Sonntag, Mai 07, 2017
Samstag, Mai 06, 2017
"Langsam reiten, Cowboy!"
Heute waren der Hübsche und ich kinderlos in Basel unterwegs (Samstag nachmittag, strömender Regen, klar: Pfadfinderübung!). WIr hatten drei verschiedene Stationen: Uhrenladen (und das ist Understatement, in Basel und ich nehme an, überhaupt in der Schweiz und vermutlich der ganzen Welt sind Uhrenläden ja eher Juweliere und Uhrenläden in einem und es geht auch nicht um eine Swatch, sondern .. nun ja), Buchladen (Geburtstagsgeschenk für Q.s Freund besorgen) und Sephora (mein finanzieller Ruin irgendwann).
Woe gesagt: es schüttete und als als wir im Eingang des Uhrenladens unseren Schirm ausschüttelten, wurden wir von 4 gebadeten Mäusen aka Pfadfindern (einer anderen Abteilung) angesprochen, die sich mit einem Tablett voller feuchter Muffins und Sandwiches dort untergestellt hatten:
"Grüeziwohl, möchten Sie vielleicht Sandwiches kaufen? Damit würden Sie unser SoLa finanziell unterstützen."
Und weil ich eh ein leichtes Rumoren in der Magengegend verspürte und an unsere eigenen nassen Kinder denken musste (die sich mit einem zeitreisenden Osterhasen und der Dimensionspolizei herumschlagen mussten), meinte ich:
"Ach, schau an, cool, unsere Kinder sind auch in der Pfadi. Klar kaufen wir Sandwiches von Euch, wenn ihr kurz warten könnt. Wir gehen schnell in den Laden und wenn wir fertig sind, dann schauen wir mal, was ihr da Feines habt."
Ich dachte ja naiverweise, damit ware alles gesagt, aber nein. Einer der nassen Jungs schaute auf uns, in den glitzerigen Uhrenladen und das grosse Rolex-Schild obendrüber und meinte: "Sie kaufen jetzt eine Rolex? Und SIE WOLLEN IN DER PFADI SEIN? WIE GEHT DENN DAS ZUSAMMEN?"
Ich muss gestehen, ich war etwas perplex. Weil erstens: was geht den das an? zweitens: woher will er wissen, dass wir da drin eine Rolex kaufen (taten wir btw nicht)? Drittens: Und nicht die Batterie unserer Swatch wechseln lassen (haben wir nicht)? oder viertens Ohrringe als Taufgeschenk für ein Patenkind kaufen würden (was ich in eben dem Laden schon gemacht habe)? oder um eine Spende für notleidende Kinder oder da SoLa unserer eigenen Pfadikinder bitten würden (haben wir auch nicht)?
Und ausserdem: was um alles in der Welt soll das? Ich habe ihm 10 Sekunden vorher gesagt, dass ich gleich mit Freuden zwei seiner feuchten Muffins oder Sandwiches kaufen würde. Was genau erwartet er sich von so einer Frage? Dass ich sage: "Ach, jetzt wo du es sagtst: "ich brauch keine Rolex, hier sind (keine Ahnung) 10000 CHF, ich hoffe, das reicht für ein Sandwich, viel Spass im SoLa!""?
Was der Hübsche gesagt hat: "Jetzt aber mal langsam reiten, Cowboy!" und ich habe gesagt: "An Deiner Stelle würde ich mal kurz nachdenken, bevor du nochwas sagst."
Seine nassen Kollegen haben ihn schnell weggezogen und ihm "Sei still, Mann!" zugezischt, wir gingen also in den Laden, schauten uns keine Rolex an und ich überlegte die ganze Zeit, ob ich das nasse Sandwich jetzt noch kaufen sollte oder ob ich konsequent bleiben sollte und ihm sagen, dass man, wenn man schon eine Spendenzusage hat, dem Spender nicht noch sagen sollte, dass er alles falsch macht. Der Hübsche vertrat die Meinung: "Die kriegen nix von uns, dann lernen sie, wie man Spenden eintreibt", aber der redet sich ja leicht, der unterzuckert nicht so schnell wie ich.
Auflösung habe ich leider keine für Sie, als wir mit dem Anschauen von keiner Rolex fertig waren, waren die nassen Pfadfinder mitsamt ihren nassen Muffins und Sandwiches nämlich weg und ob sie was gelernt haben, weiss ich nicht.
Posted by Frau Brüllen at 6.5.17 2 comments
Freitag, Mai 05, 2017
WMDEDGT 05/17
Es ist wieder einmal soweit: Tagebuchbloggen im Mai!
Mittlerweile wissen ja alle, wie es läuft, oder? Wir schreiben heute alle auf, was wir den ganzen Tag so machen und abends verlinken wir uns hier und zack: man kann bei den anderen schauen, was da so los war. (Und: WMDEDGT? heisst: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" und hat vor über vier Jahren seinen Anfang genommen in einer Tagbuchblog-Woche und seit April 2013 gibt es das jeden Monat am 5.
Mein Tag beginnt sehr früh, weil ich gestern abend so müde war, dass ich ohne noch mit dem Hübschen die übliche Gutenachtfolge "The Blacklist" anzuschauen schon um 11 ins Bett gegangen bin. Dementsprechend dachte mein Kopf/Körper um 4:47h:"Genug geschlafen, rise and shine!" Ich blieb noch ein bisschen liegen, aber irgendwann... ist das ja auch langweilig.
Und so sass ich dann schon um 6 Uhr morgens ausgehfertig bei leckerem Kaffee im mucksmäuschenstillen Esszimmer und beginne meinen Homeoffice-Tag. Gegen 7 kruscIhelt es oben herum, ich werde von einem bettwarmen Little L. bekuschelt.
Gegen halb acht packe ich das Laptop zur Seite und wir frühstücken alle vier zusammen.
Danach mache ich mich auf den Weg, schnell den Wocheneinkauf zu erledigen (morgens um 8 kriege ich das hin, dass ich in einer Stunde fertig bin, incl hin und zurück fahren, verzollen und einräumen.)
Als ich zurück komme, ist es strahlender Sonnenschein und ich öffne erstmal alle Fenster.
Über das, was ich genau arbeite, kann ich Ihnen natürlich nix sagen, das ist ja alles högscht geheim, es hat aber damit zu tun, dass ich aktuell (mental und auch irgendwann wieder physisch) viel zwischen Westirland und Süditalien hin und her pendle. Die praktische Herausforderung heute ist jedoch, ein Dokument, das ich erstellt habe, und das ich für ein heute fälliges Change-Assessment brauche, in eine Form zu kriegen, dass ich es GMP- und "compliant to internal procedures" ablegen und das Assessment schliessen kann. Das bedeutet, dass ich es ausdrucken, mit blauem Kuli unterschreiben, jede Seite mit Datum, Visum und der Change-Request-Nummer versehen muss (auch mit blauem Kuli), dann wieder einscannen, den Scan mit der Change-Requestnummer und dem Dokumentnamen benennen und im System an der richtigen Stelle anhängen. Die unterschriebene Hardcopy wird dann in einem in einem validierten Archivsystem erfassten Ordner abgeheftet, der irgendwann, wenn er den voll ist. im feuersicheren Archiv 6 Stockwerke unter der Erde für vermutlich alle Zeiten (mindestens 30 Jahre) aufbewahrt werden wird. Auf die Ordnernummer wird übrigens auch im elektronischen Change-System verwiesen. (ich erkäre das mal so exemplarisch im Detail, damit Sie sich nicht mehr wundern , warum ich daheim auch Wert auf Ordnung lege :-)).
Kompliziert wurde das Ganze nur dadurch, dass wir zu Hause ja papierlos leben und deshalb weder Drucker noch Scanner haben. Da ist es dann doch praktisch, dass wir ganz nah an einem unserer Firmenstandorte wohnen und so bin ich bewaffnet mit meinem blauen Kugelschreiber durchs Dorf gewandert, habe drucken lassen, unterschrieben, gescannt, alles mit heimgenommen. Als Zuckerl habe ich dann noch schnell den Hübschen abgeholt und wir haben gemeinsam in der niegelnagelneuen Cafeteria im niegelnagelneuen Empfangsgebäude einen Kaffee getrunken. Nachdem ich mich erst ein bisschen angestellt habe wie der erste Mensch beim Öffnen der architektonisch sicher sehr wertvollen Tür mit keinem Drücker und nix. (Ich nehme an, es geht noch zwei Wochen, dann kommt da ein architektonisch nicht ganz so wertvolles Schild mit der Aufschritt "Tür öffnen mit Badgeleser links" hin). Danach kleiner Spaziergang durch die Sonne zurück, alles ablegen, im System schliessen, den nächsten Leuten, die das weiterbearbeiten müssen, Bescheid sagen und zack, schon ist es viertel vor 12: Zeit, mittagessen zu machen.
Heute gibt es Tortellini mit Käsesosse und Brezenknusperli überbacken, das mögen wir alle sehr gern und ein bunter Rohkostteller sorgt für Vitamine dazu. (Note to myself: nächstes Mal nicht ganz so voll machen oder ein Blecht drunterstellen, dann muss man den Ofen auch nicht putzen).
Um halb eins sind beide Kinder zu Hause (man kann für dieselbe Strecke sehr unterschiedlich lang brauchen. Aber Little L. hat heute eine Katze getroffen und das ... kostet halt Zeit :-)).
Ich schiebe das Laptop beiseite, die Kinder decken den Tisch und wir essen gemeinsam. Sie erzählen mir von ihrem Schultag und den Plänen für den Nachmittag (jeder möchte mit einem Freund abmachen). Zum Nachtisch gibt es Joghurt und für mich einen Kaffee, danach räumen wir den Tisch ab, ich sprühe den Backofen mit Reinigerschaum ein.
Während der einwirkt, setze ich mich wieder ans Laptop und beantworte ein paar Mails, die Kinder telefonieren sich mit ihren Freunden zusammen und bauen eine gestern abend eingestürzte Kugelbahn wieder auf. Mein Chefchef ruft an und ist ganz verwundert, dass er mich erreicht unter der Arbeitsfestnetznummer erreicht, wo ich doch heute zu Hause arbeite. Ich Fuchs habe natürlich auf mein Handy umgeleitet und ausserdem könnte ich sonst auch mit meinem VoIP-Telefon am Laptop telefonieren. Er möchte ein kurzes Update zum Projekt, an dem ich ja den ganzen Morgen gearbeitet habe, deswegen ist das nicht schwer. Er möchte ein paar Zahlen "Just ballpark figures", und ist dann überrascht, dass ich scale-down-Faktor und Ausbeuten und Lieferdaten und Taktzeiten ohne Nachschauen auswendig weiss. Auf mein "I have been working on these numbers so much, you could probably wake me up at 3 am, and I still could recite the process flow" meint er, und das finde ich eigentlich die einzig richtige Antwort darauf: "That sounds almost scary and a little sad."
Ich wische den Backofenschlotz grob raus und schalte das automatische Reinigungsprogramm ein (da giesst man in die Steamer-Öffnung Wasser, das wird dann für 15 Minuten da drin verdampft und rumgewirbelt, dann kann man den letzten Rest rauswischen, fertig). Nach 3 Minuten macht es "FUMP!----Piiiiiiiiiiieeeeeep" und es hat die Sicherung rausgehauen. Das ist mir mittelunheimlich weil ..... also .... der Backofen ist (neben dem Kühlschrank) das letzen Küchen- und sonstige Elektrogerät, das noch von den Vorbesitzern eingebaut wurde und dementsprechend schon 15 Jahre alt. Ich bin mir also recht sicher, dass er nicht mehr ewig leben wird. Aktuell habe ich aber grad keine Nerven, einen neuen zu suchen. Zum anderen habe ich einen Heidenrespekt vor allem mit Strom (jajajajaja, ich weiss, Physikleistungskurs und so, aber trotzdem!) und wenn dann noch Wasser im Spiel ist: yay. Ich schalte also alle Sicherungen aus, wische das Wasser aus dem Ofen, drücke die Sicherungen wieder rein ..... nix. Phew. Ich schalte den Ofen wieder ein: nix. Er heist, ich traue mich das Reinigungsprogramm mit frischen Wasser zu starten: nix. Hm. Nun ja, umso besser.
Little L. hört beim Warten auf seinen Freund eine der aus der Schulbibliothek ausgeliehenen CDs, Little Q. setzt sich zum Lesen in die Sonne. Ich beäuge vom Ess-/Schreibtisch aus skeptisch den Backofen, aber es FUMPT nicht mehr.
Ich bereite noch eine Präsentation für Montag vor (anderes Produkt, anderes Thema, manchmal gar nicht so leicht, da umzuschalten), die Freunde der Kinder treffen ein sie verschwinden aber direkt Richtung Skater- bzw. Spielplatz. Morgen soll das Wetter wieder nur so mittel sein, da bin ich froh, wenn sie die Traumsonne heute noch geniessen.
Um drei beschliesse ich, dass das Arbeiten für heute erstmal reicht, schlüpfe in die Sportklamotten und renne meine Dreiviertelstunde auf dem Crosstrainer (jajajaja, es ist schönes Wetter, aber ich muss beim Rennen lessen, sonst denke ich bei jedme Schritt drüber nach, wie anstrengend das ist und wie blöd ich laufen finde und wie überhaupt keine Spass das macht, und da kann man sich ja vorstellen, wie weit man kommt. Und laufen mit Buch draussen ist schwierig. Und für den Fall dass Sie jetzt sofort Hörbücher vorschlagen: ich hasse Hörbücher. Und Podcasts. Das ist mir alles viel zu langsam. Ich habe immerhin das Fenster weit geöffnet bei meiner Variante von Rennen). Nach dem Rennen eine schnelle Dusche und ich weiss wieder, warum ich das mache: so wenig mir der eigentliche Akt des Laufens Spass macht: das Gefühl danach ist halt schon legendär.
Die Kinder treffen alle der Reihe nach ein und wir essen draussen in der Sonne einen Quarkstriezel, das ist auch so ein Freitagsritual. Der Hübsche kommt gerade noch rechtzeitig heim, um zwei Stück abzubekommen.
Danach bringt Little L. seinem kranken Freund noch die Sachen aus der Schule von heute (Mittags war da niemand da oder alle am Schlafen), begleitet den Nachmittagsfreund nach Hause und dann spielen die Kinder noch eine halbe Stunde Lego Dimensions, während der Hübsche und ich im Baumarkt einen neuen Sonnenschrim für unseren Balkon kaufen. Gar nicht so einfach, wenn man kein Vermögen ausgeben möchte und auch keinen voll hässlichen oder windigen aufstellen möchte. Aber wir schaffen es :-).
Ich bereite den Pizzateig für das nächste Freitagsritual vor, telefoniere noch mal kurz mit einem Kollegen, der noch ein paar Infos für eine Telefonkonferenz mit Mexiko braucht (da bin ich dann froh um meine Geschäftskontakte, die sich dank Irland/Italien nur maximal um eine Stunde Zeitdifferenz unterscheiden), schnipple alle Zutaten und bereite einen Salat vor. Little Q. liest noch ein bisschen in der Sonne, dann ist es auch schon Zeit für sein erstes Unihockeytraining in der neuen Altersstufe. Ich muss mich kurz nach ihm auf den Weg machen, um 19:00h ist nämlich Elternabend der Pfadfinder und als Elternvertreter der Wölfli-Stufe muss ich da natürlich hin.
Dementsprechend wird es heute alles ein bisschen länger gehen bei uns, wir werden erst Pizzaessen können, wenn Q. und ich beide kurz nach acht zurück sind.... dann Kinder duschen und ins Bett stecken und das übliche Abendprogramm.... ich schätze mal, es wird ungefähr zehn sein, bis der Hübsche und ich durchatmen und auf der Couch mit "The Blacklist" (ich habe keine Lust, morgen wieder um 5 wach zu sein) und einem Glas Rotwein das Wochenenden einläuten. Phew. (Nicht explizit erwähnt, aber natürlich trotzdem erledigt: die zwei Waschmaschinenladungen, die gewaschen, getrocknet, aufgehängt und zusammengelegt wurden und die zwei, drei Spülmaschinenladungen.....)
Posted by Frau Brüllen at 5.5.17 0 comments
Donnerstag, Mai 04, 2017
Kleinkram
Heute morgen habe ich mit dem leisen Auto den Werksschutzmann erschreckt und dann ein lustiges Gespräch über die Bedeutung von "schleichen" mit ihm geführt. ("Schleichen? Mit DEM Auto? Das glaube ich Ihnen jetzt nicht").
In der Mittagspause habe ich für Little L. eine neue Juniorkarte besorgt (damit kann ein Kind mit einem seiner Elternteile, das eine Fahrkarte hat, in der ganzen Schweiz für 15CHF im Jahr Bus, Bahn, Tram und auch viele Bergbahnen fahren.). Das ist eine der wenigen Karten, die man nicht am Automaten holen kann, sondern für die man eine Nummer im SBB-Zentrum ziehen muss. Ich lehnte also mit meiner Nummer ("Voraussichtliche Wartezeit: 9 Minuten", es ging dann nur 7) neben dem Automaten und räumte meinen Pokemonhaufen auf. Es ging eine Weile, bis zu mir durchdrang, dass ein älterer Herr neben mir an der Menüführung des Automaten verzweifelte und fluchte wie ein Rohrspatz. Etwas verspätet reagierte ich auf das geknurrte: "Und dann ist keiner da, der einem mi tder verdammten Kiste helfen kann!" und bot an, dass wir das doch mal gemeinsam versuchen könnten. Es klappte auf Anhieb, der Mann bekam ganz rote Backen und entschuldigte sich für seine Flucherei. Ich entschuldigte mich für das lange nicht reagieren und zack, war ich dran. (Und musste dran denken, wie der Hübsche und ich zu unseren Basler Anfangszeiten im Elisabethenparkhaus gefangen waren, weil wir die Ausfahrt ums Verrecken nicht fanden. Bei der dritten Runde, die uns schon wieder von P5 -P1 gebracht hatte, fluchte der Hübsche --bei offenem Fenster, weil wir ja bereit waren, das Ticket in den Automat zu stecken... "Wir warden hier verhungern, weil wir aus diesem Scheissparkhaus einfach nie wieder rauskommen, weil die da einfach keine verdammten Schilder aufhängen können!" Und wie sich dann eine Frau, die da entlang lief, reinbeugte und ganz höflich meinte: "Da vorne links, da wo das Autobahnschild ist, da gehts raus.")
Am Nachmittag Zufallstreffen mit einem Kollegen, der in die Produktion gewechselt hat, also dahin, von wo ich vor zwei Jahren kam. Er schüttelte mir die Hand und beim Druck, der mir die Mittelhandknochen gegeneinander verschob (das ist bei mir ein bisschen wacklig zusammengesetzt), mussten wir lachen (also: ich erst jaulen, er erschrecken, aber dann), und waren uns einig: er ist jetzt in der rustikalen Welt dort angekommen und ich bin zu lange weg :-). (Ich musste innerlich bei der Leitkulturdebatte ein wenig schmunzeln, weil Händeschütteln und mit Namen begrüssen, das ist was, wenn man das weglässt hier, wohooooo, das ist vermutlich ein Ausweisungsgrund.)
Abends dann der erste Beihnaheunfall mit dem neuen Auto, weil jemand bei einer "rechts vor links"-Kreuzung von links kam und auf Gehör fuhr, also ganz ohne Gucken nach rechts, wo ich "angeschlichen" kam. Wir wissen jetzt beide, dass die Tesla-Bremsen super sind und die Hupe alles andere als leise. Aber: alles gut und der fährt keinem Elektroauto mehr vor die Nase.
Und hier noch der kleine Hinweis an alle: morgen ist wieder WMDEDGT?, also schreiben Sie ruhig mal alle schön auf, was Sie den ganzen Tag so machen. Weil es letzten Monat mit der veränderten Verlinkzeit so gut geklappt hat, lege ich da morgen noch eine Schippe drauf und der gesamte Beitrag incl. Linkliste schaltet sich um 18:00h frei.
Posted by Frau Brüllen at 4.5.17 0 comments
Mittwoch, Mai 03, 2017
Pole
Auf der einen Seite hat Little L. heute dem speziellen Gast (etwas unmotiviert, wie ich finde, weil bis zum nächsten Geburtstag ist es ja noch ein bisschen hin) mitgeteilt, dass er nicht mehr kommen darf, weil "Meine Mami das sagt." Das ist .... ja, also faktisch nicht wirklich falsch, aber ich habe das ja auch begründet* und wer weiss, vielleicht hätte ich nächsten Frühling ja wieder anders drüber gedacht, und ich muss mich anscheinend noch besser darauf einstellen, wenn Kinderohren in der Nähe sind, nur in nach aussen 100% vertretbaren Sätzen, die auch verkürzt nicht zu Ärger in anderen Familien führen**, zu kommunizieren***. Auf der anderen Seite wird es in anderen Familien ähnlich laufen, ich gehe mal ganz fest davon aus (also: ich hoffe es schwer!), dass der Vorschlag eines anderen Gastes, für die nächste Übernachtungsparty seine Mutter für die ganze Zeit mitzubringen, damit er nicht so Heimweh kriegt, vielleicht durch Hörensagen ein wenig entstellt wurde und nicht ganz genau so gemeint war, wie L. ihn daheim präsentiert hat.
Auf der anderen Seite wurde mein Karmakonto etwas aufgefüllt, als die Mutter von Little Q.s bestem Freund per Whatsapp fragte, was das für unglaublich leckere Cracker waren, die Q. immer in der Znünibox hat (und vermutlich ihrem Sohn andreht, weil er sie nicht mag), und ich ihr dann zwar kein Bild eines handgeletterten gluten-, lactose- und NATÜLLISCH zuckerfreien und veganen Rezepts zum Selberbacken schicken konnte, aber immerhin das Foto einer Packung (Affiliatelink), auf der dick und fett "Vollkorn" und "bio"draufsteht.
*Ob der Zusatz "Weil sie dieses Essensdrama nicht nochmal aushält" irgendetwas besser gemacht hätte, ist allerdings fraglich.
** Little L. hat den Vorschlag gemacht, dass er ja sein eigenes Essen mitbringen könnte. Ich habe um "Ich möchte mit ihm aber nicht über Essen sprechen müssen." erhöht. Mal sehen, wie das alles so ausgeht.
*** Habe ich schon erwähnt, dass Little Q. gehört hat, wie ich dem Hübschen von meinem Coup, für die Übernachtung in Kiel vor der Abreise nach Oslo im Sommer ein Zimmer mit Tesla-Destination-Charging zu reservieren, erzählte und er statt "Yachtclub" "Nachtclub" verstand und in der Schule erzählt hat, dass wir in die Ferien in einen Stripclub am Hafen fahren? Ich rechne täglich mit dem Aufgebot zum Elterngespräch.
Posted by Frau Brüllen at 3.5.17 5 comments
Dienstag, Mai 02, 2017
Hello Mai!
Ich mag das eigentlich, diese Monatsvorschauen (mit kurzem Fact Check, was im letzten Monat dann doch anders war):
Soweit ich das bisher abschätzen kann, werde ich im Mai
- auf die „Fantasy Basel“ gehen (gegangen sein, das war leicht )
- NICHT auf die re:publica oder irgendeine andere Bloggerkonferenz gehen und das auch überhaupt nicht vermissen.
- meinen Undercut nachschneiden lassen (die Seiten müssen kürzer werden, das büschelt schnell nach aussen)
- Muttertagsgrüsse verschicken
- einen Elternabend bei den Pfadfindern und einen in der Schule besuchen
- am halbjährlichen Putzmorgen bei uns in der Siedlung teilnehmen
- mit der ganzen Familie auf die „Bricklive“-Legomesse gehen
- das verlängerte Auffahrts-Wochenende geniessen vor dem Endspurt dieses Schuljahres
- hoffentlich endlich die Grill- und Badesaison im Garten nachhaltig eröffnen, nicht immer nur so ausnahmsweise.
Posted by Frau Brüllen at 2.5.17 0 comments
Montag, Mai 01, 2017
Big Bang
Mit den Feiertagen ist es in der Schweiz ja so eine Sache: wie so vieles sind die kantonal unterschiedlich. Ich glaube, ich habe es schon 1000mal geschrieben, aber in Basel, wo ich arbeite, ist der 1. Mai frei, dafür der 1. November nicht. Im Aargau (oder zumindest im Fricktal), wo wir wohnen und der Hübsche arbeitet, ist der 1. Mai nicht frei, dafür der 1. November. Die Kinder, die im Aargau in die Schule gehen, haben an beiden Terminen frei. So kommt zweimal im Jahr jedes Elternteil zu einem Exklusivferientag mit den beiden Kindern.
Während ich also den letzen 1. November in einem dunklen, stickigen Meetingraum bei einem Workshop verbrachte, besuchte der Hübsche mit den beiden Jungs die Herbstmäss und drehte sich mit ihnen bei strahlendem Sonnenschein bim Riesenrad auf dem Münsterplatz.
Und während der Hübsche heute bei strömendem Regen im Büro sass und in die dunklen Wolken starrten, besuchten die Jungs und ich die "Fantasy Basel", die "Swiss ComiC Con". Für uns als bekennende Nerds und Geeks ist die Comic-Con in San Diego natürlich ein Begriff und in den nächsten Kalifornienurlaub werden wir einen Besuch sicher einplanen.
Die Basler Variante ist natürlich kleiner, aber nicht weniger liebevoll und voller Begeisterung.
Es gibt wie beim grossen Bruder Schauspieler und Kreative, wobei man da .... joah, Abstriche machen muss. Ich nehme an, echte, wirkliche Hardcore-Fans können sich auch für die Schauspieler von diversen Droiden aus den aktuellen StarWars-Filmen und nicht näher definierte Mädchen aus GoT begeistern, für uns war das eher nicht soooo spannend (den Preis für 25CHF für ein Autogramm fand ich dann auch noch recht sportlich, viele andere auch und so sassen die Droiden- und Mädchendarsteller recht einsam hinter den Absperrungen.), aber es gab ja genug anderes zu sehen und zu machen.
Die Jungs haben heute morgen also ihre Elbenumhänge angelegt, Little Q. liess sich noch Ohren ankleben (L. verzichtete nach meiner Flucherei ob des Klebers überall), mit silbergrauem Eyeliner (sehr gut geeignet: Urban Decay 24/7 waterproof Eyeliner in Gunmetal :-)) habe ich ihnen noch Elbenkronen auf die Stirn gemalt und los gings.
Schon am Bahnhof tummelten sich die verschiedensten Fantasy-Gestalten: sämtliche Pokemons, Steampunks, Superhelden, Star Wars und Star Trek-Figuren und noch viele mehr, die ich gar nicht alle zuordnen konnte.
Am Messeplatz dann strömten alle an der im Vergleich etwas kläglich aussehenden "1.Mai-Demo" vorbei in die Messehalle. Wir hatten am Vorabend noch Tickets besorgt und konnten so die Tageskassen-Schlange einfach passieren. Ich hatte ausserdem (der Hübsche meint: als einziger auf der ganzen Welt) die Waffenregelung noch genau durchgelesen und wusste deshalb, warum es eine extra "Waffenkontrolle" gab :-).
Sie trafen Star Wars-Charaktere,
Bewunderten Legolandschaften:
Wir mussten schnell an der grusligen Zombie-Ecke vorbeilaufen,konnten in aller Ruhe an den verschiedenen Fan-Artikelständen auswählen, was sie sich für den vereinbarten Höchstbetrag aussuchen würden und alle, wirklich alle, vom Stormtrooper über den Physiker bis zum Merchandise-Mann und der Security waren unglaublich freundlich, geduldig und mit so viel Herzblut bei der Sache, das habe ich wirklich noch nie erlebt.
Das war ein rundum grossartiger Tag heute! (und wir sind 18 000 Schritte gelaufen. Da werden wir mit Schiggy-Kissenbezug und mit Pikachu im Megaglurak-Mantel sehr, sehr gut schlafen.)
Posted by Frau Brüllen at 1.5.17 0 comments

























