Samstag, Juli 08, 2006

Wer nicht wagt...

der nicht gewinnt!
War halb so schlimm beim "Ischenfriseur", wie der Hübsche den Laden so schön genannt hat. Okay, es gibt keine Umhänge, sondern nur Handtücher (überall juckt es jetzt, von lauter kleinen Resthärchen), leicht penentrante Türkenmucke, Unterbrüche in der Warmwasserversorgung während des Haarewaschens, eine Coiffeuse, die, während sie mir mit dem Rasiermesser vor dem Gesicht rumfuchtelt, telefoniert UND bei der Türkenmucke mitsingt, naja, und 30 Minuten später, 30 Franken ärmer habe ich jetzt die Profi(?)version des Korsikataschenmesserschnitts auf dem Kopf. Jetzt noch Farbe rein, die neue Brille auf und fertig ist das neue Brüllen.

Donnerstag, Juli 06, 2006

Gestört, Mann...

So, man mag es mutig oder dumm nennen, am Samstag habe ich einen Termin beim Friseur um die Ecke.
Klingt nicht so dramatisch, aber ich leide an einem Friseur-Trauma.
Begonnen hat das Ganze mit Mutters Künsten: Einmal rundrum, praktisch kurz, dazu einen Pony, damit nix in die Augen hängt, fertig. (Immerhin blieb mir dadurch die "Kunst" einer angeheirateten Tante erspart, die sich für einen zweiten Udo Waltz hält und ihr Patenkinder, nämlich Schwester 2 und 4, mit ihrer ziependen Fransenschere als Modelle missbrauchte).
Dann, die ersten Friseurbesuche bei einem irrsinnig dicken Friseur, bei dem man keinen Termin brauchte, der Laden pervers stank, tja, und wo ich das erste "Stufen-Trauma" erlitt...es ist ja einen Kunst, in meine Spaghetti-Flusen Volumen reinzukriegen, aber gar so viel obendrauf wollte ich nicht.....
Dann hat in unserem Heimatort ein Friseur aufgemacht: für 20 DM wurde trocken einmal rundrum geschnitten, der Nacken (und das dortsitzende Muttermal mehrfach) ausrasiert, najaaaaaaaaa. Immerhin kein Pony mehr. Mit Haarspangen fest aus dem Gesicht gezurrt war eine lange Vorderpartie erlaubt.
Das erste Mal aus dem Familienurlaub daheimgeblieben wurde das Ganze durch eine revolutionäre Aktion gekrönt: Kurzhaarschnitt... Mit dem Erfolg, dass mich der Typ in der Materialausgabe in der Uni und die alten Damen in der Kassenschlange vom Schwimmbad fortan für einen Jungen hielten.
Kurz vor dem Auszug von daheim dann die erste Revolte: zu dem Friseur in der Stadt, zu dem die coolen Mädels in der Schule auch gehen, die Differenz zu den 20 DM wurde vom Taschengeld draufgelegt. Komischerweise habe ich gar keine Erinnerung an eine besonders coole Frisur, also wird es wohl auch keine gewesen sein.
Darauf folgten die wilden Studententage in der grossen Stadt, will heissen, kein Geld, aber Experimentierwille, dementsprechend für 15€ als Modell für die Lehrlinge beim Friseur über der Strasse. Ging ganz gut, nach 2,3mal wussten die Mädels meistens, was ich wollte, dann hatten sie ausgelernt und die nächste kam. (Da habe ich auch das erste Mal jemanden anders als den Hübschen färben lassen: never ever again...)
Irgendwann dann kam das Stipendium, von dem ich immer noch nicht weiss, wie ich es verdient habe, und der erste (und letzte) Besuch beim einem Schwabinger Trendfriseur. Ich war gerade dabei, meine Haare auf länger zu züchten, dementsprechend war die Devise: eine Frisur, aber bloss nix von der Länge weg. Was macht der Depp? Zieht in der Mitte ein Büschel hoch und schneidet es auf 3 cm ab. Da stehen sogar beime Flusen nach oben. Ich war wie paralysiert in meinem Stuhl....Es kam noch schlimmer, zu einem (saublöden) Kurzhaarschnitt liess er mir (wie der Hübsche sie so schön nennt) "PDS-Zipfel" neben den Ohren hängen. Auf mein schüchternes "Kann man das vielleicht noch abmachen, jetzt ist es eh schon wurscht, wegen lang und so" kam nur ein "Das sieht supertrendy aus, und wenn es dir gar nicht gefällt, kommst morgen früh wieder und ich schneide es dir weg." Solange hielt ich nicht aus, der Hübsche griff am Abend zur Nagelschere.
Tja, und dann war ich ewig nicht mehr beim Friseur. Wenn was anlag, schnippelte der Hübsche (meine absolute Lieblingsfrisur ist die, die er mir mit der kleinen Schere von einem Minitaschenmesser in Korsika am Strand verpasste).
Hier in Basel dann habe ich lange die Frisuren der Kollegen studiert, mich dann auf den Rat einer Kollegin verlassen und einen Friseurladen in Lörrach aufgesucht. Mit denen war ich immer superzufrieden, nur man muss solange im Voraus einen Termin ausmachen.
Und jetzt kommen wir zurück zum Thema: der Friseurladen um die Ecke hat neu aufgemacht, ist relativ günstig, tja, da habe ich mich einfach getraut.
Ein bisschen mulmig wurde mir dann, als ich drin war und die Dame an der Anmeldung mich nur fragend ansah, als ich um einen samstäglichen Termin bat. Das liess sich aber bald klären, sie versteht nur kein Deutsch. Die Chefin konnte helfen, nur mit dem Namen hatten beide die altbekannten Probleme. Mein Angebot, ihn selber einzutragen, wurde bestimmt abgelehnt, auch eine Reservierung nur auf Vornamen wurde nicht akzeptiert, jetzt stehe ich da halt als "Gestörtmann" drinnen.... hoffen wir, dass die Verständigung bei der Frisurwahl ein bisschen besser klappt.
Wenn nicht, muss halt der Hübsche mit der Nagelschere wieder ran....

Mittwoch, Juli 05, 2006

54, 74, 90, 2010

Das nenne ich mal Optimismus! Ansonsten ist es schon schade, dass die WM für "unsere Jungs" vorbei ist, wer interessiert sich denn für den 3. Platz?
Ich interessiere mich viel eher dafür, dass ich keine Lungenentzündung habe, trotzdem aber ziemlich fertig. Gibt ja auch keine besseren Temperaturen für Bronchitis als 34°C+, oder?

Dienstag, Juli 04, 2006

Zwischenstand

An sich ist hier jetzt alles gebongt: ganz ohne Machtspielchen haben alle Mitarbeiter des Chefchefs ihn davon überzeugt, dass "100% Thinkpower zu 60% Gehalt" doch die perfekte Lösung (für eine marode Firma) sind.
"An sich" deswegen, weil ich es immer noch nicht schriftlich (also in Papierform mit Firmenkopf und Unterschrift, als email schon.) habe. Ein bisserl Daumendrücken (Melody ist befreit, wegen Katzenbissen) kann also nicht schaden.

Montag, Juli 03, 2006

Das neue Gucci-Gesicht

Hach, da haben wir am Freitag unsere Steuerrückzahlung bekommen, gestern habe ich entdeckt, dass die Brille, die ich seit ca. 5 Jahren habe mich omahaft aussehen lässt und tatsächlich runde waschbärartige Sommersprossenringe unter meinen Augen verursacht hat, da wurde heute schon die neue Brille ausgesucht. Wie bei der Sonnenenbrille blieb ich bei Gucci hängen (ja, ich habe tatsächlich eine ohne Funkelfunkelglitzerglitzer am Bügel gefunden). Anscheinend war mein Outfit (LieblingsH&M-T-Shirt, die Hose, Sandalen, frisch mit Little Q. aus dem Planschbecken im Park) nicht ganz das der typischen Gucci-Käuferin, denn der Optiker meinte am Ende ganz erstaunt: "Da ist ja mal ausnahmsweise die Fassung das teuerste. Haben Sie überhaupt gesehen, was die kostet?".
Ja, und wenn ich den Dr. in meine Daten einpflegen hätte lassen, hättest du mir das auch zugetraut, wetten?
Voila, und da ist sie (noch ohne mich dahinter, das kommt dann in ca. 10 Tagen): Das Resultat eines langes Weges von
einem Gesichtsschild mit rosafarbenem Rand (mit 9)
über ein grüntürkise ganz runde Plastikbrille
über eine rosaviolettgoldgemusterte Schmetterlingsbrille (Modell ostdeutsche Sekretärin in den 80ern)
zu einer runden grossen Hornbrille
zu einer minimalistischen ovalen Metallrandbrille
zur jetzigen....

Back to the roots..

Da fiel mir gestern beim Baden der alte Klassiker (aus Grundschulzeiten) ein
"Heit kimmt da Hans zu mir,
eine Zeile, die ich nicht mehr weiss,
ob er aba üba Oberammergau
oda aba üba Unterammergau
oda aba übahapz ned kimmt,
des ist ned gwiß"
Little Q. lachte sich scheckig und der Hübsche (obwohl echtes Müncher Kindl) kannte das Lied gar nicht, geschweige denn, dass er es einmal richtig hinbekommen hätte.
Tsss.

Von wegen EInzelkinder

können nicht teilen... Little Q. kann, besonders seine Erkältung mit mir. So schnieft er noch, die letzten Taschentücher werden verbraucht, da kratzt mein Hals schon wieder, der Kopf fühlt sichdick an, und das alles bei 35°C.