Samstag, Dezember 07, 2024

071224

 Happy Birthday to me und deshalb bin ich auch schon wieder weg, weil beschäftigt mit Geburtstaghaben.



Aber: die Wunschlistenfrage kann ich noch beantworten:

Führen Sie ein Haushaltsbuch und haben einen Tipp, welche Software oder welches System gut funktioniert?

Nein.

Freitag, Dezember 06, 2024

061224

 Sorry als erstes für das Vergessen von #WMDEDGT gestern UND den Hickup dann heute, als irgendwie bei Mr. Linky ein zweites Widget eröffnet wurde und deshalb mit meiner Standardmitgliedschaft das von gestern nicht mehr angezeigt werden konnte. Und so ist es heute, nach 20+ Jahren Bloggen, so weit: ich habe zum allerersten Mal Geld für das Blog ausgegeben (richtig auf den Putz gehauen: 5$ für eine Mr Linky Silbermitgliedschaft. Damit können mehrere LInklisten gleichzeitig angezeigt werden).

Sonst: gut geschlafen, das Bandl sagt 80. Ja, so habe ich auch geschaut. "Die Dauer war zu kurz, aber immerhin ist ihr Körper die meiste Zeit recht ruhig geblieben". Oke, ich denke, es kommt immer auf den Massstab an, den man anlegt...

Draussen hat es erst geregnet, dann gestürmt, es ist fast so frühlingsartig, dafür aber relativ kalt. Nun ja.

Frühstück war lustig, weil ALLE Jungs überhaupt nicht auf dem Radar hatten, dass heute Nikolaustag ist (ich sags ja: ICH bin hier der Winter- und Weihnachtsmotor) und, wenn ich denn die Geduld gehabt hätte, zu warten, ich wirklich total überraschte Bilder beim Entdecken der gefüllten Sneaker bekommen hätte können. So die traditionell gestellten offiziell letzten Bilder für das diesjährige Fotobuch.

Dann ging es für mich auch schon los mit Vorbereiten für die Party. Dank körperlicher Einschränkung ist der Kochmarathon ja dieses ja eher so ein Koch-Stadtlauf, es gibt also kein Kanbanboard und keinen Ofenbelegungsplan. Es ist trotzdem alles fertig vorbereitet:

Selleriesuppe (wie doof, dass ich einmal eine Suppe durch ein Sieb gestrichen habe und gemerkt habe, was das für einen Unterschied macht. Jetzt kann ich das für solche Gelegenheiten nicht mehr weglassen), da kommen noch Nüsse, Blauschimmelkäse und Croutons drauf

Zutaten für Salat mit gerösteten Karotten und roter Bete (der Kochfreund wird sich totlachen, weil ich bei ihm alles esse AUSSER Roter Bete, aber mei, sie waren halt im Gemüsekorb und wenn 9 Leute mitessen, sind sie ja schnell weg).

Das ganze Flammkuchengedöns schnipple ich morgen

Sahne für die Baileys-Schokomousse aromatisiert mit Kaffeebohnen vor sich hin.

Eismassen für Zwetschgen-Gin-Sorbet, Gin-Tonic-Sorbet und Popcorneis (incl salt and pepper Caramel-Popcorn) sind eingefroren

Zutaten für den Ananas-Salbei- und den Ingwer-Koriander-Martini (also: die gebackene Ananas, der Ingwer- und Nelkensirup) sind bereit.

Doch, das wird.

Einkaufen waren wir natürlich auch noch und dann hatte ich zum Mittagessen nur noch Lust auf ein Frischkäsebrot und eine grosse Schüssel Zuckerhutsalat.

Dann ist Zeit für Wäsche: der Hübsche bezieht die Betten neu, ich lege zusammen und hänge auf.

WIr laufen noch unsere Standardrunde über die zwei Autobahnbrücken (ja, scenic route :-)), ich schaue, ob L. auf dem Weg zum Friseur ist.

Ich telefoniere nochmal mit der Kinderarztpraxis, weil das Resultat des Tuberkulosetests eine Wiederholung verlangt (kein Grund zur Sorge scheints, wir sind erstmal beim Ausschliessen von Fehler bei Probennahme oder im Labor, wie bei der Arbeit halt.)

Nach all den fancy Sachen knete ich noch eine Runde Pizzateig und bereite die üblichen Toppings vor. So ein Standardprogramm kann auch praktisch sein.

Auf der Fragenwunschliste wollte jemand wissen: 

Warum schreiben Sie beim Inhalt des Gemüsekorbs immer DIE EIER!!!?

Das mag so ohne Kontext tatsächlich skurril wirken, aber: Miss Megaphon (auf Mastodon) hatte sich so köstlich darüber. amüsiert, dass ich einmal all die fancy Gemüsenamen aufgelistet hatte, und zwischendrin "und halt die Eier". Seitdem kriegen die Eier einen Extrastatus.

Donnerstag, Dezember 05, 2024

051224

UPDATE: Ja, Sie haben alle natürlich recht, heute ist der fünfte und damit #WMDEDGT, sorry. Vllt bin ich doch härter mit dem Kopf aufgeschlagen letzte Woche als ich dachte....

Also:

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.


Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.


Richtig gut geschlafen (oder: 27, wie das Bandl sagt), aufgestanden, eine vergessene Mango und eine der wirklich wunderbaren Crowdfarming Orangen aufgeschnitten, mit dem Hübschen geteilt und mit Joghurt und Müsli zum Frühstück verdrückt.

Kinder aus dem Haus, Mann machte sich fertig, ich ruhte mich nach Kaffee und Frühstück noch mit Buch aus, der Tag war ja ein bisschen anstrengender geplant und ich muss mich selber im Momemnt zügeln, ich merke, dass "heilen" doch mehr Kraft braucht, als ich dachte. Das Buch "Der König" von Jo Nesbö übrigens: grosse Empfehlung, allerdings nur, wenn man den ersten Band "Das Königreich" auch gelesen hat. Man kann das auch gut lesen, wenn man mit den Nesbö-Klassikern um Harry Hole nichts anfangen kann, es ist ein anderer Stil, aber auch super! Es geht um zwei ungleiche Brüder und ein kleines Dorf in den norwegischen Bergen. Ich finde es spannend zu sehen, wie man die moralisch durchaus fragwürdigen Handlungen des einen Bruders innerlich verteidigt und doch irgendwie verstehen kann, wie er es nicht schafft, dem kleinen Bruder gegenüber konsequent zu sein, weil halt verkorkstes Familiending. Der erste Band hat mich ein wenig wütend hinterlassen, ich habe auch nicht mit einem zweiten gerechnet, aber der macht das ganze erst richtig rund!

Viel Zeit hatte ich aber nicht, ich wollte das Fotobuch am grossen Computer oben noch weitermachen (wie immer ist es so, dass vor Nikolaus alles bis Dezember fertig ist, die letzten Fotos sind die Nikolausbilder und dann kann es in den Druck geschickt werden) und hatte vor dem ersten Call um halb 10 noch ein paar dringende Sachen zu arbeiten.

Das hat alles geklappt, das Call war beruhigenderweise die Non-Story, auf die ich gehofft hatte (Alternative wäre ein massives Drama gewesen). Dann habe ich mich fürs Büro fertigangezogen, d.h. hier drüber noch einen Mantel.



Das Outfit wird präsentiert von: keine Knöpfe, keine Schuhbändel, die Ärmel kann man so langziehen, dass man den gesunden Arm als erstes rausziehen kann, bevor der Kopf raus ist, keine Jogginghose und farblich zusammenpassend. Da wird es dann erstaunlich schwarzlastig, was ich sonst eigentlich gar nicht trage, weil bleich, passt aber gut zur Weste.

Ich bin dann mit dem Shuttle ins Büro gefahren, habe den leeren Gemüsekorb und die Eierschachtel in meinem Spind deponiert und bin nur mit Rucksack erstmal in die Stadt gegangen. Zu Fuss, weil ich die Strecke mag, weil ich meine Schritte unterkriegen wollte und weil ich in der Tram nicht umfallen oder geschubst werden wollte. Musste ein bisschen an Herrn Buddenbohms Post von gestern denken: ich arbeite zwar "in der Stadt", aber nicht in der Innenstadt und reise auch nicht durch die Innenstadt an. Einmal im Jahr zelebriere ich allerdings das Innenstadt-Weihnachtsgefühl, bummle durch die Läden für ein bisschen Weihnachtsshopping vor Ort und sei es nur hübsches Geschenkpapier, geniesse die Weihnachtsdeko etc. Die letzten Jahre habe ich das immer mit meinem alljährlichen Gyn-Vorsorgetermin verbunden, aber den habe ich wegen abbem Arm ja auch Januar verschoben, deshalb heute (weil für Nikolauskleinigkeiten) einfach so. Ich habe im Lush gestöbert, geschaut, ob ich meinen Orell-Füssli-Gutschein loswerde, aber da war mir dann schon heiss und hungrig, ich bin einmal durch den Flying Tiger, aber auch hier: immer weniger Toleranz für "nur für den Gag" gekauftes Zeug, was nicht unbedingt genutzt wird und sicher nicht lang lebt. Dann war ich auf einmal sehr hungrig, die Weihnachtsstimmung war dank (wie lang denn noch?!) der Riesenbaustelle auf und um die Freie Strasse eh nur so mittel,  und habe mir auf dem Marktplatz am Pilzstand eine Portion frische Nudeln mit Pilzrahmsosse bestellt.

Das war ein bisschn skurril, weil vor mir ein älterer Herr stand, der wortreich und in sehr graphischen Bildern mit Unterstützung seiner Frau die letzte Woche dort gekauften Kräuterseitlinge reklamierte: "Sie waren innen noch ein bisschen hart beim essen und ich habe die ganze Nacht auf dem WC verbracht, das passiert mir sonst nie!" Ja, schöne Werbung für einen Essensstand :-).

Der eine der beiden MitarbeiterInnen war offensichtlich neu und hat alles falschgemacht, was ging: erst den Preis für Ravioli statt Bandnudeln verlangt, wurde dann mit 2CHF zu mir zurückgeschickt, dann hat er anscheinend VIEL zu viele Nudeln genommen, also angeblich doppelt so viel, wie es sein sollte. Die waren aber schon am Kochen und man räsonierte dann laut rum, wie man das jetzt machen soll. Ich habe also eine doppelte Portion Nudeln mit einer angemessenen Portion Sosse gekriegt und das Angebot, was ich nicht schaffe, könne man mir einpacken. Wie es sich nach so einer Ansage gehört, hatte ich gleich wieder schlechtes Gewissen, weil ich die "das schafft kein Mensch!" Portion halt einfach locker aufgegessen habe.... Die Hälfte wäre schon arg übersichtlich gewesen, v.a. für halt den Preis :-).

Rückweg wieder zu Fuss, Einkäufe in den Spind und meine Kollegen im Turm begrüssen. Das war sehr schön und ich denke, es ist schon gut, einmal in der Woche da für zwei Stunden vorbeizuschauen. Ich mag die ja alle sehr!

Nach Huddle und einem weiteren F2F Meeting bin ich wieder in den Keller gefahren, habe den leeren Gemüsekorb und meine Einkäufe geholt und mich zu Fuss auf den Weg zum Depot gemacht. Und .... ich sags mal so: 5kg sind 5kg Gemüse und heute waren es eher mehr. Und wenn man dann nicht mal die Hand wechseln kann, auf der selben Schulter noch den Rucksack trägt und nicht super flexibel ist, weil Schulter, dann ist der Rückweg lang. Und wenn einem dann auf dem breiten Trottoir noch zwei alte Frauen mit Hund entgegenkommen, die den ganzen Gehweg brauchen, und einen beschimpfen, weil man sich auf der linken Seite an ihrem Hund vorbeidrängt ("Wir sind hier nicht in England, man geht rechts"), dann haben diese beiden Frauen Glück, dass man einen Shuttle zu erwischen hat, die gute Hand voll und die eigene Mutter am Telefon, sonst hätte ich ihnen mal erklärt, wie doof sie sind. (Habe recherchiert: es gibt kein Rechtsgehgebot auf dem Trottoir.)

Dann: sehr happy über den Shuttle mit Sitzplatz und direktem Weg nach Hause.



Dort habe ich mich von Q. abholen lassen, der die Gemüsebeute nach Hause trug.

DIE EIER, Zuckerhut, Lauch, Zwiebeln, Karotten, Feldsalat, Sauerkraut festkochende Kartoffeln, Rote Beete und Sellerie (aaaaaw, ich glaube, ich erinnere mich an die zwei Knollen!); alles in allem sehr winterlich geworden, aber ein super Mischung, finde ich.


Dementsprechend steht auch fest, was es heute abend (Lauchpasta nach Fitgreenmind), auf der Party zu den Flammküchen (Selleriecremesuppe mit Blauschimmelkäse und Nüssen, ausserdem Rote Beete Salat mit Granatapfel und so) und am Wochenende (Kartoffelgulasch mit dem Sauerkraut aus dem "Einfach Tanja"-Buch) zu essen gibt.

Jetzt bin ich rechtschaffen kaputt und plane morgen nix mehr zu arbeiten.


Während ich hier sitze, gibt es Stau am Katzentörchen (Sansa ist einfach stehengeblieben mit Schwanz noch drinnen, weil draussen ganz viele Amseln auf der Wiese unterwegs sind und man noch überlegt, wie man am besten eine oder mehrere erwischen könnte. Auflösung: gar nicht. Jonny wartet geduldig in der Schlange und es würde so gut in die Reihe dieser Katzenmemes auf Insta passen, ach komm, mach ich das halt mal.



Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen

Mittwoch, Dezember 04, 2024

041224

 Was ich gestern abend ganz vergessen habe: im Strudel all der Weihnachtsgeschenkpakete, die hier zur Verpackung und Weiterverteilung eintrudeln, kam eine meiner wenigen Black Friday Bestellungen an: ein neuer Stapel WTF-Notebooks

.


 Ich hab die letztes Jahr durch Zufall auf Insta entdeckt, eine Auswahl bestellt, mir wurden sie zT aus den Händen gerissen als Mitbringsel oder Wichtelgeschenke bei der Arbeit, ein paar habe ich selber verschenkt, und ich ich nutze sie auch selber sehr gern. Neben der legendären Optik ist die Qualität astrein, sie haben für mich genau die richtige Grösse, auf der einen Seite eine Todoliste für den Tag zu schreiben und auf der anderen Notizen aus Gesprächen etc.. Sie sind auch immer gut für ein Grinsen oder Lachen (oder etwas entgeisterte Blicke) in Meetings, wenn man mit einem auf ersten Blick ja sehr seriös wirkenden Notizbuch, Stift, Laptop und Kaffeetasse auftaucht und dann liest man geistesabwesend "Grocery lists and plans for world domination" auf dem Cover. Da wäre mein MSAT-Kollege fast vom Stuhl gefallen während eines QRBs.

Also: wärmste Empfehlung! Aktuell nutze ich "Work notes and other things I can ignore", aber freue mich schon sehr, vermutlich auf eins dieser drei zu wechseln, wenn das aktuelle voll ist.





Heute: Sleepscore von 3. Beeindruckend, ich dachte bisher, unter 5 geht nicht. War an sich gar nicht so schlimm, ich war nur wie jede Nacht aktuell um drei kurz wach und so wurde mir der Schlaf vorher nicht angerechnet. Entsprechende Korrektur ergab dann 23, das ist ja praktisch super.

Dann halt so ein bisschen Arbeitsalltag mit abbem Arm: ich filtere relativ strikt nach Priorität und arbeite fokussiert, alle halbe Stunde baumle ich den Arm aus, das geht ganz gut, ausserdem habe ich ja auch einige Meetings, in denen wir v.a. diskutieren (immerhin kann ich wieder beidhändig tippen und Notizen machen). Mit dem Hübschen mache ich eine kurze Runde zur Brandstelle gestern, man sieht aber nix mehr. Ich habe übrigens ein besseres Bild des Containers gestern gefunden, das ist ein professioneller "Hochvolt-Quarantäne"-Behälter für brennende Elektroautos des lokalen Pannendienstes. 



Warum, warum, warum hat man das nicht "Carantäne" genannt? Ich wäre sehr interessiert daran, wie sie das brennende Auto aus dem zweiten UG der Parkgarage rausbekommen haben. Den Container runtergefahren? Geht der überhaupt ins Parkhaus? Mit Wasser drin? Das muss doch unendlich schwer sein und kaum managebar die Rampe rauf und runter? Das brennende Auto auf einen Abschlepper und mit Feuerschweif durch das vollgeparkte Parkhaus zwei Stockwerke nach oben? Q.s bisherige Feuerwehrexpertise und -kontakte konnten da auch nicht helfen. Auf jeden Fall war heute morgen nichts mehr zu sehen.

Vor dem späten Mittagessen haben wir dann noch unsere 4.5km-Brückenrunde gelaufen, das tut uns gut für Bewegung, frische Luft und halt einfach miteinander reden können. Dann: Mittagessen mit Q, knusprige Ofengnocchi mit Honig-Rosmarintomaten. Ich hatte das Rezept in der Kaptn Cook App gesehen, leider vergessen zu speichern und musste halt aus dem Gedächtnis und nach Gefühl arbeiten. Wurde aber super!

Dann kam noch meine 10kg Orangenkiste von Crowdfarming, die erste habe ich direkt noch in der Garderobe gegessen. So gut!

Nachmittags dann noch ein Teammeeting und dann war ich auch recht durch und bereit für den ersten Physiotermin. Mir wurde "sich Sachen brechen ohne Knochen zu verschieben" als fragwürdige Superkraft attestiert und dann wurde mein Arm passiv in alle möglichen Richtungen bewegt. Es ging mehr, als ich gedacht hätte, skurrilerweise tut das Zurückbewegen meist mehr weh als das Hinbewegen.

Danach noch ein Ründchen (ich komme aktuell im Scnnitt auf 15 -18k Schritte jeden Tag ganz ohne Sportprogramm), ich hadere eben mit dem fehlenden Sportprogramm, weil ich einerseits denke, ich könnte ja "alles ausser linker Arm", andererseits denke ich "Boah, nicht das auch noch." Naja.

Morgenn ein bisschen Abenteuer, ich fahre nämlich ins Büro (nein, nicht mit dem Rad), gehe vorher noch in die Stadt UND werde dann den Gemüsekorb abholen. Schaun wir mal, wie das alles so klappt.

Dienstag, Dezember 03, 2024

031224

 Arzttermin 1: 7:30h beim Röntgen. Ich wurde von einer offensichtlich Lernenden ausgerichtet und sortiert, die jedesmal vorher noch die Chefin fragte, ob das so passt und dann sehr angenehm korrigiert wurde. Grosses Ziel war offensichtlich: bessere Bilder zu machen, als die Leute vom Notfall vor einer Woche. Für mich grosse Überraschung: nach dem Bild von vorne und von hinten wurde für eine "axiale Aufnahme" vorbereitet. Ich war sehr gespannt, wie das gehen solle, aber dann hiess es "Und jetzt den Arm angewinkelt bis auf Ohrenhöhe anheben. Ich lachte leicht hysterisch, meinte: "Ich glaube nicht, dass das geht", aber "Der Arzt hat es angekreuzt". Also wurde ich hingesetzt, schob meinen Arm, soweit ich mich traute, dann schoben sie noch ein bisschen weiter, dann wurde ich weiss und mir schlecht und sie meinten "Das wird nix.", wir schoben den Arm wieder zurück, ich wimmerte und atmete und mir war schlecht und allen tat es leid. Auch dem Arzt übrigens, der meinte "Huch, hab ich das angekreuzt? Ist ja klar, dass das heute noch nicht geht."

Sonst aber alles super. Es ist noch alles an Ort und Stelle, d.h es bleibt bei keine OP. Ich darf die Weste ausziehen, wann immer ich möchte, ausser nachts. Mein Arm darf und soll baumeln, ich kann Bizepscurls machen, ich kann ihn mit dem rechten Arm anheben, so weit es geht und darf direkt Physio machen. Der Plan mit Skifahren im März wurde nicht so abgebügelt wie Q.s Frage seinerzeit,  4 Wochen nach der Sprunggelenks-OP, wie hoch der Sprungturm maximal sein dürfte in der Badi zum runterspringen. Dank Voranmelden bei der Physiotherapiepraxis vom letzten Mal und einer Terminabsage kann ich dort direkt morgen nachmittag loslegen. (Die Kollegen, die in Deutschland wohnen, schlackern neidig mit den Ohren ob dieser medizinischen Versorgungslage.) Eigentlich wollte er mich bis zum nächsten Kontrolltermin nach Silvester 100% krankschreiben mit Möglichkeit zu erhöhen, wenn mir danach ist. Mir war direkt danach und so arbeite ich jetzt 20%. Wie Sie vielleicht sehen, kann ich nämlich ohne Weste wieder beidhändig tippen, nachdem ich die linke Hand auf die Tastatur gehievt habe.

Die Arbeit daheim war dann halt genau das. Es ist eine interessante (und ein bisschen heilsame Erfahrung), die dringendsten / wichtigsten 20% rauszufiltern.

Schnelles Mittagessen mit L., der nach gestern etwas nachzuholen hat essenstechnisch, dann zwei Meetings und dann ging es für uns beide auch schon mit dem Bus zum zweiten Arzttermin des Tages. Auf der Fahrt dahin übrigens noch ein Call in Sachen "Mondscheinkäse". 

Ich habe Ihnen ja ein Update unterschlagen wegen Schmerzmitteldelirium. Auf die freundliche, kurze Antwort des BioMilch 1.5% Teams, dass diese vertraulichen Dokumente leider nicht geteilt werden können, kam die postwendende Antwort "Alles klar, dachten wir uns schon, wir haben uns erlaubt, hier ein Summary Dokument zu erstellen, wo wir die meisten Infos, von denen wir glauben, dass sie korrekt sind, schon mal eingetragen haben, den Rest wäre gut, wenn Ihr noch nachtragen würdet, dann bitte schauen, ob das korrekt ist, dann doppelt unterschreiben und bitte bis übermorgen zurückschicken, ihr wisst ja, das Mondscheinkäseamt braucht die Infos, damit sie uns das AOC-Siegel geben können."

Das BioMilch, 1.5%-Team möchte halt immer weniger was mit den Mondscheinkäseleuten zu tun haben, es kommen immer mehr Bedenken (Was ist, wenn jemand vom Mondscheinkäse eine Lebensmittelvergiftung bekommt? Wenn die jemand verklagen wollen und sehen, dass es die Minimondscheinklitsche gibt, die aber "BioMilch, 1.5%, vom Coop" verwenden, dann könnte es halt gut sein, dass man einfach den Coop verklagt, weil da ist wenigstens was zu holen. Zum Beispiel). Deshalb hatte das team heute ein Call mit dem Anwalt der Lebensmittelsparte und dem Chef der Litigation-Abteilung, das sehr erhellend war. Mein Lieblingssatz "Why should we soften anything? I like rough emails!" Ich bin sehr, sehr gespannt, wie man das in Mondscheincountry so sieht....

Dann aber Arztbesuch: L. braucht ja für den Japanaustausch diverse Gesundheitsformulare ausgefüllt, zB für die Impfungen, dann die gesamte Gesundheitshistorie, dann noch eine zusätzliche Impfung und einen Tuberkulosetest für Japan. Das war ein grösseres Unterfangen mit viel Papier, aber unser Kinderarzt hat das stoisch erledigt. Sehr lustig, als er L. gefragt hat: "Seit wann kommst Du zu mir?" "Hä? Seit immer?" "Ah, ok, seit Geburt". Und dann war L. 10, 15cm grösser als er und er musste sich zum in den Hals gucken hinsetzen.

Also. Nächste Woche ist der Tuberkulose-Test fertig und der Impfpass transkribiert, dann noch der Zahnarzttermin, der Brief an die Host-Familie und dann ist das erledigt. Uiuiuiuiui.

Wieder daheim erzählte der Hübsche aufgeregt, dass es bei ihnen noch einen Feueralarm incl Gebäuderäumung gegeben hatte kurz vor Feierabend. Leider keine Übung oder ein kleiner Laborbrand, sondern ein Elektroauto in der Tiefgarage unter dem niegelnagelneuen Forschungsgebäude. Das Heimgehen zog sich also für viele, weil die Autos natürlich nicht rausgeholt werden konnten. Ich bin später am Abend noch mal kurz gucken gegangen (rekognoszieren, wo Q. in Zukunft eingesetzt werden wird), da waren aber anscheinend die meisten Stockwerke wieder freigegeben, es lief die Sturmlüftung und vor dem Haupteingang stand ein Abschlepplaster mit einem Riesenquarantänecontainer, der vorne von mehreren Feuerwehrschläuchen mit Wasser gespeist wurde, während hinten konstant Wasser rauslief, um eben das Auto da drin zu kühlen.... Keine Ahnung, wie lange das da jetzt steht / wann es sicher genug ist, damit (wohin?) loszufahren...

Was ich fast vergessen hatte: mein Chef hatte sich am Vormittag zum Vorbeibringen eines "Werd gesund"-Geschenks bei uns daheim angemeldet, das finde ich eine Mischung aus sehr süss und ein bisschen creepy, aber gut. Er hatte sich mit dem höllischen Stau dank Feuerwehreinsatz dafür natürlich den schlimmsten Tag rausgesucht :-). Gefreut habe ich mich dann aber doch sehr.

Jetzt ist mein Arm sehr müde und ich muss ins Bett.

Montag, Dezember 02, 2024

021224

Oje, der arme L. Gestern Abend kam er relativ schlecht gelaunt nach Hause, übermüdet, das Wochenende war zu kurz, um wichtige Dinge unterzubringen, hungrig, all das. Heute morgen beim Weckerläuten fühlte er sich dann gar nicht wohl, und als ich ihm anbot eine Entschuldigung für die Schule zu schreiben, nahm er das dankend an. 20 Minuten später war klar, warum er sich nicht wohl fühlte, und ich bin mal sehr gespannt, wie viele andere Teilnehmer des Pfadiwochenendes, die ja alle auf engem Raum zusammen das Wochenende verbracht haben, sich alle diesen Magen-Darm-Virus teilen. 

Sonst hier nicht besonders viel Neues, ich habe heute Vormittag eine Stunde gearbeitet, muss wirklich aufpassen, dass ich beim einhändig tippen nicht durch falsch genutzte Shortcuts sämtliche sheets und Templates zerschiesse. Mittags gab es für den Hübschen und mich noch eine im Tiefkühler gefundene Ribollita, für L. kleines Schälchen Nudelsuppe, das immerhin drin blieb. Dann verzog er sich ins Bett und schlief vier Stunden am Stück, auch das ein Zeichen, dass er wirklich krank ist. Er wird dann diese Woche zwei Tests mindestens verpasst haben, aber davon darf die Welt nicht untergehen. 
Der Hübsche und ich haben unsere Schritte bei regnerischen Matschwetter stoisch draussen abgelaufen. Mein leichter Übermut ob des Heilungsprozesses wurde sehr in die Schranken gewiesen, als ich nur ganz kurz mit dem einen Fuss an einer Kante abgerutscht bin, und nicht mal eine richtige Ausgleichsbewegung mit der Schulter gemacht habe, sondern nur leicht mit dem Muskel reflexartig gezuckt habe, und danach war mir fünf Minuten schlecht vor Schmerzen. Am Nachmittag habe ich dann noch an zwei Meetings teilgenommen, wie ich den Kollegen gesagt habe: ich kann reden, ich kann denken, ich hatte ja den Helm auf, ich kann nur nicht schreiben. 
Schwierigster Task heute übrigens war, meine Jubelpunkte in vier Skylagoontickets umzuwandeln. Ich bin ja nun keine Anfängerin in Sachen Onlineshopping, in Sachen Ticket buchen, in Sachen Konten aufsetzen, aber unser Jubelpunktportal.... man könnte fast unterstellen, dass es Taktik, weil niemand die Zeit und Nerven hat, so viel Scheiss auszuhalten, um Geld ausgeben zu können. Wie gut, wenn man krankgeschrieben ist, und dafür Zeit hat und Sturheit. Und so werden wir vier uns am zweiten Tag in Island im Stockfinsteren nach einem gemütlichen Winterbummeltag in Reykjavik in der Skylagoon mit Blick auf den Fjord aufwärmen, courtesy of Jubelpunkte.
 Dann kam übrigens noch die Katzenfutter Online Bestellung: und ich bin beeindruckt, wie sehr ich mich spezifisch bei den Snacks verschätzt habe in Mengenangaben. Johnny und Sanza finden das natürlich grossartig, aber ich hatte z.B keinerlei Gefühl dafür wie viel eine Kaustange wiegt. Und dachte mir 8x  ich weiss nicht 10 g wären eben acht Kaustangen und deshalb habe ich dann dreimal diese Paketgrösse bestellt. Stellt sich raus, eine Kaustange wiegt viel weniger und ich habe jetzt 3x 8 Achterpacks. Unter anderem.
Ansonsten habe ich weiter Eismassen vorbereitet für meine Geburtstagsfeier, mittlerweile sind es drei verschiedene, eine mache ich vielleicht noch. das Haus leuchtet einladend im Dunkeln, draussen regnet es zwar und schneit nicht, aber irgendwas ist ja immer. 
Morgen: Arzt Tag, erst ich richtig früh beim Röntgen, dann am Nachmittag L. für den Austausch. Aber jetzt erstmal Feierabend.

Sonntag, Dezember 01, 2024

011224

Ach Gott, Dezember 



Der wird hier natürlich ein bisschen anders verlaufen als ursprünglich geplant, so ist z.B fest vorgesehen, dass mein Arm wieder ordentlich anwächst. Dementsprechend stehen Röntgen-, Arzt-Komma und Physiotherapie Termine auf dem Plan. 
Was nicht stattfinden wird, sind Winterradtouren, Frostpendeln, schöne Bilder von Sonnenaufgang über dem frostigen Kraftwerk. 
Naja.
Was aber hoffentlich stattfinden wird, ist ein mittelrauschendes Geburtstagsfest.
Ausserdem das Geburtstagsfest des Lieblingskollegen.
Die Kinder haben wie gesagt ihr PfadiWinter weekend schon dieses Wochenende gehabt, nächstes Wochenende findet dann das Winterfest, die frühere Waldweihnacht statt.
 Das Haus haben der Hübsche und ich heute weihnachtlich geschmückt. Die Krippe heisst jetzt im Hausgebrauch neu die Hirtenjungenkiste.
 Plätzchen backen wird übrigens auch nicht stattfinden. Ich hatte kurzfristig überlegt, ob ich vielleicht dieses Jahr wieder Lust drauf hätte, aber das ist jetzt ja egal, weil ich halt einfach nicht kann.
 Wir werden unsere Sauna nutzen, viel im Frost draussen rumlaufen, wie üblich unseren Tannenbaum beim Förster abholen, am 24 Dezember gemeinsam schmücken. 
Aber bis dahin steht noch einiges an: so müssen wir L.s Unterlagen für den Japanaustausch fertig machen, dafür stehen noch zwei medizinische Check-ups an und er muss einen Brief an seine Gastfamilie schreiben. 
Überhaupt Schule: dort ist noch jede Menge Alltag in Form von Tests Vorträgen etc abzuleisten, bevor es richtig weihnachtlich wird.
Der hübsche reist noch eine Woche nach Barcelona, wo sie etwas antizyklisch in einem Strand Hotel ihr Marketing und Sales Meeting abhalten werden. Dafür musste er übrigens extra eine Üolioauffrischung bekommen weil anscheinend in Barcelona Polio ausgebrochen ist.
 Eine Premiere haben wir dieses Jahr: wir werden den ersten Weihnachtstag bei meiner jüngsten Schwester zusammen mit unserer Mutter verbringen, die dieses Jahr dorthin gezogen ist. Ich hoffe, die dritte Schwester mit dem allerjüngsten Neffen kann auch dazu kommen, dann wird das als close as it gets to einem Familienfest. 
Und dann heisst es für uns vier auch schon Aufbruch in unser grosses Winterabenteuer: am 29 geht es für uns zuerst für ein paar Tage nach Reykjavik inklusive Silvesternacht, dann reisen wir weiter in den Þingvellir Nationalpark, wo wir ein einsames wunderschönes Haus an einem See gemietet haben. Ich hoffe auf Eis, Schnee, Nordlichter, vielleicht ein bisschen Vulkan, ein rauschendes Silvesterfest, ach ich freue mich.