Dienstag, November 07, 2023

071123 Loony Tuesday

 Heute keine Maus ins Haus gekriegt, ist ja auch mal schön.

Ich bin heute später als sonst losgeradelt, weil ich ein Paket bei einer deutschen DHL-Filiale abholen wollte und die diesmal schon um hab neun aufmachte und weil der Nachmittag recht voll war, beschloss ich, das diesmal auf dem Hinweg zu erledigen und halt noch eine Stunde länger von daheim zu arbeiten.

Über Nacht hatten sich ein Stapel Emails aus aller Welt angesammelt, die erstmal für eine sehr, sehr volle Todo-Liste sorgten, aber sich recht zügig abarbeiten liessen. Als ich mich zufrieden zurücklehnte und meinte "So, Belarus, Chile, Polen erledigt", meinte der Hübsche trocken "Bisschen wie Hitler".

Naja,  ich habe dann ein wenig getrackt und heute war ein sehr globaler Tag. Es ging weiter mit

  • Mexiko
  • Italien
  • Kanada (mehrfach)
  • Schweiz
  • Deutschland
  • Singapur
  • USA (mehrfach)

Und das in so schneller Schlagzahl, dass es einerseits eine Freude war, andererseits halt auch keine Zeit für Kaffee mit irgendwem (oder auch ohne irgendwen, tatsächlich überhaupt keinen Kaffee) lies oder irgendein Schwätzchen. Letzendlich habe ich den ganzen Tag, den ich dann ab neun im Büro war (übrigens so spät, dass alle Ladeparkplätze für Räder UND alle ebenerdigen Radparkplätze belegt waren. Weil ich das 10000kg schwere Ebike aber nicht über meinen Kopf balanciere, habe ich verboten neben dem Radständer geparkt und hatte dan am Nachmittag Mühe, das Rad da wieder rauszukriegen, weil noch ganz viele andere diese Idee auch hatten), mit Kopfhörern und Sigur Ros verbracht, um durch den Geräuschpegel nicht abgelenkt zu werden. Hätte ich daheim ohne heisse Ohren haben können. Aber: Ich hatte frische Luft, habe mein Paket und war mit einem Kollegen, den ich lang nicht mehr gesehen hatte, Mittagessen. Ausserdem war unsere Putzhilfe heute da, so ruhig wäre es daheim also auch nicht gewesen..

Sonst: laaaaaaaaaaanger Dienstag, dementsprechend bin ich, bevor all die Meetings losgingen, dann heimgeradelt, habe noch mehr Pakete eingesammelt und mich dann in Q.s Zimmer verkrümelt und endlich mal mit Leuten geredet. Da hatte ich dann gar nicht mehr so viel Lust, weil ich halt schon müde war.

Wozu es trotz langer To-Do-Liste gereicht hat, war einen Post der Standortkommunikation zur Grippeimpfung zu korrigieren (respektive das zu versuchen. Die Antwortfunktion war geschlossen, als ich an den Poster persönlich schrieb, meinte er "Ich leite das weiter", aber naja, ich habe meinen Seelenfrieden. Nein, die Grippesaison startet nicht seit Jahren jedes Jahr später bei uns, das ist Bullshit und tatsächlich in der aktuellen Situation, wo die Saison zumindst in Asien praktisch überhaupt nicht mehr endet, sondern von Sommersaison nahtlos in die Wintersaison übergeht, eine echt doofe Aussage, weil: was dort passiert, schwappt zu uns.

Ich glaube, ich bin die einzige, die den Einleitungssatz gelesen hat, aber egal.

So sah es übrigens die letzten 4 Saisonen aus in Europa (Corona-Jahre rausgenommen, Quelle)


Jetzt: Feierabend. Dringend nötig. Morgen Grippeimpfung :-)

Montag, November 06, 2023

061123 Another Monday

Heute morgen um fünf aufgewacht, weil ich in meinen Traum ein dramatisch jammerndes Kind eingebaut hatte. Auch im Wachen blieb das Geräusch, ich tappte also nach unten, aber: es war keines der Kinder, sondern Sansa, der es ein bisschen anstrengend wurde, die Maus zwei Stockwerke nach oben zu tragen und die um Hilfe rief kurz vor unserer Schlafzimmertür. Die Maus, das faule Tier, bewegte sich auch kein Stück mehr. Ich war kurz versucht, alles so zu lassen, wie es ist, aber dann traute ich meiner Wahrnehmung nicht, was ist, wenn die Maus sich nur totstellt und dann doch entkommt? Oder Sansa sie nicht vor Ort frisst, sondern jemandem (mir!) ins Bett legt? Also: Maus für alle Fälle vor die Tür ins Gras gelegt, Katze gefüttert, zurück ins Bett.
Arbeitsmontag war dann recht erfolgreich, der Vormittag war meetingfrei, ich habe viel Kleinkram weggearbeitet bekommen.
Q. meldete irgendwann, dass die Theaterprobe ausfällt, er also mittags schon heimkommt (aber schon gegessen hat), ich finde das sehr schön, wie sowas bei uns kommuniziert wird.
Viel, viel Kaffee und Fencheltee getrunken.
Apropos Kaffee: keine Ahnung, ob das irgendjemand ausserhalb der Schweiz mitbekommen hat: hier gab es ja einen kleinen Aufstand, als Migros auf einmal kompostierbare Kaffeekugeln eingeführt hat. Dafür gibt es jetzt natürlich eine neue Maschine (vorher hatten sie auch einen Nespresso-Verschnitt mit Alu-oder Plastikkapseln) und Nespresso zog natürlich sofort nach. Angeblich hätten sie ja schon lang kompostierbare Kapseln in der Pipeline gehabt und jetzt, fünf Minuten nach Migros, zack, gelauncht. 
Nach einem Test heute sag ichs mal so: entweder lagen die zu Recht seit Jahren in der Schublade für "das sind richtig doofe Ideen" oder sie haben das in genau 5 Minuten entwickelt. Die Kapseln kommen in sehr öko aussehended braunen Papiertüten, die innen mit Plastik gefüttert sind, damit sie halt aromadicht sind. Also: nicht mal was für die Papiersammlung. Die Kapseln selber kann/soll man dann nicht offen aufbewahren, weil sie nicht aromadicht sind. Ich habe dem Hübschen und mir heute je einen Espresso gemacht, hat ok geschmeckt, ABER
  • die Kapseln haben sich schon in der Maschine aufgelöst, d.h. das Papierle, das beim Brauen perforiert wird, ist abgeplatzt und die ganze Bröselsuppe ist im Kapselbehälter gelandet.
  • Beziehungsweise: nicht dort gelandet, weil die Pappkapseln total suppig und weich werden und sich schon direkt in der Sekunde NACH dem Brauen nicht mehr freiwillig oder zerstörungsfrei aus der Maschine entfernen lassen und alles verdrecken.
  • Der Hübsche brachte noch einen schönen Kommentar: wissend, WIE Papier recylced wird, kann man sich kaum was ekligeres als Pappe als Verpackung für den Kaffee vorstellen, die dann auch noch unter Druck mit heissem Wasser behandelt wird.

Also: das war nix. Ich bleibe bei den Alukapseln. (Na, na, schaffen Sie es, sich Tipps und Belehrungen zu vermeiden? Ich spüre direkt schon, wie der Kommentarmuskel zuckt :-))


 Noch eine schnelle Antwort von der Fragenliste:

Die Haltbarkeit von Cremes mit UV-Filtern (ich habe mich influencen lassen ;-) und habe 3 koreanische Tagescremes bestellt. Nun frage ich mich, wie lange ich diese testen kann (trotz MHD bis 2025), weil ich mal gelernt habe, dass man Sonnencremes jedes Jahr neu kaufen soll, damit der UV-Schutz noch gewährleistet ist)

Die Haltbarkeit von Cremes ist ganz unabhängig von den Inhaltsstoffen (das ist natürlich Quatsch, aber die Beurteilung der Hlatbarkeit für uns Enduser ist unabhängig davon), weil alles unmissverständlich aufgedruckt ist:
  • Ungeöffnet ist die Creme bis zum Ablaufdatum (meist am Falz oben eingeprägt oder irgendwo aufgedruckt mit EXP Monat/Jahr) haltbar. Achtung: das ist ein ABLAUFDATUM, kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Genau wie bei Medikamenten, anders als bei Lebensmitteln. Die Stabilität bis zu diesem Zeitpunkt ist vom Hersteller garantiert und muss auch mit enstprechenden Stabilitätsdaten belegt sein.
  • Geöffnet ist die Creme ab Öffnungsdatum so lang haltbar, wie das "geöffnete Tiegel-Symbol" auf der Tube anzeigt (in Monaten).
  • Ich denke, Sie kommen eh nicht in die Verlegenheit, dass die Cremes ablaufen. Wenn man die Mindestauftragsmenge von 1g fürs Gesicht und vermutlich 50mL Inhalt (und der Einfachheit halber eine Dichte von 1g/mL) annimmt, sind die Tuben in 150 Tagen leer, das ist lang vor 2025 und vermutlich auch noch gut innerhalb der Haltbarkeit im geöffneten Zustand :-)

Sonntag, November 05, 2023

051123 #WMDEDGT


You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 
Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.


Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.

Ach, guck an, ganz vergessen, dass heute der 5. ist und brav einen neuen Post gestartet, dann hat es geklickt. Aber Past-Me hatte das hier schon schön vorbereitet.
Hier stürmt es seit gestern abend ordentlich (die Pfadis haben in der Nachtaktivität aber keinen Baum auf den Kopf bekommen), dementsprechend habe ich nicht soooo gut geschlafen, es ist halt einfach recht laut, wenn der Wind draussen lärmt und durch den Dachstuhl pfeift. Egal, war trotzdem sehr gemütlich!
Wie gestern um sieben wach gewesen (auch vorhre öfter, aber da dann endgültig), Kaffee, Internet, Sportründchen, ja, alles bisschen unspektakulär und langweilig.
Die Kinder waren gestern nach der Nachtaktivität noch ewig auf, deshalb habe ich mit dem Frühstückmachen mit dem Hübschen alleine angefangen und währenddessen auch den Zimtschneckenteig mit Pudding vorbereitet (gemerkt, dass im Dr. Oetker-Puddingpulver, das ich hier im Coop gekauft habe, schon Zucker drin ist. Ist das in D mittlerweile auch so?).
Zum Frühstück war mir nach Rührei, L. schloss sich an, während der Hübsche und Q. lieber Spiegeleier wollten. 
Nach dem Essen dann eine Morgenfolge "For All Mankind". L. war danach recht geknickt, weil "er sich darauf eingestellt hatte, dass die Amerikaner die Guten sind, so generell, und jetzt machen sie SOWAS?!". Ich nehme das als gutes Zeichen, dass ihn die Serie jetzt doch auch richtig gepackt hat :-)

Heute lernen erst der Hübsche und L. zusammen etwas über Demand & Supply, dann geht er ins Gym, die Zimtschnecken sind fertig und draussen wechseln sich Sonne, Regen und Sturm ab, respektive, manchmal ist auch alles gleichtzeitig.

Als alle wieder da und geduscht sind, gibt es noch eine Runde "Politische Bildung" (die Rolle von Bund, Kantonen und Gemeinden) und dann ist fast Feierabend.
Mit Burgern ("Beyond Meat" hat die Optik auf grün geändert, ist fast nicht mehr von "Garden Gourmet" und all den anderen Vegi-Fleisch-Ersatzprodukten unterscheidbar....), Pommes, mehr "For all mankind" geht ein fauler Sonntag zu Ende.


 

Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen


Samstag, November 04, 2023

041123 Regensamstag

 Heute war Ausschlafesamstag, man muss das ja nutzen, wenn zwar Pfadiaktivität ist, aber halt nachts, also: niemand muss vor halb fünf am Pfadihaus sein. 

Ausschlafen bedeutet für mich: um spätestens sieben bin ich hellwach, ist aber gut, weil dann kann ich Kaffeetrinken, Internet lesen, Sportründchen machen und habe dann immer noch nicht das Gefühl, dass der Tag schon rum ist.

Gemütliches Frühstück mit allen, draussen regnet und regnet es.

Anschliessend steht für beide Jungs Lernen an, ich helfe L. ein bisschen bei "Politische Bildung". Mittlerweile kenne ich mich besser mit dem Schweizer Staats-Setup aus als mit dem deutschen (wir haben das aber so auch nicht gelernt, irgendwie wurde da davon ausgegangen, dass das irgendwie im Lauf unseres Lebens vorher so in uns reindiffundiert ist. Ist es irgendwann auch, aber nie so, dass ich mich da richtig sicher fühlen würde. Anders in der Schweiz, habe danach direkt einen Übungseinbürgerungstest nachgeschoben und direkt bestanden, wenn auch nicht besonders gut. Die Aargauer Fragen konnte ich nicht, wir waren heute sehr auf Bundesebene fokussiert und auch mit Geschichte war nicht nicht fit (kam aber auch nix zu Napoleon, erstaunlicherweise scheinen auch noch andere erwähnenswerte Dinge in der Schweizer Geschichte passiert zu sein). Was ich krass finde: man hat 40 Minuten für den Test. Ich frage mich, wofür. Wenn man wie ich, nicht die geringste Ahnung hat, was die Folge der verlorenen Schlacht von Dingsbumsio war, dann fällt einem das auch mit Überlegen nicht ein. Aber gut, vielleicht nur mir nicht.

Sonst: so Sonntagsgedöns, Gedanken über neue Sofakissen, Weihnachtsgeschenke, Recyclingzeug wegbringen, Lidschatten ausmisten (die Supershockshadows haben eine echt schwankende Qualiät. Manche sind nach Jahren noch grossartig, andere bröckeln und stauben recht schnell).

Dann: Abendessen ohne Kinder, eine Folge "Bosch Legacy" und das war dann doch ein recht gemütlicher Samstag.

Gegessen:

Halbes Silsergipfeli, Huusbrötli mit Hummus

ein paar Lebkuchen zum Lernen

Misolauch, Tofu, Reis


Gesehen: "Morning Show" zum Sporteln, "For all mankind" mit den Jungs, "Bosch Legacy" mit dem Hübschen

Gelesen: viel in der Herrndorf-Biographie (mir war nicht klar, WIE fremd mir seine Welt sein würde.)


Frage von der Liste heute:
Hatten Sie jemals für sich oder Ihre Familie diesen berühmt/ berüchtigen 5 oder 10 Jahres Plan gehabt?
Und weil ich nicht wusste, was das für ein Plan ist, habe ich nach einer Erklärung gefragt, ob das das "Wo sehen Sie sich in 5/10 Jahren?" ist,.
Ja, schon in die Richtung. Anhand der kurzen Einblicke aus Ihrem Blog scheint es, als ob Sie sich mehr auf das Hier und Jetzt konzentrieren und offen dafür sind, was die Zukunft bringen mag, sei es im privaten oder beruflichen Bereich. Ich bin neugierig, ob meine Annahme zutrifft. Hatten Sie beispielsweise in Ihren frühen 30ern klare berufliche Ziele für die nächsten 10 Jahre vor Augen oder bestimmte persönliche Träume, die Sie in dieser Zeit verwirklichen wollten?

Ich meine: das hier ist ein Tagebuchblog, da schreibe ich halt rein, was heute so passiert. Ich plane sehr, sehr gerne und sehr viel, deshalb habe ich natürlich auch berufliche Pläne.
Ich meine: Mir war schon während des Chemiestudiums klar, dass es mit Promotion und INdustrie weitergehen würde. Schweizer Pharmaindustrie war weniger ein Plan als ein Wunsch, der über einen kleinen Umweg dann ja geklappt hat. Im Moment ist mein Jöbli genau das, was ich seit 10 Jahren als Ziel habe, und jeder Schritt dazwischen war ein nötlger auf dem Weg dorthin.
ich habe allerdings auch gelernt, dass es Dinge gibt, die man nicht beeinflussen kann (zB dass die Firma, in der man arbeitet, aufgekauft wird und dann ist es da ganz schrecklich.) und dass man Pläne diesen Gegebenheiten anpassen muss.
Genauso ist es mit der Familie: ich wusste, ich möchte zwei Kinder. Dass das dann jeweils recht spontan geklappt hat und allergrösstenteils ohne grössere Aufregungen und beide so gesund sind, wie sie sind, das ist grossartig, aber halt nicht planbar. Wir haben mit beiden Kindern auch erlebt, dass so etwas ganz schnell ganz anders gehen kann, dann sind die Prioritäten ganz schnell ganz klar und alle Pläne egal.
Was mir fast genauso wichtig wie der Plan und das Ziel ist, ist im privaten /beruflichen Umfeld, das WIE und die Rahmenbedingungen respektive die unverhandelbaren "No gos". Der Hübsche und ich haben beruflich durchaus unterschiedliche Herangehensweisen, über das "wie" und "wie auf gar keinen Fall" sind wir uns sehr, sehr einig. Wir waren immer sehr klar, dass zB längerfristige Auslandsaufenthalte nur zusammen in Frage kommen und, seit wir Kinder haben, nur in Ländern mit einem Gesundheitsstandard, der der Schweiz oder wenigstens Westeuropa entspricht, dass längere Fernbeziehung nicht in Frage kommen, dass keiner beim anderen als "Anhängsel" mitgeht, sondern nur, wenn beide einen entsprechenden Job haben. Das hat uns kurzfristig vielleicht die eine oder andere Chance gekostet, andererseits haben die Leute, die diese Chancen warhgenommen haben, auch nicht unbedingt dadurch gewonnen. Was es uns hingegen bewahrt hat, sind wir.
Meine Güte, das ist jetzt fast philosophisch zum Abschluss geworden, ich bin etwas unterzuckert, vielleicht liegt es daran.


Freitag, November 03, 2023

031123 Meisterdiebe

 Heute morgen um vier in etwa bin ich von mörderischen Kopfschmerzen aufgewacht. Leider hatte weder der Hübsche noch ich eine Notfall-Ibuprofen im Nachtkästchen und ich hatte mir überlegt, wenn ich jetzt runtergehen würde und eine holen, dann würden die Katzen mitkommen und Frühstück wollen und wenn ich die gefüttert hätte, dann wäre ich eh wach und könnte bestimmt nicht mehr einschlafen, und so blieb ich liegen, litt eine halbe Stunde, schlief dann ein und träumte, dass der Hübsche zwar kein Ibu, aber ein Paracetamol in der Schublade fand und ich mir dachte: "Hilft zwar nicht besonders, aber besser als nix".

Als ich dann um sechs vom Wecker aufwachte, lernte ich: eine geträumte Paracetamol-Tablette hilft noch weniger als eine echte, nämlich gar nichts. Der Kopf hämmerte, mir war übel, und während ich nach der endlich genommenen Ibuprofentablette mmerhin meinen Frieden damit zu machen versuchte, dass ich heute, obwohl Freitag, keine Morgensportrunde einlegen würde, brauchte ich den Hübschen, der mir sagte: "Du bleibst jetzt noch eine halbe oder ganze Stunde liegen, das bringt doch nix so".

Hätte man selber drauf kommen können, bin ich aber nicht. Um sieben wurde mir dann Kaffee und Frühstück ans Bett gebracht, ich war sehr gerührt und glücklich. Mir war immer noch schlecht, aber ich kenne mich: wenn ich nix esse, wird das noch schlimmer, und auch wenn es wieder rauskommt, ist MIT schon besser als MIT NIX. Blieb alles drin, der Bauch rumorte gewaltig, der Kopf fühlte sich innen wund an, aber es ging millionenmal besser als vorher.

Also: ein etwas gedämpfter Start in den Tag. Dafür wars dann eigentlich ganz gut :-).

Habe mit dem Hübschen zum Fencheltee (Glamour pur!) noch ein paar Adventskalenderentscheidungen getroffen und dann für mein matschiges Gefühl erstaunlich viel Zeug erledigt bekommen. 

Bis zum Mittagessen hatte sich mein Magen von "Wenn ich Glück habe, bleibt Nudelsuppe drin" auf "Oder wir machen Ramen, richtig schön scharf" erholt, das war schön.

Nach dem Essen stand noch eine kurze Supporteinheit für einen Kollegen an.

Ich bin ja bei uns in der Gruppe "PQS Site Lead", das beinhaltet unter anderem, dass ich dafür sorgen muss, dass alle Early Impact Assessments für Updates von globalen Qualitätsdokumenten von den SEMs in unserer Gruppe rechtzeitig korrekt erledigt werden. Die Assessments müssen "neu" (seit ungefähr 2 Jahren) in einem "neuen" System erstellt werden und nachdem jedeR SME das ungefähr einmal pro Jahr oder so machen muss, ist da noch nicht besonders viel Erfahrung (und das System ist weder selbsterklärend noch intuitiv). Es gibt zwar Anleitungsvideos, ich habe für uns Gen X-Abteilung noch einen Walkthrough mit Screenshots erstellt und verteile das bei jedem Auftrag, aber es hakt doch immer wieder und ich bin ein bisschen stolz, dass ich meinen unfreiwilliger Superuser Status in diesem Fall tatsächlich ausfüllen kann und im nullkommanix sehe, wo das Häkchen vergessen wurde, wo man doppelklicken muss auf ein vermeintlich nicht änderbares Feld etc..

Anyway: ich habe diese Rolle bekommen, weil ich grad die erste Person war, die dem Chef über den Weg lief, als die Person, die das vorher gemacht hat, gesagt hat, dass sie geht und das jemand anders machen muss. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich einerseits die perfekte Person dafür bin, weil: meine Rolle ist es, dafür zu sorgen, dass alles zum festgelegten Due Date erledigt ist. Due Dates sind für mich ein stärkerer Motivator als alles andere auf der Welt, Pünktlichkeit ist mein ein und alles. Also werde ich schon nervös, wenn ich die Mail bekomme, dass xy aus meiner Gruppe dieses und jenes Assessment bekommen hat. Wenn noch eine Woche hin ist zum Due date und nix erledigt, wird mir das auch automatisch mitgeteilt. Und wenn sich dreit Tage vorher IMMER NOCH NIX getan hat, kriege ich tägliche Mails. Ich gebe diesen sehr formalistischen Druck sehr freundlich an meine KollegInnen weiter, immer mit dem Angebot, prozessseitig gerne zu helfen, und so sind wir eine der Gruppen, die immer alles rechtzeitig abliefert. Ich glaube allerdings, dass sich kaum jemand so stresst wie ich :-)

Nachdem ich pädagogisch wertvoll und konsequent meinem Kollegen erklärt hatte, was er tun muss, mit dem Nachsatz: "Ich bin jetzt eine Stunde weg, danach kann ich es auch machen, wenn es bei dir nicht klappt", ging es einkaufen.

Ich fand es heute im Supermarkt sehr nett und unterhaltsam, schickte den Kindern Fundstücke:

Aus naheliegenden Gründen

Zoomen Sie da ruhig mal rein. Quetschies sind die neuen Friseurläden!


freute mich über die Gemüseauslage und lilanen Chinakohl (überlege seitdem, ob der "normale" Chinakohl im Dunkeln wächst, wie bei Chicoree, wo es ja auch roten gibt. Wobei ich mich grad frage, ob der "normale" nicht an Licht grün wäre UND es halt auch roten gibt, und bei Licht halt lila wird, oder ob der lilane und der weisse sozusagen das China-Äquivalent von Weiss- und Blaukraut sind.).


Wir haben zwei oder dreimal zwischen "Sonntag machen wir Burger und Pommes" und "Sonntag machen wir Raclette" hin und her geswitcht (war mir am Schluss nicht sicher, ob wir jetzt alles haben oder am Ende Pommes und Käse gekauft haben), ich habe zur Verarbeitung von Dienstag noch reduzierte Halloweensüssigkeiten gekauft und dann.... wurden wir an der Selbstscankasse zur Stichprobe ausgewählt. Als die Kassenfrau also 10 zufällige Artikel scannte, wurden wir beide immer nervöser, weil "Haben wir das gescannt oder nur 3x drüber geredet und dann in den Wagen gelegt?" Nur bei den Eiern, die der Hübsche beim letzten mal Stichprobe vergessen hatte zu scannen, da waren wir uns todsicher, dass sie gescannt waren. Naja. Einer der 10 Artikel war NICHT gescannt, deshalb mussten wir alles nochmal scannen lassen. Und wir hatten einen ganzen Wocheneinkauf für unserer verfressene Familie im Wagen. Es ging also eine Zeitlang, wir wurden immer nervöser, WAS denn jetzt nicht gescannt war (der Hübsche hoffte ein bisschen, dass es etwas war, was ich in den Wagen gelegt hätte, damit die Eierdiebschmach getilgt würde, ich hatte Angst, dass wir vielleicht Hausverbot bekommen), und dann...... war die Summe des von professioneller Hand eingescannten Wageninhalts auf einmal um 45 Rappen NIEDRIGER als das, was wir eingescannt hatten. Ich bin ein bisschen stolz auf den Hübschen, der das Problem ziemlich schnell erkannt hatte: die Salami. Wir hatten nämlich zwei Packungen (derselben) Salami gekauft und das gemeinsam: der Hübsche hatte sie aus dem Regal genommen und ich hatte eine Packung 2x gescannt. Das ist absolut in Ordnung bei Produkten, wo jede Packung gleichviel kostet. Mir war bis heute nicht bewusst, dass im Coop fertig abgepackte Salami aufs Gramm genau ausgepreist wird und so hatten wir eine Packung für 7.10 CHF und eine für 6.65CHF im Wagen. Ich hatte 2x die 7.10CHF-Salami gescannt, zur Stichprobe wurde of all Einkäufe die 6.65CHF-Packung aus dem Wagen gefischt, die ich nicht gescannt hatte. Wir sind schon solche Meisterdiebe.... (unseren Selbstscan-Score haben wir uns vermutlich trotzdem versaut damit....)

Immerhin hatte der Kollege in der Zwischenzeit das Assessment ganz allein fertig abgeschlossen (Due date ist heute....) und ich konnte direkt in den Feierabend übergehen. Was ein Abenteuer.


Passend zum verhagelten Tagesstart noch eine Frage:

Was beinhaltet die morgendliche Sportrunde, wie hoch ist die Intensität und wie klappt es, dass Sie das jeden Tag schaffen?

Ich fang von hinten an: ich mache das gar nicht jeden Tag, sondern nur an den Tagen, an denen ich nicht mit dem Rad ins Büro fahre (und an denen ich keine mörderischen Kopfschmerzen habe).

Ich habe für mich diese Routine so entwickelt, dass es was ist, was für mich passt, was mich angemessen anstrengt, aber nicht so, dass es mir zuviel wird und ich mich davor "drücken" möchte respektive mir die Energie dafür ausgeht.

Ich mache folgendes:

75 Bauchroller (mit so einem Rad, ohne Rückholfeder oder so, ganz basic, aber auf den Knien, nicht aus dem Stand)

25 Liegestützen

35x Schulterzucken mit der 20kg Kettlebell

20x Kettlebell Heben mit beiden Armen so in den Knien (gibt bestimmt einen Fachausdruck jenseits von "Kayakmuskeltraining" dafür)

verschiedene Varianten von Coretraining/Seitstütz/Leglifts seitlich

und dann 30-45min auf dem Crosstrainer

Intensität: soviel wie geht. Für den Kraftteil ist es relativ gleich, mal sind es mehr, nie weniger Wiederholungen, am Crosstrainer stelle ich flexibel ein, wie es halt geht, bevor es mich vor Unterzucker runterpurzelt.

Ich mache das einfach jeden Nichtradeltag ohne drüber nachzudenken und muss eher aufpassen, dass ich auf meinen Körper höre und mir klarmachen, dass die Welt nicht untergeht, wenn ich es mal ausfallen lasse, weil ich zB krank bin.

Donnerstag, November 02, 2023

021123 Regendonnerstag

 Gestern abend hatte ich dank Mastodon noch eine Erkenntnis, die mir Seelenfrieden und ein Arbeitsgesprächsthema für heute gesichert hat und meinem Gegenüber sehr viel Spass bereitet hat.

Und zwar: ich hatte gestern auf meinem Arbeitsrechner noch einige Tabs mit Seiten des Kanton Aargau offen, zB Kantonspolizei, Formular für Online-.Anzeigen (zum Ausdrucken und mit der Post schicken, was ich natürlich nicht gemacht habe, weil man das bei der Suisse ePolice auch direkt ganz online machen kann), so Zeug. Die wollte ich dann gerne gestern zumachen und .... der Cursor verwandelte sich in eine Karotte. Ich dachte erst ...  hä? dann "VIRUS!" dann "Halluzinationen?". Bevor ich also bei der IT anrief, checkte ich andere Seiten: ein normaler Cursor (wenn man bei Google irgendwas mit Halloween suchte, schwebten unmotiviert Geister über den Bildschirm) auf allen anderen Seiten, auf den Polizeiseiten aber "Karotte". Ich fand das sehr verstörend, es waren jetzt ja keine Handschellen oder Blaulichter oder von mir aus Eier oder Böller, nein, eine Karotte. Ich habe Kollegen gefragt, aber nein, niemand hatte das bisher beobachtet, aber alle bestätigten: "Jepp, bei dir ist da eine Karotte". Ich war ein bisschen froh, dass ich die Online Anzeige schon am Tag vorher mit einem normalen Cursor erledigt hatte, eine Karotte von Feld zu Feld zu bewegen oder mit Karottenklick zu bestätigen, dass man sich bewusst ist, dass man für eine Falschanzeige in den Knast kommt, das schien mir ein bisschen absurd. Ich habe dann nicht bei der IT angerufen, einfach weil ich mich der Absurdität des Gesrpächs mit den Kollegen entweder in Warschau oder Barcelona nicht gewachsen fühlte. "My cursor turned into a carrot, is this an issue?" Ich habe die Seiten also geschlossen.

Am Abend lernte ich dann: gestern war in Aarau (Kantonshauptstadt) Rueblimärt und ... das scheint ein RIESENDING zu sein, ich wusste gar nicht, wie sehr sich der Aargau mit Karotten identifiziert, aber naja, wäre das auch geklärt. Happy Rüeblimärt. (heute wieder alles seirös an der Cursorfront, habe es ausprobiert)

Sonst: durch den strömenden Regen in die Arbeit geradelt (irgendwie hatte ich da letztes Jahr mehr Glück, bilde ich mir ein. Aber vllt ist es auch nur das: Einbildung und Verklärung), danke Überschuhen aber ganz trocken geblieben.

Arbeitstage im Büro sind im Moment ein bisschen emotional anstrengend, weil es an vielen Fronten menschelt, im guten wie im schlechten. Freu mich tatsächlich wieder auf mein einsames Homeoffice morgen.

Über Mittag war ich beim Yoga (die Kurse sind total überlaufen respektive total schnell ausgebucht, im Oktober habe ich gar nix erwischt, aber halt heute. War voll, ich hatte das Gefühl, sogar voller als die letzten Male, wobei das eigtl nicht sein kann, weil laut SHE nur 20 Leute in den Raum dürfen und das ist Gesetz. Vielleicht waren es 20 Menschen mit sehr langen Armen und Beinen. War gut, anstrengend, mein Rücken tut jetzt ganz anders weh als vorher.

Früher Feierabend, ich habe am Heimweg ganz glamourös Klopapier und Bartshampoo (nicht für mich, ich sags nur) eingekauft. Daheim war ich dann rechtschaffen platt, habe die Beine noch bei einem ausgiebigen (erfolglosen) Katzenründchen gelockert und dann... ja, dann sass ich ganz allein daheim.

Der Hübsche geht mit Kollegen auf die Herbstmäss, Q. holt Pfadigear im Stücki ab, L., das ist mein Favorit, bekommt von seinem Freund dessen Lieblingsfriseur gezeigt (und die Haare geschnitten? Ich bin gespannt)

Bin jetzt bisschen ratlos, wie weiter vorgehen, weil: wer isst wann? Ich zB hätte jetzt Hunger.

Werde aber erstmal meine Zehennägel ablackieren und dann duschen und dann schaumamal.


Eine kurze Frage von der Liste habe ich noch respektive die Antwort auf:

Woher haben Sie immer diese fancy Ideen? (bezog sich auf die gefriergetrockneten Erdbeeren als Beispiel): 

naja, aus dem Internet, woher sonst? Ich fand gefriergetrocknete Früchte immer schon interessant (ich sag nicht: gut, weil ich finde die Konsistenz an den Zähnen tatsächlich furchtbar, genau wie Meringue, da draufbeissen ist das Äquivalent von FIngernagel an der Wandtafel). Die sind za zB in Special K Red Fruits drin, da fand ich sie lecker, weil ich sie mit eben Flakes und Milch gemischt zerbissen habe. L. fand sie total faszinierend und richtig gut und im Einzelhandel gibt es sie halt nur für ein Vermögen in winzigen Portionen. Und wenn uns was schmeckt, dann gern in grossen Mengen. Und naja, so habe ich dann einen Sack gefriergetrocknete Erdbeeren bestellt (Koro: da kommt man ja praktisch nicht vorbei, wenn man Insta-Stories anschaut)

Mittwoch, November 01, 2023

011123 November

 OK, das ging jetzt doch irgendwie schnell vorbei, September und Oktober... naja. Draussen habe ich heute beim Heimradeln schon wieder einen unangenehm warmen Wind im Gesicht gehabt, es bleibt sich alles gleich.

Anyhow. November.

Wenn ich auf den Kalender schaue, werden wir ...

..erstmals erfahren, was mit einer Anzeige gegen Unbekannt so passiert (ich bin immer noch schockiert von gestern abend. Der Hübsche hat das Schadensbild nochmal angeschaut und vermutet zusätzlich zu den Eiern einen Böller auf der Türklinke. Was ist mit den Leuten.....)

... KEIN Pfadiznacht erleben, es wurde wegen "wir haben genug Geld" abgesagt

...3/4 noch Grippeimpfen lassen

... erfahren, wie es mit L.s Schilddrüse weitergehen wird

... die Kinder zum Nachtreff ihres Jamboree-Trupps bringen

... endlich einen Kollegen aus San Francisco F2F kennenlernen, mit dem ich seit ... 2019 zusammenarbeite

... die ersten Infoabende für L.s weiterführende Schulwahl besuchen

.. an einem 3tägigen F2F Workshop für das Jöbli teilnehmen

... bei Wind und Wetter ins Büro radeln

... den Hübschen nach Bayern schicken und evtl begleiten zum Wohnungräumen

... hoffentlich bald ein bisschen freie Zeit finden, um zu entscheiden, ob und wie ich meinen Geburtstag feiern möchte

... noch 2 Adventskalender mindestens besorgen

... über Weihnachtsgeschenke nachdenken

... hoffentlich endlich mal vernünftige Temperaturen erleben.