Dienstag, Oktober 07, 2025

071025

 Richtig mies geschlafen, weil ich mich (total grundlos) in irgendeine abstruse Jonnysorge hineingesteigert hatte (angefeuert durch eine Polizeibefragung zweier Hundehalter bei meiner mitternächtlichen Pyjamaspazierrunde zum Tennisplatz, weil es wohl irgendeinen Hundekpampf mit Verletzten (Hunden?) gegeben hatte. In meiner Fantasie war darin auch ein schwarzer Kater involviert und ich schreckte bis halb drei, als er nach Hause kam, alle halbe Stunde hoch. Oder "Kurz, aber gut, 80", wie das Armband sagt.

Zum Frühstück noch eine liegengebliebene, bisschen angetrocknete Zwetschgenzimtschnecke, dann gemütlich ("NICHT RADELN") zum Shuttlebus gerollkoffert. Wenn ich geahnt hätte, wie das Wetter werden würde, hätte ich diese 10 Minuten, in denen ich in Strumpfhose, Sweatrock, Stiefeln, Unterhemd, dünnem Baumwollrolli und Fleecejacke richtig gekleidet war, mehr genossen. Kaum nämlich war ich im Turm angekommen und die Sonne kam hoch, wurde es so heiss, dass ich erstmal im Waschraum das Unterhem ausziehen musste und mir am liebsten den Pulli vom Leib gerissen hätte (schön übrigens: die Haut über der Verbrennung ist jetzt ab, ich habe ein grosses Pflaster auf der nässenden Wunde, weil sich das weichste Oberteil wie die kratzige Seite eines Glitzischwamms auf der Haut anfühlt.). Und das bis heute abend....

naja.

Neben diesem konstanten Temperaturunwohlsein war der Tag voll gepackt mit geplanten und ungeplanten Meetings, mit interessanten Diskussionen, Befindlichkeiten, dem gefühlt 100. Mal dasselbe erklären (vielleicht bin ich aber auch einfach zu ungeduldig)  und dann einem Spaziergang in die Stadt, mich mit dem Hübschen und Q. zum Impfen und Burger essen treffen. Keine Ahung, ob Sie sich noch an das Drama "Eine Covidimpfung für ein Kind unter 16" vom letzten Jahr erinnern. Dieses Jahr sind ja alle über 16 (und der Delinquent eh nicht da und ich glaube, in Japan setzen die Leitlinien eher auf Antivirals als auf Impfung, wenn ich meine KollegInnen da richtig verstanden habe und mich an mein Jöbli richtig erinnere) und wir haben beschlossen, dass wir das einfach und undramatisch in der Apotheke als Walk-In-Kunden abfrühstücken, anstatt halb beim Werksarzt, halb beim Hausarzt, oder bei der Apotheke. Der Vorteil des Werksarztes (auf dem Weg und umsonst) relativiert sich, wenn man dort nur Grippe kriegt und dann zur Covidimpfung eh laufen und den Beleg einreichen muss. Also heute in der Apotheke, wo Q schon Stammkunde ist, heute halt zu dritt. War total undramatisch, ich habe beim Warten auf Q.s Stupfe unsere Belege direkt via App bei der Krankenkasse eingereicht, fertig.

Dann: Burgeressen beim "Union Diner", schon echt teuer, aber halt auch echt gut. Der Hübsche und Q. machten sich dann mit dem Auto über das Abenteuer "Wir kaufen Winterräder" auf den Weg nach Hause, ich zu Fuss zurück ins Büro. Für das letzte Groupmeeting habe ich mich dann schon nur per Handy eingewählt und bin zum Badischen Bahnhof losgerollkoffert. Im Coop noch Proviant gekauft (wie so ein Bünzli, der den Deutschen kein vernünftiges Essen zutraut), dann am doch recht schraddeligen Bahnsteig gewartet und erst mit lauter Kollegen bis Freiburg gefahren, bis dort dann lauter Businesshoschis dazustiegen. Naaaaaaja. (bin ich ja auch, aber halt nicht im Anzug und kein Mann)

Bisher "enttäuscht" die deutsche Bahn ein bisschen, sie fährt halt einfach (ok, bei einer Direktverbindung, die in der Schweiz startet ist auf den ersten 100km Gleisen in D vllt noch gar nicht so viel zu erwarten.)

Meine KollegInnen, mit denen ich die nächsten zwei Tage in MH verbringen werde, sind schon da, mal sehen, ob ich noch jemanden treffe (hätte auch nix dagegen, einfach in ein gemütliches Hotelzimmer zu verschwinden und früh ins Bett zu gehen, meinen Impfarm zu bepienzen und dann halt morgen gemeinsam loszuziehen.

Let's see. Erstmal wäre gut, wenn sich der Typ, der neu in den Vierer dazukam, jetzt endlich mal hinsetzen könnte und nicht die ganze Zeit hampeln würde, meine Güte.

Montag, Oktober 06, 2025

061025

Geschlafen habe ich in Anbetracht der Umstände eigentlich sehr gut.

Die Umstände:

1. eine kleine Katze, die heute die ganze Nacht bei mir schlafen wollte. Dafür sollte ich am besten in rechter Seitenlage schlafen, eine gemütliche Kohle zwischen Bauch und Knien, gerne mit Wärmflasche unterfüttert bereit machen, mit einer Hand den Rücken kraulen und mich sonst bitte gar nicht bewegen. Das habe ich halt irgendwann dann doch gemacht und, Premiere, die KAtze hat dann auf der anderen Seite weitergeschlafen.

2. Ich habe mich gestern noch ordentlich verbrüht an Unterarm und Brust und trotz schneller Reaktion wie nasses Shirt vom Leib reissen und kühlen habe ich eine rote, schmerzende Stelle am Unterarm unter demUrarmband und ein etwa daumengrosse rote Stelle auf der Brust, wo sich die Haut ablöst. das wird noch lustig. (Für den Fall, dass Sie überlegen, ob der Weg die Treppe rauf der richtige Moment ist, aus einer mit kochendem Wasser frisch befüllten Wärmflasche eine nach dem Zuschrauben detektierte mit eingeschlossene Luftmenge rausblubbern zu lassen: nein, ist es nicht. Allerdings: wenn ich überlegt hätte, wäre mir das auch ohne Ausprobieren eingefallen.)

Dafür gings dann.

Im dunkeln zur Arbeit radeln, dabei weder von runtergewehten Ästen noch Walnüssen noch Pfützen noch todessehnsüchtiger Rollerfahrer und Jogger mit dunkler Kleidung und ohne jedes Licht zu Fall gebracht worden. Yay!

Schwimmen heute ohne Ablenkung, weil die Kopfhörerbatterie leer war. Gutes Zeichen, dass mir die 40 Bahnen trotzdem leicht gefallen sind.

Dann: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Zwischendrin wurde ich richtig schwach vor Hunger und habe mich meinen alten KollegInnen zum Essen angeschlossen.

Nachmittags dann das nächste "Everyday AI" -Training, bisher bin ich noch nicht so überzeugt von dem Lerneffekt. Der Schritt von "Welchen Prompt müsst ihr eingeben, um genau dieses Bild hinzubekommen" über "GenAI kann gewünschte Uhrzeiten nur bei Digitaluhren, nicht bei analogen anzeigen" (Quatsch) zu einem aus dem nichts erstellten Aktionsplan für eine Problembehebung, in dem ALLES (vom Problem, den Daten und den Verantwortlichen, die oddly specific ausgedachte Einstellungen an nicht existenten Geräteteilen ausführen sollen) alles ausgedacht war und keinerlei Quellenangabe zu finden war (Auf Nachfrage wurde das als "Nicht so gutes Beispiel vielleicht für heute" erklärt) war ein bisschen wild. Naja. Also: Hundebilder kann ich jetzt.

Dann unsere Projektmanagerin aus dem Urlaub zurück begrüsst mit richtig viel Arbeit, die auf sie wartet. Sie behauptet, sie hat sich auf uns gefreut.

Mal früher heimradeln als sonst, schnell noch Brot und Abfallmarken kaufen, es gibt heute Vegihähnchensalat.

Koffer fertig packen, Impfzettel für morgen ausfüllen, Impfpässe raussuchen, Shuttleabfahrtszeit für morgen recherchieren, Zettel an die Tür hängen: "NICHT RADELN!", Abendessen machen und dann mit Q. und dem Hübschen "Task" weiterschauen. Me Likey.


Ui, eine Frage auf der WUnschliste:

Hallo, wohin gehen Sie fast jeden Tag schwimmen?

Ganz verwöhnt in das firmeneigene Schwimmbad im Kantinenbau (Wenn es nicht so niederschwellig wäre aka ich stelle mein Rad ab, laufe 100m, schwimme, ziehe mich an, laufe 150m, packe alles in meine Spind respektive auf die Trockengestelle, fahre mit dem Lift ins Büro, würde ich es vermutlich auch nicht so oft machen. Plus: es macht mir halt einfach uneingeschränkt Freude, deshalb ist es auch null Überwindung)

Sonntag, Oktober 05, 2025

051025

 

 

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 
Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Vielleicht ist es wirklich an der Zeit, #WMDEDGT zu beenden.... wenn ich nicht den monatlichen Reminder im Kalender hätte, am 1. jeden Monats diesen Post vorzubereiten, hätte ich heute SCHON WIEDER vergessen, dass der 5. ist und halt einfach so geschrieben. Ich schreibe eh praktisch jedne Tag auf die gleiche Art und Weise, nur der Rahmen drum rum ist ein anderer. Naaaaaaja.
Anyway. Verrückterweise hatte ich gestern abend schon geplant, heute morgen keine Sportrunde einzulegen und nur gemütlich aufzustehen. Das habe ich dann den ganzen Tag über beibehalten und kam mir dementsprechend total verwegen und dekadent vor. Naja.
Geschlafen bis viertel nach acht, Kaffee, Internet und Buch im Bett, dann Frühstück. 
Nach Schminken und Zimtschneckenteig aus dem Kühlschrank ins Warme reinholen haben der Hübsche und ich unseren Ragewalk gemacht, heute aber anders, nämlich ins Dorf und an den Rhein runter, bisschen Wasser und Wind anschauen (und Dorf und Schwimmbad und Ausgrabungsstellen und neu geplante Ausgrabungen und so). Fühlt sich weiter an, als die Runde über die Felder, ist es aber nicht. Hm.







Wieder daheim habe ich mich dran gemacht, die letzten (gingen dann doch nicht alle rein, weil Q keine mag und ich deshalb ein paar "leer" gelassen habe) Zwetschgen in Streuselzwetschgenzimtschnecken zu verpacken. Wurde super!

Jonny hatte sich übrigens seit morgens um halb sieben in L.s Bett verkrümelt:



Dann: Schwimmsachen für morgen, den Koffer für Dienstag packen (musste sehr lachen, als Q. fragte, ob ich "for pleasure" nach MH fahre. Dinner am zweiten Abend ist übrigens an "surprise location" und ich bin vermutlich zu lang dabei, wenn ich als erstes denke: "Ach guck, da hat jemand vergessen, dass wir essen gehen wollten / sollten und die Assistentin hatte grad keine Zeit, für die "Globis" aus Basel was zu buchen und jetzt schaumamal, was wir finden"), und zwar so, dass ich am zweiten Tag gemütlich für die Zugreise heim gekleidet bin, am ersten Tag lange Hose und zue flache Schuhe für den Betriebsbesuch habe (Notfallabschminksachen und Schminktäschchen im Rucksack, für den Fall, dass es in die weisse Zone und dann wieder raus geht), und natürlich was, was "kompetent, seriös, leadership" und "ich bin ein ex-Ghettokind aus der Produktion", wie es jemand so schön genannt hat letztens, transportiert :-). Und was, was Transport in einem kleinen Köfferchen und keinen Bock auf Bügeln im Hotel verzeiht.

Ausserdem: vielleicht den Trockner repariert. Der hat schon Ende letzten Winters EWIG zum Trocknen gebraucht und es war immer noch alles noch feucht. Flusensiebe etc haben wir natürlich immer saubergemacht, aber ... auch die Ruhezeit über den Sommer hat ihn nicht geheilt. Bevor wir den Service anrufen, der uns dann wieder sagt, wir sollen einen neuen kaufen, habe ich also ein paar Youtube Videos geschaut, rausgefunden, was der Feuchtigkeitssensor ist, ein Video gefunden, in dem man den aufmacht und innen entflust und dann wieder zuschraubt. Ich bin bei Youtube nie angemeldet, weil halt, deshalb hatte ich keine Suchhistory, und ich habe das Video nicht wieder gefunden. Deshalb haben wir das heute nach meinem Gedächtnis auseinandergebaut, mit Schminkpinsel alles gesäubert, zusammengebaut und jetzt läuft die erste Ladung. Wir sind sehr gespannt! (Sonst rufe ich morgen den Service an). Bisher ist der Erfolg noch nicht so wirklich durchschlagend

Bei all dem habe ich dann den neuesten "Cormoran Strike" Band fertiggehört. Auf doppelter Geschwindigkeit und zu Zeiten, wo man sonst eh nix anderes machen kann (lange Autofahrten, Wäscheaufhängen, Kochen, so was) ist das halbwegs erträglich, obwohl auch hier wieder die grosse Frage aufpoppt: Warum bekommt die gute Frau kein Lektorat, die dieses Geschwafel um die Hälfte kürzt?!!!

Gelesen habe ich übrigens bis gestern alle die Bücher von Joel Dicker, die mir noch "gefehlt" haben. Ich bin jetzt durch und möchte nie wieder ein Buch von Joel Dicker lesen. Ich verstehe nicht, warum er ein Bestsellerautor ist. Die Geschichten sind (meist) recht gut ausgedacht und konstruiert (die frühen nicht, da passiert einfach genau nix), aber so unglaublich langweilig und platt geschrieben, als wäre es das Drehbuch für eine Vorabendserie oder ein Fünftklässler hätte sein erstes "Protokoll" geschrieben. Meine Güte, wie kann man so uninteressiert an den eigenen Figuren sein? Wie kann man genau überhaupt keine Spannung aufkommen lassen, kein Gefühl transportieren, kein nix? Die Bücher lesen sich wie eine fortwährende Challenge, eine total spannende Handlung so langweilig wie möglich zu schreiben, in Sätzen, die wie aus Duolingo wirken. (ich könnte mir vorstellen, dass man die Bücher ganz gut verfilmen könnte, weil was passiert schon gut ausgedacht ist, nur das wie oder warum einfach gar nicht passiert. Da könnten dann die Schauspieler und Regisseur interpretieren, ohne sich mit den Buchlesern zu überwerfen, weil die finden, dass das im Buch ganz anders wäre, weil ... im Buch ist es ja neutral und egal.

Die Zimtschnecken sind superlecker geworden, auch die Streusel, die mir in der Zusammensetzung ein wenig arg mehl- und wenig zucker/butterlastig vorkamen, wurden knusprig und gut.



Passend zum Wetter habe ich ein bisschen für unseren nächstjährigen Islandurlaub recherchiert. Wird ein bisschen anders als sonst, Q. wird ja wegen Semester/ Prüfungen vermutlich nicht mitkommen können (tbc), wir werden erstmals nach Akureyri fliegen, sind aber nicht bereit, Reykjavik ganz auszulassen, wir planen, im Februar / März zu gehen, statt Skiferien. Und ja, ich habe durchaus ein Haus gefunden, das Ski in / Ski out anbietet und vielleicht machen wir ja doch Skiferien?!

Bevor ich mich jetzt fürs Abendessen (lila BRatkartoffeln, weil es halt die Woche lila Kartoffeln im Gemüsekorb gab; das Kochwasser wurde dabei übrigens grün. Sehr skurril. 



Und alles "ganz OhnE CheMIe" :-), dazu Mangoldgemüse, gebratenen Brokkoli, Spiegeleier und Salat mit Knoblauchcroutons. Da ich die Woche eben drei Abende nicht daheim bin und nicht weiss, wieviel der Hübsche und Q. jetzt wirklich an Gemüse jenseits von Salat zubereiten würden, mache ich alles bis auf die zwei kleinen Kürbisse, die sich halten, halt bis morgen) an den Herd stelle, werde ich erst noch auf dem Sofa mit einem Buch, das sich endlich mal wieder gut liest, und einem Aperol Spritz einmümmeln und in den Sturm gucken.


Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Samstag, Oktober 04, 2025

041025

 Ausgeschlafen bis Punkt acht, mei, dann bin ich halt wach, Kaffee im Bett, dann Sportründchen. Beim Duschen putze ich noch schnell das obere Bad (unsere Putzhilfe hat ja Urlaub), der Hübsche holt frische Semmeln und Gipfeli aus dem Coop und ich decke den Tisch und wecke Q. Gemütliches Samstagsfrühstück, dann machen der Hübsche und ich unseren Ragewalk. Dabei telefonieren wir mit L., der heute mit der kleinen Gastschwester in einem Katzencafe in Kyoto war. Er hat erzählt, dass er jetzt Basketball und Baseball ausprobiert und beim Basketball besonders mit seiner Grösse in alle Richtungen beeindrucken kann :-). Er war trotz der auch in Kyoto sinkenden Temperaturen etwas verschwitzt, weil die kleine Gastschwester "einfach immer rennt, heute halt den ganzen Heimweg". Dann ging es für mich mit dem Zug nach Basel und den Hübsche und Q. mit dem Mini zum Minihändler, um Winterräder zu kaufen. Erfolglos, weil am Samstag werden nur Autos, keine Winterräder verkauft (Plan: nächsten Di, nach unserem Impfdate mit Mittagessen fahren sie da nochmal vorbei), dann beim Ranger Store, der mit sehr viel Rabatt geworben hat und die Outdoor-Military-Zeug-Fans angelockt hat. War dann aber nix und so war ihr Ausflug schnell vorbei.

Mir wurde am Bahnhof dann schon richtig warm: ich hatte eine Sweat- und Regenjacke dabei, weil es eigentlich eben regnen sollte, stattdessen hatte es 20 Grad und die Sonne knallte runter



Auf dem Weg zum Zolli kam ich an zwei zugunsten der Türme aufgegebenen ehemaligen bürogebäuden unserer Firma vorbei, in einem davon hatte ich mehrere Jahre gearbeitet. Schon komisch, die leerstehen und innen bis auf das Gerippe ausgehölt zu sehen.

Dann: Zolli mit meiner Schwester und Babyneffen. Der Kleine ist so ein Goldstück! Er ist auf seinen winzigen Beinchen durch den gnazen Zoo gewackelt und hat sich erst ganz am Schluss auf dem Weg zum Parkplatz in den Wagen setzen lassen (war auch nur deshalb besonders witzig, weil es 100m vom Ausgang zu schütten und stürmen anfing und wir richtig gerannt sind. Da findet man dann auch den Wagen lustig!

Das war ein superschöner Nachmittag. D

Daheim habe ich rausgesucht, was ich mit den restlichen eingefrorenen Zwetschgen mache, habe das Abendessenrezept rausgesucht, zwei verschiedene Hefeteige dafür angesetzt, Pflanzen gewässert, dem Sturm draussen gelauscht und mich dann doch noch ein bisschen wärmer angezogen



Jetzt: Lauch"pizza" mit Ahornsirupknoblauchcreme fertig machen, während sie backt, einen Salat zusammenwerfen und dann wird das ein gemütlicher Abend.

Freitag, Oktober 03, 2025

031025

 Ach ja, stimmt, Feiertag in Deutschland. Den hab ich ja nie richtig verinnerlicht. Nun ja. Immerhin nirgends vor verschlossenen Türen gestanden, fällt mir grad ein, ich hatte nämlich kurz überlegt, über die Grenze zum Fressnapf zu fahren.

Sonst so: Ausschlafen bis sechs, lol, erstmal Sansa mit einer schon den Schwanz abgeworfen habenden Eidechse im Wohnzimmer spielend gefunden. Ich war um fünf nach sechs nocht nicht bereit für eine verletzte Eidechse, habe also erstmal eine Box über sie drübergestellt, nach dem Zähneputzen dann wie beim Spinnenfangen ein Stück Karton druntergeschoben und alles vor die Tür befördert. Dann Frühstück. Irgendwie waren Toast und Bagel alle, ich hatte keine Lust, Früchte zu schnippeln für Joghurt, Granola, tralala, und ausserdem hatten wir eine Packung Knäckebrot aus abstrusen Quellen da. Für mich gehört Knäckebrot zu meinen Kindheitserinnerungen, mit Butter, grad so draufgekratzt, dass die Mulden knapp gefüllt sind, und mit ankristallisiertem Honig. Butter nehme ich nicht, ich bin aus Geduldsgründen, weil streichbar und halt auch Kalorien- und Geschmacksgründen (und weil ich die Werbung mit dem Wasserfallrunterspringen so cool fand) und weil es das daheim nicht gab, seit immer schon auf Lätta als Unterlage für Marmelade und Honig umgestiegen, aber ankristallisierten Honig hatte ich. War lecker!

Arbeiten bis viertel vor acht, im Homeoffice mit Tee und gemütlichem Teddyhoodie, das ist noch schöner, wenn man die ganze Woche im Büro war. Dann: Physio, war ok, ich denke, wir sind da bald am Ende.

Weil der tag noch recht voll mit Meetings gestopft war und ich keine Lust auf abendliches Einkaufen hatte, bin ich direkt in den 45min zwischen Physio und erstem Call den Wocheneinkauf erledigen gegangen. Bis auf die Getränke hatte ich pünktlich zum Call alles eingeräumt.

Die Morgenmeetings waren dann tatsächlich interessant: in meiner neuen Rolle bin ich jetzt ja in Produktlaunches involviert und wir hatten da heute ein Gespräch mit den Marketing / Businessleuten, die Wünsche (oder Forderungen) für Packaging angebracht haben. Das war schon spannend, auf welch unterschiedlichen Planeten wir zu leben scheinen, aber eben: ich nehme das als Learning und wir kommen da schon zusammen, irgendwo zwischen technisch vernünftig (und compliant) machbar und sinnvoll und genau das, was unsere Marketingleute glauben, was die Patienten in den verschiedenen Ländern haben wollen.

Dann Umschwenken auf ein technisches Compliancethema und es war ein bisschen witzig: es ging um Segregationanforderungen für human und veterinary use drugs in der Produktion und auf einmal kam Sansa dazu und setzte sich wie "voice of the customer" vor die Kamera.

Dann: Mittagessen, heute Tomatensuppe mit gerösteten Blumenkohlröschen und Basilikumschmane. War lecker und dem Gemüsekorb angepasst.

Während die Müllsuppe dafür noch kochte, habe ich mit dem Hübschen einen Ragewalk eingelegt, das habe ich auch vermisst die Woche!

Der Nachmittag war dann noch voll, voll, voll mit Arbeit bis eigentlich halb fünf, dann Sportründchen, aber direkt nach der Dusche habe ich dann noch mit einer Kollegin aus dem letzten Job, die wie ich in ihrer Traumrolle gelandet ist und da haben wir jetzt wieder miteinander zu tun, geredet, fachlich und wir treffen uns in ein paar Wochen, wenn sie nach Basel kommt.

Jetzt: Pizzaabend und Wochenende. What a week.

Donnerstag, Oktober 02, 2025

021025

 Allgemeiner Hibbeligkeitslevel zeigt sich in "erstes Mal aufgewacht und eigentlich bereit aufzustehen um 4:25h". Ganz so wild mache ich es dann doch nicht, aber um 7:10h war ich schon im Wasser, um viertel nach 8 geduscht, geschminkt, angezogen (warm, endlich den dicken Sweatrock von Roots, den ich am letzten Tag in Vancouver doch noch gekauft habe, endlich war es kalt genug dafür. Respektive: morgens und draussen. Nachmittags an der grossen Südfensterfront wurde mir wegen allgemeiner Aufgeregtheit und auch Temperatur halt schon richtig warm).

Dreimal Schwimmen und einmal Yoga die Woche (und jeden Tag radeln) war dann vllt doch ein bisschen viel, ich hatte das Gefühl, meine Arme kaum noch bewegen zu können. Aber gut. Nächste Woche wird eh anders, wegen Impfung und Reise.

Konzentriertes, geschäftiges Arbeiten, Mittagessen mit einem Kollegen, mit dem ich seit ... 2021 endlich mal essen gehen wollte, aber mittlerweile sind wir (wieder) am selben Standort und, wie wir heute festgestellt haben, werden auch in gewisser Weise Berührungspunkte haben. Wir haben seinerzeit in einem ... naja, recht krassen Projekt zusammengearbeitet, uns aber nur virtuell getroffen (monatelang jeden Tag für Stunden....), war richtig cool, das heute endlich mal in persona nachzuholen.

Nachmittags noch geschäftigeres Arbeiten, relativ lang, weil ich einen sehr späten Friseurtermin um viertel nach sieben hatte und direkt dorthin geradelt bin (mit Gemüsekorb). Gab auch mehr als genug zu tun, meine Güte. Arbeit, Wogen glätten, Leute zu besserer Arbeit anhalten und sie trotzdem bei der Stange halten, Fettnäpfchen ausweichen, meine Güte, was noch alles gleichzeitig.

Haareschneiden wurde super, richtig, richtig cool kurz an den Seiten. Dann: Helm wieder drauf und, ein bsischen creepy, durch den stockdunklen Wald und am Friedhof vorbei und über die Felder nach Hause. Jetzt ist es neun, ich habe gerade noch den Gemüsekorb, den ich mit zum Friseur genommen habe, ausgepackt, fotografiert, eingeräumt, werden jetzt noch meine fast trockenen Schwimmsachen verräumen und dann ist Feierabend. Puh.

Frisee, Eisbergsalat, Mangold, DIE EIER, Radieschen, letzte (?) Tomaten und Basilikum, Paprika, Fenchel, schwarze Kartoffen, Delicata (?) Kürbis, Blumenkohl, Brokkoli, viel Lauch, roter Eichblatt

Mittwoch, Oktober 01, 2025

011025

 Jetzt weiss ich, was ich tun muss, um Sie zum Kommentieren zu bringen. Bisschen AI-Drohung, zack, es flutscht.

But now, Spass beiseite.

Es ist Oktober (und wenn ich aus dem Fenster schaue, sieht es auch genauso aus, wie immer im Oktober: die Sonne scheint, Himbeeren und Physalis reifen, die Dahlien machen abstruse Dinge, morgens ist es immer noch komisch warm.) und das steht an:

Treffen mit meinen Schwestern und Minineffen, das wird schön.

Gesundheitsmaintenance (Muttermalcheck, Zahnarzt und Gyn kommen erst später) incl Impfung (Grippe und Covid in einem Aufwasch)

Mein erster Businesstrip seit 2019: ich fahre für zwei Tage nach Mannheim. Erstmal langsam wieder dran gewöhnen (ich war noch nie in Mannheim)

Arbeit: bleibt und wird spannend, ich merke, wie ich im Moment tatsächlich wieder auf das Adrenalin- und Serotoninlevel hochfahre, in dem ich am bestern arbeite und am glücklichsten dabei bin. Das ist sehr, sehr schön (und bisschen aufregend). Ausserdem startet der 6 Wochen Crashkurs Everyday AI, da freue ich mich auch ein bisschen drauf.

Sport: ich bleibe dran am Schwimmen, mal sehen, wann mir Schwimmhäute wachsen.

Der Hübsche und ich werden einen Geburtstag in Nierstein feiern gehen, ich freue mich sehr!

Ich sinniere ein wenig über Urlaubsplanung hin und her, aber es ist noch nix konkret, mal sehen, ob ich da was konkreteres beginne oder wie lange es in meinem Hinterkopf in der Schwebe bleibt.


All das klingt verdächtig unaufgeregt, es wäre ja cool, wenn das so bliebe. (There, I said it)