Dienstag, Oktober 06, 2026

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So. Gestern war so ein bisschen (lol) das Zeichen dafür, dass es halt doch Grenzen gibt, was man an Aktivitäten in einen Tag quetschen kann, auch wenn die "Urlaubslanguage" Aktivität statt rumsitzen ist. Was mir auf der Seele lag, war: ich 6:3hatte das Gefühl, dass alle irgendwie noch nicht mit Tokyo fertig sind, wir aber heute recht verplant sind, morgen nach Kamakura fahren und übermorgen nach Nikko. In Kamakura haben wir einen Workshop gebucht, also wäre canceln doof, für Nikko habe ich alle Züge vorgebucht und erinnerte mich düster, dass ich aus Gründen einen recht frühen gebucht hatte. "Recht früh" stellte sich als "6:30h ab Asakusa Station" heraus, ein Bahnhof, der ungefähr eine Stunde von unserem Hotel weg ist. Wie praktisch, dass sich sowohl die Nikko All Area Passes als auch die Expresstickets nach Tobu kostenlos stornieren liessen und wir jetzt einfach noch einen Tag "Was jeder in Tokyo noch machen möchte" einbauen. Weit vorne dabeisein wird: ein bisschen ausschlafen.
Das hat heute schon gut getan, ich war zwar um kurz vor acht wach, der Rest schlief bis viertel vor neun.
Wir hatten nämlich heute Tickets für "Teamlab Planets Tokyo", eine interaktive, zT digitale Kunstinstallation. Was heisst eine.... viele. L. war in dem Kyoto Ableger gewesen und sooooo begeistert, dass wir logischerweise das für uns alle in Tokyo gebucht haben. Das ware ein bisschen weiter draussen, aber wie alles gut erreichbar mit der Bahn.
Fotos gibt es erstaunlich wenige, nicht, weil ich keine gemacht hätte, sondern weil fast alle im Hochformat sind und die beim Hochladen vom Handy halt gekippt werden und für mehr habe ich heute keinen Nerv mehr. Müssen Sie halt zu Insta rüberschauen, da gibt es auch Videos.


Zweites wichtiges Learning: ich muss genug essen. Beim Frühstück war ich heute ein bisschen hintendran, habe eine kleine Apfeltasche gegessen, während der Rest Sandwiches hintergedätscht hat. Deshalb habe ich mir zur Halbzeit die veganen Ramen im Teamlab gegönnt. SO GUT!!!

Ich fand tatsächlich den Teil vor dem Mittagessen (die "Water"_Kunstwerke und den Garten noch beeindruckender als die, die hier jetzt kommen, aber toll ist alles!)
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Riesige "Ovoids", die sich mit der Sonne aufrichten, Geräusche machen, im Dunkeln (angeblich) leuchten. Auf Moos.
Die "Kugeln" sind Halbkugeln aus Gummi, die so aussehen als ob es rotierende Vollkugeln wären. Man "muss" drüberlaufen und wenn man schafft, nur auf solche von einer Farbe zu treten, gibt es eine Farbwelle (gucken Sie auf Insta, wirklich!)

Zweiter Fixpunkt des Tages: das Capybara Cafe. Wir wollten uns ja ein Tiercafe anschauen, die gibt es für ALLE Tiere, die man sich nur vorstellen kann: Katzen, Otter, Igel, Minipigs, und halt Capybaras. Ich finde das aus Tierwohlsicht relativ fragwürdig, aber gesehen haben wollte ich es halt doch mal. Und wir haben uns für ein Capybara Cafe entschieden, was vergleichsweise ok aussah in dieser HInsicht.
Wir waren viel zu früh für unseren Slot und hatten auf der Lifttafel noch "Minoris Cat Cafe" und "Pony Paradaise" (sic) gesehen. Die Katzen konnte man nicht besuchen ("This floor is a restricted floor"), das Pony Paradies aber schon. Es war ganz oben und als der Lift aufging, stand da ein Schilde "Sorry, we are closed", aber durch den weissen Zaun im Sonnenuntergang wieherten uns zwei Miniponies an. Oke.

Die Capybaras... naja. Waren erstens keine Nutrias, das sind ganz andere Tiere, wie ich seit heute morgen weiss. Haben erstens keinen Schwanz und wiegen fast 10x so viel. In dem "Cafe" (es gab überhaupt nix zu essen und zu trinken ausser Gras und Wasser für die Capybaras) leben drei Weibchen, es werden Gruppen von max 8 Leuten im Stundentakt am Nachmittag durchgeschleust, die die drei streicheln, mit Gras füttern, bürsten, kraulen dürfen. Sie geben Pfote, kneifen einen in die Hose, wenn man nicht schnell genug Gras rausrückt und am Ende gibt es Leckerli auf der Matratze und man kann sich neben sie und unter das Firmenschild setzen und wird fotografiert. Wir waren die letzte Gruppe und danach geht es für sie ins warme Schwimmbecken, in dem sie dann auch schlafen.
Tja. Haben wir sowas auch mal gemacht.
Danach ging es über einen Stop beim 7/11 zu Oshiage Station, unterhalb des Skytrees, einem der grossen Fernsehtürme, der sehr schön beleuchtet war. Es wurden ein paar Stempel gesucht, Läden begutachtet und dann ging es nach Harakura und Shibuya (quer durch die Stadt mit der U-Bahn), L. wollte noch ein paar Läden durchstöbern. Wir fanden wie immer mehr als gedacht (ich habe eine sehr coole Handyhülle für mein Arbeitsiphone), und irgendwann war es dann neun und wir hatten immer noch nicht abendgegessen. Wir fanden einen Burgerladen, der auch Vegi-essen anbietet, ein bisschen versteckt, aber so süss! Die Wagyu-Burger der Fleischesser wurden mit Feuerritual mit Käse überbacken, mein Tofuburger kam ohne Käse, auf meine Witz "Oh, no fire for the vegetarians?" meinte die Kellnerin: if you like cheese, I will do fire for you! und so war es dann auch.
Nach dem Essen hatten wir auf einmal wieder richtig Energie und wanderten über Shibuya Crossing zu Shibuya Station. Die berühmte Kreuzugn .... ist sehr viel kleiner als gedacht und fällt nur dadurch auf, dass halt bei grün alle auf die Strasse rennen, sich dabei filmen und dann in der Mitte stehenbleiben und einen Livestream machen. Der Aeschenplatz in Basel ist mit Tram und ohne Ampel deutlich spannender zu überqueren.
Eingang Richtung Shibuya Station über das Hachiko Gate, an der Hundestatue stehen die Touristen und Instasterncchen an, um sich mit ihr zu fotografieren (nochmal schnell die Geschichte nachgelesen und bisschen traurig geworden).
Heimweg war dann bisschen strange, weil wir ja jetzt schon ein paarmal in Shinjuku angekommen sind, heute aber ganz woanders und fast keinen Ausgang gefunden hätten. Naaaaaaaja. Jetzt alle geduscht und ab ins Bett, morgen gehts ans Meer, es gibt Sturmwarnung!

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