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Sonntag, Juli 05, 2026

050726

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.


Hier hat der Wecker um sieben geläutet, ein Teil von uns hatte ja was vor.

Ich habe mich angezogen, ein Jonnyründchen gemacht (er schläft so oft auf dem Feld am Tennisplatz), dann mit ihm zusammen auf der Terrasse bei perfekten Temperaturen einen perfekten Kaffee getrunken. Das war schon ein echter Highlightmoment!



Frühstück mit einem Teil der Crew um acht, viertel vor neun ging es Richtung nächste Party, nämlich dem 2. Geburtstag des jüngsten Neffen. Wir haben erst noch ein bisschen Kühltransport gespielt und unsere Partyshirts in Empfang genommen (ein Hühnergeburtstag, sowas hatten wir in unserer langen Liste an Partythemes auch noch nicht!) und sind dann ins deutsche Hinterland gefahren. Dort haben sich drei Schwestern mit Family getroffen am selben Ort und alle waren sich sicher, dass wir hier falsch sind :-). Waren wir aber gar nicht und es ging einfach an dem verwirrenden Haus vorbei zum Bauernhof. Der Dinkelberghof ist ein Biobauernhof mit Solawi, man kann dort auch Gemüsekisten bestellen, die geliefert werden, aber auch mit Ferienprogramm und eben Kindergeburtstagsmöglichkeiten. Wir hatten nun Kinder von 2 bis 17 dabei und ausnahmslos ALLE waren glücklich beim Hühnerstreicheln, -tragen und -füttern, beim im Traktor sitzen, beim Schaukeln an dem grossen Baum, bei Kühe streicheln und -füttern, beim Schweine kratzen und duschen, beim Küken einfangen und Hasen streicheln, beim Gurken ernten und direkt verspeisen, beim Stockbrot, Würstchen und Marshmallows grillen. Grösster Respekt dem Babyneffen, der trotz all der Aufregung und dem wenig Schlafen bis zum Schluss durchgehalten hat! Riesengrosses <3 an meine Schwestern und auch an K2(+1), die das einfach zu einem wunderbaren Familienerlebnis gemacht haben. ALLE Kinder sind übrigens auf der Heimfahrt eingeschlafen!




Die Jungs daheim hatten ausgeschlafen und gechillt, einen (den ältesten, lol) schnappte ich mir zu einer Rheinschwimmrunde (heute mit Gegenwind, man musste wirklich schwimmen, um stromabwärts zu kommen), dann: Schwimmtasche für morgen packen, Kleider für another hot day in the office bereitlegen und jetzt werde ich all unsere Zucchinis und die eine Aubergine in feinen Scheiben frittieren und mit Salz/Pfeffer/Knoblauch würzen, mit Pasta, Tomatenwürfeln und in Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauch, Salz mariniertem gewürfeltem Mozzarella mischen, und damit ein Traumwochenende beschliessen. Fast wie Urlaub!

Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Freitag, Juni 05, 2026

050626

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Hier ist bissl die Luft raus, man kennt das ja: kaum hat man sich an kurze Wochen und Feiertage gewöhnt, kommen wieder die langen Wochen (ja, hier war kein Feier-/Brückentag) und es ist alles etwas anstrengend.

Heute: verrückt bis sechs ausgeschlafen, gefrühstückt, am Küchentisch angefangen zu arbeiten. L. in die Schule (es ist nach Notenschluss, es passiert nicht mehr viel repsektive sehr viel, was nicht mit Lehrplan zu tun hat. Wobei es manche Sachen gibt, die sie jetzt machen und die dann im nächsten Schuljahr benotet werden. Weird) und Q. in die Uni zur Matheklausur verabschiedet.

Dann: an L.s Schreibtisch umgezogen und gemerkt, dass ich tatsächlich nur ein einziges Meeting heute habe und das wurde dann auch noch 5min vorher abgesagt.

Ich habe also Zeug fertig gemacht, den Site Visit nächste Woche fertig vorbereitet und dann irgendwann tatsächlich relativ früh Feierabend gemacht. Kann man mal machen, besonders, wenn die nächste Woche crazy voll wird.

Draussen war es morgens noch frisch und kühl, aber ab 10 unendlich schwül und unangenehm stickig. Naaaaaja.

Wocheneinkauf erledigt, Pasta mit Spargel und Tomaten für alle zu Mittag (L. kam später, er war noch bei der Gemeinde, seine Unterlagen für die Führerscheinprüfungsanmeldung abgeben (er muss nochmal  hin, weil, wer hätte das gedacht, wenn auf dem Formular ein Kästchen für ein Passbild ist, reicht es nicht, wenn man seinen Pass mit Bild drin vorzeigt. Ich nehme an, das weiss er jetzt auch für den Rest seines Lebens.), Matheprüfung lief gut bei Q. (next stop: OC).

Später am Nachmittag hole ich mir noch zwei Kürbissetzlinge bei einem Kollegen ab, der zu viele hat und besonders, weil einer "Nicaragua Banana" heisst, bin ich neugierig (ich habe offensichtlich schon vergessen, dass ich von August bis vorletzte Woche JEDE WOCHE Kürbis im Gemüsekorb hatte... 

Zwischendrin entkommt Sansa mal wieder aufs Dach. Sie balanciert über den First, möchte dann eigentlich schon wieder zum Dachfenster rein, das Fensterbrett ist ihr aber zu heiss, sie verbrennt sich den Fuss  und anstatt reinzuspringen (meine Güte, sie springt ungebremst aus dem Dachfenster, aber reinspringen, wo sie weiss, dass dahinter das Bett ist, das geht nicht), klettert sie wieder rauf, rutscht mit dem Fuss ab und hängt an so einem Schneefänger, meine Güte... naja. Zur Not wäre sie in die Regenrinne gerutscht, aber irgendwann kommt sie dann doch wieder rein.

Wir schauen, während der Pizzateig geht, noch das Finale von Friends & Neighbours und ich hoffe, ich komme bald mal in Wochenendstimmung, irgendwie bin ich heute eher ... gedämpft und genervt unterwegs. NAaaaaaja.




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Dienstag, Mai 05, 2026

050526

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Heute Nacht bin ich um drei aufgewacht und direkt wieder in den Aufgeregtheitsmodus verfallen "OHGOTTOHGOTTOHGOTT, LT Präsentation!!!!", bis mir eingefallen ist, dass das ja gestern war und ich bin sofort so unglaublich entspannt und relaxed gewesen, das war so schön!

Beim Rausgehen hat es dann ein bisschen geregnet, ich hatte ja aufs Regenradar geschaut und mehr oder weniger ganzen Regentag mit Wolkenbruch zum Heimfahren gerechnet. Also: Neonregenhose angezogen und bis ich aus der Garage kam, hat es nur noch getröpfelt und der Wolkenbruch blieb auch irgendwie aus (respektive: kam dann schon noch ein bisschen, aber erst als ich schon lang daheim und Jonny auf dem Feld war).

Schwimmen: soweit super, ich war nur auf einer der mittleren Bahnen und das war doof beim Rückenschwimmen, weil ich aus dem Augenwinkel nicht die Einstiegsleitern als Orientierung hatte und einmal volle Möhre mit dem Kopf gegen den Rand geknallt bin (übrigens ein Theme, das sich durchzieht, warten Sie nur ab)

Dann: geschäftiger Morgen. Ich hatte ja dank der LT-Präsentation nicht viel Zeit für, wie ich gerne sage, meinen eigentlichen Job, aber das ist ja nicht die ganze Wahrheit. Der Portfolioteil ist AUCH ein Teil meines eigentlichen Jobs, nur halt nicht auf meine Produkte allein bezogen und nicht ganz so technisch wie sonst. Also: heute volle Kanne voraus mit technischen Themen und meine Güte, nach all dem Slidesmachen, Storytelling, Narrativ kreiieren, Stakeholderalignment und was weiss ich, ist das sehr, sehr erholsam. Ich hatte unter anderem ganz vergessen, dass ich für unser eines Produktteam heute einen Slot reserviert hatte bei einer Taskforce, um ein dringendes wissenschaftliches Thema zu klären respektive unseren Approach endorsen zu lassen. Das ist superwichtig für das Produkt und ich wurde kurz nervös, aber Past-Me hatte vor zwei Wochen in etwa die Präsentation dafür schon fertiggemacht (heute nochmal alle im Team zu einem letzten Check gescheucht) und wir haben zwar statt den zwischendrin angenommenen 10 MInuten doch die ganzen 40 Minuten des Termins gebraucht, aber: wir haben alles endorsed bekommen, noch viel weiter diskutiert und wurden für unser "clear, lean, well thought through proposal" gelobt UND dafür, dass wir dieses Thema jetzt, wo wir noch jede Menge Zeit haben, um es zu fixen, angegangen sind und nicht erst in ein paar Jahren, wenn alles schon superknapp ist. Das war fast noch besser als alles (auch sehr positive, aber von so hoher Warte, dass ich mir denke: Ja, wir haben euch ja nur die Oberseite der Oberfläche präsentiert!) Feedback zu der LT-Präsentation gestern!

Sonst: Mittagessen in skurriler Zusammensetzung. Ich habe ja einen monatlichen Slot mit zwei Kollegen, die sich beide untereinander privat kennen, und ich kenne den einen aus meinem Job vor dem Wechsel zu meinem aktuellen Arbeitgeber. Er kam ein paar Jahre danach nach (mit einem sehr skurrilen anderen Zwischenstop) und seitdem haben sich unsere Pfade hier immer wieder gekreuzt. Den anderen hat mir der Hübsche vererbt, der war eine Zeitlang sein Bürokollege, hat dann zu uns gewechselt und seitdem gehen wir zwei zusammen Mittagessen. Der hat jetzt aber an einen anderen Standort gewechselt, dafür hat ein Weggefährte des anderen Kollegen vom skurrilen Zwischenstop gestern bei einer Abteilung, die auch an meinem Chef hängt, angefangen und ich hatte ein bisschen was damit zu tun, dass er sich darauf beworben hat. Anyway, ich habe heute also vorgeschlagen, den "neuen" zu unserem Lunchtermin für "Leute, die sich über 17 Ecken kennen" einzuladen und das war eine sehr gute Idee (und auch ein bisschen ein Vibecheck, gebe ich zu, nehme an, damit kann nicht jeder umgehen). War aber super und ich hoffe jetzt sehr, dass ich bald mal mit ihm in einem Projekt zusammenarbeite, das kann ich mir sehr gut vorstellen.

Alles in allem: viel konzentriertes Abarbeiten von Zeug, das durch den Fokusshift der letzten Wochen halt nicht weniger dringlich geworden war. Ich hatte ja ein bisschen Sorge gehabt, dass ich jetzt in ein Loch plumpsen würde und am Ende Stresslassnachmigräne-geplagt vor mich hin dämmern würde, aber, kann man ja auch mal sagen und froh drum sein: im Gegenteil, es ist nur so geflutscht! Sehr, sehr cool. (Grad ist mir eingefallen, dass zwei Sachen hintenübergekippt sind: nachfragen, wo das eigtl gestern wieder lieferbar sein sollende Migränemedikament ist und den Termin für gegen Kieferausrenken abmachen. Und L.s Haareschneidtermin.)

Dann: heimradeln, aber auf dem Weg dahin schliessen wir noch den Loop mit Kopfanstossen: mein Radlzeug ist ja im Spind im 1. UG unter dem grossen Turm. Dort geht es noch viel weiter runter und es gibt auch verschiedenste Verbindungen unterirdisch im Areal zu anderen Orten. Das wollte ich gar nicht ausprobieren, ich hatte nur irgendwie das Gefühl, es müsste einen besseren Treppenaufgang ins EG geben, als den, den ich immer nehme. Und tatsächlich habe ich ein anderes Treppenhaus gefunden, habe mich am 1. Absatz gewundert, dass da verschiedene zwar plombierte, aber nicht wirklich gesicherte Hebel an der Wand waren, die für irgendwelche Notfälle irgendetwas fluten? ablassen? öffnen? keine Ahnung.... würden. Obendran war ein Schild: "Achtung, Bodenklappe öffnet selbsttätig.". Und während ich noch überlegt, wo denn hier ein Bodenklappe wäre, die selbsttätig öffnen könnte und ob ich am Ende auf einer Falltür stehen würde... stiess ich mit dem Kopf gegen ... die Bodenklappe, die war nämliche eine massive Zwischendecke, die einfach den nächsten Treppenabsatz abschnitt. Ich finde das relativ krass, dass man da eine Treppe gegen eine Decke führen lässt, andererseits... ist das eine schwarze Decke und ich könnte mir vorstellen, dass man mit ein bisschen mehr Konzentration und "im Jetzt sein" oder, wie man früher gesagt hätte, "Schauen, wo man langläuft" vielleicht nicht ungebremst gegen eine Decke geknallt wäre. (so schnell war ich auch nicht.).

Anyway: ich wüsste jetzt gerne, für welchen Notfall diese Deckenklappe ist UND wo man da rauskommen würde, aber das ist ein Rätsel for another day. Ich bin dann bedröppelt zurück gegangen, habe mich auf der Suche nach dem Ausgang im U1 noch ein bisschen verlaufen und bin immer tiefer unter den Turm gelangt, wurde dann kurz ein bisschen klaustrophobisch und aufgeregt, das weiter recherchieren müssen wir also erstmal vertagen.

Daheim: Schwätzchen mit Mann und Kindern, Kater flatschnass aus dem Feld abholen, noch ein paar Emails beantworten und jetzt gibt es noch eine Folge "Friends and Neighbors" vor dem Schlafengehen.




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Sonntag, April 05, 2026

050426 zweiter Versuch

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

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Hier: ausgeschlafen bis viertel vor neun (!), geduscht, den Hübschen geweckt und ein Osterhäschen überreicht. Q. bekam auch eins, dann habe wir gemütlich im Hotel gefrühstückt. 
Wir waren noch ein bisschen früh dran für eine Verabredung und sind also bei Traumwetter noch durchs Westend spaziert. Learning an einem Spielplatz/Trainingsstation: ich schaffe mittlerweile 2,3 und vllt noch einen halben Klimmzug ohne Unterstützung. Das sind 4 mehr als bisher!
Dann: spannendes Ausparken aus der Hotelgarage und im Pflegeheim die Schwiegermutter für den Ostertag mit allen abholen.
Das Mittagessen im Marthabräu alle zusammen war lecker und nett (ich habe es geschafft, und es war nicht leicht, die Ostertage im Münchner Umland vegetarisch ohne die total overrated Universalantwort Käsespätzle zu überstehen. Ich habe viel Salat mit Fertigdressing und gegrilltem Ziegenkäse mit Honig gegessen) --> Wichtiger Punkt: das ist KEINE Frage nach Restaurantempfehlungen im Münchner Umland. Sie wissen weder, was noch wo ich suche noch was red flags für mich sind, das zeigt sich durch unwillkommene Empfehlungen von Restaurants IRGENDWO in Bayern mit grosser Bärlauchkarte und "Keine Kartenzahlung, Bargeld ist Freiheit." Meine Güte.... (Machen Sie sich keine Mühe, den Kommentar zu suchen, er ist auf der Spamliste)

Eis und Kaffee im Schwagergarten, dann verabschieden wir uns und machen uns auf den Rückweg in die Stadt. Wir laufen im Westend noch ein bisschen rum und lassen das Wochenende Revue passieren, während Q eine OC-Vorlesung hört. Dann: Aperol Spritz auf einer sonnigen Terrasse und richtig gutes indisches Essen("Royal India" in der Westendstrasse)
Damit wäre der Osterbesuch dann auch fast vorbei. Hoffe auf eine entspanntere Heimfahrt morgen.





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Freitag, März 20, 2026

200326

 Es ist 18:40, ich sitze im ganz leeren Haus, habe bis vor 30 Sekunden noch gearbeitet (im HIntergrund läuft mein Gemini-Weekly Summary). Der Tag war knallvoll, und ich habe noch nicht mal geschafft, meine 12k Schritte heute zu machen (ich werde gleich nochmal ums Karree stiefeln).

Aufgestanden um sechs, beim Frühstück  Skincareroutine und ausstehende Trainings abgearbeitet (mich etwas mütterlich beim "New Multiproduct Risk Process" gefühlt, weil ich Teil des Teams war, das den "First Multiproduct Risk Process" entworfen, implementiert und against all odds am Leben gehalten hat. All die Fallbeispiele kannte ich aus der Zeit noch, war ein easy win, bis auf das eine, das sie als "this was already an issue, not a risk" klassifiziert haben, aber das wurde es halt nur, weil niemand in die Pötte kam. naja.

Dann: Installieren an L.s Schreibtisch (gesehen: die Calathea, die ansagegemäss im Herbst alle Blätter abgeworfen hat und verschwunden ist, spickselt wieder aus der Erde. ich freu mich sehr!), mit Pfefferminztee losarbeiten, bis ich um kurz vor acht mit dem Hübschen mein Rad in den Kofferraum wuchte und zum Radlschrauber bringe. Ich habe ja eigtl für April einen Servicetermin abgemacht, aber darf zum Reifenwechseln zwischenreinflitzen. Sie bieten mir an, wenn sie alle Teile haben, den ganzen Service direkt zu machen (Ich glaube, ich habe es schön öfter gesagt: bester Fahrradladen der Welt!) Um vier ist es fertig und nicht mal teuer, aber abholen schaffe ich erst morgen oder am Sonntag (da haben sie ausser der Reihe offen).

Daheim: weiterarbeiten, in den kurzen Pausen zwischen Meetings. 

Zwischendrin: Elektrikertermin für die Terrassenbeleuchtungsplanung. Auch hier: wie cool, wenn man jemanden vertrauenswürdigen an der Hand hat (nach Bad und Küche trauen wir ihnen auch mit Terrasse).

Um halb eins essen der Hübsche und ich schnell Salat und aufgewärmtes Spätzlegratin oder sowas aus einer der TK Boxen, dann geht es schnell zum Wocheneinkauf. 

VOn halb zwei bis 4 noch einen Stapel Meetings (meine junge Kollegin, die uns im Projektmanagement für unser Monsterprojekt unterstützt, geht morgen für drei Wochen in die Ferien, wir machen einen nahtlosen Handover und ich muss ihr irgendwann (also: vor 5 Minuten) sagen, dass sie jetzt bitte einfach aufhören soll, ich mach den Rest nächste Woche.), dann fahre ich mit L. ein paar Dörfer weiter auf der deutschen Seite. Er hatte akuten Haareschneidebedarf und meinen Termin bekommen, ich laufe jetzt noch ein paar Wochen immer flauschiger durch die Gegend. Ich nutze die halbe Stunde, um im Hieber Snacks und "deutsche" Sachen einzukaufen. So weit ist es gekommen: ein deutscher Supermarkt wirkt sehr fremd und exotisch von der Produktpalette mittlerweile. (Ich habe verschiedene Ostersachen gekauft, Chips, die nicht von Zweifels sind, Götterspeise, Gewürze, Smoothies, Süsskram, Kekse, Snacks)

Gestylt fahren wir zurück, Feierabendverkehr nichtexistent.

Daheim flitzt L. mit einer Götterspeise to go zu einem Pfadihock, ich knete Pizzateig, Q. ist beim Sport, der Hübsche hat sich zu einem Hyrox-Termin breitschlagen lassen (Ich habe gelernt: da muss man laufen UND das im Team machen, Hölle nein, Bruder). Als der Pizzateig geht, antworte ich noch auf Chats, dringende Emails, Zeug, aber jetzt ist Schluss. Ich habe die Woche so viel geschafft und erledigt, die nächste wird mindestens so heftig, ich brauche eine Pause. Ehrlich jetzt.

In diesem Sinne: Hände hoch, Wochenende!

Donnerstag, März 05, 2026

050326 #WMDEDGT

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Aufgewacht um halb fünf, dann gemütlich weitergebachelt bis halb sechs, jedesmal, wenn ich mich umgedreht habe, von Sansa drauf hingewiesen worden, dass sie gerne hätte, wenn ich in IHRER präferierten Position schlafen würde, in der ich ihr eine gemütliche Kuschelschale bilde.


Beim Frühstück herräumen (erst für die Katzen, dann für mich) drauf hingewiesen worden, dass die Powerdiks der Spülmaschine leer ist. Passt gut, weil ich noch genau eine aus der letzten Schachtel übrig hatte und die Abo-Schachtel (6 Disks und 1 Runde Reiningungszeug für die Spülmaschine) gestern kam. Respektive natürlich NUR die Disks, die Reinigungssachen muss ich in der Apothekenpost auslösen. Nach wie vor: Riesenfan der Powerdisklösung, habe gemerkt, ich habe mir das Beschicken der Spülmaschine mit Tabs oder was auch immer total abgewöhnt und in Island mich dann gewundert, warum das Geschirr nicht gescheit sauber wird :-).


Radfahren war superst, es wird jeden Tag heller morgen.

Beim Schwimmen hatte ich eine Bahn zum Teil allein, zum Teil mit einer anderen Person, aber wir kamen gut aneinander vorbei. Ich hatte gestern meinen Knochenkopfhörer mit neuen TrueCrime Folgen aus der Audiothek aufgeladen und war gespannt, was als erstes abgespielt werden würde (“Bauer Rudi wurde anders als gestanden nicht von seiner Familie zerstückelt und an die Hunde verfüttert”, oke). Ich habe mich trotzdem irgendwie verzählt und bin dann eher 44 als 40 Bahnen geschwommen, aber gut.

Es hat trotzdem noch für meinen Lieblingsplatz gereicht.

Beim Teemachen dann von einem mir Unbekannten angesprochen worden: "Bist du die Frau vom C.?" Und das ist in meiner Altersklasse ja eine trick question, deshalb habe ich mit "Von EINEM C. weiss nicht, ob von DEM" geantwortet. Stellte sich heraus: ein ehemaliger SPortkollege vom Hübschen (schon WIEDER!), der sich bei beiden unseren Arbeitgebern beworben hat und jetzt bei mir und auch in meiner (weiteren) Abteilung gelandet ist. Praktisch, wenn man so einen einzigartigen Nachnamen hat, dann ist das sehr einfach, gefunden zu werden.


Heute dann endlich das Gefühl gehabt, den angesammelten und neuen Themen langsam Herr zu werden, das ist gut.


Mittagessen (Lauchquiche und zwei Salate und eine Banane für Später) und dann Ründchen mit Coffee to go mit meinem ehemaligen Flu-Crew-Mitstreiter, der mein Jöbli übernommen hat. Ach guck, vermiss ich gar nicht (also: die Zusammenarbeit mit ihm scon, aber das Jöbli. Und, ehrlich gesagt, auch die Grippethemen. 10+ Jahre sind genug.)

Eigentlich wollte ich das nutzen, um bei der Apotheke Ersatzmigränetabletten für meinen Arbeitsrucksack abzuholen, aber das habe ich vergessen. Genau wie “KAffeebecher gleich auf dem Weg nach oben abgeben”. Als ich ersteres bemerkte, bekam ich grad einen Hauch Kopfweh, aber konnte mir den grösstenteils ausreden.


Wildes Erledigungszeug, dann ein paar Meetings und am Nachmittag vor dem letzten Teammeeting fix eingeplant: heimradeln und, haben Sie ihn auch so vermisst wie ich?, den Gemüsekorb abholen. Ab heute gibt es wieder wöchentlich, ausserdem kriege ich einen grossen diesmal, weil wir den letzten wegen Ferien abgesagt hatten. Musste auf dem Lieferzettel extra überprüfen, wieviele Eier :-).


Eichblattsalat, DREIMAL EIER!, Karotten, Mangold, Feldsalat, Wirsing, Rote Bete, Radicchio, Zuckerhut, Chinakohl, Radieschen, Kartoffeln, Zwiebeln, Blaukraut, Kürbis. Holla!

Auf der Schweizer Seite dann prompt von einer Fussstreife der Grenzwache angehalten worden (was geht?!) und ausgefragt worden. Sie wollten dann aber weder den Korb filzen noch meine Wechselklamotten oder Schwimmsachen anschauen. Fast ein bisschen schad.


Daheim dann: Group Meeting, dann eine Stunde Pause respektive Abendessen machen und essen, bevor es für die Hälfte der Familie ins Pfadihaus ging, L. zum “roten Faden planen”, ich zum Elternrathock (ich plane, meine Exitstrategie langsam zu starten)


Uff. Morgen Homeoffice mit einem grossen Block an “jetzt aber wirklcih fertig machen”-Themen, einem verschobenen Meeting und, a first seit über einem Jahr: KEINEM Physiotermin, weil ich fertig und wieder ganz bin. Yay.


Mit dem Hübschen schaue ich vor dem Schlafengehen noch eine Folge “Twelve Monkeys”, es hat sich ein bisschen arg totgelaufen, aber die letzte Staffel schaffen wir jetzt auch noch.




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Donnerstag, Februar 05, 2026

050226

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Ausgeschlafen aufgestanden um halb sechs, unten erschrocken, dass beide Katzen, die ich draussen wähnte, just reingekommen waren und mich anklagend hungrig anschauten. Ich selber war sehr happy, dass ich mir gestern abend noch eine Runde Obst geschnippelt hatte und das mit Skyr und Granola zu dem üblichen Pott Hafermilchkaffee echt gut schmeckte.

Radeln nach zwei Tagen Pause war richtig schön, nur die Handschuhoption mit nur WIndstopperfingerhandschuhen ohne Krabbenüberhandhschuhe war ein bisschen arg optimistisch und ich hatte richtig kalte FInger.

Schwimmen: kaum ist man zwei Tage nicht da, ändern sie das Bahnenreglement. Normalerweise ist eine Bahn für “Streckenschwimmer” reserviert, was auch immer das bedeutet. Immerhin ist eine Schwimmrichtung (gegen den Uhrzeigersinn) per Schild vorgegeben. Heute waren es drei Bahnen und dann habe ich beschlossen: ich schwimme ja Strecke, nur halt recht langsam, aber nicht so langsam wie die Leute, die unterwasserlaufen oder sitzrückenpaddeln. War dann auch ok, nur skurrilerweise haben manche Leute echt Mühe, sich an das “Rundenschwimmen” in einer Bahn zu halten. Ich bin da mittlerweile stur und denke mir: ich schwimm einfach grad aus, die werden dann einer Frontalkollision schon ausweichen. Aber gut, bei den Irren, die da manchmal unterwegs sind, weiss man es halt auch nicht. Heute ist es aber nicht passiert.

Ich war heute ein bisschen unter Zeitdruck, weil mein erstes Meeting schon um 8 war und das tatsächlich mit Rüberlaufen, Zeug im Spind verstauen / zum Trocknen aufhängen etc bisschen knapp wird, aber: Punkt 7:57h war ich auf unserem Stockwerk (die Kollegin, mit der ich verabredet war, war wegen überforderter Hotelrezeptionsazubi ein bisschen spät, so konnte ich noch durchschnaufen).

Der Tag selber war dann dicht getaktet, ich sorgte für Verwirrung, weil ich zum dritten Tag in einer Reihe “meinen” Platz nicht einnahm, sondern heute halt, mit lauter Back2Back Meetings, beschloss, dass ich mobil unterwegs sein würde und keinen der knappen Plätze besetzen würde. So hatte ich den ganzen Tag Schiss, dass ich meine Jacke oder ein Handy oder Kabel oder was auch immer in einem der vielen Räume vergessen würde…

War ein dichter, aber guter Tag, sehr wichtig und gut für mich das Meeting mit meinem Chef, wo ich das total schief gelaufene LT Meeting von Montag nochmal ausrollte und um Rat bat. Zeigt sich: it was them, not me… (Habe ich erwähnt, dass ich so froh bin, ihn als Chef zu haben)

MIttagessen mit einer Kollegin, mit der ich seit Juni in einem Team arbeite und die ich auf jeden Fall interessant finde. Ich bin fast ein bisschen stolz, dass ich (hätte ich auch nicht gedacht, das mal ehrlich sagen zu können) nicht mehr ganz so judgy bin wie auch schon. Es gibt immer noch Leute, bei denen klickt es von ganz allein, da ist alles easy, die mag ich (und mag ich auch besser kennenlernen, das passiert von alleine), es gibt immer noch Leute, die ich überhaupt nicht mag und auch nicht kennenlernen mag und vermeide, mehr als nötig (oder überhaupt) mit ihnen zu tun zu haben, es gibt immer noch Leute, die ich langweilig finde oder die, ganz ehrlich, so introvertiert sind, dass ich jede Interaktion unglaublich zäh oder einseitig finde, und das vermeide ich auch. Aber es gibt auch andere Leute, die ich nicht per se jetzt unerträglich finde, auch nicht uneingeschränkt toll, vielleicht ein bisschen nervig oder anstrengend, aber so, dass sie mich neugierig machen, was da dahinter ist. Und so ein Mittagessen war das heute. War auf jeden Fall nicht langweilig und zäh und ich bleib dran!

Nachmittag dann richtig anstrengend, weil 4 einstündige Meetings ohne Pause ausser einmal zwischendrin kurz zum Heimradeln und Gemüsekorb abholen. Uff.

Abendessen frisch aus dem Korb, dann noch eine Folge “Down Cemetery Road” mit dem Hübschen (bin mir nicht sicher, ob ich Ruth Wilson oder Emma Thompson hotter finde) und dann ab ins Bett, war eine anstrengende Woche (morgen auch noch), aber fürs Wochenende haben wir was tolles vor!


Zuckerhut, Kresse, ein bisschen ramponierter Kürbis, Sellerie, Chicorino Rosso, Rettiche, Blaukraut, 3 shades of Karotte, Lauch, Sauerkraut, Kartoffeln, Portulak, doppelte Menge DER EIER



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Montag, Januar 05, 2026

050125

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Der Tag gestern endete dann ein bisschen skurril, ich würde sagen, es hätte gut in eine finnische oder schwedische Tragikkomödie gepasst, aber vllt auch nur wegen der Sauna. Wir haben, wie geplant, beim Heimkommen aus der Kälte die Sauna angeworfen, nach dem Vorheizen die Kleider abgelegt und, wie man das halt so macht, mit Rosmarin-Orangen-Aufguss (der war fast leer und ich konsolidiere gern), Apfelschorle, Musik, Diskolicht und so angefangen zu schwitzen. Aus allgemeiner Unruhe heraus überprüfte der Hübsche nochmal den Standort des Schwiegermuttertags (das Handy war noch nicht wieder bei ihr) und .... er war unterwegs. Also: den Bruder vor Ort angerufen, der sprang ins Auto, machte sich auf den Weg zum letzten Standort, wir duschten kalt und gingen nochmal in die Sauna. Als der Bruder vor Ort war, rief er wieder an, fand niemanden, die beiden Brüder (einer draussen in der Kälte, der andere drinnen nackt, weil halt Sauna, Sie verstehen jetzt vllt den Teil mit der Tragikomödie?, ich mit einer weissgrünen Gesichtsmaske aufgelegt) konferierten. Ich rief im Pflegeheim an, um zu bestätigen, dass sie wirklich weg sei und nur ihr Tag wie auch immer. Dort hatte man sie noch gar nicht vermisst, aber sie war definitiv weg. Langsam stieg die Unruhe, irgendwann war klar: das wird so nichts, es war fast -10 Grad draussen, dunkel, eisigglatt und sie bestimmt nicht warm genug gekleidet und definitiv nicht gut zu Fuss. Also rief der (nackte) Hübsche bei der Polizei an (so nett, in Bayern muss man unseren Nachnamen nicht buchstabieren, "Wie mas sogt, oda?"), ich im Pflegeheim, der Bruder durchfragte Restaurants, Cafes, halbwegs öffentliche Gebäude. Bei der Polizei konnte man schnell helfen, weil sie schon Bescheid wussten. Jemand hatte sie auf der Strasse aufgesammelt, zum Aufwärmen ins Haus genommen und die Polizei informiert. Unser Puzzlestück war dann sozusagen der Ort, wo sie hingehört. Der Bruder durfte sie dann dort von der Streife in Empfang nehmen und wir sind der Person, die hingeschaut und geholfen hat, sehr, sehr dankbar (die Polizei durfte uns nicht sagen, wer oder wo das war, deshalb hier anonym.). Ich nehme das als Anstoss, mir noch weniger einen Kopf zu machen, wenn mir irgendwas komisch vorkommt, sondern einfach zu fragen und Hilfe anzubieten.... der letzte Saunagang war dann tatsächlich entspannt. Naja. Relativ

Schön war dann nach dem Abendessen allerdings die Erkenntnis, dass Q. direkt eine Woche nach Semesterbeginn eine Woche Fasnachtsferien hat und deshalb nach Island nachkommen kann! Deshalb gestern nochmal einen Flug, eine Hotelübernachtung in Reykjavik und ein zusätzliches Hotelzimmer für die Rückreise gebucht und im Airbnb angefragt, ob auch 5 Gäste ok sind (ja, sind sie). Das freut mich sehr und ich bin auch recht entspannt mit Q.s alleiniger Anreise, er ist erstens gross und zweitens kennt er sich in Reykjavik aus und drittens sind wir ja praktisch ums Eck. Hach!

Dann also heute Alltag. Die Katzen und ich haben ganz schön geschaut, als der Wecker um halb sechs läutete! Nächste Überraschung: die letzte Zimtschnecke, auf die ich mich seit dem zu Bett gehen gefreut hatte, hatte über Nacht einen anderen Abnehmer gefunden, also: Honigbagel!

Die Radfahrt zur Arbeit war ... holla. Ich war sehr vorsichtig, weil ich mit Glätte rechnete. Das ging erstaunlich gut, nur die Brücke über die Ergolz war zur Hälfte eine Eisplatte (ich habe drüber geschoben, auch am Heimweg nochmal) und dann die 2, 300 Meter zum Kraftwerk waren suboptimal. Sonst war alles trocken und, wie ich am Heimweg gesehen habe, so gesalzen, dass das Eis keine Chance mehr hatte. Hat sich da die Politik wieder geändert? Ich erinnere mich an meine Gymnasiumszeit, in der Salzen total verpönt war, überall Splitt-Kisten standen, im Frühling die Strassen ewig lang voller Rollsplitt lagen, so dass man gar nicht gut Rollschuhfahren konnte und manche Leute mit Asche gestreut haben, was meine Eltern total doof fanden, weil da die Kleider so dreckig werden, wenn es einen hinlegt. Ich erinner mich auch, dass "Warum man nicht salzen sollte" eines DER Aufsatzthemen in der Schule war... Hier stehen auf jeden Fall NUR Salzcontainer rum, auf den Strassen ist es so weiss, dass ich mir am Heimweg nicht sicher war, ob das vllt doch Eis wäre.... Naja. Als Winterradlerin werde ich mich mal nicht beschweren. Dann aber: es war so, so, so, so kalt! Angeblich -8°C, keine Ahnung, ob ich übermüdet war oder das tatsächlich kälter war, als ich bisher jemals durchradelt habe, aber holla! Meine HH-Winterstiefel waren warm, die doppelten Handschuhe nicht, meine Knie wurden kalt und mein Gesicht trotz Buff. Ich brauchte beim Schwimmen 10 Bahnen, um mich nicht mehr kalt zu fühlen. Trotz heisser Dusche danach ging das leichte innerliche Kältegefühl den ganzen Tag nicht weg. Ist aber auch ok: ich habe jetzt festgestellt, dass nach 2 Wochen Ferien, in denen das Gebäude vermutlich nicht sooooo geheizt wurde, davon mindestens einer Woche mit ordentlich Minusgraden, es sich innen auch auf der Südseite endlich so anfühlt, dass ich über ein dünnes Langarmshirt evtl noch ein bisschen was überziehen könnte, ohne einen Hitzschlag zu bekommen!

Im Büro war noch recht wenig los, ich glaube, alle mit Kindern in deutschen Schulen oder Kindergärten, haben noch incl Dienstag freigenommen. War also kein Problem, meinen Lieblingsplatz zu bekommen und die Webcam am neuen Curved Screen zu personalisieren. Für ein paar Plätze reichen meine Augenvorräte noch.



Der Arbeitstag war dann tatsächlich recht entspannt, nach der Weihnachtspause erwarten einen ja höchstens ein paar Sachen aus Asien und halt die last minute Sachen, die jemand am 22. Dezember noch raushauen musste.

Zum Mittagessen mit dem früheren Lieblingskollegen eine Premiere: die Vegibowl im Bowlrestaurant schmeckte einfach richtig scheusslich. Mein Kollege musste so lachen und war bereit, mit mir woanders hinzugehen, weil ich (unbewusst) so angewidert das Gesicht verzog. Und das heisst halt schon einiges, ich esse praktisch alles und wenn ich mich gut unterhalte, ist richtig gutes Essen meist fast Verschwendung, weil ich es reinschaufle und nur auf die Unterhaltung achte. Aber das? Urks. Ich glaube, die gab es schon öfter und eigentlich ist sie nicht schlecht: Fregola Sarda (i, o? Wie Perlcouscous halt), weisse Bohnen, Orangen, Fenchel, Granatapfelkerne und irgendwas mit Feta, Pesto und Brie, das ist total weird und schmeckt wie Obatzda Genovese, also nicht gut. Aber beim Rest kann man eigentlich nicht viel falsch machen.... ausser man kocht den Fenchel breiweich (ich hatte mit rohem Fenchel gerechnet) und, ich weiss nicht, nimmt eine Bitterorange oder schüttet aus Versehen irgendwas mit Bitrex drin (Spüli? Desinfektionsmittel?) in den Orangencontainer. Örks, echt! (Spricht für die Unterhaltung und meinen Hunger nach dem Schwimmen, dass ich trotzdem aufgegessen habe!)

Heimgeradelt bin ich ausnahmsweise noch im Hellen, wollte mir die Strasse nochmal bei Tageslicht anschauen. Mit Zwischenstop beim dm hat es dann doch bis Sonnenuntergang gedauert, bis ich an der Kraftwerksbrücke war, aber das ist ja sehr hübsch!

Das Eis auf der Brücke




Der Hübsche ist im Moment ein bisschen on edge mit der ganzen Schwiegermuttersituation und deshalb trade ich ein bisschen von meinem Seelenfrieden gegen viel von seinem und fahre morgen und am Mittwoch NICHT mit dem Rad, sondern mit dem ÖV und gehe mittags schwimmen (da, das habt ihr jetzt davon, mit der scheusslichen Bowl heute! Esse ich halt nix mehr!). Am Donnerstag wird es erstens wärmer (und nass) und zweitens ist da Gemüseabholtag und das schleppe ich nicht ewig in Bus und Bahn und zu Fuss durch die Gegend! Wenn ich ihm damit eine Sorge nehmen kann, mache ich das und hoffe, beim Mittagsschwimmen genug Ruhe zu finden und beim Weg zum Bus auch genug frische Luft. 

Jetzt: Montagspizza, Kleiderbestellung anprobieren (passt alles!), Tasche für morgen packen, noch eine Folge Serie und dann ein bisschen früher ins Bett als auch schon.

Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Mittwoch, Dezember 31, 2025

Jahresrückblick in BIldern 2025

  Konzept ist traditionell stolen with pride von Frau Mutti, Vorjahr findet sich hier (Vorvorjahr dann dort verlinkt, Sie verstehen das Konzept, nehme ich an.). Die Regeln (flexibel auszulegen, das ist ja was, was ich übe) besagen: pro Monat ein Bild von mir (am besten NUR von mir, aber das gibt es nicht immer)

Januar





Wir haben unser Jahr spektakulär in Island gestartet und sind nach Silvester in Reykjavik durch die Kälte und verschneite Winterwonderland-Gegend bei -17Grad ein bisschen ins Hinterland gefahren. Wir haben die Golden Circle Highlights im Schnelldurchlauf (weil so kalt) in vereist gesehen, soooooo toll! Dann haben wir uns in einem echt luxuriösen Ferienhaus eingerichtet und eine magische Woche in Schnee und Eis und heissem Wasser verbracht. Leider habe ich mir Q.s "Hüsterchen" eingefangen und bin dann an unserem letzten Tag mit hohem Fieber durch Reykjavik gebummelt und richtig krank nach Hause geflogen. Daheim bin ich einfach für eine Woche krank ins Bett gefallen, ich war sogar zu schwach zum Essen. Zwischendrin wurde mein Arm beim Orthopäden für wieder angewachsen erklärt und die unerwartet schmerzhafte Zeit in der Physiotherapie begann. Meine Güte, ich hätte nicht gedacht, dass das so, so, so weh tun kann, obwohl gar nichts mehr kaputt ist.
Der Hübsche hat sich auch angesteckt, bei ihm war es nur ein Hüsterchen, dafür aber zusätzlich wieder Vorhofflimmern. Was ein unendlicher Scheiss, anders kann man das nicht ausdrücken (ja, klar, sofort Blutverdünner und Betablocker, aber trotzdem hat er auf einer Elektrokonversion asap bestanden. Die Woche bis dahin war sehr, sehr lang. Zusätzlich bekommt er einen Termin für die Pulmonalvenenisolation auch noch vor den Skiferien.
All das übrigens mit mir noch lang nicht auto- oder radfahrtauglich, also ein Riesenscheiss alles.
Parallel steht das alleralleroberste Approval unseres "Wir retten die Welt"-Projekts im Jöbli an, das übrigens mit wehenden Fahnen bestanden wird (mit fliegenden Fahnen bestanden?). Anyway: wir kriegen richtig viel Geld (L: "Cool, einfach so?"), das wir jetzt für unseren Plan ausgeben dürfen / müssen.
Über die Weihnachtsferien habe ich den über ein Jahr gereiften Entschluss, das Jöbli aufzugeben respektive, sind wir ehrlich, tief enttäuscht an die Funktion, die ihn an mich ausgelagert hat, zurückzugeben. Der grosse Erfolg mit dem Weltrettungsprogramm ist ein grossartiger Zeitpunkt dafür, man kann mir nun nicht vorwerfen, dass ich halt keine schwierigen Sachen könne und hinwerfe, wenn es kompliziert wird.
Ich übernehme als Buddy für eine neue Kollegin, die aus Japan für 2 Jahre bei uns sein wird, ein Schelm, wer daran denkt, dass ich ja alles über Japan aufsauge, was nur geht, weil L. ja bald auf dem Weg sein wird.
Um das Gesundheitsmass voll zu machen, sind wir mit L. für einen dritten Tuberkulosetest zur Lungenliga nach Aarau gefahren (er braucht den ja für das Japanvisum). Das Resultat kommt aber erst im  
Februar



und war dann nicht mehr "inconclusive" oder "knapp noch negativ", sondern "knapp positiv". Was für ein unendlicher Scheiss. 
Aber erstmal ist L. im Skilager und geniesst die Zeit in Engelberg.
Als er zurück ist, haben wir direkt einen Termin in der Infektiologie des Kinderspitals. Wir lernen in 2 Stunden alles, was man als Eltern über Tuberkulose wissen sollte und auch, dass für L. und uns keine Gefahr besteht, selbst wenn es kein falsch positiver Test war. Wir müssen das alle im Gedächtnis behalten, für den Fall, dass einer von uns mal Chemotherapie braucht oder eine Autoimmunkrankheit entwickelt, das ist alles. L. bekommt ein sauberes Lungenröntgenbild, geht nochmal zum "Schleimabhusten und -testen", auch da ist das Resultat sauber, damit steht dem Japanvisum nichts im Weg.
Unerwartet und unschön wird die innerfamiliäre Abklärung, weil meine Mutter es als Angriff auf sie persönlich sieht, dass ich sie, auf Anraten des Infektiologen, bitte, mit ihren Ärzten zu klären, ob sie evtl in der Vergangenheit eine aktive Tuberkuloseerkrankung hatte, die im Dauerhusten übersehen wurde. Da sie mit nah mit den kleinen Neffen in Kontakt ist, für die aufgrund ihres Alters eine Infektion deutlich gefährlicher wäre als für unsere Familie, in der alle tuberkulosetechnisch ausgewachsen und uninteressant sind, ist das eine essentielle Frage. Oder aber man wertet es als bösartigen Angriff und Unterstellung und ghostet mich, während man die anderen Schwestern und Partner versucht, als Verbündete gegen mich (in welchem Kampf auch immer) zu gewinnen und, als das nicht klappt, übel beschimpft. Naja. (Test war dann negativ, sowohl der auf Tuberkulose als auch auf gesunden Menschenverstand)
Das war das.
Bei der Arbeit gebe ich in einem wohlformulierten 2Seiter das Jöbli zurück respektive erkläre, warum und dass ich es noch max bis Ende Q2 machen werde. Zeitgleich wird in meiner Heim-Abteilung bekannt gegeben, dass es eine ordentliche Umstrukturierung geben wird, Details aber erst im April. Na dann. Hilft für ein entspanntes, produktives Arbeitsklima. Nicht.
Der Hübsche und ich reisen, endlich mal was schönes, nach Nierstein, einen aus Gründen nachzuholenden Adventsbrunch zu feiern. Das ist eine wunderbare Auszeit von allem!
Q. ist richtig beschäftigt: für die Feuerwehr braucht er ein Atemschutztauglichkeitszeugnis (wird erstellt von einem Arbeitsmediziner, den der Hübsche und ich noch aus unserem ersten Job kennen), er bekommt seine Ausrüstung, hat erste Übungen, der Urlaubsantrag für den Atemschutzkurs wird genehmigt. Dann nähert sich die Fahrschulzeit dem Ende, es wird alles konkret, was sich für ihn in diesem Jahr alles ändern wird. Mit einem frischgeschliffenen Messer schneidet er sich an einem Abend bis auf den Knochen in den Finger, wir verbringen den Abend in der Notaufnahme, es wird geröntgt und genäht, aber alles geht glimpflich aus.
Wir planen unsere Sommerferien, aus naheliegenden Gründen ist jeder USA-Teil gestrichen, wir buchen die Flüge und Unterkünfte und Fähren für gute zwei Wochen Kanada (Vancouver und Vancouver Island).
Physiotherapie ist immer noch sehr schmerzhaft, aber es wird langsam, ich bin zurück zu meinem normalen Sportprogramm (minus Klimmzugtraining und Yoga). Ich bekommen vom Arzt die Clearance für Auto- und Fahrradfahren. Erste Fahrt ist übrigens: den Hübschen und L. zeitgleich ins Krankenhaus.
Der Hübsche hat seine Pulmonalvenenisolation incl ein, zwei Tage Krankenhaus (wussten Sie, dass man einen Druckverband ANNÄHEN kann?!), es geht alles gut, aber die Blutverdünner und das Hämatom in der Leiste lassen uns etwas nervös in die Skiferien starten.

März





startet mit eben dieser Woche Skiferien. Wir haben uns vorgenommen, uns nicht unter Druck zu setzen, möglichst viel zu fahren, sondern als Ziel zu haben, dass wir Spass haben und alle heil zurückkommen. Das klappt, die einzige "Verletzung" sind richtig verbrannte Lippen wegen keinem Sonnenschutzlabello (bei mir mit richtig fies grossem Herpes auch ausserhalb der Lippengrenze, aber nichts, was eine ärztliche Intervention bedürfte, das ist ja auch schon mal was.).
Bei der Arbeit ist es so mittel, Kaninchen vor der Schlange sagt ja auch niemand, dass aber bitte business as usual stattfinden soll, so ungefähr ist es halt.
Ich bin sehr, sehr, sehr enttäuscht, als unsere globalen Ziele von DEI "befreit" werden, um mit dem Irrsinn des US Präsidenten compliant zu sein. Dadurch komme ich zu einem Gesrpräch mit einem Boardmember, naja. Ändert auch nix, aber ich habe meine Enttäuschung kundgetan.
Q. hat direkt nach den Skiferien eine Woche Atemschutzausbildung und ist im siebten Feuerwehrhimmel. Er meldet sich für das Wintersemester an der Uni Basel für Chemie an, hat aber auch schon antönen lassen, dass Berufsfeuerwehr vllt auch was wäre, wenn Chemie nicht so spannend ist. Oke.
Ab nach den Skiferien fahre ich wieder mit dem Rad zur Arbeit und bin so, so, so glücklich darüber!
Wir feiern den Geburtstag des zweitkleinsten Neffen, ich treffe meine andere Schwester mit dem allerkleinsten Neffen, wir planen Ostern in anderer Besetzung als auch schon in Bayern.
Ich merke, dass der Jahresanfang mich so sehr geschlaucht hat, dass ich vergessen habe, die Monatsrückblicke jeweils am Monatesende hier einzutöckeln, hole das bis hierher nach und hoffe auf ein stressfreieres Restjahr.

April



Little did she know: die Kaninchen-vor-der-Schlange-Situation klärte sich nämlich etwas unerwartet in "So, ab 1. Juni ändern wir die Organisation total, Eure Rolle gibt es dann nicht mehr.". Dieser Umfang des Ganzen war für mich dann doch überraschend. Neben einer generellen Enttäuschung gab es dann doch etwas wie Aufbruchstimmung (es wurden ja auch neue Rollen geschaffen, zT extrem interessant, aber halt auch heiss begehrt. Glaube ich.). Also: Enttäuschung runterschlucken, Gefallen eincashen, Support erbitten, Lebenslauf, Anschreiben, whatever fertig machen. Noch vor Ostern hatte ich alles abgeschickt und hätte dann am liebsten 6 Wochen vorgespult, aber das ist leider nicht möglich. Der Mai wird dahingehend nochmal sehr doof werden.
Grundstimmung bei mir also zwischen Katastrophe, wird schon und das wird super und zurück gern mehrfach pro Stunde. (Wichtigstes Feedback: nicht unter Wert verkaufen, aber naja, die Hälft der Zeit denke ich, ich habe mich gnadenlos überschätzt. Wichtigstes Learning: auch wenn ich "nur" meinen Job mache, nehmen mich Leute, mit denen ich zusammenarbeite, als begeistert und engagiert und energetic wahr, das hätte ich so auch nicht gedacht.)
Der Hübsche ist auf der Incosmetics in Amsterdam. Während ich normalerweise gerne seine Messestories höre, habe ich diesmal kaum Raum im Kopf für irgendwas ausser meine eigenen Sachen.
Sonst: Q. schafft seine praktische Führerscheinprüfung auf Anhieb ohne Probleme, wir machen uns an die Autosuche (der Tesla ist zu gross, zu schnell, zu teuer für einen Fahranfänger). Q. organisiert und plant, wir räumen den zweiten Garagenplatz aus, damit der (vermutlich) Mini dann da reinpasst.
L. fährt über die Ostertage und die Woche danach auf einen Pfadileiterausbildungskurs ("Futura-Kurs" in der selbsternannten "Eliteversion") und kommt sehr begeistert und dreckig zurück.
Wir bekommen Besuch von meinem Vater und seiner Frau und unterhalten und einmal quer durchs Leben und zurück. Ich nehme sie mit nach Muri, ich bin ja mit der Besichtigung damals im September nicht fertig geworden.
Dann fahren der Hübsche, Q. und ich nach München, eigentlich Familie besuchen, aber anders als geplant ist bis auf meine Schwiegermutter niemand vor Ort. Die Besuche im Pflegeheim sind ... ernüchternd, traurig, anstrengend, aber zumindest scheint sie sich (immer wieder) sehr zu freuen, dass wir da sind. Und dass generell ein Kind fehlt, fällt ihr auch auf. (Mich nervt es mehr als gedacht, dass mich verschiedene Heimbewohner dank kurzer Haare und Hose für einen immerhin jungen Mann halten und das halt auch ungefragt kundtun.) Der Hübsche und ich treffen FreundInnen in München, das tut richtig, richtig, richtig gut, dafür Zeit zu haben und solche FreundInnen zu haben.
Q. lernt für die schriftlichen Maturprüfungen, ich schwanke zwischen gezwungenem Optimismus und Verzweiflung / Enttäuschung, es ist alles einfach nur unglaublich anstrengend.

Mai


What a month.... Man könnte ihn zusammenfassen mit "Wie ich mal versucht habe, Überstunden abzubauen und grandios gescheitert bin". Oder so. Direkt für den 2. Mai Brückentag bekam ich einen Screeninginterviewtermin für den Job, den ich unbedingt wollte. Ich war supernervös, fand mich nicht gut, habe leicht angetüdelt nach dem Pizzaabend noch eine Email mit Katzenfoto nachgeschoben. 
In der nächsten Woche bekam ich dann insgesamt noch Einladungen für 3 weitere INterviews dafür, ausserdem noch eins für eine weitere Rolle, für die ich mich beworben hatte. Da ich die nicht wirklich wollte, war ich gar nicht nervös und fand mich RICHTIG gut in dem Gespräch. Tja. Gehört habe ich dafür bis heute nichts, nach ein paar Wochen wurde angekündigt, dass der, der mich interviewt hat, diese Rolle ad interim übernimmt. Aha. Naja, ich hatte ihm zumindest ein solides Konzept und Watchouts zur Verfügung gestellt.
Die restlichen Interviews liefen .. naja. Gut, ok, mittel. Ich war sehr nervös. Gott und die Welt redete auf mich ein, dass ich doch perfekt wäre (aber es 250 Bewerbungen gegeben hätte und sei nicht traurig, wenn es nichts wird), ich analysierte JEDES einzelne Wort, jeden einzelnen Atemzug in den Interviews, verbrachte viel zu viel Zeit in Kalenderresearch (wer trifft sich wann mit evtl wem und was kann man daraus ableiten ---> das ist das Symtpome googlen der Bewerbungsphase) und war dann sehr überzeugt davon, dass ich eine Absage bekäme. (Zwischendrin hatte ich noch ein Gespräch mit der Chefin des Hiring Managers, die mir sagte, dass ich, egal, wie das ausgehen würde, einen Platz in ihrer Gruppe finden würde. Das war einerseits beruhigend, andererseits kann ich mir alles schlecht reden.).
Sie wissen ja nun mittlerweile, wie es ausging: ich habe den Job bekommen, hatte ganz verdrängt, dass das auch eine Riesenbeförderung ist, und zwar schon ab 1. Juni. Ich bin sehr erleichtert, aber auch unendlich erschöpft. Beste Voraussetzungen für einen neuen, herausfordernden Job :-) (Parallel all das Kündigungsgezeter: Prenotification-Gespräch, Einladung zum NOZ-Termin, Sozialplandetails,.... ein bisschen schizo, das Ganze...)

Sonst ist auch einiges passiert:
L. ist auf sein Kennenlernweekend für YFU gefahren, wir hatten einen Elternabend dafür (meine Güte, ich bin eh froh, dass L. nicht nach USA wollte, die USA-Frau war so unglaublich unsympathisch, ganz abgesehen davon, dass Trump ja Ende Monat alle Visatermine für Studenten und Schüler ausgesetzt hat, der Idiot...
Wir haben uns für ein Auto für Q. entschieden, das probegefahren und alles für den Kauf in die Wege geleitet. Willkommen, Mini Cooper SE! (Wir haben mit den Nachbarn rechts von uns Parkplatz getauscht, jetzt können wir beide Autos an unserer Wallbox laden ohne zu rangieren.
Der Hübsche und ich lernen cool zu bleiben, wenn er fährt :-) (er macht das eh super.)
Q. hat die schriftlichen Maturprüfungen erledigt (wegen ESC-Abbau nicht wie alle anderen Jahrgänge in der St Jakobshalle, sondern in der Aula), er war danach erschöpft, aber zufrieden. Jetzt 3 Wochen Pause, dann geht es mit den mündlichen weiter und dann ist er fertig!
L. hatte BG-Woche im Wald und fand es schrecklich :-)
Der ESC hat stattgefunden und ich habe bis auf den grossen "BASEL"-Schriftzug, wo ich die offizielle Übergabezeremonie mit dem Fahrrad fast überfahren hätte (man hätte halt auch mal rechts und links schauen können, bevor man eine VELOSTRASSE quert, oder?) und das Schild an einem Parkplatz am KRaftwerk weit vom ESC entfernt, nichts davon mitbekommen.
Der Hübsche ist zum Klassentreffen für ein verlängertes Wochenende nach München aufgebrochen, ich habe meine Schwestern getroffen und nach dem ganzen Jobdebakel Luft geholt.    

Juni


Bumm, zack, binnen eines Wochenendes von Frust und Verzweiflung wegen Job auf Begeisterung wegen bestem Job der Welt umschalten, hat so mittel geklappt. Aber: ich habe wirklcih ab 1. Juni offiziell den neuen Job, ich stemple nicht mehr, ich bekomme ordentlich mehr Geld, ich habe ide Abteilung gewechselt und bin jetzt "Product Technical Leader" (Was ganz anderes als "Technical Product Leader", die Rolle, auf die ich 10 Jahre hingearbeitet habe und die dann später "Product Strategic Leader" hiess und die ich 4 Jahre als Jöbli gemacht habe und von der ich mich schweren Herzens verabschiedet habe. Naja. Also ein bisschen.). Ich bin auf der einen Seite im 7. Himmel über den Job, das neue Team, die neue Chance, die neuen Produkte, auf der anderen Seite sitze ich noch eine Zeitlang bei meinen ehemaligen KollegInnen, von denen die allermeisten eben nicht oder nicht so begeistert sind, einige sogar richtig verzweifelt. Das zehrt und nagt alles. Aber: Ende Monat ziehe ich um und habe endlich kein doofes Gefühl mehr, mich offensichlich zu freuen.
Team Kick-off, noch mehr Freude, dann in die Ferien verabschiedet.

Q. rockt die mündlichen Prüfungen, feiert, chillt, geht spontan noch zu einem Feuerwehrausbildungstag, feiert, chillt, wir feiern am Tag der Maturzeugnisverleihung in der unendlich heissen Pauluskirche mit, er feiert weiter, chillt weiter, er hat sich das so, so, so, so sehr verdient!

L. bekommt endlich die Info, wo er sein halbes Jahr in Japan verbringen wird: Hallo, Kyoto! Wir tauschen erste E-Mails mit dem Gastvater aus, wandern mit Google Streetview durch die Nachbarschaft. Das Ticket ist auch da, es steht also fest, wann und wie und mit wem er fliegt (ich versuche, nicht nervös zu werden, weil er UMSTEIGEN muss. Weil: in München. Das werden sie schaffen.) Das einzige, was jetzt noch fehlt, ist ein Visum, das liegt mir zwar auf der Seele, aber eben: dafür brauchen wir das Certificate of Eligibility, von der Immigration Behörde in Japan, das geht erst mit Bestätigung von der Schule, also alles erst mit dem Feststehen der Familie. Ich habe mir den Visumsantrag und den Terminkalender der japanischen Botschaft in Bern angeschaut: das wird alles klappen.

Der Hübsche nähert sich einem Ende der langen Gesundheitsodyssee: die allergologische Abklärung hat nichts ergeben, das ist gut, es wurden nämlich Ibuprofen und Antibiotika getestet. Das ist schon mal gut, wenn man da keine Sorgen haben muss. "Most probable root cause" ist nun die Klasse der ACE-Hemmer bei den Blutdrucksenkern, das kann man aber in dem Allergietestsetting nicht testen. Er wurde ja eh schon umgestellt. Blutdruck und Puls waren aber trotzdem und auch nach der Pulmonalvenenisolation suboptimal. Bei weiteren Abklärungen kam die Idee von Schlafapnoe auf, wurde getestet und bestätigt und meine Güte, allein durch unterstütztese Abgewöhnen von auf dem Rücken schlafen wird alles so viel besser! (Auch mein Schlaf, weil kein Schnarchen mehr!). Wenn es das war, das wäre so cool!

Sonst: es ist an allen Enden so, so, so viel. Trotz allem, vielleicht auch wegen allem finden wir drei Schestern mehr Zeit miteinander und füreinander (immer gern mit wem auch immer mitkommen mag, es sind alle so miteinander kompatibel, das ist so schön!)

Ich habe mich (die Bücher lagen schon Jahre auf dem virtuelen SUB) endlich durch einen so nicht gemeinten Impuls mit der Thematik "Narzisstische Mütter" befasst und meine Güte, es wurde so viel klar und so viel klickte zusammen, so viel "Kann das denn sein?" und " Es scheint so als ob" machten auf einmal Sinn. Was ich damit mache ausser eben den Kontakt vermeiden (vermeiden klingt falsch. Ich habe ihn eingestellt, aber durch das physische Setting und eben die Familiensituation lässt er sich nicht ganz abstellen.), weiss ich jetzt noch nicht. Ich nehme bisher für mich mit: "Ich/Wir bilden uns das alles nicht ein. Das war so, das ist so, das muss und darf aber nicht so sein. Niemand muss das aushalten."

Der Monat endet in unendlicher Hitze, wir vegetieren vor uns hin und schauen sehnsüchtig auf die Temperaturen, die uns in Kanada erwarten.

Juli














Endlich Urlaub. Der Hübsche und ich hatten in weiser Voraussicht zeitgleich mit L.s Ferienbeginn freigenommen, d.h ein paar Tage vor und dann auch nach dem Urlaubsstart. Das war dringend nötig zum runterkommen, zum Packen (gar nicht so leicht, bei 38 Grad Skiunterwäsche, Fleecejacken und Wollmützen einzupacken), zum richtig vorfreuen.
Der Urlaub selber dann war grossartigst. Wir sind zum ersten Mal in "Economy Max" geflogen, dazu noch in der ersten Reihe der Klasse und hatten so viel Beinfreiheit, das war echt gemütlich.
Vancouver war dann einerseits schön, andererseits echt erschreckend, was die Drogenszene und Armut angeht. Ich hatte ernsthaft Alpträume.
Dann: Vancouver Island. So schön wie in unserer Erinnerung. Wir haben uns diesmal viel mehr Zeit genommen, sind nicht so lange Strecken gefahren, das war gut.
Port McNeill ist immer noch so wenig touristisch (durchaus nicht nur positiv gemeint :-)) wie eh und je, aber sowohl das Kayakcamp auf Hanson Island als auch die Exkursionen zu den Ottern und den Bären waren einfach phänomenal. 
Wir sind gewandert, haben so viel Meer gesehen (sogar unsere Füsse reingehalten. Ok, beim Kayaken eh, aber auch am Strand), haben den richtig touristischen Teil von Vancouver Island gesehen, haben wunderbar gegessen, die verschiedensten schönen Unterkünfte bewohnt, sind gebummelt, haben Sterne beobachtet, hatten einfach eine wunderbare Zeit zu viert, das war wirklich toll. Und am Ende haben wir uns alle wieder auf daheim gefreut, das war auch schön.
Der Hübsche und ich hatten dann noch den Rest der Woche frei, Jetlag war nicht so wild wie befürchtet.
Die Jungs sind schon am Ende der Woche wieder ins Sola verschwunden, Q. als Pioleiter und Hauptlagerleiter, L. als Pfadileiter (und nur kurz, weil sie so wenig Anmeldungen hatten, dass sie von 2 Wochen auf 4 Tage gekürzt haben). 
Der Hübsche und ich haben in die Arbeitswoche gestartet, ich Vollgas mit Nitroeinspritzung in den neuen Job (das ist sooooo grossartig), der Hübsche wird erstmal spektakulär ausgebremst von einem, wie sich herausstellt, seit 11 Jahren in seinem Ellbogen vor sich hin verrottenden Schleimbeutel, der beschliesst, JETZT ist der Moment, total zu eskalieren. Das resultiert in einer notfallmässigen Operation an seinem Geburtstag (ja, ist denn heut schon Hochzeitstag?!), aber der ist ja schon im

August


Joah, das war ein etwas ungeplanter Start in den Monat. Der Hübsche war übers Geburtstags- und Feiertagswochenende im Krankenhaus, danach 3 Wochen 100% krank geschrieben und mit Schiene versehen. Das war alles sehr schnell, sehr krass, sehr beängstigend und dann doch grad noch rechtzeitig. Meine Güte.
Dementsprechend anstrengend (mental und sonst) war der Start in den August: neuer Job mit VIEL zu tun, L.s Abreise fertig machen (mit VIEL zu tun, weil die Austauschorganisation nicht so viel gemacht hat oder halt auch viel Quatsch), den Hübschen unterstützen, auch mit Fahrdiensten, weil er ja einarmig unterwegs war, das war schon... viel.
Q. kam aus dem Sola zurück und hatte all die Aufregung verpasst respektive nur bruchstückhaft mitbekommen, das war bestimmt auch nicht leicht.
Last Minute haben wir doch noch ein Visum für Ls. Japantrip bekommen (bin immer noch fassungslos ob der Nonchalance, mit der die Austauschorganisation L. unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Japan hätte einreisen lassen, respektive die Immigration Officer belügen hätte lassen...), wir haben die versaubeutelte Buchung der Organisation geradegebogen, Koffer für 5 Monate gepackt und mit schweren Herzen L. ziehen lassen. Nicht, weil wir es nicht gut finden, dass er geht, sondern weil wir ihn vermissen werden und weil es ihm dann im letzten Moment auch nicht leicht gefallen ist, zu gehen.
Er ist dann aber gut angekommen (mein Lieblingssatz im Family-Chat ist "Ich bin jetzt beim Boarding. Was muss ich zeigen? Der Pass ist das Rote, oder?"), last minute hat auch die Austauschorganisation verstanden, was das "+1" hinter der Ankunftszeit in Tokyo bedeutet und eine Abholung für ihn organisiert. Er hatte ein paar coole Tage mit allen anderen Austauschschülern in Tokyo und dann wurde er zum Helden des zugverrückten kleinen Neffen, weil "L. ist Shinkansen gefahren ?!". Er wurde von der Gastfamilie abgeholt, in der unendlichen Hitze Kyotos versorgt mit Essen, Katzen, Badeausflügen, jeder Menge Hilfe beim SIM-Kartenkauf, in die Schule gebracht (dort hat er dann eine Rede vor den Lehrern und Schülern auf Japanisch gehalten), er ist jetzt selbständig in Kyoto unterwegs und ich bin so stolz auf unseren Jungen!
Daheim wurde es, nachdem es erst so schnell schlimm wurde, erstaunlich schnell auch wieder besser mit dem Arm des Hübschen.
Mein Job  nahm rasant Fahrt auf, es ist immer noch supercool, was ich einfach unterschätzt habe, ist das Change Management oder, wie es eine meiner neuen KollegInnen so schön sagte "Geez, all these people have so many FEELINGS!" Puh.
Dann: mehr medical content: Q. bekam die Weisheitszähne raus, alle vier auf einmal. Und anscheinend war Drama schon aufgebraucht, es hat nämlich einfach easypeasy alles geklappt und geheilt, so wie es sollte. Puh.

Gerade rechtzeitig für das Pfadifestival PBS, das war schon praktisch.
Damit es nicht langweilig wird, habe ich meinen Sportplan umgestellt und Yoga und Morgenschwumm eingebaut, das tut gut so weit, ich plane dranzubleiben.
Ich habe mich viel mit meinen Schwestern und kleinen und ganz kleinen Neffen getroffen, das war auch schön. Und dann, zack ..

September



Ich habe das Gefühl, wir sehen langsam Land, kriegen wieder ein bisschen Luft, es sortiert sich alles.
L. kommt richtig in Kyoto an. Er hat nach drei Wochen ein kleineres Tief, der Übergang von "alles neu und spannend" zu "Alltag, aber halt in Japan" und "ICH BIN IN JAPAN, ICH MUSS JEDE SEKUNDE NUTZEN" ist nicht ohne. Aber er berappelt sich, er geht ins Gym, freundet sich mit Nachbarskindern an, trainiert mit der kleinen Gastschwester "Track & Field" ("Sie ist so klein und schnell, es sieht aus, als würde ich ein kleines Kind jagen, muss ein bisschen aufpassen"), sie machen Ausflüge auf die Insel Shikoku, nach Osaka zur Expo, er nimmt an seiner ersten Beerdigung jemals teil (der Gastgrossvater ist gestorben), er macht Pläne, das wird alles gut. Daheim melden wir ihn für die Klassenreise nächstes Jahr nach New York an, er ist wirklich an einer reiselustigen Schule.
Q. bekommt ale vier Weisheitszähne auf einmal raus, trägt das aber tapferst. Er sird zu seinen ersten echten Feuerwehreinsätzen alarmiert, sehr spannend! Und dann geht es endlich an der Uni los. Es ist so schön und spannend, mitzuerleben, wie er die gleichen (coolen) Erfahrungen wie wir damals macht, nur halt 30 Jahre später und in der Schweiz statt in München. Ich glaube, es taugt ihm tatsächlich richtig gut!
Der Hübsche hat einige Kontrolltermine bei verschiedenen Ärzten und, klopf auf Holz, endlich mal wird dort nur kontrolliert und NIX dramatisches in irgendeiner abstrusen Art und Weise gefunden. Das ist auch endlich mal gut.
Ich arbeite richtig viel, entdecke das firmeneigene Schwimmbad für mich (wichtige Accessories: Knochenkopfhörer und dichte Schwimmbrille), was gut passt, damit ich Sport in meine immer mehr werdenden Bürotage/Woche integrieren kann. Ausserdem verbringe ich die letzte Septemberwoche in der Erde wühlend auf einem Parkplatz in Baden beim Archäologiefeldkurs der Kantonsarchäologie. Das ist so cool und macht solchen Spass, ich bin sehr, sehr happy, dass ich das untergebracht habe.

Oktober



Mein Sport- und Arbeitsverhalten hat einen unerwarteten Turn gemacht: ich bin vier Tage die Woche im Büro und gehe jeden Morgen einen Kilometer schwimmen. Who would have thought? (Ende Oktober fallen zwei Tage aus, weil ich mit Schnupfen daheim bleibe).
Das Riesenprojekt "Technical Product Health Review Reloaded" frisst irre viel meiner Zeit und Energie und Diplomatie, aber Ende Oktober sind die prereads raus und ich kann aufschnaufen respektive mich meiner restlichen Arbeit widmen.
Wir wollten eigentlich Freunde zu einem Geburtstagsfest mit Cocktails besuchen, fällt aber aus wegen Geburtstagskind krank (und dann bin ich auch krank, schade.)
Wer auch krank ist und zwar unheilbar, ist unser Trockner. Wir entscheiden uns (wieder mal) gegen Reparatur und für ein neues Gerät, ab November gibt es wieder flauschige warme Wäsche!
Q. ist richtig an der Uni angekommen und der Hübsche und ich haben schon so einige Flashbacks. Andersrum: wie kann es sein, dass der Trennungsgang nicht mehr gelehrt wird?!
L. hat eine grossartige Zeit in Kyoto, endlich wird es ein bisschen kühler. Er bekommt Besuch von anderen Schülern seiner Organisation und ist stolzer Kyoto-Stadtführer.
Wir planen unseren Islandurlaub mit ihm für wenn er wieder da ist (ich habe fix den Abholtermin im Kalender geblockt und bin jetzt nicht am Tagezählen, aber schon am "wieviele Pakete schicke ich noch, damit er sie auch alle bekommt?" planen)
Bummer: unser Nachbar schneidet den drei Jahre lang gepäppelten und endlich richtig schönen Blauregen über dem hässlichen Gartenzaun kaputt ohne uns Bescheid zu sagen, sieht nicht ein, dass das falsch und nicht korrekt war und wir sind stinksauer. Das Nachbarschaftsverhältnis hat einen massiven Knacks, aber gut, nach 20 Jahren zu recht vielen Dingen um des lieben Frieden willens ja und amen sagens, ist das vllt auch ok. Wir werden nächstes Jahr die Gartenneuplanung in Angriff nehmen, ich freue mich v.a. auf eine schöne Terrasse und mehr Pflanzplatz und weniger doofen Kies im Garten.

November



Was als smoother Slide into the Vorweihnachtszeit gedacht war, geht spektakulär sideways. Wir bekommen unseren neuen Trockner (der erst nicht angeschlossen werden kann, in einer zweiten Runde aber doch). Ich bestelle zusätzlich zum Gemüsekorb 5kg Äpfel und 2L Birnenmost und bin überrascht, wieviel das ist. Und wie schnell sie verschwinden.
Beim Optiker suche ich mir eine neue Brille aus mit spektakulärem neuen sehr prominenten Gestell (und mache einen Termin beim Werksarzt für eine Bildschirmbrille aus).
Bei der Arbeit bin ich am "Hustlen", wie die Kinder sagen würden. Meine Kollegin und ich rocken unseren ersten grossen Auftritt vor dem gesamten LT (also: LT eine Ebene höher als unsere Abteilung), die Woche drauf haben wir einen 3tägien F2F-Workshop unserer ganzen Gruppe. Ich freue mich sehr, einige wieder, andere zum ersten Mal zu sehen.
Der Hübsche und ich fahren für ein Wochenende nach München, das ist einerseits schön (Essen mit Herrn Rau und der Kaltmamsell), andererseits traurig und anstrengend. Naja.
Neben allem Vorweihnachts- und sonstigen Terminstress (Q. hat so viele Feuerwehrtermine, geplant und ungeplant, dazu noch Pfadi) kommt noch eine neue riesengrosse Baustelle dazu, bei der wir helfen und die mir grosse Bauchschmerzen macht. 
Zur Ablenkung wird endlich der Islandurlaub in neuer Besetzung gebucht, ich plane noch einen weiteren Produktteam-F2F-Workshop UND einen Lieferantenbesuch kurz vor Weihnachten.
Für eine Geburtstagsparty habe ich dieses Jahr keine Nerven, ein bisschen schade, aber halt realistisch. Nächstes Jahr dann.

Und dann ist
Dezember




Ich habe mich (felt like a good idea at the time) davon verabschiedet, dieses Jahr das Fotobuch VOR Weihnachten fertig zu machen, weil es einfach zu viel anderes drumrum war. Stellte sich raus: war keine so gute Idee after all, weil es mir letztendlich die erste Woche Weihnachtsferien versaut hat, weil ich immer nur denken konnte "UND DAS FOTOBUCH MUSS ICH AUCH NOCH MACHEN!". Learning für nächstes Jahr.
Was ich abgesagt habe und nicht bereut habe: meine Geburtstagsparty. Es war mental und zeitlich einfach nicht drin, mich aus dem Arbeitsteil mit der extrem hohen Schlagzahl und den privaten dramatischen Aktivitäten in einen "Yay, ich bereite eine Party vor"-Modus zu bringen. Ich hatte einen unglaublich gemütlichen, gechillten Geburtstag, der Rest sauste weiter, aber wir haben es ungeplant dann recht spontan zu ein paar Freundeseinladungen on very short notice geschafft.
Die letzte Arbeitswoche vor Weihnachten hatte ich dann noch ganz geschickt einen Zweitagesworkshop UND eine zweitägige Dienstreise nach Nürnberg gelegt.... erstaunlicherweise klappte beides recht unspektakulär und genau wie geplant, so dass ich Freitagnachmittag daheim in den Ferien landete.
Über die Feiertage vermissen wir L. natürlich ganz besonders, wir bereiten alles für seine Heimreise vor (ich werde schon wieder kribbelig, wenn ich an das Gepäck und die spontan geänderten Pläne für die Rückreise von Seiten der Austauschorganisation denke.), während er in Japan ebenfalls von last minute Aktionen der Organisation überrascht wird, von Abschiedsfeier zu Abschiedsfeier tingelt, mit seiner Gastfamilie noch superviel unternehmen wird und selber ein bisschen Torschlusspanik bekommt.
Weihnachten feiern wir hier bei uns (der Hübsche ist krank an Heiligabend, das ist ein bisschen arg suboptimal, passt aber zum Jahr insgesamt), mit viel Schwestern- und Neffenbesuch. Das war schon ein Highlight des Jahres: zu sehen und erleben, wie wir drei zusammenhalten und füreinander da sind. 

In diesem Sinne: Auf ein gutes 2026, ich wäre einfach so bereit für keine neuen Dramen, einfach mal .... langweilig?!