Montag, September 05, 2022

050922 #WMDEDGT im September

You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"). 

Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.

Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.

Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
  • über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
  • verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.


Hier so:

Wie so oft unruhig geschlafen und um Punkt sechs von Q.s und L.s Weckerdudeln aufgewacht. Mein Blick auf meine Uhr liess mich zunächst meinen, es wäre 6:30h und mein Wecker um 6:01 (lange Geschichte) wäre nicht losgegangen und ich stand also senkrecht im Bett. Dann die nächste Runde “Tabletten in die Katze” (Sie wissen ja, dass ich erstens keine Tipps möchte und zweitens seit … 23 Jahren Katzenhalterin bin und, ich würde sagen, nicht ganz neu bin in dem Thema. Wenn Sie leere Dreamie-Hüllen produzieren, bin ich aber ganz Ohr!). Gegen all mein berufliches Credo habe ich gestern abend 4 weiche Leckerli mit sehr viel Schnitzkunst so präpariert, dass die Tabletten nahtlos im Inneren versteckt waren. Jonny hat brav 2 gegessen, das dritte genau so durchgebissen, dass er auf den mittlerweile weichen Tablettenmatsch gebissen hat und dann nichts mehr davon genommen. Also haben wir den Tablettenmatsch wieder ausgekratzt, ihm mit ein bisschen Leckerli hinten in den Schlund gestopft, währenddessen Sansa abgehalten, ihm die Tablettenbrösel wegfressen und heute abend gibt es die Tabletten einfach ohne nix hinten rein, das scheint die sauberste Lösung. (Noch bis Donnerstag….) 


Frühstück war sehr, sehr lecker: die Kinder haben beide noch Waffeleisenzimtschnecken genossen, der Hübsche und ich haben Zwetschgendatschi gehabt, das ist schon mal ein ganz guter Start in den Tag / die Woche. Danach ging es für mich eine Runde strampeln auf dem Crosstrainer, Duschen, fertigmachen. 

Die amerikanischen und kanadischen Kollegen sind alle in ihrem verlängerten Labourday-Weekend, d.h. es war und ist heute recht ruhig. Ich habe das Meeting von Freitag zusammengefasst (ich bin mittlerweile gar nicht mehr traurig, wenn minutes schreiben an mir hängenbleibt, zumindest nicht bei Meetings / Themen, die mir wichtig sind, weil: dann wirds ersten gemacht und zweitens steht das drin, was mir wichtig ist :-)), doch, doch, doch, wenn da alle mit einverstanden sind, kommt das schon gut.

Sonst: Monatsanfang, Product Quality Health Assessment, das ist sowohl spannend (den letzten Monat nicht nur Revue passieren lassen, sondern auch mit drölfzig Millionen Daten unterstützt Butter bei die Fische respektive “Gefühle” und “Eindrücke” mit Zahlen untermauern oder halt in Perspektive rücken. Ich könnte mich da ewig verlieren, deshalb ist es ganz gut, dass es) als auch unglaublich nervig, weil das System, in dem die Daten alle gesammelt werden, unglaublich langsam und pienzig ist und von daheim aus nur mit VPN geht und das ist auch pienzig und so verschwinde ich Gottseidank nicht ganz so tief in rabbitholes, wie es sonst der Fall wäre. (Wenn Sie wüssten, was JEDER Anruf bei einer Complaint-Hotline an Arbeit und Nachforschung auslöst, es ist unglaublich. Natürlich wird jedem Anruf nachgegangen um 1000000% sicherzustellen, dass keine Gefahr oder Grund zur Sorge besteht, und natürlich wird das alles dokumentiert und so finden sich da auch einen Menge Kuriositäten.)

 Zwischendrin bin ich immer wieder Fensteröffner für die Katzen, die entweder auf Fensterbrett oder Gerüst hopsen und Einlass begehren (wer braucht ein Katzentürchen?).

Zum Mittagessen läute ich die Kürbissaison ein, es soll heute eigentlich noch heisser als gestern werden, aber bis mittags ist davon nichts zu merken. Ich ziehe mir zwischendrin Wollsocken und doch eine lange Hose an und hole mir eine Strickjacke. Zum Essen gibt es Kürbiscurry mit Kokosmilch, Bohnen, Paprika, Zucchini, roten Linsen und Reis. Nachdem der Hübsche und ich satt sind, sind noch 3 Portionen übrig, die ich ordentlich beschriftet einfriere, ich erinnere mich noch gut an die Zeit letzten Herbst und Winter, als ich nach meinen spätabends-Meetings froh um was schnelles, warmes, leckeres zu essen war. 

Jonny wird nach dem Essen sehr albern und kämpft erst mit Gras, dann mit dem Blauregen und dann ist er sehr fies: der kleine Nachbarshund, der alle und jeden immer verbellt (ausser den Hübschen und mich, uns scheint er zu kennen mittlerweile), findet es nicht gut, dass Jonny am Zaun Lärm macht und bellt direkt unten durch den schmalen Spalt. Und Jonny, der vom Nachbarskater nun offensichtlich Kämpfen gelernt hat, haut ihm durch den Spalt mehrfach richtig fies auf die Nase. Autsch!

Der Nachmittag wird eingeläutet mit einer Paketlieferung (upsi, mir ist jetzt erst aufgefallen, dass wir seit zwei Wochen keine von aussen sichtbare Hausnummer haben, aber der Pöstler meinte: “Wenn ich das nicht mehr selber ausrechnen kann, bin ich falsch in meinem Job”. Naja, die Nummer ist auch sonst immer sehr versteckt :-)), wir haben jetzt einen neuen Drehknopf für das Katzentörchen, aber richtig stramm sitzt der auch nicht. Nun denn, ist halt so. Die nächsten Pakete muss ich im Nachbarstädtchen abholen, die Skiklamotten für L. zur Auswahl sind gekommen. Wird bestimmt kuschlig, die heute abend nach dem “es ist so schön, wir gehen auf den Beachplatz”-Volleyballtraining zu probieren :-).

Ich muss gestehen: er hat sich echt schöne Sachen ausgesucht. Ganz andere als ich für mich (und auch für ihn) ausgesucht hätte, aber das ist ja egal. Er möchte aktuell am liebsten alles in schwarz haben (diese Phase hatte ich nie, auch deshalb, weil mir schwarz einfach gar nicht steht), der Hübsche und ich haben aber für Winter- und Skisachen auf entweder Hose oder Jacke in Farbe (und dunkelgrau und dunkelblau gelten nicht) bestanden. Jetzt liegt hier viel Schwarz mit Curry, Knallblau, Knallgelb und Neongrün. 

Sachen abarbeiten bis um halb sieben. Montags ist neu der längste Schultag der Kinder: L. hat von viertel vor acht bis viertel nach fünf Schule, danach mehr oder weniger direkt Volleyball bis acht; Q hat von viertel vor acht bis viertel nach sechs Schule, das ist schon…. Einiges. Der Hübsche macht sich zwischendrin auf dem Weg zum Sport, vorher haben wir noch ein kleines Ründchen gedreht (es ist WIRKLICH heiss geworden) und Jonny getroffen. Der Nachbarshund erinnert sich an die Schläge und bellt ihn wütend an. Tja, nix mehr mit anschleichen! 

 Für morgen muss einiges parat gelegt werden: statt ins Büro zu radeln werde ich morgen zum Blutspenden auf dem Areal hier gehen und dann eben nicht mehr ins Büro fahren, weil auch mit E muss ich mit 500mL Blut weniger keine 35km radfahren. 

Also packe ich keine Radtasche, sondern drucke den Blutspendefragebogen aus und fülle die winzig kleinen Felder aus. Ich weiss jetzt schon, dass sie mich auslachen werden, weil ich alles so genau angegeben habe (aber wenn sie schon drauf rumreiten, dass man für die Sicherheit aller wahrheitsgetreu antworten muss, dann gebe ich an, dass ich am Fr eine Kopfwehtablette genommen habe und jedes Mal, das ich in seit dem letzten Mal Spenden in die Schweiz zurückgekehrt bin (ok, nicht jedes einzelne Mal Deutschland, aber Island/Italien/letztes Mal D. Compliance girl does, what compliance girl has to do). 

Ausserdem haben der Hübsche und ich morgen Hochzeitstag und neben allem, was es da zu feiern gibt, gibt es das traditionelle Hochzeitstagsfoto zu machen. Und weil wir morgen ausser zwischen halb sieben und sieben keine wache Zeit zu viert verbringen werden, wird das Fotosetting heute schon parat gemacht (ach stimmt, Kleider muss ich noch raussuchen, aber auch das letzte Mal, als wir ein Foto auf der Treppe gemacht haben, war das wohl auf dem Weg zur Arbeit / Schule und alle hatten was anderes an) 

 Gegen sieben essen Q. und ich, erstaunlich still für DIE zwei grössten Labertaschen der Familie, aber wie erwähnt, Montag ist ein langer Tag.

Wäscheabhängen, Bäder putzen (unsere Putzfrau ist im Urlaub), bisschen Lesen (wie könnte man sich besser auf Südisland im Oktober vorbereiten als mit einem Thriller, wo Hochland-Newbies auf einer Winterwanderung verloren gehen und sterben und in der Radarstation in Stokksnes gruslige Dinge passieren? Ich habe nochmal nachgegoogelt: das Viking Cafe, das 2014 schon eine Enttäuschung war (bisschen runterscrollen) gibt es immer noch und es wirbt mit “charming guesthouse” und drunter ist ein Bild vom Container. LOL!) 

 Die Essensaufnahme zieht sich dann für die ganze Familie bis nach zehn, da sind dann endlich alle da, es gibt noch eine Folge “Ted Lasso” für den Hübschen und mich und dann geht es ab ins Bett (übrigens: wir sind aktuell bei Folge fünf oder sechs oder so. Mittlerweile ist Ted für mich zu einem hellroten Tuch geworden und ich möchte bitte nie mit jemandem wie ihm zusammenarbeiten müssen. Und das aus dem Mund von jemand, der konstant overshared und fast immer guter Dinge ist….) So, das wars für heute. 


 Jetzt aber zur Liste:. Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen