Mittwoch, August 05, 2026

050826

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Also.

Letzte Ferienwoche ist es hier zumindest für das eine Kind, das noch zur Schule geht, das Uni-Kind hat noch länger frei und der Hübsche und ich hatten ja gar nicht frei.

Weckerläuten im immer Dunkleren um halb sechs, Frühstück Honigbrot und Milchkaffee, Katzenründchen ergibt: Sansa ist eh da, Jonny hat bei den Nachbarn auf der Terrasse geschlafen und freut sich auf Frühstück daheim.

Sieht so aus, als ob diese Woche noch Radeln bei dramatischem Sonnenaufgang wäre, ab nächster Woche dann eher wieder Zeit für die Reflektorweste (die Jacke kann ich bei den Temperaturen noch nicht anziehen).


Vorletztes Mal draussenschwimmen dieses Mal: mit kurze Sonnenglitzermomenten, sonst blieb es bedeckt. Vorherrschendes Thema der Frühschwimmercrew: die Hitzewelle und der Klimawandel (Tenor: we deserve it aber schad is scho)

Irgendwie heute früher dran gewesen als sonst und skurrilerweise genau in den Kollegen reingelaufen, an den ich grad gedacht hatte (letzte Arbeitsaktivität gestern abend war ein Chataustausch mit ihm), wir waren uns einig, dass wir in einem seltsamen Projekt gelandet sind. Gossip gelernt: der (externe) Projektlead ist Pharmapodcaster (ich hab nachgeschaut: so was wie Sendung mit der Maus für GMP), ich wusste nicht, dass es sowas überhaupt gibt und dass jemand freiwillig zugibt, das zu machen, und dass wir so jemanden anstellen anstatt ... aber egal

Dann: gemischter Tag, ich habe gerade das Gefühl, meinen Job genau so zu machen, wie er gedacht ist (und das ist ziemlich grossartig, weil: der Job ist als richtig, richtig cooler gedacht und es ist nicht ganz einfach, immer die Balance zu finden, das auch so zu leben). Ich mag meine Microconnections in unserer Gruppe auch total gern, mein Frauenteam in dem grossen Prestigeprojekt; das so Schwestern-Vibes hat, meinen SM-Kollegen, den ich ja eh seit 15 Jahren kenne und schätze und wir zwei waren erst so ein bisschen die Outsider in dem erst LM-fokussierten Team, aber jetzt mit all den neuen SM-Blockbusterkandidaten dreht sich der Wind. Passt sehr gut, dass wir zwei ähnlich ticken und eben zusammenarbeiten und -halten und keiner dem anderen irgendwas wegnimmt oder nicht gönnt ("Es gibt genug Probleme für alle")

Wir müssen nicht mal über "Noch ein Ründchen?" nach dem Mittagessen reden, es ist klar, dass es "Kaffee Togo UND Ründchen" gibt, wir müssen uns nur einigen, ob den guten Kaffee mit der langen Schlange oder den okayen mit ohne Schlange (immer zweiteres) und wer zahlt (abwechselnd). Me likey.

Dann: heimradeln im heissen Fön, dem Hübschen einen fast GMP konformen Batchrecord für den Creami-Einsatz morgen schreiben, Extras dispensieren, 


dann noch schnelle Ravioli mit Salbeibutter, ich habe Bauchkrämpfe (meine Güte, ich wäre wirklich bereit für Menopause, stattdessen merke ich mit abnehmender Hormonabgabe der Mirena, wie regelmässig mein Zyklus noch ist,  was ein scheiss, und Hunger)

Sonst: Weiss nicht, ob Sie es mitbekommen haben: in Basel gab es einen Legionellenausbruch mit ca 25 Erkrankten und bisher einem Todesfall. Das Ganze konnte auf Wasserkühltürme auf einem Geschäftshaus in Kleinbasel eingegrenzt werden. In der PRessekonferenz gestern wurde mehr oder weniger gefeiert, dass man das so schnell rausgefunden hätte und jetzt abgestellt hätte. In der Presse wurde der Kanton gebasht, dass er verpasst hätte, solche Kühltürme meldepflichtig zu machen, was aber überhaupt nicht erwähnt wurde, ist: es gibt gesetzliche Regeln und Normen für den Betrieb solcher Kühltürme und da ist eine regelmässige Beprobung und Testung solcher Kühltürme verpflichtend vorgeschrieben. Das wurde in dem Fall definitiv nicht gemacht, damit hat man den Anstieg verpasst und auch keine Massnahmen einleiten können (abgesehen davon, dass man auch vorab Massnahmen ergreifen kann, um das Legionellenwachstum zu verhindern). Und deswegen sind jetzt 25 Menschen schwer krank und eine Person tot. Das ist ... nicht akzeptabel. Heute wurde dann ein Strafverfahren eingeleitet und ich bin mal gespannt, was dabei rauskommt. (Und: wie cool, dass ich an einem Ort arbeite, wo man binnen weniger Minuten Hintergrundinfos zu solchen Kühltürmen und wie das bei uns alles umgesetzt und implementiert ist, bekommt.)

Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

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