Samstag, Oktober 17, 2026

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 Nach einer in jeder Hinsicht intensiven Woche tat das Ausschlafen (naja, bis acht halt) sehr, sehr gut! Draussen rauschte der Regen und es wurde gar nicht richtig hell. Bestes Wetter für die Pläne der Kinder, nämlich den Pfadistand (Pommes, Schokobananen und Hotdogs) an der Chilbi aufzubauen und eben zu bewirtschaften....

Erstmal Kaffee im Bett, dann den Mann zum Semmeln holen schicken (Q. bestellte ein "Magenbrotgipfeli", was es angeblich beim Coop angesichts der Herbstmäss gäbe. Gab es nicht) und gemütlich frühstücken incl der ersten beiden Crowdfarming Mangos. Waren gut, aber ich bleib dabei, dass ich da raus bin und alles kündige, sobald die letzten Orders da sind.

Die Kinder sind dann im strömenden Regen runter ins Dorf zum Aufbauen, der Hübsche und ich haben zusammengeräumt, Wäsche erledigt und uns dann auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Plan war: neue Wanderschuhe für mich und Wanderstöcke für den Hübschen besorgen. Ich hatte ja zwei Paar Wanderschuhe: die einen von L. geerbt, der für ungefähr 5 Minuten meine Schuhgrösse hatte und dessen Lowa-Schuhe ich dann für fast 10 Jahre getragen und geliebt habe, aber jetzt sind wie wirklich auseinandergefallen und in Osaka geblieben. Die anderen hatte ich im Fachgeschäft gekauft, ich wollte an sich festere als Ersatz für die schon relativ schraddeligen Lowa-Schuhe haben. Mir wurden da Mammut-Schuhe in 39 1/3 verkauft, die ... naja, für mein Morton Neurom nie richtig gut funktioniert haben, ich hatte immer relativ schnell Blasen an den Fersen und sie waren recht eng. Bei der Wanderung auf und von der Blüemlisalphütte haben mir dann da drin meine beiden grossen Zehen erst höllisch weh getan, dann habe ich sie gar nicht mehr gespürt (also: für Wochen!) und der eine Nagel ist jetzt dunkellila und löst sich ab. Also: die sind es nicht.

Wir sind also in den relativ neuen, riesigen Transa gegangen und ich wurde supergut beraten und habe jetzt wieder Lowas, ein Mittelding zwischen den recht weichen Goretex-Stoffschuhen und solchen ganz festen wie die Mammutschuhe. Meine Füsse wurden professionell vermessen (der rechte ist grösser) und damit bin ich jetzt bei Bergschuhgrösse, halten Sie sich fest, 41 gelandet. Kein Wunder, ist mein Zeh blau geworden! Damit bin ich perfekt ausgestattet für das Filing-Go-Feiern im November für mein eines Molekül, das wir mit einem Rigi-Tag begehen werden!

Passend dazu habe ich meinen heissgeliebten, aber schon sehr verschwitzen, verschraddelten und verdreckten Osprey-Rucksack zum ersten Mal gewaschen. Holla! (Mit der Hand in der Badewanne).

Der Hübsche hat sich die gleichen Stöcke wie ich ausgesucht nur in grün (die Blüemlisalptour hat ihn zu Stöcken bekehrt), wir sind jetzt also bereit.

Daheim dann haben wir ein Grossreinemachen unseres Pflanzenregals vorgenommen. Die sehen nicht mehr so gut aus wie auch schon. Entweder haben sie in den letzten zwei Wochen nicht genug Licht gekriegt oder zu viel Wasser oder aber sie haben irgendwelche Parasiten. Ich habe mal ein Anti-Thripse-Set gekauft, wir haben sie also abgeduscht, mit Nematodenwasser gegossen, Blautafeln gesteckt und Raubmilben und Florfliegenlarven aufgehängt. Let's see

Dann: Weitere Erholungsplanung. Ich werde ja dieses Jahr noch einen sehr runden Geburtstag feiern und hadere da seit einem Jahr damit. Nicht mit dem Geburtstag, nicht mit der Zahl, meine Güte, das ist halt so. Aber: ich habe letztes Jahr schon nicht gefeiert und tatsächlich eigentlich gar nix gemacht (war ok, es war aus sehr vielen Gründen keine Luft für irgendwas). Das Jahr davor habe ich mit gebrochener Schulter gefeiert, das war schon gut, aber hat sich auch irgendwie anstrengend angefühlt. Und generell ist Planung einer Feier vor Weihnachten halt immer mühsam, weil man die Leute nicht bekommt und naja..... man hätte eher planen müssen und das habe ich nicht getan, weil wer weiss, was dann ist, und so. Aber ich möchte an meinem Geburtstag etwas besonderes machen und das machen wir jetzt: der Hübsche und ich reisen für ein verlängertes Wochenende nach Kopenhagen. Ich hatte das im HInterkopf schon eine Zeitlang hin und her überlegt und stelle mir das sehr grossartig vor: tolles Hotel, und dann lassen wir uns einfach treiben. Ich suche mir ein schönes Schwimmbad, wenn es ätzend ist, gehen wir in ein Museum oder ein Schloss, wir essen Zimtschnecken und trinken Kaffee, abends essen wir richtig gut und so. Das wird toll!

Als wir grade schon so dabei waren, haben wir geschaut, was Island über Silvester kosten würde und holla, wissen wir jetzt auch: wir haben eine Schmerzgrenze für Flugpreise nach Island. Und 1400 CHF / Person sind da weit drüber. Also: kein Island über Silvester, wir müssen uns für die geplanten langen Weihnachtsferien noch etwas anderes cooles einfallen lassen.

Da wir aber immer noch grad so dabei waren, haben wir das Rätsel der in Akureyri landenden Edelweiss-Direktflüge aus Zürich im Winter, die sich auf der Edelweiss-Seite nicht buchen lassen, geklärt: Im Winter sind das Vollcharterflüge von Kontiki, aber dort kann man auch nur den Flug buchen. (nicht über Silvester, erst ab Ende Januar, aber ich sehe .... Skiferien in Nordisland wieder vor mir.)

Dann war erstmal genug gebucht. Die Kinder kamen und gingen von ihren Pommesschichten. Gleich gehen sie wieder, den Stand nachtsicher machen und dann, wie das richtige Dorfkinder machen, mit dem Rest des Pfadileitungsteams auf der Chilbi feiern. Der Hübsche und ich machen das, was richtige Dorfeltern machen: bei dem Regenwetter NICHT auf die Chilbi gehen, sondern daheim Spinatknödel und Pfifferlinge in Salbeibutter essen und dazu Wein trinken und dann noch eine Serie schauen.

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