Nachdem Q. gestern vom Klettern zwar begeistert, aber schlapp ("mir tut mein Nacken weh und zwar nicht wie Muskelkater!") und hustend heimkam, ich vom Elternabend mit L. auch matschig und mit Halskratzen und der Hübsche vom Businessdinner mit den Koreanern spät und sehr matschig, haben wir uns immerhin schon mal darauf geeinigt, sehr genau zu überlegen, wer heute in welche Schule oder Arbeit geht.
Morgens um sechs war klar: Wir drei sind krank und bleiben zu Hause, L. ist fit wie ein Turnschuh und geht.
Weil 2022 hat der Hübsche zwei Coronatests gemacht, beide negativ. Q. und ich hatten ja bis gestern abend beide schon mehrfach negativ getestet und liessen es erstmal sein und bereiteten uns auf eine Erkältung, die wir halt nicht mehr gewohnt sind, vor. Ich meldete mich bei der Arbeit ab und freute mich tatsächlich auf einen gemütlichen Tag im Bett mit Buch und Serien. Nach 3 Seiten fielen mir dann die Augen zu und ich schlief komatös bis 11. Beim Aufwachen fühlte ich mich richtig krank, das heisst bei mir (zusätzlich zu leichte Halskratzen, dumpfem Kopf und bisschen Husten) Schmerzen in alle Haarspitzen und im unteren Rücken. Dazu leicht erhöhte Temperatur und so machte ich halt NOCH EINEN TEST. Ich habe ihn tatsächlich bis zum TImervibrieren nach15 MInuten vergessen, aber: tadaaaa, das ist mal eindeutig.
Q (Schnupfen, Husten, kein Fieber) genauso, ich nehme an beim Hübschen dann am Nachmittag oder morgen.
Auch 2022: letztendlich interessiert das keinen mehr, oder nicht mehr, als wenn man sonst irgendwie krank wäre. Ich habe mich mal für den Rest der Woche bei der Arbeit abgemeldet, meinem Chef, der Assistentin und meinen direkten Teamkollegen Bescheid gesagt , den Friseurtermin für Freitag abgesagt, den direkten Nachbarn am Elternabend Bescheid gesagt, PCR-Tests für uns drei morgen gebucht und that's it.
Essenstechnisch / Medikamententechnisch sind wir gut versorgt respektive hat eh keiner Hunger, ausserdem könnte L. gehen (oder wir, wenn es denn sein müsste), für den Island-Urlaub geht sich das alles gut aus und so brauchen wir uns keine Gedanken machen, wie wir an einen Omikronbooster kommen, weil: yay, hammascho!
(Ich bin jetzt übrigens nicht mehr beleidigt, sondern sehr froh, dass sie mich gestern vom Blutspenden unverrichteter Dinge wieder heimgeschickt haben. Erstens hätten sie das eh grad entsorgen können, zweitens hilft ein Extrahalberliter Blut jetzt bestimmt!)
Am 6. September 2003 haben der Hübsche und ich mit einem wunderbaren, rauschenden Fest offiziell gemacht, was eh schon klar war: wir gehören zusammen, für immer. Dieser Tag kommt mir einerseits so ewig her vor, so viele Leute, die damals mit uns gefeiert haben, haben wir aus den Augen verloren, einige sind gestorben, andere haben sich mit uns und/oder wir mit ihnen überworfen, aber auch: viele davon sind immer noch Teil unseres Lebens. Vielleicht nicht (mehr) so unmittelbar wie damals, frisch von der Uni, frisch im ersten Job, aber doch nicht wegzudenken.
Was aber geblieben ist, und das ist ja das allerwichtigste: wir zwei (ok, mittlerweile wir vier). Und das stand und steht nie in Frage, das ist, wie der Hübsche auf Insta zu unserem Familienbild von heute morgen geschrieben hat, unsere Konstante im Leben.
Wir gehören zusammen und zusammen schaffen wir alles. (Auch einen 19. Hochzeitstag, an dem wir uns um 7:30 voneinander verabschieden und bis nachts nicht mehr sehen, der eine mit Businessmeetings und -dinner, die andere mit halt Arbeit, Blutspenden, wo sie mich wegen abgetrocknetem Herpesbläschen nicht wollten, und Elternabend zur Berufswahl).
Und das sind wir: nicht mehr 20/21, wie ganz am Anfang, nicht mehr 26/28, wie bei der Hochzeit, aber dafür zumindest ein bisschen weiser. Ganz bisschen.
You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").
Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.
Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.
Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Hier so:
Wie so oft unruhig geschlafen und um Punkt sechs von Q.s und L.s Weckerdudeln aufgewacht. Mein Blick auf meine Uhr liess mich zunächst meinen, es wäre 6:30h und mein Wecker um 6:01 (lange Geschichte) wäre nicht losgegangen und ich stand also senkrecht im Bett.
Dann die nächste Runde “Tabletten in die Katze” (Sie wissen ja, dass ich erstens keine Tipps möchte und zweitens seit … 23 Jahren Katzenhalterin bin und, ich würde sagen, nicht ganz neu bin in dem Thema. Wenn Sie leere Dreamie-Hüllen produzieren, bin ich aber ganz Ohr!). Gegen all mein berufliches Credo habe ich gestern abend 4 weiche Leckerli mit sehr viel Schnitzkunst so präpariert, dass die Tabletten nahtlos im Inneren versteckt waren. Jonny hat brav 2 gegessen, das dritte genau so durchgebissen, dass er auf den mittlerweile weichen Tablettenmatsch gebissen hat und dann nichts mehr davon genommen. Also haben wir den Tablettenmatsch wieder ausgekratzt, ihm mit ein bisschen Leckerli hinten in den Schlund gestopft, währenddessen Sansa abgehalten, ihm die Tablettenbrösel wegfressen und heute abend gibt es die Tabletten einfach ohne nix hinten rein, das scheint die sauberste Lösung. (Noch bis Donnerstag….)
Frühstück war sehr, sehr lecker: die Kinder haben beide noch Waffeleisenzimtschnecken genossen, der Hübsche und ich haben Zwetschgendatschi gehabt, das ist schon mal ein ganz guter Start in den Tag / die Woche.
Danach ging es für mich eine Runde strampeln auf dem Crosstrainer, Duschen, fertigmachen.
Die amerikanischen und kanadischen Kollegen sind alle in ihrem verlängerten Labourday-Weekend, d.h. es war und ist heute recht ruhig.
Ich habe das Meeting von Freitag zusammengefasst (ich bin mittlerweile gar nicht mehr traurig, wenn minutes schreiben an mir hängenbleibt, zumindest nicht bei Meetings / Themen, die mir wichtig sind, weil: dann wirds ersten gemacht und zweitens steht das drin, was mir wichtig ist :-)), doch, doch, doch, wenn da alle mit einverstanden sind, kommt das schon gut.
Sonst: Monatsanfang, Product Quality Health Assessment, das ist sowohl spannend (den letzten Monat nicht nur Revue passieren lassen, sondern auch mit drölfzig Millionen Daten unterstützt Butter bei die Fische respektive “Gefühle” und “Eindrücke” mit Zahlen untermauern oder halt in Perspektive rücken. Ich könnte mich da ewig verlieren, deshalb ist es ganz gut, dass es) als auch unglaublich nervig, weil das System, in dem die Daten alle gesammelt werden, unglaublich langsam und pienzig ist und von daheim aus nur mit VPN geht und das ist auch pienzig und so verschwinde ich Gottseidank nicht ganz so tief in rabbitholes, wie es sonst der Fall wäre. (Wenn Sie wüssten, was JEDER Anruf bei einer Complaint-Hotline an Arbeit und Nachforschung auslöst, es ist unglaublich. Natürlich wird jedem Anruf nachgegangen um 1000000% sicherzustellen, dass keine Gefahr oder Grund zur Sorge besteht, und natürlich wird das alles dokumentiert und so finden sich da auch einen Menge Kuriositäten.)
Zwischendrin bin ich immer wieder Fensteröffner für die Katzen, die entweder auf Fensterbrett oder Gerüst hopsen und Einlass begehren (wer braucht ein Katzentürchen?).
Zum Mittagessen läute ich die Kürbissaison ein, es soll heute eigentlich noch heisser als gestern werden, aber bis mittags ist davon nichts zu merken. Ich ziehe mir zwischendrin Wollsocken und doch eine lange Hose an und hole mir eine Strickjacke. Zum Essen gibt es Kürbiscurry mit Kokosmilch, Bohnen, Paprika, Zucchini, roten Linsen und Reis. Nachdem der Hübsche und ich satt sind, sind noch 3 Portionen übrig, die ich ordentlich beschriftet einfriere, ich erinnere mich noch gut an die Zeit letzten Herbst und Winter, als ich nach meinen spätabends-Meetings froh um was schnelles, warmes, leckeres zu essen war.
Jonny wird nach dem Essen sehr albern und kämpft erst mit Gras, dann mit dem Blauregen und dann ist er sehr fies: der kleine Nachbarshund, der alle und jeden immer verbellt (ausser den Hübschen und mich, uns scheint er zu kennen mittlerweile), findet es nicht gut, dass Jonny am Zaun Lärm macht und bellt direkt unten durch den schmalen Spalt. Und Jonny, der vom Nachbarskater nun offensichtlich Kämpfen gelernt hat, haut ihm durch den Spalt mehrfach richtig fies auf die Nase. Autsch!
Der Nachmittag wird eingeläutet mit einer Paketlieferung (upsi, mir ist jetzt erst aufgefallen, dass wir seit zwei Wochen keine von aussen sichtbare Hausnummer haben, aber der Pöstler meinte: “Wenn ich das nicht mehr selber ausrechnen kann, bin ich falsch in meinem Job”. Naja, die Nummer ist auch sonst immer sehr versteckt :-)), wir haben jetzt einen neuen Drehknopf für das Katzentörchen, aber richtig stramm sitzt der auch nicht. Nun denn, ist halt so.
Die nächsten Pakete muss ich im Nachbarstädtchen abholen, die Skiklamotten für L. zur Auswahl sind gekommen. Wird bestimmt kuschlig, die heute abend nach dem “es ist so schön, wir gehen auf den Beachplatz”-Volleyballtraining zu probieren :-).
Ich muss gestehen: er hat sich echt schöne Sachen ausgesucht. Ganz andere als ich für mich (und auch für ihn) ausgesucht hätte, aber das ist ja egal. Er möchte aktuell am liebsten alles in schwarz haben (diese Phase hatte ich nie, auch deshalb, weil mir schwarz einfach gar nicht steht), der Hübsche und ich haben aber für Winter- und Skisachen auf entweder Hose oder Jacke in Farbe (und dunkelgrau und dunkelblau gelten nicht) bestanden. Jetzt liegt hier viel Schwarz mit Curry, Knallblau, Knallgelb und Neongrün.
Sachen abarbeiten bis um halb sieben. Montags ist neu der längste Schultag der Kinder: L. hat von viertel vor acht bis viertel nach fünf Schule, danach mehr oder weniger direkt Volleyball bis acht; Q hat von viertel vor acht bis viertel nach sechs Schule, das ist schon…. Einiges.
Der Hübsche macht sich zwischendrin auf dem Weg zum Sport, vorher haben wir noch ein kleines Ründchen gedreht (es ist WIRKLICH heiss geworden) und Jonny getroffen. Der Nachbarshund erinnert sich an die Schläge und bellt ihn wütend an. Tja, nix mehr mit anschleichen!
Für morgen muss einiges parat gelegt werden: statt ins Büro zu radeln werde ich morgen zum Blutspenden auf dem Areal hier gehen und dann eben nicht mehr ins Büro fahren, weil auch mit E muss ich mit 500mL Blut weniger keine 35km radfahren.
Also packe ich keine Radtasche, sondern drucke den Blutspendefragebogen aus und fülle die winzig kleinen Felder aus. Ich weiss jetzt schon, dass sie mich auslachen werden, weil ich alles so genau angegeben habe (aber wenn sie schon drauf rumreiten, dass man für die Sicherheit aller wahrheitsgetreu antworten muss, dann gebe ich an, dass ich am Fr eine Kopfwehtablette genommen habe und jedes Mal, das ich in seit dem letzten Mal Spenden in die Schweiz zurückgekehrt bin (ok, nicht jedes einzelne Mal Deutschland, aber Island/Italien/letztes Mal D. Compliance girl does, what compliance girl has to do).
Ausserdem haben der Hübsche und ich morgen Hochzeitstag und neben allem, was es da zu feiern gibt, gibt es das traditionelle Hochzeitstagsfoto zu machen. Und weil wir morgen ausser zwischen halb sieben und sieben keine wache Zeit zu viert verbringen werden, wird das Fotosetting heute schon parat gemacht (ach stimmt, Kleider muss ich noch raussuchen, aber auch das letzte Mal, als wir ein Foto auf der Treppe gemacht haben, war das wohl auf dem Weg zur Arbeit / Schule und alle hatten was anderes an)
Gegen sieben essen Q. und ich, erstaunlich still für DIE zwei grössten Labertaschen der Familie, aber wie erwähnt, Montag ist ein langer Tag.
Wäscheabhängen, Bäder putzen (unsere Putzfrau ist im Urlaub), bisschen Lesen (wie könnte man sich besser auf Südisland im Oktober vorbereiten als mit einem Thriller, wo Hochland-Newbies auf einer Winterwanderung verloren gehen und sterben und in der Radarstation in Stokksnes gruslige Dinge passieren? Ich habe nochmal nachgegoogelt: das Viking Cafe, das 2014 schon eine Enttäuschung war (bisschen runterscrollen) gibt es immer noch und es wirbt mit “charming guesthouse” und drunter ist ein Bild vom Container. LOL!)
Die Essensaufnahme zieht sich dann für die ganze Familie bis nach zehn, da sind dann endlich alle da, es gibt noch eine Folge “Ted Lasso” für den Hübschen und mich und dann geht es ab ins Bett (übrigens: wir sind aktuell bei Folge fünf oder sechs oder so. Mittlerweile ist Ted für mich zu einem hellroten Tuch geworden und ich möchte bitte nie mit jemandem wie ihm zusammenarbeiten müssen. Und das aus dem Mund von jemand, der konstant overshared und fast immer guter Dinge ist….)
So, das wars für heute.
Jetzt aber zur Liste:.
Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen
Früh morgens von Sansa geweckt worden, die schlimm hungrig war. Jonny isst dann immer mit und soll ja seine Tabletten (anderthalb Antibiotikum, eine Schmerzmittel) am besten VOR dem Essen nehmen. Also haben der Hübsche und ich um zwanzig nach vier winzige Tabletten und noch winzigere Tablettenhälften in Leckerli gequetscht. Jonny war sehr skeptisch, weil es morgens sonst nie Leckerli gibt. Sansa war keine Hilfe, weil sie unbedingt auch Leckerli wollte. Die letzte haben wir ihm dann nicht reingekriegt und sind erstmal wieder schlafen gegangen. Um viertel nach sechs wollte Sansa unbedingt raus. (Jonny natürlich auch) Er wollte das letzte präparierte Leckerli immer noch nicht nehmen, also hat der Hübsche ihn unter den Arm geklemmt und ihm die Tablette in den Schlund geworfen. Gottseidank ist Jonny noch nicht so erfahren wie Dax eigentlich ihr ganzes Leben, die konnte so viel Speichel produzieren, dass jegliche Tablette in einer Riesenschaumwolke wieder ausgespuckt wurde.
Ich habe dann ziemlich unzufrieden (die nächsten 5 Tage müssen morgens und abends Tabletten in den Kater) und todmüde viel länger ausgeschlafen als ich gedacht hätte, nämlich bis viertel nach neun.
Terrassenfrühstück, Morgenfolge "Lost", grosse Portion Hefeteig ansetzen, Zwetschgen entkernen und alles war irgendwie... nicht uneingeschränkt toll. Ich habe im Moment einfach zu viele Dinge, die im Hintergrund suboptimal laufen (wer nicht, aber ich meine jetzt nicht mal die allgemeine desolate Weltlage), ich tue mich schwer, die Sachen, die trotzdem super laufen, entsprechend wertzuschätzen. Und dann ärgere ich mich, dass ich das nicht tue und zack, noch schlechtere Laune.
Naja. Ich habe also Zwetschgendatschi und Zimtschnecken für ins Waffeleisen vorbereitet, mit dem Hübsche zusammen Badesachen gepackt und wir sind (vielleicht zum letzten Mal dieses Jahr?) in den Rhein gesprungen. Draussen ist es immer noch ungefähr 30Grad war, der Rhein selber hat aber dank der Regenfälle von, ich glaube, irgendwann über 25Grad auf knapp 22Grad abgekühlt. Das ist immer noch nicht eisig, aber sehr erfrischend und tat richtig gut! (Wieder oben waren wir natürlich nicht nur trocken, sondern auch wieder verschwitzt, aber zwischendrin!!!)
Mit den Kindern haben wir dann zu Zimtschnecken und Zwetschgendatschi die erste Folge der "Herr der Ringe"-Serie angeschaut. (Ich nehme an, das ist sowas wie Rosamunde Pilcher-Verfilmungen, die man nur wegen der schönen Landschaften und Elfen anschaut, richtig? Ich glaube, jeder hat ungefähr 3x geschaut, wie lang das denn NOCH geht...). Könnte sein, dass es auch unterschiedliche Erwartungshaltungen gab: der Hübsche dachte, es wäre "die zwei Türme", L. dachte, es wäre das Prequel zu Game of Thrones, ich hatte GAR keine Erwartungen, weil ich die Herr der Ringe FIlme und Bücher ja schon unglaublich langatmig und -weilig finde (aber die LANDSCHAFTEN!!!), Q. erzählte uns unglaublich viel Hintergrund und naja, irgendwann war es dann rum.
Jonny habe ich am Nachmittag dann vor dem Katzentörchen des Badass-Katers herumstolzierend eingesammelt (meine Güte, Boy, wer hat dir street smart beigebracht?), wir haben ihm irgendwie (ich hatte schon versucht, seine Lieblingssnacks "Dreamies", die eben knusprig mit cremiger Füllung sind, vorsichtig auszuhöhlen und die Tabletten reinzustecken, aber die Tabletten sind zu gross, auch als halbe, und die Dreamis zu klein.) die anderthalb Tabletten für abends reinbekommen und jetzt gibt es Pasta. Ich habe frische Steinpilze gekauft, das schreit nach Tagliatelle :-)
Wenn es läuft, läufts. Gestern abend, nachdem das Meeting, vor dem ich so Bammel hatte, viel besser zu Ende ging als erwartet (Ich hatte einen illusorischen Wunsch-Outcome, einen, mit dem ich gut leben kann und das, was uns als "carved in stone", aber für uns inakzeptabel, verkauft worden war. Wir sind bei Variante zwei gelandet.) und ich dachte, jetzt nur noch Wochenende und Atmen, hatte der Hübsche festgestellt, dass Jonnys Kampfspuren am Kinn nicht wie erhofft verschwunden waren, sondern halt leider dick und entzündet und auch offen und, naja, Sie können sich vorstellen, was da rauslief.
Wir waren heute morgen also beim Tierarztnotdienst (unsere Dorfpraxis hat ja zugemacht, die übernehmende Praxis zwei Dörfer weiter hat zwar Samstag morgen offen, aber keine Termine mehr und die Notdienstpraxis war auf halbem Weg zu unserem Küchenbauer, also weit im Hinterland. Und das mit dem Kater, der Autofahren HASST. Gottseidank war er morgens nochmal draussen gewesen und es gab kein Fäkalinferno, aber er fand es auch so sehr doof.
Beim Arzt dann zeigte sich, dass der vermeintliche Kratzer am Ohr und der am Kinn keine Kratzer waren, sondern beides zusammengehörende Bissmale. (ich habe irrationale Rachegelüste dem Nachbarskater gegenüber und hoffe, Jonny hält sich in Zukunft fern). Das unten ist offen und wurde gereinigt (nicht ausgespült, das wäre ohne Sedierung zu schmerzhaft gewesen, oben ist es dick, aber nicht klar, ob richtig Abszess im Entstehen oder "nur" entzündet. Es wurde auch saubergemacht, er bekam via Spritze Schmerzmittel und Antibiotika, wir für die nächsten Tage in Tablettenform mit und dann ging es wieder heim. Er ist jetzt einseitig im Gesichtchen rasiert, verschwollen und sieht sehr, sehr arm aus. Er war ein sehr duldsamer Patient, hat niemand angegriffen oder gebissen, nur versucht, sich loszustrampeln. Sie haben ihn dann in ein Handtuch gewickelt und es war herzzerreissend, wie er nach dem letzten Untersuchen auch noch den Kopf in die Handtuchhöhle gezogen hat und einfach weg sein wollte....
Den Nachmittag hat er wieder draussen verbracht, ich hoffe sehr, dass er etwas gelernt hat, einen Bogen um den Ex-streuner macht, aber trotzdem wieder heimkommt. (Und: in Zukunft werden wir gleich gehen, wenn er gebissen wurde, Autofahren und Arzt ist zwar doof, aber "nur" eine Spritze ist weniger schlimm als die Schmerzen durch die Entzündung UND Autofahren UND das Reinigen.)
Rest des Tages: gemischte Stimmung aus verschiedenen Gründen, zur Hebung der Laune habe ich die Buchung für Island vervollständigt mit den Fährtickets auf die Westmännerinseln und einer Reservierung bei Gott.
Der Tag gestern war ... in jeder Hinsicht intensiv und anstrengend. Dementsprechend müde und ausgelaugt bin ich einerseits heute (könnte sein, dass die Kuschelpläne einer kleinen flauschigen Katze, die bitte genau richtig gekrault werden wollte und mich immer wieder wachstupsen musste, wenn ich eingeschlafen war, dazu beigetragen haben).
Nach dem Frühstück eine Runde strampeln zum Wachwerden (dazu "Ted Lasso", unsere drei Monate Apple TV sind ja gleich rum. Die Serie wurde mir von so vielen Leuten ans Herz gelegt und empfohlen, dass ich überzeugt war, sie doof zu finden, weil sie dieser Erwartung niemals gerecht werden könnte. Noch dazu: ein Footballcoach, der Fussballtrainer wird? Was auf der Welt könnte mich weniger interessieren? Oke, vllt ein Karatetrainer, der Schwingtrainer wird. Aber: doch, das ist sehr nett und liebenswürdig, mal sehen, wie sich das hält. Aber: ich kann im Moment "nett und liebenswürdig" sehr gut gebrauchen).
Dann: Arbeit, mit einem Kollegen Vorbereiten eines Meeting mit kalifornischen Kollegen heute abend, das bestimmt nicht toll werden wird. Ich bin ausserdem total verwirrt, weil mir eine andere Kollegin für heute wegen "company respite day" abgesagt hat und die 6 Kollegen von heute abend, die in der selben Company am selben Standort arbeiten, nicht. Entweder sind sie total pissed, dass wir sie trotz respite day einladen oder die andere hat mich verarscht oder Google Translate hat mir was falsches gesagt.)
Mittags bin ich mit dem Hübschen ganz verrückt asiatisch essen gegangen und zwar auf dem Werksareal in der Cafeteria, die mir normal ein bisschen zu teuer, ein bisschen zu weit weg, ein bisschen zu ... keine Ahnung, ich habe bis gestern ehrlich gesagt nie dran gedacht, das zu machen! und das auch noch für umsonst, weil ich gestern von einer Kollegin gelernt habe, dass man dort auch seine Lunchgutscheine loswerden kann. Und die habe ich zuhauf und sie gelten nur noch bis Ende Jahr. (Bekommen hab ich sie während Workshops, für Blutspenden, für "willkommen zurück auf der Site", für keine Ahnung was, und dann immer in die Schublade gelegt "für irgendwann mal".
Das war sehr schön und lecker! (Brave new world, ich konnte via App die Auslastung der Cafeteria, den normalen Trend pro Tag und überhaupt lauter Zeug überprüfen)
Jonny kam früh nach Hause (seine Wunde am Kinn scheint gut zu heilen, das Ego auch, ich hoffe, er lernt was draus) und leistete mir auf der Terrasse Gesellschaft, das war schön.
Dann wurden unsere Fenster noch von der Malerfolie befreit (es sind jetzt zwei Schichten Farbe auf der Wand), wir haben also wieder Licht und Luft, wie schön!
Nächste Woche lauter "nur noch"s, und dann sollte das fertig sein und unser Haus wieder strahlendweiss leuchten.
Für L. habe ich geheim, geheim ein Übernachtungsgepäck (incl Bademantel und Kuscheltier, gemäss Packliste) gepackt, er hat nämlich heute abend und morgen Pioübertritt. Er weiss davon aber nix, er denkt, dass ALLE Pfadis heute abend noch einmal antreten müssen für eine letzten Zeltputzaktion nach dem Bula. Tatsächlich aber nur er und sein bester Freund und auch nicht zum Putzen, sondern für ""Willkommen bei den Pios" incl, so weit ich das verstanden habe, Escaperoom im Pfadihaus und Übernachten vor Ort.
Ich glaube, das wird toll!
Wir werden mit Q. allein Pizzaessen und dann gemeinsam (soweit ist es schon) die allerletzte Staffel Peaky Blinders anfangen.
Ha, September! Heute morgen hatte ich das erste Mal seit ewig das Gefühl, dass nicht mal eine Jacke, aber vllt Dreiviertelärmel beim Radeln vielleicht ganz angenehm gewesen wären. (Beim Heimradeln am Nachmittag war ich heilfroh um nur Shorts und T-Shirt). Mal sehen, ob und wie herbstlich es wird!
Was erwartet uns im September?
Hoffentlich ein strahlend weisses Haus. Gestern wurde endlich angefangen, die eigentlichn Wände zu malern, ich hoffe, das ist jetzt mal bald erledigt. Mich stressen die zugeklebten Fenster, der nicht nutzbare Balkon und das Zeug, das auf der Terrasse mit Abstand zur Wand zwischengelagert ist.
L. und Q. erwarten Pfadiabenteuer (ein Teil ist geheim, deshalb kann ich es hier nicht schreiben), aber das wird sehr toll!
Das Blog wird volljährig!
Der Hübsche und ich werden unseren 19. Hochzeitstag begehen. Sehr stilvoll und romantisch, er hat Businessbesuch aus Südkorea da und wird am Abend mit denen Essen gehen, ich gehe morgens Blutspenden und abends mit L. auf einen ElternSchülerAbend zu Berufswahl. Schwarzer Gürtel in Romantik!
Ich gehe mal wieder Haareschneiden.
Ich habe ein halbes Jahr nach dem Skiunfall nochmal enien MRT-Termin, um einen Meniskusschaden auszuschliessen (hoffentlich).
Sonst? Ob wir einen lange überfälligen Freundebesuch unterbekommen, weiss ich noch nicht.
Ob wir einer Covid-Infektion (bisher hier ja nur einmal einer symptomlos) weiter aus dem Weg gehen können.... weiss ich auch nicht, es gibt einen neuen sehr nahen Fall, wir werden sehen.
Ich freue mich jetzt erstmal auf Zwetschgendatschi und Kürbissuppe statt Wassermelonen und Pfisiche.
Ich habe verstanden, dass einige von Ihnen nicht verstehen können, das ich keine Tipps und schon gar keine Gesundheitstipps haben möchte. Deshalb habe ich nur für Sie eine spezielle Email-Adresse eingerichtet, an die Sie Ihre Tipps schicken können. Ich werde sie ziemlich sicher nicht lesen, aber da es Ihnen ein Herzensanliegen scheint, diese Tipps loszuwerden, sehe ich das als Serviceangebot.
Tipps also bitte an
Tippsfuerfraubruellen(at)gmail.com
Für alle anderen allfällige Kontaktaufnahmen erreichen Sie mich unter:
fraubruellen(at)gmail.com
Dieses Blog ist ein reines Privatvergnügen, ich habe keinerlei Interesse an Kooperationsanfragen, Sponsored Posts, Linktausch (was soll das überhaupt sein?) und Werbung. Wenn Sie mir trotzdem solche Anfragen schicken, werde ich Ihnen entweder gar nicht antworten oder sehr unhöflich. Falls Sie mir doch solche Anfragen schicken, werde ich mich öffentlich (zB auf Twitter) unter Nennung des Marken-/Agentur- oder auch Ihres Namens drüber lustig machen. Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.
Was ist das hier?
Das hier ist mein persönliches Blog im ursprünglichen Sinne: eine Art Tagebuch im Internet. Das Wort Tagebuch impliziert: das Allermeiste sind persönliche, subjektive Texte. Erinnerungen färben sich vielleicht im Lauf der Zeit, das ist bei uns allen so. Wenn sich zwei Personen an eine Situation erinnern, erinnern sie sich an unterschiedliche Facetten, an unterschiedliche Sichtweisen, das bedeutet nicht, dass eine der beiden lügt.
Wie es bei einem Tagebuch halt so ist, geht es hier in allererster Linie um mich. Das mag mancher für egozentrisch halten, aber da kann ich auch nix dran ändern, das liegt in der Natur der Sache.
Was das hier nicht ist und nie sein wird: eine Abrechnung mit der Vergangenheit oder bewusste Lügen oder bewusste Bosheiten. Wenn Sie das rauslesen, dann tut mir das leid, aber ich kann es nicht ändern.