Sonntag, Oktober 18, 2026

181026

 Hm, hm, hm. Eigentlich wäre das heute ein extrem gechillter, draussen kühler und nebliger, innen drin gemütlicher Herbsttag gewesen. Das hat einerseits auch perfekt geklappt, andererseits auch wieder nicht und diese Gleichzeitigkeit auszuhalten, ist halt vllt auch manchmal eine Kunst oder unvermeidbar oder einfach so.

Anyway. Ausgeschlafen (in der Nacht ein paar Mal von der eigtl sehr kleinen Katze wach miaut worden, weil ich falsch lag oder kraulte oder kein Essen da war. Irgendwann bekam ich einen kalten Po und merkte, dass 3kg Katze gut zentriert in der Mitte der 1x2m Matratze lagen und 62kg ich drumrumgewickelt mit eben dem Hintern auserhalb der Decke. Die Katze fand das soweit ok, ich nicht ganz.

Zeitgleich gecheckt: die beiden Dorfkinder waren immerhin heimgekommen, mehr muss man um 5 Uhr morgens nicht wissen.

Um kurz nach acht Kaffee im Bett, dann mal Rundgang bei den Kids. Dorfkids do Dorfkid-Things, man kennt jetzt sein Limit und was zu viel ist, das Pfadihaus wurde mit neuen Plüschtieren (Capybara <3) vom Schiessstand verschönert, ich hätte Q am liebsten umarmt, als er total fassungslos erzählte, dass er von einem dorfbekannten Auftreiberanhänger beim Butschautofahren bepöbelt und physisch angegangen worden war und überhaupt nicht auf die Idee kam, den anderen phyisisch in die Schranken zu weisen. (Der Hübsche macht sich etwas Sorgen ob der dorfidyllebedingten Blindspots unserer Jungs in Sachen Risk Awareness, da spricht die Pasinger Bahnhofsgang aus ihm....). Auch besichtigt und verstanden: L.s Schnitt in den Daumen, der beim Einweisen der nächsten Schicht am Hotdog Stand passiert ist und mehrfach vom Samariterbund versorgt wurde. Uff. Aber: wenn die Sanis draufgeschaut haben, ist es wohl ok, wenn nicht genäht wird..

Kater- oder Morgenspaziergang für mich mit meinen neuen Wanderschuhen zum Einlaufen: so gut!

Dann: Zeug erledigt, Kinder sausen rauf und runter von Aufbau, Fritteusenschichten, Abbau, und zwischendrin gibt es noch Zuspruch zu leisten für wichtige Themen, die halt ... wichtig sind und dringend und trotzdem muss ich/ müssen wir eine gewisse Abgrenzung finden. Ich helfe, wo ich kann, ich bin da, aber ich kann nicht für alles immer und überall die volle Verantwortung übernehmen. Uff.

(Im Nachhinein bin ich so unendlich dankbar für Eltern (damals immer Mütter... tja) von FreundInnen, die für mich und meine Schwestern da waren, als wir sie gebraucht haben. Ich sehe jetzt, dass das auch von den Freundinnenmüttern einiges fordert und auch die damals sicher nicht rumgessessen sind und mit den (mentalen) Zehen gewackelt haben. DANKE!)

Zum Ausgleich buche ich mein Geburtstagsdinner in Kopenhagen im "Vaekst", das fühlt sich einerseits total verwegen an, weil zum Essen muss ich nicht nach Kopenhagen, und zum anderen auch ein bisschen arg late to the party, weil, wie kann man mit einem Wochenendtrip in eine auch noch europäische Stadt warten, bis man fucking 50 wird?! Gleichzeitigkeit my ass, ey! Ich freue mich auf jeden Fall sehr.

Dann: der Hübsche und ich haben ja gestern Ferienplanung betrieben (neu bei mir ist: ich muss meine Ferientage im anfallenden Jahr (oder bis April des Folgejahrs, details müsste ich nachschauen) aufbrauchen, sonst rücken sie hinter die Ferientage des nächsten Jahres und die kommen immer zuerst. Wenn ich meine alten Ferientage 5 Jahre lang nicht aufgebraucht habe, verfallen sie. Das klingt jetzt alles nicht so dramatisch, aber: ich habe dieses Jahr noch über drei Wochen Ferien über, war zweimal und  Anfang des Jahres weg und  habe erste vor einem Jahr ungefähr 5 Wochen Überstunden ausbezahlt bekommen. Mein Learning dieses Jahr war: mehr Urlaub nehmen. Nicht nur, weil der durchgearbeitete Sommer keine gute Idee war, sondern auch, weil: es passt nie, wenn man weg ist. Aber nicht weg sein, ist auch keine Option. 

Island über Neujahr ist ja dem innerlichen "Hölle, nein", das uns auch von Maledivenurlauben preislich abhält, zum Opfer gefallen, aber in den Sportferien sieht das ganz anders aus. Jetzt, wo ich das Akureyri-Edelweiss-Rätsel gelöst habe und einen Einblick in die Semersterferien der Uni Basel habe, steht einer Planung nichts mehr im Wege. Nordisland im Februar ist preislich eine ganz andere Hausnummer als Süd-West-Island und so habe ich VRBO-t und AirBnB-t mit einer gewissen Flexibilität bei der Anzahl Mitreisenden und irgendwann dachte ich mir "Ok, das sieht aber fast ein bisschen nach Jugendherberge aus" und sah "12 Schlafzimmer, maximal 20 Gäste" und ganz so flexibel bin ich dann doch nicht. Aber: das wird super, ich freue mich sehr (und die Planung fällt mir so viel leichter als Japan!")

Sonst: Nachmittagssuppportpommes am Pfadistand gegessen (war gut und immerhin hat es heute nicht geregnet, es kam wohl einiges am Umsatz rein), die Wanderschuhe sind superst, und es ist immer wieder faszinierend, wie viele Leute wir halt doch kennen, obwohl wir nicht sooooo die Vereinsmeier sind. 20 Jahre hier wohnen und arbeiten und Kinder haben,  I guess...

Dann: eine Folge "Diplomats" vor  dem Abendessen, das fühlt sich sehr verwegen an (wie gut ist diese Serie?!), dann Ribollita warm machen (meine one and only Variante für Grün/Federkohl und ein schöner vegetarischer Ersatz für die Skifahrsuppe), und mal sehen, wann die Kinder von Frittieren und Abbauen nach Hause kommen.

Hm.

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