Montag, Mai 04, 2015

Keine Zeit, keine Zeit

Irgendwie mache ich das falsch mit dem "alten Job gemütlich ausklingen lassen".
Ich vertrete gerade Chef und Kollege für zwei (oder drei?) Wochen, bereite meine allerletzte Produktionskampagne vor, bringe hopplahopp ein Herzensprojekt, das ich schon vor drei Jahren starten wollte, aber da wollte niemand was davon hören, schnell zum Laufen, eigentlich wolltesollte ich den Einarbeitungsplan für den neuen Job auch noch irgendwie unterbringen und so werde ich mit einem übervollen Ferien- und Überstundenkonto in den neuen Job starten. Aber gut, dann ist das halt so.
Heute abend habe ich ausserdem noch einen Termin, der mich viel Nerven, Adrenalin (und K1 Tränen) und auch schon die Contenance gekostet hat, also wäre ich Ihnen da für Daumen sehr dankbar, ich denke, wir können sie brauchen. Sagen kann ich dazu allerdings nicht viel, das muss leider kryptisch bleiben.

Ansonsten lasse ich Ihnen noch die Erinnerung da: morgen ist wieder WMDEDGT?, ich werde die Linkliste für die Frühaufsteher rechtzeitig freischalten.

Sonntag, Mai 03, 2015

Lehrgeld

Vielen Dank für Ihre Tipps gestern, nächsten Samstag geh ich nochmal probieren.

Ansonsten habe ich neue bahnbrechende Erkenntnisse für Sie: Wer am Samstag abend auf eine Gin-Testing-Party geht und tapfer bis zur letzten S-Bahn durchhält, ist am Sonntag müde. Sehr. Andererseits sind gross Kinder natürlich auch grossartig, weil sie erstens bis acht schlafen und zweitens leise spielen und einen selber bis zehn schlafen lassen.
Trotzdem: müdemüdemüde, aber das Wetter passt ja auch dazu. Und so habe dann ich dann immerhin ein Geburtstagsgeschenk fertig genäht, einen Haufen Wäsche gemacht und ach, dann habe ich noch super ein halbes Stündchen im Kinderbett geschlafen, als die Kinder das cineastische Meisterwerk "Bionicles-Irgendwas mit Chronik oder Legende" goutierten.

In diesem Sinne: gute Nacht ;-)

Samstag, Mai 02, 2015

Einatmen, ausatmen

Heute mittag waren wir erstmal alle zusammen schwimmen und weil die Jungs ja jetzt alle Schwimmbrillen und wir alle Riesenköpfe haben, habe ich mir, als ich mit Bahnenziehen dran war, mal die des Hübschen gemopst und versucht, damit nicht zu ertrinken.

Man sollte dazu sagen: ich schwimme eigentlich gern, allerdings nicht besonders gut, technikmässig. Ich hatte einen ganzen und einen halbe Schwimmkurs im Kindergartenalter (nachdem ich meine Mutter zur Halbzeit des zweiten auf offener Strasse mit Ausdrücken belegt habe, die sie mir immer noch vorhält, weil ich nicht gehen wollte, musste/durfte ich nicht mehr. Aber der Kurs war auch wirklich doof, auf dem Trockenen Schwimmbewegungen üben ist halt nicht so spannend. Aber beim durch Reifen tauchen war ich gut), meine Technik ist also ... naja. Ich kann nur Brustschwimmen, allerdings mit einem Schlenker im rechten Bein, der das ganze wohl zu Freistil macht. Ausserdem schwimme ich eigentlich immer mit Kopf über Wasser, wie so eine alte Dame, weil ich keine Schwimmbrille habe, weil ich das mit dem Atmen nicht hinkriege und überhaupt.

Also: heute mal mit Brille und weil das ja dann mit alter Damen-Haltung auch komisch aussieht, habe ich versucht, immer mal wieder den Kopf unter Wasser zu stecken. Nach zwei Bahnen war mir ganz schwindelig, weil ich irgendwie hyperventiliert habe. Bei der dritten Bahn habe ich dann einen Mundvoll Wasser eingeatmet und bin hustend und prustend am Rand gehangen. Die nächsten fünf Bahnen bin ich wie eine alte Dame geschwommen, aber ich habe mich drauf konzentriert, gleichmässig ein- und auszuatmen, dann habe ich es nochmal versucht. Ich weiss jetzt nicht, ob das richtig ist, aber ich habe jeden Schwimmzug einmal eingeatmet (meistens über Wasser), und unter Wasser dann durch den Mund ausgeatmet. Ich habe immer versucht zu schauen, wie die anderen das machen, aber die haben unter Wasser überhaupt nicht geblubbert. Allerdings bin ich beim zur Seite Schauen immer mal wieder aus dem Takt gekommen und habe aus Versehen unter Wasser durch die Nase eingeatmet bzw. mit dem Kopf nur so fast aus dem Wasser raus... es ist einfach kompliziert, finde ich. Wenn ich mich voll aufs Atmen konzentriere, dann klappt es grösstenteils, allerdings kann ich dann nicht mehr Bahnenzählen und ich habe einen Brummschädel, weil unter Wasser immer das Wasser an meinem Kopf entlangblubbert, das fühlt sich an, wie wenn man seinen Kopf in einen Massagesessel reinbohren würde. Haben da erfahrenen Schwimmerinnen vielleicht Tipps für mich? Little Q., der krault, vorwärts, rückwärts, seitwärts und auch beim Butterfly die Arme und Beine nicht verknotet, den kann ich nicht fragen, der sagt dann wieder nur "Äh, Mami, atmen halt. Was ist da dran denn bitte schwer?

Ach ja: und was man da mit der Schwimmbrille unter Wasser alles sieht, das lässt einem den Genuss am Schwimmen ja auch so ein bisschen vergehen. Popelparcours galore, sage ich da nur.

Freitag, Mai 01, 2015

Was will man machen....

Es ist erster Mai, wir haben SchwesterundFreund-Besuch, da isst man Spargel (3kg) und abends wird gegrillt. Wenn es dann den ganzen Tag von oben runterschüttet wie aus Kübeln, dann ist das schade, aber nicht zu ändern. Wie der Speiseplan.

Donnerstag, April 30, 2015

Pflammkuchen mal anders

Ich hab ja schon mal erzählt, dass ich ja so gar kein superspontaner Mensch bin bzw. irre viel vorplanen muss, damit ich spontan und flexibel und locker flockig wirken kann. Ganz viel hat sich aber auch einfach etabliert, so wie zB der Flammkuchendienstag. Aktuell übrigens mit frischem grünen Spargel und Cocktailtomaten drauf und natürlich vom Pizzastahl.
Donnerstag ist übrigens Pizzaschnecken-Donnerstag. Pizzaschnecken sind super einfach: man nehme Pizzateig (ich nehme für unter der Woche fertigen, aber Sie können natürlich auch damit anfangen, das Getreide selber zu sähen, zu ernten, zu dreschen, einen Bach umzuleiten und mit einem selbstgesteinmetzten Mühlstein am rauschenden Bach dann Mehl zu mahlen, Hefekulturen zu züchten, einen Olivenhain anlegen (sieht bestimmt toll aus am Bach), Oliven ernten, auspressen (vielleicht geht das auch mit dem Mühlstein, ich glaube allerdings nicht), und da dann einen bestimmt noch viel besseren Hefeteig draus kneten.), beschmiere ihn mit passierten Tomaten, bestreue das mit Pizzagewürz und Salz, streusle geriebenen Käse drüber und was man sonst so mag (die Kinder mögen NIX mit rein, ich mag zB Mais und gewürfelte Paprika noch ganz gern, aber mich fragt ja niemand). Dann rollt man den Pizzateig von der Schmalseite auf und schneidet so ca anderthalb cm diche Scheiben von der Rolle. Die backen dann bei 190°C 15 Minuten, schmecken heiss, lauwarm und kalt (für den unwahrscheinlichen Fall, dass was für den nächsten Tag in die Znünibox übrig bleiben sollte).

Mittlerweile bleibt aber nur ganz selten was übrig, nicht mal für mich oder den Hübschen, der später am Abend vom Sport kommt und deswegen habe ich heute noch ein bisschen Resteverwertung betrieben. Es sind nämlich am Flammkuchendienstag zwei Flammkuchenböden übrig geblieben (übrigens nicht, weil wir weniger gegessen hätten als sonst, wir waren so verfressen, dass wir noch eine zweite Packung aufgemacht haben, die dann aber nicht ganz geschafft haben). Die habe ich mit einer Mischung aus Schmand und Dijon-Senf eingestrichen, gesalzt, gepfeffert, mit zwei klein geschnittenen Champignons und etwas geriebenem Käse bestreut. In jeden Flammkuchenboden habe ich dann eine grüne Spargelstange eingewickelt und auch diese Würste in Scheiben geschnitten und zu den Pizzaschnecken in den Ofen geschoben. Sehr lecker! Und alles für mich (wobei das natürlich auch an der geschickten Wahl von Spargel, den die Kinder, und Pilzen, die der Mann eklig findet, als Belag liegen kann). (Es könnte sein, dass meine kleine Schwester mir schon öfter von "Sachen in Flammkuchenteig einrollen" erzählt hat, ich habe irgendwie was von Spinat in Erinnerung. Aber vielleicht habe ich da entweder nicht richtig zugehört oder ich habe das nur geträumt. Falls der Tipp aber doch von ihr kam: super! Danke!)

Mit einer grossen Schüssel Salat dazu ist auch der Frischehunger gestillt und ich denke, wir können jetzt den Pizzaschneckendonnerstag vielleicht zu, überhaupt Schneckendonnerstag aufbohren.

Mittwoch, April 29, 2015

Lean in

Auf Wege, die ich selber nicht mehr ganz nachvollziehen kann, bin ich Mitglied in einem "Lean in"-Circle bei der Arbeit und irgendwie wurde mein aus eigenem Bedarf heraus geborener Vorschlag für das Thema des Circles ausgewählt. Und nun beschäftigen wir uns mit "Female Rolemodels for Leadership". Und vielleicht wird das eine grosse Sache und vielleicht auch nicht, dann habe ich immerhin ein paar sehr tolle und inspirierende Frauen kennengelernt, das passiert mir in meinem Umfeld ja selten, also: vor allem der Teil mit den Frauen.
Klar, das Ganze wird irgendwann (sehr bald) sehr firmenintern werden, aber aktuell sind wir auf der Suche nach Kampagnen, Ideen, Studien zu dem Thema "Frauen und Führung". Ich bin in der Gruppe, die quer durchs Web sucht, und wie immer bei sowas (Sie haben mir ja auch schon bei der Suche nach einer Möglichkeit meine graphische Schnapsidee zu visualisieren, geholfen. Aktuell ist die "Kulturlandschaft", wie ich das Dokument jetzt offiziell genannt habe, hochgeladen und wird brav mit Daten gefüttert) hoffe ich natürlich auch auch Ideen und Hinweise Ihrerseits.
Was ich schon habe, ist zum Beispiel die "Ban Bossy"-Kampagne:


Ich habe diesen Artikel aus der Huffington Post zum Thema "Warum brauchen wir weibliche Rolemodels so dringend?" gefunden.

Dieser Guardian-Artikel scheint mir auch interessant, ich habe eine Publikation von PwC gefunden,

Haben Sie vielleicht noch Tipps für mich? Was aus dem deutschsprachigen Raum vielleicht?
Ich bin mal sehr, sehr gespannt.

Dienstag, April 28, 2015

"Kaaaaaaaaarin, du siehst traurig aus..."

Meine kleine Schwester, ihres Zeichens Lehrerin, hat nicht nur überhaupt mein Leben seit sie auf der Welt ist, sondern auch mein Berufsleben schon ganz schön oft bereichert. Unvergessen der Schweigefuchs, der es sogar bis in eine Abteilungssitzung bei uns geschafft hat, oder der gern zitierte Satz aus einem "Besinnungsaufsatz" einer ihrer Schülerinnen, gerne verwendet, wenn ein worst case Szenario ausgemalt wird "Dann geh isch halt Real."

Seit ich weiss gar nicht, wie lange schon, hat sie immer wieder, besonders in schadenfreudigen Situationen bei Spieleabenden, wenn das Glück mal nicht so auf meiner Seite war, den Satz gesungen "Kaaaaaaarin, du siehst traurig aus, deine Kulleraugen schaun geradeaus." Und ganz lang dachte ich: "Ach, schau, das ist vermutlich so ein Insiderwitz bei den jungen Leuten, hahaha.".
Ich weiss gar nicht, warum es bis zu ihrem vorletzten Besuch bei uns ging, bis sie mir das gesamte Lied auf Youtube mal vorgespielt hat und, was soll ich sagen.....hören Sie mal rein (Lied startet bei 03:22).

Und nochmal. Und nochmal. Und dann stellen Sie sich vor, wie ich das Lied meinen Kollegen vorgespielt habe und wie wir jetzt in mühsamen Diskussionen und langatmigen Sitzungen nur kurz ein Bananenzeichen machen, und schon ist alles wieder gut.

Vielleicht haben Sie aber auch eine ganz andere Art Humor als meine kleine Schwester, ihr Freund, der Hübsche, meine Kollegen und ich, dann wundern Sie sich einfach ein bisschen.
Bei mir hat der Satz unserer Sekretärin "K., du schaust müde aus" auf jeden Fall zu leicht hysterischem Gekicher geführt (und zum festen Vorsatz, das mit den "Smokey Eyes" lieber zu lassen und morgen wieder zu strahlenden Pastelltönen zu greifen, weil müder als sonst war ich heute eigentlich nicht).