Sonntag, März 22, 2026

220326

 Nach gestern (und der Woche und der davor und so) brauchte ich dringend einen entspannteren Tag.

Der Hübsche und ich schliefen aus (naja, bis ich halt wach war, das war 8:14h :-)), dann gab es Kaffee im Bett und dann machten wir uns auf, uns von den Kindern und ihren PfadikollegInnen mit Frühstück versorgen zu lassen.

Das ist tatsächlich ein sehr gemütlicher Anlass: wir kennen die Eltern der anderen LeiterInnen, das Essen ist richtig gut (Speckzopf done by me, ich gehe davon aus, dass er gut war, ich mochte ja den Speckgeschmack auch als Nichtvegetarierin nicht). Gesättigt und ordentlich aufkoffeiniert (bis dahin hatte ich 6 Tassen Kaffee intus) machten der Hübsche und ich ein Ründchen bei sehr angenehmer Sonne und Temperaturen, danach immer noch bisschen Hauskram: Wäsche, ich habe den Auk neu befüllt (Zitronenkoriander, Minze, Rucola. Petersilie), Schwimmsachen für morgen gepackt, kurz Besuch von meiner Schwester und Babyneffen bekommen, L.s Lagerblätter für die New York-Reise ausgefüllt (für UK ETA und US ESTA brauche ich ihn in Person), noch ein wunderbar cooles Geburtstagsgeschenk für ihn gefunden (ich war ein bisschen unzufrieden, weil bisher keine coole Überraschung dabei war), dann dringend nötige Notfallribollita wegen Hunger. 

Blick aufs Gemüsefach ergab: das bekomme ich in der strengen Woche nicht verkocht, deshalb wird die Suppe in Portionen gekühlt und aufgehoben, für heute Abend koche ich einen grossen Topf Gemüsecurry. L. und der Hübsche schauen sich noch ein bisschen Mathe an, dann gibt es Sport für alle, dann das Curry und DANN: Kinoabend so richtig mit im Kino.

Zwischendrin habe ich ein bisschen in "Am Meerschweinchen übt das Kind den Tod" gelesen. Das Buch ist wunderbar (es geht um den Umgang einer erwachsenen Tochter mit der Trauer nach dem Tod ihrer Mutter, mit der das Verhältnis nicht immer einfach war. Auch das mit dem Vater nicht, der noch lebt.). Ich liebe den schwarzen Humor und die "unperfekte" Erzählweise. Aber: es hat mich auch sehr traurig gemacht, als ich las, was sie alles vermisst, seit ihre Mutter tot ist, was sie von ihr übernommen hat, was sie mitbekommen hat auf ihren Lebensweg. Auf eine Weise wird das für mich irgendwann leichter werden, weil: was man nie hatte, kann man auch nicht vermissen.

Samstag, März 21, 2026

210326

 Uff. 

Es war mit Ansage klar, dass das Wochenende voll werden würde mit Erledigungszeug. Und ok, vllt ist es Zeit, zu akzeptieren, dass ich sowas halt mittlerweile anstrengend finde.

Aufgewacht bin ich mehrmals diese Nacht, um zwei von einem rumgeisternden Kind, um halb sechs von einer hungrigen Katze, um halb acht von einer gelangweilten Katze, der es draussen zu kalt war und dann hätte eh bald der Wecker geläutet, kann ich auch grad Kaffee machen.

Plan war: wir trinken Kaffee im Bett und fahren dann direkt ins Nachbarstädtchen. Dort gibt es Frühstück aus der Bäckerei und Erledigungen, dann Katzenfutterladen, mich beim Radladen abwerfen, das fertige Rad abholen, daheim den Mini ausräumen und weiter zum Ikea, Zeug erledigen.

Interessant zu sehen: ein grosser Hafermilchkaffee hält mich einigen Zeit am Laufen, aber anderthalb Stunden nach dem Aufstehen bin ich kurz vor Umkippen, wenn ich nichts echtes zu essen bekomme. Stadtbummel war dann relativ zügig erledigt, der Hübsche holte Kontaktlinsen, ich noch ein paar Geburtstagskleinigkeiten und die gewünschte Hot Sauce für Q. Insgesamt aber zu viel, um MIT Fressnapf noch unterhalb der Zollfreigrenze zu bleiben, also kleine Planänderung: direkt zurück in die Schweiz und dann zum Schweizer Fressnapf neben dem Ikea. Auf der Brücke vor der Grenze sind dann noch zwei Autos im Stau ineinander gedotzt, ich weiss schon, warum ich Samstagsshopping besonders mit dem Auto vermeide.

Ich wurde beim Radladen abgesetzt, das geservicede Rad ist wie neu. Ich bekam ein neues Ladegerät mit 50% Rabatt (bei meinem alten ist die Kabelumhüllung kaputt), alles ist revidiert, der Reifen war wegen eines Dorns platt, und auch der Sattel ist wieder in korrekter Position eingestellt. Er war ja wackelig und ist immer so bonanzamässig nach oben gestanden. Damit bin ich seit November in etwa so rumgefahren und ... naja, es war zu erwarten: es hat sich sehr fremd jetzt angefühlt. Ich nehe an, ich komme wieder rein.

Wieder daheim haben wir nur schnell ausgeladen, sind in den Fressnapf weiter und unsere Katzen können aufhören, so zu tun, als würden sie immer nur Mist kriegen. Jetzt gibt es wieder die guten Sachen!

Im Ikea hatten wir tatsächlich auch nur eine sehr übersichtliche Liste, aber samstags Ikea ist samstags Ikea.... dafür gings. Aus Gründen war unser Vorrat an Ikeataschen auf 1 geschrumpft, ich habe also, um der Weltlage etwas entgegenzusetzen, nachgekauft und zwar die Regebogenversion.

Zwischendrin Vegihotdog und Zimtschnecke gegen Schwäche.

Wieder zu Hause und eingeräumt gab es Kaffee und dann weiter haushaltliches: die Pflanzen wollten alle gebadet werden, der Birdbuddy wurde grundgereinigt und wieder befüllt und aufgehängt, im Auk hatten sich Läuse im Koriander eingenistet, also habe ich da mit allen Kräutern Tabula Rasa gemacht und alles gewaschen und morgen wird neu gepflanzt.

Passend dazu gab es zum Abendessen Smashed Potatoes mit Chimichurri aus allen Kräutern, dazu einen grossen Salat. Weil Grünkohl im Gemüsekorb war, habe ich ausserdem einen Riesentopf Ribollita angesetzt und dann, weil morgen Pfadifrühstück, einen 1kg Zopf mit Speck gebacken. Dann noch Recyclingzeug weg, eine kurze Runde durch den Supermarkt und den Baumarkt, dann noch ein kleiner Spaziergang und seit drei ungefähr könnte ich irgendwie im Stehen einschlafen. Weiss gar nicht, warum....

Morgen: Ausschlafen und nach Kaffee muss ich mich ums Frühstück nicht kümmern, weil: Pfadizmorge!

Freitag, März 20, 2026

200326

 Es ist 18:40, ich sitze im ganz leeren Haus, habe bis vor 30 Sekunden noch gearbeitet (im HIntergrund läuft mein Gemini-Weekly Summary). Der Tag war knallvoll, und ich habe noch nicht mal geschafft, meine 12k Schritte heute zu machen (ich werde gleich nochmal ums Karree stiefeln).

Aufgestanden um sechs, beim Frühstück  Skincareroutine und ausstehende Trainings abgearbeitet (mich etwas mütterlich beim "New Multiproduct Risk Process" gefühlt, weil ich Teil des Teams war, das den "First Multiproduct Risk Process" entworfen, implementiert und against all odds am Leben gehalten hat. All die Fallbeispiele kannte ich aus der Zeit noch, war ein easy win, bis auf das eine, das sie als "this was already an issue, not a risk" klassifiziert haben, aber das wurde es halt nur, weil niemand in die Pötte kam. naja.

Dann: Installieren an L.s Schreibtisch (gesehen: die Calathea, die ansagegemäss im Herbst alle Blätter abgeworfen hat und verschwunden ist, spickselt wieder aus der Erde. ich freu mich sehr!), mit Pfefferminztee losarbeiten, bis ich um kurz vor acht mit dem Hübschen mein Rad in den Kofferraum wuchte und zum Radlschrauber bringe. Ich habe ja eigtl für April einen Servicetermin abgemacht, aber darf zum Reifenwechseln zwischenreinflitzen. Sie bieten mir an, wenn sie alle Teile haben, den ganzen Service direkt zu machen (Ich glaube, ich habe es schön öfter gesagt: bester Fahrradladen der Welt!) Um vier ist es fertig und nicht mal teuer, aber abholen schaffe ich erst morgen oder am Sonntag (da haben sie ausser der Reihe offen).

Daheim: weiterarbeiten, in den kurzen Pausen zwischen Meetings. 

Zwischendrin: Elektrikertermin für die Terrassenbeleuchtungsplanung. Auch hier: wie cool, wenn man jemanden vertrauenswürdigen an der Hand hat (nach Bad und Küche trauen wir ihnen auch mit Terrasse).

Um halb eins essen der Hübsche und ich schnell Salat und aufgewärmtes Spätzlegratin oder sowas aus einer der TK Boxen, dann geht es schnell zum Wocheneinkauf. 

VOn halb zwei bis 4 noch einen Stapel Meetings (meine junge Kollegin, die uns im Projektmanagement für unser Monsterprojekt unterstützt, geht morgen für drei Wochen in die Ferien, wir machen einen nahtlosen Handover und ich muss ihr irgendwann (also: vor 5 Minuten) sagen, dass sie jetzt bitte einfach aufhören soll, ich mach den Rest nächste Woche.), dann fahre ich mit L. ein paar Dörfer weiter auf der deutschen Seite. Er hatte akuten Haareschneidebedarf und meinen Termin bekommen, ich laufe jetzt noch ein paar Wochen immer flauschiger durch die Gegend. Ich nutze die halbe Stunde, um im Hieber Snacks und "deutsche" Sachen einzukaufen. So weit ist es gekommen: ein deutscher Supermarkt wirkt sehr fremd und exotisch von der Produktpalette mittlerweile. (Ich habe verschiedene Ostersachen gekauft, Chips, die nicht von Zweifels sind, Götterspeise, Gewürze, Smoothies, Süsskram, Kekse, Snacks)

Gestylt fahren wir zurück, Feierabendverkehr nichtexistent.

Daheim flitzt L. mit einer Götterspeise to go zu einem Pfadihock, ich knete Pizzateig, Q. ist beim Sport, der Hübsche hat sich zu einem Hyrox-Termin breitschlagen lassen (Ich habe gelernt: da muss man laufen UND das im Team machen, Hölle nein, Bruder). Als der Pizzateig geht, antworte ich noch auf Chats, dringende Emails, Zeug, aber jetzt ist Schluss. Ich habe die Woche so viel geschafft und erledigt, die nächste wird mindestens so heftig, ich brauche eine Pause. Ehrlich jetzt.

In diesem Sinne: Hände hoch, Wochenende!

Donnerstag, März 19, 2026

190326

 Ruckeliger Start in den Tag: gestern abend ist mir ja noch der Gepäckträgergummi gerissen, heute ist Gemüsekorbtag, also habe ich mir zwei Spanngurte aus dem Auto geholt, um die ad interim zu nutzen, bevor das Rad im April gefullserviced wird. Als ich heute also die Radtaschen mit Schwimmzeug belud und dann den Korb mitden Spanngurten befestigen wollte, merkte ich, dass das Rad irgendwie total kippelig war, ich war erstmal grundgenervt, das mit den Spanngurten ging auch nicht super, aber erst als ich aufsteigen wollte, merkte ich: der Hinterreifen ist total platt. Orrrrrr!

Dann wurde es ein bisschen spannend zu sehen, wie mein Hirn in solchen Situationen funktioniert (oder halt auch nicht): die beste Lösung ist eh von Anfang an klar (in dem Fall: mit dem Shuttle zur Arbeit, kein Schwimmen, Gemüsekorb mittags zu Fuss holen, Rad morgen zum Schrauber bringen, der Reifen, Sattel und vllt den Gepäckträgergummi auch VOR dem grossen Service direkt einschieben kann). Aber ich bin immer nicht so schnell bereit zu akzeptieren, dass das halt jetzt so ist (und ich nicht schwimmen kann). Also habe ich erst angefangen, meine Radtaschen an das danebenstehende Biobike zu klemmen und dachte: "Ja, wird sackanstrengend, besonders das spät heimradeln dann, ob der Korb mit dem Klemmgepäckträger hält, ist auch fraglich, naja.". Aber erst ein Griff an die Reifen, die eher semigut aufgepumpt waren und der Gedanke an "Ups, geht das Licht eigentlich?" liss mich dann doch Vernunft annehmen. Daheim überprüfte ich noch, ob es einen Tagesparkplatz für heute gäbe (damit hätte ich Schwimmen retten und den Gemüsekorb durch die Gegend schleppen verhindern können), aber die noch verfügbaren Parkplätze sind so weit vom Büro entfernt wie der Gemüsekorb, ich werde auch ohne Schwimmen den Tag überstehen.)

Also: Schwimm- und Radklamotten ausziehen, Bürokleider an, ausserdem Körperpflege incl Skincare und Schminken, was ja sonst NACH dem Schwimmen stattfindet, dem Hübschen Bescheid sagen, die Kinder durch Anwesenheit überraschen und dann ab zum Shuttle. (Positiver Nebeneffekt: ich kann heute mal einen Mantel anziehen, der wirklich zum Outfit passt. Sonst habe ich halt immer meine Reflektorjacke an und für draussensachen am Arbeitstag einen default-Mantel, der schon ok zu allem passt, im Büro. Und: ich habe mein neues Parfum aufgelegt, das ich halt im grossen, teuren Flakon sonst auch nicht im Schwimmsack hin und her juckeln will jeden Tag.)

Gnaaaaaah. Aber: ich werde genauso früh im Büro sein wie nach dem Schwimmen, halt nur etwas unausgeglichener. Und: wie gut, dass ich es daheim noch gemerkt habe UND dass ich gestern noch heimgekommen bin. Schieben bei dem krassen Wind wäre auch richtig doof gewesen.

Ungewohnt, mit trockenen Haaren und keinem leichten Chlor-Wiff den Bürotag zu starten :-)

Der Vormittag ist meetingfrei, ich kann mich mit meinem Chef direkt austauschen für ein paar dringende Themen (immer noch grosser Fan!), und sonst konzentriert Sachen fertigmachen, die ich lang schieben musste und die mich lang gestresst haben (ich lerne langsam, dieses Gestresstsein auch als das, was es auch ist, zu sehen: Arbeit im Hinterkopf daran. Sobald ich dann dazu komme, geht es nämlich recht flott und zügig. Meistens).

Statt Mittagessen hole ich mir ein Sandwich (untypisch für unsere Gatronomie ist die Vegiauswahl dafür in der Cafeteria echt überschaubar.) mit Gorgonzola und Zucchini. Joah, kann man auch lassen... und dazu ein Osterflädli. Kleiner Fashback zu der Bäckerei Krebs, in der wir in unserer Basler Zeit vor und mit dem winzigen Q Samstagssemmeln und eben immer mal wieder ein Osterflädli geholt haben. Ich habe nie wieder so gute gegessen wie dort. Leider hat die Bäckerei irgendwann in den letzten paar Jahren geschlossen (und ich war eh lang nicht mehr da). Weil: wegen kein Rad kann ich nicht auf dem Heimweg den Gemüsekorb abholen, ich habe Meetings bis 18h und der letzte Shuttle geht um 18:15 (danach müsste ich mit dem richtigen ÖV heimfahren, d.h. Gemüsekorb etwa eine Stunde durch Bustrambahnhofsbahnbusfussweg schleppen, das will ich nicht), also muss ich den Korb vorher holen. Ich habe heute eh keine Lunchverabredung, also gehe ich mit Hörbuch auf den Ohren die 20 Minuten hin und dann wieder zurück (ordentlich bepackt). Um dumme Sprüche zu vermeiden parke ich den Korb im Lockerraum im Keller und hoffe, dass mir keine meiner Mitbenutzerinnen Salat oder DIE EIER klaut.

Auf dem Weg durch den Park: frisch gemähtes Gras und endlich mal wieder die Kunst, die da hingehört (incl Nana) und nicht irgendwelche creepy Fusspenisse)



Dann: Back to back Meetings (und zwar herausfordernde) von 13h bis 18h. Uff. (Immerhin das Ziel erreicht, dass ich in jedem Meeting einmal jemanden zum Lachen bringe. Die Schwierigste war die chinesischstämmige IT-Kollegin aus San Francisco, da hatte ich auch nur 20 MInuten. Dafür selber in einem Meeting buchstäblich Tränen gelacht zusammen mit einem anderen Kollegen. Wir haben die Liste der in Frage kommenden Tradenames eines meiner Launchprodukte bekommen. Das war beim letzten schon richtig lustig, aber diesmal noch mehr. Ich meine, es gibt da eine richtige Wissenschaft, es soll was mit dem INN Namen, dem Mode of action, der Indikation, den Produktspezifitäten zu tun haben, man muss es sich merken können, es darf in keiner Region der Welt irgendwie doof konnotiert sein, man soll es nicht verwechseln, man muss es in Arztschrift gut identifizieren können, blablabla. Und dann kommt immer noch ein Vorschlag raus, der, wenn man es nur ein bisschen schlampig ausspricht oder nicht gut hinhört wie "Hundefurz" klingt. Naja. Wirds wohl nicht, aber es war auf der TopTen Liste. Mal sehen, ob Sie sich alle das noch merken können, wenn das Produkt dann wirklich auf den Markt kommt).

Dann: sehr püntklich das letzte Meeting verlassen, Gemüsekorb (mit allen Eiern) aus dem Lockerraum holen, durch den Park zur Bushaltestelle schleppen 



warten



busfahren

heimtragen lassen

Ausbreiten

Asiasalatmix, Lauch, Kresse, Kürbis, Eisbergsalat, irgendein roter krisseliger Salat, der kein Lollo Rosso ist, Karotten, Kartoffeln, Federkohl, Chicoree, DIE EIER, Schnittlauch, Radicchio, Mangold


Salat machen

Feierabend

Mittwoch, März 18, 2026

180326

 Gut geschlafen und nach Frühstück (Blutorangen, Skyr, Granola) mit richtig krassem Rückenwind praktisch in die Stadt geflogen (worden).

Schwimmen: war lustig, es war genau EINE Bahn belegt, als ich in die Halle kam. Wurde dann schon noch bisschen mehr, aber nicht viel. Trotz Rückkehr der Reisegruppe vom Sitevisit war immer noch alles leer bei uns. Hm.

Der Arbeitstag wurde dann zum Teil lichter als gedacht, weil recht zeitfressende Meetings kurzfristig abgesagt wurden, aber dafür gab es dann auch noch ein paar adhoc Sachen.

Mittagessen und -ründchen mit altem neuem Kollegen, ich habe mir noch ein paar Eindrücke vom Apero am Mo geholt.

Dann machte ich mich tatsächlich ein bisschen früher als geplant auf den Umweg über das Dorf, in dem ich mein Paket vermutete. Der DPD Service hat sich natürlich weder auf meine Kontaktformularanfrage noch auf die gestern telefonisch gestellte Anfrage gemeldet. Einfach ein unglaublicher Saftladen...

Ich war relativ geladen, als ich im ersten Laden ankam (der, zu dem ich das Paket bestellt hatte und der, in dem es gemäss Sendungsverfolgung lag. Nicht der, in dem es per Infomail lag.) Diesmal brauchte man das DPD-Gerätchen gar nicht, mein Name stand in Schönschrift auf der handschriftlichen Liste auf dem Collegeblock und zack, meins.

Naja.

EIn paar Meter später riss mir dann noch der Gepäckträgergummi. Besser heute, wo ich einfach meinen Rucksack auf den Rücken nehmen und das Paket in eine Radtasche stecken konnte, als morgen, wo ich den grossen Gemüsekorb transportieren muss. Dafür habe ich mir heute aus dem Auto Spanngurte geholt und beim Service um Ostern rum gibt es noch eine Sache mehr, die repariert werden muss.

Heimweg mit massivem Gegenwind war nicht so toll, besonderns unangenehm auf der KRaftwerksbrücke, wo der WInd 90Grad von der Seite kommt und immer wieder von den Pfeilern unterbrochen wird.

Sonst: Hausaufgaben für die USA-Studienreise von L, nämlich dröflzig Unterlagen und auch ein ESTA für USA und ein ETA für UK. Ok. (Mit einem langjährigen Kollegen/Freund aus San Francisco telefoniert, wir werden uns hoffentlich bald in Basel und vielleicht im Herbst in Kalifornien sehen. Das wäre toll!

Daheim war "Farmsrace" angekommen, ich denke, das ist ein Spiel, das gut zur Weltlage passt. Slogan: "LIke Catan, but with nukes".

Jetzt: Pasta

Dienstag, März 17, 2026

170326

 Etwas emotional verkatert heute aufgestanden, gefrühstückt, geradelt (ein paar Gedanken drauf verbracht, ob es mit der Zeitumstellung dann erst morgens noch heller wird oder nochmal dunkler. Dunkler. Dafür Abends direkt NOCH heller. Naja, egal), mit kalten Fingern angekommen und richtig gut geschwommen (also: leistungsmässig schwimme ich immer vermutlich ungefähr gleich schlecht, aber es gab keine Bahnenschlegelei, ich war im Flow, habe ein paar Rückenbahnen eingelegt und das so schnell, dass ich angemessen ausser Atem war danach.).

Im Büroturm dann die grosse Überraschung: es ist wirklich leer auf unserem Stockwerk, und zwar reichen ein F2F Workshop einer Gruppe, die dann halt woanders ist, und ein Sitevisit eines Teils einer Gruppe aus, dass an einem DIENSTAG in der Lieblingsecke von sehr vielen den ganzen Tag Plätze frei bleiben. Naja. Morgen sind sie zurück und ich nicht mehr allein.

War heute aber super, weil ich zwei Themen hatte, die ich unbedingt heute fertig bekommen wollte und die viel Konzentration erforderten. Beides gut genug für Feedback fertig geworden.

(Zwischendrin: Communitymeeting mit zwei anderen Gruppen, Thema heute "AI in unserem Arbeitsalltag" und naja. Es gibt Leute, die sich an den blauschimmernden banana-beautified-Slides immer noch nicht abgesehen haben, naja, Geschmackssache, mein Lieblingssatz war "Und warum schaust du nicht einfach in deinen Kalender?!")

Mittagessen mit meiner "Vornamenclique", die ja alle noch in meiner alten Abteilung sind. Stimmungscheck: meine Güte, ich bin so froh, dass ich da raus bin! (Und es war schon nicht doof, dass ich gestern nicht beim Apero war). Ich muss aufpassen, dass ich mich in dieser Runde nicht von der grundschlechten Laune anstecken lasse, das tut mir nicht gut.

Heimradeln dann mit ohne Softshellhose, aber noch Handschuhen (fraglich, ob es die gebraucht hätte), ein bisschen später als geplant, dafür fertig mit allem und mehr.

Paketstatus: nervig, ich habe beim Service angerufen, die sehen auch, dass das Paket in dem Laden ist, wo ich es hinbestellt habe (und wo gestern die Frau sich nicht in die DPD Maschine einloggen konnte und da Paket auf der handschriftlichen Liste nicht fand), aber auch, dass es irgendwo anders in dem Kiosk, der in den "hol dein blödes Paket ab, sonst schicken wir es zurück" Emails erwähnt wird, geführt wird, in dem der Typ es gestern auch nicht gefunden hat. Man wird mir morgen Bescheid geben, wie weiter. Ich habe parallel beim dänischen Versender gebeten, einen Nachforschungsantrag zu stellen. Morgen fahre ich nochmal vorbei. Nerv.

Daheim: Katzen auf dem Weg, Mann und Kind daheim getroffen, allen hallo gesagt, bis sie alle wieder gingen. Q. meldete aus dem Labor noch einen Säurezwischenfall (es geht allen gut), kam kurz heim, berichtete und verschwand auch zum Hock.

Ich mache jetzt Ofengemüse und Quarkdip, bis alle wieder daheim sind. Uff.

Wunschlistenfrage:

Wie lautet eigentlich Ls Fazit zu Japan? Wie ist er mit der Gastfamilie klargekommen? Wie hat ihm die japanische Schule gefallen?

Naja, das wäre "his story to tell" und ich glaube, das möchte er nicht. Generell: superst. Es war nicht immer supereasy, aber alles in allem grossartig. Die Gastfamilie war wirklich ein Glücksgriff. Schule: joah, weiss jetzt nicht, wie viel er da mitgenommen hat, aber es war eine coole Erfahrung, wie Schule (ich sage nur Uniform!) woanders funktioniert. Spannend ist für mich, was er im Familienleben dort bemerkt hat, wie andere Leute miteinander und den Kindern umgehen, wie man miteinander spricht, wieviel man gemeinsam macht. Wieder daheim redet er viel mehr als vorher (und meinte auch: "Ich bin so froh, endlich wieder reden zu können, ohne vorher soviel nachdenken zu müssen" :-))

Wir freuen uns auf jeden Fall sehr, im September mit ihm gemeinsam nochmal hinzufahren!

Montag, März 16, 2026

160326

Aufgestanden um halb sechs, ich war schon eine Zeitlang hellwach. Wie skurril: meine Arme und Schultern waren wegen des offenen Fensters echt richtig kalt, aber es hat mich nicht gestört. Hm.

Frühstück mit Skyr, Blaubeeren, Blutorangen und Granola und Kaffee, dann Radeln mit dem vom Hübschen neu bestellten Testsiegern an Winterradhandschuhen. (Ich musste beim Review schon ein bisschen schmunzeln, wo stand, dass sie bei 3 Grad für 10 Minuten warm genug bleiben. Das ist halt kein Winter und keine Strecke. Aber als Übergangshandschuhe sind sie gut, heute ohne Krabbenhandschuhe bei 1 Grad zu kalt, aber nicht schrecklich.

Schwimmen: superst, bis auf die letzten 15 Bahnen, wo eine total nervige Co-Schwimmerin auf die relativ langsam beschwommene Bahn stürzte und dann dort total hampelig und hektisch mit Wellen und rumhauen und strampeln und treten und Überholen bei Gegenverkehr und was weiss ich Chaos veranstaltete. Naja.

Dann: erstaunlich leerer Flur, mir fiel ein, dass ein Teil unserer Gruppe auf Sitevisit in Bayern war, das fällt beim Rund auf die Lieblingsplätze auf.

Dafür sind aber ehemalige Teammitglieder von mir, die in der NAchfolgerolle meiner alten Rolle gelandet sind, was mich eh total freut, für ihren ersten Workshop da und ich habe eine Kollegin, mit der ich seit 2019 sehr eng über mehrer Produkte zusammengearbeitet habe, zum ersten Mal gesehen. Eine andere war wenigstens im Rahmen eines anderen Weiterbildungskurses schon ein paar MAl in Basel, die ist quietschend vor Freude auf mich zugesprungen. (Wie IMMER bei asiatischstämmigen KollegInnen komme ich mir vor wie ein Riesenwikingerweib, aber gut ist halt so).

Mittagessen mit einem ehemaligen Sponsor, das lustige war: sein jüngerer Sohn ist gerade in Warteposition für die Zuteilung einer Gastfamilie in .... genau, Japan. (er wird nicht mit derselben Organisation wie L. gehen, sondern, wie er so schön gesagt hat: "Wie heisst der Club für die Reichen nochmal?" und ja, ich wusste, was er meinte). Er wird sich mal mit L. unterhalten (wie krass, dass wir vor einem Jahr noch in Warteposition waren und den ganzen Tuberkulosescheiss noch vor uns hatten). Dann hat sich Ls Gastfamilie noch gemeldet, wir können langsam unseren Urlaub im Herbst konkreter planen. Wir wissen, wann wir hin und zurückfliegen wollen und jetzt auch, wann wir einTreffen in Kyoto einplanen können.

Dann schnelle Runde um den Block und intensiv dichter Arbeitsnachmittag.

Während ich nach Donnerstag ja gar keine Lust mehr auf den Abschiedapero hatte, hatte ich dann am Freitag direkt noch einen guten Grund, ohne irgendwas vorschieben zu müssen, zum Absagen bekommen, nämlich überschneidende dringende Working Session. Bin ich also nicht hingegangen und es tut mir schon leid, einen Haufen der Leute nicht mehr zu treffen, aber ich bin gleichzeitig so froh, einen anderen Haufen Leute NICHT zu treffen, das passt schon.

Heimradeln über ein anderes Dorf, um ein von DPD an einen Pickup Kiosk geliefertes Paket aus Dänemark zu holen. In dem Pickup Shop, in den ich es bestellt habe, geht die DPD Maschine nicht, ausserdem findet sie das Paket nicht auf der handschriftlichen Liste. Wir schauen nochmal, was in meiner Mail steht: eine andere Adresse, ein paar Häuser die Strasse rauf. Dort geht die MAschine, aber mein Paket ist nicht da. Die Hotline ist kaputt, ich radle also insgesamt 24 statt 13km nach Hause und habe nix. Naja. Immerhin klärt sich daheim ein Rätsel: bestellt habe ich es in den ersten Laden, die Email sagt, es wäre im zweiten, und wenn ich auf der Homepage schaue, sagt es, es wäre im ersten. NAaaaaaaaaja. Mal sehen, was die Hotline morgen dazu sagt.

Jetzt habe ich Feierabend, der Hübsche ist bei der Eiogentümerversammlung und hat keine Freude...


Wunschlistenfrage 

Was hat bei den Maniko Nagelfolien nicht gut funktioniert und sind die anderen besser?

Kurze Antwort: Alles und nein. :-)

Ausführlicher: Claim ist ja, dass das total schnell gehen würde (10 Minuten) und zwei bis drei oder vier oder für immer Wochen halten würde, lol, nein. 

Es ist allein unmöglich, das Ankleben und tralala in 10 MInuten zu schaffen. Auch wenn man geübt ist, geht es durch die Belichtungszeit, die nötig ist und separat für beide Hände und die Daumen läuft, nicht in 10 Minuten. Und dann muss man ja noch Nägel feilen, Nagelhäutchen zurückpopeln, mit Alkoholpads putzen, Folien aussuchen, schneiden, aufkleben, für Maniko über den Rand oben kleben (das geht schon überhaupt nicht gescheit), festrubbeln, abfeilen, dann belichten (und bei Doonails zurechtfeilen).

Wenn man das dann geschafft hat (mittelgeübt brauche ich dafür eine dreiviertel Stunde), sieht es eigentlich ganz gut aus.

Aber: es hält halt einfach nicht. All diese Folien sind aufgebaut aus Farblack und einer UV-härtenden Gelschicht. Bei Maniko bleibt das relativ weich, bei Doonails soll es hart werden. Bei Maniko schrumpfen die Gelschicht und die Farbschicht unterschiedlich beim Beelichten, d.h. man hat auf dem Nagel eine Farbschicht und da drüber eine kleinere durchsichtige Gelschicht. Die Farbschicht schraddelt sich am Rand ab, löst sich, zieht Fussel an (und lädt zum Abpokeln ein). Das "Obenüber den Rand kleben und dann abfeilen" klappt eh nicht so, dass man die Nagelkante versiegelt, wie auch? Und wenn dann die Gelschicht noch schrumpft, zieht sie sich eh wieder zurück. Das führt dann dazu, dass das halt irgendwie draufbappt, aber da hält nie und nimmer zwei Wochen, sondern nach wenigen Tagen oder Stunden schon fangen die an, sich abzulösen. Sobald irgendwie Wasser oder Creme drunterkommt, wird es erstens supereklig und löst sich zweitens immer weiter.

Maniko sagt dann gern: "Noch besser hält es, wenn man einen UV-Lack drüber macht", naja.  Dann dauert es NOCH länger und die Folie geht nicht als weiches Ding ab, sondern als harte Schale. 

Die Nägel sind danach übrigens nicht ganz so kaputt wie nach Acryl, aber naja, wenn man einen Nagel für Tage oder Wochen mit Wasser und Seife und Zeug, was sonst noch so da drunter kommt, halb abgeschlossen einweichen lässt, ist das kein Wunder.

Also: ein Riesenmist. (ich habe auch die Doonails-Press-ons gestestet: sieht nett aus für eine halbe Stunde, wenn man den richtigen Nagelkleber und nicht die Pads nutzt, vielleicht sogar für einen Abend, aber dann fallen die halt einfach ab und man hat vllt noch das klebrige Pad auf dem Nagel, wo es Dreck und Fussel sammelt)


Also: leider alles ein Riesenscheiss.


Sonntag, März 15, 2026

150326

 Das war ein wunderbarer Abend gestern! Wir haben "Monikerers" gespielt und dann noch "Woke Word Wars", was nur semilustig war und wo uns das Lachen manchmal im Hals stecken blieb (ein Spiel, was hoffentlich ganz bald niemand mehr verstehen wird).

Heute: Wecker um 8, wir waren auf einem Neffengeburtstag im Schwarzwald eingeladen. Mit einem vollstgepackten Auto (Sachen zurückbringen, Spielsachen weitergeben, Iriswurzeln verteilen) sind wir zu dritt aufgebrochen. Nach schon zwei bis drei Tagen Geburtstagfeiern war der Jubilar schon sehr versiert und ein bisschen erschöpft :-), aber es war wie immer so schön, die Jungs von 1 bis 20 spielen zu sehen.

Wir Schwestern und Schwager hatten uns auch richtig viel zu erzählen, wir haben uns auch eine Zeitlang nicht mehr in der Kombi gesehen. Schön wars, wild wars, lecker wars! (Einsichten in Sportinternat, wie durchkommerzialisiert Eishockey für Kinder/Jugendliche in den Hochburgen ist und meine Güte, wie gut, dass unsere NIE auch nur ansatzweise INteresse oder talent dafür gezeigt haben!)

Heimweg dann mit leererem Auto (Q. hatte eine dorthin bestellte Jacke und ich mein letztes Parfum, das ich nach dem Adventskalender bestellt hatte, mit dabei), L. begrüssen, ein Sportründchen, Wäsche und zum Abendessen gab es noch genug Tacos von gestern. 

Jetzt noch: Wäsche zusammenlegen, Klamotten für morgen bereitlegen und dann ist schon wieder neue Woche.

Immerhin haben wir auf den Autofahrten weitere Auszeiten dieses Jahr geplant: es gibt runde Geburtstage, es wurden Mehrtageswanderungswünsche geäussert (holt mich aus dem Rabbithole des SAC-Hüttenportals!), es wurden Osterfeiertagspläne geschmiedet.

Erstmal aber: Ende Wochenende.

Und das hier war eine Bushaltestelle auf dem Spaziergang und ich sags mal so: ich würde NICHT in den Bus einsteigen!



Samstag, März 14, 2026

140326

 Eigentlich war der Plan, bis 8 ca auszuschlafen und gemütlich in den Tag zu starten. Ich war allerdings ab halb sieben eigentlich wach, naja. Kaffee im Bett, dann halbwegs schnelles Frühstück, weil die Kinder um 10 im Pfadihaus sein mussten zum Putzen. Heute war schweizweiter Pfadischnuppertag, da sollte es ordentlich aussehen. Kurz danach standen sie wieder bei uns im Garten, nämlich den Esstisch zu 5. oder so abholen. Unseren alten können sie in ihrem Aufenthaltsraum gebrauchen, winwin.

Der Hübsche und ich hatten eigentlich nix vor, also:

Betten beziehen, 4 Maschinen Wäsche waschen, trocknen, aufhängen, Spazierründchen (im strömenden kalten Regen), Recyclingkram wegbringen, mal wieder Nagelfolien aufkleben (ich probiere diesmal Doonails, die von Maniko sind der grösste Scheiss), duschen, Tacofiesta für insgesamt 7 vorbereiten, das ist mehr Geschnipsel als ich dachte (aber: Mangosalsa, Pico de Gallo, Guacamole, das wird super lecker!), es kam soweit, dass wir die Gäste eine halbe Stunde nach hinten bestellen mussten :-).

Aber jetzt. Gleich. (ich hab Hunger!)

Freitag, März 13, 2026

130326

 "Ausgeschlafen" bis sechs, will heissen: ich war eigentlich wach um halb fünf, dann richtig um halb sechs und das Weiterbacheln bis sechs hat sich wirklich wie Ausschlafen angefühlt. Seit Island schlafe ich wieder gut (bis auf die eine Migränenacht letzte Woche), auch mit dieser kurzen Schlafdauer bekomme ich einen Schlafscore von 90 und einen Durchschnittsstresslevel von 6, das ist phänomenal (und fühlt sich auch so an).

Dann: konzentriertese Loswerkeln bis halb 10 (genau dann kamen die für "zwischen 8 und 11" angekündigten Möbellieferer und -zusammenschrauber), ab dann hatte ich bis mittags back to back Meetings. Das erste war tatsächlich eins, vor dem ich etwas Bauchweh hatte, respektive, wo ich das Bauchweh seit gestern abend aktiv ignorieren musste, nachdem mein Chef im Teammeeting gestern abend sagte "Hier jetzt nur good news, die bad news mache ich morgen mit K&L in der Früh" und wir zwei keine Ahnung hatten, um was es ging. War aber nur ungeschickt formuliert, er hatte uns ungewollte gestern kurz vor knapp ... ein Ei gelegt, das wir, flexibel wie wir sind, gut gemanaged haben, aber er hat gemerkt, dass das nicht ganz so lief, wie wir gedacht hatten, und wollte das nochmal mit uns klären. Meine Güte, wie cool ist ein Chef, der nonverbale, wie er es nannte "leichte Stresssignale" in einem Gespräch erkennt UND das von sich aus klärt?! (Ok, dass der doofe Witz dazu uns beide noch mehr gestresst hat, das lassen wir mal aussen vor.)

Anyway, alles gut.

Dann: vor der diesmaligen Riesenprojektpräsentation haben wir uns direkt die Communicationsfrau ins Boot geholt mit der Bitte um Unterstützung. Ich sehe bei solchen Gesprächen immer direkt die Kaltmamsell vor meinem inneren Auge und habe vollstes Vertrauen und Zuversicht in die (für mich fühlt sich das wirklich so an) Magie, mit der sie da aus unseren Fakten und Inhalten die Story so rauskitzeln können, dass sie rund ist und richtig ankommt.

Letztes Meeting haben wir kurz gehalten, nachdem wir festgestellt haben, dass wir alle drei "I somehow heard..." Informationsstand zu der Problematik haben und das nicht für eine solide Entscheidungsfindung in toxikologischer Hinsicht reicht. Deshalb: neuer Versuch mit den Leuten, die das wissen müssen und nicht nur aufgeschnappt haben.

Währenddessen wurde unten der wunderbare neue Massivholztisch und die, hatte ich schon vergessen, drehbaren Stühle zusammengeschraubt. 




Da haben wir uns was richtig, richtig Schönes gegönnt! (Ich bin sehr nervös vor dem ersten Kratzer oder so, aber mit geölt sollte das eigentlich ganz gut fixbar sein. Noch ist alles gut!)

Wird morgen direkt mit Essensgästen eingeweiht!

Dann: schnelles Mittagessen, schnelle Einkaufsrunde (die seit Wochen angeschmachtete "Happy COla Cotton Candy" hat leider gar nicht gut geschmeckt, für die allermeisten Leute ausser mir keine Überraschung) 



dann weiterarbeiten, bis ich hibbelig wurde und das Slidedeck für Comments einfach mal rausschickte, weil alles, was ich weiss, da jetzt drin ist. Ich verabredete mich mit dem Hübschen für ein Ründchen in der Sonne, am Heimweg trafen wir einen dreckigen, weil im Staub gewälzt, Jonny.

Später hatte ich noch eine Verabredung mit einer Coelternrätin im Pfadihaus, wir hatten zugesagt, die seit Jahren immer voller werdenden Fundkisten durchzugucken, zu entsorgen, was nicht nutzbar ist und den Rest zu waschen und für die Tauschbörse in zwei Wochen parat zu machen. Ich hatte ein bisschen Bammel vor Ekligkeiten, aber es ging. Ich frage mich allerdings, wie Eltern nicht merken (oder nicht nachhaken können, respektive nicht in die wie Sauerbier nach jedem Lager angepriesenen Fundkisten schauen,), wenn ihre Kinder neuen Northface-Jacken, Ziener oder Reusch-Handschuhe oder ganze Schlafsäcke "verlieren"....

Die Waschmaschine läuft jetzt und im Pfadihaus ist wieder mehr Platz.

Jetzt: Pizzateig und Vanilleeisvorbereiten für den Besuch morgen :-)

Donnerstag, März 12, 2026

120326

 What a day. Mit Ansage. Und Donnerstage sind tatsächlich reproduzierbar die anstrengendsten Arbeitstage meiner Wochenplanung.... Uff.

Anyway. Supergut geschlafen, im Trockenen durch die durch den Regen saubergewaschene Luft geradelt, wunderbar geschwommen. Diese Zeitinsel für mich und meinen Körper (Schwimmen = keine Rückenschmerzen. Nada.) ist so, so, so wichtig! Damit starte ich in den Tag erstens mit einem angenehmen Gefühl der leichten körperlichen Erschöpfung, mein Kopf ist frisch, ich habe evtl überschüssiges Adrenalin und Aggression erstmal weggeschwommen. Aktuell ist es total unrealistisch, mittags eine Yogastunde reinzukriegen oder abends den Kopf so frei und den Computer so püntklich zu, dass ich zu einer für mich angenehmen Sporteinheit kommen würde. Ich würde mich nur den ganzen Tag noch stressen, dass ich das auch noch machen "muss".

Also.

Der Tag heute begann mit eigentlich Fokuszeit, um Sachen fertig zukriegen. Hat mittel geklappt, mein Chef hat viele Anliegen und Input in ein Projekt, das wir kurz vor, ich glaube, Fachausdruck wäre "Deployment" haben, da brennt eh die Luft und wir müssen jetzt das alles noch mit reinbringen und/oder anpassen.

Ich habe von insgesamt (muss nachschauen) 6 Stunden geplanten Meetings (ab zwei back to back) viereinhalb mit meinen zwei Kolleginnen, mit denen ich das Projekt leite, und wechselnden anderen Leuten dazu verbracht, parallel zu den anderen Meetings noch in Chats mit ihnen ausgetauscht und angepasst, kein Wunder, dass wir drei eine eingeschworene Gemeinschaft sind und mittlerweile auch unter dem Kürzel "KLM" in Emails und Minutes und Roadmaps auftauchen. Wie gut, dass wir drei uns grossartig verstehen und zusammenarbeiten können, wie schlimm das wäre, wenn man das allein oder (vermutlich noch schlimmer) mit jemand, den man nervig findet oder mit dem man unter Druck nicht arbeiten kann, machen müsste.

Mittagessen mit einem Kollegen / Freund seit 24 Jahren. So alt bin ich, so lang sind wir schon hier, so klein ist die Welt hier, das war super. Schnelle Runde in der Sonne, dann heimflitzen, Gemüsekorb holen und gerade noch so rechtzeitig in die NAchmittagsmeetings geslidet.

Ein gutes hat diese Auslastung: ich kam gar nicht in die Versuchung, die Anfrage, ob ich spontan beim Abschiedsapero meiner alten Rolle nächste Woche die Geschenkübergabe- und Redenhalte-Rolle anzunehmen. Respektive: ich habe keine Sekunde gezögert, die Annahme, dass ich das machen würde, geradezurücken. (Ich habe zwar keine Mühe, vor Leuten zu reden, und kann mir generell auch was aus dem Ärmel schütteln und sowas spontan machen, ABER: das ist dem Ganzen nicht angemessen, ich habe mit der ganzen Angelegenheit und dem"WIE" definitiv emotional nicht abgeschlossen. Ich möchte vor den 80+ Leuten weder eine nichtssagende "Danke, war schön mit euch, tschüss"-Rede halten NOCH eine unausgegorene "Wie wir alle so schlecht behandelt wurden und wie kann man so sein?" Abrechnung. Ich wollte ja ursprünglich nicht mal hingehen... (ich habe auch keinen Nerv für die politischen "Da ist eine Flasche Cremant pro Nase dabei, die muss jemand inoffizielles überreichen, damit klar ist, dass die nicht auf Kostenstelle gekauft wurde, da soll/darf man nämlich keinen Alkohol verschenken"-Sperenzchen.)

Also: not me.

Jetzt aber: Donnerstagsgemüsekorbsalatabendessen! (Es scheint Frühling zu werden, es gab einen Zettel mit "Was, wenn man nicht so viel Salat als Salat essen will?" Rezepten. Das ist mir bisher noch nicht passiert, aber es gibt wohl so Leute. Portulaksuppe ist die Antwort.)


Kopfsalat, DIE EIER, Feldsalat und Portulak, Petersilie und Asiapflücksalat, Schwarzwurzeln, lila KArotten (und eine orange), Kartoffeln, Pastinaken, Zwiebeln, Radicchio, Kresse, Eichblattsalat



Mittwoch, März 11, 2026

110326

 Nach der Steuererklärung (obwohl ja alles in time abgeschlossen und alles in allem dann doch recht unaufgeregt) und einer Folge "12 MOnkeys" (der Hübsche und ich nehmen es jetzt ironisch) erstaunlcih schlecht geschlafen. Erst schlecht eingeschlafen, bis halb zwei das Gefühl gehabt, überhaupt nicht geschlafen gehabt zu haben und dann bin ich bis halb sechs noch zweimal aufgewacht, war jetzt nicht soooo cool.

Aber: Radeln in lauwarmem (?) Nieselregen, dann eine richtig gute Schwimmrunde (ich hatte die ersten 20 Bahnen eine für mich allein und konnte da auch wieder die Hälfte Rücken einlegen. Weil ich da gern krumm schwimme, mache ich das nur, wenn wirklich frei ist). Als ich dann geduscht, geschminkt, in Büroklamotten, mit nassen Haaren und den Taschen mit Schwimmsachen / Radsachen und noch Wasser im Ohr und angenehm körperlich ausgepowert über die Strasse Richtung Turm gegangen bin, habe ich total verpasst, dass mein Chef und ein Kollege ein ganz schön langes Stück hinter mir gelaufen sind und sich köstlich amüsiert haben, dass ich total nicht auf Aufnahme gestellt war, wo ich sonst IMMER alles aufschnappe, was vllt nicht für meine Ohren gedacht ist. Naja. Dafür haben sie mir meinen Lieblingsplatz reserviert, während ich meine Schwimmsachen unten zum Trocknen aufgehängt habe.

Arbeitstechnisch wilder Tag, es passiert an allen Ecken und Ende viel und braucht viel, aber gut, das passt schon. 

Auch gut: ich hatte heute keine MIttagessenverabredung und habe diese Zeit dann tatsächlich dringend gebraucht, um kurz meine Kopf ausruhen zu lassen von all den Back 2 Back Besprechungen zu den verschiensten Themen. 



Ich habe mir an der relativ neuen Ramenbar eine vegetarische Schüssel mischen lassen, dazu ein paar Seiten in meinem neuen Islandkrimi gelesen und bin dann in keine Ahnung welchem Wetter mit Hörbuch auf den Ohren eine schnelle Runde ums Karree gelaufen. Dann ging es weiter, aber ich war auch wieder bereit dafür.

Letztes Meeting habe ich dann von daheim gemacht (das ist echt eine Seltenheit geworden), von L.s Schreibtisch, weil es ein bisschen länger ging und ich gerne nicht danach noch heimradeln wollte, damit der Abend nicht ganz so spät startet.

Austausch mit allen Jungs, die heimkommen (L. zu Tests, Wochenendplänen, Paketabholen und Spazierrunde, Q. über Anorganiksynthesepraktikum, ich merke nun, dass ich erstaunlich viel Meinung zu vielen Themen habe, aber was soll ich auch machen, wenn die es halt FALSCH lernen? Auch gelernt: heutzutage muss man nicht mehr sein eigenes Fett für ein Ölbad mitbringen. Wir mussten damals noch 2-3 kg Palmin mitbringen, sie haben Mineralöl für alle. Q. wollte sich nicht als Chemikerkind outen und ist auch ohne Palmin am ersten Praktikumstag aufgeschlagen.), ganz besonders herzlich mit dem Hübschen, weil, meine Güte, wir sind heute genau seit 29 Jahren a thing. (Wir haben es beide erst vergessen, zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen: für mich ist das Datum, was sich mir eingeprägt hat, eher der 9. März, das ist nämlich der Tag, an dem ich für mich beschlossen habe, dass, egal wie es ausgeht, ich mich das mit diesem langhaarigen Typen jetzt traue.) 29 Jahre. Und kein bisschen langweilig!

Zur Feier des Tages gibt es Kürbissuppe von gestern :-). Suppentag, sozusagen.

Dienstag, März 10, 2026

100328

 Heute mal sehr angenehm und interessant geträumt, allerdings auch im Traum: offensichtlich an sich geplante, folgende schöne Aktivitäten wurden verzögert (und dann war ich halt schon wach) durch nötige Erledigungen (in dem Fall: ein Fahrrad in Einzelteilen aus einem Bach zu fischen).

Radeln (mit korrekt im Radkeller geparktem Rad ohne Rettungsaktion vorher) war super, Schwimmen auch (ich bin aktuell 5-10 Minuten früher als sonst dort, das passt super, um den Mo/Di-Kursen zu entgehen, die jeweils um halb acht starten. Da bin ich schon unter der Dusche. Trotzdem heute die ausschlaggebenden Minuten verzögert worden, um noch "meinen" Platz zu bekommen, weil ich beim Rausgehen einem Kollegen von viel und nicht so viel früher in die Arme lief, der mir Neuigkeiten teilte, wissen wollte, wie es bei mir läuft (super) und überhaupt. Zack: Lieblingsplatz weg.

Arbeitsintensiver Tag, Mix aus lang aufgeschobenen Sachen, die eigentlich recht viel Spass machen (Nitrosamin Risk Assessment / Strategieanpassung. Man nimmt sich jeden Spass, den man bekommen kann, nech?), kleinen Feuerlöschübungen (für kleinere fehlt mir mittlerweile ein bisschen die Begeisterung, ich habe zu viele vermeintlich und echt grosse Feuer gelöscht, ausserdem ist in dem Fall so klar, wer es ursprünglich verbockt hat --> nicht mein Team, und noch ausserdemer bin ich mir zu 95% sicher, dass die aktuell als unüberwindbar geframte Hürde halt genauso "unüberwindbar" ist wie, die, die wir jetzt gerade in einem lockeren Hopp übersprungen haben, nur dass wir es halt tun und die, die ihre übersehen haben in der Planung, davorstehen und um Hilfe schreien... naja.)

Erstaunliche Hürde beim Teammeeting dann: das Gebäudenetzwerk für ALLE Räume auf unserem Stockwerk und auch für die anderen Sites fällt aus, wir können uns nur über unser Standard W-LAN einzeln in das Meeting einwählen. Lustig die immer länger werdende Karawane durch das Stockwerk zunächst noch auf der Suche nach einem funktionierenden Raum, dann das archaische Gefühl von Laptoplautsprechern und alle müssen leise sein und imemr nur einer reden, damit das schraddelige Mikro alles mitkriegt.

Heimradeln mit ganz leichtem Anflug an Regen, dann sofort Müllsuppe ansetzen, weil: heute gibt es den (vielleicht) letzen Kürbis der Saison (mit Karotten und Kartoffeln und Zwiebeln) als Suppe mit Kräuteröl. Der Hübsche hat sich nach einem emotional und auch sonst stressigen Arbeitstag noch mehr Laune besorgt, indem er all die Kontoauszüge und so für unsere heute endlich stattfindende Steuererklärung runterlädt.

Nach dem Essen machen wir uns da dran, erstmals nicht im Easytax-Tool, sondern direkt online. Es ging ... eigentlich ok, aber das Generve mit den Mitarbeiteraktien und was weiss ich, das ist jedesmal ein Riesengeschiss und mir ein rechtes Rätsel, wie man das richtig machen würde. NAJA. Abgeschickt ist abgeschickt.

In den nächsten Tagen machen wir das mit Q nochmal, dann ist das wieder durch für ein Jahr. (Nächstes Jahr dann: Mitarbeiteraktien und Optionen. Meine Güte. First World Problems)

Ich habe dann noch eine letzte Runde gedreht, weil Jonny lang draussen war (anscheinend hatte er wichtige Dinge auf dem Tennisplatz zu erledigen), der Hübsche hat L. und Co wegen Schienenersatzverkehr und Verspätung beim nächsten Bahnhof abgeholt.

Jetzt: Feierabend. Und es ist erst Dienstag.


Montag, März 09, 2026

090326



Die Katzen sind heute (per definitionem der französischen Tierärztin damals) 8 Jahre alt. Ich fand ja lang (also: in etwa 8 Jahre lang) 8 das coolste Alter, das man erreichen kann. Für mich war es dann etwas enttäuschend, aber für die Katzen kann das durchaus passen. Die beiden sind ein bisschen älter und gesetzter, kein bisschen weiser, aber immerhin wird sich jetzt eher in der Nähe des Hauses geprügelt und nicht mehr ganz so lang weggeblieben. Es ist lustig: sie sind jetzt nicht total innig miteinander, aber haben doch ein anderes Verhältnis als zu anderen. Gut, Jonny ist zu (fast) allen anderen Katzen, Katern nicht so, eh freundlich, aber Sansa lässt niemanden so nah ran an sich ohne auszuflippen wie Jonny. Er wird auch regelmässig (relativ ruppig) geputzt und dann bekommt er zum Abschluss ein paar mit ohne Krallen draufgehauen. Beide sind sehr viel anhänglicher als auch schon, Sansa schläft sehr gern bei mir, Jonny gern bei den Kindern auf der Bettdecke. Ich bin sehr froh, dass wir die beiden kleinen Banlieue-Outlaws bei uns haben!

Sonst: lockere Gartenneugestaltungsweiterplanung, wir brauchen noch einen Elektriker für die geplante Beleuchtung und um den Batteriespeicher nochmal ab und dann wieder anzuhängen.

Bei der Arbeit war "Gestern war international Women's Day", das äusserte sich (für mich) v.a. in Süsskram, einmal lila eingepackte Schokoküsse und dann... aber schauen Sie selber. Und nein, es ist nicht nur mein dirty mind, das da auf diese Assoziation kommt. (Besonders schade: sie haben richtig scheusslich geschmeckt)



(Es hätte noch Vorträge und Diskussionspanel gegeben, aber ich bin nur auf der Warteliste dafür gelandet und für einen Livestream hat es mich dann auch nicht genug interessiert).

Sonst: sehr viel Sommergefühl draussen (also: für mich reicht das so, für andere halt vermutlich Frühling, es blühen alle Bäume, bei uns auf dem Balkon zB auch schon der Aprikosenbaum vom letzten Jahr), heute genossen beim Mittagsspaziergang zur Apotheke, um mein Migränemedikament auf Dauerrezept nachzufüllen (klingt trauriger als es ist: der Weg dahin ist wirklich schön).

Sonst alles nicht spektakulär, viel Arbeit halt.

Ich möchte Ihnen aber drei Bücher ans Herz legen, die ich letztens gelesen habe, und die mir jenseits meines normalen Konsums extrem gut gefallen haben:
"Weltalltage": Das fand ich wirklich spannend, einerseits wegen der Geschichte (zwei Freunde wohnen zusammen, er kümmert sich seit gefühlt immer um sie, weil sie gesundheitlich eingeschränkt ist. Als er psychisch erkrankt, kehren sich die Rollen um, aber nicht wirklich, es geht viel um Umgang miteinander, Anspruch, wie viel "muss" man als Freund aushalten?), andererseits aber wegen der Form. Die Ich-Erzählerin schreibt ihr Erstlingswerk, nämlich die Geschichte von ihnen beiden als Roman. Man liest einerseits das Buch, andererseits ist man Zeuge der Entstehung. Sie übt mit Form, wie Listen, Alphabet, Highlights, es geht darum, wie viel einer Geschichte, die nicht (nur) die eigene ist, darf man erzählen? Wieviel darf man verfremden, anpassen, "besser" machen? 

"Eden": Island ist eh immer gut, aber das hier ist wirklich grossartig! Eine isländische Linguistin kauft ein heruntergekommenes Anwesen auf dem Land, um dort  Bäume zu pflanzen. Es geht um Sprache (isländisch), um Stadt-Land-Mentalitätsunterschiede, um Migration, um Familie, um so viele Themen, die aber nicht plakativ ausgewalzt werden, sondern immer wieder nur angetönt werden, so dass man erahnt, dass sie entweder im Hintergrund ganz viel Raum einnehmen und die Ich-Erzählerin aber nicht drüber reden will, oder aber die Ich-Erzählerin sich da wirklich keine Sorgen / keinen Kopf drum macht, ihr das aber von aussen immer wieder angetragen wird.

"Mama und Sam": Sarah Kuttner beschreibt (stark autobiographisch), wie sie nach dem Tod ihrer Mutter rekonstruiert, wie diese einem Love Scammer auf den Leim gegangen (diese Beschreibung ist zu kurz gefasst) ist. Ich finde es, estrem berührend, in so eine "Beziehung" blicken zu können (die Chatnachrichten sind wohl original), und andererseits den Blick einer mittelalten erwachsenen Tochter mit einer sehr schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter (duh....) auf das Ganze. Der Gefahr eines voyeuristischen Ausschlachtens entgeht sie durch ihre liebevolle und offene Betrachtung des Ganzen TROTZ ALLEM.

So. Jetzt Feierabend.

Sonntag, März 08, 2026

080326

Heute trotz (relativ unvernünftigem, aber ist es halt nur einmal in der Woche Wochenende oder so) Palomimosa richtig, richtig gut geschlafen, Stresslevel 9, Schlafscore 93, keine Migräne ist halt einfach super.

Um halb acht wäre ich wach gewesen, habe noch weitergedöst bis acht, dann Kaffee, Internet lesen und dann zum Frühstück die gestern abend vorbereiteten Töpfchen (mit Butter, Zwiebel, Kartoffelwürfeln, Paprikawürfeln) mit Speck oder ohne und Ei/Sahne/Käse versetzt und ein herzhaftes Frühstück serviert.

Danach wurde es geschäftig: L. hat jetzt strenge 4 Wochen bis zu den nächsten Ferien vor sich: er hat Stoff nachzuholen, Stützkurse und jede Menge Tests und Hausarbeiten. Für die Chemie-Hausarbeit hatte er sich Support angefragt und so kramte ich mein Wissen über Elektronegativität, Ionenradius, Schmelzpunkte, Legierungen etc wieder raus. Habe selber was gelernt, weil all die Legierungsnamen auf Englisch waren mir nicht geläufig. Immerhin: Stand der Wissenschaft dahingehend hat sich in den letzten 30 Jahren da nicht geändert.

Dann wurde geräumt: ich hatte L. versprochen, einen Paxschrank in seinem Zimmer, der voller Spielsachen und Spiele ist, auszuräumen, und meiner Schwester, ihnen die Spiele/-sachen nächste Woche vorbeizubringen. Also habe ich ausgeräumt, sortiert, ausgemistet, einige dann doch behalten, einiges entsorgt und richtig viel für die kleinen Neffen verpackt. Dann alle Regale und Schubladen ausgewischt und jetzt hat L. Platz für seine Kleider und Q., um ein paar Legosets da drin zu lagern, damit L. wiederum auf seinen Regalen Platz für SEIN Zeug hat.

Die Jungs haben den ganzen Tesla vollgeladen mit ... Zeug (dazu noch Bücher, die die Jungs damals geliebt haben und die es scheints nicht mehr gibt? Also die Dr. Proktor-Bände und alle "Wikinger Hicks"-Bände, die Vorlagen für "Drachenzähmen leicht gemacht", ausserdem "Smek" und "Smek for President" und noch ein paar Highlights).

Parallel: Wäsche, richtig viel Wäsche, Sport, Zimtschnecken backen (ich hatte am Freitag beschlossen, am Sonntag würde gebacken. Am Samstag dachte ich "Immer nur Zimtschnecken, auch langweilig" und mich für Cynthia Barcomis Coffeecake in der Nuss und Cranberry-Variante entschieden. Heute morgen, als ich auf das Aufstehen der Jungs wartete, dachte ich: "Ah, ja, backen." und fing auf Autopilot Hefeteig und Butterzimtzuckermischung an.. naja, sind immer superst, und den Coffeecake kann ich ja nächste Woche machen und zum Nachfeiern des kleinen Neffens mitbringen)

Nach dem Zimtschnecken in der Sonne auf der Terrasse verspeisen ein lang überfälliger Ragewalk mit dem Hübschen. Dadurch, dass ich jetzt 4 Tage die Woche im Büro bin, er 5, passiert das unter der Woche gar nicht mehr, gestern war ich im Zolli, mir fehlt die Zeit unterwegs und gemeinsam mit ihm!

Und damit ist das Wochenende auch schon fast rum, ich hoffe jetzt, dass die Hochrechnungen für BaWü sich bewahrheiten und die Grünen das rocken!

 Wunschlistenfrage

Hat sich Jonny von der letzten Verletzung gut erholt und wieder Fell am Kopf?

Danke der Nachfrage! Es hat relativ lang noch gesuppt/-eitert, aber ist seit Wochen zu, verheilt und mittllerweile ist das Fell dort nur noch ein bisschen kürzer, aber man sieht es nur noch, wenn man es weiss. Auch die Tasthaare über dem Auge sind nachgewachsen. (Heute erstmals getroffen: die beiden neuen cats on the block: zwei Babykaterbrüder, die erstmals rausdürfen. Wir werden sehen, was das mit der Dynamik hier in der Siedlung macht)

Samstag, März 07, 2026

070326

 Meine Güte, was eine Nacht. Ich habe für den Rotwein zur Pizza und die stressige Woche bitter bezahlt mit mörderischer Migräne schon die ganze Nacht (Stresslevel 69, lol), aber aus welchem Grund auch immer hatte ich bei jedem Aufwachen beschlossen, "am Morgen dann" eine Tablette zu nehmen. Als ich dann total zerschlagen um 8 wach war, nahm ich ein Triptan UND ein Ibu, dann wurde es schmerztechnisch besser, mir war aber noch richtig übel, so dass mir der Hübsche einen trockenen Toast ans Bett bringen musste. Dann ging es einigermassen, schwindlig und flau war mir immer noch. Naja.

Frühstück hat es besser gemacht, dann eine kleine Radrunde, die Terrassenplattenmuster zur Steinfirma zurückbringen. Ich freu mich wirklich sehr auf den erneuerten Garten dann!

Dann: gegen immer noch flaues Gefühl einen Käselaugenknoten essen, bisschen Haushaltskram (wenn alle immer ausser Haus arbeiten und alle vier daheim sind und SPort machen und Feuerwehr und PFadi, meine Güte, es sammelt sich echt richtig viel Wäsche an!

Dann: In die Stadt radeln, ich war mit Schwester und Baby (naja)neffen im Zolli verabredet. Ich bin also die Strecke zur Arbeit und dann noch quer durch Basel geradelt und das war so ein seltsames Gefühl:

1. Ich fahre da normalerweise unter der Woche zwischen viertel nach sechs und viertel vor sieben. Da ist es aktuell kalt, fast stockdunkel und bis auf andere Radpendler menschenleer. Heute: knallwarm, knallsonnig, lauter Leute überall

2. überhaupt: letztes Wochenende waren wir noch bei Minusgraden und Schneesturm in Reykjavik, die zwei Wochen im Winter waren hier zwei Wochen Frühlingsstart, den ich irgendwie verpasst habe. Die Arbeitswoche habe ich so fokussiert und konzentriert DRINNEN verbracht, vllt mal ein kurzes Ründchen um den Block mittags, aber immer mit KollegInnen, wo wir nur über Arbeit geredet haben, also auch nicht  aufs Wetter und so geguckt. Gestern habe ich an des Hübschen Schreibtisch unter dem Dach gearbeitet, da ist auch kein Fitzelchen Himmel zu sehen. Als ich da heute unterwegs war, hatte ich das Gefühl, nach einer Woche Nachtschicht auf einmal wieder Tageslicht zu sehen und als einziger so verplant zu sein.

3. Saharastaub gab ein ganz weirdes Licht.

4. Restmigräne sorgte dafür, dass zusätzlich alles off wirkte, wie durch so einen Wes Anderson Filter. Alles zu scharfgeschnitten, die Farben daneben, zu grell und gleichzeitig gelblich grün, sehr strange.

Naaaaaja. Im Zolli war es dann super, der kleine ist einfach so lustig! (Immer noch Alpträume von Q., L. und den Au-els, die in dem dunkeln, nach unten spiralisierenden Aquarium immer vorne weggerannt sind, deswegen musste der Kleine heute an der Hand gehen da drin, auch wenn er es doof fand)



Heimradeln dann zu dramatischem Sonnenuntergang und gegen Restmigränegefühl dann Bratkartoffeln, eine grosse PFanne Wirsing mit Sesamöl, Ponzu und Schwarzkümmel und dazu ein Spiegelei.

Jetzt unter der Dusche aufwärmen und die letzte Staffel "Twelve MOnkeys" weiter durchziehen, hilft ja nix (100% auf ROtten Tomatoes, was ist mit den LEuten? Das ist echt schlecht!)

Freitag, März 06, 2026

060326

 Vor 20 Jahren (und zwei Tagen) hatten wir den Jahrhundertschnee im Flachland! Ich erinnere mich noch gut.

Sonst: das Auto hat heute auch Geburtstag, 9 Jahre haben wir ihn jetzt. Den Umstieg auf Elektro bereue ich gar nicht, aber naja.

Sonst: Homeofficetag, der sehr, sehr eng gepackt war. Immerhin hatte ich mich mit dem Hübschen verabredet zu Einkaufen, Leergut wegbringen und die fehlenden Schritte halt dann so noch laufen für am späteren Nachmittag (es wurde dann doch fünf, nachdem ich ab sieben am Schreibtisch sass), sonst hätte ich den Absprung wohl nicht geschafft.

Jetzt geht der Pizzateig, ich lege noch eine Runde Trocknerwäsche zusammen, lasse eine Spülmaschinenreinigung durchlaufen, und sonst passiert heute nicht viel Naja.

Jetzt aber: Wochenende! Wir haben ein bisschen Räumen vor, eine kleine Radtour, die Plattenmuster für die Terrasse zurückbringen (ich musste eine schrubben, weil Sansa da eine Maus drauf geschlachtet hat), vllt Kuchenbacken.


Es gibt noch eine haushältliche Wunschlistenfrage:

Sie schrieben, dass Sie ein großer Fan der Powerdisk-Lösung für die Spülmaschine sind. Was genau finden Sie so großartig? 

Naja, mit der Powerdisk ist Spülmaschine einschalten ein Handgriff pro Monat und dann nur noch ein Knöpfchendruck. Ich muss nicht jedesmal Reiniger oder Tab einfüllen, sondern halt nur einmal die Disk einlegen. Das Reinigungsmittel wird auch noch korrekt für die jeweilige Verschmutzung dosiert, fertig. (Weil Sie geschrieben haben, dass Sie eine neue Spülmaschine suchen: ich bin ausserdem grosser Fan von Innenraumbeleuchtung, das ist für mich jeden Extracent (und das sind ein paar) wert.)

Donnerstag, März 05, 2026

050326 #WMDEDGT

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Aufgewacht um halb fünf, dann gemütlich weitergebachelt bis halb sechs, jedesmal, wenn ich mich umgedreht habe, von Sansa drauf hingewiesen worden, dass sie gerne hätte, wenn ich in IHRER präferierten Position schlafen würde, in der ich ihr eine gemütliche Kuschelschale bilde.


Beim Frühstück herräumen (erst für die Katzen, dann für mich) drauf hingewiesen worden, dass die Powerdiks der Spülmaschine leer ist. Passt gut, weil ich noch genau eine aus der letzten Schachtel übrig hatte und die Abo-Schachtel (6 Disks und 1 Runde Reiningungszeug für die Spülmaschine) gestern kam. Respektive natürlich NUR die Disks, die Reinigungssachen muss ich in der Apothekenpost auslösen. Nach wie vor: Riesenfan der Powerdisklösung, habe gemerkt, ich habe mir das Beschicken der Spülmaschine mit Tabs oder was auch immer total abgewöhnt und in Island mich dann gewundert, warum das Geschirr nicht gescheit sauber wird :-).


Radfahren war superst, es wird jeden Tag heller morgen.

Beim Schwimmen hatte ich eine Bahn zum Teil allein, zum Teil mit einer anderen Person, aber wir kamen gut aneinander vorbei. Ich hatte gestern meinen Knochenkopfhörer mit neuen TrueCrime Folgen aus der Audiothek aufgeladen und war gespannt, was als erstes abgespielt werden würde (“Bauer Rudi wurde anders als gestanden nicht von seiner Familie zerstückelt und an die Hunde verfüttert”, oke). Ich habe mich trotzdem irgendwie verzählt und bin dann eher 44 als 40 Bahnen geschwommen, aber gut.

Es hat trotzdem noch für meinen Lieblingsplatz gereicht.

Beim Teemachen dann von einem mir Unbekannten angesprochen worden: "Bist du die Frau vom C.?" Und das ist in meiner Altersklasse ja eine trick question, deshalb habe ich mit "Von EINEM C. weiss nicht, ob von DEM" geantwortet. Stellte sich heraus: ein ehemaliger SPortkollege vom Hübschen (schon WIEDER!), der sich bei beiden unseren Arbeitgebern beworben hat und jetzt bei mir und auch in meiner (weiteren) Abteilung gelandet ist. Praktisch, wenn man so einen einzigartigen Nachnamen hat, dann ist das sehr einfach, gefunden zu werden.


Heute dann endlich das Gefühl gehabt, den angesammelten und neuen Themen langsam Herr zu werden, das ist gut.


Mittagessen (Lauchquiche und zwei Salate und eine Banane für Später) und dann Ründchen mit Coffee to go mit meinem ehemaligen Flu-Crew-Mitstreiter, der mein Jöbli übernommen hat. Ach guck, vermiss ich gar nicht (also: die Zusammenarbeit mit ihm scon, aber das Jöbli. Und, ehrlich gesagt, auch die Grippethemen. 10+ Jahre sind genug.)

Eigentlich wollte ich das nutzen, um bei der Apotheke Ersatzmigränetabletten für meinen Arbeitsrucksack abzuholen, aber das habe ich vergessen. Genau wie “KAffeebecher gleich auf dem Weg nach oben abgeben”. Als ich ersteres bemerkte, bekam ich grad einen Hauch Kopfweh, aber konnte mir den grösstenteils ausreden.


Wildes Erledigungszeug, dann ein paar Meetings und am Nachmittag vor dem letzten Teammeeting fix eingeplant: heimradeln und, haben Sie ihn auch so vermisst wie ich?, den Gemüsekorb abholen. Ab heute gibt es wieder wöchentlich, ausserdem kriege ich einen grossen diesmal, weil wir den letzten wegen Ferien abgesagt hatten. Musste auf dem Lieferzettel extra überprüfen, wieviele Eier :-).


Eichblattsalat, DREIMAL EIER!, Karotten, Mangold, Feldsalat, Wirsing, Rote Bete, Radicchio, Zuckerhut, Chinakohl, Radieschen, Kartoffeln, Zwiebeln, Blaukraut, Kürbis. Holla!

Auf der Schweizer Seite dann prompt von einer Fussstreife der Grenzwache angehalten worden (was geht?!) und ausgefragt worden. Sie wollten dann aber weder den Korb filzen noch meine Wechselklamotten oder Schwimmsachen anschauen. Fast ein bisschen schad.


Daheim dann: Group Meeting, dann eine Stunde Pause respektive Abendessen machen und essen, bevor es für die Hälfte der Familie ins Pfadihaus ging, L. zum “roten Faden planen”, ich zum Elternrathock (ich plane, meine Exitstrategie langsam zu starten)


Uff. Morgen Homeoffice mit einem grossen Block an “jetzt aber wirklcih fertig machen”-Themen, einem verschobenen Meeting und, a first seit über einem Jahr: KEINEM Physiotermin, weil ich fertig und wieder ganz bin. Yay.


Mit dem Hübschen schaue ich vor dem Schlafengehen noch eine Folge “Twelve Monkeys”, es hat sich ein bisschen arg totgelaufen, aber die letzte Staffel schaffen wir jetzt auch noch.




Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Mittwoch, März 04, 2026

040326

Ich hatte ja vor den Ferien so ultraschlecht geschlafen und dann in Island war alles super und ... was soll ich sagen: schade, schade, wir müssen doch deswegen nicht umziehen: trotz ordentlischSchlafen: endlich erholsam, auch wenn wach ab halb fünf, Stresslevel von NEUN!!!

Beim Schwimmen heute: wunderbarstens, heute (keine Kurse) realisiert, dass die guten Vorsatz-Schwimmer aufgegeben haben. Anstatt mich mit zwei oder drei anderen Leuten auf einer Bahn zu knübeln, hatte ich heute 40 himmlische Bahnen eine ganz für mich allein und konnte so auch Rücken und Brust abwechseln (Bei Rücken schwimme ich nicht besonders gerade, d.h. ich mache das nur, wenn ich bis Bahnende frei hab und dotze dann zwischen Bahnenwurst und Rand hin und her). Bisschen doof, aber ok: meine Podcastvorräte auf dem Knochenkopfhörer waren nach 12 Bahnen durchgehört. Habe ich also 38 (plus 2 oder 4, bin mir nicht ganz sicher) OHNE Extraunterhaltung und Ablenkung machen "müssen" und es ging auch. Morgen gibt es frischen Stoff.

Dann: grosse Verwirrung, weil ich aus dem Radkeller statt auf den Bummellift auf den Speedlift gebucht wurde. Der fährt bis zum Umsteigestockwert (17.) durch und dann kriegt man eine Verbindung für weiter angezeigt. Ein Stockwerk bergab fahre ich aber natürlich nicht, sondern laufe. Kam dabei aber an einer anderen Treppe /Seite des Gangs raus, als sonst, das habe ich aber erst realisiert, als ich meinem Standardbewegungsmuster folgend auf der gegenüberliegenden Turmseite zu sonst rauskam. Dementsprechend habe ich meine Routine geändert und nicht erst meine Jacke und Rucksack an meinem Lieblingsplatz abgelegt und DANN mein Bürokistchen abgeholt, sondern eben erst das Kistchen geholt. Und dabei bin ich einem Kollegen (den ich vorher schon beim Schwimmen gesehen hatte, aber ungeschriebenes Gesetz: in der Schwimmhalle wird geschwommen und nicht über die Arbeit geredet) in die Hände gelaufen, der mich direkt für ein 15min Speedupdating von zwei oder drei Themen verhaftet hat. Und dann.... man glaubt es nicht, waren ALLE Plätze in meinem Lieblingsbereich schon besetzt. (8:10h) . Ich hatte noch die freie Wahl im restlichen Stockwerk, auch auf meiner Lieblingsseite, aber um 9:15h war alles rappelvoll und das an einem Mittwoch, der tendenziell leerer ist. Es ist jetzt in der Organisation angekommen, dass wir einfach zu viele für die beiden Stockwerke sind, die uns "gehören", ich bin gespannt, was passiert.

Apropos Lieblingsseite: es ist wieder soweit: noch vor dem Mittagessen ist es so heiss dort, dass ich am liebsten nur T-Shirt und Flatterrock und Flipflops tragen würde....

Tag war super dicht gepackt, aber mit spannenden Sachen. Ich rede mir selber gut zu, dass es ok ist, mich diese Woche "overwhelmed" von allem zu fühlen, schliesslich arbeite ich zwei Wochen hinterher, das wird besser. Aber: uff.

Im Laufe des Nachmittags imemr krassere Kopfschmerzen bekommen, leider weder Migränetabletten (oder auch nur Ibu) dabei gehabt, aber halt auch nicht realisiert, dass ich ja was dagegen tun könnte ausser "Ach, scheisse" zu denken und auf frische Luft beim Heimradeln zu hoffen. Schlauer werde ich durch Kopfweh definitiv nicht. (Ich hätte nämlich bei der Apotheke ein paar MInuten weit weg noch ein Dauerrezept für Migränemittel liegen, da hätte ich nur hinlaufen müssen. Vllt wäre es durch die frische Luft sogar besser geworden). So hatte ich daheim angekommen das Gefühl, meine beiden Augäpfel würden jeden Moment platzen und mir war richtig übel. Eine Triptantablette, eine Ibu und 30 Minuten später: alles tutti. Uff.

Zu Abend mein aktuelles Go-To-Comfort-Food, wenn es schnell gehen muss und was sicher leckeres sein soll: Miso-Cacio-e-Pepe mit Edamame. So geil!


Jetzt: Kopfhörer laden, Kopf ausruhen.


Dienstag, März 03, 2026

030326

 Unrund lief es heute in manchen Sachen. Zuerst im Waschmaschineprogrammieren für heute: eigentlich hatte ich mir das gestern sehr schön ausgerechnet (mit Fingern und so), auf wieviele Stunden ich das vorprogrammieren muss, damit es um 5 Uhr abends fertig ist und jetzt, wo ich das so aufschreibe, wird mir auch der Rechenfehler klar: kurz vor zwei hat die Maschine nämlich angefangen. In der Nacht. Naaaaaja. Ich sag mal so, es spricht für meinen guten Schlaf, dass ich das erst um halb fünf gemerkt habe und dann verschämt die Badtür geschlossen habe. Der Hübsche hat es schon um zwei gemerkt und "einen Teufel werde ich tun und dafür jetzt aufstehen" sich dann halt geärgert. Naaaaaja. Ich habe dann heute morgen alles in den Trockner geladen und den vorprogrammiert und war richtig angetan, als alles schön trocken war, als ich heute heimkam. Vom Hübschen habe ich gehört, dass ich das auch irgendwie falsch gemacht habe im Hinblick auf die Sonnen- und Batteriesituation. Naja.

Dann: Schwimmen: super. Ich hatte auf den letzten 10 Bahnen immer wieder leichte Krampfanflüge in beiden Füssen, aber es tut insgesamt so, so, so, so gut!

Der Arbeitstag selber dann irre dicht und eng gepackt. Ich arbeite dran, nicht durchzudrehen, weil ich das Gefühl habe, keinem Projekt angemessen gerecht zu werden und alles ist superdringend, weil: das ist imemr so nach den Ferien, das wird auch wieder. Beim abendlichen Kontrollieren der ToDo-Liste, auf die ich alle "ups, das auch noch"-Gedankenblitze notiert habe, gemerkt, dass ich nicht nur neues eingetragen habe, sondern auch viel davon streichen konnte, weil erledigt.

Mittagessen der nächste unrunde Teil (ich habe die Geschichte grad beim Abendessen den Jungs erzählt und sie war nicht so lustig, wie es sich währenddessen angefühlt hat): ich war mit einem Kollegen verabredet, wir hatten den Termin am Vormittag noch eine Viertelstunde nach hinten geschoben, den Treffpunkt genau definiert, dann war ich da nur ein paar Minuten zu spät wegen Mittagsliftstau, hatte ihm aber BEscheid gesagt. Wartete 5 Minuten, niemand. Alles kontrolliert und als ich gerade ein "?!" schicken wollte, kam von ihm: Ups, bin schon zur Kantine gelaufen, warte da auf dich.

Dann: war an dem Vegistand die längste Schlange der Welt, es gab Nachschubprobleme und dann war das Essen das weirdeste der Welt: Griechicher Nudelauflauf mit Hirtensalat, soweit, so gut, keine Ahnung, Nudeln verbinde ich jetzt nicht mit Griechenland. Es waren dann diese Mininudeln, die wie Reis aussehen mit irgendeinem Bapf zusammengebatzt und mit Fetabröseln überbacken. Dazu gab es immerhin Ofengemüse satt und den Hirtensalat UND als Extrabeilage eine Riesenfladenbrot (das konnte man gegen noch einen Hirtensalat oder Obst eintauschen.), weil: Nudeln mit Brot, vllt noch Kartoffelsalat dazu?. Dann andere kleine Unbillen wie Wasserschlange, verhakte Stühle an einem grossen Tisch und dann: lag in meinen beiden Schüssel Hirtensalat unten drin ein halbeingeweichtes Stück Brot drin. Musste da irgendwie Brot weg?! Dann wurde ich noch beim Geschirrwegbringen belehrt, dass ich das Porzellan aufeinander stehen lassen kann (SEIT WANN?!), aber das Besteck frei zugänglich auf dem Tablett liegen muss und auf keinen Fall drüber raus ragen darf. Ich wusste noch vom Einführungstag vor 14 Jahren (Huch, vor genau 14 Jahren und drei Tagen!), dass das mit dem Tablett auf dem Förderband nahezu heilig ist und wenn man da was falsch macht, dann irgendwas, Drama und am Schluss stürzt das ganze Kantinengebäude ein. Heute, 14 Jahre später, hat mir mein Kollege erklärt, was das Geheimnis hinter dem Besteck-Zeug ist: das wird mit einem Magnet von den Tabletts geholt und wenn es irgendwo drunter klemmt, Teller oder einem anderen Tablett, dann wird das mithochgerissen und Bumm, irgendwas, Gebäude stürzt ein.

Kaffee war dann relativ uneventful, wir haben draussen in der Sonne getrunken. Ich habe die Aussicht auf einen neuen Kollegen / Teammember bekommen, den der Kollege kennt und für die Rolle empfohlen hat, und er meinte: "Ihr zwei, ihr werdet super mit einander können." und seitdem ich auf diese Weise in einer meiner neuen Kolleginnen eine neue Freundin gefunden habe, hoffe ich hier auf ähnliches. (Wie lustig, dass "der war mit mir bei xxx, da lernst du die Leute kennen" (insert den berühmten Anthroposophenhaufen) nach einem erste schockierten Blick genau richtig einsortiert wird. Er hat mir von seiner Zeit dort erzählt und meine Güte, die sind einfach von einem anderen Planeten.)

Nachmittag dann wieder superdicht, nach dem letzten Meeting noch ein ungeplantes langes Gespräch mit meinem Chef, Heimradeln im warmen Sonnenuntergang, keiner daheim, weil alle schon wieder weg. Ich räume den Trockner aus (denke noch, dass ich alles richtig gemacht habe), bereite Abendessen vor (viel Salat mit frischem Brot und Käse/Wurst), irgendwann trickeln alle ein und ich freue mich sehr.

Ach ja: die Gartenofferte kommt und der Preis schockiert nicht. Er hat nur als Bepflanzugsoption unter anderem Hortensien vorgeschlagen und sorry, aber Hortensien sind die blödesten Blumen. Ich kann alles haben, nur keine Hortensien. Aber ich muss ihm das gar nicht sagen, weil wir einfach die Obstspaliervariante nehmen werden.

Und: ich habe den Englischlehrer von L. nach Notfallplänen und Alternativszenarien für die New Yorksstudienreise im Herbst gefragt. Mal sehen (Hauptsächlich will ich bestätigt haben, dass die Termine stehen, bevor ich unseren eigenen Herbsturlaub buche.) 

(All das eh total banal, aber noch mehr, wenn man von einer exiliranischen Freundin mitbekommt, wie es ihr gerade geht)

Montag, März 02, 2026

020326

 Tagesbeobachtungen:

Wie immer ist das erste Aufstehen nach dem Urlaubn gar nicht schlimm, das kommt erst mit der Zeit, die Übermüdung. (Lustiger Traum heute: ich habe im Traum geschlafen, bin aufgewacht, merkte, dass ich untypischerweise auf dem Rücken lag und eine Katze eingerollt auf meinen Beinen. Ich konnte sie nicht sofort identifizieren, es war dann ein langhaariger Baktus (kein Wunder, dass ich mit einer INfluencerkatze aus Reykjavik bei mir im Bett nicht direkt gerechnet habe). Dann bin ich wirklich aufgewacht, habe gemerkt, dass ich untypischerweise auf dem Rücken lag und eine Katze eingerollt auf meinen Beinen. War dann aber nicht Baktus, sondern Sansa, die Welt ist in Ordnung, bis auf ein paar Inception-Anklänge.

Es hat sich herausgestellt, dass ich nicht aus Unlust oder vorausahnender Überarbeitung oder so gestern ein bisschen schlecht drauf war und Migräne hatte und Bauchweh (und +1kg mehr als sonst), sondern  yay, weiblicher Zyklus ist halt schon eine Scheisse. Ich merke jetzt, dass (wie Bayer das auch kommuniziert), die Verlängerung der Nutzdauer der Mirena NUR auf die Empfängnisverhütung bezieht, nicht auf andere Label Claims wie superstarke Periode oder Teil der Hormonersatztherapie. Ich merke meinen Zyklus deutlich (naja, wenn ich dran denken würde), noch nicht mit den ekelhaften Sauerei-Auswirkungen (ich sags, wie ich es empfinde. Ich fühle da keine weibliche Kraft oder was auch immer), und feiere nachträglich noch mehr, was diese Methode mir die letzten 16 Jahre an Unbill erspart hat.

Es ist morgens schon ... fast hell! Als ich über die Kraftwerksbrücke radelte, sah ich deutlich einen Schimmer Sonnenaufgang am Horizont (auf der anderen Seite einen RIESENvollmond, aber mein Handy war im Rucksack in der Radtasche, dementsprechend zu weit weg fr ein schnelles Foto). Der Weg kam mir dann so verändert vor (so viele Bäume, so viele neue Sachen!), aber ich kam zu dem Schluss: ich sehe halt einfach mehr als nur den Lichtkegel meiner Radlampe!

Auf dem Rückweg dann, obwohl spät, weil "Please prioritize: Department Meeting" angesetzt wurde, was nie gut ist, aber hey, diesmal nicht unsere Gruppe betroffen, auch noch hell und dabei ein paar Skurrilitäten entdeckt:

  • Ein Auto mit einem sehr grossen "Russland"-Aufkleber auf der Rückscheibe, in Form einer Zarenmatroschka. Oke?
  • Und ein Verkaufsplakat, sehr gross ausgedruckt, für ein "Reinhaus". Für wenn man mal genug hat von Putzen, nehme ich an.
Temperaturtechnisch hatte ich ein bisschen arg optimistisch geschätzt, als ich alle Wintersachen nach dem Waschen nach Island in die Kisten verräumt habe und dachte, 3 Grad ÜBER NULL, das ist ja praktsich warm. An den Ohren war das gar nicht warm und so habe ich in der Kiste in der Garderobe gesucht und immerhin einen Schlauchschal in Kindergrösse (also: Kinder normaler Grösse, nicht meine Kinder, die ja grössentechnisch mehr als erwachsen sind) und allen Starterpokemons drauf. Macht auch warm.

Mittagsründchen mit einem Kollegen mit To-Go-Kaffee dann bei T-Shirt-Temperaturen, das war schon auch schön!

Ah, Schwimmen: ich war etwas aus der Übung, so ablauftechnisch. Als erstes habe ich meine Knochenkopfhörer in der Kabine liegen lassen, musste also nach dem Duschen nochmal zurück laufen. Dann habe ich vergessen, meine Schwimmbrille aufzusetzen, das habe ich erst gemerkt, als ich mich zur ersten Bahn abgestossen habe, Kopf unter Wasser. Meine Güte. Aber dann: lief es. (Bisschen schade, dass ich jetzt weiss, wieviel schöner das im Freien und im Winter und in Island halt ist. Naaaaaaaja.)

Der Arbeitstag war so dicht gepackt, dass ich praktisch nicht zum durchschnaufen kam, aber gut, ist halt so. Wird. (Und: macht mir doch immer noch sehr Spass, da war ich gestern in meinem Doom and Gloom tatsächlich ein bisschen besorgt).

Apropos Doom and Gloom: Habe alle Karten für die Exkollegen, die im Rahmen der Reorg keinen neuen Job gefunden haben (sei es, weil sie nicht gesucht haben oder nicht genommen wurden), unterschrieben respektive mit persönlichen Grüssen versehen. Das war für manche (die mit Freuden eine Frühpensionierung gestartet haben oder das Paket für eine Jobsuche woanders, weil sie schon länger weg wollten, nutzen) leicht, für andere, die wirklich verzweifelt erfolglos gesucht haben und suchen, nicht so. Habe nochmal nachgerechnet: global gesehen ist ungefähr die Hälfte intern wieder untergekommen, aber "this is not a downsizing exercise". Oke. (ja, ich weiss...) Ich stand da also mit einem anderen Kollegen, der zeitgleich denselben Entschluss hatte und wir haben uns gemeinsam einen abgebrochen, die passenden Worte zu finden. (so viele, dass ich, weil handschriftlich nicht mehr gewohnt, vor fertig schon einen Krampf in der Hand hatte). Sehr schöne Idee: alle bekommen die gleiche Karte, vorne drauf mit Bildern aus den gemeinsamen Jahren. Wie kann es aber sein, dass ich auch so vielen Bildern drauf bin und IMMER in irgendeiner Quatschpose (wann genau habe ich ein Bild mit einer halb-piratenhaft getragenen Schlafbrille vor einem "Three Pillars of keine Ahnung was"-Plakat gemacht? Und warum?!

Compensation Dings: Heute das Lohn/Bonusgespräch mit meinem Chef gehabt, uff, ich hatte einige Details meines neuen Arbeitsvertrags vergessen, das war eine sehr, sehr positive Überraschung (also: vom finanziellen Outcome her, aber auch von der Cringeness. Bisher fand ich das jedes einzelne Mal total unangenehm und peinlich, auf einmal so gefühlig, und jetzt: angesetzt auf 15 Minuten, davon waren dann noch ein paar Minuten "Das ist das neue mit dem Vertrag"-Erklären, ohne grosses Rechtfertigen und was auch immer, zack, hier, danke, danke auch fertig. Habe ich schon gesagt, wie happy ich mit meinem Chef bin? Und: Disclaimer: nach fast 25 Jahren Leben in Grosskonzernen weiss ich immer noch nicht, wann genau man jetzt diese berühmten Gehaltsverhandlungen führen oder anstossen soll. Klar, wenn es um einen Jobwechsel / Vertragsunterzeichnung geht, da könnte man vermutlich verhandeln. Aber die normale jährliche Lohnrunde? Wenn es um die Zielerfüllung / den Performance Review geht: klar, dann kann man seine Perspektive kundtun und auch dokumentieren. Aber wenn es dann drum geht, was dann der Outcome ist und was das finanziell bedeutet, da ist das längstens durch alle Instanzen abgesegnet, kalibriert, das Budget ausgeglichen und fixfertig in Stein gemeisselt, da ist nix mehr mit verhandeln. Was ich schon zwei oder dreimal gemacht habe übrigens, war eine Funktionsstufenerhöhung  anzustossen oder für mich zu "fordern". Das ist JEDESMAL darin geendet, dass es entweder vergessen wurde, nicht ernst genommen wurde, meine schriftlichen Erläuterungen "ah ja, stimmt" irgendwo abgelegt wurden und dann entweder der Chef gefeuert wurde, die Abteilung aufgelöst wurde oder ich einfach woanders hingegangen bin und auch schon mal Funktionsstufen übersprungen habe. Aber Gehaltsverhandlungen? Keine Ahnung, wann das passieren sollte. Und nein, ich beschwere mich nicht :-), ich verhandle eh nicht gern)

Jetzt: Feierabend und statt Steuererklärung dann doch "Knights of the Seven Kingdoms" Staffelfinale, weil des Hübschen Arbeitgeber IMMER noch keinen Lohnausweis parat hat, nicht dass ich da Buch führen würde, aber da haben wir schon ein paar Misses die letzten Jahre.