Auf die nächsten 50 Jahre!
Heute vor fünf Jahren wurde ein Traum offiziell: die ehemalige Streberin und der ehemalige langhaarige Bombenleger versprachen sich in einer kleinen bayerischen Dorfkirche die ewige Treue.
Heute vor fünf Jahren wurde ein Traum offiziell: die ehemalige Streberin und der ehemalige langhaarige Bombenleger versprachen sich in einer kleinen bayerischen Dorfkirche die ewige Treue.
Posted by Karin at 6.9.08 15 comments
Labels: Happy Family
Posted by Karin at 5.9.08 0 comments
Labels: Little Q.
Nachdem ich jetzt lange über Sandrachens Kommentar gegrübelt habe, hier noch ein Resumee:
Für mich habe ich daraus gelernt, dass ich kein perfektes Kind war (jetzt natürlich schon ;-)) und hoffentlich auch mal damit umgehen kann, wenn sich Little Q. evtl. anders entwickeln/ in manchen Situationen anders handeln sollte, als ich das gerne hätte (nicht so wie meine Mutter, die letztens wohl enttäuscht gemeint hat "Von meinen vier Töchtern ist keine so geworden, wie ich mir das gewünscht hätte").
Ich weiss, dass mein Verhalten damals nicht so war, wie es hätte sein können/sollen, ich verstehe aber auch, warum ich so gehandelt habe (auch wenn ich zugeben muss, dass "my inner child" schon gestern bei dem Beitrag ganz laut gekräht hat: "komm, sei ehrlich, die beiden waren halt echt einfach doof."). Das ist doch schon mal was, oder?
Posted by Karin at 4.9.08 11 comments
Heute die perfekte Beschäftigung für müde Mutter (viermal Aufstehen pro Nacht und wach seit 5:38h.... Kindkindkind, so war das nicht gedacht...), spielwütiges Kind und fades Regenwetter gefunden: ein Besuch bei der Logopädin. Little Q. war schon irre stolz, dass er dafür in die Schule gehen durfte.
Vor Ort gab es dann eine Unmenge an Spielsachen, Büchern, zu benennenden Bildern, einen Kassettenrecorder, mit dem alles aufgenommen wurde und eine junge, engagierte Logopädin, die mit einer Irrsinnsausdauer mit Little Q. auf dem Boden gespielt hat. Die müde Mutter ist anfangs noch nervös (Kann mein Kind das?), beruhigt sich aber schnell und sitzt gemütlich am Fenster, lauscht dem beruhigenen Rauschen des Regens und dem Dauergebabbel des Kindes.
Nach einer Stunde die für Little Q. enttäuschende Diagnose: wir sollen in einem Dreivierteljahr zur Kontrolle wiederkommen, da nur das "sch" noch fehlt und er sich, wenn er dringend was erzählen will, oft überhaspelt. Spielverhalten, Sprachverständnis sind tiptop. Zum Abschied noch ein kleiner Tobssuchtsanfall, weil man "No nig fäddig mit Spiele" ist, und schon ist ein Vormittag rum.
Interessant für mich: man versteht Little Q.s Ausführungen nur vollständig, wenn man von Au-els Existenz weiss. Jeder zweite Satz beginnt nämlich mit "Der Au-el sagt immer... " oder "Letztes Mal beim Au-el..." oder "Der Au-el und ich ...".
Posted by Karin at 4.9.08 4 comments
Ich weiss, ich weiss, ich bin spät damit dran (Entschuldigung wie immer in den letzten Wochen: ich bin schwanger, deswegen todmüde und habe ausserdem einen neuen Job, der mehr Neues von mir fordert, als ich dachte), aber die Texte von Frau ... äh ... Mutti über Mobbing etc. gehen mir nicht aus dem Kopf.
Ich selber war ja in meiner Jugend an sich ein prädestiniertes Mobbingopfer: immer die Jüngste, immer die mit den besten Noten, die mit den Eltern, die nichts erlauben, die mit den falschesten Klamotten, die man sich vorstellen kann, die mit der von den Eltern bestimmten absoluten Kackfrisur, die mit der (selber ausgesuchten) Kackbrille, die, die sich mit der aktuellen Muski so gar nicht auskennt.
Seltsamerweise wurde ich aber gar nicht so besonderst gemobbt. In der Grundschule hat zwar diese Lehrerin ihr Bestes getan, um mich in die Opferrolle zu drängen, in den folgenden Klassen wurde es aber besser.
Am Gymnasium dann war ich zwar nie bei den Coolen dabei, hatte aber immer eine beste Freundin, die den Coolen bedeutend näher stand als ich, evtl. sogar dazugehörte. Ich suchte mir irgendwie immer "beste Freundinnen", die nicht von Dauer waren, da sie entweder die Schule wechselten oder durchfielen. Ich selber hätte schon sehr gerne dazugehört, war mir aber bewusst, dass das nicht im Rahmen der Möglichkeiten lag.
Als ich dann zum zweiten Mal eine Klasse übersprang, da wurde auf einmal alles anders: ich war so viel jünger als meine Klassenkameraden, dass ich nicht mehr nur die Streberin sondern ein fast schon zu bewundernder Exot war. Ich hatte von Anfang an einen festen Platz in der mittelcoolen Gruppe.
Wenn ich also nicht gemobbt wurde, wer denn dann?
Zwei Kinder, die es echt schwer hatten, sind mir im Gedächtnis geblieben: Anna und Bernd. Anna war das dritte von sechs Kindern, kam mit einer noch blöderen Frisur in die Schule als ich und war vom ersten Tag am Gymnasium die Zielscheibe. Warum? Ich weiss es wirklich nicht. Es ging so weit, dass sie sich weigerte, zu lernen/vernünftige Noten abzuliefern, nur um durchzufallen und die Klasse verlassen zu können (das hat nicht geklappt).
Meine Eltern kannten aus dem Elternbeirat ihre Mutter und hätten gerne gehabt, dass ich mich für sie eingesetzt hätte/ihre Freundin geworden wäre/sie unterstützt hätte. Und wie Ute das so schön geschrieben hat: das kann man von einem Kind nicht verlangen. Ich war mir meiner eigenen, sehr instabilen Position in der Gemeinschaft sehr bewusst und wollte um alles in der Welt vermeiden, in den "Anna-Sog" zu geraten. So habe ich zwar nie aktiv an irgendwelchen Gemeinheiten teilgenommen (oder das zumindest verdrängt), aber bei allgemeinen Lästerrunden schön brav mitgemacht. Wenn ich mir heute alte Klassenfotos ansehe, steht Anna auf jedem Bild von der fünften bis zur dreizehnten Klasse mit einem grossen Abstand ganz am Rand.
Dieses Mädchen hat es wirklich geschafft, ohne eine richtige Freundin in der Klasse (sie hatte eine in der Parallelklasse) durch die ganze Gymnasialzeit zu kommen. Schön war das sicher nicht. Was ihr geholfen hätte? Die faden Appelle der Lehrerschaft vor versammelter Mannschaft haben es sicher nicht. Ein Wechsel zumindest der Klasse? Könnte sein.
Das zweite Kind ist Bernd, ein unscheinbarer Junge, der in der Pubertät mit extremer Akne geschlagen war, ein Hänfling, der sich nie wehrte. Auf unserem Landgymnasium war ja ein grosser Anteil Fahrschüler, darunter eben auch Bernd. Er fuhr jeden Morgen und jeden Mittag mit einem der Klassenrowdies im selben Bus. Ihre Eltern kannten sich und förderten die "Freundschaft". Diese "Freundschaft" nutzte der Rowdy aber dazu aus, Bernd nach Strich und Faden zu misshandeln, auszunutzen und vor der gesamten Klasse zum Gespött zu machen. Ich werde nie den Tag in der neunten Klasse vergessen, als einer der Freunde des Rowdies mitten in der Mathestunde aufstand und Bernd am Hals packte und würgte, lange würgte, bis die hysterische Lehrerin eine Möglichkeit fand, ihn davon abzubringen.... Auch hier habe ich nichts unternommen, bin nicht eingeschritten, habe mich ruhig verhalten.
Meine Gründe waren nicht direkt das "Ich will zur Gruppe dazugehören, deswegen pfeife ich auf das, was meine Eltern mir beigebracht haben", nein, für mich war es ein "Lieber Anna und Bernd als ich".
Wenn ich mir Little Q. so ansehe, dann hoffe ich inständig, dass ihm die Erfahrung, ein solches Opfer zu sein, erspart bleibt. Ich hoffe auch, dass ich ihm so viel Respekt und Empathie mitgeben kann, dass er kein "Täter" wird. Und die Grauzone dazwischen? Ich hoffe, er kommt unversehrt durch.
Posted by Karin at 3.9.08 1 comments
Mittlerweile habe ich mein Ausgangsgewicht wieder erreicht. Abends sieht man auch schon ein richtiges Bäuchlein.
Übel ist mir immer noch, allerdings habe ich das Gefühl, dass es langsam besser wird (vielleicht bin ich es auch einfach langsam gewohnt) und Schlafen ist immer noch das Grösste.
Ansonsten mache ich drei Kreuze, wenn der Arzttermin incl. Nackenfaltenmessung nächsten Dienstag endlich rum ist. Ich habe einerseits andauernd die Angst im Nacken (haha), dass das Baby vielleicht nicht mehr lebt (ich hoffe, dass die Übelkeit ein gutes Zeichen ist) und zum anderen habe ich einen Riesenhorror davor, dass die Nackenfalte nicht so ist, wie sie sein sollte und ich über Dinge nachdenken muss, über die ich nicht nachdenken will, weil ich nicht weiss, ob ich sie könnte, obwohl ich eigentlich finde, dass man sie können müsste.
Der Hübsche hält mich für hysterisch (obwohl er das nie so sagen würde, er sagt eher, ich solle mir doch das Leben nicht so schwer machen und mich einfach freuen), ich mich selber auch ein bisschen. Gottseidank weiss ich von Little Q. damals noch, dass ich nach dem ersten grossen Ultraschall wirklich aufgehört habe, mir diese dauernden Sorgen zu machen.
So, genug aus meinem in der Hinsicht im Moment extrem verschwurbelten Gefühlsleben.
Posted by Karin at 2.9.08 7 comments
Labels: Mommy Tummy
Ich habe verstanden, dass einige von Ihnen nicht verstehen können, das ich keine Tipps und schon gar keine Gesundheitstipps haben möchte. Deshalb habe ich nur für Sie eine spezielle Email-Adresse eingerichtet, an die Sie Ihre Tipps schicken können. Ich werde sie ziemlich sicher nicht lesen, aber da es Ihnen ein Herzensanliegen scheint, diese Tipps loszuwerden, sehe ich das als Serviceangebot.
Tipps also bitte an
Tippsfuerfraubruellen(at)gmail.com
Für alle anderen allfällige Kontaktaufnahmen erreichen Sie mich unter:
fraubruellen(at)gmail.com
Dieses Blog ist ein reines Privatvergnügen, ich habe keinerlei Interesse an Kooperationsanfragen, Sponsored Posts, Linktausch (was soll das überhaupt sein?) und Werbung. Wenn Sie mir trotzdem solche Anfragen schicken, werde ich Ihnen entweder gar nicht antworten oder sehr unhöflich. Falls Sie mir doch solche Anfragen schicken, werde ich mich öffentlich (zB auf Twitter) unter Nennung des Marken-/Agentur- oder auch Ihres Namens drüber lustig machen. Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.