Mittwoch, April 02, 2025

020425

 Mittelgut geschlafen, ich war ja gestern abend noch sehr gut essen (Falls Sie mal in Basel fine dining mit surprise Menu wollen ohne direkt Sterne-Preise zu zahlen: das "Rubino's" ist richtig gut) mit einem Kollegen und externen Partnern. Dabei festgestellt: guck an, ich lerne zwar gern neue Leute kennen, aber manche davon sind nicht spannend oder aber, das ist noch schlimmer, nicht spannend UND mir nicht sympathisch. (Nicht der Kollege), spät daheim und dann ein bisschen aufgedreht. Ausserdem war es richtig, richtig stürmisch, heute morgen aber dann strahlender Sonnenschein und lauwarm, ab Mittag dann HEISS!

Sportründchen, Homeoffice mit vielen Meetings am Morgen. Ich hatte Q. extra noch gefragt, wann wir mit ihm zum Mittagessen rechnen können, dann deutlich später geplant als sonst und das Essen auf drei Personen gestreckt, nur um halbverhungert kurz vor fertig zu lesen "Upsi, vergessen Bescheid zu sagen, Fahrstunde (die VORLETZTE. Hoffentlich) wurde vorgezogen, hab schon gegessen, bye)"

Oke. Gibt es halt noch eine Extraportion dieser Ramen hier, war eh lecker.



Dann: Wäscheaufhängen in der Knallsonne, leichte Kopfschmerzen nach einem intensiven Nachmittag incl Emails beantworten, Minutes schreiben und Meeting zuhören in parallel... Könnte auch damit zusammenhängen, dass wir die Termine für unsere "Das ist unsere neue Orgstruktur und das bedeutet es für Euch" Townhalls haben, nächste Woche. Kaninchen vor der Schlange weiss jetzt, wann was passiert, immer noch nicht, was. yay. (Embrace Ambiguity, Change is our constant, yallah, yallah).

Jetzt ist aber alles rum, es immer noch verwirrend hell und ich muss die letzten Reste des Gemüsekorbs (noch ein bisschen Rucola) in Spaghetti verwandeln (also, Sie wissen, was ich meine), damit wir morgen mit einem leeren Kühlschrank starten!

Bye.

Mein heute neu gestartetes Notizbuch <3


Wunschlistenfrage

Wie engmaschig und intensiv lernen Sie mit den Söhnen - also seit Grundschulzeiten bis jetzt? Wie viel Eigeninitiative wird bei Ihnen von Elternseite gefordert? Weil: Ich hier manchmal mit dem Kind an Grenzen stoße und schwanke zwischen: das Kind (bald 10 und dann auf der weiterführenden Schule) einfach laufen lassen oder immer wieder "hinterherlaufen" und fordern. Bei Ihnen wirkt das sehr eingespielt.


Hm. Die Kinder sind jetzt 16 und fast 20, die Grundschulzeiten sind lang her. Generell ist unser Angang an das Ganze: wir würden das am liebsten nicht machen und die Kinder sollen gern in der Schule lernen, wie man lernt und sich selber organisieren. Uns ist wichtig, dass sie das selber können und damit das Selbstvertrauen haben, dass sie wissen, wie man lernt und das Erfolgserlebnis, das alles selber geschafft zu haben. (Ich hatte das nicht, mir wurde daheim mehr oder weniger beigebracht, die Lehrer in der Schule sind alle mehr oder weniger inkompetent, ohne engmaschige Betreuung meiner Eltern wäre ich verloren und würde nie im Leben was hinkriegen. Das möchte ich für meine Kinder nicht.) Ich habe tbh nicht unendlich grosses Interesse daran, "jetzt nochmal Latein zu lernen" oder "endlich mal mit Italienisch zu lernen" oder "meine Algebrafähigkeiten aufzupolieren". Ich hatte das alles, ich würde mich gern nur noch mit den Sachen beschäftigen, die mich interessieren, ich habe lang genug gezeigt, dass ich das alles lernen kann, wenn ich muss. 

Aber. Das ist natürlich ein bisschen an der Realität vorbei, weil wir beide halt auch nicht zuschauen wollen, wie unsere Kinder eben strugglen und dann total den Spass an der Schule verlieren. Dazu kommt, dass durch das Schweizer System, alle Kinder in der Primarschule bis zur sechsten Klasse zusammenzulassen ohne jede Differenzierung in unserem Fall so lief, dass die Anforderungen in der Klasse sich an den Schwächsten orientiert haben. Das sind unsere beiden definitiv nicht und so haben sie diese sechs Jahre auf einer halben Pobacke abgesessen ohne auch nur ansatzweise gefordert zu werden oder aber zu lernen, dass man lernen muss geschweige denn, wie man das macht. 

Als sie dann auf die erste weiterführende Schule kamen, kamen sie ganz schön auf die Welt, weil auf einmal nicht mehr alles easypeasy war und alles, was über Minimalstanforderungen hinausging, abgefeiert wurde. Da zu erkennen, wer von beiden in welchen Bereichen wann welche Hilfe braucht, war gar nicht so einfach. Beide Kinder sind unterschiedlich, arbeiten und lernen unterschiedlich, reagieren unterschiedlich, der Hübsche und ich sind aus guten Grund keine Lehrpersonen, weil meine Güte.... das ist nun schon nicht unser strong suit.

Wir haben aber einen Weg gefunden, beide so zu unterstützen, dass sie das mittel-/langfristig alleine hinbekommen. Das ging bei dem einen Kind, bei dem einen Fach vielleicht schneller als bei anderen. Für uns war klar, dass das Hauptziel immer sein würde: die Kinder kriegen das alleine hin, aber wir greifen ein, bevor es zu weit in den ganz falsche Richtung geht. Wir stehen immer als Hilfe / für Fragen bereit, da gibt es fast keine red lines. Je nach Situation kann das auch heissen: Wir machen zu dritt ein physisches Poster in einer Nachtschicht fertig, auch wenn eigentlich lang genug dafür Zeit war. Wichtig ist, dass die Kinder die für sie passenden Tools und Möglichkeiten zum Lernen finden, das können andere sein, als sie für uns passen. (Ich bin grosse Merki-Schreiberin, L. und seine Klassenkameraden fanden die auch gar nicht schlecht, aber ich möchte nicht bin alle Ewigkeit während dem Repetieren shared Google Docs mit Titeln wie "alles, was man über Napoleon und die Schweiz wissen muss" erstellen. Wenn die beim Lernen helfen, guckt, so gehts, pls help yourself.).

Das lief nicht immer so entspannt und selbstsicher, wie es sich hier liest, aber es kam gut raus, können wir zu diesem Zeitpunkt sagen, denke ich. Ich weiss nicht, wann einer von uns mit Q. das letzte Mal gelernt hat, ist echt lang her. Bei L. sind wir auch recht weit raus, es gibt Fächer, die er gern mit uns noch bespricht (ich bin die go-to-Person für Geographie und Geschichte, immerhin ist der doofe Napoleon vorbei, Mathe macht er mit dem Hübschen. Wir sind beide gespannt, ob und wer am Wochenende bei Chemie angefragt wird, da würden wir alle drei gern helfen :-)) 

Dienstag, April 01, 2025

010425

 April: damit ist ein Viertel des Jahres rum. Ich finde ja, der Start, den wir hatten, war so holprig, dass wir smooth sailing from here verdient hätten. Hat das jemand mitgeschirben? Danke.

Für April sind in dieser Hinsicht (naja, und halt generell) geplant:

heute Abend direkt ein Work Dinner mit externen Partnern. Bei denen haben die Firmenstruktur und die Kontaktpersonen geändert und mein Kollege und ich sind die einzigen von unserer Seite, die in Basel sind, also. Neue Leute kennenlernen, für nicht so lang, weil ich das Jöbli ja abgebe.

Auch hier: Den Jöbli-Chef daran erinnern, dass er mir jemand zugesagt hat, der am 1. Juli spätestens das Jöbli übernehmen wird. Ich glaube, er kann sich noch nicht vorstellen, dass das wirklich so viel Arbeit ist und dass ich wirklich am 30. Juni eob den sprichwörtlichen Stift fallen lassen werde.

Ausserdem: Haare blondieren (bisschen aufgeregt, ich habe einen Toner, der "white silver" heisst. Wenn das nix wird, dann Buzzcut)

Ich werde bei der ersten GV der Kolchose, wie der Hübsche es nennt, --> der Gemüsegenossenschaft teilnehmen.

Mein Jöbli-Partner und ich halten zwei Workshops für unser gemeinsames Weltrettungsprojekt.

Ich werde einer lieben Kollegin mit gleichem Vornamen adieu sagen, die gekündit hat.

Dann: Osterferien. Die Kinder haben zwei Wochen frei, ich habe eine. Ein paar Tage davon kommen mein Vater und seine Frau auf CH-Besuch (naja. Man hätte das anders planen können, so dass es nicht mit unserem Ostertrip nach München und L.s Futura-Kurs kollidiert, aber hat man nicht. Naja.) Ich plane einen Besuch im Kloster Muri, nochmal Habsburgerherzen anschauen. Ausserdem habe ich mindestens einen Tag ganz für mich allein frei, ich möchte da was richtig nur für mich machen, denke Wanderung.

Dann: Osterfeiertage wie immer in Bayern, diesmal aber bisschen anders. Ich freue mich auf Freundinnen, habe Respekt vor Pflegeheimbesuch und bin ein bisschen gespannt, was auf dem Grundstück meines Elternhauses seit dem Verkauf passiert ist.