Samstag, August 13, 2022

130822 taking a

Personal Day.

Oida, wie lang sind Tage mit kleinen Kindern und wie wenig Zeit zum klardenken hat man! (Noch dazu zwei grosse Kibder, die ihr Ding machen)
Und: wie toll, Besuch zu haben!

Freitag, August 12, 2022

120822 Verjüngungskur

 Wunderheilung nach negativem PCR-Test schreitet schnell voran: heute nur noch ein bisschen Rotz und sonst alles gut. Wie gut :-)

Sonst: aufregender Tag, weil Start in ein Wochenende voller Besuch. Ich bin es gar nicht mehr gewohnt, das Haus gästetauglich (incl Zimerrochade) und v.a. kleinegästetauglich zu machen, aber es hat ganz gut geklappt. Der kleine und der winzige Gast haben sich schnell wieder an uns gewöhnt, L. ist der grosse Held (Q. ist ein bisschen verdächtig, er war beim letzten Besuch nicht dabei, er ist sehr gross, aber er kann gut vorlesen und man kann sich gut an ihn ankuscheln. Sehr unheimlich ist der Hübsche. Der winzige Gast hingegen liebt alle und hat hingebungsvoll des Hübschen Bart gekrault.)

Ich bin diesen unglaublich engen Körperkontakt bei kleiinen und ganz kleinen Kindern gar nicht mehr gewohnt (aber: das leichte Schuckeln beim Babyhalten, das kommt ganz automatisch wieder.) und die nötige volle Aufmerksamkeit jede einzelne Sekunde. 

Mal sehen, ob die spontan angedachte Erweiterung der althergebrachten Brettspielrunde um unsere zwei grossen Jungs wie geplant funktioniert (wobei: sie wollen kein Brettspiel spielen, sondern "Wizard")

In diesem Sinne: müde Grüsse und ein wundervolles Wochenende. Unseres wird toll!


Donnerstag, August 11, 2022

110822 Satz mit X

 Es heisst ja heutzutage in der Stellenausschreibung (zumindest denen bei uns), dass man eine hohe "Ambiguitätstoleranz" braucht und naja, ist schon gut, dass ich keine Stelle suche (und halt auch eine irre gute Schauspielerin bin, lol), weil: wenn mich was verrückt macht, dann Unwägbarkeiten, besonders, wenn man den Outcome halt nicht beeinflussen kann.

Aktuell: mein Halsweh /Matschigkeitsgefühl. Es wäre ja sehr schön gewesen, heute wundergeheilt aufzuwachen. Auch ok, richtig krank aufzuwachen. Aber nein, es war so mittelmatschig. Auch das wäre mir an sich egal gewesen, wenn wir nicht eben Besuchspläne fürs Wochenende hätten, die wegen Corona eh mehr als überfällig sind UND wegen Corona auch schon um 2 Wochen verschoben wurden.

Alle 3 Selbsttests seit gestern waren negativ, aber eben: Halsweh, Ohrenweh, Haareweh, dazu das Lippenherpes, das ich immer bekomme, wenn mein Immunsystem mit was anderem beschäftigt ist...

Ich bin dann mal heute vorschriftsmässig aus dem Büro daheimgeblieben (mir war eh nicht nach radeln, auch die Sporteinheit habe ich weggelassen) und habe dann kurzentschlossen recherchiert, wie denn die PCR-Test-Situation hier aktuell so ist. Und schau an: da hat sich was geändert. Das kantonale Testcenter ist erstens umgezogen, zieht zweitens am Wochenende nochmal um, drittens braucht man auch mit Symptomen einen gebuchten Slot und viertens bekommt man mit Symptomen immer noch einen kostenlosen PCR-Test. Und fünfstens hatte ich meetingfrei und bekam einen Slot sofort.

Ich bin ja direkt "froh", dass wir im März (?), als L. symtpomlos positiv war, nochmal in dem Riesentestcenter "Feldreben" waren, das war wie in einem dystopischen Sciencefictionfilm, riesige Industriehallen, Wartezonen, Security in Kleiderschrankgrösse, Millionen Menschen, alles hustet, schnieft, ist edgy. Heute: im EG eines leerstehenden Bürogebäudes, es gibt 4 Testkabinen, als ich 8 min vor Beginn meines Testfensters komme, sind drei Menschen da: einer, der meine Personalien und Angaben checkt, einer der mich einen Raum weiter in die Testkabine führt und die Testerin. 3 Minuten vor meinem Testfenster bin ich schon wieder fertig. Ausserdem wird nicht mehr Rachen UND Nase abgestrichen, sondern nur noch in der Nase und auch nur noch in einem Nasenloch und man darf wählen. Es ist auch ein anderes Labor, man braucht keine App mehr, sondern bekommt einfach eine SMS. UND auch das Auswerten geht schnell, nach nicht ganz 6h (angekündigt waren: 30) bekommen ich mein Resultat. Negativ. Mich will nicht mal Omikron. Mir soll es recht sein. Der Hals fühlt sich auch schon gleich viel besser an.

Sonst so: Arbeit, heiss, Kopfschütteln über verschiedenes im Internet (ich sags mal so: der allgemeine Tenor scheint ja zu sein: Wenn man Leute aus dem Internet trifft, dann ist das, als hätte man sich ewig schon gekannt, man ist sofort beste Freunde für immer und aaaaaaaw! Das gibt es durchaus und das ist wunderbar und ich habe tatsächlich sehr gute Freunde im Internet gefunden. Aber: es gibt es durchaus auch, dass man Leute aus dem Internet in real trifft und denkt: Ups. Ok. What? Und das, was man im geschriebenen Kontext vllt als schrullig oder edgy Markenzeichen oder "jaja, das meint der/die bestimmt nicht so, wie mir das jetzt aufstösst" hinnahm, ist in real potenziert und überhaupt nicht schrullig oder lustig, sondern einfach nur unerträglich und man möchte einfach nur weg und diese Menschen nie wieder sehen. Und es gibt auch die Fälle, da mag man sich virtuell sehr gern, sogar lang, man trifft sich auch und es klappt, aber irgendwann... kippt es und man entdeckt Seiten an den Menschen, die man vorher nicht gesehen hat oder nicht sehen wollte, und dann möchte man mit diesen Menschen auch nie wieder was zu tun haben. Also: man = ich. Und nein, ich werde Ihnen jetzt nicht sagen, wen ich mit welcher Klassifizierung meine. Wenn wir uns schon getroffen haben und Sie in irgendeiner Weise unsicher sind, ob ich Sie vllt mit Gruppe 2 oder 3 meine, dann meine ich Sie nicht. Wenn ich nichts mit Ihnen zu tun haben möchte, dann wissen Sie das. Und: ich bin heute durch Zufall auf jemanden gestossen, den ich (Gruppe 3) vor einiger Zeit für mich gestrichen habe und haha, das war sehr gut. Was es für unangenehme Menschen gibt....)

Jetzt freue ich mich sehr, dass unsere Pläne fürs Wochenenden stattfinden können (ich muss noch ein bisschen Geschenke einpacken, Zimmer umsortieren, Einkaufsliste schreiben)!


Gegessen:

Honigbrot

Salat mit Bratkäse (panierter Gruyere, gar nicht mal so lecker)

therapeutisches kleines Eis

Gyozas mit Salat, denke ich.


Gesehen: Lost, For all mankind

Gelesen "Mutterherz"

Mittwoch, August 10, 2022

100822 Kritzikratzi

Ein weiterer Halbferientag (L. fuhr mit dem Rad in die Schule und am Nachmittag ins Schwimmbad. Angeblich war es IM Rhein wärmer als draussen. Bach-App sagt: drinnen 24.3, draussen 30.1, aber gefühlt halt, nech? ich arbeitete von daheim, der Hübsche vom Büro aus, Q. machte von daheim aus Ferien)

Sportprogramm morgens war noch super okay (der Nacken ist fast wieder gut, ganz gut geht erfahrungsgemäss ein bisschen, aber ich zucke nicht mehr zusammen und mir wird schlecht, wenn ich eine falsche Bewegung mache, die Lippe...... naja. Jetzt beginnt der hässliche UND schmerzhafte Teil, bevor dann der nur noch hässliche kommt, wo die Stellen einfach nur aufreissen und bluten. Der Abszess ist auf dem Weg der Besserung, ganz ohne eigene oder fremde OP, was natürlich super ist, aber ein bisschen auch schade, ich hätte ja schon gern gesehen, was da grusliges drin ist. Wo war ich? Ah, ja  ok, alles auf dem Weg der Besserung), aber im Lauf des Vormittags bekam ich ein erst leichtes, dann nach vielem Räuspern und in mich Reinhören vielleicht nicht mehr ganz so leichtes Halsweh und je mehr ich drüber nachdachte, desto matschiger fühlte ich mich. Coronatest (ich wusste schon fast nicht mehr, wie das geht) war blütenrein negativ, wir werden sehen. Es ist, wie es ist, doof wäre es grad jetzt halt schon, weil wir am WE eigentlich Besuch von kleiner Schwester und Family bekommen und mit der anderen kleinen Schwester feiern wollen. Ich habe am Nachmittag ein therapeutisches Eis zu mir genommen und überhaupt viel glatte kalte Getränke (ich hatte mal alle Varianten an kalt aufzugiessenden Eistee-Beuteln gekauft und es hat sich rausgestellt, dass den Kindern nur der Klassiker Schwarztee/Zitrone schmeckt, der nicht mehr erhältlich scheint. Mir schmeckt eigentlich keiner so richtig, aber weg müssen sie halt trotzdem, also.), und dann schaumamal.

Arbeit war .... interessant. Ich hatte eigentlich etwas geplant, was wegen "nicht so dringend" ewig lang hintenüber gekippt ist. Es ist immer noch nicht dringend, nur nervt es mich mittlerweile unendlich, dass das immer noch nicht erledigt ist, dass es auf meiner ganz persönlichen Agenda auf einmal dringend wurde. Aber: noch vor acht kam eine Email, die sich gewaschen hatte. Ein (leidiges) Thema, mit dem ich mich seit ...18 Monaten befasse, und wo der Ball ganz klar im "anderen Feld" liegt, und wir "Globis" hier nur unterstützen können (und das auch tun, wenn auch nicht in dem offensichtlich gewünschten Mass, nämlich einfach alles zahlen und keien Fragen stellen), wurde mal wieder hochgeholt. Wir hatten erst letzte Woche am Freitag ein Alignmentmeeting mit klaren next steps und responsibilities und action items, decision tree, tralalala, und heute wurde das auf einmal mit cc an alle Vorgesetzten des globalen Teams und den GM/FM des lokalen Teams alles ignoriert und der Tenor war: "Jajaja, toller Plan, wollen wir aber nicht machen, wir wollen einen Entscheid jetzt"

Ich habe immerhin so viel gelernt, um nicht um 8:03 an alle zu antworten, sondern tief durchzuatmen, mein Team hier zusammenzuholen, gemeinsam tief durchzuatmen und neben Rat von (es gibt tatsächlich noch 3Personen, mit denen wir das Thema noch nicht besprochen haben, ich glaube, dann haben wir ALLE) noch einem Gremium eine höfliche, aber deutliche Antwort zu formulieren. Die ruht jetzt über Nacht und dann werden wir morgen sehen, ob ich sie mit viermal in (dunkel)rot und fett identische Conclusion abschicken werde. Meine Güte, so ein Kaschperltheater. (Ein sehr schöner Satz, der heute fiel "There are only so many ways to rephrase one truth")

Sehr lustig übrigens: einer des neuen Gremiums kam mir vom Namen her sehr bekannt vor, Linkedin Suche ergab: ja, könnte sein, dass er das ist, und heute in einem Hangout konnten wir bestätigen, dass wir beide im Abstand von 2 Jahren an derselben Uni Chemie studiert haben. Er erinnert sich null an mich (ich finde: er ist ganz schön erwachsen und auch ein bisschen alt geworden), was ich fast ein bisschen persönlich nehme, weil ich glaube, aber eben nicht ganz sicher bin, dass er bei mir im Labor ein Fortgeschrittenenpraktikum (eine sogenannte "Knechtschaft") mit 1:1-Betreuung gemacht hat und hallo, ich erinnere mich an meine Asssistenten, an ALLE! (hm, wie hiess der eine in dem anderen Anorganiklehrstuhl, irgendwas mit Siliciumchemie? Und der andere bei dem doofen Organikprofessor? Oder war das ein Mädchen? Lisa?) Und ich erinnere mich auch an ihn, nur nicht mehr den vollen Zusammenhang. Wir werden das bei einem Mittagessen klären. (Erster Reflex war übrigens, in meinem Blog danach zu suchen oder in meinem Google Drive oder in Emails dazu, aber meine Google Existenz und mein Blog gibt es ja erst seit 18 Jahren und das war definitiv davor. Schade eigentlich)

Auch sehr lustig: Q. braucht/möchte einen Melkschemel haben. Das ist zumindest bei unserer Pfadiabteilung hier Brauch, dass die Leiter eigene Melkschemel, die passend zu ihrem Pfadinamen gestaltet werden, haben, die angeblich super Sitzgelegenheiten für unterwegs sind. Hier im ... naja industriell geprägten Flachland wusste ich jetzt nicht, wo es sowas gibt, aber Q. recherchierte bei den anderen Pfadis: bei der Landi (das ist sowas wie die Baywa, so Landwirtschaftsgenossenschaftsgeschäfte, es gibt dort sehr tolle Sachen). Wir sind also zu unserer Landi gefahren, ich habe einen Hibiskus als Geschenk ausgesucht udn Q. sich auf Melkschemelsuche gemacht, vergeblich. Am Infostand versuchte er dann in akzentfreiem Baseldytsch der elsässer Dame dort zu erklären, was ein Melkschemel ist. Was half, war die Artikelnummer. Und ich bin ein bisschen beruhigt, dass meine Einschätzung nicht ganz falsch ist: weder in unserer kleinen Landi noch in Landis in 50km Umkreis gibt es Melkschemel auf Vorrat, aber Globalisierung Helvetisierung sei dank: er ist bestellt und kommt spätestens in sieben Tagen.

 

Jetzt werde ich Essen machen und dann, sobald der Hübsche heimkommt, "For all mankind" weiterschauen. Wenn Sie irgendeinen Zugang zu Apple TV haben: Empfehlung von Herzen, das ist so grossartig!

Dienstag, August 09, 2022

090822 Back to office

 Gut geschlafen, obwohl mein Nacken immer noch nicht gut ist, aber halt schon besser.

Ganz sind wir noch nicht im Alltag zurück, aber wir nähern uns. Und so läutete für 2 heute der Wecker um 6, für einen um 6:30 und einer um 8 (um parat zu sein, wenn die Putzhilfe auftaucht).

Es rüttelt sich noch ein bisschen zurecht, wer wie was wo, aber das ist ja der Vorteil von 2+ Jahren Pandemie und Jobs, die man halt nicht zu einer bestimmten Zeit von einem bestimmten Ort machen muss und eier daruas resultierenden aktuellen bissche Wischiwaschi-Situation. Ich bin ein bisschen später losgefahren als sonst, dafür auch noch ein bisschen eine andere Strecke gefahren, weil ich auf dem Werksareal noch was abgeben musste. Ich mag die Strecke auf der deutschen Seite über die Felder eh viel lieber und (habe ich es schon oft genug erwähnt?) freue mich wie ein Schnitzel auf den Umzug Ende Jahr. Traurig: Einzeln stehende grosse Obstbäume auf dm Weg haben oft grosse "Stücke" aus den Kronen abgebrochen, auf den letzte Metern bin ich dann an der gestern aus genau dem Grund gefällten über 140 Jahre alten Silberlinde vorbeigefahren. Es ist schon eine ordentliche kognitive Dissonanz, auf der einen Seite eintreffende Endzeitszenarien, auf der anderen Seite kurzfristiger Genuss wie perfekte Radlbedingungen und naja, was hilfts, wenn ich nur das Ende der Welt beklage?

Im Büro ist alles wie immer, alle KollegInnen aus meinem direkten Team, die in Basel basiert sind, waren heute vor Ort, das hatten wir schon lang nicht mehr.

Ich hatte mir heute morgen einen recht grossen Zeitblock für Recherche im Archiv (elektronisch) reserviert, weil das besser geht in der direkten Netzwerkverbindung. Ich mache sowas ja sehr gern und habe es heute wirklich genossen, mich in das eine oder andere rabbit hole zu vergraben. Gottseidank gab es das Mittagessen (nachdem ich die dröflzigste Studie zu "Stability in caramel syrup" und andere Leckereien ausgegraben hatte, erstaunlicherweise war immer alles süss. Es gab nix zu "Stability in mashed ketchup" oder sriracha oder BBQ-Sauce), das nahm ich als Cutoff. Ich habe zwar nicht das gefunden, was gefragt war (von dem ich mir auch ziemlich sicher war, dass es das nicht gibt, aus sehr guten Gründen), aber eben viel drumrum und daraus nicht nur eine wunderbare Rationale für "Hamma ned" gebaut, sondern auch echt viel gelernt.

Mittagessen mit lauter Kollegen draussen im Innenhof, mit einer kleinen skurrilen Begebenheit. Während ich gerade das letzte Salatblatt faltete, kam jemand an, den ich literally noch nie gesehen habe, meinte "Hey, Frau Brüllen, wie gehts?". Ich schielte nach dem Badge, aber nix zu wollen. Nachdem er mich ganz offensichtlich kannte und meinte, spielte ich die sichere Karte mit "Alles klar soweit, und selber?" und dann kam raus, dass er ein Kollege ist, mit dem ich bisher nur gemailt habe (das letzte Mal übrigens 10 Minuten vor dem Mittagessen und dessen Profilbild ... naja, ich habe mir zu dem Kopf in dem kleinen Kreis eigentlich überhaupt keinen Körper vorgestellt und wen dann einen anderen. Und auch eine andere Stimme. Immer wieder ein Hoch auf den Hübschen, der mir mein Profilbild gemacht hat und ich werde allein deshalb meine Frisur nie wieder ändern können und auch nie irgendwo ungeschminkt auftauchen.

Zwischen zwei Meetings bin ich in der Knallhitze heimgeradelt, zwischendrin musste ich anhalten, weil ein Anruf kam. Upsi, der Fassadenmaler, mit dem wir vor .... ich schätze mal 4-5 Wochen verblieben sind, dass wir "bald" einen Termin bekommen und er sich noch mit einem Kostenvoranschlag und Detailplanung melden würde, war dran. Er hat bei uns geläutet, Q. erwischt und der hat ... naja, ein Kind seiner Eltern, gemeint "Wir möchten keine Fassadenreinigung, danke." und ihm viel Spass gewünscht, als er meinte, er würde wohl am besten seine Eltern anrufen, weil wir ja was abgemacht hätten. Naja. "Bald" ist wohl "in ein paar Tagen" und Kostenvoranschlag "so wie wir gesagt haben" (was haben wir gesagt?). Wir werden das wohl heute abend nochmal besprechen :-) und eigentlich bin ich froh, dass Q. eher reserviert reagiert hat (der süffisante Unterton ist ihm jetzt sehr peinlich).

Das Abendmeeting fiel mir heute schwerer als letzte Woche, vllt/hoffentlich weil halt alles drumrum mehr ist (Kinder wieder da, Schulstart, Maler, tralalala) und ausserdem ist es halt heiss. Und das Meeting ist immer komplex und heute mal wieder besonders zäh....

Aber: Kinder im Haus heisst auch: sie bereiten Abendessen vor :-) Und iPad-Klasse und BYOD-Klasse heisst: es gibt zum Schulanfang praktisch keine Schulbücher zum Einbinden. 

Gegessen:

Honigbrot und Milchkaffee

Auberginengratin mit Feta und Tomatensosse, Bohnen, grünen Salat und eine Nektarine

ein kleines Ahoibrause-Eis für die Motivation

Flammkuchen


Gesehen:

"Lost"


Gelesen: "Mutterherz"


(Und für morgen habe ich was skurriles auf dem Kalender stehen: "Melkschemel kaufen" und es bedeutet genau das.)

Montag, August 08, 2022

080822 Back to school 1/2

 Heute morgen ging es nackentechnisch schon besser, der Rest wird auch langsam (immerhin habe ich beim LIppenherpes rechtzeitig mit einer frisch geöffneten Tube Aciclovir-Creme dagegengehalten, so dass es nur weh tut und vermutlich ab morgen für eine Woche lang bei jedem Gesichtsausdruck ausser resting bitch face zu "ich habe gerade einer Fledermaus den Kopf abgebissen"-Look führen, aber naja, immerhin keine Schlauchbootlippe)

L. hatte heute ja ersten Schultag, immerhin mit einem Admin-Vormittag, der erst um 9 startete (sonst direkt Unterricht bis 17:15, danach direkt ins Volleyballtraining, back to business), also konnte er ein bisschen länger schlafen. Ich stand um sechs auf wie immer, Sporteinheit (geht ok mit Nacken), frisch geduscht an die Arbeit, heute vom Küchentisch aus, weil Q. ja noch Ferien hat und 2 Wochen Schlafmangel und 8 Monate Adrenalinrausch ausschlafen kann.

Ich habe mit dem vertrackten Thema von Freitag weitergemacht, das ja immer weitere Kreise im Sinn von "Oh, da solltest du aber mal mit xy reden" zieht. Nach dem ersten Hangout Meeting holte ich mir dann noch ein Strickjäckchen, weil das Ringelkleid mit Spaghettiträgern für ein Gespräch mit Versicherungsjuristin und Versicherungsexperten über sehr grosse Summen dann doch ein wenig larifari vorkam, auch wenn ich mit beide per du bin und mit dem Experten schon ein paar sehr prägende Tage in Indien verbracht habe. 

Tenor bei allen Gesrpächen: Was für eine abstruse Situation, was für ein Krimi, was für ein Mist. Gottseidank sind alle auch d'accord mit meiner Einschätzung, dass das EIGENTLICH nicht wirklich ein oder zunindest nicht unser Problem ist, aber naja, eigentlich, schmeigentlich.

Mittagessen: selbstgestrickte Quinoa-Bowl (mit gebratenen Tempeh-Streifen, Edamame, angebratenen Kräuterseitlingen, Gurken, Karotten, Radieschen, der ersten eigenen Chili (nicht sehr scharf) und Erdnussdressing) für den Hübsche, Q. und mich auf der Terrasse, das war sehr schön!

Ich bin dann noch schnell mit dem Rad ins Dorf gesaust, was bei der Gemeinde abholen. Die Abkühlung vom Wochenende ist schon wieder Geschichte und während die Kinder klagen, dass es hier unerträglich heiss wäre und am liebsten wieder in die Berge ziehen würden (mhmhm, ich hatte letztens eine Recruiteranfrage sehr nah zum Bula-Gelände und Skigebieten und überhaupt, vllt wäre das doch was? Just kidding. Bisschen leider.), denken der Hübsche und ich: "Ach, im Schatten gehts eigentlich", während alle Büsche und Bäume das chipstrockene Laub abwerfen als wäre es November.

Nachmittag mit Meeting after Meeting, aber Zeit für ein kleines Eis, yay!

Um halb sieben bin ich fertig und ganz überraschend (nicht wirklich, ich hatte es aber nicht realisiert, dass sie wirklich alle gleichzeitig gehen) ganz allein im Haus: L. beim Volleyball und Q. und der Hübsche im Kino. Soweit ist es gekommen, es gibt Filme, wo ich sage: "Ach, vllt schaut IHR euch das zusammen an und ich nicht?" (Heute: "Bullettrain"). Irgendwann nächstes Jahr, glaube ich, gehen sie zu dritt auf das Alligatoah-Konzert in Zürich, wo ich auch dankend abgelehnt habe :-)

Hm. Was mach ich denn jetzt? Ich bin so hibbelig, dass ich tatsächlich überlege, NOCH eine Crosstrainerrunde einzulegen. Wie weise das ist? Vemutlich nicht so. Mach ichs trotzdem? Aber sischa!

(Sonst: aus Gründen viel auf Google Streetview rumgefahren, Fährpläne recherchiert und wer mich kennt, weiss, was ich plane :-))

Sonntag, August 07, 2022

070822 Under the weather

Die Kinder sind wieder da, das ist so toll! Pünktlich wie angekündigt kamen genau die richtige Anzahl (und auch dieselben, die vor zwei Wochen gefahren waren) Kinder und LeiterInnen müde und dreckig und glücklich am Bahnhof an. Es gab das übliche Lost & Found (ein Hoch auf die Stickerkid-Aufkleber, so war es ein leichtes, festzustellen, welche der H&M-Unterhosen uns gehört oder eben nicht.), es sind alle vermeintlich vermissten Sachen wieder da, die zusätzlichen Sachen sind ordentlich angeschrieben und werden, sobald sie gewaschen sind, wieder ihren Besitzern zugeführt werden.

Die Lagerdrucke sind bügelfixiert, die Mova-Krawatten sind ordentlich gerollt und geknotet und für immer (oder bis es nervt) an den Hemden fixiert. Die erste Waschmaschine läuft, Mätteli sind abgespritzt, Schlafsäcke lüften auf dem Balkon (mal sehen, ob wir die noch waschen, sie riechen schon ... naja, mal sehen, wieviel durch Lüften rausgeht).

Gestern abend gab es die mittlerweile schon traditionellen Lagerabschluss-Tacos, dann eine Folge "Lost", wir haben ja noch was vor uns! Sie waren offensichtlich mehr als müde, als ich heute morgen um halb neun wach war, war nix zu hören und zu sehen :-).

Ich hab es irgendwie geschafft, mir den Nacken total zu verliegen (trotz meinem super Nackenkissen, es tut fast jede Bewegung weh, ich kann nicht in alle Richtungen gucken und bin dann prompt noch mit dem Kopf gegen eine Hochschranktürecke geknallt, das half schon auch nicht), dazu habe ich einen .. naja, schmerzhaften Abszess unter dem Arm UND noch dazu zwei schmerzhafte (immerhin symmetrische) Herpesblasen auf der Unterlippe. LÄUFT!

Aber: egal.

Wir lassen es heute eigentlich ruhig angehen, aber eben: 400000 Kilo Dreckwäsche müssen von Müll und der Obergomser Heuernte getrennt werden, für L. beginnt morgen die Schule, d.h wir (also: eigentlich er) müssen den neuen Stundenplan, den wir nach Erhalt schön ignoriert haben, weil noch lang hin, verinnerlichen, die Wecker entsprechend gestellt werden, das ÖV-Ticket muss gelöst werden (wegen Bequemlichkeit haben wir jetzt einfach ein Jahresticket genommen, obwohl optimierte Monatstickets vermutlich in Summe günstiger wären). Ausserdem sind alle ein bisschen müde und ich eben aus den verschiedensten Gründen ein bisschen angeschlagen.

Aber: wird.

Q. muss heute abend noch mal bei den Pfadis antanzen, um den Materialtransporter auszuladen (und hoffentlich L.s Tetanusimpfkleber und den Angelhaken in Empfang zu nehmen), wir werden vorher grillen, jetzt wo endlich wieder genug Leute zum Mitessen da sind und die Temperaturen nicht mehr ganz jenseits von gut und böse. (Obwohl: jetzt, wo die Wolken wieder weg sind, heizt es schon wieder richtig hoch. Hmpf)

Der Hübsche rüttelt meinen Nacken mit der Massagegun durch (na, schaffen Sie es noch, sich Anektdoten und Tipps und Ratschläge zu verkneifen? Es muss wirklich hart sein, aber bleiben Sie stark!), das ist ungefähr so viel Massage, wie ich ertrage.

Das waren sehr spezielle Sommerferien, die da zu Ende gehen. Ich bin überrascht und sehr dankbar, dass alles geklappt hat (im Hinterkopf lauerte immer die Angst, dass Corona uns irgendwie dazwischen schiesst, besonders beim Bula hätte mir das für die Kinder unendlich leid getan. Es ist schon so, hier ist Corona so überhaupt gar kein Thema mehr in der allgemeinen Wahrnehmung, ja, ab und an ist wer krank, aber das sorgt nicht mehr für grosse Aufregung, weder bei den Erkrankten noch beim Umfeld, um @umienne zu zitieren (die ich auf Twitter übrigens sehr, sehr vermisse): 

"Zunehmende Entfremdung zu anderen Ländern, die stärkere Vorschriften noch haben, denn ihre und meine gelebte Realität ist sehr unterschiedlich. Es werden Vorwürfe geäussert, die ich so nicht hinnehmen mag. Auch, wenn ich aus Erfahrung weiss, dass viel Angst mitschwingt und dadurch die Empathie und die Rationalität einbüssen. Zunehmend auch Mühe mit der gefühlten Überlegenheit, mit der sich jene brüsten, die sich noch nicht angesteckt haben." 

Ich zB rolle innerlich und äusserlich die Augen, wenn in meiner Twitter TL wieder einer dieser Selbstbeweihräucherungsthreads hochpoppt, in dem erklärt wird, dass die einzge Chance bis jetzt uninfiziert durchzukommen, darin besteht, keine Kinder zu haben, nur im Homeoffice zu arbeiten, in allen Innen- und Aussenräumen FFP2 oder noch besser FFP3 Masken zu tragen, sich Lebensmittel liefern lässt, nie wieder ÖV zu fahren und sich alle 5 Minuten zu testen und zwar mindestens bis in die Lungenbläschen hinein abgestrichen. Tja. Wir haben Schulkinder, die seit Mai 2020 im Präsenzunterricht waren, mit Pfadis unterwegs, einen Mann, der seit Monaten schon wieder ohne Maske Kontaktkampfsport macht, seit Monaten tragen wir (und auch sonst alle hier) keine Masken mehr, wir gehen ins Kino, ins Restaurant, in Läden einkaufen, wir haben seit April einmal getestet und hatten es (bis auf den symptomlosen L) immer noch nicht. Ich sage natürlich nicht, dass Schutzmassnahmen nichts bringen, wir hatten halt einfach ziemliches Glück (oder haben uns irgendwann zwischen April und jetzt total symptomlos angesteckt. Kann ja auch sein. Und wenn schon.). Ich sage nur: man kann sich auch ohne den absoluten moral highground noch nicht angesteckt haben.

(Ich weiss schon, dass diese Sätze jetzt wieder einige in den falschen Hals bekommen werden, aber naja, dann ist das halt so)


Jetzt probiere ich mal aus, was mein Nacken zu einer Runde Crosstrainer sagt. Es ist entweder eine super Idee oder eine richtig schlechte.