Freitag, September 18, 2026

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 Wunderbar geschlafen, aufgewacht von Weckerläuten um sechs (gestern war ich vernünftig genug, den Schwimmwecker um halb sechs gleich auszustellen).

Frühstück mit Q., der sich auf dem Weg in die Uni machte, L. kam auch kurz vorbei (ist kein Frühstücker). Dann: Arbeit losgelegt. Eigentlich ist Freitag ja Erledigungstag für Liegengebliebenes / Sachen, wo man mal länger dransitzt. Heute stand allerdings alles im Zeichen von Digitalprojekt retten und anderen Meetings, die wegen "keine Zeit unter der Woche" halt Freitags geplant waren. Aus irgendeinem Grund hatte ich gedacht, das letzte davon wäre um zwei, aber ich glaube, ich hatte einfach zu weit reingezoomt in den Kalender. Es ging alles bis fünf. Zwischendrin war kurz Pause für Einkaufsrunde und Mittagsspaziergang. 

Beim ersten Meeting mit den Digitalkollegen schaffte ich es gerade so, die erste flammende Rede mit dem Tenor "Brennt ihr eigentlich?!" kurz vor "mir bricht die Stimme vor Wut" abzubrechen mit den ehrlichen Worten "I think I will pause here, as I am realizing I am reaching a very dark place". Nachdem die Truppe angefangen hat mit "User story" und "ne, also hyperlinks einfügen, das ist jetzt wirklich nicht mehr drin" und "das hättet ihr halt vorher sagen müssen", habe ich sie bei ihrer Ehre oder dem Geltungsbedürfnis gepackt (sie feiern sich so gerne vor grosser Audience, wie grossartig sie das alles regeln), indem ich was erwähnte von "I will be very German now and this might feel blunt and rude to you, but I used up all my diplomacy for the week around Tuesday: If we release like this after the huge promises you made, we will lose the credibility for the whole project within the first 5 minutes, as this is, sorry, a joke. And I am not ready to put my name anywhere near it." Von da an wurde es nicht mehr schlimmer, sagen wir es mal so.

Dann: ein paar Stunden andere Arbeit, kurze Runde mit dem Hübschen am Waldrand entlang, dann das Wrapup Meeting vor dem Wochenende (ich habe das Gefühl, in der Digitaltruppe wird das Wochenende durchgearbeitet werden, aber naja) zum Thema. Es war ok, aber gegen Ende sah ich auf einmal den frisch geduschten Hübschen durchs Wohnzimmer wandern, den Weingläserschrank öffnen, den Barschrank öffnen, den Aperol rausnehmen (zu dem Zeitpunkt habe ich mich auf Mute gestellt, weil ich das Poppen des Prosecco nicht mit allen teilen wollte), die Eiswürfel holen, und mir einen perfekten AperolSpritz mischen und gerade ausserhalb der Kamerareichweite auf den Tisch zu stellen. Der Mann kennt mich nicht erst seit gestern!

Dann: Kofferpacken für ein entspanntes Wochenende (ich), Sachen auf den Haufen legen für eine Woche New York (der Hübsche und ich für L), Rucksack packen für ein Pfadi-AL-Weekend (Q) und sich mental vorbereiten auf ein ganz entspanntes Wochenende mit den Katzend daheim (der Hübsche).

Letztes  Mal (?) Grillen auf der Terrasse, jetzt noch eine  Folge "Slow Horses" und dann ist Wochenende.

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