Montag, Januar 07, 2019

Montag, 07.01.19

Jede Stunde vor dem Weckerklingeln und dann vom Weckerklingeln aufgewacht. VOR Jonny (ha, zwei Wochen die Katze durch massives Ausschlafen auf 7:00h trainiert, und dann mit Wecker um 5:45h verwirrt. Ich habe aber darauf verzichtet, ihn zum Aufwecken in die Unterlippe zu beissen).
Q. ist definitiv mein Sohn. Aufstehen war (ist es eh nie unter der Woche, am Wochenende schon eher) kein Problem, er lag schon eine halbe Stunde vorher wach.

Selbergemachten Joghurt (das ist ja nun mal pipieinfach, auch schon nach dem Rezept in dem Zuckerzimtundliebe Frühstücksbuch, (affiliate link), aber noch einfacher mit der hier bei uns imHaus normal verwendeten fettarmen Milch und dem äquivalenten Joghurt und dem, wer hätte es gedacht, Joghurt-Programm unseres Backofens. Schmeckt: wie Naturjoghurt halt. Ich muss aktiv das Fädenziehen übersehen, sonst gruselt es mich ein wenig) mit TK-Himbeeren und selbergemachtem Granola gefrühstückt. In dem (ehemaligen Silberzwiebel-)Glas, in dem ich den Joghurt habe reifen (ist das das richtige Wort? Naja, halt bei 40Grad im Ofen habe von Milch mit Joghurt reingerührt zu Joghurt habe werden lassen) lassen und aus dem ich schon die Hälfte für den Hübschen in ein Schälchen geschüttet hatte. Sah aus keiner Perspektive instagrammable aus, war aber sehr lecker.

Bei der Arbeit zwangsweise so viele Leute umarmt und erzählt und zugehört, wie Weihnachten und der Jahreswechsel so war, dass ich erstens mit einer grossen Ladung Keime imprägniert bin und zweitens mich irgendwann hinter einer Trennwand versteckt habe und Durst und "MussmalPipi" sehr lang unterdrückt habe, weil ich nicht mehr "Happy new year"-umarmt werden wollte (hat mir Kopfweh von zuwenig trinken eingebracht, oder von den Keimen, wer weiss das schon).
Hinter der Trennwand war immerhin auch die Kaffeemaschine und eine Tüte Cantuccini. Und die Kollegin aus der Nachbarabteilung, von der ich nicht genau weiss, was sie macht und woher sie kommt und die sehr wenig spricht, normalerweise. Heute aber war ihr sehr kalt und sie wollte mit mir das Raumklima diskutieren (das zentral gesteuert wird), und  ich sollte dauernd ihre Gänsehaut und ihren Schüttelfrost fühlen, dabei war mir seit dem strammen Marsch durch frische 5 Grad vom Turmbüro ins Bahnhofsbüro den ganzen restlichen Tag so von innen glühend warm, wie einem eben nur wird, wenn man von draussen durchgepustet in ein warmes Gebäude kommt. Und so sassen wir neben einander, ich mit roten Wangen, hochgekrempelten Blusenärmeln und sie zitternd mit deckengrossem Schal und Wintermantel an, mit dem festen Vorsatz, nach Feierabend einen echten "coat for Swiss winter" zu kaufen. Für drinnen. (Meine Vorahnung: es wird eher ein Swiss Federbett werden, weil sie vermutlich einfach krank wird. Und ich dann bestimmt auch wegen Gänsehautanfassen.)

Sonst so: Dinge erledigt, Italienreise gebucht. Noch viel mehr Dinge erledigt.

Mittagessen: Ofengemüse mit Nudeln, Zuckerschoten, Mandelpesto und Selleriesalat

Gelesen:
Weiter in der Michelle Obama-Autobiographie (Affiliateink, aus Gründen als Hardcover, meine Güte, ist das unpraktisch! Aber ich wollte die Fotos in Farbe haben und es mir zu Weihnachten schenken lassen).

Einen Artikel von einer Autorin? Kolumnistin? Texterin? Bloggerin? Ich habe ja keine Ahnung, wie das richtig heisst und hatte von der Frau bis anhin auch noch nichts (bewusst) gelesen, die erstaunt ist, dass ihre Tochter es nicht toll findet, ungefragt mit Klarnamen und Foto im Internet seit Jahren als Kolumnenthema zu dienen. Ja, man kann Privatsphäre unterschiedlich definieren und leben,  aber das ist schon beeindruckend unreflektiert.

Einen Artikel, der den Shitstorm, den die ZDF-Reporterin Nicole Diekmann aktuell aus dem rechten Sumpf abbekommt, recht kurz zusammenfasst. Es ist ja eh so ein Phänomen, dass "Internetbeef" in echt erzählt/erklärt sehr schnell sehr skurril wirkt und in eine ganz neue Perspektive gerückt wird. Oft wirkt so etwas dann nur noch albern und die Nerven nicht Wert. In diesem Fall ist es erschreckend und beängstigend und unheimlich, wie die Äusserung einer, man sollte es meinen, Selbstverständlichkeit, nämlich "Nazis raus" und einer, wie ich finde, brilliant ironischen Antwort Mord- und Vergewaltigungsdrohungen en masse werden. Ich bewundere Nicole Diekmann für ihre nach aussen gezeigte Stärke und Ruhe und wünsche ihr, dass sie weiss und spürt, wie viele Menschen von diesem Shitstorm entsetzt sind. Und ich hoffe, sie hat die Kraft und den richtigen Anwalt, um sich solche schrecklichen Menschen zu wehren.

So.
Und zum Abschluss noch:
Stressleveldurchschnitt gestern: 19
Selbstbeweihräucherung: mit Q. eine ausführliche Diskussion über die Macht von Sprache geführt und ihn ermutigt, sich in der Schule ein wenig aus dem Fenster zu lehnen, aber nur so weit, wie er sich traut. Den Rest mache ich.

Sonntag, Januar 06, 2019

Es huift ja nix

Ein letzter Ferientag (Zeit wirds, mein Stresslevel lag gestern bei 10, ich möchte NICHT ausprobieren, was passiert, wenn er am Ende unter Null geht), stilecht ausgeschlafen (naja, mit Katzentatzen im Gesicht um 7 (Jonny hat Hunger und Langeweile) und um halb acht (Sansa vermisst den ausgesperrten Jonny)), ganz ohne Frühstück um 11 bei Freunden zum Geburtstagsbrunch aufgeschlagen.
Ich glaube, ich habe schon mal über die Art Erstzfamilie referiert, die sich hier aus dem erweiterten Kollegenkreis des ersten Jobs gebildet hat, oder? Naja, von der Jobsache her ist ja schon zu erwarten, dass es sich um einen Kreis ähnlich interessierter Menschen in ähnlichen Lebenslagen handelt. Deshalb ist es nicht soooo überraschend, dass die grossen Ereignisse wie Hochzeit, Hauskauf/-bau, Kinder relativ zeitnah stattfanden über die ganze Gruppe. Und deshalb ist es jetzt auch logisch, dass wir wieder alle in ähnlihen Situationen sind: Kinder kurz vor oder kurz nach Start der Pubertät, Sorgen um die Eltern, Häuser kurz vor oder kurz nach dem ersten signifikanten Umbau ca 10 Jahre nach Einzug, bisher immerhin im harten Kern der Truppe keine unerfreulichen Ereignisse wie Trennungen o.ä..
Was ich jedoch nicht erwartet hätte, ist, wie ähnlich unsere Interessen in sozusagen jobunabhängigen Dingen so sind. Nicht nur haben die meisten ihre Weihnachtsferien auch zum Planen der Somemrferien genutzt (ein wahrer Satz: "Einmal im Jahr habe ich so viel Ruhe, dass ich richtig Lust darauf habe: zwischen Weihnachten und Silverster."), nein, wir haben heute gehört, dass zwei Familien unabhängig voneinander und von uns diesen Sommer mit einem Roadtrip in Norwegen verbringen werden ("Und, das glaubt einem ja keiner, auf gar keinen Fall IN EINEM CAMPER!"), die einen sogar dezidiert, um ihr Elektroauto mal in seiner natürlichen Umgebung zu nutzen. Lustigerweise sind die einen sogar (unabhängig von uns) beim gleichen Kieler Reisebüro gelandet, die unseren Trip organisiert haben, und ja, natürlich buchen sie auch alles vor, weil "Meine Güte, so auf gut Glück spontan drauflosfahren, ich krieg schon Stresspusteln beim Gedanken dran"

Filterbubble getting real!

Daheim dann: Wäsche fertigerledigt, Schul- und Arbeitstaschen gepackt, Frühstück und Znüniboxen für morgen gerichtet, Wecker gestellt, los gehts!

Selbstbeweihräucherung: Frei Schnauze leckere grüne Nudelsosse gekocht. Und zähneknirschend die wenigen Blusen, die es brauchen, gebügelt. Und mit meiner kleinen Schwester in .... tadaaaaaa, Hochzeitsvorfreude geschwelgt.

Samstag, Januar 05, 2019

WMDEDGT 01/19


You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").

Das heisst, heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten (die sich um 18:00h freischaltet).

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:

  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung)
  • verlinken


Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Inlinkz damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.

Jetzt aber:
erstmals aufgewacht um sieben von einer hakeligen Katzenpfote im Gesicht, also Jonny mit Futter vor die Schlafzimmertür setzen.
Um viertel vor acht nochmal aufgewacht und zwar stinkwütend aus einem Traum, in dem ein ... egal, ich war viel zu lange wütend, ich habe nämlich in dem nochmal weiterbacheln danach mit Absicht weitergeträumt, wie ich es dem Typ mit unglaublicher Schlagfertigkeit und einem bitterbösen Blogpost mal sowas von gezeigt haben (Hat im Halbschlaf schon nicht geklappt, aber jetzt wissen Sie mal, WIE nachtragend ich bin).

Heute ist ja Schneechaos, d.h. es fielen dicke nasse Flocken und ein bisschen was lag auch draussen noch rum. Grund genug, sich kuschelig warm und gemütlich anzuziehen:

Daheim trage ich immer noch meine heissgeliebten Bootcut Jeans, bis mir die letzten vom Hintern bröseln (dauert nicht mehr lang)

Irgendwann hat es angefangen, dass ich mich ohne Lippenstift sowieso und mit dezentem auch eher nackt fühle.
Tja.
Der Schnee an sich war nur so mittelspektakulär (wie ich echten Schnee hier vermisse, das geht auch nach 16 Jahren nicht weg), aber der erste für die Katzen. Es war ziemlich lustig, wie sie erst sehr skeptisch waren, dann (Sansa) mutig und versuchte, die Flocken zu fangen, aber irgendwann fanden sie es nur noch ein bisschen mühsam, dass die Pfoten so kalt und nass wurden.


Unter der Hecke war es noch am trockensten.

Jetzt aber los!

Da sieht sie wirklich nach einer riesigen Maine Coone-Katze aus. In echt ist sie ziemlich kelin und hat ein winziges Köpfchen















Nach einem späten, ausführlichen Frühstück machten wir uns (in Begleitung von Jon und Sansa :-)) auf, um die Nachbarn, die während Malta auf sie aufgepasst haben, zu fragen, ob sie das auch während unserer Skiferien übernehmen würden. Werden sie! Es war sehr lustig zu sehen, wie zutraulich die beiden Katzen ihnen gegenüber noch sind (Sansa hat immer durch ihr Katzentörli gestarrt, es sah aus, als ob sie die kleine Babykatzen von drinnen zum Spielen rauslocken wollen würde; Jon hingegen ist erstmal durch die offene Haustür ins Wohnzimmer reingelatscht.

Auf dem Rückweg bin ich nochmal zum coop, weil ich gar nicht glauben konnte, als der Hübsche mit der Aussage heimkam, es gäbe einfach keinen Traubenzucker (ausser halt in Täfelchen). Er hatte aber recht und dort wo (ich schwör, ich sehe den Beutel noch vor meinem inneren Auge) vor ein paar Jahren neben Puder-, Kristall- und Gelierzucker eben auch Traubenzucker stand, gab es jetz ohne Witz 4 Regalmeter verschiedenster Zuckerinkarnationen, alles von INDUSTRIEZUCKER über Agavendicksaft, Kokosblütenzucker, Paraguayanischen weiss der Geier, Muscovado, Ahornsirup, Fruchtzucker, Honig, und dann natürlich noch alle Ersatzsstoffe wie Aspartam, Xylit, Mannit,  Erythrit, alles was für lecker Sprühwurst sorgt, aber halt tatsächlich kein Traubenzucker. So gefährliches Zeug gibt es nur in der Apotheke nebenan.

Den Traubenzucker brauchte ich übrigens, weil ich aus dem neuen Kochbuch  (Affiliate link) neben einer grossen Portion Granola (mit Honig, Vanille, Zimt, Orangenschale und -saft, sowie natürlich jeder Menge Flocken, Kerne und Nüsse)


auch noch probieren wollte, ob das Rezept für Salted Caramel-Creme ähnlich lecker werden würde wie die für die Geburtstagstoffeecreme gekaufte (und in dem Rezept war eben neben Zucker auch noch Glukose verlangt).
Abgefüllt in nicht ganz stilechte Gläser, aber sehr lecker!


Am Nachmittag haben wir dann den nadelnden Christbaum entkugelt und alles Weihnachtsgedöns aufgeräumt. Eigentlich machen wir das immer am Dreikönigstag, aber wir sind morgen auf einen Geburtstagsbrunch eingeladen und danach mag ich das sicher nicht mehr machen. Fazit nach dem ersten Weihnachten mit Katzen: sie fanden den Baum viel uninteressanter als wir dachten. EIn zwei Kugeln an den unteren Zweigen wurden bespielt, aber die antizipierten Verfolgungsjagden durch den Baum blieben aus. Beim sportlichen Abräumen zeigte sich dann allerdings, dass zwei der vermeintlichen Plastikkugeln doch aus Glas waren. (Naja, eigentlich sogar mehr, aber zweisind zerbrochen).

Ansonsten: Bettwäschewechsel, Eintragen der Reiseroute auf die "Canada 2019"-My-Map, "Black Panther" mit den Kindern, Hähnchenschnitzel in grün aus .... genau: dem neuen Kochbuch, Sauna, geht so.

Freitag, Januar 04, 2019

Back to normal

Gestern abend in vollem Bewusstsein der Unvernunft nach 23:00 mit "Birdbox" angefangen, obwohl klar war, dass mein Wecker heute morgen um 7 läuten würde und ich bei "Birdbox" auf gar keinen Fall zwischendrin Pause machen können würde, weil waaaaaah! (naja, es war nicht so super gut mit eingerechnet, dass ich auch nicht wirklich total gut einschlafen können würde, und so wurde es dann fast zwei, bis ich schlief. Aber egal, der Film war's wert, echt, echt spannend, echt, echt gruselig, echt, echt nix für schwache Nerven (naja, Sandra Bullock kann alles machen und ich finde sie super) und hm, so direkt danach verstehe ich, dass man nicht unbedingt mit offenen Augen aus dem Haus gehen möchte, aber dass Netflix allen Ernstes davor warnen muss, sich an einer "Birdbox Challenge" zu beteiligen, spricht nicht gerade für Homo sapiens als Krönung der Schöpfung.
Ich war zwischendrin kurz (mit offenen Augen!) auf dem WC und als ich zurück kam, war mein Platz belegt:

Das war so süss, dass ich mich für den Rest des Films auf einen Schreibtischstuhl gesetzt habe und die zwei habe kuscheln lassen.

Dann heute morgen 7:00h: WECKER! (Jajajaja, wir haben immer noch Ferien, aber eine letzte Einkaufsrunde stand an vor dem Start in den Alltag am Montag und aus Erfahrung bin ich am schnellsten, wenn ich Punkt acht mit Ladenöffnung durch den Supermarkt sause, dann bin ich in 40 Minuten maximal mit einem Wochengrosseinkauf incl Zahlen und ins Autoladen fertig. Danach sind einfach zu viele Leute da, um meine Pace durchzuziehen.
Es fehlte nach unserer Weihnachtsschlemmerei gar nicht sooo viel, vor allem das, was man für Znüniboxen und schnelle Wochentagsfrühstücke braucht, frisches Obst und Eier. Ausserdem besorgte ich noch die Zutaten für Pizza heute abend (wir starten langsam wieder in den Alltag, das heisst auch Freitagabendpizza!) und für etwas bestimmt sehr Leckeres aus dem neuen Kochbuch (Affiliate link), das ich zum Geburtstag bekommen habe (Grad mal "grüne Brösel" vorbereitet. Erstmals was mit Panko, ich bin sehr gespannt)
Im Anschluss habe ich meine Gelnägel erneuern lassen. Kleines Update: ich lasse das immer noch alle drei bis vier Wochen machen, seitdem hält der Nagellack eine ganze Woche (und länger, wenn er mir nicht fad werden würde), immer noch nur Natur und farblos, mittlerweile nicht mehr rund, sondern "rounded square", wie man auf den am Fotoautomat ausgedruckten Screenshots von "USA Nails" ablesen kann. Alle paar Wochen ist jemand anders im Nagelladen, jeder macht es ein bisschen anders, das macht mich persönlich ganz wuschig. Es ist für mich eh eine Qual (gehen Sie mir weg mit Entschleunigung), 40 Minuten bis eine Stunde rumzusitzen, nix anderes machen zu können, weil jemand an meinen Fingern rumfummelt, hinter mir wird der Altar mit Zigaretten und brennenden Orangen angefeuert (kein Witz), es dudelt thailändische Musik via Youtube und ich KANN NIX MACHEN. Normalerweise teile ich mir die Zeit dann in Häppchen (zB erst kommt der schrubbelige Schleifer, alle 10 Finger, dann die Feile, dann der noch schrubbeligere Schleifer, dann die erste Schicht dünnflüssiges Zeug, dann Pulverpamp, jede Hand kurz unters UV-Licht, dann wird in nochmal geglättet und mit den bleistiftartigen Schleifer die Nagelinnenseite ausgefeilt, dann kommt die viereckige Glanzfeile, dann das Gel drüber, aushärten, mit Ethanol abwischen, dann sofort sagen: "Keine Handcreme" und neu "Danke, kein Nagelöl" fertig) und kann mir so an jedem Punkt den prozentualen Fortschritt ausrechnen (zB rechter Mittelfinger bei Bleistiftschleifer bedeutet 30% von Arbeitsschritt 8, d.h. 58.45% Gesamtfortschritt, wenn man davon ausgeht, dass alle 13 Arbeitsschritte in etwa gleich lang dauern. Ja, was soll ich denn sonst machen, wenn ich da so rumsitze und versuche nicht zu atmen und nichts zu hören?), aber wenn diese Routine alle paar Mal umgeworfen wird (heute zB wurde der Pulverpamp in dicken Klocksen aufgetragen und dann Nägel praktisch rausgebildhauert), dann bin ich da total orientierungslos.
Nun ja.

Daheim dann ausgiebiges Frühstücken, das schöne (kalte) Wetter geniesen (mal auf dem Pausenhof schauen, ob das Schulhaus noch steht und ausnutzen, dass keiner auf dem coolen Spielplatz ist und die strengen Regeln, welche Klasse wann was machen darf, noch nicht wieder gelten.

Ein kurzer Blick in die Arbeitsmail zeigt, dass ich auch fast 4 Jahre nach Verlassen meiner Abteilung noch das Intranetgesicht derselben bin (naja, nicht direkt das Gesicht, wir hatten mal ein Fotoshooting im Betrieb und da habe ich högscht kompetent durch den Mannlochdeckel in einen Trockner hineingeleuchtet und diese taschenlampenhaltenden Hände (incl derselben Ringe, die ich immer noch trage) sind das Titelbild. (Anscheinend ist das Originalbild verschollen und ich soll mal schauen, ob ich das noch wo habe. Das mache ich dann am Montag. (notiert: "Handmodel" in Zusatzskills im CV)

Die Kinder durften neben süssem Nichtstun auch mal wieder in ihre Schulsachen hineinschnuppern, eine Runde Französisch für Q., eine Runde Englisch für L., so hoffen wir, wird der Start am Montag nicht zu heftig.
Der Hübsche und ich haben dem Weihnachtsspeck (zwei Wochen viel und gut essen und trinken, dazu weniger bewegen als sonst machen sich vom Gefühl, aber auch von den Zahlen auf der Waage her bemerkbar) aktiv den Kampf angesagt und sind eine Runde rennen gegangen (er draussen, ich auf dem Crosstrainer, weil halt), weil morgen soll es schneien, da läuft keiner (zumindest draussen nicht).

Ansonsten: Ferien eingegeben, Flüge reserviert, Reiseanmeldung für Kanada abgeschickt! Es wird!


Eine kleine Anmerkung ausser der Reihe noch: wie Sie vielleicht (oder auch nicht, man verliert da ja gern mal ein bisschen die Perspektive, inwieweit die eigenen Interessensschwerpunkte auch für den Rest der Welt relevant sind) wissen, kann man ja endlich das Tesla Model 3 (praktisch den kleinen Bruder unseres Autos, wobei "klein" relativ ist) auch in Europa vorbestellen. Auch wenn es im Configurator nicht so aussieht, gibt es trotzdem ein Referralprogramm auch fürs Model 3. Mit Code bekommt man sechsmonatige kostenlose Supercharger-Nutzung, dafür muss der Referral-Code nachträglich von Tesla eingetragen werden. Das kann über die Email-Adresse buildmy3EMEA@tesla.com oder einen Anruf beim Tesla Sales Team erfolgen.

Die Mail sollte die folgenden Daten enthalten:
  • Betreff „Referral“
  • Ihre Kontaktdaten
  • Ihre Reservierungsnummer (RN...) für das Model 3
  • den Referral-Code von uns (“christian6334“)

So, wäre das also auch gesagt (und der Transparenz halber sei gesagt, dass wir für erfolgreiche Vermittlungen Prämien anhand des aktuellen Prämienkatalogs bekommen (Ich meine: wer möchte nicht sein Lieblingsbild in Glas graviert auf eine Reise ins All schicken?)

Und zum guten Abschluss noch:
Stressleveldurchschnitt gestern: 11 (ich frage mich, ob ich noch atme, so entspannt bin ich)
Selbstbeweihräucherung: on track, was Kanada angeht

Donnerstag, Januar 03, 2019

DINGDINGDING Donnerstag

Wichtigste Nachricht vorneweg: es ist erst Donnerstag, morgen ist weder Samstag noch der 5. und deshalb auch noch kein #WMDEDGT. Und wir haben noch drei volle Tage frei. Puh, da herrschte heute morgen eine gewisse Verwirrung.
Sonst so: gemeinschaftlicher Putzmorgen, will heissen: Die Küche und alle drei Bäder sind blitzeblank grundüberholt und gewischt und aufgeräumt, die Treppen gewischt, Wäsche erledigt, Leergut entsorgt und das Auto von allen Tannennadeln und allem Dreck und Dappern und Schneematsch und überhaupt befreit (wundert es Sie, dass wir neben "Km insgesamt", "km mit der letzten Ladung" auch "km seit dem letzten Waschen" tracken?). Zusammen geht das tatsächlich recht flott, wir haben es die letzte Ferientage noch richtig schön und keiner muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn am Montag die Putzfrau aus ihren Ferien wiederkommt.
Ansonsten: Gemütlich gechillt, die Kinder haben die neue Staffel "Eine Reihe betrüblicher Ereignisse" gebingt (gestern angefangen und noch nicht ganz durch), die Katzen waren viel draussen, und wir haben am Abend noch eine kurze Erledigungsrunde (Reinigung, Katzenfuttergrosseinkauf (jedesmal denke ich: "Jetzt ist es vielleicht wirklich das letzte Mal Welpenfutter!"), dm, Kinderpyjama, Kinderpulli und -bücher, und zu krönenden Abschluss das von den Kindern gewünschte "Sushi-All-You-Can-Eat".
Das war ein schöner Ferientag, der für uns grosse in der Sauna abgeschlossen wird.

Update Reiseplanung: die Agenturen, die sich mehr Zeit mit dem Antworten lassen, nehmen sich nicht unbedingt mehr Zeit, die Anforderungen zu lesen. Am Sonntag machen wir das fix.

Stressleveldurchschnitt gestern: 19
Selbstbeweihräucherung: ganz ehrlich gewesen und gesagt "Das wünsche ich Dir auch." (L. hat mir erst ein Kompliment für meinen Pulli gemacht (okay, erst hat er, nachdem er mir das ganze Essen gegenüber sass, gefragt, ob ich den Pulli schon die ganze Zeit anhätte) und dann gemeint: "Ach, ich wünsche mir, dass meine Kinder auch so sind wie ich.". Und meine Antwort war nicht das scheinbar elternübliche "ICH WÜNSCH DIR FREUNDCHEN, DASS DEINE KINDER AUCH MAL SO KACKBRATZEN SIND WIE DU!", sondern, um in Teeniesprech zu verfallen "Volle Gönnung, Bruder!"

Mittwoch, Januar 02, 2019

Im Sauseschritt

Es ist der erste Werktag des neuen Jahres, ich merke das vor allem daran, dass ich Arbeitsemails ignoriere (es ist eh fast keienr im Büro und die, die da sind, sind da, um Liegengebliebenes in Ruhe abzuarbeiten, nicht um Antworten auf Emails zu bekommen. Das wäre sogar hinderlich auf dem Weg u Inbox Zero). Wir haben deshalb beschlossen, unseren in lockerer Folge einmal jährlichen Besuch im Spassbad zu unternehmen. In der direkten Umgebung gehen wir eigentlich nicht mehr, in das eine nicht, weil mir da mein Geldbeutel vor .... 8 Jahren geklaut wurde und das Personal nicht hilfreich (tja, ich habe ein Elefantengedächtnis. Das Ding wird von der Natur schon wieder zurückerobert sein und ich werde meinen Urenkeln erklären, dass dort das Schwimmbad mit den hässlichsten 70er Jahre-Fliesen und sehr unfreundlichem Personal UND DIEBEN war und auf die Ruinen spucken. Oder so), in das andere,  weil es ... echt teuer ist, die Rutschen nur so mittel und die Wahrscheinlichkeit, dass man jemandem von der Arbeit spärlich bekleidet über den Weg läuft, bei ungefähr 70%  liegt. Stattdessen fahren wir eine gute Stunde ins Alpamare nach Pfäffikon am Zürichsee (ein bisschen Nostalgie ist auch dabei, weil das Alpamare in Bad Tölz das erste Wellenbad war, das wir jemals besucht haben. Das gibt es schon lange nicht mehr, aber das ehemalige Partnerbad am Zürichsee schon.), die haben sogar richtig renoviert, seitdem wir zum letzten Mal da waren.
Es bietet sich übrigens an, sein Ticket online zu kaufen, da gibt es erstens ein Family-Paket im Winter und zweitens muss man dann nicht an der Kasse anstehen (und da steht man in den Ferien lang), sondern kann relativ direkt durchlaufen.
Heute war es wirklich wunderbar: L. traut sich endlich auch ohne Bibbern alle Rutschen, auch gerne mit Q. zusammen im Doppelbob. Er ist auch gross genug, dass ich mir keine Sorgen mehr mache, dass er durch den Reifen rutscht und verschwindet. Der Hübsche und ich haben allerdings festgestellt, dass wir halt beide nicht mehr 20 sind (wir waren mit 25 oder 26 oder 27 zum ersten Mal dort, auf jeden Fall noch ohne Kinder, aber schon in der Schweiz, da sind wir so wild gerutscht, dass wir uns überschlagen haben und ich vor Schreck weinen musste und in der Wildwasserbahn habe ich mir so fest die Hand angeschlagen, dass ich bis zum Schluss nicht sicher war, ob sie nicht vielleicht doch gebrochen ist) und bei der einen oder anderen (also: ganz schön vielen) Bahn es uns schon zu viel ruckelt und rüttelt für unsere alten Knochen.
Aber immerhin sind wir beide über 16 und dürfen ins heisse Iodbecken.

Wieder daheim setzte ich mich an Q.s Schreibtisch (mit sehr kuscheliger Begleitung)


und sichtete die diversen Offerten* an Kanadareisen.
1. Fazit: das wird sehr, sehr grossartig.***
2. Fazit: soooo unterschiedlich sind die angebotenen Touren nicht.
3. Fazit: die Schlagzahl in der Antwortfrequenz und die geforderte / gewünschte / forcierte Art der Kommunikation macht es dann doch relativ einfach, sich für einen Anbieter zu entscheiden, auch wenn der nicht der allergünstigste ist.
4. Es ist es total super, ohne schlechtes Gewissen und finanzielle Sorgen so einen Urlaub planen zu können.

Ich warte jetzt noch ein paar Tage auf ein paar verspätete Offerten respektive die Updates für mit ohne Minivan (Wirklich ALLE haben uns als Fahrzeug einen Minivan vorgeschlagen). Wir sind 4 Personen, planen nicht, Hitchhiker oder Bären mitzunehmen, warum sollten wir einen 7Sitzer brauchen? Die Kinder wollen übrigens einen Pickup und auf der Ladefläche reisen, es wird wohl auf einen SUV rauslaufen.

Zum Abendessen gab es dann Soulfood: Selbergemachte Pasta Carbonara oder Skifahrsuppe oder beides.

Und morgen ist schon Donnerstag.

Stressleveldurchschnitt gestern: 19
Selbstbeweihräucherung: ich finde mein Googlesheet, das die verschiedenen Offerten vergleicht, ziemlich gut. Und überhaupt den Google-Drive-Ordner "Kanada 2019" mit der personalisierten Karte und so schon auch.

* Ich mache das so: ich suche mir online verschiedene Anbieter** für die Art Reise raus, die ich mir vorstelle (in unserem Fall: Mietwagenrundreise Westkanada), ignoriere alle Katalogvorschläge und Kontaktformulare, sondern suche mir die Kontaktemailadressen raus. An die schicke ich alle zusammen (mit bcc) dieselbe Email, in der ich aufschreibe, was uns wichtig ist. In diesem Fall war das: der Zeitraum, das schon gebuchte Whale-Kayak-Camp, am liebsten zwei Nächte pro Unterkunft, wenn möglich Appartments oder Cabins oder so was, die gewünschten Flughäfen (Basel/Zürich und Vancouver/Calgary), und AUF KEINEN FALL EINEN CAMPER.

Wie man bei mir punktet:
schnelle Antwort (ich weiss, das ist ein bisschen fies, wenn ich die Anfrage am 31. Dezember stelle)
mit durchdachten Vorschlägen

Wie eher nicht so:
"Ich habe schon tolle Ideen, wann kann ich Sie denn telefonisch erreichen, um das persönlich zu besprechen?"
und (das ist mein Favorit, besonders, nachdem ich die Offerten mit all den niedlichen Blockhütten an Bergseen bekommen habe):
"Leider gibt es die von Ihnen gewünschte Unterkunftart in Westkanada nicht, aber schicken Sie uns doch bitte all Ihre persönlichen Daten, Passkopien und Bankverbindung, dann suchen wir Ihnen was anderes raus. Oder kommen Sie vorbei".

Ich warte jetzt noch ein paar Tage auf ein paar verspätete Offerten respektive die Updates für mit ohne Minivan (Wirklich ALLE haben uns als Fahrzeug einen Minivan vorgeschlagen). Wir sind 4 Personen, planen nicht, Hitchhiker oder Bären mitzunehmen, warum sollten wir einen 7Sitzer brauchen? Die Kinder wollen übrigens einen Pickup und auf der Ladefläche reisen, es wird wohl auf einen SUV rauslaufen.


** Nach den grossartigen Erfahrungen mit Island und Norwegen schwöre ich auf Reisebüros, die sich auf eine Destination spezialisiert haben. Mir ist es egal, ob die in Hinterpusemuckel sitzen, ich muss da nicht bei einem Kaffee in Fotoalben schwelgen oder Stockfotos aus Katalogen anschauen, mir ist es wichtig, dass auf meine Ideen eingegangen wird, aus Erfahrung gute Tipps gegeben werden und das ganze gut organisiert wird und ich nur mit einem Anbieter diskutieren muss und nicht mit dröflzig verschiedenen Hotels und tralala.

*** Oder auch nicht. Eine Kollegin, die vor ein paar Jahren einen dreiwöchigen Kanada-Urlaub gemacht hat, kam frühzeitig zurück und meinte "Das waren die langweiligsten Ferien, die ich je gemacht habe. Strasse, Wald, Wald, Strasse, Berg, Wald, Wald, Strasse" (ich glaube, wir haben unterschiedliche Vorstellungen von Ferien.)

Dienstag, Januar 01, 2019

2019

Da isses nun, das neue Jahr (mental hänge ich immer nochim März 2017, aber darauf kann man natürlich keine Rücksicht nehmen).
Ich wage dieses Jahr keine Voraussage, dass es vielleicht mal ruhiger werden könnte, wenn man so drauf schaut, was wir alles vorhaben, tja, dann wohl eher nicht.

Immerhin steht für die Jungs diesmal kein Schulwechsel an, sie werden beide noch zwei Jahre bei ihren aktuellen Lehrkräften bleiben.
Wir werden im Februar hoch in die Berge Skifahren gehen, im Juli in Kanada Wale, Bären und Elche anschauen und viel wandern, aber auch Grossstadtflair schnuppern. (ich habe es geschafft, mit der Buchung des Whale Watching Kayak-Camps meine Kreditkarte zu sperren. Immerhin ist die Hotline bei der UBS auch am Feiertag rund um die Uhr besetzt :-))
Wir werden mindestens eine Hochzeit mitfeiern und eine Silberhochzeit.
Wir werden Besuch aus Leipzig bekommen, sicher nach München und Nierstein fahren, der Hübsche wird mit Bruder und Mutter nach Wien reisen, vielleicht verreisen der Hübsche und ich spontan in den Herbstferien nochmal, wenn die Kinder aus dem Haus sind?
Es wird dieses Jahr nämlich zum ersten Mal seit ewig kein Sola der Pfadis geben, weil im Sommer das grosse World Jamboree in Virginia stattfindet. Q. ist dafür zwei Woche zu jung (phew), für ihn und L. steht dann das nächste Jamboree in Südkorea an. Dafür fahren die jüngeren Pfadis und Wölfli aber in ein Herbstlager (stimmt: L. wird dieses Jahr ja auch Pfadi!)
Beruflich wird der Hübsche wohl mindestens einmal nach Asien reisen, ich bisher vor allem nach Italien, das kennen wir ja schon. Ich habe meinen Namen in den Hut für hochgeheime, sehr kurzfristige Projekte geworfen, mal sehen, vielleicht ergibt sich da dieses Jahr etwas.


Ansonsten haben wir eigentlich nix vor, ganz besonders nicht am Haus und an den Installationen, wenn das bitte alle Haushaltsgeräte mal zur Kenntnis nehmen könnten?

Blogtechnisch wird sich ziemlich genau auch gar nix ändern, vielleicht öffne ich die Kommentare mal wieder, aber vielleicht ist das auch nur die unglaubliche Entspannung, die da aus mir spricht :-).
Es wird also nach wie vor jeden 5. (kleiner Hinweis: das erste Mal wäre dann diesen Samstag) ein #WMDEDGT geben, ich werde nach wie vor jeden Tag etwas schreiben (wir werden sehen, wie gut das in der kanadishen Wildnis  klappt), ich werde nach wie vor versuchen, jeden Tag etwas zu finden, auf das ich stolz sein kann. Es wird hier nach wie vor keine Werbung geben, keine Kooperationen, dafür aber Kinderbilder auch von vorn.

Vorsätze habe ich keine, ich meine, was soll ich denn noch alles (nicht) machen?

In diesem Sinne: einen guten Start ins Jahr 2019 wünsche ich Ihnen und wenn Sie morgen ein paar Daumen überhätten, jemand in meiner Familie könnte sie sehr, sehr gut gebrauchen.

Stressleveldurchschnitt gestern: 18
Selbstbeweihräucherung: Kinder in der Skischule angemeldet und Platz in der winzigen FondueHütte am Skiort reserviert.