Samstag, Oktober 06, 2018

Runtur

Nach den dann gestern doch an die 25000 Schritten dachten wir: ach, heute gehen wir etwas ruhiger an, mit weniger laufen, wir fahren heute bei der nördlichen Hop-on-Hop-off-Tour mit dem Bus mit, da können wir unsere Beine ausruhen.
Tja. Spoiler vorneweg: wenn wir mal einen faulen Urlaubstag machen, sind es am Ende nur 17 500 Schritte.

Der Rest der Familie war übrigens not really amused, als ich sie um 7:30h aus dem Bett warf, aber meine Güte, wenn man noch frühstückt, Geld abheben muss und unbedingt pünktlich mit all den anderen Rentnern beim ersten Bus, der fährt, dabei sein möchte, dann muss man halt auch gewissen Opfer bringen.

Es war dann , obwohl natürlich das allertouristischste (aber wir sind ja auch Touristen), was nur geht, sehr nett und unterhaltsam! Bis auf eine kurze Strecke sassen wir die ganze Zeit auf dem offenen Oberdeck. Dank des Fahrtwinds wurde uns nicht zu heiss und die Kappen verhinderten, dass wir einen Sonnenstich bekamen, weil aus dem "ganztags bewölkt" aus dem Wetterbericht war Knallsonne und ein winziges Babywölkchen am Horizont geworden.

Wir fuhren mit dem Bus an den Yachthäfen entlang, durch Valletta und an den grossen Kreuzfahrtschiffen entlang, bevor es ins Landesinnere ging. Wir schauten uns die Presidential Gardens an (ganz eigentlich waren wir auf der Suche nach einem WC, aber sie waren auch so sehr schön), fuhren durch Ackerland und römische Ruinen, sahen überall Spuren oder Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg, bombastische Kirchenkuppeln. Kaktushecken, Trockenmauern, assen frische heisse, knusprige Pastizzi mit Erbsen und Ricotta gefüllt an der Stadtmauer von Mdina, genossen Strandfeeling deluxe an der Golden Bay (die Kinder können sich eigenständig auf englisch Eis bestellen und sogar noch über Waffeln oder Becher verhandeln), auf Wunsch von L. verbrachten wir die Zeit bis fast zum letzten Bus im National Aquarium, das heute 5 Jahre alt wurde und echt sehr schön gestaltet ist.

Die Rückfahrt an der Küste entlang in der Abendsonne war der reinste Genuss!
 Alles in allem haben die Kinder im Bus den Altersschnitt um ca 40 - 50 Jahre gesenkt, aber sie hatten durchaus Spass (und ich habe mich köstlich amüsiert über L., der bei jedem GEMA-freien Jingle, der als Einleitung eines neuen "Fun Facts" gespielt wurde, eine Sitztanzeinlage hinlegte. Wir waren trotz unseres jungendlichen Leichtsinns übrigens die einzigen Passagiere, die das "Während der Fahrt immer angeschnallt sein und auf gar keinen Fall aufstehen" eingehalten haben. Tja.

Zurück in Sliema haben wir kurz geklärt, welches der Boote wir für morgen gebucht haben (günstiger wäre es sicher gewesen, vor Ort zu buchen. Für die Bustour zB ist spontan ein Kind umsonst gefahren), dann sind wir in Richtung "The Point" aka "Grösstes Shoppingdings" von Malta aufgebrochen, das nur 5 Minuten von unserem Appartment weg liegt. Ja nun, wir haben alles angeschaut, Snacks für die Bootstour und Frühstück gekauft und dann auf der Piazza sehr lecker gegessen. Noch ein bisschen Aussicht und unglaublich gut gelaunt und mit sehr viel Lachen heimgewandert.
Doch, wir vier, wir sind sehr gute Reisegefährten, das ist einfach so.

Stresslevel gestern: 34
Selbstbeweihräucherung: niemand auf der Insel verloren. Und so viel Spass gehabt!
Abfahrt

vom Sliema Fährterminal

Familie Touri voll in ihrem Element


Kreuzfahrtschiffe. I don't get it.


Springbrunnen in den Presidential Gardens. Nicht hilfreich, wenn man sehr dringend ein WC braucht.

Aber schon hübsch

heiss und fettig

Satt und glücklich


"Eierkirche" (kein Witz) von Mgarr

Gemüsefelder mit Kaktushecken
BADEN!



Aquarium

So schön!






Zurück in Sliema


Unscharf wegen Hunger. Aber lecker!

Noch einmal nach Valletta rüberwinken und dann ab ins Bett

Freitag, Oktober 05, 2018

#WMDEDGT 10/18





You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?"
Mittlerweile wissen ja alle, wie es läuft, oder? Wir schreiben heute alle auf, was wir heute den ganzen Tag so machen und abends verlinken wir uns hier durch Klick auf die Schaltfläche, die sich abends freischaltet, und zack: man kann bei den anderen schauen, was da so los war. (Und: WMDEDGT? heisst: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" und hat vor über fünf Jahren seinen Anfang genommen in einer Tagbuchblog-Woche und seit April 2013, also seit ganz schön lang gibt es das jeden Monat am 5. und es ist KEINE BLOGPARADE!)


Allgemeines:
  • WMDEDGT hat seinen Anfang im Tagebuchbloggen gemacht und ich möchte, dass es auch so bleibt. Ich behalte mir deshalb vor, Links auf Posts, die halt heute geschrieben wurden, aber keine Tagebuchblogsposts sind, von der Liste zu löschen.
  • Die Linkliste schaltet sich um 18:00h frei, und zwar wirklich automatisch. Da kann jeder, seinen Link selber eintragen, indem er auf dieses Feld (das ab 18:00h hier ganz unten dann erscheint) klickt:
  • In meinen Augen ist es einerseits eine Frage der Höflichkeit, im verlinkten Blogpost auf die Aktion zu verweisen, sei es durch einen Link oder den Hashtag (am gescheitesten halt schon mit Link), und zwar nicht, weil ich da dann so unglaublich viele Klicks und Besucher hierher locke, das ist mir ja ehrlich gesagt wurscht), sondern, weil: andererseits das Ganze ja als Gemeinschaftsaktion entstanden und gedacht ist und das funktioniert halt nur, wenn man die anderen #wmdedgt-ler auch finden kann und das klappt nun mal mit einem Link auf den hiesigen Post.
  • Ich behalte mir vor, alle Posts, in denen Werbung gemacht wird für was auch immer, aus der Liste zu löschen. Und das gilt auch dann, wenn Sie einen Link auf dieses Blog warum auch immer als Werbung kennzeichnen (und jajaja, ich weiss, dass Sie glauben, dass das deutsche Rechtssprechung wäre: ABER: Hier wird kein Geld verdient, ich gewinne NICHTS dadurch, dass Sie hierher verlinken, also, dieses Kasperltheater mache ich nicht mit.)
  • Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Inlinkz damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, tragen Sie sich halt nicht ein.
Kurze Auflösung von gestern:
Natürlich ist alles gut gegangen:¨
der Hübsche kam anstandslos durch die Security, dafür haben Little L. und ich Sprengstoffcheck und Gepäckdurchsuchen gewonnen.
Die Zeit hat also noch für den fast schon traditionellen Snack bei Burgerking gereicht. Auch mit 9 ist man übrigens noch in der Lage, sich mit nur 250mL voll und ganz einzusauen und kriegt zu Recht nur Wasser zur trinken. Wechselkleider hat man dann übrigens nicht mehr dabei, deswegen ist man froh, dass der grosse Sohn nicht wirklich bei der Kleiderordnung zugehört hat und deshalb einen Pulli zuviel anhat, den er gerne ausleiht, weil: es ist ja warm. Die Hosen sind bis Malta übrigens auch trocken.
Im Flugzeug: alles easy (wir hatten Plätze nebeneinander), die Kinder benehmen sich beim Fliegen professioneller und besser als ... 80% der Erwachsenen an Bord.
Taxi statt Bus und ganz besonderst statt Mietauto war eine super Idee (als Dorfkind fahre ich praktsich nie Taxi. Früher war das immer viel zu teuer und in und um Basel ist der ÖV so gut ausgebaut und die Taxis noch viel teuerer, man kann das echt an einer Hand abzählen, wie oft ich in meinem Leben bisher Taxi gefahren bin). Ich hatte da ja noch eine Zeitlang gehadert, dass wir da ja gar nicht unabhängig wären, aber als der Taxifahrer dann da gestern im Dunklen durch den Regen (es war in Malta fast kälter als in Zürich) durch die Baustellen und dann durch das schmale parkplatzlose Einbahnstrassengewirr von Sliema bretterte, da habe ich doch sehr aufgeatmet.
Die Wohnung existiert, ist genauso wie beschrieben, nagelneu, 5 Minuten vom Sliema Fährterminal weg, und das beste: der Meerblick, mit dem geworben wurde, ist real existent, nicht nur so ein Fitzel, wenn man sich halsbrecherisch vom Balkon rausstreckt.


Ding dong von direkt gegenüber

Heute morgen dann von den Kirchenglocken gegenüber (also: über die Gasse praktisch in Berührungsreichweite) aufgewacht, Kaffee mit Meerblick, es war warm und schwül.
Da Gewitter angesagt waren, sind wir erstmal auf eine kleine Erkundungstour durch Sliema losgetappelt. Ich hatte im Reiseführer (Affiliatelink, ich bin da eine treue Seele, seit ... 14 Jahren reisen wir immer mit Lonely Planet) den Hinweis auf eine Bäckerei, die mit Holzkohleöfen backt, gefunden und mir in den Kopf gesetzt, dort ein frisches Frühstück zu kaufen. Google wusste nix von der Bäckerei, auf der Karte im Reiseführer war auch nur ein grober Stern, und als wir in die Strasse einbogen, sahen wir einen Gemüseladen, der auch noch anders hiess, sonst nix. Es roch allerdings verführerisch nach frischgebackenem Brot, also sind wir nochmal ums Karree gelaufen, immer der Nase nach "Brot, Brot, Wurst, Zwiebel, Wurst mit Zwiebel, Kaffee, Diesel, Brot, Brot, Holzkohle, oh, hier steht ein Kübel Holzkohle auf der Strasse, da muss es doch sein!" Und tatsächlich: direkt neben dem Gemüseladen war eine kleine unscheinbare Tür in einen einzelnen Raum, in dem die Backwaren mit einer kleinen ausgedruckten Preisliste an der Wand in Regalen lagen. Auch der Ofen war direkt dort, im Hinterzimmer die Backstube und so holten wir uns für ein Spottgeld Apfel- und Erdbeerpasteten und ein paar Scones.
Naja, wer hätte die Bäckerei nicht sofort gesehen...

Wir wanderten weiter auf die andere Seite der Halbinsel zum Stadtstrand von Sliema, wo die Kinder (ich hatte Badehosen für sie eingepackt) im flachen, wachlwarmen Wasser eine Runde planschten.
Irgendwann dann war genug geplanscht, wir wanderten ein Stück weiter am Strand entlang (sehr nett die ursprünglich für die feinen Damen in den Sandstein gehauenen Badebecken), zurück über den Hügel auf unsere Seite der Halbinsel (mit einem Stop im Supermarkt für Wasser, die lokale Limo "Kinnie", die eher wie so Sanbitter schmeckt und ein bisschen Süsskram). 




Nach kurzem Abduschen der salzigen Kinder nahmen wir die Mittagsfähre rüber nach Valletta und machten, etwas einfallslos, aber meine Güte, den im Reiseführer empfohlenen Stadtspaziergang vom Stadttor über die Ruinen des Opernhauses (Little L. liess sich von einer Eisverkäuferin sein eigentlich bevorzugtes Zitroneneis gegen "the best vanilla in the whole world" abschwatzen. Fazit: "Für Vanille ganz ok. Ich mag halt kein Vanille". Noch viel lernen er muss.), vorbei an Grossmeistern und deren Palästen, an Kirchen und Kathedralen, durch ehemalige Rotlichtbezirke, oben am Hafen entlang zu den "Lascaris War Rooms", dem ehemaligen Kommandozentrum der Alliierten in einem Tunnelsystem unterhalb eines Parks. Nach einer Stärkung in einem Cafe in den "Upper Baracca Gardens" schafften wir es gerade noch rechtzeitig zur Abfeuerung der Kanone der "Saluting Battery".
Nach über 20 000 Schritten bergauf und -ab waren wir ein bisschen schlapp und machten uns gemütlich auf den Weg quer über die Halbinsel zurück zur Fähre. 





















Von wegen Huddle Boards und Balanced Scorecards sind der neueste heisse Scheiss.


Ersatzkatzenstreicheln. Die Katzensitter haben uns übrigens ausführliches Bildmaterial von Jon und Sansa geschickt





Auch mit 13 schüttet man gern noch einen ganzen Becher "Smashed Lime and Mint" um. In seine Turnschuhe



Bei extrem leckeren Getränken (Homemade Lemonade für die Kinder und Gin-Varietäten für die Grossen) warteten wir auf die Einfahrt und ruhten die müden Füsse aus. Valletta ist wirklich faszinierend: auf kleinstem Raum versammelt sich so viel Geschichte, Kreuzritter, Napoleon, 2. Weltkrieg, modernste Architektur. 

Wir hatten übrigens Glück: wir waren unter den letzten, die noch einen Platz auf der 17:30h Fähre bekamen.

Zurück im Appartment tat uns allen eine ausgiebige Dusche und Füsse ausruhen sehr gut! 
Um halb acht waren alle so ausgeruht und vor allem hungrig, dass wir uns auf dem Weg zum Abendessen machten. Wir hatten naiverweise nicht reserviert und standen dann ein wenig verplant im rappelvollen "Ta Kris", aber unser hungriges Aussehen (und Gäste, die einen erst für 21:30h reservierten Tisch gerade räumten) gewährte uns dann doch noch einen spontanen Tisch und sehr sehr feine maltesische Küche. Sehr beeindruckend übrigens, wie gut sich die Kinder nach einem bzw. 4 Jahren Grundschulenglisch verständlich machen können!

Jetzt ist es 22:30, die Rucksäcke für die morgige Tour sind gepackt, die Kinder liegen müde in ihren Betten und der Hübsche und ich schauen noch eine Folge "Marcella", bevor es auch für uns ins Bett geht!

Stressleveldurchschnitt: 42
Selbstbeweihräucherung: ich bin eine echt gute Reiseleitung!

Als Abschluss noch einer der vielen verschiedenen Aufkleber dieser Art, die in Valletta verteilt sind, um daran zu erinnern, was im Mittelmeer geschieht. Der ganze schicke Hafen war für uns mit einem schalen Nachgeschmack behaftet, werden dort doch aktuell diverse Schiffe privater Seenotrettungsorganisationen am Auslaufen gehindert.











Donnerstag, Oktober 04, 2018

12 kammern des shaolin

irgendwann, wenn ich gross bin (oder nur noch geschäftlich verreise, da bin ich viel cooler.), bin ich nicht mehr nervös, wenn wir verreisen.
bis dahin tigere ich den reisetag über nervös durchs Haus, überprüfe drölfzig mal, ob wirklich Bettwäsche und Handtücher in der Ferienwohnung dabei sind, werfe noch eine Handvoll Spülmaschinentabs in den Koffer, überprüfe schweizweit die Störungen des Nahverkehrs, kündige ab 90 Minuten vor busabfahrt in immer kürzeren intervallen an, dass wir bald, jetzt aber wirklich bald, genau jetzt aus dem Haus müssen.
natürlich hatte der Bus 90 Sekunden Verspätung, aber rechtzeitig, bevor ich Plan b (andere Richtung und dann s bahn) umsetzen könnte, kam er doch noch und wir wären sogar so pünktlich, dass wir einen Zug früher zum Flughafen hätten nehmen können. zugunsten von direktverbindung ohne umsteigen am Hauptbahnhof  (zu Beginn der rushhour und mit kofferzerrenden kindern) haben wir verzichtet. prompt kam eine Durchsage, dass die Störung drei Bahnhöfe weiter zwar behoben sei, aber immer noch mit Verspätungen zu rechnen.
anscheinend nicht für uns, der Zug kam pünktlich, es ist so leer, dass wir in einem viererdings sitzen, die Koffer sind verstaut und ich bin schon zwei Level relaxter als auch schon.
was noch fehlt zur ultimativen entspannung:
uns und Gepäck einchecken, das hat online nicht geklappt, deswegen weiss ich nicht, ob wir zusammensitzen können
rechtzeitig durch die Security  (der hübsche hat drohne und kameraequipment dabei, das ist ein Garant für "zeigen sie doch mal her"
also alles in allem: Flugzeug erwischen
dann: Taxi in Malta finden  (sollte jetzt nicht soooo kompliziert sein am Flughafen), dem erklären, wo wir hinwollen
und zu guter letzt: wäre toll, wenn das Appartment ohne Reviews existiert und auch noch schön ist. und die schlüsselkistchensache klappt.

dann, genau dann bin ich voll relaxed.
bis Mittwoch, wo wir ein Taxi zum Flughafen brauchen.

ich bin ja schon sehr froh, dass die Jungs überhaupt noch mit mir wegfahren.

Mittwoch, Oktober 03, 2018

Ready, steady, ...

Es ist ein bisschens seltsam. "Eigentlich" machen wir keine Herbstferien. "Eigentlich" feiere ich eine Handvoll meiner Überstunden ab und mache mit den Kindern einen Städtetrip in den Herbstferien, während der Hübsche arbeitet. (Sie erinnern sich: ich stemple, der Hübsche hat Vertrauensarbeitszeit. Eigentlich perfekt, nur meistens ist mein JAZ-Konto voller als das fix festgelegte Urlaubskonto des Hübschen, deswegen: Herbstferien ohne den Hübschen).


Dieses Jahr fliegen wir im Herbst in die Sonne. Für unsere Verhältnisse auch noch voll spontan, ich habe mich erst im Juli? August? dazu entschieden, den Städtetrip dagegen einzutauschen. Für meine Verhältnisse nahezu ungeplant, unser Google-Reiseplan enthält an 3 von 6 Tagen "Schaumamal", nur ein Trip (die Bootstour zur Blauen Lagune) ist fest gebucht, auch noch zu einem wettertechnisch zwar optimierten, sonst aber vermutlich wegen Überfüllung suoptimalen Termin, ansonsten habe ich nur die Busfahrpläne der "hop on, hop off"-Sightseehing Busse gespeichert, KEINE Tickets mehr fürs Hypogäum bekommen und ich bin sogar fast entspannt bei dem Gedanken, dass wir vielleicht morgen abend nach Anreise mit Zug, Flug, Taxi zu müde sein werden, um direkt auf die Fähre nach Valletta zu hüpfen und die "Notte Bianca" zu erleben. (Vielleicht ja auch nicht).


Die Koffer sind gepackt, wir haben Schnorchelzeug für vier, das hätte ich gar nicht gedacht, der Zettel "Was man über Jon und Sansa wissen muss" liegt für die neuen Fütternachbarn (warum haben wir die 10 Jahre lang nicht gefragt? Die sind super!) auf dem Tisch, die Zugbillets sind gedruckt, ich denke nur halb ernsthaft darüber nach, einen Zug eher zu nehmen, weil der Onlinecheckin (ich nehme an: Durcheinander, weil Air Malta, operated by Swiss und umgekehrt) nicht funktioniert hat, ich bin nur mittelnervös, weil wir ein VRBO-Appartment OHNE Reviews gemietet haben, das ist alles ein wenig seltsam.


Sonst so: das Internet funktioniert nun okay-ish bei teilweise gedimmtem Licht, der Wallcharger funktioniert, im zweiten Anlauf mit der vollen Leistung, im dritten Anlauf auch mit LED-Anzeige und kosmetischen Schraubencovern.


Stressleveldurchschnitt gestern: 15
Selbstbeweihräucherung: ich bin mir selbst unheimlich, so entspannt.

Dienstag, Oktober 02, 2018

Dienstag

Nicht Mittwoch, wie ich heute gelernt habe, als ich ganz begeistert dem Hübschen erklärt habe, wie toll ich meinen Arbeitstag mit Audit und F2F und die Kinder zu Hause und er auf dem Workshop mit den Elektrikern abgestimmt habe, die im umgebauten Dachstock noch was reparieren müssen, damit das Internet auch bei eingeschaltetem Licht funktioniert. (das ist kein Witz. Wir haben da dimmbare LEDs und das W-LAN im Haus ist über ein Devolo-Netzwerk verteilt und wenn wir die LEDS voll aufdrehen, drehen wird damit das W-LAN ab. Wie wir alle wissen*, ist das Internet ein finsterer Ort (naja, nicht immer und nicht überall), deswegen würde ich gern es beim Surfen wenigstens um mich herum gern schön hell haben).
Tja, jetzt kommen die erst am Mittwoch, dafür bauen sie uns dann grad auch noch den Tesla-Wallcharger in die Tiefgarage, das wird dann sehr schick!


So lief dann alles noch ein bisschen entspannter.
Jon: hat es heute nacht geschafft, 4 Stunden bei uns angekuschelt zu schlafen OHNE BEISSEN UND KRATZEN, das ist ja schon mal ein Anfang.
L.: hat irgendwie nicht mitbekommen, dass wirklich und in echt Ferien sind und ist um halb sieben aufgestanden. Sehr müde, weil gestern zu Ferienzeiten ins Bett. Zum Ausgleich hat er seinen Onesie-Pyjama bis nach dem Mittagessen angelassen.
Q.: lebt die Ferien. Ein bisschen ungplant hat er gestern bis Mitternacht gelesen und heute bis mittag geschlafen. Ja, das Kind, das uns über Jahre morgens um spätestens 6 weckte. Wie ein echter Teenie frühstückte er erst ein Stück Nutella-Zopf und direkt im Anschluss Spaghetti Carbonara.
Ich: habe ohne Handwerker noch viel mehr erledigt bekommen als mit :-). Es half, dass sich meine Auditbereitschaft auf theoretisch sofort bereit sein, zB ICH Q3D-Risikoanlysen vorzustellen und Process Monitoring, aber dann wollte das keiner sehen.


Stattdessen habe ich (ich weiss, es ist langweilig, aber ich habe jetzt halt Zeit, das alles zu probieren, wieder einen KaptainCook-Salat ausprobiert.
Weil das Rezepteteilen nur so mittel klappte, hier das Rezept (angeblich für zwei, ich habe es allein zu Mittag gegessen und das war kein Problem. Man kennt das ja mit Linsensalat)




Kürbislinsenfeldsalat mti Gewürznüssen


60g Belugalinsen nach Anweisung kochen
einen halben (kleinen) Hokkaido-Kürbis würfeln, mit Olivenöl beträufeln, salzen, pfeffern und bei 200°C im Ofen ca 20 Minuten backen
40g Feldsalat waschen
30 g Walnüsse ein paar MInuten in der Pfanne rösten
je ein Viertel TL Korianderpulver, Piment und Kreuzkümmel dazugeben
mit 1EL Honig karamellisieren und dann auf ein Backpapier zum Abkühlen schütten
ordentlich Minze und Petersilie hacken
aus 1EL weissem Balsamico, 2EL Sesamöl und 0.5EL Honig, Salz und Pfeffer ein Dressing rühren und alles mischen und mit den Nüssen bestreuen.


Sehr, sehr lecker!









Stressleveldurchschnitt gestern: 17


Selbstbeweihräucherung: Endlich einen Servicetermin für den Backofen abgemacht, bei dem das Rad für Umluft immer so laut an das Gehäuse rattert, dass einem die Ohren klingeln. Und dran gedacht, dass ich ja Gewürznüsse auf das Backpapier zum Abkühlen geleert hatte, BEVOR ich den ganzen Salat gegessen hatte.


*Ich aktuell noch ein bisschen mehr, könnte sein, dass sich die Rechtsschutzversicherung endlich mal lohnt. Immerhin weiss ich jetzt, dass sie eine "Internetrecht"-Abteilung haben.

Montag, Oktober 01, 2018

Hallo, Oktober!

Hui, Oktober schon! Die ersten sechs Wochen Schule dieses Schuljahr sind echt wie im Flug vergangen und zack, sind Herbstferien.
Wir warden diesen Oktober:
  • endlich hoffentlich Herbst geniessen! Heute ist es erstmals seit ... März? April? nicht T-Shirt- barfusswarm draussen.
  • die Herbstferien der Kinder geniessen. Dank ungünstigen Zusammentreffens von Nanny-Ferien, Workshop- und Auditterminen beim Hübschen und mir habe ich länger frei als eigentlich geplant. Aber: mein Überstundenkonto zuckt müde lächelnd die Achseln und ich freue mich auf Zeit zum Durchatmen. Ausnahmsweise past das arbeitstechnisch aktuell sehr gut rein.
  • Eine Woche an der Sonne geniessen. Für unsere Verhältnisse total spontan und ungeplant haben wir nach Empfehlung meiner kleinen Schwester unseren Herbsttrip nach Dublin aufgeschoben und stattdessen eine Woche in Malta gebucht. Die Kinder freuen sich aufs Fliegen (ich bin im Rahmen des Italienprojekts in den letzten drei Jahren so oft mit kleinen Maschinen in den Süden geflogen, dass was fast schon wie Busfahren ist. Und so sehr alle immer sagen: man kann doch alles per Videokonferenz machen und kein Mensch muss mehr vor Ort sein, ihr Umweltschweine: ganz so einfach ist es nicht. Glauben Sie mir.), aufs warme Wasser, ich freue mich auf ein Abenteuer mit der Familie zusammen (da ist es mir fast wurscht, ob das jetzt Castrop-Rauxel oder Valetta ist, aber Kulturhauptstadt des Jahres 2018 ist halt schon auch cool), das wird bestimmt toll.
  • Kürbissuppe kochen und essen
  • die Katzen in die freie Wildbahn (aka unser Wohnquartier) entlassen (wir sind sehr nervös)
  • am herbstlichen Putzmorgen die Siedlung entunkrauten und ent"fötzeln"
  • Freundeskindergeburtstage feiern,
  • Pfadiübungen besuchen,
  • Unihockey spielen,
  • an der Dorfchilbi bei den Geräteturnern Crepes backen
Langweilig wird uns sicher nicht!


Stressleveldurchschnitt gestern: 18
Selbstbeweihräucherung: dringende Arbeitsmails an meinem heutigen Ferientag zwar gelesen, aber den Nachsatz: "Bitte heute oder spätestens morgen antworten" wörtlich genommen.


Idee: Frische Brise