So. Ab heute gibt es zu essen, was es eben gibt. Es wird nicht mehr püriert, es wird keine Sosse mehr für einen speziellen Esser gesiebt, es wird nicht mehr eine Portion extra ohne Gemüse gemacht, nein, es gibt, was es gibt. Wenn dieser eine spezielle Esser das partout nicht essen will oder kann, dann darf er sich gerne selber ein Knäckebrot, den Frischkäse, ein Streichmesser, ein Brettchen und einen Apfel holen (ich habe nämlich auch keine Lust mehr, immer wenn das Essen auf dem Tisch steht, nach dem ersten angewiderten Bissen des werten Herrn aufzuspringen und ihm Alternativen zu servieren. (Das Fiese ist: er wird das nicht mal als Massnahme irgendeiner Art erkennen, nein, er wird denken: endlich hat sie verstanden, was ich will.)
(Ist übrigens nicht so, dass ich nicht alles versucht hätte. Pizza, die liebevoll mit einem Piratenschiff aus Salami, Paprika und Zucchini belegt ist, findet man zwar schön, aber wenn es ans Essen geht, müssen bitte die ekligen Gemüse wieder runter. Es ist ihm egal, ob ich ihm aus den Radieschen Mäuse schnitze oder aus Karotten das Tadsch Mahal, ob ich ihm aus Risotto den Kreml nachbaue, es ist ihm egal, ob das Essen als lustiges Gesicht angerichtet ist, ob das Obst mundgerecht gewürfelt ist oder am Stück: es ist EKELHAFT. In der Krippe isst er übrigens alles ausser Brokkoli. In Zukunft also: Knäckebrot mit Frischkäse. Ist es jetzt Insidertrading, wenn ich Aktien von Kraft und Wasa kaufe? Ich habe nämlich das Gefühl, das gibt da langfristige Umsatzssteigerungen)