Montag, Juni 10, 2013

Klingklonk

Sie kennen diesen blöden Spruch über Männer und Frauen und Mars und Venus und so? Ja?
Also. Im Hause Brüllen sieht das dekotechnisch im Prinzip so aus: ich bin ja nun kein Rumstehgedönsfreund, kein Freund von Vintage, Shabby Chic, Spitzendeckchen und so, gemütlich darf es aber schon sein. Zu Weihnachten packe ich mit Freuden unsere Dekokiste aus (und spätestens Heiligdreikönig wieder ein), ich mag verstecktes Dekogedöns im Garten, ich mag bunte Sofakissen und brauche eine Decke auf dem Sofa und die darf gerne bunt und kuschlig sein. Der Hübsche jedoch..... ich glaube, wenn ich ihn lassen würde, würde er in so einer grauenvollen Junggesellenwohnung a la Barney Stinson aus Stahl, Glas und schwarzem Leder leben (ohne den Stormtrooper vermutlich, der steht ja nur dumm rum). Ich lasse ihn aber nicht und so haben wir bunte Kissen und ein Sofa in Wildlederoptik und eben ein kleines Windspiel. Das habe ich bei meinem "Ohhhhh, es gibt einen Rice-Verkauf bei Limango, alles meins"-Flash bestellt und es ist echt niedlich: wir haben das Modell mit dem knutschenden Nilpferd und dem Storch. Es ist handlich und glitzert und bimmelt ganz zart.

 Erst habe ich es an den Haken an unserer Vordachkonstruktion gehängt, aber dann kam ja der Monsun und der Rosenstrauch dort ist explodiert und man sieht nix mehr glitzern und hört nix mehr bimmeln, also habe ich es auf unseren Balkon vor dem Schlafzimmerfenster gehängt. Da hätten Sie den Hübschen mal grummeln hören sollen: "Boaaaaah, und ich sags dir, wenn das so laut wird, dass ich nicht schlafen kann, dann kommt das aber ganz schnell wieder weg." Wurde es nicht. Es hing da so, sah niedlich aus (bisschen klein), bimmelte zart, alles wunderbar. Bis der Hübsche damit rausgerückt ist, dass sein geheimer Wunsch schon immer ein grosses Holzwindspiel wäre und das würde ja auf dem grossen Balkon viel besser aussehen. Ich bin ja Dekoideen, sofern sie nicht aus Leder, Stahl und Glas bestehen, gegenüber immer aufgeschlossen und so haben wir auf unserem samstäglichen spontanen Baumarktbesuch (wir haben dringend sofort eine Clematis gebraucht) ein juhuuu, um 50% reduziertes RIESIGES Holzwindspiel gekauft und aufgehängt. Das kleine Glitzerwindspiel hängt jetzt wieder im Rosenbusch.

Nun ja. Rein optisch passt das grosse Windspiel wirklich besser dahin. Aber. Es hängt wirklich direkt vor unserem Schlafzimmerfenster und es ist wirklich gross und dementsprechend wirklich laut. Und am Samstag abend kam so ein Gewittersturmdingens bei uns vorbei.Ich hab nix gesagt, ich bin abends so müde, ich würde vermutlich auch neben der sprichwörtlichen klappernden Mühle am rauschenden Bach schlafen. Ziemlich genau so klang es Samstag Nacht dann auch. Um halb zwei ist der Hübsche dann entnervt auf den stürmischen Balkon gerannt, um das lärmende Teil einzusammeln. Sonntag morgen wurde es wieder aufgehängt, Sonntag abend kam dann wieder das Sturmtief. Jetzt wird es, je nach Wetterlage, unten zusammengebunden, dass es Ruhe gibt.

Sieht natürlich auch nicht mehr so gut aus dann, aber bei so einem Sauwetter ist eh keiner draussen.
Ich sag übrigens gar nix, freue mich über das Glitzern und Klimpern im Rosenbusch und des Lebens.

Sonntag, Juni 09, 2013

Alle doof ausser mir

Die letzten Tage schlagen die Wogen im Internet ja hoch von wegen Hochbegabung, Mobbing, Arschlochseindürfen/-müssen oder eben auch nicht und eigentlich wollte ich jetzt eine Brandrede schreiben mit dem Kernthema "Hochbegabung ist kein Fluch und sicher nicht der Grund dafür, in Selbstmitleid zu versinken", mit einem eleganten Schwenk über Selbstdiagnostizierer, die für mich ja zu den typischen Internetauswüchsen gehören, zum Schluss kommend: "Bloss, weil Du dein Leben nicht auf die Reihe kriegst, sind nicht alle, die das schaffen und dabei glücklich sind, entweder doof oder passen sich krankhaft an".
Aber heute ist so schönes Wetter, ich muss meinem kleinen Sohn die Zähne nachputzen, gleich kommt die Sendung mit der Maus und so schreibe ich das jetzt halt nicht und verweise auf den grossartigen Artikel von Journelle, die den Teil mit "Es gibt nicht nur einen besonderen Menschen gegen all die anderen 08/15-Dummies" in wohlgesetzte Worte gefasst hat.

Freitag, Juni 07, 2013

Gestatten, Little L.

Heute hat Little L. von meiner Seite ungeplanterweise das gesamte Managementteam meines Bereichs kennengelernt und das war so: Wir hatten ja die gesamte Woche diesen Workshop und sollten eigentlich unsere Ergebnisse gestern zum Abschluss dem Chefchefchef vorstellen. Der war aber dann irgendwie nicht da, auch keiner seiner Stellvertreter, also wurde der Termin auf heute morgen geschoben, da war der Chefchefchef zwar immer noch nicht da, aber eben der ChefChef, sein Stellvertreter. Ich, ganz im Workshopflow, habe mir also gedacht: ach, für die eine Stunde, da komme ich auch an meinem freien Tag, und ach, für die eine Stunde, da benimmt sich Little L. schon, kann er mir ein paar neue Level StarWarsAngrybirds freispielen, da nehm ich ihn einfach mit. Ich habe ihn also gestern an der Porte vorangemeldet (dazugelernt), dann heute morgen mit ihm zusammen den Ausweis abgeholt, im Büro meine Tasche abgestellt (natürlich mit dem Handy drin, nix also mit neuen Leveln), Malsachen aka Neonmarker eingepackt und das Sitzungszimmer geentert. Little L. fand es ja schon supercool, dass man da an einer grossen Glasfront oberhalb der Werkstatt entlangläuft und hätte da am liebsten die ganze Zeit nur runtergelächelt und gewunken. Er hat dann aber festgestellt, dass es im Sitzungszimmer Schokolade und Brezen gibt und ausserdem viele Leute und eben das Malzeug. Ich habe mich ein wenig gewundert, dass der Chefchef zur Vertretung eben fast das gesamte Managementteam mitgebracht hat, aber da hatte ich das Kind ja schon dabei und so weiss ich jetzt, dass der OPEX-Champion astreine Hasen malen kann, der Instandhaltungschef einen Werbemittelschrank mit Corporate-Sigg-Flaschen, von denen Little L. für sich und. Q. je eine mitbekommen hat, dass der Planungschef ein bisschen Angst vor Little L.s Reichweite mit den Textmarkern hatte und mein ChefChef sich sogar daran erinnert hat, wie Little L. heisst und dass er eine OP hatte. (Hätte es übrigens alles gar nicht gebraucht, Little L. war nämlich mustergültig brav auf meinem Schoss und hat einfach nur gemalt und Schokolade gegessen und am Schluss hat mich ein Kollege charmanterweise gefragt, womit ich so ein braves Kind verdient hätte. Der Verweis auf den ersten Blockbuster unseres Arbeitgebers (nur Witz, liebe Elternpolizei) kam da gerade recht ;-). Die Präsentation kam auch richtig gut an und so sind wir dann blitzschnell zu unserer normalen Freitagsroutine (Einkaufen und so) übergegangen.
Jetzt: erst Sandalen kaufen, dann Planschbecken und Eis. (Eigentlich) Freier Freitag will zelebriert werden.

Donnerstag, Juni 06, 2013

Lasset die Wasserspiele beginnen!

Endlich, endlich ist es hier soweit: der Sommer ist da, wir haben übers Wochenende knapp 30°C vorausgesagt, ich denke, wir werden unser Planschbecken endlich auspacken können (Gottseidank sind wir hier am Oberrhein vom Hochwasser sowieso nicht betroffen und zweitens wohnen wir ein Stückweit oberhalb).

Passend zur Sommerstimmung gibt es heute abend bei Kunterbuntdesign zwei neue Stickdateien, einmal eine von Susalabim mit lauter Badenixen. Ich habe wieder mal ein Stückchen meines ehemals Alien-Kostüms geopfert und die superniedliche Nixe auf ein Geburtstagsshirt für eine von Little Q. Klassenkameradinnen genäht. (Die Haare sind aus den langsam wirklich allerletztenResten des Baumwollfleeces, aus dem ich seinerzeit das Wolfskostüm genäht habe).



Hintendrauf passt ein Seepferdchenaufnäher von MyMaki, von denen ich auch noch ein paar in meiner Schublade habe.

Das Pendant für coole Jungs (und Mädchen natürlich) kommt von HamburgerLiebe, nämlich die grossartige Kombination von Haien und Surfern. Nach unserem USA-Urlaub letztes Jahr sind die beiden Jungs ja total angefixt, was Surfen angeht, da haben sie mir die Motive nur so aus der Stickmaschine gezogen.
Little Q. zB hat kaum noch lange Hosen, die an den Knien (übrigens immer das rechte) kein Loch haben und so habe ich den Riesenaufnäher für die Lieblingsjeans
und einen Jeansflicken mit anderem Hai für die Lieblings-gefütterte Stoffhose genutzt (Boah, mit der Hand aufnähen..... sowas von nicht meine Kernkompetenz....)




Immerhin können die beiden Hosen nach dieser lebensverlängernden Massnahme wieder weiter eingesetzt werden.
Für Little L. gab es ein gepimptes Fertig-T-Shirt, auf das ein, logisch, blonder Surfer incl. Text drauf kam:
Das "Textfeld" habe ich mit zwei meiner vier Millionen Zierstiche aufgenäht., war gar nicht schwer!
Ich bin ja an sich ein knallharter "direkt auf Jersey-Sticker", wobei das zu einem Gutteil auch daran liegt, dass ich nicht ordentlich aufnähen kann. Diesmal habe ich den Spiess umgedreht und den Surfer auf ein unzugeschnittenes Reststück Jersey gestickt, das dann mit Sprühkleber auf das Shirt geklebt, dann mit gemächlicher Stickgeschwindigkeit so nach Gefühl drumrumgenäht und dann mit der Stickschere den Überstand gleichmässig abgeschnitten. Cool, oder?



Also: beide Dateien gibt es ab heute abend bei Kunterbuntdesign, viel Spass schon mal und danke fürs Ausprobierendürfen!

Mittwoch, Juni 05, 2013

Tagebuch-5: Was machst du eigentlich den ganzen Tag im Juni?

Es ist soweit: ich würde gerne wieder wissen, wie Sie so diesen ganz unspektakulären (bei uns zumindest) Mittwoch verbringen!
Machen Sie mit, schreiben Sie Tagebuch, tragen Sie sich unten in die Linkliste ein und spitzen Sie in die freigegebenen Wohnzimmer ;-)

Sorry, jetzt sollte man alles sehen!

Mein Tag heute begann (selber verschuldet) um 5:45h. Ich hatte nämlich gestern abend noch den glorreichen Plan, ein Brot zu backen, damit ich heute keins kaufen muss. Die Backmischung aus der lokale Mühle war aber keine „Kipp Hefe dazu, lass es eine Stunde gehen und dann rein in den Ofen“, sondern eine mit Roggensauerteig und „8-10-Stunden im warmen Wasser einweichen lassen“. Also, damit das noch halbwegs was werden konnte, musste ich also ein bisschen früher raus als sonst. In der Zeit, bis das Brot fertig war, gab es die übliche Morgenroutine aus Kaffee, Frühstück für die Grossen, Kinder aus dem Bett schütteln, schminken (also: mich), mehr Kaffee, anziehen, Katze Tabletten verabreichen (dazu später), und Punkt sieben Brot aus dem Ofen raus, Kinder, Mann und mich ins Auto und ab zur Krippe. Um zwanzig nach sieben hatte ich mich von all meinen Privatmännern verabschiedet und war auf der Autobahn unterwegs zu meinen Berufsmännern (Herbert Grönemeyers „Männer“ passten wunderbar zu meiner Stimmung, weil ich im Moment noch enger in einem noch männlicheren Umfeld arbeite als sonst.)

Um halb acht war ich also im Büro und hatte noch eine knappe halbe Stunde Zeit, um Dringendes mit meinem Chef zu besprechen (eine arbeitshygienische Risikoanalyse für eine anstehende Produktion, in der abgeschätzt wird, bei welcher Tätigkeit die Arbeiter welcher Menge von welchem Stoff wie lange ausgesetzt sind und welche persönliche Schutzausrüstung dementsprechend vorgeschrieben werden muss. Wie so oft gingen unsere Einschätzung, die der Arbeitshygieneabteilung und des werksärztlichen Diensts ein wenig auseinander ;-) und ein paar Details einer Stufenrisikoanalyse, wo man die Sicherheitsrisiken bei einer Produktion eben abschätzt und Massnahmen definieren muss, um diese zu minimieren. Die Pharmabranche ist eh schon so unbeliebt –hier vor Ort als einer der beliebtesten Arbeitgeber natürlich nicht-, da möchte man natürlich ungern Negativschlagzeilen machen, weil am Ende denr Rhein gekippt oder ein Stadtiviertel in die Luft gesprengt hat. Da wärs dann mit dem Beliebtheitsgrad als Arbeitgeber auch ganz schnell vorbei. Wenn ich hier schon den Erklärbär mache, dann werde ich schnell noch die dritte Sorte Risikoanalyse los, mit der ich mich sehr viel beschäftige: das ist die Qualitätsrisikoanalyse. Bei meinem alten Arbeitgeber war ein gerne angebrachter Satz in Risikoanalysenmeetings: „Ja, aber wenn das passiert, dann ist das kein Problem, das würde ja nur die Qualität beeinflussen“. Jetzt stelle ich natürlich nicht mehr UV-Stabilisatoren für Kunststoffe her, die natürlich auch ganz grossartige Produkte sind, bei denen die Qualität aber nicht ganz so essentiell ist wie bei Medikamenten. Und so wird für jedes Produkt und jede Stufe, die produziert wird, nicht nur die Sicherheit der Mitarbeiter, Anlagen, Anwohner und Umwelt geschützt, sondern auch die Qualität des Produkts und sämtliche möglichen und unmöglichen Einflüsse darauf werden analysiert, abgeschätzt nach Wahrscheinlichkeit, Tragweite und Detektierbarkeit und dementsprechend Massnahmen getroffen, um das zu verhindern.).

Jetzt aber: diese Woche steht für mich jedoch v.a. im Zeichen unseres Workshops, in dem wir in einem Team aus Elektrikern, Rohrschlossern, Mechanikern, Schichtleitern und Schichtarbeitern, Ingenieuren, Wartungsprofis und mir unsere Anlage sowie den Instandhaltungsplan und diverses anderes aus Gründen (wie immer: keine Details, ich müsste Sie sonst alle töten) genau überprüfenm strählen und für die Zukunft einen Plan entwerfen, wie unser Schätzchen blinkt und strahlt und immer genau das tut, was wir wollen. Zu diesem Zwecke sind wir seit Montag morgen jeden Tag (morgen noch….) entweder in einem kleinen Räumchen voller R&I-Schemata und Wartungsprotokolle zusammengesperrt oder krabbeln durch die vier Stockwerke, die unsere Anlage belegt und kontrollieren Pumpen, Kessel, Wäscher, Niveauanzeigen, Notfallblitzleuchten, Wartungsluken, Beschriftungen, Gleitringdichtungen, Ölniveaus, Totmannschalter, Zentrifugen, Rührwerke, Trockner, Austragskabinen, Wäscher, Heizkühlmodule, Pumpen, Soleleitungen, Dampfleitungen, Gasstationen, habe ich Pumpen erwähnt? Dazu kraxeln wir bekleidet mit normaler Kleidung, drüber Kittel, Anstosskappe, Schutzbrille, und den eigentlich bequemen, aber richtig schweren Sicherheitsschuhen mit Stahlkappen und bewaffnet mit Ordnern und Listen und Fotoapparat und Schreibzeug trepp auf und ab, auf Kabinendächer, hinter Kabinen, in Halbstockwerke (ich kam mir vor wie in Hogwarts), und ich bin sehr beruhigt, dass auch die Schichtleute, die ja auch normalerweise recht viel auf den Beinen sind, das anstrengend finden. Vorteil an dem Ganzen ist, dass es in unserem Räumchen Gipfeli, Kaffee und Schokolade satt gibt, Nachteil ist, dass mir meine Beine heute abend so weh tun, dass ich nicht weiss, wie ich jemals wieder aufstehen soll.
Mittagspause gabs allerdings trotzdem und ich hatte sogar noch ein bisschen Zeit, um ein paar Mails zu beantworten, bis es von 13-16:00h weiterging.
Nach einem Schwätzchen mit dem Chefchef, der mich im Urlaub wähnte, weil ich ja workshopbedingt bei sämtlichen Abteilungssitzungen diese Woche fehlte (entschuldigt natürlich ;-)) machte ich heute dann schon eher Schluss und düste nach Hause, erstmal die Katze einfangen, mit der ich um fünf einen Tierarzttermin hatte. Unsere Katze hat nämlich was richtig ekliges, einen Analdrüsenabszess, der jetzt wegen „ist immer noch nicht weg“ schon zum vierten Mal von der Tierärztin gereinigt und gespült wurde. Zusätzlich zu den Antibiotikatabletten, die wir unserer äusserst unkooperativen Katze zweimal täglich verabreichen, kommt jetzt neu etwas entzündungshemmendes dazu und dann sollte das langsam endlich mal gut sein.
Auf dem Heimweg habe ich dann um halb sechs die Jungs aus der Kinderkrippe abgeholt (yay. Little Q.s Gruppe war heute das erste Mal diese Saison an der „Piratenbucht“ am lokalen Bach und damit meine ich nicht den Rhein und „Mami, davor, da war so eine Art See und ich hab extra noch meine Socken ausgezogen und die Chucks dann wieder an und bin dann erst durch den See gelaufen, weil ich wollte ja keine kalten Füsse kriegen und musste auf der anderen Seite wieder den Abhang raufkommen und dann bin ich ausgerutscht und naja, deswegen hab ich jetzt die Ersatzkleider an und die anderen und die Schuhe sind unten in der Garderobe in einem Plastiksack.“) daheim dann direkt unter die Dusche (Little L.s Gruppe hat die Sandkastensaison eröffnet. Neue Regel: nicht mit dem Bobbycar die Rutschbahn runter) gestellt, kurz mit dem Hübschen abgeklatscht, der sich nach Tabletten in die Katze auf den Weg zum Sport gemacht hat, die erste von drei Waschmaschinen angeworfen, mich innerlich sehr gefreut, dass die Putzfrau da war und einen grossartigen Job gemacht hat, Abendessen (mit dem eben in aller Herrgottsfrüh gebackenen Brot) auf der Terrasse vorbereitet, die Jungs schnell in die Dusche zurück zum Haarewaschen geschickt, und dann beim Abendessen zu dritt bei einem alkoholfreien Russn erstmal durchgeatmet (Hausaufgabenkontrolle viel diesmal aus, die waren nämlich „15 Minuten Seilspringen“ und in der Kinderkrippe erledigt worden. Vor der gesamten Little L.Gruppe als begeisterten Zeugen).
Während der Nachrichten ist mir dann siedendheiss eingefallen, dass ich die ganze Zeit ja noch bei meiner Mutter daheim anrufen wollte, die ja an der Isar wohnt, allerdings auf einem Berg und so vom Hochwasser nicht direkt betroffen ist (allerdings sind bei Nachbarn, die ich nicht kenne, zwei Hühner, die ich auch nicht kenne, ertrunken. Soviel meine News aus den bayerischen Hochwassergebieten).
Um halb acht hatte ich die Jungs durchs Bad geschleust und wir kuschelten uns alle gemeinsam in Little L.s Bett, um giggelnd eine Geschichte von kleinen Nick vorzulesen. Um kurz nach acht war Ruhe im Karton und ich sitze jetzt, nach einem Umweg über die Dusche (8h Rumklettern sag ich nur) mit einem Aperol Sprizz auf dem Balkon, habe mir die Fingernägel rosa glitzrig lackiert (soviel Testosteron, wie ich diese Woche abbekomme, das muss ich erstmal kompensieren ;-)) und kann mich nicht mehr rühren. (Was schade ist, weil erstens hätte ich jetzt gerne eine Decke, meinen Kindle und einen Refill und zweitens müsste jemand die Spülmaschine und die Waschmaschine ausräumen und drittens Little Q.s Znünibox für morgen vorbereiten……)

Irgendwann wird der Hübsche heimkommen und wenn ich bis dahin nicht eingeschlafen bin und mich langsam vielleicht wieder bewegen kann oder er mich nach unten trägt, dann schauen wir noch ein, zwei Folgen HIMYM an…..






Dienstag, Juni 04, 2013

Nicht vergessen: morgen Tagebuch-5

Nicht vergesssen, morgen ist wieder "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"-Tagebuchblogging wie jeden 5.
Wer nicht weiss, was das heisst, der ist dumm, bumm, schaut hier mal nach!
Bei uns gibt es morgen einen bei der Arbeit nicht ganz typischen Mittwoch (vielleicht werde ich Jeans tragen, man darf gespannt sein), ansonsten den üblichen Mischmasch aus Kindern, Terminen, unauasgeschlafen in den Tag starten und viel zu spät ins Bett kommen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie dabei wären. Die Linkliste wird sich morgen früh dann automatisch freischalten (hoffe ich).

Montag, Juni 03, 2013

Dies, das und mehr

Wir hatten ein grossartiges Wochenende. Es gab Besuch aus dem Internet und unsere Jungs haben sich so gut verstanden, dass wir einen gemütlichen Abend bis um halb eins hatten (ja, die Jungs waren auch noch wach und niemand hat geheult), wir haben gelacht, nebenbei ein bisschen fussballgezittert (holla die Waldfee, jetzt weiss ich, wie Fan geht), wir haben extrem lecker gegessen (Spargel! Erdbeercupcakes! Ottolenghi-Knoblauchtarte), wobei mich das eigentlich schon direkt zum nächsten Thema bringen würde. Erst also noch schnell dies: Aufhänger für den Besuch war die Weitergabe unseres Babybetts. Nach Little Q.s und L.s Schlafverhalten wollten und konnten wir keine Garantie für den Schlafkomfort da drin geben, weil die es ja kaum dazu genutzt haben, aber man kann als Erwachsener prima davor sitzen und zum Einschlafen Händchen halten und wenn man es als Beistellbett nutzt, kann man darin prima die Einschlaflektüre lagern, während das Kind auf einem drauf liegt. Aber. Eben, das Bett war damals ein absolutes Wunschbett und deswegen stand es immer noch auf dem Speicher und nicht im Secondhandladen. Aber so: verkaufen an jemanden, den ich lange kenne und mag, das ist doch eine tolle Sache.

Jetzt aber zum Herrn Ottolenghi: die berühmtberüchtigte Knoblauchtarte schmeckt grossartig und ich finde die Mengenangabe für 8 Personen auch echt übertrieben. Bei uns war das für 4 immer schon extrem knapp und für drei gut. Gestern haben dann der Hübsche und ich zu zweit die gesame Portion vernichtet, ausserdem hatte ich frischen Knoblauch gekauft und weil ich dachte, dass der nicht ganz so scharf/aromatisch ist wie der normale, habe ich mal vier Knollen reingetan. Was soll ich sagen: schmeckt immer noch grossartig, aber für zwei Leute ist diese Menge jenseits der empfehlenswerten Dosis. Weit jenseits davon. Lustig ist, dass ich heute (und die ganze Woche) einen Workshop habe mit viel Anlagenbegehung und vor Ort-Terminen und weit weg von meiner gewohnten Toilette. Spannende Sache. Für alle.

Und so kommen wir auch schon zum dritten Punkt: Workshop mit "Wir krabbeln durch die hintersten Winkel der Anlage" und ich habe dementsprechend zum ersten Mal seit ungefähr drei Jahren Jeans zur Arbeit angezogen. Lustigerweise entspricht mein Outfit für einen kleidungstechnisch extrem legeren Tag bei der Arbeit genau bis hin zum Schal (Stern des Südens, wieder mal, womit der Kreis zum ersten Punkt geschlossen wäre) genau dem Outfit für den sonntäglichen Museumsbesuch letzte Woche, incl "Rebellen"-Shirt.Ich weiss jetzt nicht, ob das mehr über meine Wertschätzung der Arbeit oder mein Wohlfühlgefühl im Museum oder meinen krampfhaften Wunsch, alles in einen Zusammenhang zu bringen aussagt.