Dienstag, März 31, 2026

310326

 What a day.

Gestern abend war mir fast nach krankwerden, mir war meine Stimme immer wieder mal weggeblieben, mir war ein bisschen fröstelig und halskratzig, also habe ich beschlossen, dass ich mein eigentlich für mein heute geplantes Workout Ründchen daheim in der Früh grad mal mental abgehakt. 

Weil: heute war kein Schwimmen drin, weil wir mit dem Gartenbauer und dem Elektriker um acht für einen vor Ort Termin verabredet waren. Ich habe also vor acht am Küchentisch gearbeitet (gestern abend hatte ich noch mit einer Kollegin lang hin und her überlegt, ob eine Email nun unverschämt ist oder entweder Ignoranz oder Unkenntnis oder  was auch immer ausdrückt. Immerhin habe ich über eine Antwort geschlafen, heute eine ausführliche, sachliche Email gedraftet, nach Rücksprache mit meinem Chef sehr zusammengekürzt, weil "du musst ihm das nicht noch extra dreimal erklären!").

Gartenbauer und Elektriker kamen mit Musterlampe (sehr schön in eine Kartonbox eingelassen, damit wir sehen, wie das Lichtmuster auf dem Boden aussieht) und einem Plan für die Fliesenausrichtung. Wir haben zu viert mit Kaffee und in Socken auf der Terrasse gerechnet und überlegt und geplant und kamen zu einem einvernehmlichen Schluss.

Good news (damit haben wir den Gartenbauer sehr happy gemacht, aber wir sind es eigentlich noch mehr): die Gartenbauer kommen direkt schon am Di nach Ostern anstatt Anfang Mai! Das heisst zwar, dass wir recht schnell das Buff auf der Terrasse aufräumen müssen, aber hey: wir haben den ganzen Sommer auf unserer neuen schönen Terrasse!

Dann war es Zeit für das erste Meeting, das ich ganz old school vom Küchentisch daheim aus gemacht habe, dann kurzes Schwätzchen mit L., der ausschlafen kann, weil Ferien.

Total out of sync Radeln ins Büro am helllichten Tag, kam mir fast kälter und unangenehmer vor als frühmorgens!

Erstmals war ich damit an einem Dienstag so spät, dass ich keinen Deskplatz mehr bekommen habe. War aber ok, ich hatte den ganzen Tag fast durchgehend Meetings, d.h. ich schnappte mir einen Platz an einem grossen Holztisch als Homebase und  operierte von dort aus.

Der Tag war dann echt anstrengend: zwar fast nur auf ein Produkt konzentriert und halt "conceptual", alles tricky Themen. Uff!

Mittagessen mit einer lieben Kollegin aus dem letzten Job, das war uff..... schon hart zu hören, wie es einigen aus der alten Runde ergangen ist und wie das woanders dann verkauft wird. Hm.

Nachmittags dann eben back to back meetings, mein Kopf ist sich nicht sicher, ob er leer läuft oder über. Morgen vormittag habe ich meetingfrei und hoffe, der Focustime-Block erlaubt mir wirklich all die Notizen, die ich über den Tag hin irgendwo online und offline hingekritzelt habe. (Immerhin: in einem Meeting mit "Experience from a very previous life in Plastic Additives" punkten können. Schade, dass ich es musste.)

Ich bin ein bisschen sehr schlapp, so sehr, dass mir meine Brille auf der Nase wehtut (ich nehm das positiv: als ich die grosse dicke neue Brille frisch hatte, fand ich sie superschwer und hatte Nasenweh und war sehr besorgt, dass ich das jetzt für immer hätte), ich würde sagen: wirklich, wirklich Zeit für Osterpause. Morgen noch.

Heimradeln, und ich Fuchs habe es so koordiniert, dass ich den Tag ohne Schwimmen (und deshalb ohne Schwimmtasche) und auch ohne Wechselkleider, weil ich einfach nur mit Bürosachen und ein paar radlwarmen Sachen drüber geradelt bin, für den Supplyrund beim dm nutze. Wir brauchen WC-Papier und Hafermilch, das sind ein paar Sachen, die ich immer noch in D kaufe, wenn es sich ergibt, weil beides in CH halt einfach IRRWITZIG teuer ist.

Zum Abendessen gibt es dann schnelles und leckeres Essen, ich habe nämlich irgendwann Trüffelravioli und Salbei eingekauft, dazu noch Cocktailtomaten und Salat. 

Wäscheaufhängen, Duschen, im Pyjama aufs Sofa sinken und eine Folge von der, da muss ich dem Hübschen jetzt halt doch rechtgeben, sehr nervigen Serie "Absentia" anschauen. Aber jetzt sind wir halt fast durch und ich will doch wissen, wer es jetzt war.

Montag, März 30, 2026

300326

 Aufstehen um halb sechs war keine grosse Sache, es war wieder ziemlich dunkel draussen (nicht stockdunkel) beim Radfahren dann. In der Schwimmhalle ... ist das Licht entweder immer gleich mittelhell oder aber sie haben es nicht der Zeitumstellung angepasst, es blieb den ganzen Schwumm über recht düster. Angenehm: die Kurse scheinen in den Osterferien nicht stattzufinden, es knubbelte sich dementsprechend nicht in den letzten paar Minuten auf den zwei verbleibenden Bahnen, sondern verteilte sich auf vier. Und: der Boden war nicht angehoben an dem einen Ende, so dass ich beim Wenden nicht darauf aufpassen musste, nicht am Boden entlangzuschraddeln.

Arbeit dann: joah, viel, viel zeitgleich, aber auch in ruhigerem Umfeld als auch schon, man merkt, dass viele Eltern in die Osterferien verschwunden sind. Hier hat ja nur einer Osterferien, der das mit sonntagabends weggehen eingeläutet hat und heute dementsprechend ausgeschlafen hat. Ist ja auch richtig so.

Mittagessen mit Buch in Ruhe, dann eine Runde ums Karree in einer der seltenen Regenpausen. (Zwischendrin sah es so aus, als ob draussen ein Schwarzweissfilter drüber gelegt worden wäre). Heimradeln vor dem letzten Meeting auch in einer Regenpause. Das eigentlich letzte Meeting wurde das vorletzte, weil meine Kollegin noch mit unserem Chef rausgefunden hatte, dass die Agenda unseres F2F Workshops massiv geändert werden muss, aber morgen in die Ferien geht und so haben wir zwei noch ein bisschen gebastelt und ich habe sozusagen den Staffelstab übernommen. Wie toll das ist, wenn man mit jemandem so gut zusammenarbeiten kann!

Danach war ich richtig durchgefroren und das kam so: beim Schwimmzeugzusammenpacken hatte ich irgendwie mein eines Handtuch "verloren", d.h als ich im Lockerraum meine Tasche ausräumte, war nur eines drin. Ich hatte eigentlich gedacht, ich hätte es in der Schwimmumkleide vergessen, war tatsächlich ein bisschen geknickt, obwohl es nur ein schwindliges Microfasertuch ist, das ich mal bei einer Schrittchallenge als Preis gab. Aber: das war eine Challenge in einer Abteilung, die nur ungefähr für 5 Minuten so hiess und alle, die da schon dabei waren, lachen sich immer noch tot, wenn man sagt: "Ah, and do you remember the 5 mins we were called xyz", weil das so ein politischer Quatsch war. Naja. So sehr vermisst, dass ich nochmal in die Umkleide gegangen wäre, habe ich es dann auch nicht. Aber dann, als ich mich zum Heimradeln umziehen wollte, war es wieder da: ich hatte das nasse Handtuch mit den Radklamotten in die Tasche gestopft, die jetzt halt feucht waren. Dann heimradeln, keine Zeit mehr zum Umziehen ("Ist ja nur eine halbe Stunde"), nach 80 Minuten dann kalt bis auf die Knochen... aber immerhin ist das Handtuch noch da!

Kurzes Ründchen draussen mit dem Hübschen, um die 12k Schritte voll zu kriegen (und: gegen frösteln hilft richtig frieren) und ein paar vergessene Sachen einzukaufen. Während wir Jonny noch am Tennisplatz abholen, bringt Sansa eine frische, fitte Maus ins Haus, die wir aber ganz schnell und elegant einfangen und vor die Tür setzen. Jonny hat überhaupt nicht gemerkt, dass die da war.

Nochmal kurz über die Agenda für morgen, Staubsauger losschicken, Abendessen, Feierabendfolge und ab in die Heia :-).


Sonntag, März 29, 2026

290326

 Wie ich mal dachte: ok, krass, ich war WIRKLICH müde, weil die Uhr 9:03 anzeigte, als ich wach war. Naja.

Kaffee im Bett, die Kinder zum Frühstück rausschütteln (neben dem Bonne Maman-Konfi-Gipfeli ein Bürli mit Lätta, geschenktem Bärlauchpesto, Radiesli, Schnittlauch, isländischem Salz und Crema die Balsamico, das war gut!)

Dann hatte ich eigentlich vor, heute nix ausser Sport, Zimtschnecken, Spaziergang und Hüttentour über Auffahrt planen zu machen. Und lesen. Aber: L.s ESTA war approved, damit hattenw ir alle Unterlagen für die USA-Reise und was man hat, hat man. Also alles hochgeladen, auf L.s Handy offline verfügbar gemacht und dem Lehrer geschickt.

Dann ist Q. gsd eingefallen, dass seine Steuererklärung noch nicht gemacht ist (wir hatten die eigtl zusammen mit unserer machen wollen, aber dann war es neu wegen nicht mehr EasyTax und wir wollten es erstmal allein lernen und mehr ist nicht mehr passiert), also habe ich ihm da noch geholfen (Feuerwehrlohnausweis in das System zu pressen und deutsche Fondssachen von der Oma ist auch supernervig). Ich gehe davon aus, er wird die entsprechenden Erklärungen bekommen, wie man es hätte korrekt machen müssen und fürs nächste Mal kriegen wir es vllt richtig hin.

Dann: ich hatte keine frische Hefe mehr, nur Trockenhefe. Aber Trockenhefe und eigtl sollte das ja genauso gehen. Ausser sie ist uralt und man hat nicht angemessen Geduld und so wurden sie etwas klotzig. Naja.

Sport und Spazierengehen, viel Wäsche und dann... hatte ich ganz ehrlich keine Lust mehr auf Hüttentour planen. Stattdessen habe ich mein Urlaubskonto überprüft, es gibt bei uns eine neue Ferienregelung und ich bin mir nicht ganz sicher, ob das korrekt in meinem Zeitauszug reflektiert wird. Auf jeden Fall habe ich tendenziell viel zu viel Ferien über, also spontan noch den übernächsten Freitag freigenommen (as if das richtig was ändern würde....) und lose Pläne für freie Sommertage auch ohne grosse Reise.

Dann: Lesen und dem Wetter (obwohl zwischendrin immer wieder die Sonne rauskommt, ist es ziemlich kalt) angepasstes Abendessen aus dem Gemüsekorb: Kartoffelsuppe mit Lauch und Spinat, dazu frisches Brot und Salat.

L. hat die nächste Woche schon Osterferien und wird das bis Freitag, wo er zum Basiskurs verschwinden wird, ordentlich zelebrieren, heute mit "Ich geh nach Basel".


Samstag, März 28, 2026

280326

 So. L. darf nach UK und immerhin bis zum Immigration Checkpoint in die USA einreisen. Die beiden Apps zeigen schon halt deutlich unterschiedliche Mindsets: die UK-Version ist freundlich und unkompliziert, man bekommt eine Bestätigungsmail, dass man beantragt hat und ein paar Minuten später die Bestätigung, dass approved ist. Die US-Version kommt mit millionen Rights Waivers (als Refernezen Gesetztestexte, die ernsthaft "Big Beautiful Bill" heissen, ich meine, das klingt ungefähr so seriös wie "Ulis obercooler Detektivclub"?! Es sind verpflichtende Felder für Punkte, die es international so nicht gibt, zB eine "National Identification Number", das könnte für deutsche Bürger vieles sein.... Dann natürlich das gesamte Social Media tralala, das gsd immer noch optional ist, also von uns gepflegt ignoriert wurde. Am Schluss kommt: wäre besser, du machst einen Screenshot, weil die kriegst keine Info, ob approved oder nicht, schaust halt mal, hm? (Ging einen Tag, aber jetzt ist das erledigt). Nachdem sich herauskristallisiert, dass unser Nordamerika-F2F Workshop nicht in Kanada (und auch nicht in SSF stattfinden wird, sondern in Oregon) stattfinden wird, werde ich das wohl auch eher früber als später beantragen, solange man das noch nicht angeben muss.

Essen war superschön, danach gemütlicher Abend.

Heute: ein Tag mit wenig vor, das habe ich dringend gebraucht. Ausschlafen (beide Kinder schon weg, eins bei der Feuerweh putzen, das andere hatte einen Thrift-Tag abgemacht), frühstücken, Spaziergängle, dabei zwei Hunde so frühlich rennen gesehen, dass ich herzhaft lachen musste, Häusliches (alle Betten ab-und frisch beziehen, Pflanzen giessen), dann die gewaschenen und zusammengelegten Inhalte der Pfadifundkisten der letzten... 10 (?) Jahre zusammenpacken (was sagt das über den Hübschen und mich aus, dass er dachte, das wäre meine Schwimmtasche?!), ausserdem einen Rucksack, um beim Elternnachmittag den anscheinend letztes Jahr sehr gut angekommenen Rucksackpackworkshop nochmal zu wiederholen (ein letztes Mal, ich werde wegen Interessenskonflikt nach den Sommerferien den Elternrat verlassen müssen. Zeit wirds nach .... über 12 Jahren oder so). Das ist alles kein Rocket Science, meine Talking points sind:

  • Alles einpacken, was auf der Packliste ist. Nicht mehr, nicht weniger
  • Alles labeln (oder zumindest das, was man zurück haben will)
  • Kleider rollen
  • thematisch packen (eine Ecke Socken, eine Ecke Unterhosen und so)
  • MIT DEM KIND packen. Alle praktischen Taschen und Fächer helfen nix, wenn das Kind nicht weiss, was dabei ist, wie es aussieht und wo es ist. (Das war ein bisschen lustig, als ich nämlich den Beispielrucksack aus dem Speicher gezogen habe, ertastete ich was hartes in der Gürteltasche und da waren noch unberührte koreanische Hotelpackungen Shampoo und Conditioner von 2023. Der Rucksack war seitdem in .. mindestens 12 anderen Lagern)
  • Schlafsack und Mätteli entweder IN den Rucksack packen oder aussen fest dran machen, dafür haben Rucksäcke halt all die Schnallen und Riemen, nicht einfach nur das Zugbändel irgendwo anknoten. 
  • Und am besten sind Rucksäcke, die man nicht nur von oben befüllen kann, sondern die man wie eine Reisetasche gross aufmachen kann, dann finden auch kleine Menschen einfacher was nach 1 Woche Lager.
Dann: Badewanne, Flammkuchen, Serie, Stricken und Wein (oder Aperol Spritz). Ein Auftanktag, den ich dringend gebraucht habe!

Freitag, März 27, 2026

270326

 Ausgeschlafen bis sechs (naja, 10 vor sechs, weil dann Sansa nicht glauben konnte, dass es immer noch nix zu essen gibt), Sportklamotten an, Frühstück (und erste Kommentare zu der grossen Projektmail beantwortet. Ich atme, es wird schon, aber orrrr... wenn wir reinschreiben: "Fragen und Kommentare bitte in den gemeinsamen Chat", haben wir uns was dabei gedacht. Warum macht man dann Kommentare ins Dokument, nicht in den Chat? Egal, Antworten waren einfach, immerhin haben Leute schon reingeschaut. Ich bin sehr, sehr gespannt, wie das jetzt weiter läuft...).

Dann: Kinder verabschieded, Sportründchen (mit Katzentrainerunterstützung, ich habe es nicht gut gemacht, man musste mich anmiauen und in die Hand beissen), Duschen, einen Homeofficearbeitsplatz suchen. Auch interessant: es war ja jahrelang klar, wer wo sitzt und alles organisiert und was auch immer. Jetzt hat Q. den grossen Monitor an L. abgegeben, der ist wieder aus Japan da, nutzt seinen Schreibtisch für seine Sachen (zB Miniroboter bauen), d.h. ich kann da nicht einfach am Freitag hin und alles ist frei und funktioniert. Dafür ist aber der Hübsche jetzt auch am Freitag im Büro und sein Platz unter dem Dach mit RIESIGEM Monitor frei (Next Level: Ich bringe da die Dockingstation und meine externe Tastatur noch nach oben, dann hat L. noch mehr Platz für Saustall Roboter und ich Tastatur und Maus, nicht dass ich wieder Sehnenscheidenentzündung bekomme.

Schnelle Einkaufsrunde zum Kopffreikriegen (wie anstrengend und voll die Arbeitswoche war, zeigt sich auch in der Einkaufsliste, auf der nur "Öl, Salbei, Eier" standen, weil sich noch niemand Gedanken über Essen machen konnte. Brauchen wir heute auch nicht, wir gehen mit L. ins Noohn, Geburtstag nachfeiern.

Nachmittags weiterarbeiten, bis L. heimkommt, dann stellen wir uns den UK und US ETA / ESTA-Apps,das Jetsetterkind muss bis 30. April beweisen, dass er im Herbst mit auf Klassenreise gehen kann. (Unser F2F Workshop wird wohl in Oregon stattfinden, bin ich gespannt, war ich noch nie!)

Dann noch ein letztes Meeting mit Chef und "Complaint Community", dann habe ich mir wirklich den Feierabend verdient.

Im Noohn haben wir letztes Jahr Q.s Maturzeugnis gefeiert, der Hübsche und Q. waren dort zum Sushi Workshop, wir waren da von der Arbeit früher auch öfter mal Projekte feiern (jetzt sind wir ein bisschen weit weg davon). Apropos: in dem alten Büro am Bahnhof, das immer noch leersteht, findet dieses Jahr der Dinnerclub im Rahmen der Art Basel (glaube ich) statt und Pascal Steffens aus dem Roots kocht dort auf unter dem Motto "Office". Ich habe erst überlegt, dass wir da hingehen, aber dann war es mir zu teuer für ein Essen in einer Umgebung, die ich so sehr gar nicht vermisse. Aber wer mag: Pascal Steffen ist super und vllt sitzen sie ja an meinem alten Schreibtisch. Ich war im vierten Stock ganz auf der Bahnhofsseite und mal im EG ganz unten rechts, wo man auf den Zoo runterschaut.

Donnerstag, März 26, 2026

260326

Heute war in jeder Hinsicht bis auf kein Geburtstag besser als gestern: gut geschlafen, dran gedacht, dass es viel kälter ist als auch schon und warm genug zum Radeln angezogen, KEIN Hagel, kein Sturm, kein Gewitter, nur Nieselregen. Schwimmen: ich war bereit, auf meinen Körper zu hören, aber das Schneeflöckchen hat heute natürlich nix gesagt, ausser "Geil, Schwimmen!". Die 40 Bahnen habe ich so entspannt runtergepaddelt, ich hätte sogar noch länger gekonnt, wenn ich nicht doch irgendwann hätte arbeiten gehen müssen. Ich hatte nicht mal Hunger danach!

Arbeit: joah, ging, Donnerstage sind einfach irre anstrengend. Heute wäre eigentlich Team Lunch gewesen, aber bis auf einen Kollegen und mich hatten alle abgesagt. Wir haben die Flagge hochgehalten und es war wirklich schön: wir haben keine gemeinsamen Projekte, unsere Produkte überschneiden sich in der Supplychain oder thematisch nullkommanurganzeinbisschen, deshalb haben wir recht wenig miteinander zu tun. Das ist eigentlich schade, andererseits hatten wir beide damit Gesprächsthemen, die uns aus dem Alltagstrott rausgeholt haben. Das war wirklich schön und ich weiss jetzt ein bisschen mehr über Hämophilie und er über Oligonukleotide.

Der Arbeitsnachmittag wurde dann ein Arbeitsabend, weil... naja, alles sich zog. Meine Kollegin und ich haben unsere grosse Projektmail rausgeschickt an die Community, die nun Assessments machen muss. Wir haben so viel verbessert, Arbeit reingesteckt, getestet, aber aus Gründen, für die wir nix können, ist es nicht perfekt. V.a. weil perfekt für viele bedeuten würde, dass sie es halt gar nicht machen müssen, aber das steht nicht zur Debatte. Dann wurde von Leuten, die das überhaupt nicht versprechen können, wider besseres Wissen versprochen, dass man "diesmal gar nix mehr manuell machen" müsste. Das wird allerfrühestens in einem Jahr der Fall sein, aber mei, man kann ja mal für garantiert schlechte Stimmung sorgen. Anyway, es ist deutlich besser als beim letzten Mal. Auch wenn das nur wir drei sehen und wissen :-).

Heimradeln dann in dramatischem Licht, aber in dem Moment, als ich auf der Kraftwerksbrücke fotografieren wollte, war alles vorbei, nur noch grau, dafür Regen. NAJA.

Sonst: Gemüsekorb vorher 


Salat, DIE EIER, Lauch, Zuckerhut, Karotten, Rote Bete, Kartoffeln, Radieschen, Chinakohl, Pflücksalat, Schnittlauch, , Süsskartoffeln uund Spinat


und nachher



Mittwoch, März 25, 2026

250326 17

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Mein lieber Lennibenni,

wow, 17 Jahre, noch ein Jahr und wir haben offiziell erstmal unsere Schuldigkeit getan oder so!

Das letzte Jahr war ein wirklich, wirklich aufregendes. Die gesamte Vorbereitung für Japan war ... ganz ehrlich mehr, als ich gedacht hätte. Das dich gehen lassen, respektive dich schicken, oder gehen zu sehen und zwar nicht nur fröhlich, sondern im tatsächlichen Moment des Abschieds das Gegenteil davon, das war wirklich, wirklich hart. Auch die (Gottseidank kurze) Zeit, als du in Japan gestruggled hast mit dem dortsein, mit "wie kann ich das beste aus dem Aufenthalt machen?", "warum sieht es bei den anderen Austauschschülern so viel angenehmer aus als es sich für mich anfühlt?" und der fehlenden Freundesclique, hat mir echt zugesetzt. Aber: du hast es gemeistert und zwar grossartig. Die Familie, die dich aufgenommen hat, war ein wahrer Glücksgriff und du hast dort so tolle Erfahrungen machen können und dürfen. Du hast jetzt Freund über den ganzen Globus verteilt, das ist einfach wunderbar. Ich freue mich sehr, mit dir zusammen dieses Jahr einen Teil dieser Erfahrung teilen zu dürfen.

Ich bin sehr, sehr, sehr froh, dass du dort drüben gesund geblieben bist bis auf ein paar Mal Halsweh, dass du die chaotische Rückreise gemeistert hast und am allermeisten, dich wieder zu haben. Bei aller Vorbereitung für den Austuasch hatte ich wirklich Angst, ob "mein" / "unser " L. dort verschwinden würde und jemand ganz anderes zurückkommen würde. Und ja, Du hast Dich verändert, aber nicht zur Unkenntnis, eher wie so eine Zwiebel, bei der ein paar Schichten abgegangen sind. Du redest mehr, du bist selbständiger, organisierter, immer noch so lustig und cool und in unserer lauten Familie aktiver und lauter als vorher. Und das meine ich 100% positiv. Es ist nicht leicht, sich in unserem lauten Haufen zu behaupten, insbesondere Q. ist ... 20000% präsent und es braucht viel, um Airtime zu bekommen. Die holst du dir jetzt und ich feiere dich sehr dafür.

Die "Wiedereingliederung" lief und läuft erstaunlich smooth, du hast 100% im Theaterprojekt gestartet und einen (drei) fulminanten Auftritt als Henry Antrobus hingelegt, ich war zutiefst beeindruckt!

Den Schulstoff holst du selbständig nach, respektive fragst um support, wenn du ihn brauchst (es ist vielleicht ein bisschen wenig diversifiziert mit mittlerweile 3 Chemienerds, die alle hier schreien, wenn es um eine Chemiefrage geht), ich bin da viel entspannter als auch schon.

Was mich unendlich freut und glücklich macht, ist die gar nicht mehr so neue Person, die du in unsere Familie gebracht hast. Auch hier: ich hatte so Sorgen, dass dadurch Japan vielleicht weniger schön werden würde, aber ihr beide habt das so super hinbekommen. Unser erster aller gemeinsamer Urlaub im Februar war auch etwas, wovor ich recht nervös war, aber total grundlos. Wie könnte es anders sein: ein Mensch, den du grossartig findest und umgekehrt, muss ja eigentlich fast auch grossartig sein. Ich freu mich also sehr über diese Familienerweiterung!

Ich feiere dich dafür, wie du deinen eigenen Stil entwickelst, wie du ausprobierst, wie du offen erzählst, deinen eigenen Geschmack hast und auslebst, sei es mit Kleidung, Frisur, Filmen, Büchern (und ich hätte nie gedacht, wie unterhaltsam Mangas sein können. Jetzt nix für immer, aber hey, ich mag Doktor Tenma mittlerweile sehr!)

In diesem Sinne: happy gelbe Blumen- und Ballöner-Tag! Ich bin sehr stolz und glücklich, deine Mutter sein zu dürfen und freu mich auf das letzte Jahr mit einem minderjährigen Kind!

Happy Birthday!

250326

 Ich schreibe das hier separat, weil ich nicht will, dass es im Nachhinein irgendwie an L.s Geburtstagspost dranhängt und bei etwaigem Nachlesen immer wieder hochpoppt. Trotzdem möchte ich festhalten, dass dieser Tag auch richtig, richtig doof war.

Wegen Geburtstagsfeiern in der Früh war ich morgens nicht beim Schwimmen, hatte aber keine Lunchverabredung und bin deshalb mittags schwimmen gegangen. Weil ich mich ja kenne, habe ich eine Stunde vorher noch eine Scheibe Bananenbrot gegen Unterzucker gegessen. Nach knapp 30 Bahnen fand ich alles recht anstrengend, also habe ich es bei 30 beendet und bin gerade noch so aus dem Becken gekommen. Unterzucker, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Tunnelblick, Gänsehaut, Zittern am ganzen Körper. Und das klatschnass, mittags, eine Stunde bevor ich meinen Chef bei einem grossen Meeting mit einem Vortrag vertreten sollte. Ich hätte am liebsten einfach nur geheult. Stattdessen habe ich mich im Sitzen umgezogen, es irgendwie geschafft, mich zu schminken und (das Schwimmbad ist in der Hauptkantine) eigentlich geplant, direkt dort was essen zu gehen. Andererseits war ich zur Hauptessenszeit fertig und hatte echt Angst in einer noch so kurzen Schlange umzukippen. Stattdessen bin ich dann schnell über die Strasse in den Turm und in die Cafeteria, wo es an der Ramenbar sehr schnell ging. Dazu eine zuckerhaltige Cola und ich war wenigstens wieder einigermassen ok. Immer noch weiss wie die Wand, aber immerhin stabil. Was eine Scheisse, ey!

Vortrag lief ok, immerhin.

In einer Regenpause wollte ich dann heimradeln und ... nach 10 MInuten fand ich mich in einem Hagelgewittersturm. Ich bin ja hart im Nehmen, aber der Wind war so krass, dass irgendwann abgestiegen bin und geschoben habe, weil ich Angst hatte, umgeweht zu werden. Vor mir flog ein Bauzaun, auf dem Weg nach oben lag ein frisch umgestürzter dicker Baum auf der Strasse. Ich kam klatschnass und eiskalt daheim an, das passt zu den immer noch anhaltenden Unterzuckerkopfschmerzen.

Oida

Dazu: Wut und Traurigkeit, weil die (wie ich finde) sehr schöne Tradition der liebevollen Geburtstagsbriefe durch wiederholtes ungefragtes und unpassendes, because none of your fucking business, Runtermachen als Peinlichkeiten, die niemanden was angehen und wie kann man so was schleimiges öffentlich machen, ist dir nichts peinlich? nun für mich immer mit dieser unangenehmen Sidenote verbunden ist. (Ich weiss, ich kann niemanden ändern, nur das, wie ich mit etwas umgehe. Ich gehe so damit um, dass ich auch unter anderem deswegen den Kontakt für immer eingestellt habe, weil ich das und das wofür es steht, nämlich: "Gefühle äussern (Gefühle haben?!) ist peinlich. Du bist falsch." in meinem Leben nicht akzeptiere. Das wiederum trägt zu noch mehr "Du bist falsch" bei, aber daran kann ich wiederum nichts ändern). Anyway: ich finde es sehr schade, dass das in meinem Kopf mitschwingt an diesem Tag, weil welcher Tag, wenn nicht ein Geburtstag, sollte ein Tag zum Feiern von Liebe und Freude und schönen Gefühlen sein. Naja.

Dienstag, März 24, 2026

240326

 Gestern abend bin ich dann nach allem erledigt (Wäsche, Sachen packen, Spülmaschine und so) nach einer Folge “Shrinking”, zu mehr war mein Hirn nicht mehr in der Lage und ein paar “Seiten” im Buch wie ausgeknipst um 11 eingeschlafen. Das war dringend nötig, und, auch ein gutes Zeichen, nachdem ich früher ins Bett bin, war ich dann halt ab fünf knallwach. Zeigt mir: mir hat einfach Schlaf gefehlt, nicht: ich bin irgendwie krank oder so.


Radeln: ein richtiges Vergnügen mit dem geserviceden Rad, ich gewöhne mich auch wieder dran, nicht mit einem bonanzamässig hochgebogenen Sattel zu Radeln ohne Angst zu haben, vorne runterzukippen. Es ist so hell draussen, es fühlt sich schon fast an wie verschlafen haben, wenn man eben bei diesem Licht durch Wohngebiete und Feldwege flitzt, nicht so undercover wie im Winter im Stockdunklen.

Das Licht war heute besonders schön, es war ein ganz pinkes Rosa, das sich am Himmel und auf dem Rhein spiegelte. Aber: als mir einfiel, ich könnte ein Foto machen, war ich schon am schönen Ort vorbei und zurückfahren ist nicht drin.


Beim Schwimmen war es dann auch relativ hell, das ist mir bisher noch nicht wirklich aufgefallen, auch weil ich natürlich verdunkelte Gläser habe und auch, weil ich halt einfach nicht aufpasse und vor mich hin schwimme.


Lustig dann: ich laufe ja dann rüber, verräume mein Schwimmzeug, dann fahre ich rauf in den 16., hoffe, dass mein Lieblingsplatz frei ist, werfe Rucksack und Jacke dorthin, und hole aus meinem Spind mein Bürokästchen. Mein Spind ist in der Nähe meiner alten DS Kollegen und ganz oft werde ich dort in ein Schwätzchen verstrickt oder aber verstricke sie in Schwätzchen. Heute hatte ich ein recht frühes Meeting und auch ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich sie halt immer störe, wenn ich dort, tadaaaaa, auftauche und dann schwätze. Heute habe ich halt nur kurz “Guten Morgen” gesagt und bin meiner Wege gegangen. Als ich dann später am Tag ein paar dieser KollegInnen in meinen Produktmeetings begrüsste, meinten sie: “Ah, jetzt schaust du fitter aus als heute morgen!” EInmal macht man nicht den Kaschperl, schon wird vermutet, man sei nicht fit! (Habe es an “Ohren und Haare jetzt trocken” festgemacht)


Arbeitstag dann: intensiv, aber gut (meine beiden Partnerinnen im grossen Projekt sind OOO, eine in den Ferien, eine auf einem Sitevisit, also war ich die, die in dem AI-Tool-Workshop unser Team für Stunden vertreten musste, ausserdem Strategieplanung mit meinem Chef, ich bin immer noch geflashed, wie ein Chef sein kann.) Mittagessen mit einem Kollegen, mit dem ich seinerzeit in diesem irren Sprint-Projekt 2021  war (das war so kacke und ist alles auch schon wieder down the drain, aber es hat uns wirklich zusammengeschweisst) und mit dem ich jetzt wieder zu tun habe. Ich freu mich aktuell sehr, sehr, sehr über mein Netzwerk, das sich da über die ZEit gebildet hat.


(Selbstbeobachtung zwischendrin: ich helfe tatsächlich IMMER und sofort und zwar sowohl mit dem Gefragten als auch mit der Anleitung, wie man das in Zukunft selber finden kann. Und wenn jemand das schon  mehrfach gefragt hat, dann rolle ich für mich die Augen und manchmal leite ich dann einfach auch die Mail vom letzten Mal weiter. Wenn mir dann Leute, denen ich so schon so oft aus der Patsche geholfen habe, und auch sonst schon, dann auf eine Frage meinerseits mit einem laaaaaaangen Vortrag über “I am in the process to helping you catching a fish yourself instead of handing you one.” antwortet…. Naja. Ich sags mal so: wenn ich auf eine Chatnachricht GAR nicht antworte, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich stinksauer bin. (“Daumen hoch” mit nix sonst ist eine andere Variante davon)


Nach 3h Workshop mit IT Leuten bin ich mehr als bereit, das Dinner mit dem Team ausfallen lassen (ich hab mich vorbilidlich schon gar nicht abgemeldet) und stattdessen heimzuradeln, mit den Jungs zu essen, was der Kühlschrank hergibt und dann einen “low key”-Kuchen zu backen, wie L. gewünscht hat (Banana Bread) und Geschenke einzupacken und dabei ein bisschen sentimental zu werden. Ich meine: 17?!


Montag, März 23, 2026

230326

 Also: "Hail Mary Project" oder auch "Der Astronaut": kann man schon anschauen. War für mich eine weirde Situation, weil der Hübsche das Buch gelesen hatte und ich nicht, normal ist das immer andersrum. Er meinte: gut umgesetzt, sie haben endlose Längen im Buch gestrafft. Ich meine: Kein Film, und der hier ganz bestimmt nicht, muss 2h30min dauern, das geht knapper. Aber eben: kann man gut anschauen, wenn man (was ich nicht konnte) drüber hinwegschauen kann, dass Ryan Goslingreynolds halt vielleicht in Vorbereitung sich ewig wo einsperren liess, aber nicht jemanden, der schon mal eine Brille mit Stärke getragen hat, gefragt hat, wie man eine Brille trägt (Wenn man IMMER drüber guckt, braucht man keine. NIE macht es Sinn, mit einem Auge durch und dem anderen nicht durch zu schauen. Und kein Mensch, der eine Brille trägt, hängt sie an einem Ohr unters Kinn, wo sie runterfällt oder mit Hautfett verschmiert wird, wenn man sie nicht aufhat. Meine Güte...) Sehr angenehm: kein niedliches Alien, keine Lovestory, ein paar Logiklöcher, aber gut machbar.

Weil die sich nicht kurzfassen konnten, waren wir halt erst kurz vor Mitternacht zu Hause, ich lag um viertel nach 12 im Bett, konnte ewig nicht einschlafen (gefühlt: gar nicht bis fünf), naja. Kaffee und Cola zu Mittag haben es gerichtet.

Radeln mit dem neu geserviceden Rad ist grossartig, Schwimmen auch, morgens dann direkt eine am Freitag noch angeforderte Feuerwehrübung erledigt. Antwort war "Danke, aber so dringend war das jetzt nicht". (ich bin dezent angenervt, es ist nicht das erste Mal, dass ich alles stehen und liegen lasse, vermeintlich für das Wohl des Produktes oder für irgendwelche strategischen Gespräche, die dann "ups, doch verlegt" oder "Ah, ne, doch nicht", oder "wurde entschieden ohne Input", fühlt sich nicht wirklich wertgeschätzt an.)

Dann: eins der Dauerbrennerthemen, die ich dachte, mit der alten Rolle losgeworden zu sein, aber naja, immerhin reicht jetzt anstossen, ich muss es nicht mehr implementieren.

Passte dann ganz gut, dass ich für Mittag nix abgemacht hatte und in Ruhe bei Salat mein Buch fertiglesen konnte und eine Runde frische Luft um den Block schnappen konnte...

Der Nachmittag war dann Detailfieselarbeit in einem riesigen Sheet, das wir nach langen Verhandlungen spätestens Ende der Woche an unterfähr 200 Leute zum Ausfüllen schicken müssen, zusammen mit einer detaillierten Ausfüllanleitung und Businessprozess und Scoring Guidance. Es war zu 90% fertig, aber eben: dieser Detailkram am Schluss frisst Zeit und ich mag nicht mit 200 Leuten diskutieren.

Irgendwann sah ich nur noch Regenbogenfarben und beendete den Tag.

Heimradeln: super schön!

Daheim holte ichaus dem Supermarkt schnell noch Skyr, den Printspiegel (Recherchen wie die Fernandes-Ulmen-Recherche kann man durchaus mal fördern. Ich erinnere mich noch, wie damals (TM) im Deutsch-Grundkurs jemand ein Referat über den Spiegel gemacht hat, in dem auch der "für immer unveränderbare Preis von 5 DM erwähnt wurde". Des Hübschen Eltern hatten den Spiegel lang abonniert und ich erinnere mich noch gut an die dicken Zeitschriften, in denen ich immer schmökerte. Heute... Print ist nicht tot, aber teuer (10 CHF, ich sags nur, das sind.. 11 Euro, das sind 22 Mark) und dünn. Aber es ist halt auch schon eine Zeitlang nicht mehr 1993..

Jetzt: Montagspizza für die Jungs, Ribollita für mich, dann Klamottenpacken und nicht so spät ins Bett.

Sonntag, März 22, 2026

220326

 Nach gestern (und der Woche und der davor und so) brauchte ich dringend einen entspannteren Tag.

Der Hübsche und ich schliefen aus (naja, bis ich halt wach war, das war 8:14h :-)), dann gab es Kaffee im Bett und dann machten wir uns auf, uns von den Kindern und ihren PfadikollegInnen mit Frühstück versorgen zu lassen.

Das ist tatsächlich ein sehr gemütlicher Anlass: wir kennen die Eltern der anderen LeiterInnen, das Essen ist richtig gut (Speckzopf done by me, ich gehe davon aus, dass er gut war, ich mochte ja den Speckgeschmack auch als Nichtvegetarierin nicht). Gesättigt und ordentlich aufkoffeiniert (bis dahin hatte ich 6 Tassen Kaffee intus) machten der Hübsche und ich ein Ründchen bei sehr angenehmer Sonne und Temperaturen, danach immer noch bisschen Hauskram: Wäsche, ich habe den Auk neu befüllt (Zitronenkoriander, Minze, Rucola. Petersilie), Schwimmsachen für morgen gepackt, kurz Besuch von meiner Schwester und Babyneffen bekommen, L.s Lagerblätter für die New York-Reise ausgefüllt (für UK ETA und US ESTA brauche ich ihn in Person), noch ein wunderbar cooles Geburtstagsgeschenk für ihn gefunden (ich war ein bisschen unzufrieden, weil bisher keine coole Überraschung dabei war), dann dringend nötige Notfallribollita wegen Hunger. 

Blick aufs Gemüsefach ergab: das bekomme ich in der strengen Woche nicht verkocht, deshalb wird die Suppe in Portionen gekühlt und aufgehoben, für heute Abend koche ich einen grossen Topf Gemüsecurry. L. und der Hübsche schauen sich noch ein bisschen Mathe an, dann gibt es Sport für alle, dann das Curry und DANN: Kinoabend so richtig mit im Kino.

Zwischendrin habe ich ein bisschen in "Am Meerschweinchen übt das Kind den Tod" gelesen. Das Buch ist wunderbar (es geht um den Umgang einer erwachsenen Tochter mit der Trauer nach dem Tod ihrer Mutter, mit der das Verhältnis nicht immer einfach war. Auch das mit dem Vater nicht, der noch lebt.). Ich liebe den schwarzen Humor und die "unperfekte" Erzählweise. Aber: es hat mich auch sehr traurig gemacht, als ich las, was sie alles vermisst, seit ihre Mutter tot ist, was sie von ihr übernommen hat, was sie mitbekommen hat auf ihren Lebensweg. Auf eine Weise wird das für mich irgendwann leichter werden, weil: was man nie hatte, kann man auch nicht vermissen.

Samstag, März 21, 2026

210326

 Uff. 

Es war mit Ansage klar, dass das Wochenende voll werden würde mit Erledigungszeug. Und ok, vllt ist es Zeit, zu akzeptieren, dass ich sowas halt mittlerweile anstrengend finde.

Aufgewacht bin ich mehrmals diese Nacht, um zwei von einem rumgeisternden Kind, um halb sechs von einer hungrigen Katze, um halb acht von einer gelangweilten Katze, der es draussen zu kalt war und dann hätte eh bald der Wecker geläutet, kann ich auch grad Kaffee machen.

Plan war: wir trinken Kaffee im Bett und fahren dann direkt ins Nachbarstädtchen. Dort gibt es Frühstück aus der Bäckerei und Erledigungen, dann Katzenfutterladen, mich beim Radladen abwerfen, das fertige Rad abholen, daheim den Mini ausräumen und weiter zum Ikea, Zeug erledigen.

Interessant zu sehen: ein grosser Hafermilchkaffee hält mich einigen Zeit am Laufen, aber anderthalb Stunden nach dem Aufstehen bin ich kurz vor Umkippen, wenn ich nichts echtes zu essen bekomme. Stadtbummel war dann relativ zügig erledigt, der Hübsche holte Kontaktlinsen, ich noch ein paar Geburtstagskleinigkeiten und die gewünschte Hot Sauce für Q. Insgesamt aber zu viel, um MIT Fressnapf noch unterhalb der Zollfreigrenze zu bleiben, also kleine Planänderung: direkt zurück in die Schweiz und dann zum Schweizer Fressnapf neben dem Ikea. Auf der Brücke vor der Grenze sind dann noch zwei Autos im Stau ineinander gedotzt, ich weiss schon, warum ich Samstagsshopping besonders mit dem Auto vermeide.

Ich wurde beim Radladen abgesetzt, das geservicede Rad ist wie neu. Ich bekam ein neues Ladegerät mit 50% Rabatt (bei meinem alten ist die Kabelumhüllung kaputt), alles ist revidiert, der Reifen war wegen eines Dorns platt, und auch der Sattel ist wieder in korrekter Position eingestellt. Er war ja wackelig und ist immer so bonanzamässig nach oben gestanden. Damit bin ich seit November in etwa so rumgefahren und ... naja, es war zu erwarten: es hat sich sehr fremd jetzt angefühlt. Ich nehe an, ich komme wieder rein.

Wieder daheim haben wir nur schnell ausgeladen, sind in den Fressnapf weiter und unsere Katzen können aufhören, so zu tun, als würden sie immer nur Mist kriegen. Jetzt gibt es wieder die guten Sachen!

Im Ikea hatten wir tatsächlich auch nur eine sehr übersichtliche Liste, aber samstags Ikea ist samstags Ikea.... dafür gings. Aus Gründen war unser Vorrat an Ikeataschen auf 1 geschrumpft, ich habe also, um der Weltlage etwas entgegenzusetzen, nachgekauft und zwar die Regebogenversion.

Zwischendrin Vegihotdog und Zimtschnecke gegen Schwäche.

Wieder zu Hause und eingeräumt gab es Kaffee und dann weiter haushaltliches: die Pflanzen wollten alle gebadet werden, der Birdbuddy wurde grundgereinigt und wieder befüllt und aufgehängt, im Auk hatten sich Läuse im Koriander eingenistet, also habe ich da mit allen Kräutern Tabula Rasa gemacht und alles gewaschen und morgen wird neu gepflanzt.

Passend dazu gab es zum Abendessen Smashed Potatoes mit Chimichurri aus allen Kräutern, dazu einen grossen Salat. Weil Grünkohl im Gemüsekorb war, habe ich ausserdem einen Riesentopf Ribollita angesetzt und dann, weil morgen Pfadifrühstück, einen 1kg Zopf mit Speck gebacken. Dann noch Recyclingzeug weg, eine kurze Runde durch den Supermarkt und den Baumarkt, dann noch ein kleiner Spaziergang und seit drei ungefähr könnte ich irgendwie im Stehen einschlafen. Weiss gar nicht, warum....

Morgen: Ausschlafen und nach Kaffee muss ich mich ums Frühstück nicht kümmern, weil: Pfadizmorge!

Freitag, März 20, 2026

200326

 Es ist 18:40, ich sitze im ganz leeren Haus, habe bis vor 30 Sekunden noch gearbeitet (im HIntergrund läuft mein Gemini-Weekly Summary). Der Tag war knallvoll, und ich habe noch nicht mal geschafft, meine 12k Schritte heute zu machen (ich werde gleich nochmal ums Karree stiefeln).

Aufgestanden um sechs, beim Frühstück  Skincareroutine und ausstehende Trainings abgearbeitet (mich etwas mütterlich beim "New Multiproduct Risk Process" gefühlt, weil ich Teil des Teams war, das den "First Multiproduct Risk Process" entworfen, implementiert und against all odds am Leben gehalten hat. All die Fallbeispiele kannte ich aus der Zeit noch, war ein easy win, bis auf das eine, das sie als "this was already an issue, not a risk" klassifiziert haben, aber das wurde es halt nur, weil niemand in die Pötte kam. naja.

Dann: Installieren an L.s Schreibtisch (gesehen: die Calathea, die ansagegemäss im Herbst alle Blätter abgeworfen hat und verschwunden ist, spickselt wieder aus der Erde. ich freu mich sehr!), mit Pfefferminztee losarbeiten, bis ich um kurz vor acht mit dem Hübschen mein Rad in den Kofferraum wuchte und zum Radlschrauber bringe. Ich habe ja eigtl für April einen Servicetermin abgemacht, aber darf zum Reifenwechseln zwischenreinflitzen. Sie bieten mir an, wenn sie alle Teile haben, den ganzen Service direkt zu machen (Ich glaube, ich habe es schön öfter gesagt: bester Fahrradladen der Welt!) Um vier ist es fertig und nicht mal teuer, aber abholen schaffe ich erst morgen oder am Sonntag (da haben sie ausser der Reihe offen).

Daheim: weiterarbeiten, in den kurzen Pausen zwischen Meetings. 

Zwischendrin: Elektrikertermin für die Terrassenbeleuchtungsplanung. Auch hier: wie cool, wenn man jemanden vertrauenswürdigen an der Hand hat (nach Bad und Küche trauen wir ihnen auch mit Terrasse).

Um halb eins essen der Hübsche und ich schnell Salat und aufgewärmtes Spätzlegratin oder sowas aus einer der TK Boxen, dann geht es schnell zum Wocheneinkauf. 

VOn halb zwei bis 4 noch einen Stapel Meetings (meine junge Kollegin, die uns im Projektmanagement für unser Monsterprojekt unterstützt, geht morgen für drei Wochen in die Ferien, wir machen einen nahtlosen Handover und ich muss ihr irgendwann (also: vor 5 Minuten) sagen, dass sie jetzt bitte einfach aufhören soll, ich mach den Rest nächste Woche.), dann fahre ich mit L. ein paar Dörfer weiter auf der deutschen Seite. Er hatte akuten Haareschneidebedarf und meinen Termin bekommen, ich laufe jetzt noch ein paar Wochen immer flauschiger durch die Gegend. Ich nutze die halbe Stunde, um im Hieber Snacks und "deutsche" Sachen einzukaufen. So weit ist es gekommen: ein deutscher Supermarkt wirkt sehr fremd und exotisch von der Produktpalette mittlerweile. (Ich habe verschiedene Ostersachen gekauft, Chips, die nicht von Zweifels sind, Götterspeise, Gewürze, Smoothies, Süsskram, Kekse, Snacks)

Gestylt fahren wir zurück, Feierabendverkehr nichtexistent.

Daheim flitzt L. mit einer Götterspeise to go zu einem Pfadihock, ich knete Pizzateig, Q. ist beim Sport, der Hübsche hat sich zu einem Hyrox-Termin breitschlagen lassen (Ich habe gelernt: da muss man laufen UND das im Team machen, Hölle nein, Bruder). Als der Pizzateig geht, antworte ich noch auf Chats, dringende Emails, Zeug, aber jetzt ist Schluss. Ich habe die Woche so viel geschafft und erledigt, die nächste wird mindestens so heftig, ich brauche eine Pause. Ehrlich jetzt.

In diesem Sinne: Hände hoch, Wochenende!

Donnerstag, März 19, 2026

190326

 Ruckeliger Start in den Tag: gestern abend ist mir ja noch der Gepäckträgergummi gerissen, heute ist Gemüsekorbtag, also habe ich mir zwei Spanngurte aus dem Auto geholt, um die ad interim zu nutzen, bevor das Rad im April gefullserviced wird. Als ich heute also die Radtaschen mit Schwimmzeug belud und dann den Korb mitden Spanngurten befestigen wollte, merkte ich, dass das Rad irgendwie total kippelig war, ich war erstmal grundgenervt, das mit den Spanngurten ging auch nicht super, aber erst als ich aufsteigen wollte, merkte ich: der Hinterreifen ist total platt. Orrrrrr!

Dann wurde es ein bisschen spannend zu sehen, wie mein Hirn in solchen Situationen funktioniert (oder halt auch nicht): die beste Lösung ist eh von Anfang an klar (in dem Fall: mit dem Shuttle zur Arbeit, kein Schwimmen, Gemüsekorb mittags zu Fuss holen, Rad morgen zum Schrauber bringen, der Reifen, Sattel und vllt den Gepäckträgergummi auch VOR dem grossen Service direkt einschieben kann). Aber ich bin immer nicht so schnell bereit zu akzeptieren, dass das halt jetzt so ist (und ich nicht schwimmen kann). Also habe ich erst angefangen, meine Radtaschen an das danebenstehende Biobike zu klemmen und dachte: "Ja, wird sackanstrengend, besonders das spät heimradeln dann, ob der Korb mit dem Klemmgepäckträger hält, ist auch fraglich, naja.". Aber erst ein Griff an die Reifen, die eher semigut aufgepumpt waren und der Gedanke an "Ups, geht das Licht eigentlich?" liss mich dann doch Vernunft annehmen. Daheim überprüfte ich noch, ob es einen Tagesparkplatz für heute gäbe (damit hätte ich Schwimmen retten und den Gemüsekorb durch die Gegend schleppen verhindern können), aber die noch verfügbaren Parkplätze sind so weit vom Büro entfernt wie der Gemüsekorb, ich werde auch ohne Schwimmen den Tag überstehen.)

Also: Schwimm- und Radklamotten ausziehen, Bürokleider an, ausserdem Körperpflege incl Skincare und Schminken, was ja sonst NACH dem Schwimmen stattfindet, dem Hübschen Bescheid sagen, die Kinder durch Anwesenheit überraschen und dann ab zum Shuttle. (Positiver Nebeneffekt: ich kann heute mal einen Mantel anziehen, der wirklich zum Outfit passt. Sonst habe ich halt immer meine Reflektorjacke an und für draussensachen am Arbeitstag einen default-Mantel, der schon ok zu allem passt, im Büro. Und: ich habe mein neues Parfum aufgelegt, das ich halt im grossen, teuren Flakon sonst auch nicht im Schwimmsack hin und her juckeln will jeden Tag.)

Gnaaaaaah. Aber: ich werde genauso früh im Büro sein wie nach dem Schwimmen, halt nur etwas unausgeglichener. Und: wie gut, dass ich es daheim noch gemerkt habe UND dass ich gestern noch heimgekommen bin. Schieben bei dem krassen Wind wäre auch richtig doof gewesen.

Ungewohnt, mit trockenen Haaren und keinem leichten Chlor-Wiff den Bürotag zu starten :-)

Der Vormittag ist meetingfrei, ich kann mich mit meinem Chef direkt austauschen für ein paar dringende Themen (immer noch grosser Fan!), und sonst konzentriert Sachen fertigmachen, die ich lang schieben musste und die mich lang gestresst haben (ich lerne langsam, dieses Gestresstsein auch als das, was es auch ist, zu sehen: Arbeit im Hinterkopf daran. Sobald ich dann dazu komme, geht es nämlich recht flott und zügig. Meistens).

Statt Mittagessen hole ich mir ein Sandwich (untypisch für unsere Gatronomie ist die Vegiauswahl dafür in der Cafeteria echt überschaubar.) mit Gorgonzola und Zucchini. Joah, kann man auch lassen... und dazu ein Osterflädli. Kleiner Fashback zu der Bäckerei Krebs, in der wir in unserer Basler Zeit vor und mit dem winzigen Q Samstagssemmeln und eben immer mal wieder ein Osterflädli geholt haben. Ich habe nie wieder so gute gegessen wie dort. Leider hat die Bäckerei irgendwann in den letzten paar Jahren geschlossen (und ich war eh lang nicht mehr da). Weil: wegen kein Rad kann ich nicht auf dem Heimweg den Gemüsekorb abholen, ich habe Meetings bis 18h und der letzte Shuttle geht um 18:15 (danach müsste ich mit dem richtigen ÖV heimfahren, d.h. Gemüsekorb etwa eine Stunde durch Bustrambahnhofsbahnbusfussweg schleppen, das will ich nicht), also muss ich den Korb vorher holen. Ich habe heute eh keine Lunchverabredung, also gehe ich mit Hörbuch auf den Ohren die 20 Minuten hin und dann wieder zurück (ordentlich bepackt). Um dumme Sprüche zu vermeiden parke ich den Korb im Lockerraum im Keller und hoffe, dass mir keine meiner Mitbenutzerinnen Salat oder DIE EIER klaut.

Auf dem Weg durch den Park: frisch gemähtes Gras und endlich mal wieder die Kunst, die da hingehört (incl Nana) und nicht irgendwelche creepy Fusspenisse)



Dann: Back to back Meetings (und zwar herausfordernde) von 13h bis 18h. Uff. (Immerhin das Ziel erreicht, dass ich in jedem Meeting einmal jemanden zum Lachen bringe. Die Schwierigste war die chinesischstämmige IT-Kollegin aus San Francisco, da hatte ich auch nur 20 MInuten. Dafür selber in einem Meeting buchstäblich Tränen gelacht zusammen mit einem anderen Kollegen. Wir haben die Liste der in Frage kommenden Tradenames eines meiner Launchprodukte bekommen. Das war beim letzten schon richtig lustig, aber diesmal noch mehr. Ich meine, es gibt da eine richtige Wissenschaft, es soll was mit dem INN Namen, dem Mode of action, der Indikation, den Produktspezifitäten zu tun haben, man muss es sich merken können, es darf in keiner Region der Welt irgendwie doof konnotiert sein, man soll es nicht verwechseln, man muss es in Arztschrift gut identifizieren können, blablabla. Und dann kommt immer noch ein Vorschlag raus, der, wenn man es nur ein bisschen schlampig ausspricht oder nicht gut hinhört wie "Hundefurz" klingt. Naja. Wirds wohl nicht, aber es war auf der TopTen Liste. Mal sehen, ob Sie sich alle das noch merken können, wenn das Produkt dann wirklich auf den Markt kommt).

Dann: sehr püntklich das letzte Meeting verlassen, Gemüsekorb (mit allen Eiern) aus dem Lockerraum holen, durch den Park zur Bushaltestelle schleppen 



warten



busfahren

heimtragen lassen

Ausbreiten

Asiasalatmix, Lauch, Kresse, Kürbis, Eisbergsalat, irgendein roter krisseliger Salat, der kein Lollo Rosso ist, Karotten, Kartoffeln, Federkohl, Chicoree, DIE EIER, Schnittlauch, Radicchio, Mangold


Salat machen

Feierabend

Mittwoch, März 18, 2026

180326

 Gut geschlafen und nach Frühstück (Blutorangen, Skyr, Granola) mit richtig krassem Rückenwind praktisch in die Stadt geflogen (worden).

Schwimmen: war lustig, es war genau EINE Bahn belegt, als ich in die Halle kam. Wurde dann schon noch bisschen mehr, aber nicht viel. Trotz Rückkehr der Reisegruppe vom Sitevisit war immer noch alles leer bei uns. Hm.

Der Arbeitstag wurde dann zum Teil lichter als gedacht, weil recht zeitfressende Meetings kurzfristig abgesagt wurden, aber dafür gab es dann auch noch ein paar adhoc Sachen.

Mittagessen und -ründchen mit altem neuem Kollegen, ich habe mir noch ein paar Eindrücke vom Apero am Mo geholt.

Dann machte ich mich tatsächlich ein bisschen früher als geplant auf den Umweg über das Dorf, in dem ich mein Paket vermutete. Der DPD Service hat sich natürlich weder auf meine Kontaktformularanfrage noch auf die gestern telefonisch gestellte Anfrage gemeldet. Einfach ein unglaublicher Saftladen...

Ich war relativ geladen, als ich im ersten Laden ankam (der, zu dem ich das Paket bestellt hatte und der, in dem es gemäss Sendungsverfolgung lag. Nicht der, in dem es per Infomail lag.) Diesmal brauchte man das DPD-Gerätchen gar nicht, mein Name stand in Schönschrift auf der handschriftlichen Liste auf dem Collegeblock und zack, meins.

Naja.

EIn paar Meter später riss mir dann noch der Gepäckträgergummi. Besser heute, wo ich einfach meinen Rucksack auf den Rücken nehmen und das Paket in eine Radtasche stecken konnte, als morgen, wo ich den grossen Gemüsekorb transportieren muss. Dafür habe ich mir heute aus dem Auto Spanngurte geholt und beim Service um Ostern rum gibt es noch eine Sache mehr, die repariert werden muss.

Heimweg mit massivem Gegenwind war nicht so toll, besonderns unangenehm auf der KRaftwerksbrücke, wo der WInd 90Grad von der Seite kommt und immer wieder von den Pfeilern unterbrochen wird.

Sonst: Hausaufgaben für die USA-Studienreise von L, nämlich dröflzig Unterlagen und auch ein ESTA für USA und ein ETA für UK. Ok. (Mit einem langjährigen Kollegen/Freund aus San Francisco telefoniert, wir werden uns hoffentlich bald in Basel und vielleicht im Herbst in Kalifornien sehen. Das wäre toll!

Daheim war "Farmsrace" angekommen, ich denke, das ist ein Spiel, das gut zur Weltlage passt. Slogan: "LIke Catan, but with nukes".

Jetzt: Pasta

Dienstag, März 17, 2026

170326

 Etwas emotional verkatert heute aufgestanden, gefrühstückt, geradelt (ein paar Gedanken drauf verbracht, ob es mit der Zeitumstellung dann erst morgens noch heller wird oder nochmal dunkler. Dunkler. Dafür Abends direkt NOCH heller. Naja, egal), mit kalten Fingern angekommen und richtig gut geschwommen (also: leistungsmässig schwimme ich immer vermutlich ungefähr gleich schlecht, aber es gab keine Bahnenschlegelei, ich war im Flow, habe ein paar Rückenbahnen eingelegt und das so schnell, dass ich angemessen ausser Atem war danach.).

Im Büroturm dann die grosse Überraschung: es ist wirklich leer auf unserem Stockwerk, und zwar reichen ein F2F Workshop einer Gruppe, die dann halt woanders ist, und ein Sitevisit eines Teils einer Gruppe aus, dass an einem DIENSTAG in der Lieblingsecke von sehr vielen den ganzen Tag Plätze frei bleiben. Naja. Morgen sind sie zurück und ich nicht mehr allein.

War heute aber super, weil ich zwei Themen hatte, die ich unbedingt heute fertig bekommen wollte und die viel Konzentration erforderten. Beides gut genug für Feedback fertig geworden.

(Zwischendrin: Communitymeeting mit zwei anderen Gruppen, Thema heute "AI in unserem Arbeitsalltag" und naja. Es gibt Leute, die sich an den blauschimmernden banana-beautified-Slides immer noch nicht abgesehen haben, naja, Geschmackssache, mein Lieblingssatz war "Und warum schaust du nicht einfach in deinen Kalender?!")

Mittagessen mit meiner "Vornamenclique", die ja alle noch in meiner alten Abteilung sind. Stimmungscheck: meine Güte, ich bin so froh, dass ich da raus bin! (Und es war schon nicht doof, dass ich gestern nicht beim Apero war). Ich muss aufpassen, dass ich mich in dieser Runde nicht von der grundschlechten Laune anstecken lasse, das tut mir nicht gut.

Heimradeln dann mit ohne Softshellhose, aber noch Handschuhen (fraglich, ob es die gebraucht hätte), ein bisschen später als geplant, dafür fertig mit allem und mehr.

Paketstatus: nervig, ich habe beim Service angerufen, die sehen auch, dass das Paket in dem Laden ist, wo ich es hinbestellt habe (und wo gestern die Frau sich nicht in die DPD Maschine einloggen konnte und da Paket auf der handschriftlichen Liste nicht fand), aber auch, dass es irgendwo anders in dem Kiosk, der in den "hol dein blödes Paket ab, sonst schicken wir es zurück" Emails erwähnt wird, geführt wird, in dem der Typ es gestern auch nicht gefunden hat. Man wird mir morgen Bescheid geben, wie weiter. Ich habe parallel beim dänischen Versender gebeten, einen Nachforschungsantrag zu stellen. Morgen fahre ich nochmal vorbei. Nerv.

Daheim: Katzen auf dem Weg, Mann und Kind daheim getroffen, allen hallo gesagt, bis sie alle wieder gingen. Q. meldete aus dem Labor noch einen Säurezwischenfall (es geht allen gut), kam kurz heim, berichtete und verschwand auch zum Hock.

Ich mache jetzt Ofengemüse und Quarkdip, bis alle wieder daheim sind. Uff.

Wunschlistenfrage:

Wie lautet eigentlich Ls Fazit zu Japan? Wie ist er mit der Gastfamilie klargekommen? Wie hat ihm die japanische Schule gefallen?

Naja, das wäre "his story to tell" und ich glaube, das möchte er nicht. Generell: superst. Es war nicht immer supereasy, aber alles in allem grossartig. Die Gastfamilie war wirklich ein Glücksgriff. Schule: joah, weiss jetzt nicht, wie viel er da mitgenommen hat, aber es war eine coole Erfahrung, wie Schule (ich sage nur Uniform!) woanders funktioniert. Spannend ist für mich, was er im Familienleben dort bemerkt hat, wie andere Leute miteinander und den Kindern umgehen, wie man miteinander spricht, wieviel man gemeinsam macht. Wieder daheim redet er viel mehr als vorher (und meinte auch: "Ich bin so froh, endlich wieder reden zu können, ohne vorher soviel nachdenken zu müssen" :-))

Wir freuen uns auf jeden Fall sehr, im September mit ihm gemeinsam nochmal hinzufahren!

Montag, März 16, 2026

160326

Aufgestanden um halb sechs, ich war schon eine Zeitlang hellwach. Wie skurril: meine Arme und Schultern waren wegen des offenen Fensters echt richtig kalt, aber es hat mich nicht gestört. Hm.

Frühstück mit Skyr, Blaubeeren, Blutorangen und Granola und Kaffee, dann Radeln mit dem vom Hübschen neu bestellten Testsiegern an Winterradhandschuhen. (Ich musste beim Review schon ein bisschen schmunzeln, wo stand, dass sie bei 3 Grad für 10 Minuten warm genug bleiben. Das ist halt kein Winter und keine Strecke. Aber als Übergangshandschuhe sind sie gut, heute ohne Krabbenhandschuhe bei 1 Grad zu kalt, aber nicht schrecklich.

Schwimmen: superst, bis auf die letzten 15 Bahnen, wo eine total nervige Co-Schwimmerin auf die relativ langsam beschwommene Bahn stürzte und dann dort total hampelig und hektisch mit Wellen und rumhauen und strampeln und treten und Überholen bei Gegenverkehr und was weiss ich Chaos veranstaltete. Naja.

Dann: erstaunlich leerer Flur, mir fiel ein, dass ein Teil unserer Gruppe auf Sitevisit in Bayern war, das fällt beim Rund auf die Lieblingsplätze auf.

Dafür sind aber ehemalige Teammitglieder von mir, die in der NAchfolgerolle meiner alten Rolle gelandet sind, was mich eh total freut, für ihren ersten Workshop da und ich habe eine Kollegin, mit der ich seit 2019 sehr eng über mehrer Produkte zusammengearbeitet habe, zum ersten Mal gesehen. Eine andere war wenigstens im Rahmen eines anderen Weiterbildungskurses schon ein paar MAl in Basel, die ist quietschend vor Freude auf mich zugesprungen. (Wie IMMER bei asiatischstämmigen KollegInnen komme ich mir vor wie ein Riesenwikingerweib, aber gut ist halt so).

Mittagessen mit einem ehemaligen Sponsor, das lustige war: sein jüngerer Sohn ist gerade in Warteposition für die Zuteilung einer Gastfamilie in .... genau, Japan. (er wird nicht mit derselben Organisation wie L. gehen, sondern, wie er so schön gesagt hat: "Wie heisst der Club für die Reichen nochmal?" und ja, ich wusste, was er meinte). Er wird sich mal mit L. unterhalten (wie krass, dass wir vor einem Jahr noch in Warteposition waren und den ganzen Tuberkulosescheiss noch vor uns hatten). Dann hat sich Ls Gastfamilie noch gemeldet, wir können langsam unseren Urlaub im Herbst konkreter planen. Wir wissen, wann wir hin und zurückfliegen wollen und jetzt auch, wann wir einTreffen in Kyoto einplanen können.

Dann schnelle Runde um den Block und intensiv dichter Arbeitsnachmittag.

Während ich nach Donnerstag ja gar keine Lust mehr auf den Abschiedapero hatte, hatte ich dann am Freitag direkt noch einen guten Grund, ohne irgendwas vorschieben zu müssen, zum Absagen bekommen, nämlich überschneidende dringende Working Session. Bin ich also nicht hingegangen und es tut mir schon leid, einen Haufen der Leute nicht mehr zu treffen, aber ich bin gleichzeitig so froh, einen anderen Haufen Leute NICHT zu treffen, das passt schon.

Heimradeln über ein anderes Dorf, um ein von DPD an einen Pickup Kiosk geliefertes Paket aus Dänemark zu holen. In dem Pickup Shop, in den ich es bestellt habe, geht die DPD Maschine nicht, ausserdem findet sie das Paket nicht auf der handschriftlichen Liste. Wir schauen nochmal, was in meiner Mail steht: eine andere Adresse, ein paar Häuser die Strasse rauf. Dort geht die MAschine, aber mein Paket ist nicht da. Die Hotline ist kaputt, ich radle also insgesamt 24 statt 13km nach Hause und habe nix. Naja. Immerhin klärt sich daheim ein Rätsel: bestellt habe ich es in den ersten Laden, die Email sagt, es wäre im zweiten, und wenn ich auf der Homepage schaue, sagt es, es wäre im ersten. NAaaaaaaaaja. Mal sehen, was die Hotline morgen dazu sagt.

Jetzt habe ich Feierabend, der Hübsche ist bei der Eiogentümerversammlung und hat keine Freude...


Wunschlistenfrage 

Was hat bei den Maniko Nagelfolien nicht gut funktioniert und sind die anderen besser?

Kurze Antwort: Alles und nein. :-)

Ausführlicher: Claim ist ja, dass das total schnell gehen würde (10 Minuten) und zwei bis drei oder vier oder für immer Wochen halten würde, lol, nein. 

Es ist allein unmöglich, das Ankleben und tralala in 10 MInuten zu schaffen. Auch wenn man geübt ist, geht es durch die Belichtungszeit, die nötig ist und separat für beide Hände und die Daumen läuft, nicht in 10 Minuten. Und dann muss man ja noch Nägel feilen, Nagelhäutchen zurückpopeln, mit Alkoholpads putzen, Folien aussuchen, schneiden, aufkleben, für Maniko über den Rand oben kleben (das geht schon überhaupt nicht gescheit), festrubbeln, abfeilen, dann belichten (und bei Doonails zurechtfeilen).

Wenn man das dann geschafft hat (mittelgeübt brauche ich dafür eine dreiviertel Stunde), sieht es eigentlich ganz gut aus.

Aber: es hält halt einfach nicht. All diese Folien sind aufgebaut aus Farblack und einer UV-härtenden Gelschicht. Bei Maniko bleibt das relativ weich, bei Doonails soll es hart werden. Bei Maniko schrumpfen die Gelschicht und die Farbschicht unterschiedlich beim Beelichten, d.h. man hat auf dem Nagel eine Farbschicht und da drüber eine kleinere durchsichtige Gelschicht. Die Farbschicht schraddelt sich am Rand ab, löst sich, zieht Fussel an (und lädt zum Abpokeln ein). Das "Obenüber den Rand kleben und dann abfeilen" klappt eh nicht so, dass man die Nagelkante versiegelt, wie auch? Und wenn dann die Gelschicht noch schrumpft, zieht sie sich eh wieder zurück. Das führt dann dazu, dass das halt irgendwie draufbappt, aber da hält nie und nimmer zwei Wochen, sondern nach wenigen Tagen oder Stunden schon fangen die an, sich abzulösen. Sobald irgendwie Wasser oder Creme drunterkommt, wird es erstens supereklig und löst sich zweitens immer weiter.

Maniko sagt dann gern: "Noch besser hält es, wenn man einen UV-Lack drüber macht", naja.  Dann dauert es NOCH länger und die Folie geht nicht als weiches Ding ab, sondern als harte Schale. 

Die Nägel sind danach übrigens nicht ganz so kaputt wie nach Acryl, aber naja, wenn man einen Nagel für Tage oder Wochen mit Wasser und Seife und Zeug, was sonst noch so da drunter kommt, halb abgeschlossen einweichen lässt, ist das kein Wunder.

Also: ein Riesenmist. (ich habe auch die Doonails-Press-ons gestestet: sieht nett aus für eine halbe Stunde, wenn man den richtigen Nagelkleber und nicht die Pads nutzt, vielleicht sogar für einen Abend, aber dann fallen die halt einfach ab und man hat vllt noch das klebrige Pad auf dem Nagel, wo es Dreck und Fussel sammelt)


Also: leider alles ein Riesenscheiss.


Sonntag, März 15, 2026

150326

 Das war ein wunderbarer Abend gestern! Wir haben "Monikerers" gespielt und dann noch "Woke Word Wars", was nur semilustig war und wo uns das Lachen manchmal im Hals stecken blieb (ein Spiel, was hoffentlich ganz bald niemand mehr verstehen wird).

Heute: Wecker um 8, wir waren auf einem Neffengeburtstag im Schwarzwald eingeladen. Mit einem vollstgepackten Auto (Sachen zurückbringen, Spielsachen weitergeben, Iriswurzeln verteilen) sind wir zu dritt aufgebrochen. Nach schon zwei bis drei Tagen Geburtstagfeiern war der Jubilar schon sehr versiert und ein bisschen erschöpft :-), aber es war wie immer so schön, die Jungs von 1 bis 20 spielen zu sehen.

Wir Schwestern und Schwager hatten uns auch richtig viel zu erzählen, wir haben uns auch eine Zeitlang nicht mehr in der Kombi gesehen. Schön wars, wild wars, lecker wars! (Einsichten in Sportinternat, wie durchkommerzialisiert Eishockey für Kinder/Jugendliche in den Hochburgen ist und meine Güte, wie gut, dass unsere NIE auch nur ansatzweise INteresse oder talent dafür gezeigt haben!)

Heimweg dann mit leererem Auto (Q. hatte eine dorthin bestellte Jacke und ich mein letztes Parfum, das ich nach dem Adventskalender bestellt hatte, mit dabei), L. begrüssen, ein Sportründchen, Wäsche und zum Abendessen gab es noch genug Tacos von gestern. 

Jetzt noch: Wäsche zusammenlegen, Klamotten für morgen bereitlegen und dann ist schon wieder neue Woche.

Immerhin haben wir auf den Autofahrten weitere Auszeiten dieses Jahr geplant: es gibt runde Geburtstage, es wurden Mehrtageswanderungswünsche geäussert (holt mich aus dem Rabbithole des SAC-Hüttenportals!), es wurden Osterfeiertagspläne geschmiedet.

Erstmal aber: Ende Wochenende.

Und das hier war eine Bushaltestelle auf dem Spaziergang und ich sags mal so: ich würde NICHT in den Bus einsteigen!



Samstag, März 14, 2026

140326

 Eigentlich war der Plan, bis 8 ca auszuschlafen und gemütlich in den Tag zu starten. Ich war allerdings ab halb sieben eigentlich wach, naja. Kaffee im Bett, dann halbwegs schnelles Frühstück, weil die Kinder um 10 im Pfadihaus sein mussten zum Putzen. Heute war schweizweiter Pfadischnuppertag, da sollte es ordentlich aussehen. Kurz danach standen sie wieder bei uns im Garten, nämlich den Esstisch zu 5. oder so abholen. Unseren alten können sie in ihrem Aufenthaltsraum gebrauchen, winwin.

Der Hübsche und ich hatten eigentlich nix vor, also:

Betten beziehen, 4 Maschinen Wäsche waschen, trocknen, aufhängen, Spazierründchen (im strömenden kalten Regen), Recyclingkram wegbringen, mal wieder Nagelfolien aufkleben (ich probiere diesmal Doonails, die von Maniko sind der grösste Scheiss), duschen, Tacofiesta für insgesamt 7 vorbereiten, das ist mehr Geschnipsel als ich dachte (aber: Mangosalsa, Pico de Gallo, Guacamole, das wird super lecker!), es kam soweit, dass wir die Gäste eine halbe Stunde nach hinten bestellen mussten :-).

Aber jetzt. Gleich. (ich hab Hunger!)

Freitag, März 13, 2026

130326

 "Ausgeschlafen" bis sechs, will heissen: ich war eigentlich wach um halb fünf, dann richtig um halb sechs und das Weiterbacheln bis sechs hat sich wirklich wie Ausschlafen angefühlt. Seit Island schlafe ich wieder gut (bis auf die eine Migränenacht letzte Woche), auch mit dieser kurzen Schlafdauer bekomme ich einen Schlafscore von 90 und einen Durchschnittsstresslevel von 6, das ist phänomenal (und fühlt sich auch so an).

Dann: konzentriertese Loswerkeln bis halb 10 (genau dann kamen die für "zwischen 8 und 11" angekündigten Möbellieferer und -zusammenschrauber), ab dann hatte ich bis mittags back to back Meetings. Das erste war tatsächlich eins, vor dem ich etwas Bauchweh hatte, respektive, wo ich das Bauchweh seit gestern abend aktiv ignorieren musste, nachdem mein Chef im Teammeeting gestern abend sagte "Hier jetzt nur good news, die bad news mache ich morgen mit K&L in der Früh" und wir zwei keine Ahnung hatten, um was es ging. War aber nur ungeschickt formuliert, er hatte uns ungewollte gestern kurz vor knapp ... ein Ei gelegt, das wir, flexibel wie wir sind, gut gemanaged haben, aber er hat gemerkt, dass das nicht ganz so lief, wie wir gedacht hatten, und wollte das nochmal mit uns klären. Meine Güte, wie cool ist ein Chef, der nonverbale, wie er es nannte "leichte Stresssignale" in einem Gespräch erkennt UND das von sich aus klärt?! (Ok, dass der doofe Witz dazu uns beide noch mehr gestresst hat, das lassen wir mal aussen vor.)

Anyway, alles gut.

Dann: vor der diesmaligen Riesenprojektpräsentation haben wir uns direkt die Communicationsfrau ins Boot geholt mit der Bitte um Unterstützung. Ich sehe bei solchen Gesprächen immer direkt die Kaltmamsell vor meinem inneren Auge und habe vollstes Vertrauen und Zuversicht in die (für mich fühlt sich das wirklich so an) Magie, mit der sie da aus unseren Fakten und Inhalten die Story so rauskitzeln können, dass sie rund ist und richtig ankommt.

Letztes Meeting haben wir kurz gehalten, nachdem wir festgestellt haben, dass wir alle drei "I somehow heard..." Informationsstand zu der Problematik haben und das nicht für eine solide Entscheidungsfindung in toxikologischer Hinsicht reicht. Deshalb: neuer Versuch mit den Leuten, die das wissen müssen und nicht nur aufgeschnappt haben.

Währenddessen wurde unten der wunderbare neue Massivholztisch und die, hatte ich schon vergessen, drehbaren Stühle zusammengeschraubt. 




Da haben wir uns was richtig, richtig Schönes gegönnt! (Ich bin sehr nervös vor dem ersten Kratzer oder so, aber mit geölt sollte das eigentlich ganz gut fixbar sein. Noch ist alles gut!)

Wird morgen direkt mit Essensgästen eingeweiht!

Dann: schnelles Mittagessen, schnelle Einkaufsrunde (die seit Wochen angeschmachtete "Happy COla Cotton Candy" hat leider gar nicht gut geschmeckt, für die allermeisten Leute ausser mir keine Überraschung) 



dann weiterarbeiten, bis ich hibbelig wurde und das Slidedeck für Comments einfach mal rausschickte, weil alles, was ich weiss, da jetzt drin ist. Ich verabredete mich mit dem Hübschen für ein Ründchen in der Sonne, am Heimweg trafen wir einen dreckigen, weil im Staub gewälzt, Jonny.

Später hatte ich noch eine Verabredung mit einer Coelternrätin im Pfadihaus, wir hatten zugesagt, die seit Jahren immer voller werdenden Fundkisten durchzugucken, zu entsorgen, was nicht nutzbar ist und den Rest zu waschen und für die Tauschbörse in zwei Wochen parat zu machen. Ich hatte ein bisschen Bammel vor Ekligkeiten, aber es ging. Ich frage mich allerdings, wie Eltern nicht merken (oder nicht nachhaken können, respektive nicht in die wie Sauerbier nach jedem Lager angepriesenen Fundkisten schauen,), wenn ihre Kinder neuen Northface-Jacken, Ziener oder Reusch-Handschuhe oder ganze Schlafsäcke "verlieren"....

Die Waschmaschine läuft jetzt und im Pfadihaus ist wieder mehr Platz.

Jetzt: Pizzateig und Vanilleeisvorbereiten für den Besuch morgen :-)

Donnerstag, März 12, 2026

120326

 What a day. Mit Ansage. Und Donnerstage sind tatsächlich reproduzierbar die anstrengendsten Arbeitstage meiner Wochenplanung.... Uff.

Anyway. Supergut geschlafen, im Trockenen durch die durch den Regen saubergewaschene Luft geradelt, wunderbar geschwommen. Diese Zeitinsel für mich und meinen Körper (Schwimmen = keine Rückenschmerzen. Nada.) ist so, so, so wichtig! Damit starte ich in den Tag erstens mit einem angenehmen Gefühl der leichten körperlichen Erschöpfung, mein Kopf ist frisch, ich habe evtl überschüssiges Adrenalin und Aggression erstmal weggeschwommen. Aktuell ist es total unrealistisch, mittags eine Yogastunde reinzukriegen oder abends den Kopf so frei und den Computer so püntklich zu, dass ich zu einer für mich angenehmen Sporteinheit kommen würde. Ich würde mich nur den ganzen Tag noch stressen, dass ich das auch noch machen "muss".

Also.

Der Tag heute begann mit eigentlich Fokuszeit, um Sachen fertig zukriegen. Hat mittel geklappt, mein Chef hat viele Anliegen und Input in ein Projekt, das wir kurz vor, ich glaube, Fachausdruck wäre "Deployment" haben, da brennt eh die Luft und wir müssen jetzt das alles noch mit reinbringen und/oder anpassen.

Ich habe von insgesamt (muss nachschauen) 6 Stunden geplanten Meetings (ab zwei back to back) viereinhalb mit meinen zwei Kolleginnen, mit denen ich das Projekt leite, und wechselnden anderen Leuten dazu verbracht, parallel zu den anderen Meetings noch in Chats mit ihnen ausgetauscht und angepasst, kein Wunder, dass wir drei eine eingeschworene Gemeinschaft sind und mittlerweile auch unter dem Kürzel "KLM" in Emails und Minutes und Roadmaps auftauchen. Wie gut, dass wir drei uns grossartig verstehen und zusammenarbeiten können, wie schlimm das wäre, wenn man das allein oder (vermutlich noch schlimmer) mit jemand, den man nervig findet oder mit dem man unter Druck nicht arbeiten kann, machen müsste.

Mittagessen mit einem Kollegen / Freund seit 24 Jahren. So alt bin ich, so lang sind wir schon hier, so klein ist die Welt hier, das war super. Schnelle Runde in der Sonne, dann heimflitzen, Gemüsekorb holen und gerade noch so rechtzeitig in die NAchmittagsmeetings geslidet.

Ein gutes hat diese Auslastung: ich kam gar nicht in die Versuchung, die Anfrage, ob ich spontan beim Abschiedsapero meiner alten Rolle nächste Woche die Geschenkübergabe- und Redenhalte-Rolle anzunehmen. Respektive: ich habe keine Sekunde gezögert, die Annahme, dass ich das machen würde, geradezurücken. (Ich habe zwar keine Mühe, vor Leuten zu reden, und kann mir generell auch was aus dem Ärmel schütteln und sowas spontan machen, ABER: das ist dem Ganzen nicht angemessen, ich habe mit der ganzen Angelegenheit und dem"WIE" definitiv emotional nicht abgeschlossen. Ich möchte vor den 80+ Leuten weder eine nichtssagende "Danke, war schön mit euch, tschüss"-Rede halten NOCH eine unausgegorene "Wie wir alle so schlecht behandelt wurden und wie kann man so sein?" Abrechnung. Ich wollte ja ursprünglich nicht mal hingehen... (ich habe auch keinen Nerv für die politischen "Da ist eine Flasche Cremant pro Nase dabei, die muss jemand inoffizielles überreichen, damit klar ist, dass die nicht auf Kostenstelle gekauft wurde, da soll/darf man nämlich keinen Alkohol verschenken"-Sperenzchen.)

Also: not me.

Jetzt aber: Donnerstagsgemüsekorbsalatabendessen! (Es scheint Frühling zu werden, es gab einen Zettel mit "Was, wenn man nicht so viel Salat als Salat essen will?" Rezepten. Das ist mir bisher noch nicht passiert, aber es gibt wohl so Leute. Portulaksuppe ist die Antwort.)


Kopfsalat, DIE EIER, Feldsalat und Portulak, Petersilie und Asiapflücksalat, Schwarzwurzeln, lila KArotten (und eine orange), Kartoffeln, Pastinaken, Zwiebeln, Radicchio, Kresse, Eichblattsalat



Mittwoch, März 11, 2026

110326

 Nach der Steuererklärung (obwohl ja alles in time abgeschlossen und alles in allem dann doch recht unaufgeregt) und einer Folge "12 MOnkeys" (der Hübsche und ich nehmen es jetzt ironisch) erstaunlcih schlecht geschlafen. Erst schlecht eingeschlafen, bis halb zwei das Gefühl gehabt, überhaupt nicht geschlafen gehabt zu haben und dann bin ich bis halb sechs noch zweimal aufgewacht, war jetzt nicht soooo cool.

Aber: Radeln in lauwarmem (?) Nieselregen, dann eine richtig gute Schwimmrunde (ich hatte die ersten 20 Bahnen eine für mich allein und konnte da auch wieder die Hälfte Rücken einlegen. Weil ich da gern krumm schwimme, mache ich das nur, wenn wirklich frei ist). Als ich dann geduscht, geschminkt, in Büroklamotten, mit nassen Haaren und den Taschen mit Schwimmsachen / Radsachen und noch Wasser im Ohr und angenehm körperlich ausgepowert über die Strasse Richtung Turm gegangen bin, habe ich total verpasst, dass mein Chef und ein Kollege ein ganz schön langes Stück hinter mir gelaufen sind und sich köstlich amüsiert haben, dass ich total nicht auf Aufnahme gestellt war, wo ich sonst IMMER alles aufschnappe, was vllt nicht für meine Ohren gedacht ist. Naja. Dafür haben sie mir meinen Lieblingsplatz reserviert, während ich meine Schwimmsachen unten zum Trocknen aufgehängt habe.

Arbeitstechnisch wilder Tag, es passiert an allen Ecken und Ende viel und braucht viel, aber gut, das passt schon. 

Auch gut: ich hatte heute keine MIttagessenverabredung und habe diese Zeit dann tatsächlich dringend gebraucht, um kurz meine Kopf ausruhen zu lassen von all den Back 2 Back Besprechungen zu den verschiensten Themen. 



Ich habe mir an der relativ neuen Ramenbar eine vegetarische Schüssel mischen lassen, dazu ein paar Seiten in meinem neuen Islandkrimi gelesen und bin dann in keine Ahnung welchem Wetter mit Hörbuch auf den Ohren eine schnelle Runde ums Karree gelaufen. Dann ging es weiter, aber ich war auch wieder bereit dafür.

Letztes Meeting habe ich dann von daheim gemacht (das ist echt eine Seltenheit geworden), von L.s Schreibtisch, weil es ein bisschen länger ging und ich gerne nicht danach noch heimradeln wollte, damit der Abend nicht ganz so spät startet.

Austausch mit allen Jungs, die heimkommen (L. zu Tests, Wochenendplänen, Paketabholen und Spazierrunde, Q. über Anorganiksynthesepraktikum, ich merke nun, dass ich erstaunlich viel Meinung zu vielen Themen habe, aber was soll ich auch machen, wenn die es halt FALSCH lernen? Auch gelernt: heutzutage muss man nicht mehr sein eigenes Fett für ein Ölbad mitbringen. Wir mussten damals noch 2-3 kg Palmin mitbringen, sie haben Mineralöl für alle. Q. wollte sich nicht als Chemikerkind outen und ist auch ohne Palmin am ersten Praktikumstag aufgeschlagen.), ganz besonders herzlich mit dem Hübschen, weil, meine Güte, wir sind heute genau seit 29 Jahren a thing. (Wir haben es beide erst vergessen, zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen: für mich ist das Datum, was sich mir eingeprägt hat, eher der 9. März, das ist nämlich der Tag, an dem ich für mich beschlossen habe, dass, egal wie es ausgeht, ich mich das mit diesem langhaarigen Typen jetzt traue.) 29 Jahre. Und kein bisschen langweilig!

Zur Feier des Tages gibt es Kürbissuppe von gestern :-). Suppentag, sozusagen.

Dienstag, März 10, 2026

100328

 Heute mal sehr angenehm und interessant geträumt, allerdings auch im Traum: offensichtlich an sich geplante, folgende schöne Aktivitäten wurden verzögert (und dann war ich halt schon wach) durch nötige Erledigungen (in dem Fall: ein Fahrrad in Einzelteilen aus einem Bach zu fischen).

Radeln (mit korrekt im Radkeller geparktem Rad ohne Rettungsaktion vorher) war super, Schwimmen auch (ich bin aktuell 5-10 Minuten früher als sonst dort, das passt super, um den Mo/Di-Kursen zu entgehen, die jeweils um halb acht starten. Da bin ich schon unter der Dusche. Trotzdem heute die ausschlaggebenden Minuten verzögert worden, um noch "meinen" Platz zu bekommen, weil ich beim Rausgehen einem Kollegen von viel und nicht so viel früher in die Arme lief, der mir Neuigkeiten teilte, wissen wollte, wie es bei mir läuft (super) und überhaupt. Zack: Lieblingsplatz weg.

Arbeitsintensiver Tag, Mix aus lang aufgeschobenen Sachen, die eigentlich recht viel Spass machen (Nitrosamin Risk Assessment / Strategieanpassung. Man nimmt sich jeden Spass, den man bekommen kann, nech?), kleinen Feuerlöschübungen (für kleinere fehlt mir mittlerweile ein bisschen die Begeisterung, ich habe zu viele vermeintlich und echt grosse Feuer gelöscht, ausserdem ist in dem Fall so klar, wer es ursprünglich verbockt hat --> nicht mein Team, und noch ausserdemer bin ich mir zu 95% sicher, dass die aktuell als unüberwindbar geframte Hürde halt genauso "unüberwindbar" ist wie, die, die wir jetzt gerade in einem lockeren Hopp übersprungen haben, nur dass wir es halt tun und die, die ihre übersehen haben in der Planung, davorstehen und um Hilfe schreien... naja.)

Erstaunliche Hürde beim Teammeeting dann: das Gebäudenetzwerk für ALLE Räume auf unserem Stockwerk und auch für die anderen Sites fällt aus, wir können uns nur über unser Standard W-LAN einzeln in das Meeting einwählen. Lustig die immer länger werdende Karawane durch das Stockwerk zunächst noch auf der Suche nach einem funktionierenden Raum, dann das archaische Gefühl von Laptoplautsprechern und alle müssen leise sein und imemr nur einer reden, damit das schraddelige Mikro alles mitkriegt.

Heimradeln mit ganz leichtem Anflug an Regen, dann sofort Müllsuppe ansetzen, weil: heute gibt es den (vielleicht) letzen Kürbis der Saison (mit Karotten und Kartoffeln und Zwiebeln) als Suppe mit Kräuteröl. Der Hübsche hat sich nach einem emotional und auch sonst stressigen Arbeitstag noch mehr Laune besorgt, indem er all die Kontoauszüge und so für unsere heute endlich stattfindende Steuererklärung runterlädt.

Nach dem Essen machen wir uns da dran, erstmals nicht im Easytax-Tool, sondern direkt online. Es ging ... eigentlich ok, aber das Generve mit den Mitarbeiteraktien und was weiss ich, das ist jedesmal ein Riesengeschiss und mir ein rechtes Rätsel, wie man das richtig machen würde. NAJA. Abgeschickt ist abgeschickt.

In den nächsten Tagen machen wir das mit Q nochmal, dann ist das wieder durch für ein Jahr. (Nächstes Jahr dann: Mitarbeiteraktien und Optionen. Meine Güte. First World Problems)

Ich habe dann noch eine letzte Runde gedreht, weil Jonny lang draussen war (anscheinend hatte er wichtige Dinge auf dem Tennisplatz zu erledigen), der Hübsche hat L. und Co wegen Schienenersatzverkehr und Verspätung beim nächsten Bahnhof abgeholt.

Jetzt: Feierabend. Und es ist erst Dienstag.


Montag, März 09, 2026

090326



Die Katzen sind heute (per definitionem der französischen Tierärztin damals) 8 Jahre alt. Ich fand ja lang (also: in etwa 8 Jahre lang) 8 das coolste Alter, das man erreichen kann. Für mich war es dann etwas enttäuschend, aber für die Katzen kann das durchaus passen. Die beiden sind ein bisschen älter und gesetzter, kein bisschen weiser, aber immerhin wird sich jetzt eher in der Nähe des Hauses geprügelt und nicht mehr ganz so lang weggeblieben. Es ist lustig: sie sind jetzt nicht total innig miteinander, aber haben doch ein anderes Verhältnis als zu anderen. Gut, Jonny ist zu (fast) allen anderen Katzen, Katern nicht so, eh freundlich, aber Sansa lässt niemanden so nah ran an sich ohne auszuflippen wie Jonny. Er wird auch regelmässig (relativ ruppig) geputzt und dann bekommt er zum Abschluss ein paar mit ohne Krallen draufgehauen. Beide sind sehr viel anhänglicher als auch schon, Sansa schläft sehr gern bei mir, Jonny gern bei den Kindern auf der Bettdecke. Ich bin sehr froh, dass wir die beiden kleinen Banlieue-Outlaws bei uns haben!

Sonst: lockere Gartenneugestaltungsweiterplanung, wir brauchen noch einen Elektriker für die geplante Beleuchtung und um den Batteriespeicher nochmal ab und dann wieder anzuhängen.

Bei der Arbeit war "Gestern war international Women's Day", das äusserte sich (für mich) v.a. in Süsskram, einmal lila eingepackte Schokoküsse und dann... aber schauen Sie selber. Und nein, es ist nicht nur mein dirty mind, das da auf diese Assoziation kommt. (Besonders schade: sie haben richtig scheusslich geschmeckt)



(Es hätte noch Vorträge und Diskussionspanel gegeben, aber ich bin nur auf der Warteliste dafür gelandet und für einen Livestream hat es mich dann auch nicht genug interessiert).

Sonst: sehr viel Sommergefühl draussen (also: für mich reicht das so, für andere halt vermutlich Frühling, es blühen alle Bäume, bei uns auf dem Balkon zB auch schon der Aprikosenbaum vom letzten Jahr), heute genossen beim Mittagsspaziergang zur Apotheke, um mein Migränemedikament auf Dauerrezept nachzufüllen (klingt trauriger als es ist: der Weg dahin ist wirklich schön).

Sonst alles nicht spektakulär, viel Arbeit halt.

Ich möchte Ihnen aber drei Bücher ans Herz legen, die ich letztens gelesen habe, und die mir jenseits meines normalen Konsums extrem gut gefallen haben:
"Weltalltage": Das fand ich wirklich spannend, einerseits wegen der Geschichte (zwei Freunde wohnen zusammen, er kümmert sich seit gefühlt immer um sie, weil sie gesundheitlich eingeschränkt ist. Als er psychisch erkrankt, kehren sich die Rollen um, aber nicht wirklich, es geht viel um Umgang miteinander, Anspruch, wie viel "muss" man als Freund aushalten?), andererseits aber wegen der Form. Die Ich-Erzählerin schreibt ihr Erstlingswerk, nämlich die Geschichte von ihnen beiden als Roman. Man liest einerseits das Buch, andererseits ist man Zeuge der Entstehung. Sie übt mit Form, wie Listen, Alphabet, Highlights, es geht darum, wie viel einer Geschichte, die nicht (nur) die eigene ist, darf man erzählen? Wieviel darf man verfremden, anpassen, "besser" machen? 

"Eden": Island ist eh immer gut, aber das hier ist wirklich grossartig! Eine isländische Linguistin kauft ein heruntergekommenes Anwesen auf dem Land, um dort  Bäume zu pflanzen. Es geht um Sprache (isländisch), um Stadt-Land-Mentalitätsunterschiede, um Migration, um Familie, um so viele Themen, die aber nicht plakativ ausgewalzt werden, sondern immer wieder nur angetönt werden, so dass man erahnt, dass sie entweder im Hintergrund ganz viel Raum einnehmen und die Ich-Erzählerin aber nicht drüber reden will, oder aber die Ich-Erzählerin sich da wirklich keine Sorgen / keinen Kopf drum macht, ihr das aber von aussen immer wieder angetragen wird.

"Mama und Sam": Sarah Kuttner beschreibt (stark autobiographisch), wie sie nach dem Tod ihrer Mutter rekonstruiert, wie diese einem Love Scammer auf den Leim gegangen (diese Beschreibung ist zu kurz gefasst) ist. Ich finde es, estrem berührend, in so eine "Beziehung" blicken zu können (die Chatnachrichten sind wohl original), und andererseits den Blick einer mittelalten erwachsenen Tochter mit einer sehr schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter (duh....) auf das Ganze. Der Gefahr eines voyeuristischen Ausschlachtens entgeht sie durch ihre liebevolle und offene Betrachtung des Ganzen TROTZ ALLEM.

So. Jetzt Feierabend.

Sonntag, März 08, 2026

080326

Heute trotz (relativ unvernünftigem, aber ist es halt nur einmal in der Woche Wochenende oder so) Palomimosa richtig, richtig gut geschlafen, Stresslevel 9, Schlafscore 93, keine Migräne ist halt einfach super.

Um halb acht wäre ich wach gewesen, habe noch weitergedöst bis acht, dann Kaffee, Internet lesen und dann zum Frühstück die gestern abend vorbereiteten Töpfchen (mit Butter, Zwiebel, Kartoffelwürfeln, Paprikawürfeln) mit Speck oder ohne und Ei/Sahne/Käse versetzt und ein herzhaftes Frühstück serviert.

Danach wurde es geschäftig: L. hat jetzt strenge 4 Wochen bis zu den nächsten Ferien vor sich: er hat Stoff nachzuholen, Stützkurse und jede Menge Tests und Hausarbeiten. Für die Chemie-Hausarbeit hatte er sich Support angefragt und so kramte ich mein Wissen über Elektronegativität, Ionenradius, Schmelzpunkte, Legierungen etc wieder raus. Habe selber was gelernt, weil all die Legierungsnamen auf Englisch waren mir nicht geläufig. Immerhin: Stand der Wissenschaft dahingehend hat sich in den letzten 30 Jahren da nicht geändert.

Dann wurde geräumt: ich hatte L. versprochen, einen Paxschrank in seinem Zimmer, der voller Spielsachen und Spiele ist, auszuräumen, und meiner Schwester, ihnen die Spiele/-sachen nächste Woche vorbeizubringen. Also habe ich ausgeräumt, sortiert, ausgemistet, einige dann doch behalten, einiges entsorgt und richtig viel für die kleinen Neffen verpackt. Dann alle Regale und Schubladen ausgewischt und jetzt hat L. Platz für seine Kleider und Q., um ein paar Legosets da drin zu lagern, damit L. wiederum auf seinen Regalen Platz für SEIN Zeug hat.

Die Jungs haben den ganzen Tesla vollgeladen mit ... Zeug (dazu noch Bücher, die die Jungs damals geliebt haben und die es scheints nicht mehr gibt? Also die Dr. Proktor-Bände und alle "Wikinger Hicks"-Bände, die Vorlagen für "Drachenzähmen leicht gemacht", ausserdem "Smek" und "Smek for President" und noch ein paar Highlights).

Parallel: Wäsche, richtig viel Wäsche, Sport, Zimtschnecken backen (ich hatte am Freitag beschlossen, am Sonntag würde gebacken. Am Samstag dachte ich "Immer nur Zimtschnecken, auch langweilig" und mich für Cynthia Barcomis Coffeecake in der Nuss und Cranberry-Variante entschieden. Heute morgen, als ich auf das Aufstehen der Jungs wartete, dachte ich: "Ah, ja, backen." und fing auf Autopilot Hefeteig und Butterzimtzuckermischung an.. naja, sind immer superst, und den Coffeecake kann ich ja nächste Woche machen und zum Nachfeiern des kleinen Neffens mitbringen)

Nach dem Zimtschnecken in der Sonne auf der Terrasse verspeisen ein lang überfälliger Ragewalk mit dem Hübschen. Dadurch, dass ich jetzt 4 Tage die Woche im Büro bin, er 5, passiert das unter der Woche gar nicht mehr, gestern war ich im Zolli, mir fehlt die Zeit unterwegs und gemeinsam mit ihm!

Und damit ist das Wochenende auch schon fast rum, ich hoffe jetzt, dass die Hochrechnungen für BaWü sich bewahrheiten und die Grünen das rocken!

 Wunschlistenfrage

Hat sich Jonny von der letzten Verletzung gut erholt und wieder Fell am Kopf?

Danke der Nachfrage! Es hat relativ lang noch gesuppt/-eitert, aber ist seit Wochen zu, verheilt und mittllerweile ist das Fell dort nur noch ein bisschen kürzer, aber man sieht es nur noch, wenn man es weiss. Auch die Tasthaare über dem Auge sind nachgewachsen. (Heute erstmals getroffen: die beiden neuen cats on the block: zwei Babykaterbrüder, die erstmals rausdürfen. Wir werden sehen, was das mit der Dynamik hier in der Siedlung macht)