Donnerstag, Februar 07, 2019

07.02.2019: kzh

Ich hab gestern abend wegen ansteigenden Rotzlevels und damit verbundener Kopfschmerzen schon das Sportprogramm auf nur Bauchmuskel- und Core-Training beschränkt und das Crosstrainerrennen ausgelassen.
Heute morgen gings dann eigentlich und ich wähnte mich parat für einen... sagen wir mal: durchaus herausfordernden Tag:



Da L. heute morgen fiesen Husten hatte und wir nur die Sorte Ricola daheim hatten, die er nicht mag, bin ich schnell noch in die Apotheke gegenüber vom Bahnhofsbüro gesaust, um seine Lieblingshustenbonbons, Hustenstiller für die Nacht, Ibuprofen, Nasenspray (jedem sein eigenes :-)) und Pretuval C als Notfalldopingmittel für .. Notfälle zu besorgen.
Vor mir wurden zwei Frauen AUSFÜHRLICH über potentielle Wechselwirkungen zwischen Schüsslersalzen und den Bachblütentropfen, die sie wollten, aufgeklärt und als es irgendwann hiess: "Ja, drei Tage ist echt das Maximum, das ist extrem wirksam, das nimmt man auch bei viel schwereren Verletzungen", da wären mir fast di Augen vor lauter Rollen aus dem Kopf geplumpst.
Ich kriege diese Schere eh nicht so ganz aus dem Kopf, dass da gegenüber dem TechOps-Headquarter eines Big Pharma-Unternehmens, das sich WISSENSCHAFT ganz oben auf die Fahnen geschrieben hat, eine Apotheke mit dem totalen Eso-Schwerpunkt ist. Wenn ich nicht so faul wäre (und nicht der ultravolle Terminkalender auf mich gewartet hätte), würde ich da gar nichts einkaufen.
Nun ja.
Im Lauf des ersten Meetings  kamen dann aber die Kopfschmerzen zurück, dazu Schüttelfrost, kalte Füsse und heisser Kopf, und so blieb ich nur bis zum "Toluene"-Meeting, das war wirklich zeitkritisch, und sagte den ganzen Rest einfach ab.

Daheim freute sich das Hustenkind sehr über mich und wir machten uns einen extrem gemütlichen Nachmittag: ich bin auf dem Sofa unter einer warmen Decke eingeschlafen, er hat Lego gespielt und zum Abendessen gibt es jetzt gleich Suppe.
Morgen bleibe ich auch zu Hause, es hilft ja nix. Lieber jetzt als in den Skiferien.

Sonst so:
Gegessen: Beerenjoghurtgranola, Tofuzitronengrasküchlein mit Ingwersauce, dazu Rosenkohl, grüne Bohnen und Salat (ich mag unsere Kantine schon ziemlich!), Prinzenkekse, Kichererbsenkokossuppe.

Gelesen:
Maria Kallio 10 aus, 11 angefangen

Stressleveldurchschnitt gestern 22
Selbstbeweihräucherung: Vor dem totalen Zusammenklappen gemerkt, dass ich krank bin

Mittwoch, Februar 06, 2019

06.02.2019, Krawumms!

Sorry nochmal wegen der Holprigkeit bei der Linkliste von #wmdedgt gestern. Zur Erklärung: Inlinkz weist mich schon seit Monaten darauf hin, dass es eine neue Version gäbe und ob ich wirklich die alte nutzen wollen würde? Diesen Monat war es dann soweit. die alte Version ging in Rente und es geht nur noch die Neue.
Und so wie es aussieht, geht das nur noch mit Bildern (Immerhin mit Bildunterschrift oder ohne, da wäre es halt super, wenn man den Blognamen einträgt, damit man nicht anhand kryptischer Bilder von Sauerkrautlasagne (ich musste sehr schmunzeln, Eva) erraten muss, wer dahintersteckt) und obwohl ich die Maximalanzahl Links zunächst auf unendlich stehen hatte (think big!), war nach 50 Schluss und auch bei zB eingestellten 200 war bei ... 50 Schluss. Die zweite Liste ist halt jetzt so ein Notnagel.
Ich habe übrigens keinerlei Einfluss auf das Anmeldeprozedere bei Inlinkz, ich bin gespannt, ob in diesem ersten Monat NUR noch neue Version solche Bugs noch repariert werden, sonst werde ich mir ein anderes Tool suchen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, aber mehr kann (will) ich da jetzt auch nicht machen.

So.
Erstaunlich meetingfreier Tag, den ich dazu genutzt habe, einige Dokumente, die fast, aber halt nicht ganz fertig waren und wegen der , Sie erinnern sich, Feuerwehraktionen vor dem Italientrip warten mussten, fertig zu machen. Im Turmbüro, weil, das war mein Plan, da habe ich meinen eigenen Schreibtisch und Ruhe, weil es sind Skiferien, da sind viele ausgeflogen, ausserdem sind meine direkten Nachbarn entweder eben Skifahren oder in USA auf Businesstrip, ich werde von niemandem "Frau Brüllen, nur ganz kurz, wo ich dich grad seh" zwischen Klo und Cafeteria für neue Feuerwehraktionen verhaftet, sprich: ich plante, abgeschieden konzentriert zu arbeiten.

Womit ich nicht gerechnet hatte, war ein spezieller Aspekt des heutigen schweizweiten Sirenentests (grossräumig angekündigt, ab 13:30 heult alles in der Schweiz), nämlich: der Sirenentest der Schweizer Katastrophenwarnam Swissalert. (Das ist sowas wie Katwarn oder Nina oder was auch immer es in Deutschland gibt). Ich habe mir die auf beide Handys installiert (man weiss ja nie, ob im  Katastrophenfall nicht vielleicht Swisscom oder Salt nicht mehr funktionieren) und man konnte sich Wunschkantone aussuchen, für die man alarmiert werden möchte.
Kantone sind jetzt ja nicht so gross, deshalb war ich da grosszügig, allein auf meinem Arbeitsweg durchquere ich drei, da wüsste ich schon gern, falls da irgendwelche Katastrophen sind. Also habe ich für beide Handies ausgewählt, dass ich für Aargau, Basel-Land, Basel-Stadt, Solothurn, Zürich (das sind die Nachbarkantone unseres Wohnkantons) und das Wallis (Skiferien!) informiert werden möchte.
Tja. Und während ich das Sirenengejodel auf dem Areal und quer durch die Stadt recht gut ignorieren konnte, fiel ich fast vom Stuhl, als meine Handies nicht nur wie bekloppt anfingen zu brummen (das passiert ja auch mal gern, wenn man einen eigentlich recht banalen Tweet schreibt), sondern auch noch zu heulen. Und zwar oft. (Jeder Kanton separat. Auf beiden Handies. Mehrfach. Nicht leiser- oder abstellbar.) Ich war immerhin nicht die einzige mit dieser App und ich gehe davon aus, wenn irgendwann der Russe oder wer auch immer kommt: so klingt das dann (also: wenn er einen meiner Wunschkantone erreicht).

Und noch ein skurriler Zufall (Zufall? Mhmmmmm, oder auch nicht?): Just während im ganzen Land die Sirenen heulten, fand heute um 14:00 die erste "Lockerungssprengung" für den Abriss eines der Gebäude auf unserem Firmenareal statt. Angekündigt durch ...... Sirenen. Sagen wir mal so: das Geheule fiel nicht weiter auf, der Rumms war durchaus beeindruckend, wenn man dazurechnet, dass in 25m Tiefe gesprengt wurde. Und noch spannender wurde das Ganze dadurch, dass wir von oben den besten Blick der Welt in die Baugrube haben und genau sahen, wie sich alle Bauarbeiter in sichere Entfernung zurückzogen und dann spürten, wie das ganze Gebäude wackelte. Nicht sooooooooo cool im 20. Stock. Aber ich nehme an, wir werden uns da dran gewöhnen in den nächsten Monaten, da ist noch einiges an Beton, was gelockerungssprengt werden muss.

Sonst so:
Standortgespräch mit L. und seinem Klassenlehrer. L. war total grundlos total nervös, aber lieber so als andersrum:-)

Gegessen:
Laugenzopf mit Honig, keine Orangen, wegen Gefahr, Gnocchi mit Tomatensosse, Peperonata, Karottensalat und Rettichsalat, Flammkuchen

Gelesen:
Maria Kallio 10

Als die Hölle aufging via Kaltmamsell (Ich habe mal einen Vortrag aus dem Umfeld des Hübsche gehört, wo ein Kollege sagte: "Und das beste, was einem Projekt passieren kann, ist, dass Du das Produkt von Herzen Freunden und Familie empfehlen kannst." Bei mir ist es eher: "Ich hoffe, das niemals jemand, den ich kenne, eins von dem Medikamenten braucht, mit denen ich zu tun habe." )

Ein Interview mit einer Ärztin, die auf eine Geburtshilfestation wegen der unmöglichen Zustände gekündigt hat, aber zu einem Schluss kommt, der mir sehr logisch erscheint, via Frau Wunnibar

Stressleveldurchschnitt gestern: 44 (aber es ist in der Nacht leergelaufen, deshalb ist das nur der Nachtschlaf und der Abend)
Selbstbeweihräucherung: keine peinlichen Geschichten von L. im Standortgespräch erzählt.

Dienstag, Februar 05, 2019

05.02.2019: #WMDEDGT


You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").

Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten (die sich um 12:00h freischaltet, weil ich nicht weiss, wie ich beim neuen inlinkz die Uhrzeit einstelle...).

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:

  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken


Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Inlinkz damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.


Mein Tag startete wie jeder Dienstag (heute ist Dienstag, oder?) mit Weckerklingeln erst um sechs, aufstehen, fertig machen, schminken (mit grosser Freude ein Makeup aus den Super-Shock-Shadows "Girly" (Highlight unter den Brauen), "Mixetape" (Crease, verblendet zu den äusseren Brauenenden), "I <3 this" (innere Hälfte bewegliches Lid), "Bouncy" (Rest bewegliches Lid) und als I-Tüpfelchen "Issa" in den äusseren Winkel gastelt. Ich habe anscheinend auf einem meiner Italientrips einen lila Glitter-Eyeliner gekauft, der passte super.)


Frühstück mit Q. Weg zum Bus, Vorbereiten eines Ad-hoc-Meetings in einem Kellerraum um 9. In diesem Meeting fiel der denkwürdige Satz "You are the only brain we have." und das ist ein bisschen gruselig (auch wenn ich verstehe, wie es gemeint ist).
Ansonsten den ganzen Tag von einem Meeting zum anderen gesaust, immer im gleichen Flügel des Gebäudes, aber in verschiedenen Stockwerken, so dass ich total konfus war, und mehrfach fast die falschen Leute aus Meetingräumen geworfen hätte.


Mittagessen mit den Kollegen aus dem Bahnhofs-Office, sehr viel Spass in der folgenden Kaffeerunde.
Ich habe festgestellt, dass ich nicht weiss, wie man auf dem iPhone Anrufer blockt, also habe ich angefangen, die Kontaktliste demenstprechend zu pflegen. (Man weiss ja bei Schweizer Festnetznummer nie, ob es ein Notfall aus der Schule, ein Callcenter oder ein Zeitrschriftenverlag ist, die einem ein Abo andrehen wollen.)






Beim Nachmittagshüngerchen habe ich festgestellt, dass mein dubelisicherer Koziol-Orangenöffner Emma P. (ich liebe die Koziol-Namen, aber ich bin humortechnisch auch eher einfach gestrickt) im Turmbüro liegt, sich meine Fingernägel immer noch im "nackter Einsiedlerkrebs"-Stadium befinden und das einzige, was ansatzweise nützliches verfügbar war, eine recht grosse (und spitze) Schere. Und anscheinend bin ich nur so mittel lernfähig, weil genauso, wie ich mir vor 38 Jahren zweimal bei der gleichen Gelegenheit mit einem scharfen Küchenmesser zwischen Ring- und Zeigefiner gestochen habe, habe ich mir heute mit (mehr Kraft und) einer Büroschere eine blutige Furche über die Hand gezogen, als mir die Schere beim Orangeaufstechen (fragen Sie nicht. Ich war sehr hungrig) abgerutscht ist. Gar nicht so eine angenehme Situation, wenn man am von Waschbecken und Küchenpapieren weitesten entfernten Eck des Grossraumbüros sitzt und gleichzeitig der Abteilungs-SHE-Muckel ist, der überall Sicherheitslücken aufspüren muss. Aber: nix lebenswichtiges verletzt und die Spuren sind auch beseitigt. Incl der widerspenstigen Orange.


Beim Heimfahren im Bus noch weitergearbeitet, daheim erstmal ein kasbleiches Kind begrüsst, dem am Nachmittag total schlecht wurde. Hm. Blieb aber alles drin und zwei Stunden Pause im Bett incl Katze auf dem Bauch wirkten Wunder, zur Abendessenzeit war der Suppenhunger gross. Mal sehn.


Zwischen mir und dem Abendessen stand aber noch eine TC mit einem US-Team, sowas mache ich gerne von daheim, dann kann ich um 18:30h danach direkt mit Abendessen weitermachen und muss nicht erst noch nach Hause juckeln. Und den Leuten am anderen Ende der TC ist es ja wurscht, ob ich daheim am Küchentisch oder im Büro sitze.


Dann also: Abendessen, gemeinschaftliche Wäscheerledigung, Kinder ins Bad scheuchen, Znüniboxen für morgen bereit legen, Vorlesen, eine Stunde Sportprogramm.
Jetzt ist es viertel nach neun, ich sitze frisch geduscht bei einer Tasse Tee am Tisch, die Klamotten und das passende Makeup für morgen (grün/gold :-)) sind rausgelegt und mein einziger Job für heute ist es noch auf Ravelry nach einem neuen Strickmuster zu suchen, weil mein aktuelles Tuch in ca 10 sehr kurzen Reihen beendet sein wird.


Sonst so:


Getragen:
Nahezu Lieblingspulli




Gelesen:
Maria Kallio 10
Arbeitszeug


Gegessen:
Hefezopf mit Honig, Chili sin Carne mit Reis, Dörrbohnen und Fenchelsalat (war nicht die allerschlaueste Entscheidung, aber meine Güte, halt schon auch sehr, sehr lecker!), sehr gefährliche Orangen, Salat mit gebratenen Pilzen


Stressleveldurchschnitt gestern: 22
Selbstbeweihräucherung: Ich persönlich fand meine Zusammenfassung eines sehr lang diskutierten Memos für meine Kollegen sehr witzig, die Responserate ist nur so mittel, aber es ist ja auch Ferienzeit. Achtung: "Basically it says: Everything stays the same, except the part that doesn't."


BTW: Entschuldigen Sie die neue  Optik, Inlinkz hat einiges geändert und jetzt ist das halt so. Es geht anscheinend nur noch mit Bild, also, wenn Sie das nächste Mal Wert auf ein hübsches Thumbnail legen, können Sie jetzt ja einen Monat lang nachdenken, welches Bild Sie dafür nehmen. Ansonsten bin ich noch dabei, rauszufinden, was die verschiedenen Optionen bewirken, anscheinend rutscht das jetzt auf mehrere Seiten. Hm.





Inlinkz Link Party



Und weil die neue Optik allein noch nocht doof genug ist, klappt auch das Verlinken von >50 Links nicht. Deshalb hier einen zweiten Teil und für nächsten Monat suche ich was besseres.

Inlinkz Link Party

Montag, Februar 04, 2019

04.02.2019: Totgeglaubte

Erinnern Sie sich noch an die kryptische Headhunter-Geschichte?
Es gibt ein Update! Und zwar hat sich die Headhunterfrau über zwei Monate nach unserem nicht stattgefundenen Telefonat gemeldet und, ach, sie war nicht im Büro und angeblich hätte ja ein Kollege mit mir gesprochen (nein) und wenn nicht, dann sollte ich mich doch nochmal melden.
Das tat ich prompt und zwar habe ich geschrieben, dass ich das Vorgehen ziemlich cheesy und unprofessionell fände, dass ich aus dem Mantel-und Degen-Alter rausgewachsen wäre und keine Lust auf noch mehr nicht stattfindende Telefonate hätte. Und wenn sie ein Briefingpackage mit mehr als "Three mysterious board members are desperate to meet you" hätte, könne sie mir das ja schicken.
Prompt rief sie mich mitten in einer sehr diffizilen TC (anderes Thema. Ich werde Italien nie wieder los werden) an und als ich sie wegdrückte, kam eine Email, in der sie sich für mein sehr klares Feedback bedankte und um Rückruf bat.
Ich bin ja nun hin und hergerissen, weil einerseits will ich ja gar nicht die Firma wechseln und schon gar nicht zu jemandem, der solche Headhunter bezahlt, andererseits bin ich natürlich sehr neugierig, was das denn jetzt abstruses ist und etwas zu erzählen hätte ich danach allemal. Dann ist es natürlich ein bisschen fies, nur deshalb jemanden anzurufen, um ihn (sie) rundzumachen oder wenigstens mit null Interesse an der Sache. Aber tja, Sie kennen mich, ich bin neugierig und so werde ich da wohl morgen mal anrufen.
Mal sehen, wie lange wir diesmal nichts mehr voneinander hören.

Sonst so:
Spontanes Mittagessen mit Schwester, das war überfällig und sehr schön!
Ein Päckchen für FrauKatzeHund nach Irland geschickt
In der Poststation grad noch den Honig, der von den Bienen auf dem Werksareal bei uns vor der Haustür produziert wird, gekauft. Das ist mal echter Pharma-Honig :-)

Gegessen:
4 Orangen, Granolahimbeerjoghurt, grossen Salatteller in der Kantine, weil die Schabzigerhörnli mich ins totale Fresskoma befördert hätten, Pizza

Gelesen:
Maria Kallio 10
Diesen Artikel über Lorena Bobbit (und jetzt muss ich nachlesen, was aus Tonya Harding geworden ist.) (via Anke Gröner)
Korrekturen und Anmerkungen zu einem von mir geschriebenen Process and Product Monitoring Protocol
Einen Stapel Memos zu verschiedenen Facetten ein und desselben Themas



Stressleveldurchschnitt gestern: 15
Selbstbeweihräucherung: Ich kann sehr gut spontan flammende Reden zum Thema GMP, GDP, CPPs, DMS etc. halten. Sehr flammend. Und ich habe fast rechtzeitig aufgehört, bevor es zu bissig wurde. Fast.

Und nur so nebenbei: Morgen ist der 5., als #wmdedgt

Sonntag, Februar 03, 2019

Das Toblerone-Experiment

Wir waren gestern etwas verspätet essen zur Feier der grossartigen Zeugnisse der Jungs. Und weil wir ehrlich gesagt keine Lust auf Pizza oder Sushi hatten und die Zeugnisse wirklich feierwürdig waren, sind wir bei uns im Dorf essen gegangen, da haben wir ja (very late to the Party, weil alle Welt im Grossraum Basel kennt und schätzt das Restaurant seit schon immer, nur wir mussten über 10 Jahre in unserem Dorf leben, um da endlich mal hinzugehen) im Sommer rausgefunden, dass die wirklich so super sind, wie alle immer schon sagen.

Neben dem Ritual, den Wein im Keller selber auszusuchen,


dem perfekt gegarten Fleisch über dem offenen Feuer, der Signature-Würzmischung und der unglaublich freundlichen Belegschaft, die auch Q. und L., die den Altersschnitt an einem Samstag Abend dort um etwa 30 Jahre gesenkt haben, willkommen fühlen liessen, hatten wir jede Menge Zeit, um zu schwatzen und irgendwann, als es ans Dessert ging und Q. sich eine Toblerone-Mousse aussuchte, rutschte ihm raus, dass er das am Mittwoch im Hauswirtschaftsunterricht gelernt hätte, und "im letzten Schritt voll verkackt hätte, da muss man nämlich den Eischnee und den geschlagenen Rahm vorsichtig unterheben, ich hab das mit dem Handrührer gemacht und dann war es Schoggisuppe".
Soweit, so gut, aber als ich nachfragte, wie sie überhaupt die Mousse gemacht hätten, erklärte er mir alle Arbeitsschritte und ich einen konnte ich fast nicht glauben, und so musste ich auf Twitter nachfragen, weil ich doch vermutete, dass mein Hudelkind die Anleitung einfach nur nicht richtig gelesen hatte.


Die Antwort kam schnell





auch die neuere Ausgabe sagt das (nimmt allerdings einen EL Zucker mehr)






und der nicht schweizerisch oder französisch sozialisierte Teil des Internets war angemessen schockiert von der Idee, dass man Schokolade nicht im Wasserbad schmilzt, sondern indem man kochendes Wasser draufschüttet.

Dummerweise waren der Hübsche und ich uns beide so sicher gewesen, dass wir jeder eine Toblerone mit Q. gewettet hatten, dass er "Wasserbad" mit "Vollbad" verwechselt hatte.

Zu unserer Ehrenrettung: der Koch des Restaurants wurde vom Kellner (der auch in der Schweiz in die Schule gegangen ist und NIE IM LEBEN Schokolade mit heissem Wasser übergiessen würde) als Schiedsrichter hinzugezogen und ist auch auf unserer Seite und würde gern mal mit der Hauswirtschaftslehrerin sprechen.

Tja nun, aber wenn schon, denn schon, Wettschulden sind Ehrenschulden und so haben wir heute ein Toblerone-Mousse-Wettkochen veranstaltet: (Mit bei der Tankstelle gekauften Rohstoffen)




  • Wir machen beide das Tip-Topf-Rezept, Q. schmilzt die Schoggi so, wie es im Schulkochbuch steht, ich über dem Wasserbad.
  • Damit wirklich NUR das Schokoladeschmelzen der variierte Testparameter ist (und weil die Küchenmaschine bei nur zwei Eigelb/Eiweiss an ihrer unteren Kapazitätsgrenze kratzt und das Handrührgerät wegen einmal Handrühren ja aus der Küche geflogen ist), haben wir Eigelb/Zucker, Eischnee und Rahm in der doppelten Menge geschlagen und dann grammgenau aufgeteilt.
  • Damit neutral verkostet wird, haben wir identische Schälchen auf dem Boden markiert und zum Test bekommt jeder zwei identische, aber ohne zu wissen, welches welches ist.


Jetzt aber zum Rezept:

Man braucht für 4 Personen:
Sie haben alle den Bären im Matterhorn auf dem Tobleronelogo schon entdeckt, oder?

Das gibt (mit ein bisschen Extrasahne) genug für 8. Aber wir haben ja einen wissenschaftlichen Auftrag.


  • 100g Schokolade (Wir haben Toblerone genommen)
  • 2 Eier
  • 1 EL Zucker
  • 200 mL Sahne.


Die Eier werden getrennt, das Eigelb mit Zucker cremig aufgeschlagen.

In der Zwischenzeit schmilzt man die Schokolade (Entweder im Wasserbad

oder legt sie in eine Auflaufform und übergiesst sie mit kochendem Wasser.


Mit einem Rüstmesser überprüft man, dass sie weich ist und giesst dann das Wasser vorsichtig ab. Wenn man Q. ist, schüttet man es sich direkt über die Füsse und muss erstmal medizinisch versorgt werden, während ich als total sportlich fairer Kontrahent auch seine Portion weiterverarbeite).
Rein optisch gewinnt schon mal das Wasserbad. (Es sieht aus wie "Mr. Hanky, der fröhliche Weihnachtskot", dem es ein bisschen warm geworden ist)

Eiweiss und Sahne werden separat (ja, Q., das habe ich nun wirklich richtig gelesen!) steif geschlagen.

Die wie auch immer geschmolzene Schokolade wird mit der Zucker-Eigelb-Mischung verrührt (ich hätte das mit der Hand mit dem Schneebesen gemacht, habe mich aber auf die Hörensagenanweisung von Q.s Hauswirtschaftslehrerin verlassen und es mit der Maschine gemacht.

Hier gewinnt die gebadete Schokolade...

Aus dem Wasserbad: hübsch.

lässt sich aber nicht 100% super verrühren

Unter diese Schokoladen-Zucker-Eigelb-Mischung hebt man dann vorsichtig (mit dem Gummispatel, nicht dem Handrührgerät) die geschlagene Sahne und den Eischnee.


Das Ganze ist dann erstaunlich hell, schmeckt aber soweit, so lecker.




Abfüllen in Förmchen und kaltstellen (mindestens zwei Stunden).

Zum Verkosten hatte sich spontan auch noch L.s bester Freund eingefunden und so machten wir 5 Teller parat: pro Teller zwei identische Schälchen, jeweils eins nach Q.- und eins nach K.-Methode, zum Unterscheiden beliebig mit 1 und 2 markiert.




Verkostungsnotizen:


Ich muss gestehen, dass ich bei mir das Schälchen mit meiner Mousse sofort erkannt habe, ich habe es nämlich nicht geschafft, die Schokomischung gleichmässig mit Eischnee und Sahne zu vermischen und es sind nicht nur die Nuss/Mandel/Torrone-Bröckchen dringeblieben, sondern auch ganz schöne Schokoklümpchen.
Ehrlicherweise habe ich dann natürlich für das andere Schälchen gestimmt.


Endstand trotzdem:

3:2 für die K-Methode im Wasserbad. (Wenn L.s Freund nicht dagewesen wäre, wäre es 50:50 ausgegangen).

Daraus jetzt den Schluss zu ziehen, dass wir immer schon alle recht hatten und man Schokolade niemals im Vollbad schmelzen darf, wäre aber voreilig. Mit den schaumigen Zutaten liess sich die Wasserschokolade allemal besser verblenden, aber ich weiss nicht, ob das daran liegt, dass wegen des medizinischen  Notfalls zwischendrin die Temperatur MEINER Schokolade vielleicht schon ein bisschen arg niedrig war, bis ich mit Verrühren so weit war. Oder ob das nicht 100% abgegossene Wasser (nachdem ja ein Grossteil über die Arbeitsfläche, Q. und den Küchenboden verteilt waren, waren die Prioritäten kurzfristig verschoben) vielleicht einen positiven Effekt hatte?
Aus SHE-Gesichtspunkten ist das Vollbad ganz klar NICHT zu empfehlen, weil eine Auflaufform voll kochendem Wasser einfach nicht so einfach zu handhaben ist, gerade, wenn man eben abgiessen muss. Da ist es viel sicherer, ein Wasserbadschälchen herauszuheben. Und Schokolade in Wasser sieht sehr eklig aus.

Trotzdem: die Forschung auf dem Gebiet ist noch nicht abgeschlossen, wir sind da was auf der Spur, habe ich das Gefühl (und: mir ist jetzt ein bisschen schlecht.)

Vielen Dank fürs Mitfiebern auf Twitter, das hat uns wirklich viel Freude gemacht!


Samstag, Februar 02, 2019

WERBUNG*: Spielend Mathe üben mit den Ollis

Ich glaube, mittlerweile ist es fast ein Jahr her, dass Q. und L. erste Tests der App machen durften und jetzt ist es soweit: die Ollis sind im App-Store (Google Play Store kommt auch noch) und als Webversion verfügbar.

Die (was ich ja besonders grossartig finde) werbefreie Mathe-Übungs-App richtet sich an Dritt- und Viertklässler. Es gibt die verschiedensten Bereiche wie Stellenwerttafeln, Zahlenstrahl, Ordnen, Nachbarn finden etc., alles Bereiche, die sogar unsere in der Schweiz zur Schule gehenden Kinder aus dem Mathematikunterricht kennen.


Ich hätte es ja nicht gedacht, aber das Belohnungkonzept mit "Du kriegst einen Stern, wenn Du diese Aufgaben richtig machst"und das "Aufleveln" zu neuen Bereichen funktioniert :-).


So macht Mathe-Üben viel mehr Spass, als seitenweise Aufgaben in Übungsheften runterzurechnen.
L. sagt: "Die Anzahl von Aufgaben, die man für einen Stern braucht, ist genau richtig, so viel, dass man wirklich was machen muss, aber auch nicht so viel, dass man denkt, das schafft man eh nicht."


Die App ist so konzipiert, dass je nach Leistungsstand des Kindes die passenden Aufgaben ausgewählt werden, sei es zum weiteren Vertiefen oder aber zum Weiterdenken mit Knobelaufgaben.

Damit kein unnötiger Frust aufkommt, kann man sich bei Knobelaufgaben auch Tipps geben lassen.


Wenn man einen neuen Bereich startet, bekommt man zunächst einen kurzen Überblick, dann geht es los:

Die Aufgaben sind bunt gemischt: Multiple choice, "Lückentexte", Textaufgaben, Freitextaufgaben, es wird nicht langweilig.




Sehr praktisch: man kann sich ein Lernkonto anlegen, dann wird der Fortschritt gespeichert und man kann geräteunabhängig einfach weiterrechnen.

Der Aufbau der App und die Menüführung ist so intuitiv, dass die Kinder der Zielgruppe das bis auf das Erstellen des Lernkontos, wo die Eltern zustimmen müssen, ganz alleine bedienen können (naja, heutzutage ist das eigentlich eh selbstverständlich :-), da brauchen manchmal eher die Eltern Nachhilfe)

Wenn wir uns für die Weiterentwicklung der Ollis was wünschen dürften:

  • Es wäre praktisch, wenn man von Anfang an die verschiedenen Aufgabenbereiche nutzen könnte, wenn man zB gezielt Zahlenstrahl üben möchte, muss man aktuell erst alle Aufgabenbereiche bis dorthin abgeschlossen haben.
  • L fände es gut, wenn in den verschiedenen Bereichen verschiedene Tiere auftreten würden. (Die Eule ist natürlich schon wirklich sehr niedlich).

Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf die kommenden neuen Aufgaben und hoffen, dass sich die Ollis bald auch noch um andere Schulfächer kümmern!

Vielen Dank, dass wir von Anfang an dabei sein durften!



* Jajajaja, das Blog hier ist an sich werbefrei und der Disclaimer rechts bei der Mailadresse ist auch voll und ganz ernst gemeint. Heute mache ich eine Ausnahme und zwar nur deshalb, weil die Ollis-App von meiner Schwägerin stammt und Q. und L. seit den Anfängen der Entwicklung mitausprobieren, testen und ihre Meinung sagen durften. Wenn Sie also auch möchten, dass ich für eins Ihrer Produkte Werbung mache, müssen Sie nur schauen, wie Sie noch einen Fuss in die extended Brüllen-Family bekommen, aber ich kann Ihnen jetzt schon sagen: das wird eng.

Freitag, Februar 01, 2019

01.02.2019: FEBRUAR!

Es ist schon wieder Februar (und immer noch zwei volle Schulwochen bis Ferien, ich bin dieses Jahr echt sehr verwirrt, jede Woche denke ich: jetzt aber die letzte.)

Und da planen wir folgendes:
Das Zeugnisfeieressen nachholen. Zu feiern gibt es einiges!
Das erste Standortgespräch mit L. und seinem neuen Lehrer haben
Ich werde ein Training über Mikrobiologische Tests absolvieren (und vermutlich danach nur noch mit Handschuhen und Mundschutz rumlaufen)
SKIFAHREN! (Ich vermisse Jon und Sansa jetzt schon beim Gedanken daran)

Dazu noch der übliche Mix aus Unihockey und Pfadiübungen, aber bisher sieht das doch recht überschaubar aus!


Ansonsten heute so:
recht kurzentschlossen habe ich mir die Gelnägel abmachen lassen. Nicht, weil ich sie nicht mehr mag, sondern eher, weil ich in den Skiferien Kontaktlinsen tragen werde und mir tut es höllisch weh, mit langen Fingernägeln die Linsen rauszuprokeln. Der Nagelmann hat mir die Nägel zwar schön poliert und rundgefeilt, aber so dünn wie sie nach dem Abfeilen waren, sind sie sofort eingerissen und jetzt auf Nullänge runtergekürzt. (Also: wirklich Null). Es fühlt sich ser seltsam an, ich könnte mir vorstellen, dass sich so ein Einsiedlerkrebs fühlt, der das Schneckenhaus wechselt.

Ausserdem überwache ich nach langer Zeit mal wieder ein Kind für 48 Stunden. Wenn es so lang nicht spuckt, war der Sturz auf den Hinterkopf in der Schule nicht so schlimm. Schaumamal (ich bin recht optimistisch)

In einem Gewaltakt (ich merke jetzt gerade, dass ich den Wecker heute sehr, sehr, sehr früh gestellt habe und grad so ein bisschen müd werde), die wegen Dauerfeuerwehraktion der letzten zwei Wochen und der Italienreise diese Woche auf mir sehr unangenehme Länge angewachsene To-Do-Liste runtergearbeitet. Jetzt kann ich das Wochenende ganz entspannt angehen. Ausserdem habe ich einiges über Zollfragen gelernt.

Stressleveldurchschnit gestern: 55
Selbstbeweihräucherung: nicht über ein hingehaltenes Stöckchen gesprungen. Dem Impuls, das Stöckchen anzuzünden, widerstanden. Stattdessen in wohlgesetzten Worten erklärt, warum das Stöckchen so falsch ist.