Dienstag, August 07, 2018

Achtsamkeit, Alda!

Also: zwei Geschichten habe ich heute für Sie:


1. Ich war ja zu Schulzeiten (ich glaube, es war in der 6. oder 7. Klasse) einmal mit dem Nachthemd in der Schule, weil ich fand, dass das so schick aussieht (und bin erstaunlich cool geblieben, als jemand mein Kleid mit "Meine Kusine hat ein Nachthemd, das schaut ganz ähnlich aus" kommentiert hat.). Heute hatte ich erstmals meinen neuen Jumpsuit zur Arbeit an. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob er eher wie ein Pyjama oder ein 70er-Jahre ABBA-Kostüm aussieht, aber das ist mir auch egal, er passt super, ist ultrabequem (spricht wieder für Pyjama) und ist bei dem Wetter sehr angenehm zu tragen. Ich habe auch nur einen Kommentar bekommen (Next level: im Real Life die Kommentarfunktion abschalten. Ich arbeite dran), nämlich "Hui, was hast DU denn an?!", aber das nehme ich ja in der karohemdenuniformierten Umgebung ja mittlerweile sehr locker. Ein "Schick, gell?" führte zu Detailfragen zum Stoff und weiteres konnte ich durch ein breites Grinsen, das dazu führte, dass ein fast verheiltes Lippenherpsbläschen in einem spektakulären Blutbad aufplatzte, vermeiden.
Das ist übrigens am Ende des Tages. Leicht derangiert und mit schwerem und etwas untypischem Gepäck, weil:




2. In meiner Zeit in San Diego habe ich ja das Konzept "Sport über Mittag" (und überhaupt Aerobic) kennengelernt. Ausserhalb von San Diego (wo ich ja mehr oder weniger alles ausprobiert habe) fand ich das Konzept dann eher nur so mittelpraktisch, weil "Sport statt Essen" bei mir eh nicht funktioniert, ich zur Mittagessenzeit eh schon so unterzuckert bin, dass ich es mit Müh und Not aufrecht in die Kantine schaffe, aber sicher keine Laufrunde (höhö, as if) oder eine Fitnessstudiorunde. Und dann kommt dazu, dass ich nach dem Sport natürlich verschwitzt und überhaupt derangiert bin und wenn ich also Sport mache, dusche, Restaurierungsarbeiten UND Essen, dann sind dann gleich mal zwei Stunden rum und soviel Zeit habe ich über Mittag und überhaupt an einem Arbeitstag echt nicht zu verschenken. Aber: bei uns auf dem Areal gibt es ein Fitnesstudio, es gibt den Sportclub, der zu echt kleinen Preisen verschiedene Sportarten anbietet und irgendwie nagte es doch an mir. Ich hab zwar so viel um die Ohren, dass ich nicht noch ein Firmensportteam mit unterkriege, aber hm. Wie erwähnt, kam dann irgendwann ein Aufruf, dass es doch das Yoga-Team gäbe und überhaupt ware das super, über Mittag und ganz grossartig. Spontan bin ich also dem Sportclub beigetreten, habe die Yogatermine in den Kalender eingetragen,meine Yogamatte (ja da staunen Sie!) ins Büro mitgenommen, dann musste ich nach Italien, dann waren ich drei Wochen weg und KEIN EINZIGES MAL BEIM YOGA. Heute aber war es dann soweit, ich war sehr unsicher, wo das überhaut ist (ich habe mich in den Katakomben schon das eine oder andere Mal verlaufen,), ob man sich da umziehn kann oder ob ich schon barfuss und in Schlumpfklamotten da runter gehen soll, aber irgendwie hat dann doch alles geklappt. Hungertechnisch war ich ein richtiger Fuchs, ich hatte nämlich um halb 11 ein Müesli gegessen und danach in der Cafeteria noch ein kleines Birchermüesli geholt. Bei dem Wetter geht bei mir eh nicht viel anderes rein.
Yoga fand ich insofern eine tolle Idee, als eben, Yoga (nicht so sehr der spirituelle Teil, das kann man für mich sehr gut weglassen und tat das heute auch, weil eigentlich war es Yogalates, sondern halt das Dehnen, die Beweglichkeit, die Balance und die Kraft., und als auch: soooo krass kommt man da nicht ins Schwitzen, dass man sich danach voll restaurieren müsste. Dachte ich und hatte zwar Sportklamotten, aber kein Duschzeug und keine frischen Klamotten mitgenommen. Hahahahahaha.
Auch wenn der Russe kommt: der Yogaraum ist ein safe space.
Der Raum, direkt neben dem Schutzraum und ungefähr 4 Stockwerke unterhalb meiner Komfortzone, war eigentlich noch recht kühl, eben: unter der Erde so eine Art Tunnel mit Parkett (?!), aber es hat halt überrall ungefähr 10000 Grad, also auch im Keller unter dem Keller. Und anstrengend war es auch, nicht furchtbar, aber doch, also habe ich halt ein bisschen Katzenwäsce danach betrieben, mit meinem immer dabeien Kosmetikbeutel ein wenig Gesichtsrestaurierung betrieben und für den Nachmittag ein bisschen Abstand zu Kollegen gehalten.
Alles in allem sehr wiederholungswürdig. Demnächst muss ich mal die Yogastunde am Turm ausprobieren, weil die ist oberirdisch da scheint es irgendeine Art Beef zwischen den Gruppen zu geben und das will ich doch mal genauer wissen.


Sonst so:
Gut vorangekommen, jemand hat vor den Ferien sehr fleissig vorgearbeitet und das auch gut dokumentiert, im Stil von: Blabla Risk Assessment vorbereitet, Dokumentnummer 13093289, Berechnung fehlt, ist vorbereitet, im Ordner blabla. Ich arbeite sehr gern mit mir zuammen :-)
Abends rheinabwärts in die Dorfbadi schwimmen, der Rhein hat 26 Grad und das ist grenzwertig


Stressleveldurchschnitt gestern: 28 (es wird)
Selbstbeweihräucherung: Gut vorangekommen, den awkward moment mit dem Oberchef, der mich Löcher in die Luft starren wähnte, während ich hochkonzentriert Analytikdaten auswertete und dabei offensichtlich so aussah, wie er sich gelangweilt vorstellt, einigermassen rumgerissen (nicht wirklich. Echt nicht. Immerhin nicht vom Stuhl gefallen vor Schreck. Aber fast)

Montag, August 06, 2018

Eieieieiei

Heute morgen, als ich um viertel vor sieben aus dem Haus bin, war es noch nicht richtig hell und nicht ultraheiss ("Frisch" würde ich es jetzt nicht nennen, aber ich war nicht sofort klatschnass.
Im Elfenbeinturm dann die schöne Überraschung: 23.5 Grad (ohne Klimaanlage). So kann man arbeiten!
Und davon hatte sich auch einig angesammelt, so nonchalant ich alle "URGENT FEEDBACK NEEDED"-Emails die letzte Woche ignorieren konnte, so sehr drängten sich sich heute in den Vordergrund.
Aber eben: 23.5 Grad, ich bin erstaunt, wie viel schneller mein Hirn bei vernünftigen Temperaturen arbeitet.


Kurz vor dem Mittagessen ein Anruf, der meine Abendpläne ein wenig durcheinander warf, weil statt normal Feierabend machen, heimgehen, sporteln, Abendessen, standen früh heimgehen, Elternrat zu uns einladen, Telefonliste aufteilen, einheitlichen Text vorbereiten und viele Telefonate auf dem Plan. Gottseidank ist alles gut ausgegangen und es war nicht so krass, wie auch schon.


Beim Mittagessen Maltatipps (liebevoll per Hand farbcodiert und kuratiert) erhalten, das MUSS was werden.


Nachmittags dann im anderen Standort: nicht so schön kühl. Und einige Problem(chen) haben sich durch 3 Wochen Aussitzen leider nicht von selber gelöst, aber ich bin ja noch tiefenentspannt.


Heimfahren, Kinder im Pool begrüssen, Nanny aus den Ferien zurück begrüssen, Katzen begrüssen (oh, ich hab den im Familienkalender plakativ mit "Klöten ab" bezeichneten Termin für die zwei abgemacht), oben genannte Telefonaktion am Küchentisch erledigt, geschwitzt, Brotzeit gemacht, Jon hat sich vom dauersalbadernden Q eine halbe Scheibe Schinken und kalten Braten gemopst und diesmal wirklich aufgefressen.


Jetzt: gehe ich gleich rauf unters klimatisierte Dach und strample mein Crosstrainerprogramm ab. Gsagt is gsagt.


Stressleveldurchschnitt gestern: 25
Selbstbeweihräucherung: Telefonaktion ganz gut hingekriegt ohne langes Rumeiern zum Rausfinden, wer jetzt bestimmen will, wie wir das machen wollen, sondern gesagt: Vorschlag, wir machen das so, zack, alle dabei.

Sonntag, August 05, 2018

#WMDEDGT 08/18





You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?"
 
Mittlerweile wissen ja alle, wie es läuft, oder? Wir schreiben heute alle auf, was wir den ganzen Tag so machen und abends verlinken wir uns hier durch Klick auf die Schaltfläche, die sich abends freischaltet, und zack: man kann bei den anderen schauen, was da so los war. (Und: WMDEDGT? heisst: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" und hat vor über fünf Jahren seinen Anfang genommen in einer Tagbuchblog-Woche und seit April 2013, also seit ganz schön lang gibt es das jeden Monat am 5. und es ist KEINE BLOGPARADE!)
 


Allgemeines:
  • Die Linkliste schaltet sich um 18:00h frei.
  • Und, finden Sie es kleinlich oder nicht, das Ganze hat seinen Anfang im Tagebuchbloggen gemacht und ich möchte, dass es auch so bleibt. Ich behalte mir deshalb vor, Links auf Posts, die halt heute geschrieben wurden, aber keine Tagebuchblogsposts sind, von der Liste zu löschen.
  • Ich fand ausserdem die gemischte Linkliste letztes Mal sehr nett (es hat sich auch keiner beschwert, auf jeden Fall nicht bei mir oder so, dass ich es mitbekommen hätte), also bleibt das jetzt so, diesmal probiere ich noch eine andere Sortierung, Sie dürfen gespannt sein, wie ich die Links diesmal sortieren lasse :-)
  • Nachtrag: die Linkliste schaltet sich wirklich automatisch frei. Da kann jeder, seinen Link selber eintragen, indem er auf dieses Feld (das ab 18:00h hier ganz unten dann erscheint) klickt:
  • Tut mir leid, falls das nicht ganz klar war, ich mache das jetzt schon so lang, da ist es einfach ein Automatismus geworden, und ich kam gar nicht auf die Idee, dass man das nicht wissen könnte. Es ist aber wirklich ganz einfach und nur so kommen Sie auf die Linkliste.  Bei sich einen Link auf diesen Post zu setzen, hier den Link in die Kommentare zu setzen oder mir den Link zu mailen, hilft dafür leider nicht.
  • Die Liste wird immer länger, wahrscheinlich liegt es daran, dass ich immer älter werde und mein inneres Fräulein Rottenmeier immer stärker durchkommt: in meinen Augen ist es einerseits eine Frage der Höflichkeit, im verlinkten Blogpost auf die Aktion zu verweisen, sei es durch einen Link oder den Hashtag (am gescheitesten halt schon mit Link), und zwar nicht, weil ich da dann so unglaublich viele Klicks und Besucher hierher locke, das ist mir ja ehrlich gesagt wurscht), sondern, weil: andererseits das Ganze ja als Gemeinschaftsaktion entstanden und gedacht ist und das funktioniert halt nur, wenn man die anderen #wmdedgt-ler auch finden kann und das klappt nun mal mit einem Link auf den hiesigen Post.
  • NEU: ich behalte mir vor, alle Posts, in denen Werbung gemacht wird für was auch immer, aus der Liste zu löschen. Und das gilt auch dann, wenn Sie einen Link auf dieses Blog warum auch immer als Werbung kennzeichnen (und jajaja, ich weiss, dass Sie glauben, dass das deutsche Rechstsprechung wäre: ABER: Hier wird kein Geld verdient, ich gewinne NICHTS dadurch, dass Sie hierher verlinken, also, dieses Kasperltheater mache ich nicht mit.)
  • Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Inlinkz damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, tragen Sie sich halt nicht ein.


JETZT ABER:
Hier ist ja zumindest für die Ü13-Fraktion letzter Ferientag, deswegen ein wenig Wehmut, aber tja nun, ist halt so.
Ich wache ein paar Mal auf wegen heiss, Katze beisst mich in den Fuss, der Hübsche sperrt die Katzen aus wegen alle Fenster auf, der Hübsche macht die Fenster wieder und Klimaanlage wieder an und Katzen dürfen wieder rein, in die Nase gebissen werden (von einer Katze. Glaube ich), aber ich gebe dem Kaffeedurst erst um kurz vor neun nach (das ist ja jetzt alles nicht mehr so einfach. Bevor irgendwas passiert, müssen die felinen Mitbewohner gefüttert werden, weil sonst kriegt man sie nicht mehr los und sie hängen schnurrend an einem dran, was ja sehr, sehr niedlich ist, beim Kaffeekochen aber halt auch mit Kapselmaschine, die selber Milch schäumt, nur mittelhilfreich*, und dann muss man natürlich alle Schälchen abwaschen wegen eklig und das mit zwei schnurrenden Fellknäulen überall, es ist nicht ganz trivial).


Die Kinder schlafen noch selig in ihren gemütlichen, frisch bezogenen Betten, in die kein anderer Wolf im Schlafsack aus Versehen reinrollt und in denen kein anderer Pfadi mit dem Inhalt seinen Fresspäckli eine Ameisenfütterstation eingerichtet hat.


Ultragemütliches Frühstück auf der Terrasse.
Wäscheabhängen auf dem Balkon, Schlafsäcke einpacken und das Pfadilager ist für diesen Sommer abgehakt. Bis auf das eine fehlende Hosenbein und die Isomatte von Q., die  noch im Lager sind und die 4 Paar und 3 Einzelsocken, die L. so cool fand, dass er sie mal eingepackt hat. Wird alles auf der Tauschbörse bei der nächsten Übung geregelt werden.


Exzssives Baden im Planschbecken, danach Gartenbewässering mit den trüben Resten


Ich hänge die neuen Stundenpläne auf, drucke die "IT-Vereinbarung für die Mittelstufe" und die letzte Seite des "Code of Conduct" für die Schule aus, die L. noch unterschreiben muss, packe meine Arbeitstasche für morgen, die Kinder feiern Reunion mit der Playstation, der Hübsche und ich schauen eine Folge "Bosch". dabei lackiere ich die Fingernägel neu.


Für um 16:00 haben wir im "Room Escape" Basel reserviert, L. hat doch beim Tag der Offenen Tür beim Umweltquiz der Gemeinde einen Gutschein für 4 gewonnen.
Ich muss sagen, ich hatte nicht ultraviel Lust drauf. Erstens: ich habs nicht so mit geschlossenen Räumen (so etwas stand schon oft im Raum als Teamevent, aber ich habe immer gesagt. "Ich kann das nicht, ich kratze mich mit den FIngernägeln durch die Wand!"), zweitens: es hat ungefähr 3948 Grad draussen, da mag ich mich noch weniger irgendwo einschliessen lassen.


Die Kinder waren allerdings beide schon mal auf einem Geburtstag im "Kids Escape" und total begeistert, ausserdem war es gewonnen und ach, tja, was solls.


Und dann.... war das so unglaublich gut! Also: erstens unglaublich gut gemacht, technisch perfekt, für Erwachsene zum Schmunzeln, für Kinder gut genug zu verstehen, durchaus herausfordernd (ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob wir es schaffen würden, die Erde zu retten, aber da Sie das hier lesen können: hat doch geklappt!), aber nicht unlösbar (vor allem, wenn man schon das ein oder andere Computerspiel gespielt hat), wir sind (soweit nix neues) zwar dreieinhalb Alphawölfe, aber durchaus ein sehr gutes Team. Und ausserdem war es klimatisiert. (Und ich war so aufgeregt und im Spiel drinnen, dass mich das "Ach ja: im Prinzip hat es immer offene Fluchtwege, aber in dem Szenario nicht, da ist die Tür dann wirklich abgeschlossen, da müsstet ihr dann so einen Notfallknopf drücken" nur ganz am Anfang gestresst hat.)


Also: das war sicher nicht das letzte Mal!


Daheim dann: kollektive Begeisterung, schnelles Abendessen (Lachssteaks, die ich eigentlich grillen wollte, aber: Feuerverbot!, dann halt aus dem Ofen, mit Minz-Limetten-Chilimarinade, Gazpacho-Salat und geröstetem Brot. Das habe ich aus der "Captain Cook"-App abgeschaut, aber weil die Rezepte da nur 24h sichtbar sind, konnte ich weder nachschauen noch verlinken, im Prinzip ist es ein Gazpacho, nur ohne Pürieren, also ein grobstückiger Gemüsesalat. Sehr, sehr lecker und meine Güte, bei 20347 Grad genau das richtige), Duschen, Klamotten für morgen (keine Flipflops, keine Jeans-Shorts und Spaghettitop wie die letzten drei Wochen jeden Tag) rauslegen, noch eine Folge "Bosch" und ab ins Bett, morgen läutet der Wecker um viertel vor sechs.




Stressleveldurchschnitt gestern: 21
Sebstbeweihräucherung: ich bin voll gut im Welt retten! (und als Detektiv und Archäologe und so)


*Ja, ich nehme an, irgendwann werde ich so Sätze schreiben können, ohne nach gestern mit imaginärer Beckerfaust zu denken "Ha, wie Ihr Trolle und selbsternannte Nachhaltigkeitspolizisten Euch jetzt ärgert, dass das Kommentarfeld jetzt nicht mehr da ist und ihr Eure "Nestle ist des Teufels"-Kommentare jetzt wieder runterschlucken must wie so einen ekligen Katzenhaarball". Bis dahin beckerfauste ich so vor mich hin.








Samstag, August 04, 2018

Komplett!

First things first: die Kinder sind wieder da. Eines verbrannt (ja, auch in einem Haushalt, in dem schon IMMER extreme auf Sonnenschutz geachtet wird und keiner uneingecremt das Haus verlässt, kommt es nun schon zum zweiten Mal vor, das dasselbe Kind verbrannt und sich schälend aus dem Pfadilager zurückkommt. Letztes Mal hiess es "Ich hab die Crème nicht gefunden", diesmal, mit selber packen und Sonnencreme in jeder Tasche zog das nicht, da hiess es dann: "Ich hab mich echt eingecremt, das UV-Shirt aber nicht gefunden, keine Ahnung, wie das passieren konnte". Und nein, da mache ich natürlich keine Pfadileiter dafür verantwortlich, diese Verantwortung kann man mit fast 13 schon wirklich selber übernehmen.), eins verlaust (naja, 100% bin ich mir nicht sicher, ob das jetzt Dreck oder Läuse waren, die ich aus den Haaren gekämmt habe, deshalb: zack: Lausmittel drauf), aber sonst in einem Stück (also: jeder. Nicht zusammengewachsen).
Innerlich sind sie beide ein Riesenstück gewachsen. Q. hat eine Reise um die Welt unternommen (und diesmal statt bei Bikers mittaggegessen und in einem Kuhstall übernachtet in eine Cannabisfeld geschlafen und weiss jetzt genau, was der Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Pflanzen ist und wieviel man für den Eigenbedarf anbauen darf.). L. hat Lukas und Jim Knopf geholfen, LiSi zu befreien und hatte dabei einen Riesenspass! Wegen Feuerverbot haben sie kein einziges Lagerfeuer machen können, aber, auch das ist Pfadi-tum, sie wussten sich zu helfen: sie haben aus Blachen eine Leinwand gebaut und dann in 4K ein Netflixfeuer draufgestreamt und dann drumrum gesungen.


Der Hübsche und ich habe den Tag noch zu, Rheinschwimmen genutzt, dafür gesorgt, dass die Waschmaschine und der Wäscheständer frei sind und das Lieblingsabendessen, das auch kein Grillfeuer braucht (Feuerverbot in der Gemeinde), nämlich Tacos, bereit steht. Hat grad so gereicht :-).


Jetzt sind alle sauber, sehr gut gekämmt, eingecremt und bereit für ein richtig gemütliches, frisch bezogenes Bett.


Hach, der innere Hütehund kann aufatmen!


Stressleveldurchschnitt gestern: 16
Selbstbeweihräucherung: cool geblieben, als da so Gedöns aus L.s Haaren kam.


Ansonsten so: Sie müssen sich keine Sorgen machen, die Kommentarfunktion ist nicht kaputt, ich habe sie mit Absicht abgeschaltet (respektive verborgen). Ich habe einfach keine Lust mehr (das heisst nicht, dass das für immer ist, wer weiss, vielleicht werde ich mal wieder ein wenig wurschtiger, wenn ich noch relaxter bin ;-)), dass Hinz und Kunz denkt, er könne mir sagen, wie ich mich zu benehmen habe, was ich zu tun oder zu lassen habe, weil ... warum eigentlich? Ganz ehrlich: mir ist es wurscht, ob Sie mich mögen, ob Sie denken, ich ware arrogant, überheblich, selbstherrlich, was auch immer. Wenn Sie das denken, würde ich Sie vermutlich auch doof finden. Ich lege allerdings keinen Wert darauf, mit Leuten, die mich nicht mögen und die ich nicht mag, zu interagieren und lasse mir das auch nicht aufzwingen. Da haben Sie halt jetzt einfach Pech gehabt und müssen jemand anderen erziehen oder belehren oder auch einfach mal nix schreiben. Ich weiss, das ist schwer.


Für alle anderen, und ich weiss, das sind viel mehr: tut mir leid, dass ich es nicht schaffe, den  netten, lustigen, konstruktiv kritischen Kommentare in meiner Wahrnehmung einen höheren Stellenwert zu geben als den paar, die meinen, mir an den Karren fahren zu müssen. Ich mag Sie auch sehr und Sie wissen ja, wie Sie mich erreichen können.(jajaja, die anderen auch, ich weiss).
So, fertig gejammert, ich muss jetzt Kinder ins Bett bringen :-).


Ah, noch was: morgen ist wieder der 5. und damit #WMDEDGT, da gibts leider kein hitzefrei, sorry!

Freitag, August 03, 2018

Kultur

Heute morgen haben wir erfahren, dass morgen beide Kinder heimkommen werden. Q. hatte sich ja die Option offengehalten, um eine Woche zu verlängern, aber anscheinend möchte er nicht und hat "er würde L. (der ohne Wenn und Aber, weil Wölfli, morgen heimkommt) sonst vermissen und ausserdem hätte er Heimweh nach den Katzen". Der Hübsche und ich hoffen mal, dass wir bei der Wiedervereinigung nicht stören :-).
Ich freue mich schon auf meine beiden Jungs und bin gespannt, was sie erlebt haben!


Wir haben in weiser Voraussicht heute den Kühlschrank neu befüllt (auch Katzenfutter wurde langsam knapp, zwei Katzen im Wachstum ... fressen einiges!)


Im dm war es trotz Klimatisierung so heiss, dass das Kokosöl geschmolzen war. Sah lustig aus und die Kommentare auf Twitter und Instagram sind ... eine Lehrstunde für "social media", finde ich.


Heute abend hatten wir dann unseren letzten Erwachsenenprogrammpunkt für diese Ferien: ich hatte bei eine, Gewinnspiel bei der Arbeit VIP-Tickets für Deladap bei "Im Fluss" heute gewonnen.*
"Im Fluss" ist eine Konzertreihe, die es seit mehreren Jahren in Basel gibt, da wird ein Floss vor der Mittleren Brücke verankert, die Kunstler werden dort mit dem Boot hingebracht und am Rheinufer geht die Post ab. Oder halt: in der VIP-Bar, wo man auch noch verpflegt wurde und einen wunderbaren Blick hatte.

Linker Trick übrigens: das "HOI Maracuja", das da unter "Mineralwasser und Süssgetränke" steht, ist ein Biermix. Schmeckt dafür erstaunlich ok, ist aber halt nix, wenn man denkt: "Ach, so ein Aperol Spritz auf nüchternen Magen und bei viertausend Grad haut ganz schön rein, da lege ich mal eine Runde alkoholfrei ein"



Schlussapplaus. Mein Favorit: der Typ, der vor der Bühne im Wasser sitzt. (die Band hat übrigens für den Rückweg auf das Boot verzichtet und ist in voller Montur geschwommen. Stagediving, das sich lohnt)






Bei den tropischen Temperaturen (als wir bei uns im Dorf um kurz vor Mitternacht aus dem Bus stiegen, kamen uns die 27Grad richtig frisch vor) war das eine sehr schöne Veranstaltung und Stimmung! Danke dafür!


Falls das Video nicht geht: hier sollte man es sehen können.


* Wir haben da so einen Kulturförder-Dings und da gibt es jeden Monat drölfzig Gewinnspiele. Ich mache bei weitem nicht bei allen mit, nur bei denen, die mich interessieren und wo de Events zeitlich passen, aber ich habe fast schon ein schlechtes Gewissen, wie oft ich schon gewonnen habe. Umfrage unter den Kollegen, die heute auch da waren: das geht allen so. Anscheinend macht nur eine sehr kleine Gruppe Menschen mit oder es gibt irre viele verloste Tickets etc.

Donnerstag, August 02, 2018

Chill like a pro

Heute so:
  • Hausputz (Reinigungskraft ist noch im Urlaub)
  • Beste Radroute zu K1s Schule ausgecheckt. Ohne K1, weil noch Pfadilager. Die Route geht erst sehr am Verpackungs- und Parenteraliabetrieb eines lokalen (höhhöhö) Pharmariesen entlang, dann am Waldrand, dann durch eine Brauerei, dann nochmal durch Wiesen und zack, da. Nur einmal Vorfahrt achten, sollte gehen.
  • Alternativroute für den Rückweg gestetet: das ist nix. Aber geht am Strandbad entlang. Gebadet. Im Rhein. Get over it.
  • Daheim: fertig gemacht für Chillen in der S(tr)andoase. Kann man machen, anscheinend auch im Winter, vielleicht wissen bis dahin die Barkräfte, wie die Cocktails auf der Karte gehen.
  • Gewartet auf: SMS von K1, dass er vielleicht doch länger im Lager bleiben möchte. Kam nicht und ich freu mich auf ihn (also: auch auf K2, aber der kommt eh).


Schwere Geburt: ein Negroni und ein London Mule. Kind of (und der Flyer, den ich unserer Teamassistentin für die Weihnachtsfeier unterschieben werde)


Die Enten ankern im Bootshafen






 

Mittwoch, August 01, 2018

August!

Es ist schon wieder August, wir haben gestern abend spektakulär reingefeiert, nicht nur in des Hübschen Geburtstag heute, sondern eben auch in den Schweizer Nationalfeiertag.
Wir haben die Kinderfreiheit genutzt und uns mit den Wanderfreunden Tickets für den "Rhystärn" gegönnt, der vom Roche-Anleger in den Sonnenuntergang bis Kembs getuckert ist, dann umgekehrt und püntklich zum Feuerwerk vor der Wettsteinbrücke Position bezogen hat. Wir hatten also frische Luft, ein angenehmes Lüftchen, keine Knallsonne, leckere Drinks (bis auf meinen letzten, der war so extrem pappsüss, das war scheusslich), erträgliche Musik (als "It's my life" von Bon Jovi losschrammelte, sind wir fast vor Lachen in den Fluss gefallen), perfekte Sicht und Nullkommanull Gedränge. Anders als die (laut Polizeiinfo nur 120 000, rein optisch eher) Millionen Menschen auf den Brücken und am Rheinbord.

























Weil wir dann nach Mitternacht natürlich noch anstossen mussten, haben wir den letzten Zug verpasst, waren nicht willens, entweder 170 CHF für ein normales Taxi oder 120CHF (wegen starker Nachfrage, no shit, Sherlock) für ein Uber zu bezahlen, sondern haben dann lieber noch eine halbe Stunde an der Bushaltestelle gewartet, um mit dem Nachtbuss nach Hause zu tucker. Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal nach 2:00 heimgekommen bin :-) (Der Busfahrer war sehr froh, ein paar Ü20 Fahrgäste zu haben, die noch ganze Sätze sprechen können, wissen, wo sie hinwollen, sichtlich ihren Mageninhalt unter Kontrolle haben und sich zivilisiert und höflich verabschieden. Das war schön)


Aber was werden wir sonst noch so machen im August?


Heute erstmal richtig Geburtstag feiern, baseltypisch für den Sommer mit Rheinschwimmen und dann Drinks in der Sandoase.



study_of_decay.exe pt.44





Am Freitag haben wir VIP-Tickets (gewonnen :-)) für das Konzert im Fluss mit allen Schikanen, das wird bestimmt toll! ("Dirty Balkan Jazz". Ich bin gespannt.)


Am Samstag kommen die Kinder zurück (oder vielleicht auch nur eines), da freuen wir uns schon sehr!


Wenn beide kommen, gehen wir am Sonntag noch ein Room Escape Rätsel lösen (Diesmal hat L. gewonnen, wir haben eine Glückssträhne im Moment :-)). (Wenn nur eines heimkommt, verschieben wir das)


Dann heist es für den Hübsche und mich: back to the glue factory (ich merke, dass genau jetzt die totale Urlaubsentspannung einsetzt, weil ich alle "URGENT FEEDBACK NEEDED!" Arbeitsemails mit einem milden Lächeln ignoriere, weil entweder meine Vertreter das erledigen werden oder ich halt ab Montag.


Die Kinder haben noch eine Woche frei, in der wir die Schulränzen parat machen werden, mit Q. noch einmal Bus- und Zugfahren und auch mal die Velostrecke üben werden.


Ab Mitte August heist es nämlich für L.: Willkommen in der Mittelstufe! und für Q.: Willkommen in der Oberstufe!


Wir werden uns alle mit den neuen Stundenplänen, den neuen und nicht ganz so neuen Lehrern arrangieren, da freuen wir uns schon sehr drauf. Besonders gespannt bin ich auf den ersten Elternabend in der neuen Schule, der auch schon feststeht.


Wir werden Besuch bekommen, von Oma, Schwestern und sogar Frau Muttis allerbester Freundin zum Rheinschwimmen.


Nicht nur der Hübsche, auch Q. wird Geburtstag feiern, er wird nun rein formal ein Teenie. Die dazugehörige Party wird vermutlich nicht mehr im August stattfinden oder nur noch ganz kanpp, weil Unihockeytrainingswochenende und högschtgeheime Pfadi-Aktivitäten schon wieder ein Wochenende nach dem anderen blockieren.




Nicht ganz so angenehm: für die Katzenkinder müssen wir einen Kastrationstermin ausmachen, entweder noch im August, oder für September. Tja nun, hilft nix.


Was ich im August NICHT machen werde: nach Italien fahren :-). (erst wieder im September, aber nur noch zum Feiern).