleine einschlafen, sei es abends oder auch, wenn er nachts aufwacht. "Kann nicht" bedeutet übrigens mit 10: er sagt deutlich, dass er Angst hat, je nach Intensität ist das mehr oder weniger dramatisch, und nicht gerne alleine wäre. Und ja, mit 10 ist so Einschlafbegleitung deutlich easier als in den früheren Zeiten (been there, done that forever) und auch das nächtliche nicht Durchschlafen ist kein Vergleich zu früher (erzählen Sie mir bitte nichts, ich habe >10 Jahre lang nicht durchgeschlafen, ich weiss, das ist kein Wettkampf, aber wenn, hätte ich einen Podestplatz), aber andererseits bin ich halt auch keine 20 und auch keine 30 mehr und hätte gern mein Bett für mich. Weil ich aber weiss, wie es ist, mit Angst aufzuwachen und weil ich auch mit 12 (oder 13? das ist so ungefähr das letzte Mal, an das ich mich erinnere) froh war, ohne Diskussionen mal bei meinen Eltern ins Bett schlüpfen zu dürfen, darf L. das natürlich auch. Ich wäre halt schon froh, wenn "mal" dann bald mal wieder vorbei wäre.
Bis dahin halt: Kaffee, viel.

Sonst: Bei der Arbeit gibt es jetzt alles immer mehr Gas, morgen bin ich zu meinem ersten Meeting im "Situation room" in der Tiefgarage eingeladen, ich bin angemessen aufgeregt.

Gegessen:
Brot mit Quittenmarmelade
Frühlingsrolle mit Bratreis, Chicoree und Bohnensalat
Spaghetti mit knoblauchlastiger Tomatensosse

Gelesen:
"Abendrot" (affiliatelink), Folgeband zu "Lied der Weite"

Getragen:

Jeans und das komische Strickoberteil mit den halblangen Flatterärmeln

Gesehen:
werden wir doch mal sehen, ob ich noch lang genug wach bleiben kann, bis der Hübsche vom Sport kommt und wir eine Folge "This is us" zusammen schauen könnten.


Stressleveldurchschnitt gestern: 20
Selbstbeweihräucherung: mein neues Team gut ge-influenced. Nach nur einem Monat Zusammenarbeit fügen sie selbständig Superheldenreferenzen in die globalen Slidedecks ein ("Sehr cool, wer präsentiert das?" "Naja, Du, wer sonst?"

Dienstag, Oktober 08, 2019

081019: Sporty Spice

Ich kann definitiv nicht ohne Frühstück, Unterzucker ist mein Kryptonit. Heute hatte ich den Plan, mein Frühstück mitzunehmen und ein bisschen später zu frühstücken, damit ich ein bisschen später Hunger bekäme, weil ich ja über Mittag zum Yoga wollte.
Joah. Das führte dazu, dass ich um acht zitternd mit aktutem Unterzucker (das wird mir dann immer ganz schlecht, schwummrig, "bauchgrummelig", was ein Euphemismus für genau das ist, was Sie denken) im Stockwerksbad stand und hoffte, aufrecht zurück zu meinem Schreibtisch mit dem Müsliglas zu kommen.
Yoga lief dann aber gut (ich weiss, ich habe geschworen, da nicht mehr hinzugehen, aber erstens finde ich die Idee von Mittagsyoga super, zweitens finde ich die Abmeldeadresse für de Sportclub nicht und auch wenn 30CHF nicht viel sind, für nix mag ich nicht zahlen, und drittens bin ich gross und kann mich sehr wohl gegen übergriffiges, bestimmt sehr nett gemeintes Eincremen wehren. Musste ich gar nicht, die Eincremefrau war nicht da, sondern jemand anders), danach war ich sehr hungrig und habe nach siebeneinhalb Jahren in der Firma gelernt, dass man sich die Sandwiches in einem Panini-Grill aufwärmen lassen kann. Problem dann: die sind dann knusprig und das Openoffice in der neuen Gruppe ist total diszipliniert und leise, da klang ein Biss in das Knusperbrot wie ein Bergsturz. (Ich bin dann in die quietbooth gegangen zum Essen).
Sonst: holla, es nimmt alles Fahrt auf und ich schlackere mit den Ohren, was wir / ich alles für Dinge auf den Tisch bekommen.

Auf dem Heimweg habe ich die Jungs im Zug getroffen, die waren heute nachmittag in der Trampolinhalle und rechtschaffen müde.
Daheim dann habe ich endlich mal wieder die Nähmaschine entstaubt und nach kurzem Fluchen wegen unklarer Unterfadenproblematik (es half wie immer alles mehrfach ein- und ausfädeln, Unterfadenspule ganz ausbauen, durchpusten, alle Fadenfitzel rauspokeln, Nade wechseln und dann nochmal neu einfädeln. Praktisch "Ein und aus schalten" bei Nähen) lief sie dann und ich konnte die Pfadi /Pio-Abzeichen korrekt aufnähen. Das "Pionniers" über der Brusttasche sieht schon sehr militärisch aus, ich frage mich, ob das auch bei Soldate die Mütter daheim (mit türkis, weil der Faden war grad drin) aufnähen.

Dann, damit sich die beim Yoga nur leicht angeschwitzte Sportkleidung zum Waschen lohnt, noch eine Crosstrainerrunde und jetzt habe ich wirklich, wirklich müde Beine.

Gegessen:
Joghurtmüslifrüchte
Antipastisandwich (es war mit frischen Tomaten, Kresse und viel Oliven)
Salat mit gebratenen Kürbiswürfeln und grünen Bohnen

Getragen:
schwarze Jeans, dunkelrote Schluppebluse

Gelesen:
fast aus: "Lied der Weite" (Affiliatelink) Ich sags ja: für mich reichen schon ganze Sätze. Nein, ohne Witz, das Buch ist toll!

Gesehen:
Workingmoms und This is us

Stressleveldurchschnitt gestern: 17
Selbstbeweihräucherung: den besten Mann geheiratet. Der Hübsche hatte mir heute morgen von seiem Abenteuer mit Jonny erzählt, wo sie vor Jonnys Feld eine Herde grosse Hunde getroffen hatten und Jonny so noch ein Stück mit dem Hübschen mit ist, bevor er in der Siedlung seiner Wege ging. Ich fand das ziemlich weit weg von daheim und machte mir Sorgen, dass ich mir jetzt den ganzen Tag Sorgen machen würde, der Hübsche fand das albern und merkte zu Recht an, dass das ziemlich sicher ein ganz normaler Teil von Jonnys Hood ist. Nun ja, irrationale Sorgen, machste nix. Auf jeden Fall ist der Hübsche als Verdauungsspaziergang nach dem Mittagessen an Jonnys Feld vorbei, mit Jonny (NATÜRLICH!) heim und haben mir ein Grussvidoe via Home-Cam geschickt. Beste!