190326
Ruckeliger Start in den Tag: gestern abend ist mir ja noch der Gepäckträgergummi gerissen, heute ist Gemüsekorbtag, also habe ich mir zwei Spanngurte aus dem Auto geholt, um die ad interim zu nutzen, bevor das Rad im April gefullserviced wird. Als ich heute also die Radtaschen mit Schwimmzeug belud und dann den Korb mitden Spanngurten befestigen wollte, merkte ich, dass das Rad irgendwie total kippelig war, ich war erstmal grundgenervt, das mit den Spanngurten ging auch nicht super, aber erst als ich aufsteigen wollte, merkte ich: der Hinterreifen ist total platt. Orrrrrr!
Dann wurde es ein bisschen spannend zu sehen, wie mein Hirn in solchen Situationen funktioniert (oder halt auch nicht): die beste Lösung ist eh von Anfang an klar (in dem Fall: mit dem Shuttle zur Arbeit, kein Schwimmen, Gemüsekorb mittags zu Fuss holen, Rad morgen zum Schrauber bringen, der Reifen, Sattel und vllt den Gepäckträgergummi auch VOR dem grossen Service direkt einschieben kann). Aber ich bin immer nicht so schnell bereit zu akzeptieren, dass das halt jetzt so ist (und ich nicht schwimmen kann). Also habe ich erst angefangen, meine Radtaschen an das danebenstehende Biobike zu klemmen und dachte: "Ja, wird sackanstrengend, besonders das spät heimradeln dann, ob der Korb mit dem Klemmgepäckträger hält, ist auch fraglich, naja.". Aber erst ein Griff an die Reifen, die eher semigut aufgepumpt waren und der Gedanke an "Ups, geht das Licht eigentlich?" liss mich dann doch Vernunft annehmen. Daheim überprüfte ich noch, ob es einen Tagesparkplatz für heute gäbe (damit hätte ich Schwimmen retten und den Gemüsekorb durch die Gegend schleppen verhindern können), aber die noch verfügbaren Parkplätze sind so weit vom Büro entfernt wie der Gemüsekorb, ich werde auch ohne Schwimmen den Tag überstehen.)
Also: Schwimm- und Radklamotten ausziehen, Bürokleider an, ausserdem Körperpflege incl Skincare und Schminken, was ja sonst NACH dem Schwimmen stattfindet, dem Hübschen Bescheid sagen, die Kinder durch Anwesenheit überraschen und dann ab zum Shuttle. (Positiver Nebeneffekt: ich kann heute mal einen Mantel anziehen, der wirklich zum Outfit passt. Sonst habe ich halt immer meine Reflektorjacke an und für draussensachen am Arbeitstag einen default-Mantel, der schon ok zu allem passt, im Büro. Und: ich habe mein neues Parfum aufgelegt, das ich halt im grossen, teuren Flakon sonst auch nicht im Schwimmsack hin und her juckeln will jeden Tag.)
Gnaaaaaah. Aber: ich werde genauso früh im Büro sein wie nach dem Schwimmen, halt nur etwas unausgeglichener. Und: wie gut, dass ich es daheim noch gemerkt habe UND dass ich gestern noch heimgekommen bin. Schieben bei dem krassen Wind wäre auch richtig doof gewesen.
Ungewohnt, mit trockenen Haaren und keinem leichten Chlor-Wiff den Bürotag zu starten :-)
Der Vormittag ist meetingfrei, ich kann mich mit meinem Chef direkt austauschen für ein paar dringende Themen (immer noch grosser Fan!), und sonst konzentriert Sachen fertigmachen, die ich lang schieben musste und die mich lang gestresst haben (ich lerne langsam, dieses Gestresstsein auch als das, was es auch ist, zu sehen: Arbeit im Hinterkopf daran. Sobald ich dann dazu komme, geht es nämlich recht flott und zügig. Meistens).
Statt Mittagessen hole ich mir ein Sandwich (untypisch für unsere Gatronomie ist die Vegiauswahl dafür in der Cafeteria echt überschaubar.) mit Gorgonzola und Zucchini. Joah, kann man auch lassen... und dazu ein Osterflädli. Kleiner Fashback zu der Bäckerei Krebs, in der wir in unserer Basler Zeit vor und mit dem winzigen Q Samstagssemmeln und eben immer mal wieder ein Osterflädli geholt haben. Ich habe nie wieder so gute gegessen wie dort. Leider hat die Bäckerei irgendwann in den letzten paar Jahren geschlossen (und ich war eh lang nicht mehr da). Weil: wegen kein Rad kann ich nicht auf dem Heimweg den Gemüsekorb abholen, ich habe Meetings bis 18h und der letzte Shuttle geht um 18:15 (danach müsste ich mit dem richtigen ÖV heimfahren, d.h. Gemüsekorb etwa eine Stunde durch Bustrambahnhofsbahnbusfussweg schleppen, das will ich nicht), also muss ich den Korb vorher holen. Ich habe heute eh keine Lunchverabredung, also gehe ich mit Hörbuch auf den Ohren die 20 Minuten hin und dann wieder zurück (ordentlich bepackt). Um dumme Sprüche zu vermeiden parke ich den Korb im Lockerraum im Keller und hoffe, dass mir keine meiner Mitbenutzerinnen Salat oder DIE EIER klaut.
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| Auf dem Weg durch den Park: frisch gemähtes Gras und endlich mal wieder die Kunst, die da hingehört (incl Nana) und nicht irgendwelche creepy Fusspenisse) |
Dann: Back to back Meetings (und zwar herausfordernde) von 13h bis 18h. Uff. (Immerhin das Ziel erreicht, dass ich in jedem Meeting einmal jemanden zum Lachen bringe. Die Schwierigste war die chinesischstämmige IT-Kollegin aus San Francisco, da hatte ich auch nur 20 MInuten. Dafür selber in einem Meeting buchstäblich Tränen gelacht zusammen mit einem anderen Kollegen. Wir haben die Liste der in Frage kommenden Tradenames eines meiner Launchprodukte bekommen. Das war beim letzten schon richtig lustig, aber diesmal noch mehr. Ich meine, es gibt da eine richtige Wissenschaft, es soll was mit dem INN Namen, dem Mode of action, der Indikation, den Produktspezifitäten zu tun haben, man muss es sich merken können, es darf in keiner Region der Welt irgendwie doof konnotiert sein, man soll es nicht verwechseln, man muss es in Arztschrift gut identifizieren können, blablabla. Und dann kommt immer noch ein Vorschlag raus, der, wenn man es nur ein bisschen schlampig ausspricht oder nicht gut hinhört wie "Hundefurz" klingt. Naja. Wirds wohl nicht, aber es war auf der TopTen Liste. Mal sehen, ob Sie sich alle das noch merken können, wenn das Produkt dann wirklich auf den Markt kommt).
Dann: sehr püntklich das letzte Meeting verlassen, Gemüsekorb (mit allen Eiern) aus dem Lockerraum holen, durch den Park zur Bushaltestelle schleppen
warten
busfahren
heimtragen lassen
Ausbreiten
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| Asiasalatmix, Lauch, Kresse, Kürbis, Eisbergsalat, irgendein roter krisseliger Salat, der kein Lollo Rosso ist, Karotten, Kartoffeln, Federkohl, Chicoree, DIE EIER, Schnittlauch, Radicchio, Mangold |
Salat machen
Feierabend





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