Dienstag, Juni 25, 2013

Logik a la Little L. oder: mein Sohn mit dem Elefantengedächtnis

"So, kleiner Mann, jetzt musst Du Dich entscheiden: willst Du zum Kindergeburtstag vom XY gehen oder nicht? Ich muss da heute Bescheid geben."
"Nicht."
"Sicher nicht? Das wird sicher cool!"
"Nein, Mami, weisst Du, der XY hat nämlich ganz oft zu mir gesagt, dass ich mich im Morgenkreis neben ihn setzen muss, sonst bin ich nicht sein Freund und er lädt mich nicht zu seinem Geburtstagsfest ein."
"Öhm.... jetzt hat er dich ja eingeladen."
"Zu spät."

Was soll man da sagen. Habe ich halt abgesagt. Und zwar mit "Little L. möchte einfach nicht"; weil: keine Zeit zieht nicht, da er ansonsten ja in der Kinderkrippe ist, mit XY zusammen....

Montag, Juni 24, 2013

Und dann

Danke fürs Kopfzurechtrücken gestern.
Heute sieht's (unter anderem) auf die schlimmstmögliche Art und Weise schon viel besser aus: wenn nämlich jemand kommt, der wirklich und in echt lebensbedrohende Probleme hat, dann verschwinden die eigenen Befindlichkeiten (und das sind sie ja, bei allem Dramaqueen-Gehabe gestern, bei Tageslicht besehen) in der Bedeutungslosigkeit.

Sonntag, Juni 23, 2013

Warum es hier so still ist

Ganz einfach: ich bin genervt. Und zwar aus so vielen blöden Gründen, dass ich sie jetzt einfach mal aufschreibe, in der Hoffnung, dass sie dann so lächerlich aussehen, dass es wieder besser geht.:
1. ich befinde mich im Moment in einer Situation, die ich nicht beeinflussen kann (nein, ich bin immer noch nicht ungeplant schwanger, das denken Sie doch immer), die wohl auch noch ein bisschen andauern wird,  über die ich weder hier noch im Alltag frei reden kann (und Sie wissen, wie gut ich bluffen und pokern kann, nämlich gar nicht, und Sie wissen, wie gut ich mit unklaren Verhältnissen leben kann, nämlich nicht so gut)
2. das kleine Kind hat wohl den ersten Satz des letzten Blogposts gelesen und gedacht: Hey, Trotzalter. Das war schon cool irgendwie, das mach ich nochmal. Und so bin ich die eine Hälfte des Tages eine blöde Mami, werde vom Geburtstag ausgeladen, habe das allerfalscheste Essen der Welt gekocht, lasse nur das kleine Kinde immer alles allein aufräumen, spiele nie 150 Mal am Stück Uno mit ihm (und verliere dabei gefälligst jedesmal), verlange vom Kind, dass es beim Radfahren nach vorne schaut und bin dann daran schuld, wenn es in der Hecke oder am Zaun landet, die gefühlt andere Hälfte des Tages wird mit ohrenbetäubendem Gebrüll über diese Ungerechtigkeit lamentiert.
3. Ich hab blöde Pickel.
4. Ich krieg die Quittung für die zwei Tage Kurs letzte Woche, die zur einen Hälfte in 48°C heissen Räumen, zur anderenin auf 18°C runterklimatisierten Räumen stattgefunden haben. Will heissen: Halskratzen, Matschbirne, schlechte Laune.
5. Ich habe mit meiner Mutter telefoniert und wusste nicht, was ich auf ihr langes Lamento sagen sollte, aber nix sagen bzw. das akustische Äquivalent eines beruhigenden Nickens hat sich auf jeden Fall nachhaltig falsch angefühlt.
6. Ich habe gestern 94 Minuten Lebenszeit mit dem mit Abstand schlechtesten Film der letzten Monate verschwendet: Die Hard 5. Könnte von der Qualität ein DolphLundgren Film oder so sein.
7. Little L. ist auf den Geburtstag eines seiner Krippenfreunde eingeladen. Er findet das toll, will aber trotzdem nicht hingehen. Vom Kopf her ist es für mich klar: geht er halt nicht hin. Vom Bauch her denke ich: "Aber dann, wenn ich ihn abgemeldet habe, dann will er bestimmt imletzten Moment doch, das ist ja dann auch blöd, soll ich jetzt ein Geschenk besorgen für alle Fälle? Wie meld ich ihn überhaupt bei der anderen Mutter ab? Keine Lust wäre die Wahrheit, aber das ist ja auch irgendwie unhöflich." Und am meisten nervt mich da dran, dass mich das überhaupt nervt.
8. Heute abend lief das Abendessen (grünes Ristto mit Kräuterfrikadellen) genau so, wie ich es mir ausgemalt habe: war echt lecker, aber die motzigen Gesichter/das Geheule der Jungs hat mir echt den Appetit verdorben
9. Ich bin sowas von urlaubsreif, muss aber noch jede Menge Zeug vorher erledigen.

Und in diesem ganzen Generve geht totalunter, dass es hier eigentlich im Moment ganz grossartig läuft: die kryptische Sache ist nämlich in allererster Hinsicht was ganz Tolles, am Freitag war ich auf einem grossartigen Firmensommerfest, Little Q. liest sein genau einer Woche ohne Pause (vermutlich haben wir bald drei Kindles im Haus. Gibts "Beast Quest" für auf den Kindle?), Little L. malt auf einmal richtig cool und schreibt nicht nur seinen Namen, wir haben am Wochenende 6 kg Erdbeeren vernichtet bzw. in grossartige Marmelade überführt, die letzte Krippenferienwoche im Sommer ist betreuungstechnisch ganz ungeplant von meiner Schwester übernommen worden, da freuen sich Jungs, Mann und ich jetzt schon drauf, wir haben heute den erst kalten Nachmittag gemütlich im Kino an der "Monster Uni" verbracht.......... nun denn. Hoffentlich ist dieser blöde Supermoon bald vorbei.

Donnerstag, Juni 20, 2013

Ja, ich will

Auch wenn der Titel anderes impliziert, geht es hier nicht ums Trotzalter, das haben hier nämlich alle mehr oder weniger in Ehren hinter sich gebracht (ist das ein Zeichen von Helvetisierung, dass mein aktuell häufigster Schnellschreibvertipper nicht mehr "nciht" oder "Reaktino" ist, sondern "hinger" statt "hinter"?), sondern .... ums Heiraten!
Wie schon mal erwähnt, ist in des Hübschen Sportfilterbubble das Hochzeitsfieber ausgebrochen und so waren wir am Wochenende am Arsch der Welt im wunderschönen Berner Oberland, um bei einem Jawort zwischen einem Basler und einer Tessinerin dabei zu sein (Vermutlich deshalb und weil die Kulisse einfach traumhaft ist
 
haben sie den Ort am Brienzer See ausgewählt, sicher nicht deshalb, weil man ihn von irgendwoher supergut erreichen kann, wir standen nämlich auf Hin- und Rückweg ordentlich im Stau und die abenteuerliche Strassenführung liess nicht nur die üblichen Verdächtigen in Wohnwägen mit gelben Kennzeichen im Schneckentempo die Serpentinen rauf- und runterkriechen, sondern auch Autos mit Kennzeichen aus durchaus bergigen Kantonen. Wobei ich da immer noch auf getarnte Flachlandtiroler in Mietautos tippe...).
Wir haben uns wieder (genauso) schick gemacht (andere Hüte bei den Jungs, aber es war ja auch richtig heiss),



 sind mit einer gewissen Vorfreude auf unsere Herbstferien am der Abzweigung nach Haliberg vorbeigefahren, und waren dann wie erschlagen vom traumhaften Berg-und Seepanorama.
Die Hochzeit an sich war..... was soll ich sagen. Nur so viel: es scheint nur einen einzgien Trauspruch zu geben oder wir sind wirklich Trendsetter, aber das wage ich fast zu bezweifeln. Aber die Liebe hält ja alles aus und dann ist das halt so. Immerhin hatten Prinz und Fuchs keinen Auftritt. Dafür war der Pfarrer, der in meiner Vorstellung entweder im Package für die die traumhafte kleine Bergkirche

 mitinbegriffen oder eine Art Fundamentalist aus dem Tessin war, ein echtes Unikat. Ich bin ja, je älter ich werde und je mehr ich vermutlich in Sachen Kindererziehung und Religion Stellung beziehen müsste, immer indifferenter in Sachen Religion, aber dieser Pfarrer der wäre ein astreiner Grund, aus der Kirche auszutreten. (Wird auch nicht klappen, der Hübsche hat mich kurz vor Ende darauf hingewiesen, dass das ein katholischer Pfarrer wäre, was die Theorie mit dem Kirchenpackage unwahrscheinlich macht, die war nämlich reformiert, und aus einer Kirche, in der man nicht Mitglied ist, kann man nicht austreten). Andererseits war der Gottesdienst als OneManShow auch wieder interessant anzusehen und ich habe noch nie so oft (eigentlich überhaupt noch nie) die Worte Atombombe, Kernfusion und Ehe im Zusammenhang gehört. Der Pfarrer betonte immer wieder, dass er ja in seinem früheren Leben Mediziner gewesen sei und deshalb zog er auch ganz viele Parallelen zur Transplantationsmedizin (sic!), aber ich denke, die naturwissenschaftliche Ausbildung von Medizinern ist eh noch ausbaufähig. (Also: von dem auf jeden Fall..)
Egal, die Braut war wunderschön, der Bräutigam aufgeregt, die Jungs sind nicht von der Bank gefallen, Little L. nur einmal in den See

 und auch das habe ich vorausgesehen, weil, mal ernsthaft: "Danach würden wir gerne mit euch auf der Seeterrasse des Hotels zum irgendein Tier anstossen"

 und dazu 30°C, das schreit ja nach "Ups, jetzt bin ich ausgerutscht und bin nass bis zu Papas Seidenkrawatte" und so hatte ich ja genug Wechselklamotten dabei.

Wie üblich hat sich das Brautpaar Geldgeschenke gewünscht (diesmal übrigens nett in drei Sammelboxen sortiert nach "Home sweet home", " für die Reisekasse" und "für den guten Zweck". Und nachdem ich ja kein grosser Bastler bin, kam mir die Stickdatei "Say Yes" von Susalabim/Kunterbuntdesign gerade recht, da kann man nämlich Brautpaarfiguren im unnachahmlichen Susalabimstil in the hoop sticken und denen haben wir dann das Geldgeschenk als überdimensionale Fliege umgebunden.

Ich habe aus Organzaresten der Braut noch einen Schleier an den Dutt genäht und das mit einem Glitzerperlchen hinten zusammengefasst, aber das hat der Hübsche wohl nicht fotografiert ;-). Sah aber toll aus und wer das selber auch mal ausprobieren will, kann heute abend direkt bei Kunterbuntdesign shoppen gehen und die Maschine heissrattern lassen!

Montag, Juni 17, 2013

Hier so

Mir wurde ja zugetragen, ich wäre so still, dass man sic Gedanken mache. Also: alles super, im realen Leben bin ich auch gar nicht still, sondern eher eine Mischung aus am Rumrotieren, weil alles auf einmal kommt, und den SOMMER geniessen.
So war das WE eine Mischung aus "wir stehen einmal quer durch die halbe Schweiz und zurück im Stau", weil Freunde vom Hübschen geheiratet haben und sich dafür eine zwar wirklich spektakuläre Kulisse ausgesucht haben, aber eben auch einen Ort, der zwar in der Mitte der beiden Herkunftsorte des Brautpaars lag (Lugano/Basel), aber dementsprechend auch für alle echt blöd zu erreichen war. Es gibt coole Bilder, aber nicht jetzt, weil jetzt bin ich auf dem Sprung und muss zu einem Fortbildungskurs.
Eigentlich hätte ich richtig gemütlich ausschlafen können, weil der Bus erst um halb neun fährt, aber uneigentlich hatten wir letzten Donnerstag mit dem Engineering noch einen  Vorher-Vorort-Termin im Betrieb abgemacht und deswegen bin ich schon um halb sechs aufgestanden und stand vor dem Dilemma, betriebs- und hitzewellentaugliche (und kurstaugliche, da hiess es nämlich: bequem/leger) Kleidung finden zu müssen. In echt hat dann niemand ausser mir an diesen Termin gedacht und so stand ich um halb acht mutterseelenallein vor unserem Trocknerladerohr und bin jetzt einfach nur zu früh für den Bus. Naja.
Apropos Sommer und Hitzewelle: ich habe ja schon mal über die modischen Leiden einer Betriebschemikerin berichtet, im Sommer potenziert sich das Ganze, weil: T-Shirt ist ja noch okay, da zieht man im Betrieb dann den langärmligen Labormantel drüber, aber weder Röcke noch kurze Hosen gehen aus Sicherheitsgründen (ach ja: Sicherheitsschuhe sowieso, aber die kann man recht schnell wechseln und so sitze ich meist nicht mit den Tretern im Büro). Tja. Was will man machen? Klar stiefele ich nicht acht Stunden am Tag im Betrieb rum, aber andererseits: viermal am Tag umziehen? Auch doof. Ich habe mir also eine modisch ganz ausgefuchste Variante überlegt: ich ziehe Hochkrempelhosen an. Der Profi sagt dazu, habe ich bei meiner letzten "VIP-Sale, nur noch heute"-Esprit-Bestellung gemerkt "Turn-up-Hosen" und die kann ich im Betrieb sozusagen runterlassen, im Büro pflege ich den Anglerlook und habe halt so Dreiviertelhosen. Immerhin ein bisschen Luft. Neben dem Suchbegriff "Turn-up" habe ich sonst noch nach "Crinkle"-gesucht, weil da kann ich auch mal Blusen, Tuniken etc. anziehen, ohne das verhasste Bügeln, weil das muss ja so. Hach. Und so ist mein Sommer arbeitskleidungstechnisch geritzt: verknittert und hochgekrempelt. Oder auch "Bequem leger".
Genug der Nichtigkeiten, ich muss zum Bus.

Dienstag, Juni 11, 2013

Wie Anne Schüssler meinem Mann den Tag versüsste oder warum meine Kollegen die cooleren sind

Gestern hat Anne Schüssler mal wieder Teile vom Internet erklärt und ich (sharing means caring) habe aus Gründen erstens den StarTrek-Facepalm-Link und die Erklärung des m( -Smilies dem Hübschen geschickt. Er hat sich ehrlich gefreut, v.a., weil er ja eigentlich der nerdigere von uns beiden ist (glaubt er) und dann ist das doch schön, wenn ich auch mal coolen „Beifang aus dem Internet“ ((c) für den Ausdruck: Kaltmamsell) anschleppe. Zum anderen hat er wirklich Bedarf an Visualisierungen für „Facepalm“, auch wenn das jetzt im aktuellen Fall ziemlich in die Hose ging. Er hat den „Double Facepalm“ (einfacher hat wohl nicht gereicht) eingesetzt und von seinen Kollegen ratlose Kommentare wie „Das ist doch StarWars?“ oder „Star Trek, ist das nicht voll uncool?“ bekommen.

Und da kommt der Punkt, wo ich mit meinen Kollegen angeben muss: ich kann in der Schlange zum Mittagessen, wo jedesmal so viele Leute anstehen, dass es sogar Wegweiser und eine Videoanleitung gibt, wie man schneller an sein Futter kommt, was nix nützt, weil der normale Naturwissenschaftler offensichtlich ein Gewohnheitstier ist und wenn man um 11:35h Mittagessen geht, dann macht man das so, auch wenn man um 11:20h vielleicht weniger lang anstehen müsste, um mich schauen und beim Anblick eines mir unbekannten Mitarbeiters, der original genau so aussah, automatisch rausblubbern: „Guck mal, Hologramme müssen auch essen“ und meine Kollegen wissen erstens sofort, wen ich meine und zweitens, worauf ich mich beziehe (gut, nicht alle, aber die anderen schauen auch ganz wissend). Das ist mir schon letztes Jahr auf dem Abteilungsfest positiv aufgefallen, als ich in der Schlange am Grill einen Kollegen nur fragte, ob er vllt. auch Breaking Bad schauen würde, und schon wusste er, dass ich den einen Mitarbeiter gesehen hatte, der aussieht wie Walter White. (Und nein, leider sind auch meine Kollegen nicht perfekt: man erinnere sich an diesen Tag, wobei: die waren von einer anderen Site, und auch die Ingenieure fanden es gar nicht witzig, als sie nach bedächtigem Kopfwiegen meinten, sie bräuchten mindestens eine Woche zur Reparatur, mein Chef ihnen maximal drei Tage zugestand und ich dann zwinkernd in die Runde warf, dass sie jetzt nach guter alten Sternenflottentradition sagen müssten: „Okay, wir schaffen es in einem“)

Hach. So mag ich das Internet (und dabei hab ich den Kackzwerg noch gar nicht angebracht <3)

Montag, Juni 10, 2013

Wochenende in Bildern

Badesaison wurde eröffnet (ENDLICH!)

Incl. Kinderaufrüsten und der üblichen sommerlichen Nachbarschaftskämpfe

Kurze-Hosen-Saison wurde auch eröffnet (und weil ich ein Faulpelz bin, sehen Sie hier auf dem Bild das, was ich mit dem quadratischen Instagramformal für #609060 immedr abschneide

Irgendwie sind die Kinder in den Besitz eines Lego-Ironmans und der Superhelden-DVD von Lego gekommen. Seitdem trägt man zum Laserschwert gerne mal Cape und Maske (Little L. will freiwillig Robin sein)

Auch Superhelden müssen giessen. Hier die frischgekaufte Clematis (habe ich schon die Geschichte von unserem neuen Zaun erzählt? Das ist er auf jeden Fall.)

Kuchen gabs auch: den weltbesten Marmorkuchen a la Kaltmamsell

Man siehts nicht so richtig, aber ich habe kurz vor diesem Foto versucht, die Jungs damit zu beeindrucken, dass ich mich voll bekleidet seitlich in den Pool geschmissen habe. Hat leider auch gestern niemanden richtig beeindruckt.

Abends wurden dann die "Reste" vom Grillen mit Freunden am Vorabend gegrillt (und das Gefrierfach gefüllt ;-), Little L. und ich waren am Freitag hungrig einkaufen). Die Jungs haben das erste Mal s'mores bekommen und für lecker befunden, nur an der Abstimmung der Grösse Marshmallow vs. Keks/Kindermund müssen wir noch arbeiten.