Mittwoch, Oktober 07, 2026

071026

Heute hatten wir ein Kontrastprogramm zu Shinjuku/Shibuya: wir standen um sieben auf, gingen frühstücken bei Starbucks (L würde gern Tee trinken, bekommt aber immer alles als Katte, was er wigtl gar nicht mag. Heute: Chamomille latte...), dann liefen wir einmal ganz durch Shinjuku Station zu den JR Lines und zuckelten mit einem Rapid Train nach Kamakura ans Meer. Ich war verwundert, dass man mir einer UBahn )so rein optisch) so weit fahren kann, aber im Mini-München-Massstab ist Stachus und zB Wolfratshausen auch was sehr unterschiedliches.
In Onufa sind wir ausgestirgen, wir hatten nämlich einen Kintsugi-Workshop gebucht.
Eigentlich wollten wir in Kamakura Stempel schnitzen, aber da ist Mittwoch Ruhetag und so sind wir auf Kintsugi ausgewichen. Eigentlich biel besser, weil: was mache ich mit dem Stempel und tbh werden die eh von den Schnitzmeistern fertiggemacht.
Also: Kintsugi. Wir waren zu viert in einem winzigen Atelier (nicht sicher, ob das auch das Wohnzimmer der Besitzer war), durften uns als erstes je eine zerbrochene Schale aussuchen und dann ging es los.
Natürlich wird man in 2 Stunden nicht fertig,  wenn man das klassische Knitsugi mit mehreren Lackschichten etc macht, deshalb haben wir mit 2 Komponentenkleber geklebt (und zT wieder auseinandergenommen, abgenutzt und nochmal geklebt, weil es nicht nahtlos zusammenging. Was es auch am Schluss nicht, aber good enough. Nach dem aushalten schnitten wir mit einem Skalpell überschüssigen Kleber weg und besseren mit "pattie:, einem Epoxidharz, Stellen aus, wo was fehlte. Als auch das hart war, glätteten wir so gut es ging mit Schleifpapier und rührten die Goldfarbe an. Mit entweder Pinselchen oder Zahnstocher trugen wir dann die Farbe auf der Klebenaht auf. Es gibt kein richtig oder falsch, einfach so, wie man es schön findet. Spannend zu sehen, wer welche  Level an Perfektionismus auspackte!
Unsere Lehrerin was so lieb, sie ist früher ein paar Jahre als Flugbegleiterin für Swiss geflogen, das war lustig!
Sie zeigte uns Stücke, die sie selber gemacht hat, auch mit der klassischen Technik, erzählte, warum wir draussen in ein Fernsehteam gelaufen waren (es wurde so was ähnliches wie "SRF bi de Lüüt" gedreht, um in dem Café ggü, das sie uns eigentlich ans Herz gelegt hatte, naja, dann halt nicht.)
Unsere Schalen wurden vorsichtig mit Tape in stabilen Boxen festgelegt und  sind dann morgen mittag fertig ausgehärtet.
Mit der kostbaren Fracht ging es weiter, erstmal Mittagessen am Bahnhof. Ich muss sagen, langsam habe ich es ein bisschen satt, dass sich die Suche nach vegetaerischem Essen echt schwierig gestaltet. Restaurants mit wenigstens q vegi Option findet man okayish, aber grade bei Imbissen oder Essensständen... ich meine: ein ganzer Foodcourt und ich kann entweder süsses Gebäck essen oder eine grüne Minestrone oder Ratatouillecurry (das wäre die bessere Wahl gewesen, die Minestrone war eine dünne vermochte Krankenhaussuppe), während die Stände überfliegen vor buntem, schönem, abwechslungsreichen Essen, wo überall Fleisch, Fisch oder immer!!!!!! FLEISCH/Fischbrühe drin ist. Sogar in Pommes oder einem sonst fleischlosen Salat. Meine Güte, das ist echt nervig, ich sags, wie es ist. (Nicht mal an der salzigen Backtheke gibt es ein einziges Gebäckstück ohne fcking Fleisch drin...)
Ich schweife ab
Eine kleine Suppe später boarden wir die Enoden Line, die uns nun wirklich an die Küste juckelt.
Wir folgen den Menschenmassen zum grossen Buddha;
Er ist wirklich gross, und sitzt da so im Freien, weil sein Tempel irgendwann von einem Tsunami weggelassen wurde und er sitzenblieb (letzte Reparatur: Erdbebensicherung)
Ich hätte gedacht, er wäre grösser als der i  Nara, ist aber nicht so.
Die Kids sind sogar innen rein, das war mir zu eng und dunkel.

Weiter ging es dann zum Haae Reda Tempel, ausch ein buddhistischer Tempel, der einen Partnertempel in Nara hat.
Von dort aus sieht man dann auch das Meer!
Wir sind dann geblieben, bis gg halb fünf die Tempelbürgersteige hochgeklappt wurden und dann noch an den Strand.
Eigentlich war wegen 3 Taifunen gleichzeitig Sturmwarnung und hohe Wellen angekündigt, ich hatte alle langärmlig und Regenhacken einpacken lassen. Naaaaaja. Es gab ein bisschen Wellen, gerade genug für ein paar Surfer, aber sonst einfach ein schöner Sonnenuntergang
Am Strand lagen Unmengen an riesigen Austernschalen, zT zu grosse  Haufen zusammengeschoben, in denen Krähen sich bedienten.
Das war noch richtig schön!
Irgendwann dann sind wir durch das Strandstädtchen zum Bahnhof spaziert u d fühlten uns sehr an unsere Zeiten in Kalifornien erinnert (ich glaube, einen grossen Anteil daran haben die konsequent überirdisch in mutigen Konstruktionen verlegten Stromleitungen, gern in Kombi mit Luxushäusern.
Eine anderthalbstündige Zugfahrt zurücksenden bummm, Neon!
Uns war nochmal nach running sushi, nur hatten wir diesmal verpennt, dass wir zur Stossteit ankommen würden und halt unreserviert auf einen Platz relativ lang warten müssten.
Egal! Man zieht eine Nummer (alle ziehen doppelt für Counter und Booth) und wartet dann, bis  man zugewiesen wird. (Man könnte ich vorab reservieren, aber das haben wir offensichtlich verpennt)
Egal, wir müssen ja nicht morgen um 6:30 im Zug nach Nikko sitzen!







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