Samstag, Mai 02, 2015

Einatmen, ausatmen

Heute mittag waren wir erstmal alle zusammen schwimmen und weil die Jungs ja jetzt alle Schwimmbrillen und wir alle Riesenköpfe haben, habe ich mir, als ich mit Bahnenziehen dran war, mal die des Hübschen gemopst und versucht, damit nicht zu ertrinken.

Man sollte dazu sagen: ich schwimme eigentlich gern, allerdings nicht besonders gut, technikmässig. Ich hatte einen ganzen und einen halbe Schwimmkurs im Kindergartenalter (nachdem ich meine Mutter zur Halbzeit des zweiten auf offener Strasse mit Ausdrücken belegt habe, die sie mir immer noch vorhält, weil ich nicht gehen wollte, musste/durfte ich nicht mehr. Aber der Kurs war auch wirklich doof, auf dem Trockenen Schwimmbewegungen üben ist halt nicht so spannend. Aber beim durch Reifen tauchen war ich gut), meine Technik ist also ... naja. Ich kann nur Brustschwimmen, allerdings mit einem Schlenker im rechten Bein, der das ganze wohl zu Freistil macht. Ausserdem schwimme ich eigentlich immer mit Kopf über Wasser, wie so eine alte Dame, weil ich keine Schwimmbrille habe, weil ich das mit dem Atmen nicht hinkriege und überhaupt.

Also: heute mal mit Brille und weil das ja dann mit alter Damen-Haltung auch komisch aussieht, habe ich versucht, immer mal wieder den Kopf unter Wasser zu stecken. Nach zwei Bahnen war mir ganz schwindelig, weil ich irgendwie hyperventiliert habe. Bei der dritten Bahn habe ich dann einen Mundvoll Wasser eingeatmet und bin hustend und prustend am Rand gehangen. Die nächsten fünf Bahnen bin ich wie eine alte Dame geschwommen, aber ich habe mich drauf konzentriert, gleichmässig ein- und auszuatmen, dann habe ich es nochmal versucht. Ich weiss jetzt nicht, ob das richtig ist, aber ich habe jeden Schwimmzug einmal eingeatmet (meistens über Wasser), und unter Wasser dann durch den Mund ausgeatmet. Ich habe immer versucht zu schauen, wie die anderen das machen, aber die haben unter Wasser überhaupt nicht geblubbert. Allerdings bin ich beim zur Seite Schauen immer mal wieder aus dem Takt gekommen und habe aus Versehen unter Wasser durch die Nase eingeatmet bzw. mit dem Kopf nur so fast aus dem Wasser raus... es ist einfach kompliziert, finde ich. Wenn ich mich voll aufs Atmen konzentriere, dann klappt es grösstenteils, allerdings kann ich dann nicht mehr Bahnenzählen und ich habe einen Brummschädel, weil unter Wasser immer das Wasser an meinem Kopf entlangblubbert, das fühlt sich an, wie wenn man seinen Kopf in einen Massagesessel reinbohren würde. Haben da erfahrenen Schwimmerinnen vielleicht Tipps für mich? Little Q., der krault, vorwärts, rückwärts, seitwärts und auch beim Butterfly die Arme und Beine nicht verknotet, den kann ich nicht fragen, der sagt dann wieder nur "Äh, Mami, atmen halt. Was ist da dran denn bitte schwer?

Ach ja: und was man da mit der Schwimmbrille unter Wasser alles sieht, das lässt einem den Genuss am Schwimmen ja auch so ein bisschen vergehen. Popelparcours galore, sage ich da nur.