Mittwoch, Juni 14, 2023

140623 "Fröhliches Steingrau"

 Gestern abend hatten wir noch ein skurriles Erlebnis: Wie Sie ja bestimmt mitbekommen haben, waren signifikante Mengen der AWS-Server down. Wir haben das dadurch gemerkt, dass sich erstens unser Katzentörchen per App nicht mehr entriegeln liess (respektive: es stellte sich durch "Katze geht einfach durch" raus, entweder ist der failsafe status "offen" oder aber es liess sich entriegeln, nur die Visualisierung auf der App funktionierte nicht mehr) und dass zweitens meine Alternativmöglichkeit um den Katzenstatus zu überprüfen und so meinen Seelenfrieden zu erhalten, nämlich unsere Netatmo-Kamera im Erdgeschoss AUCH nicht funktionierte. Ich war also bereit (hatte ja auch keine Wahl), zu akzeptieren, dass ich vielleicht am nächsten Morgen aufwachen würde und keine Ahnung hätte, welche Katzen wann wie oft nach Hause gekommen wären. Gut für mich: die Server wurden gefixt und ich konnte genau sehen, dass Sansa ungefähr 100x rein und rausgelaufen war, Jonny jedoch seit halb zwei zu Hause war.

Als ich ins Erdgeschoss kam, sass er wie eine Statue vor unserem Roomba. Ich war noch nicht ganz wach, sonst hätte ich das richtig interpretiert, so hob ich den Roomba an, um ihm zu zeigen, dass da nix drunter wäre, und mein "Uiuiuiuiui, Maus!!!" Schrei wurde direkt wieder von der Kamera aufgezeichnet. Und so haben Jonny, der Hübsche und ich von 6:03 bis 6.07 eine sehr flinke und geschickte und mutige Maus gejagt und dann ins hohe Gras entlassen. 

Tücken eines automatisierten Haushalts (ich hätte nicht gedacht, dass eine Maus unter einen Roomba passt.).

Dann: Start in den Tag, für beide Jungs mit dem Rad, für den Hübschen mit dem Auto nach Bern, weil Fingerabdrücke in der chinesischen Botschaft abgeben, für mich ohne Sport, weil um 8 Handwerkersitzung mit ALLEN Gewerken für das neue Bad.

Fazit: es wird super.

  • Die Farben stehen (Fliesen: warmes Betongrau, Keramik: mattweiss, Armaturen, Nupsis: mattschwarz, Wandfarbe: ein warmer Steinton, (aka: "Wollen Sie nicht vielleicht statt reinweiss doch ein bisschen Farbe reinbringen?") Möbel: ein mattes Anthrazit),

  • der Gipser hat nach Diskussionen, was denn gut wäre (irgendwas mit Vliestapete drunter), was mir gefällt (glatt, auf jeden Fall glatter als jetzt), was nicht gut wäre (superglatt), was mir NICHT gefällt (Strukturputz mit mit Liebe reingeschwungenen Mustern) und ein bisschen arg viel Diss meiner mit überhaupt keiner Liebe gestrichenen Decke gefühlt nach 10 Minuten eine Musterplatte mit "1mm Putz, einfach raufgezogen, ohne Abfilzen" (oder so) vobeigebracht und genau das möchte ich. Glatt, aber nicht zu glatt.
  • die Frage nach "Decke abhängen und Spots rein, ja oder nein" hat sich gelöst, weil Fliesengrösse
  • die Madonnenschreinbeleuchtung ist geklärt
  • wir sind nochmal die GANZE Apparateliste durchgegangen
  • der Starttermin wurde von "1 Tag, nachdem die Kinder aus dem Jamboree zurück sind" (eigentlich praktisch: den Dreck von 3 Wochen Pfadilager abwaschen und dann grad abreissen) um eine Woche auf "Montag nach Q.s 18. Geburtstagsparty" verschoben (auch praktisch: ordentlich Party, dann abreissen. Und ein, zwei WCs für die Partygäste, die NICHT nur durchs Elternschlafzimmer betreten werden können, sind halt auch nicht zu unterschätzen.

Ansonsten: viel Arbeit, mir ist es zu heiss, ich merke, wie das meine Konzentration schon beeinflusst. Das wird noch grossartig.
Funny Sidenote: Abends noch ein Call mit u.a. einem Kollegen aus Kalifornien, der gerade für 2 Monate hier in Basel eingetroffen ist. Als er noch nicht da ist, jammere ich meine lokalen Kollegen voll: "Boah, und diese Affenhitze, mir schmilzt das Hirn, noc 50 Tage bis Island und es wird ja nur noch immer heisser!!!" und dann kommt er und meint als erstes: "Hey folks, the weather here is just amazing, I really love it, so great, just perfect!" Naja. Immerhin einer mags.

Jetzt:
Abendessen und dann Sporteinheit nachholen, ich muss noch irgendwie in Schwung kommen, nur klebrig rumhängen macht mich irre.

Dienstag, Juni 13, 2023

130623 Endspurt

 Es ist ja schon verrückt, wieviel allein die Aussicht, eine halbe Stunde länger schlafen zu können, an Extraerholung ausmacht. Einem kleinen Katzenmädchen war allerdings trotz Futter um fünf, offener Schlafzimmertür und Katzenklappe so langweilig ohne uns, dass sie laut maunzend übers Bett tigerte und uns nicht wirklich schlafen liess.

Jonny geht es besser, er sieht ein bisschen badass aus mit den halbrasierten Beinen (habe ich mir ernsthaft überlegt, ob ich ihn an den kahlen Stellen mit Sonnencreme einschmieren soll? Ich möchte dazu nichts sagen.)

Frühstück: es ist Steinobstzeit, ich bin wieder zu einer Riesenschüssel Pfirsich, Nektarine, einem Klecks Joghurt und ein bisschen Müsli gewechselt, das hält mich auch mit Radeln gut satt bis mittags.

Es ist soweit: es ist auch morgens beim Radeln so warm, dass kurze Hosen und T-Shirt reichen, ich muss demnächst die Ohrenwärmer vom Helm abmontieren und überlege noch wegen Visier vs Sonnenblende. Eigentilch fahre ich immer mit der Sonne im Rücken und mag den Schutz gg die Fliegen etc halt schon sehr...

Im Büro: Joah, viel Gedöns, ich freue mich innerlich sehr, dass ich ein neues Notizbuch mit Todo-Liste und halt Notizen angefangen habe, das alte hatte nur noch zwischen den Zeilen Platz :-) (Ich arbeite eigtl fast papierlos, merke aber, dass mir eine TodoListe in Papierform einfach gut tut und ich besser zuhören/moderieren und kritzeln als tippen kann.

Mittags: etwas überrascht, WIE fettig und geschmacklos Auberginenpiccata mit Pesto und Spaghetti ist (jaja, ich weiss), aber hey, ich radle ja noch.

Gegen das Mittagstief lasse ich mich im Groupmeeting auf eine angeregte Diskussion ein, kann man ja mal machen :-)

Danach noch kurzes Treffen mit Jonnys Privattierärztin zur Nachkonsultation :-), dann Heimradeln und auf dem Weg mein Paulas Choice-Paket abholen. Ich habe den Geburtstagsrabatt genutzt und Dauerbrenner aufgestockt und die neue Gesichtssonnencreme mitbestellt. Da Paulas Choice ja an sich ein US-Unternehmen ist, hatten sie bisher in ihren Sonnencremes immer nur die in den USA zugelassenen echt altmodischen UV-Filter drin und nicht die neuen, viel, viel, viel besseren, die überall ausser in den USA längestens gang und gäbe sind. Aus welchem Grund auch immer haben sie sich jetzt entschieden, eine Creme nur mit chemischen Filtern und endlich auch den modernen zu machen und die halt nicht in den USA zu launchen. Ich bin gespannt! (und aus persönlicher Nostalgie und wegen dem Job des Hübschen natürlich auch beruflich högscht interessiert). Ich merke, wie mich anscheinend immer noch die Erlebnisse aus dem Paketshop des Grauens verfolgen :-). Diesmal kam das Paket, nicht wie sonst immer, per Hermes, das ich dann in einen Hermes Shop umleiten lasse, sondern mit DHL. Ich hatte bisher die Option, in eine Filiale umzuleiten noch nie gesehen und heute erstmals ausprobiert, eben in eine mir bisher unbekannte, die aber nah an meiner Radlstrecke liegt. Ich hatte mir dröflzig Szenarien ausgemalt, von denen nicht wenige damit endeten, dass ich das Paket einfach packen  und rausrennen würde, und war etwas überrascht / enttäuscht, dass es mir einfach gegeben wurde.

Daheim dann noch ein wenig weiterarbeiten nach Gedöns (Wäscheaufhängen, Spülmaschine räumen, NICHT mit L. Geographie lernen, weil er das bittedanke lieber allein macht, auch gut, lerne ich halt nix über Energieversorgung). Der Hübsche trifft Jonny auf dem Heimweg auf dem Werksareal und damit unser armer Kater in der Hitze nicht mit den langen Weg durchs Drehtor laufen muss, hole ich ihn mit Snacks am Zaun ab. Machen wir ein zu grosses Buhei um die Katzen? Was ist das denn für eine Frage?! (Ist es arg verrückt, morgens Eiswürfel in die beiden Trinkschalen vor und hinter dem Haus zu tun?)

Zum Abendessen gibt es Flammkuchen und Salat (für mich, lieber Freundeskreis Flammkuchen heute in der, wie L. sagte "Heute sind wir aber ganz fancy unterwegs!"-Variante mit Sauerrahm, weissen Nektarinenspalten, Cocktailtomaten, Thymian, Ziegenfrischkäse, dünn gehobeltem Manchego, Pfeffer und ein wenig Ahornsirup).


Jetzt sind alle ausser Haus bei Pfadihocks oder Sport und ich ..... lege mich in eine laukalte Badewanne.

Morgen ist Handwerkersitzung für den Badumbau, ich muss das schräg eingebaute Monstrum noch nutzen, solange es da ist.

Montag, Juni 12, 2023

120623 Zu viel

 Gestern abend hatten wir noch ein lustiges Erlebnis: kurz bevor wir ins Bett gehen wollten, hörten wir draussen lautes Katzenkampfgeschrei und sind, wie die anderen Katzenbesitzer auch übrigens, mal rausgegangen, gucken. Wir haben keine Raufhändel mehr gesehen, nur eine kleine Katze (die, die mal bei uns Igelfutter snacken kam) trollte sich. Einen Weg weiter sass eine WINZIGE Katze unter einer Laterne, also babywinzig, leider flitzte sie ins Gebüsch, als wir sie angucken wollten. In dem Moment kam Sansa aus dem Gebüsch gesprungen (ich habe sie daheim nach dem Fressen von >150g Feuchtfutter gewogen: sportliche 2.7kg) und in unserem Kopf hat sie dort vorne jetzt eine Art Fightclub der kleinen Katzen (Irgendwas wie Microfeatherweight oder so) aufgezogen, wo man auch vor allem mit Anschreien und Aufplustern kämpft.

Start in den Tag dann heute um sechs für alle bisschen zäh, das Wochenende sitzt uns in den Knochen.

EIne Sporteinheit und anschliessendes Duschen machte mich wenigstens wach. Als ich mich danach im Homeofficebüro einrichtete, kam Jonny dazu und ich sah, dass er an zwei Beinen mehrere fast haarlose Stellen hatte und blutige Stellen drunter. Er putzte sich und es kam noch mehr zum Vorschein. Anscheinend ist er in einen Kampf geraten, in dem mehr als Anschreien gemacht wird.... ich habe zur Sicherheit Bilder an meine Tierarztschwester geschickt (ich bin ja seit den Abszessen durch "In den Kopf beissen" vom Nachbarskater ein bischen paranoid), die anbot, nach ihrem Arbeitstag bei uns vorbeizukommen und das mal anszuschauen. (Jonny hasst ja Autofahren und Tierarzt wie die Pest, incl Panikdünnschiss in die Katzenbox unterwegs und es ist tatsächlich keine leichte Entscheidung, wann es sein muss und wann eben nicht, weil "einfach zur Sicherheit" halt immer mit unendlichem Stress für das Tier und, wenn ich ehrlich bin, auch für uns einhergeht.) Er blieb den ganzen Tag freiwillig zu Hause, das ist sehr untypisch (passiert nur, wenn krank oder eben im Kampf verloren) und in meinem Kopf wurde alles immer schlimmer. (Auflösung: er ist jetzt lustig rasiert an mehreren Stellen und es ist alles oberflächlich und harmlos. Und ich offiziell ein Helikopter-Purrent.... DANKE fürs Anschauen und Beruhigen!!!!)

Dem Hübschen ging es heute auch nicht gut (nicht wegen irgendwelcher Raufhändel) und abgesehen davon, dass er mir halt einfach leidtut, wenn es ihm nicht gut geht, ging auch da wieder mein Kopfkino los. Was, wenn es Corona ist? Was, wenn er nicht nach China kann? Was wenn er und wir und alle jetzt richtig krank werden?

All das (und die Gedanken, was alles diese Woche noch ansteht und erledigt werden muss und überhaupt) versetzte mich in eine solche innere Unruhe, ich nehme an, wenn man mich an unseren Wchselrichter angeschlossen hätte, hätte ich genug eingespeist, um unser Auto wieder voll zu laden.

Teils habe ich das mit Arbeit kompensiert (war aber nicht die effizienteste Person der Welt heute), teils mit Erledigungszeug (Wäsche, Spülmaschine, Wäsche, ich habe einen grossen Ikea-Warenkorb für Click&Collect gefüllt, weil Q. eine zusätzliche Kommode braucht, ein Wäschekorb kaputt ist, gestern ein grosser Glaskrug kaputt ging, Q. einen neuen Matratzentopper braucht, Sie sehen, was ich meine?), teils mit körperlicher Arbeit (der kaputte Wäschekorb ist jetzt ein Tomatenbeet, dafür habe ich Erde, und weil ich grad schon mal dabei war, auch noch Regeneriersalz aus dem Baumarkt geholt und OIDA, sind 25kg-Säcke schwer!).

Trotzdem war ich nach dem letzten Meeting um halb sieben so emotional durch, dass ich am liebsten einfach geweint hätte. Mein Plan für sowas ist ja: stur weitermachen. In dem Fall: Abendessen machen, Kinder immer noch freundlich an ihren verdammten Teil des Haushalts und überhaupt Aufgaben erinnern, und vorbereiten, was vorzubereiten ist. Aktuell: Zimtschnecken für den Kuchenverkauf am Samstag, wo ich am Freitagabend auf unserem Firmensommerfest sein werde, obwohl ich mir gar nicht vorstellen kann, nach dem letzten Termin am Freitag nicht einfach umzufallen und einzuschlafen, also keine Zimtschnecken backen werde, sondern halt heute  vorbereiten und einfrieren und dann gibt es am Samstag in Basel am Aeschenplatz lauwarme frische Zimtschnecken zu Gunsten des Trupp 13 am Jamboree, nur falls jemand mag.

Grosse Freude: der monatelang unauffindbar verschollene Milchschaumintensitätsregler unserer zweiten Kaffeemaschine ist wieder aufgetaucht. In der Schublade mit den Kaffeelöffeln, in plain sight sozusagen. (Wann immer jemand bei uns was sucht, ist es in 100% der Fälle "da wo es hingehört" und/oder "Auf Augenhöhe". Diesmal auch fast)

Meine Tierarztschwester kam nach einem eigenen langen Tag vorbei und nahm mir einen (jajajaja, ich weiss, selber schuld, wenn man sich so reinsteigert) grossen Teil meiner Sorgen ab. Der Hübsche ist auch wieder okayer und mit der Entcheidung, den Sport heute sein zu lassen, im Reinen, es wird wohl alles irgendwie werden. Wie immer halt.

Jetzt gehe ich Zimtschnecken rollen und lasse Ihnen noch ein paar Bilder vom Wochenende da:












UUUUUND FERTIG


Sonntag, Juni 11, 2023

110623 Ein Tag, der richtig doof startete und richtig gut wurde

 Im Schnelldurchlauf:

Das Geburtstagswochenende war super und traurig zugleich. (Bester Moment: als die Babynichte mich zum Abschied aus freien Stücken richtig fest drückte. Zweitbester Moment: der Superburschi war total von den Socken, dass sowohl seine verehrten grossen Cousins als auch die Oma den selben speziellen Nachnamen haben wie er. Was er noch nicht ganz weiss: that's about it, globally. Es sind 9 Menschen auf der Welt mit diesem Namen.)

Hotelmoment des Abends: ich bin mir nicht sicher ob es das "Ja, da haben sich schon viele beschwert, aber die Besitzer sind halt jetzt weg. Ich gehe davon aus, sie wissen, was sie tun" der Rezeptionsfrau war auf meine Frage, ob das denn ok sei, dass in der Tiefgarage zwei Hunde in eine Auto eingesperrt wären und einfach nur tobten. (Noch mindestens zwei Stunden habe ich sie bellen hören.... und mit meinem Wissen von heute über Tierschutzgesetze hätte ich besser die Polizei angerufen. Heute morgen war das Auto noch da, aber die Hunde nicht mehr drin) oder die Antwort "ich könnte Ihnen noch einen Kaffee aus dem Automaten lassen" auf unsere Frage, ob wir noch was von der Bar haben könnten (ein Hoch auf meinen Eis-Einkauf an der Tankstelle für den mitgenommenen Notfall-Rose und Prosecco, den ich eigentlich im (nicht vorhandenen) Kühlschrank hätte kaltstellen wollen!). Naja. Das war ein Satz mit X und mal sehen, wo und wie wir bei unseren Bayerntrips in Zukunft übernachten werden. Da ist einiges im Wandel und es wird sicher ohne dieses Hotel gehen.

Ich hatte mir ausserdem gestern ja eingeredet, total cool zu bleiben, falls Jonny nicht wie bisher immer einmal am Tag heimkommen würde und naja, wen überraschts, blieb es nicht. Und wie immer ist es rational klar, dass es überhaupt nicht schlimm ist, er war schon (viel) länger weg, aber nachts ist es kälter als draussen und so habe ich so schlecht geschlafen wie lang nicht mehr. Er kam natürlich nicht nach Hause (Sansa ist auch ca 23:50h des Tages draussen, kommt aber 5x am Tag rein, futtert ein paar Happen und saust wieder raus zu ihrer Eidechsenfarm), was absolut ok ist, aber naja, Nachtsorgen halt.

Frühstück haben wir nach dem Erlebnis gestern (ich habe heute erfahren, was das Frühstück extra kostete, und lol, nope) seinlassen und sind stattdessen eine Stunde zum nächsten Supercharger gefahren und haben dann am McD dort gefrühstückt. Das war erstaunlich cool, weil es sich so nach US-Roadtrip anfühlte. Sonnig, windig, kühl, Fastfood. (erschreckend, wie schlecht ich ohne Kaffee funktioniere, ich habe übermässig lang gebraucht, um rauszufinden, was es an Frühstücksalternativen OHNE Bacon, Schinken oder Hähnchen gibt --> ein nacktes Croissant mit ohne nix; und ähnlich lang, um meinen Wunschkaffee Latte mit extra Espresso und Hafermilch zusammenzustellen. Und war mir die ganze Zeit nicht sicher, ob ich jetzt die Bestellung der restlichen Familie löschen würde mit meinem "verwerfen"), es fühlte sich nach viel mehr und besser an, als es war.

Heimreise an sich unspektakulär, wenig überraschend ist Sonntag vormittag weniger los als Freitag zu Feiertag.

Daheim haben wir in einem Affenzahn Koffer ausgeräumt, Wäsche angestellt, Nachbarn fürs Füttern gedankt (Jonny war dort seit Freitag nachmittag nicht mehr aufgetaucht) und dann mit den Rädern eine grosse Werksrunde gedreht (wir haben uns noch verkniffen, die je 7 Stockwerke der 3 Parkhäuser abzusuchen), um nach Jonny zu gucken. Und wo war der Schlawiner? Dort wo er die letzten Wochen AUCH IMMER war (im hohen Gras hinter den Bienenkästen), nur hat man diesmal nicht reagiert, als wir von draussen am Zaun gerufen hatten, und so musste er nach langem Beklagen über die Snacksituation (am Wochenende ist die Kantine nicht offen und ich glaube, aktuell fährt der Verpackungsbetrieb keine Wochenendschichten) halt den Umweg übers Drehtor mit uns mitlaufen. Jetzt liegt er oben auf dem Bett, nachdem er anderthalb tütchen Feuchtfutter verdrückt hat und schnurrt und schläft. Sansa übrigens auch.


Nach einer kurzen Pause, Mathelernen Wäscheabhängen, Kirschenessen ging es dann mit Rädern und Wickelfischen durchs Dorf nach unten an den Rhein. Es ist hier ja viel wärmer als in Bayern und so ist hier die Sommerstimmung ausgebrochen: im alten Dorf laufen alle in nassen Badekleidern rum, an allen halbwegs wiesigen Flecken lagern Leute auf Handtüchern und der Rhein brummt vor Motorbooten, SUPlern, Kayakfahrern, Schlauchbootkapitänen und natürlich Wickelfischen. Mit 21 Grad hat er absolut perfekte Schwimmtemperatur und nach einem kurzen Fehlstart haben wir auch unseren Lieblingseinstieg beim Kiesschiff gefunden. Das war richtig schön und ich hatte erstmals dieses Jahr meine dünne Tunika an. Das Gefühl auf der Haut hat mir direkt Flashbacks nach Italien, wo ich in dem Hemdchen praktisch gelebt habe, verpasst.



Jetzt ist alles wieder gut, ich fühle mich (fast) bereit für die nächste Woche und dann ist wenigstens Notenschluss.


Samstag, Juni 10, 2023

100623 Happy 80

Das Hotel ist .. joah. Wir haben im Auto sinniert, dass wahrscheinlich unsere Ansprüche durch die Jobreisen und privaten Reisen im Lauf der Zeit andere geworden sind. Entweder rechnen wirmit einem superen Hotel oder mit superem Drumrum, dann sind auch eher mittlere oder weniger als mittlere Hotels super. Oder beidem, das ist natürlich der Jackpot.

Diesmal ist es nix von beiden, ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, Puchheim Bahnhof ist jetzt nix besonderes und ein Hotel mit nichtfubktionietendem WLAN, in den Teppichboden des Zimmers auslaufenden Dusche, nicht regulierbare (oder abstellbarer) Klimaanlage und extrem schlecht organisiertem Frühstücksbuffet (1 Maschine für alle Heissgetränke, Milchtank muss alle 3 Getränke gewechselt werden, keine Teller, kein Besteck, Essen andauernd aus) ist halt auch nix.
Naja. Dazu kommt, dass das Hotel ausser uns voll von bekennender Rammsteinfans ist, die wohl auf eins der Konzerte im Olympiastadion gehen, und das finde ich sehr unangenehme Gesellschaft. Aber: Q. ist ja immer für eine für alle akustisch gut verständliche Diskussion / Meinungsstück zu haben, und so war danach dann allen klar, wie wir zu der Sache stehen. ("WTF, wie alt ist der?! 60?!")
Dann Aufbruch zum Start der Geburtstagsfeierlichkeiten (beim Torteabholen und später Parkscheinzahlen sehr irritiert gemerkt, dass es anscheinend doch noch Orte gibt, wo NUR Bargeld akzeptiert wird). 
Wenn man in Bayern 80 wird, kriegt man übrigens schriftliche Glückwünsche von Markus Söder. Zum Feiern kam er aber nicht,  Fischen am rechten Rand auf einer Demo gegen das Heizungsgesetzwar ihm wichtiger.
Sein Pech würde ich sagen, wir hatten einen tollen  Tag in der Sonne am Starnberger See bei einem langen Mittagessen mit natürlich dem Geburtstagskind und den noch-Berliner Verwandten. Q. und L. kamen gut mit ihrer Rolle als verehrte grosse Cousins zurecht, ich kam weniger gut mit zwei Gläsern Sekt am Mittag zurecht und hatte den Rest des Tages latente Kopfschmerzen. Vielleicht war es auch zu wenig Koffein den Tag über.
Egal. Es ist grossartig, dass das heute so geklappt hat, auch wenn es natürlich wie so vieles eine bitterböse Note hat. Aber heute ist heute und gleich gibt es Obsttorte am See. Und ich werde den unangebadeten Status dieses Jahr beenden.

Gegessen: 
Hotelfrühstück (Breze, Hummus, Cappuccino, Gipfel, Gemüse, Obst)
Linsenkokoscurry in der Interpretation eines bayerischen Landgasthofs
Geburtstagstorte

Gelesen: "Zur See" aus (das war das allerallerschlechteste Buch von Dörte Hansen), mit grosser Freude gesehen, dass es noch mehr Bände der Volt-Serie gibt und "kostbare Tage" angefangen

Gelernt: ich höre auf "Frau Brüllen?!", und so habe ich eine nette Blogleserin kennengelernt, da am See. Danke fürs Ansprechen!

Freitag, Juni 09, 2023

090623 Auf zur Party

Ich nehme an, ich sollte froh sein um Schlaf in Zweistundenportionen, besser als Halbstundenportiönchen, hm?

Wegen echt viel zu erledigen vor Abreise habe ich aufs Sportründchen verzichtet und stattdessen direkt am Frühstückstisch losgearbeitet. 
Q., der mit allen Noten fürs Schuljahr fertig ist, gingmit dem Sportunterricht heute ins Joggeli-Bad, bisschen neidisch war ich schon, bisher unangebadet dieses Jahr.
L. hat noch eine toughe Woche vor sich, deshalb auch noch ganz normal Unterricht (ah, das Auslandslager nächstes Jahr: es geht mit dem Zug/Interrail nach Dänemark,  dort 1 Woche ins International Scout Center, dann 3 Tage Kanutour und dann mit dem Zug zurück. Nicht ganz so, wie L. sich das gemerkt hatte 😄, aber sehr cool. Leider wird es sich NULL mit dem Abteilungssommerlager überschneiden, so dass auch nächstes Jahr kein Familiensommerurlaub stattfinden wird. Allerdings überlegt Q., ob erals Teil der Küchenchef mit nach Dänemark fahren soll.)
Wir treffen draussen nochmal beide Katzen (status quo sozusagen ok bei Abreise 😁), bestätigen Zeiten und Daten mit den fütternden Nachbarn, ich erledige bei der Arbeit das gestern nicht geschaffte und verhandle 2h lang Verträge (alles tatsächlich spannend und ich glaube, dass sich die meisten Menschen "Big Pharma verhandelt" ganz anders vorstellen. Vielleicht sind aber auch nur wir so und bei den anderen geht es zu wie im Film)
Vor dem Mittag waren wir dann noch Wocheneinlauf erledigen, damit wir am Montag nicht auf dem Trockenen sitzen. Mein innerer Ehrenschwabe freut sich sehr, dass zB L. Lieblongspflanzenmilch, unsere Balsamico-, Kuhmilch- und Pastavorräte genau jetzt den safety stock level unterschreiten, wo es für all das Rabattbons gibt.
Mittagessen mit Q. (der vom 5er, 7er und 10er gesprungen ist. Oke), dann letzte Emails, fertigpacken, Wäsche aufhängen, Spülmaschine anstellen, ab ins vollgeladene Auto und auf zu L.s Schule und dann in den Berufs- und Baustellenverkehr quer durch die Schweiz. 
Wir brauchen für die 150km nach St Gallen über 2h und ich bin ultragestresst, weil alle durchdrehen beim Fahren. Und das in der Schweiz, dem Land, wo das Autofahren entspannt wie nirgends sonst ist....
In Österreich übernimmt wie immer der Hübsche und ich setze mich nach hinten zu L., bisschen beim Lernen für die 4 (!) Tests nächste Woche unterstützen.  Wie gut, dass niemand von uns beim Lesen im Auto schlecht wird.
Wir laden an einem Supercharger, bei dem wir noch nie waren,  schlafen in einem Hotel, in dem wir noch nie waren (die Website verspricht schon mal einen skurrilen Aufenthalt...) und morgen geht es dann runden Geburtstag feiern.

Donnerstag, Juni 08, 2023

080623 Slow down

 So, das waren zwei höllische Tage gestern und vorgestern. Aber das, wie ich es nannte, "Anwaltsmeeting" war erstaunlich undramatisch und sehr hilfreich, also fast wert, den Feierabend dafür zu opfern :-)

Ich war so kaputt, dass ich beschloss, nicht wie sonst am Donnerstag ins Büro zu fahren, sondern von daheim zu arbeiten und als Sporteinheit halt eine Sporteinheit einzulegen (Yoga war wegen weiss nicht eh nicht heute und ich brauch wieder was für die Kayakmuskeln).

Das tat sehr gut, ich hatte nur unterschätzt, wie gut die Webcambilder dann doch sind, wenn die SOnne richtig steht und mir keiner Bandbreite abzweigt und so sah man sehr deutlich, dass ich für das erste Meeting frisch geduscht und mit einer leicht lila Antigelbstichmaske in den Haaren vor dem Computer sass. Egal, auch mit schmierigen lila Haaren und ungeschminkt kann ich zwei Stunden am Stück über Multiproduct Risk Management reden.

Sonst hatte ich heute zwei grosse Blöcke und viel Kleinkram auf der to do Liste und dachte mir, das könnte ich doch mal anders als sonst machen. Normal schiebe ich die grossen Sachen vor mir her und erledige stattdessen all das Kleine vorne weg (und denke im Hinterkopf an den grossen Sachen rum, so dass die dann sehr schnell gehen). Heute habe ich mit den grossen Sachen angefangen und gemerkt: ich brauche diese "Rumdenkphase" und wenn ich da dann nicht die kleinen Sachen währenddessen mache, brauche ich für die grossen Sachen genausolang wie sonst für alles, nur die kleinen Sachen sind dann nicht erledigt. Bisschen unbefriedigend, so ging alles ein bisschen länger.

Irgendwann am Nachmittag kam dann Q. nach Hause (3. Platz by Science on the Move, yay!), dann der Elektriker vorbei, weil wie immer seit 2018 alle spätestens anderthalb Jahre der Dimmer der LED-Bänder ganz oben kaputt ist. Seitdem wird das auf Garantie ausgetauscht, bis heute der ehemalige Lehrling, der jetzt allein Aufträge machen darf, mit dem Hersteller telefoniert hat und festgestellt hat, dass der Chef uns damals einen Quatsch installiert hat und wir haben jetzt nicht mehr Dimmer und Schalter in einem, sondern einen Dimmer und einen Schalter und eine Steckdose weniger. Die kommt aber wieder). Wir werden sehen. 

L. hatte Abschlussfeier seiner Theatergruppe und kam sehr happy zurück.

Ich habe den Jamboree-Code der Jungs genutzt und bei Hajk nicht nur mehr Jamboree-Tauschmaterial (v.a. Krawatten) geordert, auf das der Code gar nicht gilt, sonderen auch Outdoorzeug, was wir schon lang wollten. Der Hübsche zB kriegt jetzt als letzer auch einen neuen Schlafsack. Und dann natürlich vergessen, den Code einzugeben, aber das hat der Support für mich erledigt, danke!

Die Katzen verbringen eigentlich den ganzen Tag draussen, sie kommen kurz vorbei, um etwas zu fressen, aber dann geht es sofort wieder raus. Das scheinen absolut ihre Temperaturen zu sein. Ich atme. Und stelle mir vor, wie cool es wäre, Wurschtigkeit oder Gottvertrauen zu haben.




Apropos Wurschtigkeit: nachdem ich noch veratme, dass die Jungs ALLEIN mit 1450 Schweizer Pfadis und einer professionellen Organisation nach Korea reisen, wird das nächste Abenteuer geplant: L.s Piogruppe (das sind 7 Teenies) planen nächstes Jahr ein Auslandslager (es wird gemunkelt: mit dem Zug nach Schweden und mit dem Kayak zurück (?)). Gleich gehe ich zum Elternabend und naja, wird alles, oder?

Gegessen:

Honigbrot, spicy Ramen, Flammkuchen (mit Sellerie und Tomate und St.Augur, weil, Sie kennen das, das noch im Kühlschrank war

Gelesen: "Zur See"

gesehen: 7. Staffel "Working Moms" zum Rennen