Samstag, März 16, 2024

160324 Umzugshelfertag

 Ich sag's, wie's ist: heute keine Zeit, weil weit fahren und viel räumen.

Morgen wieder.

Freitag, März 15, 2024

150324

 Na super (eigentlich tatsächlich). Meine aktuelle Aufwachzeit schiebt sich schon vor Zeitumstellung immer weiter vor. Heute war ich ab fünf wach, um halb sechs bin ich wegen "naja, nur Rumliegen ist ja auch fad" aufgestanden. Man hat sehr viel vom Tag!

Ich hatte schon gefrühstückt, ein Minikatzenründchen gemacht, im Gruppenchat Erkenntnisse aus der Nacht (also: nicht meine, sondern welche, die über Nacht aus Kalifornien eingetrudelt waren) geteilt und eine etwas übereifrige Projektgruppe hoffentlich eingefangen, bevor Q. und L. zum Frühstück nach unten kamen.

Als sie aus dem Haus waren, das übliche Sportründchen, den nachsportlichen Unterzucker mit Pfefferminztee und Kohlrabisticks bekämpft (lol, ich weiss!), DInger erledigt und angefangen, alles für das potentielle nächste grosse Abenteuer zusammenzutragen. Mein Past-Me hat das besser gemacht als das Mal davor, aber leider nicht perfekt. Egal, wird schon. Es ging alles nicht so gut von der Hand, wie ich das gern gehabt hätte, aber ich kenne mich da ja mittlerweile und weiss, dass das hibbelige Gefühl daher kommt, weil im Hinterkopf alles rattert und macht und tut. Und wenn ich dann für mich gefühlt prokrastiniere und halt jede Email postwendend sofort beantworte und jede Spreadsheetausfüllanfrage sofort erledige, dann ist das halt auch weg und ich kann mich, wenn das Hirn fertig gerattert hat, hinsetzen und alles zackig runterschreiben. So war es die letzten Male auch immer. Incl des von mir selber Genervtseins. (Auch interessante Beobachtung: eine fixe Übersprungshandlung scheint es zu diesen Zeiten zu sein, bei Colourpop zu bestellen. Naja. Es gibt gerade sitewide 30% und mein aktueller Lieblingslidschatten ist fast leer. Und es gibt sehr hübsche Lipglosses.)

Mittagessen mit dem Hübschen und dem Rest Nudelauflauf von gestern abend. Ich fand ihn da relativ missglückt, war aber nach Meetings bis spät nicht mehr in der Lage, irgendwie umzuschwenken von meinem Plan, als ich feststellte, dass nur noch ein Ei im Kühlschrank war. Naja. Hätte auch nichts an L.s Hauptproblem mit dem Auflauf geändert "Ich habe nicht gedacht, dass ich Oliven SO schlimm finde" Upsi. (Es ist übrigens so weit: es wird trotzdem gegessen, auch wenn man es nicht grossartig oder sogar ziemlich ätzend findet. Halleluja). Heute, beim Aufwärmen, war es dann erstaunlich viel leckerer. (Aber ich mag ja auch Oliven).

Dann: Einkaufsrunde, ich hatte gestern gelesen, es gäbe eine Hefeknappheit bei Migros und Coop, und das erstens genau 4 Jahre nach dem letzten Run auf Hefe und WC-Papier (da war nix knapp übrigens) und genau dann, wo ich sowohl Pizza als auch Streuselkuchen plane und keine frische Hefe mehr im Haus habe. Ich kann bestätigen: die "normalen" zwei Sorten gab es nicht, nur eine, die ich so noch nie gesehen hatte. Interessanterweise hatte die eine ganz andere Konsistenz und Farbe als jede Hefe, die ich bisher kannte. Ich bin da ja nicht wählerisch, normal nehme ich die, die hübscher aussieht, oder halt da ist, aber es waren immer alle gleich: bröckelig, beige/weisslich, bröckeln beim Abbrechen. Die hier war gar nicht weisslich, braun, klebte am Papier und war viel schmieriger als die anderen. (Pizzateig und Streuselkuchen liessen sich genauso machen).

Nach dem Verräumen der EInkäufe machte ich mich ans Proviantvorbereiten für den morgigen Umzugshelfertag: ich hatte Suppe und Kuchen zugesagt, aka Karottenkartoffelsuppe und eben Streuselkuchen (ich habe über die Creme fraiche Schicht noch eine Schicht Heidelbeermarmelade verteilt). Währenddessen habe ich 100mal die Katzen zum Fenster reingelassen, einmal bei Sunny überprüft, ob die Blutspuren an ihren Vorderpfoten von ihrem eigenen oder fremden Blut stammen. (fremd). Heute morgen war sie nach einer längeren Nachtschicht mit einem Riesenfellbüschel unter den Krallen zurückgekommen, ich habe das Gefühl, bei den aktuellen frühlingshaften / sommerlichen Temperaturen erwacht da Raubtier in ihr.

Ausserdem (ich fahre morgen recht lang allein mit dem Auto und das ist die einzige Gelegenheit, in der ich akustische Unterhaltung benötige) habe ich mir wieder einen Audible Probemonat geholt und mir "Die Liebe an miesen Tagen" gratis runtergeladen. Beim Probehören und testen, ob ich das auf das Autoaudiosystem bekommen, war ich sehr positiv von der Vorlesegeschwindigkeit angetan und dachte mir "Super, endlich mal wer, der nicht so ultralahm vorliest", bis ich realisierte, dass meine Voreinstellung vom letzten Mal noch auf 1.5fache Geschwindigkeit stand. LOL.

Klappt alles, Essen ist bereit, Sachen sind im Auto, jetzt Pizzaabend. Puh.

Eine Wunschlistenfrage kam per Mail:

denken Sie beim Kochen daran, was da gerade chemisch passiert?
Na klar! Nicht nur beim Kochen, ich denke eigentlich bei ALLEM dran, was gerade chemisch (oder physikalisch) passiert.

Donnerstag, März 14, 2024

140324

Gestern abend ging es mir wirklich nicht gut und ich habe gemerkt, wie ich mich immer tiefer in Sorgen- und Dramasumpf verstrickte. Höhepunkt tatsächlich: eine Nachricht, auf die ich LANGE gewartet habe und die der Startschuss für ein potentiell neues grosses Abenteuer ist, und meine erste Reaktion: "Boah, ne, nicht auch das noch, das klappt eh nie und Nerven habe ich dafür jetzt auch keine". Der Hübsche, der mit Q. im Nullkommanix die Spülmaschine wieder zum Laufen brachte, hat mich dann wieder eingefangen, aber als spektakulären Abschluss eines doofen Tages habe ich mir noch beim Befüllen der, oh the irony, verbrennungssicheren Wärmflasche an Quooker-Wasser die Pfote so verbrannt, dass sich da heute morgen anderthalb Blasen geblidet haben trotz sofortigen Kühlens. Alternative wäre gewesen, mir das kochende Wasser über Brust und Bauch zu schütten, da ist eine Brandblase an der Hand vermutlich das kleinere Übel, aber von wegen "da KANN man sich gar nicht verbrennen, weil Luft mit reingeperlt wird"

Heute morgen hingegen war ich wie ausgetauscht (was ist los, sind da Hormone? Gesunder Menschenverstand? eine Nacht voll nicht mal besonders gutem Schlaf?) und alles war super. Yay, gutes Wetter, yay, neues grosses Abenteuer, wie cool wird das, yay spannende Fragen in der Arbeit, yay, grossartiger Austausch mit Kollegen, yay, ehrliche, offene Gespräche im Team, yay, der Chef hört uns zu und versteht uns, yay, yay, yay.

Auch mein Essenskonzept mit dem frühen Mittagsyoga ging auf: Müsli mit Joghurt und Früchten umhalb 11, viertel nach 11 bis viertel nach 12 Yoga (heute habe ich die Anweisungen besser verstanden, mich aber angestellt wie der erste Mensch, weil die Schülermatten 90° verdreht zur Lehrerinnenmatte waren anstatt direkt gegenüber), dann ein Bagel mit Hummus (und beim Heimradeln ab der Schafherde krasser Unterzucker, aber Kekse daheim).

Das Wetter ist T-Shirtwarm, darauf war ich nicht ganz vorbereitet oder mental flexibel genug, sagen wir: mir war morgens sehr gemütlich warm beim Ankommen und am Nachmitag war ich durchgeschwitzt.

In meinem gefühlsmässigen Höhenflug habe ich eine neue Strategie für den heute entdeckten Ebikeladeparkplatzblockierer ausprobiert, "killing with kindness". Er hatte sein Ebike an einem der 6 Ladeparkplätze geparkt, aber nicht eingesteckt. Bei Ebikes bis 45km/h ist ja ein Nummernschild dran und in der Schweiz kann man da einfach online den Halter ermitteln. Ich habe also eine freundliche Email geschrieben "Hallo, nur damit heute abend keine böse Überraschung aka leerer Akku kommt: Ihr Rad ist nicht eingesteckt, viele Grüsse". Antwort kam postwendend: "Oh, super, danke für den Hinweis, das wäre wirklich doof gewesen". Und einen Arbeitstag lang glaubte ich an das Gute, aber vllt ein bisschen Verplante im Menschen. Als ich aber mein Rad ausparkte, stand das andere immer noch uneingesteckt da und das heisst für mich, entweder hat der arme Kerl einen so krass stressigen Job, dass er nicht 5min rüberlaufen kann und sein Rad anstecken und muss jetzt halt den schweren Koloss mit reiner Muskelkraft heimjuckeln, oder er hat mich halt angelogen. Aber:  er weiss jetzt, dass ich das weiss und vielleicht parkt er in Zukunft woanders. Und wenn nicht: ich bin ja nicht auf den "with kindness"-Teil abonniert, das war heute mal ein Versuch.



Wunschlistenfrage heute


Passend zum Post von Montag eine Frage, die mich schon länger umtreibt: in Deutschland wurde im letzten Jahr für alle abgelaufenen Paxlovid Packungen, die noch im Umlauf waren, das Haltbarkeitsdatum um 6 Monate verlängert und so auch durch die Apotheken/Ärzt:innen ausgegeben. Und (zumindest in einem konkreten Fall im Freundeskreis) auch noch über das schon einmal verlängerte Datum hinaus. Mit welcher Begründung kann das möglich sein, außer "das Zeug war teuer und muss weg"?


Weil: durch die Einblicke, die Sie zu diesem Thema regelmäßig geben, dieses Vorgehen für mich keinen Sinn macht. Und meine eigene Recherche dazu mich nicht weitergebracht hat.


Das ist eine HERVORRAGENDE Frage und das meine ich nicht in dem Sinn, in dem das gern bei Arbeitsmeetings verwendet wird :-).

Also.

Vorab: ich habe keinerlei Informationen zu dem Paxlovid-Thema und weiss nicht, wer dort was verlängert hat und basierend auf was, ich kann nur spekulieren aufgrund von “ein bisschen” Erfahrung mit dem Thema.

Erster Punkt: Wenn Länder, NGOs, Organisationen Medikamente auf Vorrat kaufen meist für pandemic preparedness, ist das ein ganz anderer Setup, als wenn Medikamente sonst von Wholesalern gekauft und an Apotheken weiterverkauft werden und dann von der Krankenkasse erstattet werden. Da liegt es letztendlich in der Veranwortung des Wholesalers (oder halt der Apotheke, falls sie direkt beim Hersteller bestellt), genug, aber nicht zu viel zu bestellen,dass es eben immer genug gibt, aber man nichts abschreiben muss, weil es abgelaufen ist, bevor man es verkaufen konnte. Länder kaufen diese Medikamente letztendlich mit Steuergeld, müssen dafür geradestehen und damit kann man entweder glänzen, weil man im Notfall vorgesorgt hat oder aber man wird gesteinigt, weil der Notfall nicht eingetreten ist und man abgelaufene Medikamente wegwirft und praktisch Steuerzahlergeld verbrennt. Wir haben ja alle in den letzten vier Jahren gelernt: “There is no glory in prevention”. Und so wäre es natürlich aus Ländersicht schon sehr schön, wenn man die Vorräte noch brauchen könnte anstatt sie wegzuwerfen und für einen ähnlichen Preis wieder zu erneuern.

Man kann natürlich beim Hersteller anfragen, ob er das Expiry Date verlängert, aber er wird mit nahezu 100%iger Wahrscheinlichkeit antworten “Nein, wir können keine batchspezifische Expirydateverlängerung vornehmen, da wir die entsprechenden Batches nicht unter unserer Kontrolle hatten und deshalb nichts über sachgemässe Lagerbedingungen wissen. Wir können keine Verantwortung für die Verwendung nach dem genehmigten und aufgedruckten Expiry date übernehmen oder dazu raten. Falls Sie sich dafür entscheiden, die Produkte auch nach dem Expiry date zu verwenden, liegt die Verantwortung dafür und alle potentiell auftretenden Nebenwirkungen bei Ihnen, wir können dafür nicht zur Verantwortung gezogen werden.” 

Zweiter Punkt: das Ablaufdatum für Medikamente wird ja basierend auf Stabilitätsstudien festgelegt (und von den Gesundheitsbehörden genehmigt). Wenn nun ein Medikament frisch entwickelt wurde (und das ist zB der Fall für Paxlovid) und das gern auch noch unter Zeitdruck, weil zB Pandemie, möchte man das natürlich so schnell wie möglich Patienten zur Verfügung stellen und nicht zB 3 oder 5 Jahre warten, während die Kapseln / Tabletten in Klimakammern liegen und alle 3 Monate getestet werden, um dann eben ein Shelflife von 3 oder 5 Jahren zu beantragen. Man benutzt für die Erstzulassung meist extrapolierte Daten aus accelerated Studien (d.h. Unter harscheren = heisseren, feuchteren Bedingungen als in der Realität) und kann dann zB aus 6 Monatsdaten ein Shelflife von 18 Monaten extrapolieren. Das wird dann zugelassen und sobald man robuste real time Studien hat, kann man eine Shelflife-Extension einreichen. Wichtiger Punkt: das Shelflife /Expiry date wird immer nur maximal für Material, das noch unter Herstellerkontrolle ist, implementiert, im Normalfall erst für zukünftig produziertes Material, weil s.o, wer weiss, wo das Landratsamt Hintertupfing seinen Paxlovid-Vorrat gelagert hat.

Dritter Punkt: Ein Land / NGO / Organisation hat jetzt Medikamente an Lager, die abgelaufen sind, hat die Lagerbedingungen unter Kontrolle und dokumentiert, weiss, dass es Stabilitätsstudien beim Hersteller gibt, die ein längeres Shelflife unterstützen (entweder, weil sie nachgefragt haben und der Hersteller die Daten geteilt hat, oder weil sie bei Vertragsabschluss vereinbart hatten, dass sie die Daten bekommen, sobald verfügbar, oder aber die Gesundheitsbehörde des Landes hat die Daten schon vorliegen, weil der Hersteller die Shelflife-Extension schon eingereicht hat). Dann ist es natürlich ein relativ sichere Sache, das Expiry-Date zu verlängern, zB eben durch überstickern. Wichtig: die Verantwortung dafür liegt bei der Behörde / Organisation, die das veranlasst hat, NICHT beim Hersteller, weil s.o. (Das ist btw. Meine Vermutung, was bei Paxlovid passiert ist)

Viertens: es gibt immer die Möglichkeit für Retests, d.h. die abgelaufenen Medikamente gegen die Freigabe-  oder Stabilitätsspezifikation zu testen, das kann man entweder vom Hersteller machen lassen (und bezahlen :-)) oder bei einem Auftragslabor (und bezahlen). Anhand dieser Daten kann der Besitzer des Materials dann entscheiden, ob er es länger als aufgedruckt verwenden möchte. Achtung: wieder werden weder der Hersteller noch das Auftragslabor die Verantwortung dafür übernehmen oder eine Empfehlung aussprechen. Ein Retest ist immer auch nur eine Momentaufnahme und sagt nichts darüber aus, wie lange das Medikament noch verwendet werden kann.


Fazit: Der Grund ist vermutlich eher nicht “das Zeug war teuer und muss weg”, sondern “das Zeug war teuer, es ist knapp, wir brauchen es und wir sind uns sicher, dass es noch gut ist”, was schon ein kleiner Unterschied ist. 

Mittwoch, März 13, 2024

1300324

 Wissen Sie noch, was Sie vor vier Jahren gemacht haben? Ich denke schon! (Weiss nicht genau, wann ausserhalb von CH der Stecker für das öffentliche Leben gezogen wurde, aber hier war es der 13. März). Wie krass das alles war, wie lang das alles her ist und gleichzeitig, wie nah noch. Obwohl: nein, es ist überhaupt nicht mehr nah. Es fühlt sich an, wie aus einer anderen Zeit.)


HEUTE hingegen bin ich ohne Kopfweh aufgewacht (war es doch gut, dass ich gestern um halb 10 einfach tüdmüde ins Bett gekippt bin und nur noch so halb mitbekommen habe, dass der Hübsche und Q. heimgekommen sind), das ist ja mal viel schöner als mit.

Frühstück, nasse Katzen (draussen regnet's), Sportründchen, Austausch mit meiner Flu-Crew (heute reduziert), mich über eigentlich ruhigen Tag, der aber Meetings bis abends um sieben (trotz daylight saving tralala) beinhaltet, hmpf, gefreut.

Erstaunlich entspannt (mit dem nagenden Hintergedanken, dass ich bestimmt irgendwas wichtiges vergesse, wenn ich nicht unter Strom arbeite und das Gefühl habe, nicht hinterherzukommen) vor mich hingearbeitet.

Beim Lüften auf dem Fensterbrett einen Brandfleck entdeckt (also: abwischbar, es stinkt nur), leicht fassungslos das im Zimmer wohnende Kind kontaktiert (der hat heute frei und ist, das ist mal was Neues, auf dem Weg zum Ikea, mit Freunden da abhängen. Ok. Hat er ja als Kleiner schon gern gemacht. Oder ich mit ihm) und lol, während anderswo vllt aus dem Fenster geraucht oder gekifft wird (das riecht aber anders), wurden hier spät nachts noch die "Schuhbändl von den Wanderschuhen entfranst". Oke, keine weiteren Fragen, Euer Ehren.

Der Hübsche und ich haben heute sehr lecker zu mittag gegessen, nämlich: Feta und Fenchel und Zitronen in Honigsosse gebacken (Mit Oliven und Walnüssen). Das ist auch dem "Einfach Tanja"-Kochbuch und tatsächlich mal simpel und schnell (minus die Backzeit) UND unglaublich gut. Und das will einiges heissen, weil ich Feta nämlich bisher in jeder Variante eher meh fand und Fenchel zwar liebe, aber halt nur roh als Salat, alles andere kommt da nicht ran. (Finde ich, der Rest der Familie findet Fenchel überhaupt eher verzichtbar) Das hier: kann man sehr gut essen! 


Nach dem Mittagessen meldete sich trotz viel frischer Luft und Ründchen und genug getrunken das Kopfweh wieder. Immerhin zur Abwechlsung beidseitig, aber nach ein, zwei Stunden so schlimm, dass mir wieder richtig schlecht wurde. Meine Güte, was ein MIST! Immerhin half eine Ibuprofen-Tablette binnen 30 Minuten, das ist immer sehr beeindruckend. 
Der Hübsche brachte L. zu seinem Zahnarzttermin, ich bin in einem Monat für den Folgetermin zuständig. Hoffe, ich erinnere mich dann noch dran, dass der Termin mit Absicht im Kalender steht.

Q. ist auch wieder da, meine Ikea-Family-Card, über die er sich erst so ein bisschen lustig gemacht hatte, war dann nützlicher als gedacht. Wussten Sie, dass es eine Meatball-Family-Bowl gibt mit drölfzig Ocken Rabatt für Family Member? Ich bin vermutlich das falsche Publikum dafür, aber das wundert ja auch nicht.

Nachmittags dann Meetings bis recht spät (wir haben ja die "Golden Hours" von vier bis sieben, davor sollen die Kollegen aus Kalifornien, danach sollen wir hier keine Meetings mehr annehmen). Das heute ging bis viertel vor sieben und die Kollegen dankten mir extra, dass ich so lang da blieb. Naja, es sind halt diese zwei Wochen, wo wir weniger weit auseinander sind, sonst wäre das hier bis acht gewesen und dafür wäre ich auch ohne Kopfschmerzen nicht gekommen. (Ich weiss, dass es sich bei dringenden unverschiebbaren Terminen manchmal nicht anders einrichten lässt, allermeistens aber doch, weil es gar nicht so dringend und unverschiebbar ist).

Etwas uninspiriert gab es danach Wrapomeletts (man macht ein Omelett und legt auf die matschige Seite beim Backen direkt einen Wrap drauf, nach dem Wenden füllt man das dann mit Mozzarella / Tomate, tralala,), meins ist leider verunglückt, war also nicht schön und auch nicht so lecker wie gedacht, dafür aber zu viel.
Das für den Hübschen später wurde dann aber auch schön.
 Irgendwie ein unbefriedigender Tag. Bis auf den Fenchel. 
Passt ja wunderbar, dass die Spümaschine wieder "Waterproof" behauptet. Boarrrr!

Wunschlistenfrage heute (ich musste mich zusammenreissen, die nächste ist nämlich SEHR spannend, der Vortragsmuskel zuckt schon!):

Wonach entscheidest du, welche Bücher auf den Kindle kommen? Und was empfiehlst du aktuell?

Ich bin da einfach gestrickt: Wenn ich mal AutorInnen habe, von denen mir etwas gefällt, lese ich ALLES von ihnen. Das müssen keine Reihen sein (die aber auch sehr gern), ich lese mich einfach quer durchs Gesamtwerk (und auch immer wieder alles Neue von ihnen). So kommt sehr viel zusammen und das lese ich dann einfach nach dem FIFO.-Prinzip (First in first out).
Neben den Klassikern "Krimireihen" (ich habe zB ALLE Val Mc Dermid-Bücher an einem Stück gelesen) mache ich das auch so, wenn mir eine Buchempfehlung von BloggerInnen oder Instagram-Personen, deren Buchgeschmack mit meinem zumindest Überschneidunge hat (winkt zu Kaltmamsell, setzkasten, @flemming.heike). So habe ich nach "Simone" alle Bücher von Anja Reich gelesen, nach "Der Freund" alle von Sigrid Nunez. Und ich folge ganz oft auch Buchempfehlungen, die mir hier in den Kommentaren ausgesprochen werden, auch wenn ich sage, ich mag keine Tipps UND DAS AUCH SO IST :-)

Dienstag, März 12, 2024

120324

Gestern abend nach einer zweiten Ibuprofentablette mit grad so erträglichen Kopfschmerzen ins Bett, heute morgen mit im Hintergrund lauernden Kopfschmerzen aufgewacht und naja, ich nehms mal positiv, dass ich sowohl ohne Tablette als auch ohne Spucken über den Tag kam. Alles in allem: kein so schönes Gefühl.
Nichtsdestotrotz: Radeln war richtig schön, es hatte gerade aufgehört zu regnen /tröpfelte noch nach, der Himmel war wie gewaschen, Temperatur perfekt, einziger nicht perfekter Punkt: Die Schafherde ist seit Donnerstag ein Stück von der Radstrecke weggezogen und ich konnte nicht nachschauen, ob da jetzt kleine Lämmer sind oder ob die mittelgrossen, die ich am Do gesehen habe, die kleinsten sind.
 Grosses Generve an der Ebike-Parkstation: 4 Parkplätze belegt, 3 davon von nichtangesteckten Ebikes. Als ich mein Rad am Nachmittag abholte, hatten sich lauter E-Trottinettes dazwischengeklemmt, es war wild umgesteckt worden und mein Rad war einfach ausgesteckt worden und ich konnte schauen, wie ich mit dem fast leeren Akku heimkam. Das macht langsam echt keinen Spass mehr und ich hätte gute Lust, den Arschnasen die Steuercomputer abzunehmen und bei der Porte zu hinterlegen, wo sie sie in einem Walk of Shame und mit einer Belehrung abholen können.  Meine Güte. Leute.

Sonst: ein angenehmer Arbeitstag, Mittagessen mit einer aktuellen Kollegin und einem alten Kollegen. Auf dem Weg zum und von der Kantine habe ich so viele Kollegen und Freunde von früher getroffen, ich kann gar nicht so viel essen und Kaffee trinken, wie ich abmachen muss!

Ich habe ausserdem festgestellt, dass ich ein Limit an Vorausplanzeit habe: Ich war sehr verwirrt, weil auf einmal im Kalender ein Termin für "L. Zahnarzt" aufpoppte. Ich erinnerte mich nicht, den abgemacht zu haben, respektive: die Praxis hatte erst angerufen und uns an die jährlichen Prophylaxetermine erinnert, die wir für die Frühlingsferien abgemacht haben. Ich rief also an und fragte, ob der Termin echt sei oder ich mich irgendwann mal vertan hätte. Sie schauten nach: nix, also in gegenseitigem Einvernehmen den Termin gelöscht und "Bis in den Frühlingsferien".
Heute rief die Praxis nochmal an und "Ups, sorry, also, der Termin ist doch echt, den haben wir extra letztes Jahr schon gemacht, weil der länger sein muss und können Sie da noch?" Da fiel mir dann auch vage ein, dass da was gewesen war. Vor einem Jahr war der Termin vermutlich auch super, aber mittlerweile habe ich da ein stehendes Meeting, das sich eigentlich knapp ausgehen würde, aber weil es grad die kurze Zeit ist, in der USA schon Sommerzeit hat und wir nicht, ist das jetzt eine Stunde früher und so geht der Hübsche morgen mit L. zum Zahnarzt, respektive bringt ihn hin und nimmt ihn mit. Kein Zahnarzt in den Ferien, ist ja auch was Gutes. (erinnert mich dran, wie ich mal nur einen Klick davon war, doppelt Skiferien zu buchen, weil ich mich im Sommer nicht dran erinnert hatte, im Februar bereits gebucht zu haben fürs nächste Jahr).

Vor dem Teammeeting bin ich dann heimgeradelt, weil noch Abendmeeting mit USA danach und ich wollte ja wenigstens noch kurz die Jungs sehen. Dienstag ist ja immer schwierig, weil sie zum Hock verschwinden. Heute auch nur L., Q. geht zum Chorkonzert seiner Schule, der Hübsche ist auf einem Arbeits-Social-Ding (beim "Burgermeister" of all places. War wohl etwas awkward, als er von unserer eher schlechten Erfahrung vor dem Theater dort erzählte und nach einer Pause jemand meinte. "Oh. Da haben wir ja auch reserviert." Naja. Lol.)

Ich habe also mit L. allein gegessen (Gnocchi mit Rest Chili sin Carne) und habe jetzt tatsächlich frei und sturmfrei. Und vogelwild wie ich bin, werde ich mich in die Badewanne legen. Schlimmer wird das Kopfweh davon auch nicht.



Wunschlistenfrage für heute:

Gibt es eigentlich bestimmte Farb- bzw. Gestaltungvorgaben für Medikamentenverpackungen, da die sich alle Hersteller halten müssen? (Weil ich Blutdrucksenker nehme, und alle Verpackungen, die ich bisher hatte, sehr ähnlich aussehen (Farbe, Aufmachung etc.) und immer erst zum Schluss sehe, dass es unterschiedliche Hersteller sind. Ist ja auch okay, da mir der Wirkstoff in einer bestimmten Menge verschrieben wurde, aber interessant finde ich es doch. )

Nein, nicht dass ich wüsste. Es gibt natürlich länderspezifische Vorgaben, was wie auf einer Packung stehen muss und jede Packung muss von der entsprechenden Behörde genehmigt werden. Aber produktabhängige Farbschemata gibt es nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass sich Generikahersteller evtl am Look/Feel der Originatorpackungen orientieren, um Ähnlichkeit auch optisch zu signalisieren? Ist mior allerdings so noch nicht aufgefallen, ich kenne Packungen immer nur im Corporate Design des Herstellers / Market Authorization Holders.

Montag, März 11, 2024

110324

Heute ist es übrigens 27 Jahre her, dass der Hübsche und ich (nachts, auf einer Party, wie sich das für junge Leute gehört) entschieden haben, dass wir es jetzt einfach mal mit "mehr als nur beste Freunde" probieren. Das grossartige daran ist: wir sind nicht nur seit 27  Jahren wirklich glücklich miteinander, sondern immer noch allerbeste Freunde. Das ist die beste Kombination, die es gibt. (oder halt, wie ie Kinder sagen "Ihr seid halt einfach alt, oder?")

Gestern abend mit leichten Kopfschmerzen ins Bett, heute morgen mit bohrenden einseitigen Kopfschmerzen in übelkeitserregender Stärke aufgewacht. Ich fühle mich ein wenig betrogen, weil ich mir den Aperol Spritz zum "Tschugger"-Schauen am Abend aus Vernunft verkniffen habe. Naja. Mit Ibuprofen liess es sich auf ein aushaltbares Mass reduzieren.

Montagsfrühstück mit Rüeblitorte und Kaffee für mich (ich habe das Gefühl, der Rest der Familie teilt meine Begeisterung für den Kuchen nicht so ganz, aber er hält sich ganz gut und ich mag ihn WIRKLICH gern und esse den gern noch ein paar Tage.)

Das gab mir auch genug Unterfütterung, um das Sportprogramm mit Freude nicht nur bis zu dem mit mir selber vereinbarten absoluten Minimum durchzuziehen, sondern ganz ohne Unterzuckerung  und Schwung zu beenden. Rüeblitorte ftw!

Ich surfe ja gerade mit Freude auf der Schweizer-Serien-und Filmwelle, Fokus Krimi / Krimiparodien ("Tschugger" ist nix zum Bingen für mich, aber eine Folge pro Abend ist echt unterhaltsam. Und wir haben festgestellt, dass wir mit der SRF-Mediathek noch einen Streamingkanal hatten, den wir gar nicht auf dem Radar hatten, und dort unter anderem die 3. Staffel "Tschugger") und lieb einfach alles daran (ok, die Fälle an sich sind schon so ein bisschen ... platt, to say the least, aber alles drumrum ist sehr, sehr sehr liebevoll gemacht, ich mag (bei "Wilder", "Tschugger" und eben dem "Bestatter") tatsächlich meist die dauerhaften sidekicks besonders gern (Bin grosser "Dörig"-Fan, vllt, weil er so redet wie einer meiner Co-Pfadielternräte). 

Q. und ich (das passiert uns öfter) sind irgendwann mal in dem Rabbithole: "Spezialeinheiten der verschiedenen Kantonspolizeien" gelandet und allein die Namensgebung ist richtig, richtig grosses Kino. Abgesehen davon, dass es ja auch schon speziell ist, dass ein Land mit 8 Mio (plusminus) Einwohnern für jeden Kanton mindestens eine Spezialeinheit hat. In Zürich gibt es sogar mehrere, von der Stadtpolizei UND der Kantonspolizei. Die Namen also, die sind noch besser als Friseursalonnamen. Man hat sich wirklich bemüht, das möglichst gefährlich UND kantonsspezifisch klingen zu lassen, z.B.

  • Aargau: Argus
  • Basel Land: Barrakuda
  • Basel Stadt: Basilisk
  • Bern: Enzian 
  • Wallis: Edelweiss (bei den beiden war gefährlich nicht so wichtig wie Kantonsbranding, habe ich den Eindruck)
  • Zürich: Diamant (KaPo, eher für Banker, nehme ich an) und Skorpion (Stadtpolizei)
  • BKP: Tigris
  • Luzern: Luchs
  • Appenzell: Säntis

Naja, und dann fühle ich mich halt schon sehr wie ein Insider, wenn das Argus-Team in Aarau bei "Bestatter" die Klinik (nicht das Kantonsspital, phew) stürmt. Und also ich heute die "Pfadi-Folge" gesehen habe, ist mir erst im Nachhinein klar geworden, dass Nicht(schweizer)pfadieltern mit den abstrusen Namen, mit denen sich der Bestatter und sein alter Freund ansrprechen vllt gar nihts anfangen können. Naja. 

Der Hübsche hat mir übrigens dieses Goldstück zugetragen: ein Schweizer Film, in dem es um die Schweizer Landessprachen (und Basisdemokratie)  geht, weil aus Versehen statt Deutsch Französisch als einzige Landessprache eingeführt wird. Ich wollte es echt nicht, aber ich habe schallend gelacht, als ich den Trailer gesehen habe.


Ich habe heute übrigens als letzte der Familie zum allerersten Mal ChatGPT respektive das bei uns in der Firma validierte und genehmigte LLM verwendet, nachdem mir der Hübsche und KollegInnen von verschiedenen überzeugenden Beispielen für "knackige" Formulierungen vorgeschwärmt hatten. Ich hatte für eins meiner Produkte zu unserem Monthly Report insgesamt 3 Highlights beizutragen und meine Vorschlagssätzchen haben mir "bitte in max 6 Zeilen zusammenfassen" eingetragen. Anstatt genervt zu sein, habe ich das unser FirmenChatGPT machen lassen, nur kurz korrigiert und meine Güte, sehr schön geworden!
 
Sonst heute grosses Thema bei der Arbeit: Umorganisation einer Nachbarabteilung, ich habe selten den Ausdruck "I understand each individual word, but have no clue what it all means?!" so gut nachvollziehen können. Interessanterweise hat meine (sehr höflich und freundlich von mir selber formulierte) Bitte um das Teilen von mehr Hintergrund oder Möglichkeiten, das erklärt zu bekommen, zu  unglaublich vielen privaten Nachrichten geführt, wie mutig und edgy meine Mail gewesen wäre. Okeeeeee? (Bisher aber immer noch keine weitergehende Antwor bekommen).

Die Kaltmamsell wollte letztens doch wissen, was mir an meinem Job am meisten Spass macht. Ich gebe zu, es klingt ein bisschen fies, aber etwas, was ich echt gern mache, ist, auf Emails zu antworten, in denen steht: "Wir haben x Packungen Produkt y an Lager, das wir vor z Jahren bei Ihnen gekauft haben. Es ist letzte Woche abgelaufen, bitte Expiry Date verlängern oder kostenlos Ersatz schicken." Kommt öfter vor, als man glauben möchte!  (Ich überlege, meine höfliche, wissenschaftlich begründete, compliancetechnisch einwandfreie Version von "lol, nein." mal von ChatGPT umformulieren zu lassen. "Make it funnier", sagt der Hübsche ihm immer. Ok, ich habs gemacht und nach 3x "make it funnier" ist es so gut, dass ich überlege, das das nächte Mal zu schicken. So weit ist es schon. "Once those batches escape our grasp, we can't wave our wands and  grant immortality to products. It's like trying to keep a goldfish alive in a chocolate fountain – not really in our realm of expertise.")
Bitte schicken Sie nicht solche Anfragen, danke, niemand macht das, aus gutem Gurnd (ausser, Sie haben irgendwie einen rolling stockpile Vertrag ausgehandelt, dann kriegen Sie was frisches.)

Jetzt ist Feierabend, die Kopfschmerzen sind zurück, es ist Zeit für eine Runde Montagspizza mit den Jungs.



Wunschlistenfrage heute:

Wird es jemals wieder Seifen geben :-)?
Für die, die noch nicht 100 Jahre hier mitlesen: ich habe eine Zeitlang exzessiv Seifen gesiedet und innerhalb Kleinbloggersdorf getauscht. Das hat richtig Spass gemacht und ich bin mit der Zeit richtig gut dadrin geworden. Mein persönliches Highlight war tatsächlich eine Hochzeitstorte aus Seife :-). Ich hatte richtig schöne Formen (meine Lieblingsform war die Venus von Willendorf) und nahezu unendliche Vorräte an Natronlaugeplätzchen, Fette, Ölen, Farben und Düften. Die letzte Seife habe ich, glaube ich, kurz vor oder nach L.s Geburt gemacht. In mehreren "Kammerl-Aufräumaktionen" habe ich dann sukzessive entsorgt. Die Fette/Öle wurden noch verwendet und aufgebraucht, es ist tatsächlich nur noch eine 5kg Packung NaOH-Perlen übrig, die auf einen RICHTIG verstopften Abfluss warten. Ich glaube nicht, dass ich das Seifensieden vor meiner Rente wiederbeleben werde (allerdings hat Q. letzte Woche erzählt, sie hätten im Chemieunterricht Seife gesiedet und seine wäre gar nix geworden, da hat es mich schon in den Fingern gejuckt), dafür frisst die Arbeit einfach zu viel Zeit (und: Seifen entstehen ja immer in recht grossen Mengen, also viel zu viel zum Selberverbrauchen. Ich bin nicht bereit für diese Logistik :-) im Moment). Aber danke für den Trip down memory lane! (Natalie, die früher auch gebloggt hat.... aus Spanien oder Portugal? Mit einem Sohn Max?)

Sonntag, März 10, 2024

100324

Richtig, richtig schlecht geschlafen, das war beeindruckend! Kann nicht mal genau sagen, warum, es fing mit nicht einschlafen können an und und endetel halb wach sein ab vier an, sehr suboptimal.
Naja. 
Weckerläuten heute um acht, weil Q und der Hübsche wieder Autofahren üben gingen und das Auto nur bis halb 11 verfügbar war.. Wegen Theater ist das die letzten Wochen hintenübergekippt, aber ich liess mir sagen, dass nichts verlernt wurde.
L. und ich haben nach dem Frühstück nochmal Optik wiederholt (ich wiederhole mich: das ist mir immer noch ein sehr suspektes Thema), danach Balladen. Fast ein bisschen schade, dass L. da nicht mit mir weiterlernen wollte, weil "Das versteh ich alles, das muss ich nur noch auswendig lernen" (immerhin durfte ich noch bei Versmass helfen mit Erklären, das ist nach einem Altgriechischleistungskurs natürlich Heimspiel!). Asche auf mein Haupt übrigens, I was today years old, als ich merkte, dass "Belsazar" und "Die Bürgschaft" zwei unterschiedliche Balladen sind. Upsi. (Und, meine Güte, wie fad ist "Der Knabe im Moor"? Und wie krass ist der Unterschied zu "Die zwei Königskinder", wo alles in Heititei-Sprache dahinplätschert und am Schluss sind beide tot, juhu, während der Knabe halt durchs Moor juckelt und sich gruselt und es passiert genau nix, aber es wird ein ULTRADRAMA draus gemacht. Folgen Sie mir weiterhin für ausgefeilte Gedichtinterpretationen!)

Parallel habe ich meine Fingernägel mit UV-Nagelfolien versehen. Ich habe ja nach dem Islandurlaub im Sommer den Nagelstudiokunstnägeln den Rücken gedreht, weil sie immer schlechter wurden, immer teurer, ich das Gefühl, alle drei, vier Wochen dort eine Stunde sitzen zu müssen, nicht mehr mochte. Meine Nägel waren dann erstmal ganz schön ramponiert, bis alles rausgewachsen war, dann waren sie dünn und brüchig, dann wurde ich irgendwann zugeschüttet mit "Dipping Powder" und "UV Nagelfolienwerbung" und weil ich ja aus alter Vorzeit noch ein UV Nagelhärtegerät habe, habe ich mal eine Auswahl an Maniko-Folien bestellt. Nicht bedacht hatte ich, dass die natürlich nicht zum Verlängern von Naturnägeln geeignet sind, sondern halt genauso lang abgefeilt werden, wie halt die Nägel sind. Das war eine laaaaaaaaaange Züchterei, bis alle gleich lang und nicht mehr abgebrochen waren. Die ersten Versuche waren so mittel, Umfeilen etc geht halt mit ganz kurzen Nägeln nicht wirklich. Mittlerweile habe ich das zum dritten Mal gemacht und es ist ... ok. Es ist natürlich Quatsch, dass es binnen 10 Minuten geht, allein das Aushärten dauert 8 Minuten, es ist auch Quatsch, dass es drei Wochen hält und auf keinen Fall splittert, aber es ist gar nicht so übel! (Das Entfernerwerkzeug und den Remover hätte ich mir sparen können, nach einer guten Woche kann ich die Folien einfach am Stück abziehen.)
Mittagsschläfchen mit einem Sütck Rüeblitorte und einem Lungo zum Aufwachen, das war schön!
Nachdem mein Abendessen gestern (mit Chili Sin Carne gefüllte Paprikahälften mit Guacamole zwar als "sehr plateable" gelobt wurde, aber den Jungs jetzt nicht besonders gut schmeckte (kann ja keiner ahnen, dass nur ich den Geschmack von gerösteter Paprika superst finde....),

 habe ich für heute abend grosse Pläne: es wird Bowls zum Selberzusammenstellen geben. Basis: 
Pitabrot (festgestellt, dass keine fertigen daheim, deshalb gebacken)
geröstete Kichererbsen (ordentlich gewürzt)
Tahini-Knoblauchjoghurt
und dazu
Avocadomango-Salsa
gerösteten Blumenkohl
gerösteten Rosenkohl
Gurken/Tomatensalat
Karottensalat
Granatapfelkerne (habe mich via die Kaltmamsellsche Begeisterung ihnen wieder angenähert. Ich fand sie lange soooo mühsam zum Schälen, dann gab es diverse Videos, wie man sie ohne Sauerei schält, die alle Lüge waren, ich meine: was erwartet man, wenn man mit einem Kochlöffel auf was mit Saft einschlägt...., dann endlich mal eins, das es zeigte, wie es richtig geht und wie man sie teilt, und das ist dann nicht nur fast kleckerfrei, sondern auch noch unglaublich befriedigend. Ich finde, sie gehören zu den schönsten Früchten und die Kerne sind sooooo schön! Vom Geschmack her überzeugen sie mich jetzt nicht ganz so, ist halt viel Kern .... aber als Topping für Salat, für Brote, für Müsli und eben die Bowls sind sie ungeschlagen,) Ich finde das Video nicht mehr, aber man nimmt den Zipfel ab und schneidet dann an den Spalten entlang die Schale an und bricht sie auf und dann pokelt man halt)

und verschiedenste Knuspertoppings

Das hat alles länger gedauert, als gedacht, aber mei.
Auch hübsch!
Jetzt habe ich zB keine Lust mehr zum Fotoeinkleben, sondern werde mein Buch fertiglesen, bevor Q. von seinem Nachmittag mit Freunden im Wald (Pfadi halt) zurückkommt und vermutlich erstmal aufgewärmt und getrocknet werden muss, weil es halt einfach schüttet.

Heute hat ausserdem mein Patenneffe Geburtstag, er wird zwei und meine Güte, er ist gleichzeitig so klein und so gross (wie er wie ein Boss telefoniert!!) und ich freue mich sehr, ihn nächstes Wochenende live zu sehen.

Wunschlistenfrage für heute:

Schreiben Sie Dinge, die die Öffentlichkeit nichts angehen, noch für sich privat auf?   
Ich denke, ich habe diese Frage schon mal beantwortet, vllt ist Ihnen das wegen der Kürze der Antwort durchgerutscht:: klick. Um erschöpfend zu antworten: nein, ich schreibe ausser diesem Blog Sachen weder in einem privaten Blog noch einem physischen Tagebuch oder auf  Zetteln oder sonst irgendwo auf. Was es wert ist, sich daran zu erinnern, daran erinnere ich mich, was nicht, nicht. Ganz so sehr interessiere ich mich dann auch nicht für mich selber, dass ich NOCH MEHR ZEIT ALS EH SCHON mit aufschreiben verbringe.