170926
Uff.
Eigentlich sehr gut geschlafen, sogar mit kleiner Katze im Arm zwischendrin (naja, an den Bauch gekuschelt und ich durfte kraulen). Oder, wie das Band sagt, sleepscore 20 und zwischendrin einen hochroten Stresslevel über Stunden, den ich nur von viel zu viel getrunken (gestern zB: gar nix) oder Migräne (auch keine ) kenne, Naaaaaja.
Zum Radeln war es mit wadenlanger Sporthose und Reflektorjacke und Handschuhen ok, aber schon schön, dass es eine warme Dusche vorab gab.
Schwimmen war dann: anstrengend. Ich merke die körperliche Anstrengung vom Wochenende und halt die insgesamt 4.5km, die ich die Woche geschwommen bin. Laut Datenerfassung habe ich übrigens für die letzten 12 Monate jetzt die 3000m Wochendurchschnitt geknackt. Schon cool!
Arbeitstag dann: einfach irre. Wir arbeiten ja seit über eine Jahr an einem riesengrossen Prozess für unser gesamtes Portfolio (da müssen dann da150 Leute Daten erfassen und auswerten, alles binnen 1 Woche 2x im Jahr). Das ist Anfang Oktober wieder fällig und wir haben ein bestehendes Digitalprojekt aufgebohrt und den gesamten Prozess von einem Google Sheet in ein automatisiertes Tool gezogen. Respektive mit den Digitalprojektleuten besprochen, was wir da gern hätten, die haben das mit den Softwaredeveloppern aufgenommen und eigentlich hätte vorgestern Release sein sollen, es war aber vergessen worden, zu sagen, dass es zum Testen fertig ist, dann waren die extrem limitierten Sandbox accounts schon wieder weggenommen, dann dauerte es 2 Tage, bis die Accounts wieder genehmigt waren und heute konnten wir testen. GESTERN hat das Digitalprojekt einen Workshop abgehalten, in dem sie sich feiern, wie toll das alles ist und was sie alles geschafft haben. Heute morgen um acht hatte ich Zugang, um neun haben der erste Kollege und ich geschrieben, dass das nicht releaseable ist und eine Katastrophe. Also: richtig.
Ich habe zusätzlich halt noch meinen eigentlichen Job mit drei Produkten, wo ich heute auch von Termin zu Termin gehampelt bin, habe noch zweimal gestestet, fast vor Wurt geheult, noch mehr, als die Kommentare kamen "das wäre aber zu spät" und "die Userstory ist aber fix" (Was für eine Userstory?!) und "Wir machen das im Märzrelease, ich nehme an, das passt für euch?". Als ob ich mich vor unser gesamtes Leadership hinstellen würde und sagen "Ja, eure precious digital boys and girls fixen das dann im März, passt, oder?" oder vor 150 Kollegen und sagen "Ja, schad, wir haben euch versprochen, dass alles automatisiert wird, aber jetzt ist es halt das gleiche Sheet wie letztes Mal, macht ja nix, gell?"
Wir haben jetzt morgen vormittag eine halbe Stunde Krisenmeeting. Bin gespannt, wie lange das geht, schätze 2h. Wtf....
Uff.
Naja.
Andersrum: mir mit der Lieblingskollegin eine Stunde in der Rooftoplounge geklaut und dort unsere zwei Sessions für den Workshop nächste Woche vorbereitet. Das tat sehr gut, mal ausserhalb der Bubble zu sein, in der wir sonst die ganze Zeit kochen...
Mittagsründchen dann mit einem unserer Trainees, die heissen mittlerweile anders fancy, aber es scheint das gleiche Konzept zu sein. War lustig, er ist so jung! "Und, was hast du bisher so gemacht vor deiner Rolle jetzt?" Aber eben: finde ich cool, dass er das halbe Jahr bei uns nutzt und sich richtig engagiert (er findet das Digitaldrama, glaube ich, total spannend).
Irgendwann heimradeln, Gemüsekorb holen, Abendsalat mit einem der letzten Bratkäse der Saison (im Coop wird das Grillkäsesortiment aus- und das Raclettesortiment eingeräumt).
Dann: mit L. Kofferpacken für New York, er kommt morgen erst sehr spät heim und Samstag morgen geht es los. Ist aber ja nun mit eenem 23kg Koffer für knapp eine Woche in der Stadt mit ohne Kayakgear oder Winterklamotten auch keine so grosse Herausforderung.
(Zum Beruhigen und Einstimmen auf den Urlaub gucke ich ja sonst immer Webcam von dem entsprechenden windigen, einsamen, verregneten Hafen eines winzigen Fischerdorfs. Diesmal buche ich uns Zugtickets in fancy japanischen Zügen. Heute in einem "Spacia X 012" von Tobu-Railway von Tokyo nach Nikko und zurück.


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