Dienstag, Oktober 21, 2025

211025

Weckerläuten um halb sechs, Badeanzug und Radklamotten drüber, Frühstück: Mango, Banane (von den Schoggibananen des Pfadi-Chilbi-Standes übrig, ohne Schoggi) mit Skyr und Granola, eine Portion für mich gleich, eine für den Hübschen, eine für mich im Glas für nach dem Schwimmen.
Als ich vor die Tür trete, regnet es in Strömen. Ich ziehe also im Radkeller meine neongelbe Regenhose drüber und als ich aus der Garage radle… ist der Regen vorbei. Naja. Ausziehen mag ich jetzt auch nicht mehr.
Im Stockfinsteren radle ich ein bisschen unentspannt über die nassen Strassen, auf denen viele Blätter liegen. Fühlt sich ein bisschen unsicherer an als bei trockener Strasse, ausserdem muss ich jetzt ja wieder genau die Kurve nehmen, wo ich damals gegen den Laternenpfahl geflogen bin und bin da erstaunlich unentspannt. Und noch äussererdemer habe ich heute zum ersten Mal seit dem Unfall letztes Jahr fast genau das Outfit eingepackt, auf das ich mich an dem Unfalltag so gefreut hatte, es im Büro zu tragen, nämlich mein LIeblings blau-grau-kariertes Strickkleid, Strumpfhose, und heute Chelsea Boots statt der damals geplanten schwarzen Bikerboots, weil ich heute eine blaue statt eine graue Strumpfhose erwischt hatte. Ich trug sogar zum Radeln denselben Thermorolli wie am Unfalltag (aus dem kam ich ja nur unter recht grossen Schmerzen raus weil recht eng und nicht unendlich elastisch). Seitdem hatte ich das Kleid gar nie mehr an, weil erst ja der Arm gar nicht bewegt werden konnte, dann nicht genug über den Kopf und dann war halt Sommer und es viel zu warm dafür. Heute ging alles, obwohl ic das Gefühl hatte, dass mein Kreuz von 6 Wochen Schwimmen (und halt auch sonst Klimmzugtraining und so) ein bisschen breiter geworden ist und das schmale Kleid jetzt auf einem noch duschfeuchten, eingecremten Körper gar nicht so gut gerutscht ist. Aber es ging. Phew.
Schwimmen: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern aka “Dienstag geh ich nicht, da kommen die krassen Krauler”, weil: erstens bin ich jetzt ja vertrauter mit dem Setup und weiss, wo sie Kurs haben und wo nicht, zweitens bin ich neu schon eine halbe Stunde vor Kraulkursbeginn im Wasser und fast durch, wenn sie kommen, und drittens weil halt. Heute also unter spannenden Bedingungen: nicht umgekrault werden (vor lauter Ausweichen habe ich zweimal mit dem Fuss gegen so einen Bahntrennwurst gekickt und holla, das tut richtig weh an den Zehen), dann tatsächlich spannenden Truecrime Podcast hören, Bahnen zählen UND an meiner Atemtechnik arbeiten. Ich möchte dahin kommen, dass ich nur jeden zweiten Schwimmzug Luft holen muss, das geht aber aktuell noch nicht, deshalb mache ich einen 2-1 Rhythmus. Zusammen mit Bahnzählen, Kraulen ausweichen, Podcast hören ist das eine ganze Menge.
Dann: Arbeit, unterbrochen durch einen Coffeechat mit einer Kollegin, die ich neu in einem der Projekte kennengelernt habe. Sie macht Device Development, das sind zwei Sachen, mit denen ich mich nicht so auskennt, UND im 2tägigen F2F Workshop fand ich sie von der Art zu denken, zu fragen, zu präsentieren, zu sein so unglaublich sympathisch, dass ich sie einfach näher kennenlernen wollte. Das habe ich ihr genauso geschrieben (Sie haben alle den “We do not care”-Club, den die Kaltmamsell verlinkt hat, gesehen? So) und wir mussten ein paarmal verschieben, aber heute war es soweit. Bummer: sie verlässt die Firma Ende Jahr, super: sie ist wirklich so, wie ich dachte, und hat genau dasselbe von mir gedacht. Wie cool ist das denn?
Mittagessen dann mit einem reduzierten Teil unseres Vornamenclubs, war mir ein bisschen arg viel “alles und alle sind so doof”-Stimmung, das mag ich nicht so. (Und cih glaube, die Essenskassenfrau hat mir aus Versehen ein doppelt so teures Essen abgerechnet, aber mei, davon geht die Welt nicht unter. Lecker war es allemal).
Unser Monsterslidedeck, das für einen “Soft-Preread” morgen und für den richtigen Preread am Do rausgeschickt wird, ist fast bereit dafür. Meine Güte. (Jetzt niemandem mehr zeigen, nicht dass es noch jemand doof findet, bevor es nicht alle offiziell doof finden werden).
Durch Zufall (ich nutze es ja nicht zum telefonieren und meine Güte, SMS schreibt ja ausser dem Fust Service und Terminbots auch keiner mehr) habe ich festgestellt, dass ich auf dem Arbeitsiphone eine Scam-SMS auf Schweizerdeutsch bekommen habe (Mami, Handy verloren, das neue Nummer, blablabla). Weil ich grad fünf MInuten an was anderes denken wollte, wollte ich meiner Bürgerpflicht Genüge tun und das dem Bundesamt für Cybersicherheit melden, nur um zu merken, dass die Meldewebsite im Firmennetzwerk gesperrt ist, weil wir unsere eigene Security haben  und alles dahin melden sollen. War jetzt einen Antiklimax, habe ich aber gemacht, ein “Thanks for your vigilance”-Goldsternchen gekriegt und soll halt ignorieren und wenn es mir besser damit geht, blockieren. Naja, dann halt.
Daheim wartet dann eine Crowdfarming Kiste (ich wurde schon nervös bei der Aussicht auf NOCH MEHR Mangos, aber es sind Avocados. Das passt super.), zum Abendessen gibt es Pasta und Salat und ich kann mich noch ein wenig über “The Diplomat” freuen und die “Salzpfad”-Wanderer nerven.
 Wunschlistenfrage:
wie organisieren Sie Ihre Hausapotheke? Weil:aus Gründen- Hustensaison beginnt, und ich habe jetzt innerhalb einer Woche zweimal Medikamente gesucht (davon einmal erfolgreich, aber erst nach längerem Suchen, einmal war tatsächlich nichts mehr da). Das muß besser gehen. Wie sortieren Sie?
Hm, ich weiss jetzt nicht genau, was mit "sortieren" gemeint ist. Unsere Hausapotheke ist eine ungefähr so grosse Ikea-Box (ich glaube, ein Vorgängermodell, ohne Deckel und Loch, dafür mit Griffschlitz und an einer langen Seite ist der Rand abgesenkt und es gab sie auch mit grün, rot und blauem Inneren). Ich sortiere immer mal wieder nach Verwendungszweck, aber ganz ehrlich: so gross ist die Box nicht, dass man auch im totalen Saustall unerträglich lang nach was suchen könnte.
Falls es eher drum geht, was immer drin ist und wie das sichergestellt ist, dann habe ich das einmal hier aufgeschrieben (ersetzen Sie alle pädiatrischen Formulierungen durch die für Erwachsene, alle ausgewachsen hier), falls es um die generelle Nachschubplanung geht, dann mache ich das für frei verkäufliche Medikamente genau so wie für ... Dosentomaten zB., nur dass das Ablaufdatum bei Medikamenten ein Ablaufdatum ist, nicht ein Mindesthaltbarkeitsdatum wie bei Dosentomaten.

Montag, Oktober 20, 2025

201025

 What a day.

Weckerläuten um halb sechs, die Katzen haben 3 Minuten vorher das Haus verlassen (sie schlafen jetzt meist im Haus, Sansa sogar bei mir im Bett, eingerollt in der Bauchkuhle, ihr Bäuchlein auf der Wärmflasche), Bagel mit Honig und Hafermilchkaffee zum Frühstück, dann ab aufs Rad. Ich habe ordentlich Rückenwind und sause durch die Dunkelheit und komme zeitgleich mit den ersten Regentropfen am Turm an.

Schwimmen ist so, so, so, so super (meine Güte, warum habe ich so lang gebraucht, um das auszuprobieren? Egal.), viertel nach acht bin ich frisch geduscht und total zen am Schreibtisch. Es ist gerade ein grösserer Offsiteworkshop, dh viele sind physisch nicht da und es ist ruhiger als sonst auf dem Stockwerk. Passt, ich habe einiges konzentriert zu arbeiten. Dabei (lol, man soll ja alle halbe Stunde oder so die Augen mal auf was weiter weges fokussieren, das ist halt bei mir immer Aussicht, meist auf den Rhein) sehe ich, wie der Regen auch in anderen Gebieten der Schweiz die Farbe des Rheins verändert. Ich schaue ja direkt unterhalb der Birsmündung aufs Wasser und das kommt aus dem Jura und da kam heute viel hellbeiges runter, während der Rhein tiefblaugrün war.

Mittags mache ich mich auf einen kleinen Latsch in die Stadt (Habe ein "Walk with me"-Erlebnis wie in so Politikserien, weil ich von einem meiner Teammember unbedingt die letzten News aus Korea hören möchte, er aber unbedingt eine Tram erwischen muss (und ich eh in die gleiche Richtung)), ich möchte für einen Geburtstag am Wochenende (was freue ich mich da drauf!) noch ein Schweizer-Schoggi-Mitbringels holen möchte. Aus Prinzip (auch, weil es Läderach ja auch in Deutschland gibt) gehe ich ein Stück weiter als zum Läderach am Claraplatz und lasse mir bei "Schiesser" etwas zusammenstellen. (Und ja, vermutlich arbeiten auch die mit Läderach-Kuvertüre als Grundmasse, aber eben). Das ist ein schöner Spaziergang!

Essenstechnisch ist der Tag ein bisschen schwierig: nach dem Schwimmen kriege ich gegen 10 richtig Hunger (ich hätte es ahnen können, weil: IMMER, aber nach dem Frühstück war ich so satt, dass ich mir nicht vorstellen konnte, jemals wieder was essen zu wollen. Man könnte meinen, nach fast 49 Jahren in meinem Körper hätte ich mich dran gewöhnt, aber nein. Jedesmal wieder...), und in der Cafeteria finde ich auf die Schnelle nur eine Hefevanilleschnecke, also zu viel für ein kleines Hüngerchen, zu wenig, um bis zum Abend durchzuhalten. Also hole ich mir nach dem Latsch auf dem Weg nach oben noch ein Käsesandwich, das reicht bis abends. Für morgen habe ich Äpfel eingepackt und plane, das Frühstück zu teilen und einen Teil eben erst nach dem Schwimmen zu essen.

Apropos Äpfel: ich bin ja kein so grosser Fan, ich glaube, ich habe in meiner Kindheit einfach meinen Teil an Äpfeln schon gegessen (wie auch: Marillen- und Germknödel). Zum Mitnehmen als Bürosnack und für unterwegs sind sie aber halt schon das unkomplizierteste Obst (und im Moment mag ich sie auch wieder einigermassen). Und so habe ich dann, als die Monatsrückschau der Kolchose Genossenschaft kam mit der ERinnerung, dass man noch für ein paar Tage Äpfel, Birnen, Saft und Kartoffeln bestellen könne, einen 5kg Sack Äpfel und 2 Flaschen Apfelmost bestellt (Wir würden auch mehr Saft wegtrinken, besonders, wenn L wieder da ist, aber ich muss es halt zusammen mit dem Gemüsekorb auf dem Rad transportieren und das ist das Limit. (10kg Kartoffeln sehe ich weder transport- noch verbrauchs- oder lagertechnisch passieren.)

Heute radle ich dann in einer NAchmittagspause nach Hause und besorge auf dem Weg noch ein paar Sachen im dm, wenn es sich schon mal ausgeht. Daheim dann letzte Meetings, zwei dringendste Telefonate, und dann gehe ich halt doch einen Trockner kaufen.NATÜRLICH ist der Trockner vom Samstag heute nicht mehr im Angebot, aber ich hab die Faxen dicke und nehme jetzt halt den, der im Angebot ist und auch baugleich zu unserer Waschmaschine, in den gehen "nur" 8kg, aber dafür ist er 100CHF billiger als der andere im Angebot (Elektromarkt ist vom Vibe her auch Gebrauchtwagenhändler, oder?)

Auf dem Heimweg dann noch Diskussionen mit Nachbarn über Hundegebell zwischen uns, EInkäufe ausräumen, durchatmen. Phew.

Sonntag, Oktober 19, 2025

191025

 Gestern abend war dann noch etwas spannend, weil ich mir mit dem Brotmesser beim Schneiden von etwas altbackenen Semmeln mit zT unklaren Bruchkanten ordentlich in den Zeigefinger geschnitten habe (isn't it ironic: während auf dem Tablet "Grey's Anatomy" lief und im OP das Blut nur so strömte.) Während mir bei Fernsehblut und generell fremdem Blut nichtt übel wird, wird es mir bei eigenem schon ein bisschen schwummrig. Also: auf den Küchenboden gelegt, Finger fest in Küchenrolle eingewickelt, vom Hübschen alles zukleben lassen, weiter im Text.

Weil der Hübsche auf der Suche nach Pflaster recht viel kramen musste (mhm, normalerweise scheine ich die Verarzterin zu sein), und einiges aus dem Medizinschrankfach rausfiel, beschloss ich, dass heute mal wieder Ausmisttag wäre.

Davor aber erst: gemütliches Frühstück, ich hatte ja noch "Cremigen Spinat" übrig und mit je einem Ei drin und Käse drüber in einem dieser Minitöpfchen gebacken gab das mit geröstetem Brot ein wunderbares Frühstück als Grundlage für einen Chilbi-Tag mit Schoggibananen und Hotdogs verkaufen (Q.), Power nach dem Sport und vor dem Ragewalk und dann Räumen (ich), Ragewalk und Gym (der Hübsche).

Das Aussortieren der Hausapotheke war dann wie immer sehr befriedigend und auch ein bisschen erschreckend: Die Mengen an hochdosierten Antibiotika, die wir aus Gründen noch hatten (Antibiotika immer fertig nehmen, eh klar, aber der Hübsche und die Jungs hatten so heftige Sachen, dass entweder angebrochene zweite Packungen über blieben oder eben welche für "wenn es wiederkommt zum Direktnehmen" verschrieben wurden), waren enorm (alle abgelaufen bis auf eins vom Hübschen, also weg damit,), wir haben so viele hochdosierte, starke Schmerzmittel und die dazugehörigen Magenschoner, weil wir nach jeder OP oder Bruch, die wir im letzten Jahr hatten, eben mit einer Tüte an Zeug heimgeschickt wurden, die wir nie auch nur ansatzweise aufgebraucht haben. Wir könnten ein Feldlazarett versorgen.... noch bis 2027, dann kommen die auch weg. Was ich nachkaufen muss, sind nur Nasenspray und Wärmesalbe, mit allem anderen sind wir gut versorgt. Das Erste Hilfe-Täschchen ist auch wieder sortiert (ah, Desinfektionsmittel und Wundspray muss ich noch kaufen), der Schrank hat wieder Platz und ich habe eine grosse Tüte Pappmüll ausser der Reihe.

Dann: gemütliches Kochen, ich mag das ja sehr, wenn ich Ruhe für gemütliches Schneiden und so (nicht in den Finger diesmal) habe. Aus dem Gemüsekorbinhalt wurde etwas Aloo Gobi-artiges (Kartoffeln, Romanesco statt Blumenkohl und ausserdem Kürbis, Pack Choi, grüne Paprika). Dazu gibt es dann Reis, Papadums, Joghurt, Chili, Koriander, Limette und Mangochutney, das ich auch heute noch gemacht habe. Wir haben ja zwei Mangobäume für L. adoptiert und nicht bedacht, dass er zur Mangosaison dieses Jahr nicht da ist. Und so sehr und viel wir auch essen (schlecht werden sie eh nicht), aber nach der letzten Kiste, die oben noch reift, ist es jetzt dann auch gut. Wie Frau Novemberregen wurde auch eine unserer Mangoadoptionen versehentlich verdoppelt (und ich dachte, ich hätte total den Überblick verloren und war ein bisschen sauer, dass ich da jetzt zu spät zum Lieferungen terminieren war, das hätte es jetzt nicht mehr gebraucht. Überhaupt ist das Crowdfarming irgendwie ein bisschen undurchsichtiger und unübersichtlicher geworden, ich muss da mal aufräumen. (Ziel: Parmesan, Olivenöl, 1 Orangenbaum, 1 Mangobaum, 1 Avocadobaum).

Jetzt gehe ich grad noch eine kleine Runde gucken, ob Jonny am Tennisplatz ist, und dann kommt das, worauf ich mich seit gestern morgen freue: eine Stunde in der Badewanne mit duftendem Schaum, leichtrosa Haarkur, einem Glas Aperol Spritz und "Greys Anatomy" auf dem Tablet.

Kleider für morgen sind gepackt, der Knochenkopfhörer ist mit neuen ARD-Podcasts geladen (das Ding ist ein bisschen anachronistisch. Die Abspielreihenfolge ist mir total unklar, entweder nach der total erratischen Dateinamensortierung oder aber nach Ladedatum, spulen kann man nicht, nur einen Titel vor- oder zurückklicken, auf jeden Fall habe ich jetzt einen 7teiligen Podcast über Reichsbürger im Shufflemodus gehört, deshalb in Zukunft nur noch EInteiler), ich geh morgen früh schwimmen und dann mache ich hoffentlich mit frischem Mut die Preread-Präsentation fertig, die am Mittwoch rausmuss und an der so viel hängt, dass sie mich echt nervös macht. Phew....


Samstag, Oktober 18, 2025

181025

 Also. Die letzte halbe Stunde, die ich heute geschlafen habe, hatte es traumtechnisch in sich. Ich habe meinem Chef einen brüllenden Wutausbruch mit kreidestaubigem Schwamm an die Tafel angedichtet (ich habe ihn noch nie auch nur ansatzweise nicht.... guter Dinge und positiv gestimmt erlebt), Sunny wäre fast ertrunken in einem selber gegrabenen Tunnel, wir hatten Kinder zu beaufsichtigen, die echt nervig waren, es gab eine Art Militärputsch, wir waren im Untergrundwiderstand, eins der Kinder hat im Kunstunterricht als Kunstwerke getarnte Bomben gebastelt, die aber NIE korrekt gezündet haben und man musste dann unter Lebensgefahr dran rummanipulieren, damit sie sich nicht in unkontrollierbare Altlasten verwandeln, es war alles sehr anstrengend. Neben dem Offensichtlichen (die Sorge, dass ich bei der Arbeit das Risenprojekt versäge und meine Chef enttäusche, der mich doch extra ausgewählt hat für die Stelle und das Projekt, und natürlich die generelle Weltlage) hat der Hübsche sehr schön analysiert, woher der Rest kommt: ich habe nach ewigen Zeiten mal wieder unser Abivideo gesehen (und Q. und dem Hübschen geszeigt), weil es in unserem Klassentreffenchat geteilt wurde. Daher also die Erinnerung an cholerische Lehrer, Kunstunterricht (und das süsse, aber auch bisschen nervige Hausmeisterkind). Skurrile Erkenntnis: ich dachte immer, das Video würde nach 10 Minuten mit dem durch die Aula wackelnden Hausmeisterkind enden. Aber: das Video an sich dauert fast 40 Minuten und ich bin mir fast sicher, dass ich es noch nie weiter als bis zu dieser Szene gesehen habe. Auch diesmal habe ich genau da auf "wie lang dauert das denn noch, das ist ja strunzlangweilig und zeigt nur genau die 5 Nasen, die das Video gemacht haben und denen Jünger, ah, ne danke, ich hab keine Zeit für noch 20 Minuten von so einem Fiebertraum" geklickt. Spannende Nebendiskussion: im Klassentreffenchat, wo sich tatsächlich genau nur diese 10 Nasen unterhalten, wird drüber geschwärmt, wieviel besser unsere Schulzeit damals war als heute bei ihren Kindern, bei uns damals wären alle total natürlich miteinander umgegangen, niemand wäre ausgegrenzt worden, es hätte keine so Cliquen gegeben. LOLOLOLOLOMAT. Weil ihr die, die kein Teil eurer coolen Clique waren, halt überhaupt nicht realisiert habt.

Ok.

Also. 

Gemütlich gefrühstückt, dann ist Q. in Feuerwehrtenue zum erst Pfadistand fertig machen auf der Chilbi und dann Verkehrregeln für die Feuerwehr gegangen. (Es ist soweit: alle im Haus sagen "Boah, heute ist aber RICHTIG gutes Chilbiwetter." Ich würde uns sofort einbürgern.)

Der Hübsche und ich haben dann erstmal Trockner besichtigt (ich habe erst im Baumarkt noch ein Vorhängeschloss für Q.s Laborspind gekauft, dafür wurde ich in die Tresorabteilung geschickt. Ich habe gar nicht gewusst, dass es das gibt), und sind nun ein wenig am Schwanken. Weil: für 250CHF mehr als den Reparaturpreis bekommen wir halt einen gleichguten Trockner mit einer viel sparsameren Wärmepumpe in neu. Hm.

Dann: Reifenwechsel am Mini. Den hatten wir ja ohne Winterreifen gekauft, der Hübsche und Q. hatten vor ein paar Wochen Räder bestellt und einen Termin zum Wechseln ausgemacht. Das war schon total skurril, weil sie den Autotyp aus dem Schlüssel ausgelesen haben, dann die korrekten Reifen identifiziert und erst als der Hübsche auf dem Weg zum Auto zurück nochmal genau gelesen hat, hat er gesehen, dass die für einen "Countryman Rechtslenker" wären und wir haben einen "Cooper SE, Linkslenker". Also: zurückgegangen, korrigiert, andere Reifen bestellt. Heute dann wollten wir nochmal klären lassen, was genau auf dem Schlüssel hinterlegt ist, aber das Gerätchen las konsequent nochmal was anderes aus, respektive zeigte nichts anderes an als bei allen anderen Schlüsseln auch, irgendeine random Minisorte, es hatte irgendeinen Hänger (genau wie die UBS-Onlinebankingdienste, das war auch sehr nervig). Wir haben dann gemütlich Kaffee getrunken, während gewechselt wurde (ich habe kurz gefragt, ob die Leute merken würden, wenn die Reifen für ein anderes Auto wären, aber das hat für mehr Verwirrung als eh schon gesorgt). Skurriler Moment, als es ans Zahlen ging: uns wurde eine Rechnung fürs Einlagern in die Hand gedrückt, der Reifenwechsel wäre umsonst (war mit 18CHF angegeben, das scheint mir irre niedrig, und ja, sie  haben alle vier gewechselt). Soweit so gut. Wofür wir keine Rechnung bekommen haben, waren die eigentlichen Reifen/Räder. Der Hübsche ist also zurückgegangen und meinte: "Ist jetzt ja an sich ein super Deal, aber.... ich glaube, wir schulden Ihnen noch 1500CHF." und niemand wusste, dass wir die noch hätten zahlen müssen respektive noch nicht gezahlt haben.... Vielleicht klappt das mit dem Trockner irgendwie auch so: wir bestellen noch ein Flusensieb extra dazu, zahlen 30 CHF und fertig.

Dann endlich: Chilbizeit! Wir haben Q. an seiner Absperrung besucht und Selfies mit dem neongelben Kind und Funkgerät gemacht. Damit haben wir das erreicht, worauf wir 20 Jahre sehr angestrengt hingearbeitet haben (und bei L. viel schneller geklappt hat): wir waren ihm so unendlich peinlich, dass er uns weggeschickt hat und auch auf gar keinen Fall mit uns was essen gehen wollte, obwohl seine Schicht gerade vorbei war. Yes, endlich!

Das hier liess mich dann doch etwas fassunglos zurück (und warum haben sie es nicht "Halloweesn" genannt???!!!)



Dann: Chilbiwetter genossen, wie immer beim Kinderkarrussel nostalgisch dran gedacht, wie Q. da während der Fahrt aussteigen wollte und ich der Frau an der Kasse durch die Glasscheibe gelangt und den Notstop gedrückt habe, weil Q. sonst von all den Fahrzeugen, die halt alle an grossen Stangen an der Mitte festgemacht sind, überrollt und umgemäht und geköpft worden wäre, keinen Fonduebengel gefunden, dafür leckere Öpflchüechli gegessen (L. hat uns parallel Essensbilder aus Kyoto geschickt. Rühreiburger sind a thing).




Auf dem Heimweg dann noch Chili und Hummus gekauft, Schwätzchen mit der Nachbarin gehalten, mit dem Hübschen auf dem Balkon Kaffee getrunken (es ist so knall heiss), ein paar der struppigen Dahlien für eine Vase abgeschnitten, noch einmal den alten Wäschetrockner mit gewaschenem Flusensieb ausprobiert (noch läuft er, ich habe aber keine Hoffnung), jetzt mache ich Abendessen und dann gibt es "The Diplomat", Staffel 3, wo wir gestern schon die erste Folge uneingeschränkt genossen haben.



Freitag, Oktober 17, 2025

171025

 Heute neben imme rnoch ultraviel Arbeit ein ungewöhnlich geschäftiger Freitag: 

Als erstes hatte sich der Trocknermonteur für "der Trockner trocknet nicht mehr" zwischen 7 und 9 und dann genauer zwischen 7:55 und 8:25 angekündigt. Ich bin dann um 7:50 erstmal zur Physio gegangen (der Arm ist so gummiweich zu bewegen, ich denke, das ist jetzt dann mal langsam gut), und musste sehr schnell zurückflitzen, weil um 8:30h war "Storytelling-Meeting" mit usnerem Chef, wo wir den Wust an Info, Wünschen und Plänen (mein Unwort der letzten paar Wochen ist "Stakeholder abholen". Man will mit 5 Leuten reden, die bringen noch jeder 5 mit und haben alle total orthogonale Wünsche. Und dann melden sich Leute, die man gar nicht abholen wollte, mit noch anderen Wünschen.) in ein ordentliches Konzept bringen wollen, das wir erstens am Mi als Prereads rausschicken und zweitens die Woche drauf für eine gute Präsentation nutzen können. Sind natürlich auch ganz unterschiedliche Arten, Infos festzuhalten, aber gut. Das Chefmeeting geht ein bisschen länger und ich muss vor Schluss raus, weil ich den Hübschen beim Monteurdebriefing ablösen muss.

Fazit für den Trockner: er ist älter, als ich gedacht hätte. (8 Jahre. Ich hätte gedacht, so 3, 4, 5 Jahre. Was der einzige Zeitrahmen nach "neu" oder "habe ich schon seit der Schulzeit" ist, der in meinem BAuchgefühl existiert). Und: die Flusensiebe sind kaputt und zwar nicht wie in gerissen oder verflust (das haben wir ja immer ordentlich saubergemacht), sondern mit einer Weichspülerschicht so dicht, dass kein Wasser mehr durchgeht. Wtf? Ausserdem ist die Wärmepumpe verstopft, eine Reparatur würde 400-450 CHF kosten, dazu der Termin von heute, wollen Sie nicht einen neuen kaufen? (Immerhin kriegt man für einen neuen den Betrag für den Diagnosetermin heute gutgeschrieben) Trotzdem sträubt sich in mir (und dem Hübschen) sehr viel, einen neuen Trockner zu kaufen, wenn man das mit einem neuen Flusensieb und einer Wärmetauscherspülung regeln kann. Und ja, wer weiss, wie lang der Rest dann lebt, aber eben.... (Wir werden morgen mal neue Trockner anschauen gehen und dann entscheiden. Und keinen Weichspüler mehr verwenden --> bitte keine "Weichspüler ist eh scheisse" und "Wussten Sie, dass da Schlachtabfälle drin sind?"-Kommentare, danke).

Dann: weiterarbeiten, zwischendrin zum Luft schnappen, im Coop den Wocheneinkauf erledigen, ein Meeting mit meinem Strategy Lead für ein Produkt beenden (mit all dem fluffy Konzept Zeug fühlen sich auch komplexe und schwierige Produktdiskussionen wie Urlaub fürs Gehirn an). Ich habe dann recht spät mit Mittagessenmachen angefangen, hatte aber trotzdem Lust auf was warmes, nämlich "Cremigen Spinat" aka Knoblauch, Lauch in Butter andünsten, ungefähr 1 Kubikmeter Blattspinat dazu (was halt im Gemüsekorb war), bis er auf ungefähr einen knappen Liter zusammenfällt, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Sahne, Frischkäse dazu, bis alles Flüssige homogen ist. Dann Mozzarella drüber, im Ofen überbacken und mit Brot "rausdippen" aka eine Riesensauerei veranstalten. (Spinat ist was, was ich ungefähr sonst einmal im Jahr frisch gekauft habe und jetzt viel öfter bekomme und mache seit Gemüseabo.) War superlecker, den Rest habe ich in die Minitöpfchen gepackt und es gibt sie morgen mit Ei drin zum Frühstück. Oder am Sonntag.

Dann: noch weiterarbeiten bis halb drei, dann musste ich mit dem Rad zum Service fahren und vorher zum Muttermalcheck für mich. Irgendwie habe ich das letzte Mal (unsere Hautärztin hat ja ihre Praxis in eine Schönheits-only-Praxis verwandelt und all ihre PatientInnen, naja, stehenlassen. Letztes Jahr war ich dann eben das erste Mal wegen einem Notfällchen bei der neuen Praxis und der Muttermalcheck wurde auch grad gemacht) den EIngang in die abstruse Kombination aus Hotel, Reha, Klinik und Fachärztezentrum in einem Park problemlos gefunden. Der Hübsche war dann sehr lost vor einem Monat und ich stand heute dann auch auf einmal vor dem Eingang zum Sole Uno Solebad und .... naja. Der Hübsche leitete mich an, ich rumpelte mit dem Rad über Kiesweg und Rasen und war immer noch rechtzeitig da. Muttermalcheck war einerseits angenehm ergebnislos, andererseits ein bisschen weird. Ich meine, es ist Oktober, es ist kühl draussen, Menschen tragen Socken und Sockenflusen zwischen den Zehen sind jetzt nichts, was man unbedingt thematisieren muss oder mit der Pinzette wegzupfen und auf so ein Operationstablett legen? Oder? Meine Güte. naja) Nächstes Jahr dann ohne Socken.

Dann: Fahrradservice. War unspektakulär, weil die Jungs in meinem Lieblingsradlladen gemeint haben, sie schauen lieber mal, ob es das schon braucht, weil ich ja einen Teil des Jahres GAR nicht gefahren bin wegen Arm ab, und so war es dann auch: die REifen sind ein bisschen morsch, aber alles hält noch bis zum Frühjahr. Mir wurden die Reifen noch aufgepumpt und ich bin sehr unrund auf den doch viel härteren Reifen nach Hause geradelt.

Noch kurz bei der Arbeit Sachen gemacht, dann mit dem Hübschen (mit all meinen Bürotagen fehlen mir unsere Mittagsspaziergänge) einen Ragewalk erledigt, dann ein Sportründchen, Pizzateig, und dann einen späten Pizzaabend. Happy Weekend!

Donnerstag, Oktober 16, 2025

161025

Gestern abend bin ich erstmals nach dem "Ich verbrühe durch Dummheit meine Vorderseite"-Debakel wieder mit Wärmflasche ins Bett gegangen, das war sehr gemütlich! (Die offene Brandwunde auf der Brust ist mittlerweile zu, ich habe allen Gelüsten, die trockene Haut wegzufitzeln fast vollständig widerstanden, es ist noch ein bisschen dunkelrot, aber tut nicht mehr weh)

Wecker läutete (Schwimmen!!!) um halb sechs (Katzenrhythmus: beide schauen verschlafen auf und stehen dann gemächlich mit mir auf, lassen sich Frühstück kredenzen und verschwinden dann nach draussen. Keine Ahnung, wie lang sie ohne meinen Wecker schlafen würden.

Symbolbild von daheim


Ich radle mit Badeanzug unter den Kleidern im Stockdunklen nach einem schnellen Frühstück (Honigbagel, nach den letzten beiden Tagen Skyr oder Joghurt mit Obst und Granola hatte ich solche Bauchschmerzen untertags, dass ich mal was anderes probieren wollte. Ausserdem hatte ich keine Mango aus der oben gelagerten Crowdfarmingkiste mit runtergeholt, also auch Faulheit. Resultat übrigens durchwachsen, aber ich habe auch festgestellt, dass ich bisher keinen Tag ohne Hülsenfrüchte zu Mittag hinbekommen habe... aber auch VOR Mittag schon Bauchweh hatte. Es bleibt kompliziert) zur Arbeit, und bin schon um sieben im Wasser. Das ist anscheinend noch kurz vor dem Schichtwechsel der ersten Schwimmerschicht, es war erst richtig voll und leerte sich dann recht schnell. Heute nach langem mal wieder ein Krampf im linken Fuss auf der letzten Hälfte der letzten Bahn, das ist ok.

Es mag am allgemeinen Fortschritt des Monsterprojekts grad liegen oder der Tiefenentspannung nach dem Schwimmen, aber der Tag startete viel besser als der gestern sich angefühlt hatte.

Mittagessen mit einem ganz alten Kollegen aus den Anfangstagen hier, wir haben uns verquatscht UND ich hatte übersehen, dass ich das nächste Meeting schon um eins hatte, nicht um zwei, wie gedacht. Und so kam ich ganz entspannt ins Büro zurück, schwatzte und lachte mit einer Kollegin (ich meine: Sie hat mich gefragt, wo ich meine Kleider einkaufe, weil sie meinen Style so cool findet. Was ist das für ein krasses Kompliment?!), und dann sah ich die "Are you coming?" Nachrichten für das Meeting mit 4 Leuten, das ICH vor drei Wochen auf heute terminiert hatte. Upsi. Aber: wir waren schneller fertig als geplant, der Unmut hielt sich in Grenzen.


ich meine, die Hose ist halt WIRKLICH cool

Das Oktoberfest in der Kantine (gsd nur in einer der vielen) muss ich jetzt nicht haben, aber die Herbstmäss-LEckereien, hier ein selbergemachter Beggeschmutz, sind schon sehr gut.

Der Hübsche wurde bei ihrer Wiesn-Interpretation halt dann doch schwach.


Nachmittag erforderte dann irgendwann Nachzuckerung (wenn ich radle UND schwimme UND in einer der Kantinen esse, wo es Bowls oder Salat gibt, also ein bisschen weniger als in der Standardkantine, dafür im Schnitt "gesünder" und in schönerem Ambinente (ich weiss, ich weiss, dass man das anders schreibt, aber es ist einer der geflügelten Ausdrücke bei uns daheim, das halt SO zu sagen. Auch lustig in dem Zusammenhang: im Moment arbeiten eine Kollegin auch aus Bayern und ich und eine aus dem Rheinland supereng zusammen und haben immer wieder engen Austausch mit unserem Chef aus dem Rheinland. Gestern haben sich die beiden "Nordlichter" totgelacht, als wir beide "horchen" (natürlich mit rollendem RRR und halt "CH" gesagt haben, nicht "hoaschn", was uns beiden ja wie "Schina" und "Schemie" ein bisschen die Fussnägel hochrollt. Mir war in meiner bayerischen Grundarroganz gar nicht bewusst, dass andere Leute sich über die doch richtige bayerische Aussprache lustig machen :-)

Heimradeln mit Gemüsekorbabholen gegen halb sieben, dann dramatischer Sonnenuntergang über dem Rhein, den ich leider nicht fotografieren konnte, weil halt mitten auf der Strasse unterwegs (musste fast bisschen an Island denken, wo eine der grossen Verkehrsregeln ist: "Auch, wenn es grad superschön ist, nicht einfach stehenbleiben!!!". Als ich dann am Kraftwerk war, war es nicht mehr ganz so schön, Sie müssen sich halt eine strahlend orangerote Sonne vorstellen.




Daheim dann ein Symptom für meine innerliche Anspannung / Gestresstheit / Erschöpfung / Kopf anderswo haben: ich habe alles aus dem Gemüsekorb fürs Foto ausgepackt, auf dem Herd rechteckig arrangiert, dann alles in den Kühlschrank und die Speisekammer verräumt, angefangen, Salat zu waschen, Tomaten zu schneiden, Paprika zu schneiden und dann ist mir eingefallen, dass ich das Foto gar nicht gemacht habe.

Ich bin ein bisschen stolz auf mich, dass ich beschlossen habe, dass ich nicht so zwanghaft bin, und jetzt alles wieder ausräumen werde (und die Tomaten wieder zusammenbappen), sondern halt nächste Woche wieder ein Foto mache.

Drin war:

DIE EIER, kleine Romanescos, Romanasalat, Eichblatt rot, eine Tüte Cocktailtomaten, viel grüne Bohnen, viel Spinat, ich glaube, ein rausgewachsener grosser Pak Choi, grüne Paprika, ich glaube, das wars.


Fundstück des Tages: ein mit Abiturient von damals hat einen Zeitungsartikel zu unserem Abistreich gefunden. Wir haben es damals schon in die Zeitung geschafft. (Sehr zahm im Vergleich zu allem, was heute so passiert)



Mittwoch, Oktober 15, 2025

151025

 Gestern abend habe ich, weil ich ja nicht mehr immer um 10 ins Bett gehen kann, noch eine Runde Sport gemacht und war dann deutlich fitter. Geschlafen habe ich mittel ok, weil grosse Tasse Tee vor dem Schlafengehen und keine Lust aufzustehen, weil ich dann wirklich wach würde, naja.

Morgens um sechs war dann auf einmal richtig halligalli, weil ALLE aufgestanden sind und Frühstücken und Zähneputzen und was weiss ich wollten. War auch mal wieder schön, nicht morgens ganz allein zu sein!

Ich bin ein bisschen stolz drauf: ich habe nicht vergessen, dass ich gestern wegen Akku fast leer gefahren das Rad auf der Terrasse geparkt habe. Und ich war dann ein bisschen nervös, weil das kleine Computerchen nicht direkt starten wollte, aber es wollte mir nur sagen, dass ich einen Servicetermin ausmachen soll.

Radeln dann: interessant, erstmals wirklich Herbstfeeling, es war richtig, richtig neblig und ich kam mit nassen Zehen in den Schuhen an.

Aussicht aus dem 16. Stock viertel vor acht oder so.


Der Tag war irre mit Ansage, so bleibt das sicher noch bis Ende nächster Woche, vielleicht bis 3. November. Naja. Dann ist das halt so.

Eigentlich hatte ich ja geplant, heute um viertel nach 11 zum Yoga zu gehen, einfach, weil ich eine Stunde Atmen zwischendrin brauche. Das ist dann nicht passiert, weil wir einen Meeting-wrap-up machen mussten, um weitermachen zu können. Ich war erst ein bisschen traurig, weil da hätte ich dann doch besser schwimmen gehen sollen, aber dann ist mir eingefallen, dass es einen späteren Yogaslot gibt, bei dem ich bisher noch nie war, weil es zeitlich normal nicht passt und, da bin ich ein bisschen Snob, auf Deutsch ist und halt auch schon als extra ruhig angekündigt war und da ist natürlich meine Sorge, dass das nicht anstrengend genug ist und meine Kondition sofort zum Teufel geht. Heute aber klang eine Stunde Atmen perfekt und so bin ich wie so ein Profiyogi erstmal essen gegangen, dann eine Runde um den Block in der Sonne, weil ich immer noch zu früh dran war und dann atmen. 




Es war tatsächlich meine erste Yogastunde auf Hochdeutsch, auch mal interessant. Es wurde superviel geatmet und entspannt (ich liebe meine Uhr dafür, dass sie in der Childpose brummt wie beknackt: "Du wirkst gestresst, Zeit zum Entspannen!!!". Gegen Ende hatte ich mehr "gern" gehört als jemals bisher ("Dann gern in die grosse Vorwärtsbeuge gehen, gern die Knie leicht anwinkeln, gern einen Block nehmen"), viel geatmet, aber für die Zukunft ist das nix. Learning also: für solche crazy Phasen, wo ich meinen Mittagsblock für die frühere Stunde nicht garantieren kann, ist sicheres Auspowern (und die inhärente Entspannung im Wasser) durch Schwimmen besser. (Fun fact: der grosse Wohnblock bei uns im Dorf, dessen Ausbau ja über fast schon 10 Jahre jetzt hängig war, ist, ohne dass wir es gemerkt haben, so hoch gebaut worden, dass er gut über unsere Siedlungshäuser weggucken kann. Und der Hübsche hat mir heute einen Artikel über die zukünftigen Betreiber des Hallenbads geschickt. Das ist ja schon geschlossen worden, da waren unsere Kinder noch in der Grundschule wegen irgendeinem Salzsäureunfall....man wird sehen.)

Apropos Salzsäure: Q. hatte heute ersten richtigen Praktikumstag und potzblitz, wie kann das sein, dass man nicht mit Ionenlotto aka anorganischem Trennungsgang beginnt, sondern mit Experimenten zur Löslichkeit?!!! Wie sollen da richtige Chemiker rauskommen, wenn sie nicht den Jander-Blasius auswendig können?

Naja. Der Nachmittag nach dem Yoga war dann nochmal extrem fordernd und zwar so, dass ich im anderthalbstündigen Produktteammeeting am Schluss, das ich eigentlich als Entspannungsteil eingeplant hatte, weil ich mich da ja mit allem auskenne und alles konkret ist, meine Coolness so verloren habe, als mir eine Kollegin mehrfach ins Wort gefallen ist, dass mich einer danach noch gefragt hat, was nicht in Ordnung wäre. Upsi. (Ich habe jetzt nicht rumgeschrieen, nur die Augen gerollt und beim dritten Mal Unterbrechen einfach weitergeredet. Aber ich gebs schon zu: es war vermutlich schon arg offensichtlich). Wird alles werden, es geht alles nur nicht so schnell und glatt, wie ich das gerne hätte. What else is new?!

Heimradeln superst, Sansa begrüsste mich auf der Mauer vor dem Haus, Jonny und Q. innen, der Hübsche war auch schon da und dieser Trubel und die begeisterten Praktikumserzählungen lenkten mich von meinem Gedankenkarrusell "Was ich noch alles machen muss" ab.

Abendessen: Gemüsekorb-Bohnen mit Parmesan, Rösti, SPiegelei, grosse Portion Salat.

Jetzt: Duschen, Schwimmsachen und Anziehsachen für morgen packen, dann "Task" und ins Bett. 

JEMAND ist aus gutem Grund sehr happy darüber, dass Bootcut zurück ist, ich mein.... es ist halt für mich gemacht.