Donnerstag, Januar 01, 2026

010126

gar nicht so einfach, so zu dritt (Oder auch, wie L. stoisch schrieb: "Dafür hat man ha zwei Arme!")

 

So, dann wollen wir mal, nech?

2026 (hab mich natürlich oben grad mal vertippt, das wird wohl noch eine Zeit so gehen!), let's go.

Ich habe erst überlegt, eine Art "das ist der Plan für 2026" zu schreiben, und nachdem ich die Begründung, warum ich das nicht mache, grad wieder gelöscht habe, mache ich das auch:

Aber erstmal Januar:

Wir werden noch ein paar ruhige Tage machen (es hat so keinen Schnee irgendwo, wir werden das mit dem Skitag verschieben), mit morgen einen Pop-up Zimmerpflanzenmarkt besuchen (I know, soweit ist es gekommen!) und morgen noch ein letztes Mal Raclette essen mit den Resten vom Fondue Chinoise gestern. Bei der reconciliation habe ich allerdings festgestellt, dass die Raclette-Reste nicht mehr reichen, also müssen wir da auch nochmal nachkaufen und das wird dann wieder der ewige Kreislauf.. Wobei Raclettereste ja übers Jahr hinweg in Macncheese und Rösti verwertet werden können.

Wir sind nochmal zu Pizza bei Freunden eingeladen, und dann beginnt am Montag wieder der Arbeitsalltag (erstmals seit über 10 Jahren für mich eine Grippesaison, die für mich nicht mehr grippespezifisches als einmal impfen lassen beinhaltet. Und natürlich zig Mails mit "please note, I left the team in June 25, please contact my successor" beantworten. Ich hätte gedacht, dass es mir schwerer fällt als überhaupt nicht).

in EINER WOCHE werden wir L. vom Flughafen abholen, ich freue mich so, so, so, so, so sehr! (und bin schon ziemlich nervös. wenn ich an die Rückreise und das Gepäckchaos denke... die Austauschorganisation scheint das genauso wunderbar zu organisieren wie die Hinreise auch, was ich von L. höre.)

Wir werden schauen, wann und wie er wieder in die Schule geht (könnte sein, dass unsere Ansichten da ein bisschen auseinander gehen, wie schnell so ein Jetlag verkraftet ist :-)), anscheinend steht am ersten Wochenende schon eine Theaterprobe an. Ausserdem müssen wir schauen, dass er noch eine Grippe-/Covidimpfung bekommt und dann ist er bereit für Europa!

Ich werde, sobald wir ihn wiederhaben, der Austauschorganisation eine ausführliche Zusammenfassung schreiben, was alles nicht gut lief und dass wir so ganz sicher niemals einen Austauschschüler von ihnen aufnehmen werden oder aber die Organisation empfehlen werden. Vielleicht nehme ich auch die Schule in cc oder die Zertifizierungsorganisation.. mal sehen, wie sehr mein Genervtheitslevel aufgefüllt wird durch die Rückreise.

Ausserdem werden wir einen neuen Esstisch und neue Stühle kaufen, ich habe mich auf irgendeinem Grund auf dunkelgrünen Samt eingeschossen, mal sehen, inwieweit ich mich da durchsetzen kann.

Q. wird seine erste Prüfungsrunde für die Uni durchziehen (er hat sogar gestern abend zwischen Fondue und Feuerwerkgucken "noch ein paar Matheblätter gelöst")

Zum Monatsabschluss werden der Hübsche und ich noch einen wunderbaren Tag in einem schicken Basler Hotel verbringen und es uns einfach gutgehen lassen mit allem, was dazugehört (mein Weihnachtsgeschenk an ihn!)


Tja. Und sonst so?

Im Februar reisen wir nach Island, erstmals in neuer Konstellation, erstmals mit Inlandsflug, erstmals nach Nordisland im Winter.

Ostern werden wir vermutlich alle (die da sind) nach Bayern reisen, wir müssen drandenken, uns rechtzeitig Programmpunkte, die die traurigen und anstrengenden Besuche ausbalancieren, einzuplanen.

Ich werde dieses Jahr an mindestens einer, vielleicht auch zwei, das wird sich zeigen, NDA Submissions beteiligt sein, da freu ich mich sehr drauf!

Dann wird meine jüngste Schwester im Sommer ihren 40. Geburtstag feiern, das bedeutet halt im Umkehrschluss, dass ich im Winter meinen 50. feiere. Holla. Vielleicht sollte ich was planen? Eigentlich schon, oder?

Sommerurlaub wird es keinen grossen geben, wir planen ja mit L. im Herbst nochmal nach Japan zu reisen (er wird ausserdem mit seiner Klasse davor noch nach New York reisen, Klima is on us, dieses Jahr.)

Ach ja: den Garten wollen wir zum Teil neu machen lassen, mal sehen, ob das so gut wird, wie wir glauben.

Mal sehen, hm?



Mittwoch, Dezember 31, 2025

Jahresrückblick in BIldern 2025

  Konzept ist traditionell stolen with pride von Frau Mutti, Vorjahr findet sich hier (Vorvorjahr dann dort verlinkt, Sie verstehen das Konzept, nehme ich an.). Die Regeln (flexibel auszulegen, das ist ja was, was ich übe) besagen: pro Monat ein Bild von mir (am besten NUR von mir, aber das gibt es nicht immer)

Januar





Wir haben unser Jahr spektakulär in Island gestartet und sind nach Silvester in Reykjavik durch die Kälte und verschneite Winterwonderland-Gegend bei -17Grad ein bisschen ins Hinterland gefahren. Wir haben die Golden Circle Highlights im Schnelldurchlauf (weil so kalt) in vereist gesehen, soooooo toll! Dann haben wir uns in einem echt luxuriösen Ferienhaus eingerichtet und eine magische Woche in Schnee und Eis und heissem Wasser verbracht. Leider habe ich mir Q.s "Hüsterchen" eingefangen und bin dann an unserem letzten Tag mit hohem Fieber durch Reykjavik gebummelt und richtig krank nach Hause geflogen. Daheim bin ich einfach für eine Woche krank ins Bett gefallen, ich war sogar zu schwach zum Essen. Zwischendrin wurde mein Arm beim Orthopäden für wieder angewachsen erklärt und die unerwartet schmerzhafte Zeit in der Physiotherapie begann. Meine Güte, ich hätte nicht gedacht, dass das so, so, so weh tun kann, obwohl gar nichts mehr kaputt ist.
Der Hübsche hat sich auch angesteckt, bei ihm war es nur ein Hüsterchen, dafür aber zusätzlich wieder Vorhofflimmern. Was ein unendlicher Scheiss, anders kann man das nicht ausdrücken (ja, klar, sofort Blutverdünner und Betablocker, aber trotzdem hat er auf einer Elektrokonversion asap bestanden. Die Woche bis dahin war sehr, sehr lang. Zusätzlich bekommt er einen Termin für die Pulmonalvenenisolation auch noch vor den Skiferien.
All das übrigens mit mir noch lang nicht auto- oder radfahrtauglich, also ein Riesenscheiss alles.
Parallel steht das alleralleroberste Approval unseres "Wir retten die Welt"-Projekts im Jöbli an, das übrigens mit wehenden Fahnen bestanden wird (mit fliegenden Fahnen bestanden?). Anyway: wir kriegen richtig viel Geld (L: "Cool, einfach so?"), das wir jetzt für unseren Plan ausgeben dürfen / müssen.
Über die Weihnachtsferien habe ich den über ein Jahr gereiften Entschluss, das Jöbli aufzugeben respektive, sind wir ehrlich, tief enttäuscht an die Funktion, die ihn an mich ausgelagert hat, zurückzugeben. Der grosse Erfolg mit dem Weltrettungsprogramm ist ein grossartiger Zeitpunkt dafür, man kann mir nun nicht vorwerfen, dass ich halt keine schwierigen Sachen könne und hinwerfe, wenn es kompliziert wird.
Ich übernehme als Buddy für eine neue Kollegin, die aus Japan für 2 Jahre bei uns sein wird, ein Schelm, wer daran denkt, dass ich ja alles über Japan aufsauge, was nur geht, weil L. ja bald auf dem Weg sein wird.
Um das Gesundheitsmass voll zu machen, sind wir mit L. für einen dritten Tuberkulosetest zur Lungenliga nach Aarau gefahren (er braucht den ja für das Japanvisum). Das Resultat kommt aber erst im  
Februar



und war dann nicht mehr "inconclusive" oder "knapp noch negativ", sondern "knapp positiv". Was für ein unendlicher Scheiss. 
Aber erstmal ist L. im Skilager und geniesst die Zeit in Engelberg.
Als er zurück ist, haben wir direkt einen Termin in der Infektiologie des Kinderspitals. Wir lernen in 2 Stunden alles, was man als Eltern über Tuberkulose wissen sollte und auch, dass für L. und uns keine Gefahr besteht, selbst wenn es kein falsch positiver Test war. Wir müssen das alle im Gedächtnis behalten, für den Fall, dass einer von uns mal Chemotherapie braucht oder eine Autoimmunkrankheit entwickelt, das ist alles. L. bekommt ein sauberes Lungenröntgenbild, geht nochmal zum "Schleimabhusten und -testen", auch da ist das Resultat sauber, damit steht dem Japanvisum nichts im Weg.
Unerwartet und unschön wird die innerfamiliäre Abklärung, weil meine Mutter es als Angriff auf sie persönlich sieht, dass ich sie, auf Anraten des Infektiologen, bitte, mit ihren Ärzten zu klären, ob sie evtl in der Vergangenheit eine aktive Tuberkuloseerkrankung hatte, die im Dauerhusten übersehen wurde. Da sie mit nah mit den kleinen Neffen in Kontakt ist, für die aufgrund ihres Alters eine Infektion deutlich gefährlicher wäre als für unsere Familie, in der alle tuberkulosetechnisch ausgewachsen und uninteressant sind, ist das eine essentielle Frage. Oder aber man wertet es als bösartigen Angriff und Unterstellung und ghostet mich, während man die anderen Schwestern und Partner versucht, als Verbündete gegen mich (in welchem Kampf auch immer) zu gewinnen und, als das nicht klappt, übel beschimpft. Naja. (Test war dann negativ, sowohl der auf Tuberkulose als auch auf gesunden Menschenverstand)
Das war das.
Bei der Arbeit gebe ich in einem wohlformulierten 2Seiter das Jöbli zurück respektive erkläre, warum und dass ich es noch max bis Ende Q2 machen werde. Zeitgleich wird in meiner Heim-Abteilung bekannt gegeben, dass es eine ordentliche Umstrukturierung geben wird, Details aber erst im April. Na dann. Hilft für ein entspanntes, produktives Arbeitsklima. Nicht.
Der Hübsche und ich reisen, endlich mal was schönes, nach Nierstein, einen aus Gründen nachzuholenden Adventsbrunch zu feiern. Das ist eine wunderbare Auszeit von allem!
Q. ist richtig beschäftigt: für die Feuerwehr braucht er ein Atemschutztauglichkeitszeugnis (wird erstellt von einem Arbeitsmediziner, den der Hübsche und ich noch aus unserem ersten Job kennen), er bekommt seine Ausrüstung, hat erste Übungen, der Urlaubsantrag für den Atemschutzkurs wird genehmigt. Dann nähert sich die Fahrschulzeit dem Ende, es wird alles konkret, was sich für ihn in diesem Jahr alles ändern wird. Mit einem frischgeschliffenen Messer schneidet er sich an einem Abend bis auf den Knochen in den Finger, wir verbringen den Abend in der Notaufnahme, es wird geröntgt und genäht, aber alles geht glimpflich aus.
Wir planen unsere Sommerferien, aus naheliegenden Gründen ist jeder USA-Teil gestrichen, wir buchen die Flüge und Unterkünfte und Fähren für gute zwei Wochen Kanada (Vancouver und Vancouver Island).
Physiotherapie ist immer noch sehr schmerzhaft, aber es wird langsam, ich bin zurück zu meinem normalen Sportprogramm (minus Klimmzugtraining und Yoga). Ich bekommen vom Arzt die Clearance für Auto- und Fahrradfahren. Erste Fahrt ist übrigens: den Hübschen und L. zeitgleich ins Krankenhaus.
Der Hübsche hat seine Pulmonalvenenisolation incl ein, zwei Tage Krankenhaus (wussten Sie, dass man einen Druckverband ANNÄHEN kann?!), es geht alles gut, aber die Blutverdünner und das Hämatom in der Leiste lassen uns etwas nervös in die Skiferien starten.

März





startet mit eben dieser Woche Skiferien. Wir haben uns vorgenommen, uns nicht unter Druck zu setzen, möglichst viel zu fahren, sondern als Ziel zu haben, dass wir Spass haben und alle heil zurückkommen. Das klappt, die einzige "Verletzung" sind richtig verbrannte Lippen wegen keinem Sonnenschutzlabello (bei mir mit richtig fies grossem Herpes auch ausserhalb der Lippengrenze, aber nichts, was eine ärztliche Intervention bedürfte, das ist ja auch schon mal was.).
Bei der Arbeit ist es so mittel, Kaninchen vor der Schlange sagt ja auch niemand, dass aber bitte business as usual stattfinden soll, so ungefähr ist es halt.
Ich bin sehr, sehr, sehr enttäuscht, als unsere globalen Ziele von DEI "befreit" werden, um mit dem Irrsinn des US Präsidenten compliant zu sein. Dadurch komme ich zu einem Gesrpräch mit einem Boardmember, naja. Ändert auch nix, aber ich habe meine Enttäuschung kundgetan.
Q. hat direkt nach den Skiferien eine Woche Atemschutzausbildung und ist im siebten Feuerwehrhimmel. Er meldet sich für das Wintersemester an der Uni Basel für Chemie an, hat aber auch schon antönen lassen, dass Berufsfeuerwehr vllt auch was wäre, wenn Chemie nicht so spannend ist. Oke.
Ab nach den Skiferien fahre ich wieder mit dem Rad zur Arbeit und bin so, so, so glücklich darüber!
Wir feiern den Geburtstag des zweitkleinsten Neffen, ich treffe meine andere Schwester mit dem allerkleinsten Neffen, wir planen Ostern in anderer Besetzung als auch schon in Bayern.
Ich merke, dass der Jahresanfang mich so sehr geschlaucht hat, dass ich vergessen habe, die Monatsrückblicke jeweils am Monatesende hier einzutöckeln, hole das bis hierher nach und hoffe auf ein stressfreieres Restjahr.

April



Little did she know: die Kaninchen-vor-der-Schlange-Situation klärte sich nämlich etwas unerwartet in "So, ab 1. Juni ändern wir die Organisation total, Eure Rolle gibt es dann nicht mehr.". Dieser Umfang des Ganzen war für mich dann doch überraschend. Neben einer generellen Enttäuschung gab es dann doch etwas wie Aufbruchstimmung (es wurden ja auch neue Rollen geschaffen, zT extrem interessant, aber halt auch heiss begehrt. Glaube ich.). Also: Enttäuschung runterschlucken, Gefallen eincashen, Support erbitten, Lebenslauf, Anschreiben, whatever fertig machen. Noch vor Ostern hatte ich alles abgeschickt und hätte dann am liebsten 6 Wochen vorgespult, aber das ist leider nicht möglich. Der Mai wird dahingehend nochmal sehr doof werden.
Grundstimmung bei mir also zwischen Katastrophe, wird schon und das wird super und zurück gern mehrfach pro Stunde. (Wichtigstes Feedback: nicht unter Wert verkaufen, aber naja, die Hälft der Zeit denke ich, ich habe mich gnadenlos überschätzt. Wichtigstes Learning: auch wenn ich "nur" meinen Job mache, nehmen mich Leute, mit denen ich zusammenarbeite, als begeistert und engagiert und energetic wahr, das hätte ich so auch nicht gedacht.)
Der Hübsche ist auf der Incosmetics in Amsterdam. Während ich normalerweise gerne seine Messestories höre, habe ich diesmal kaum Raum im Kopf für irgendwas ausser meine eigenen Sachen.
Sonst: Q. schafft seine praktische Führerscheinprüfung auf Anhieb ohne Probleme, wir machen uns an die Autosuche (der Tesla ist zu gross, zu schnell, zu teuer für einen Fahranfänger). Q. organisiert und plant, wir räumen den zweiten Garagenplatz aus, damit der (vermutlich) Mini dann da reinpasst.
L. fährt über die Ostertage und die Woche danach auf einen Pfadileiterausbildungskurs ("Futura-Kurs" in der selbsternannten "Eliteversion") und kommt sehr begeistert und dreckig zurück.
Wir bekommen Besuch von meinem Vater und seiner Frau und unterhalten und einmal quer durchs Leben und zurück. Ich nehme sie mit nach Muri, ich bin ja mit der Besichtigung damals im September nicht fertig geworden.
Dann fahren der Hübsche, Q. und ich nach München, eigentlich Familie besuchen, aber anders als geplant ist bis auf meine Schwiegermutter niemand vor Ort. Die Besuche im Pflegeheim sind ... ernüchternd, traurig, anstrengend, aber zumindest scheint sie sich (immer wieder) sehr zu freuen, dass wir da sind. Und dass generell ein Kind fehlt, fällt ihr auch auf. (Mich nervt es mehr als gedacht, dass mich verschiedene Heimbewohner dank kurzer Haare und Hose für einen immerhin jungen Mann halten und das halt auch ungefragt kundtun.) Der Hübsche und ich treffen FreundInnen in München, das tut richtig, richtig, richtig gut, dafür Zeit zu haben und solche FreundInnen zu haben.
Q. lernt für die schriftlichen Maturprüfungen, ich schwanke zwischen gezwungenem Optimismus und Verzweiflung / Enttäuschung, es ist alles einfach nur unglaublich anstrengend.

Mai


What a month.... Man könnte ihn zusammenfassen mit "Wie ich mal versucht habe, Überstunden abzubauen und grandios gescheitert bin". Oder so. Direkt für den 2. Mai Brückentag bekam ich einen Screeninginterviewtermin für den Job, den ich unbedingt wollte. Ich war supernervös, fand mich nicht gut, habe leicht angetüdelt nach dem Pizzaabend noch eine Email mit Katzenfoto nachgeschoben. 
In der nächsten Woche bekam ich dann insgesamt noch Einladungen für 3 weitere INterviews dafür, ausserdem noch eins für eine weitere Rolle, für die ich mich beworben hatte. Da ich die nicht wirklich wollte, war ich gar nicht nervös und fand mich RICHTIG gut in dem Gespräch. Tja. Gehört habe ich dafür bis heute nichts, nach ein paar Wochen wurde angekündigt, dass der, der mich interviewt hat, diese Rolle ad interim übernimmt. Aha. Naja, ich hatte ihm zumindest ein solides Konzept und Watchouts zur Verfügung gestellt.
Die restlichen Interviews liefen .. naja. Gut, ok, mittel. Ich war sehr nervös. Gott und die Welt redete auf mich ein, dass ich doch perfekt wäre (aber es 250 Bewerbungen gegeben hätte und sei nicht traurig, wenn es nichts wird), ich analysierte JEDES einzelne Wort, jeden einzelnen Atemzug in den Interviews, verbrachte viel zu viel Zeit in Kalenderresearch (wer trifft sich wann mit evtl wem und was kann man daraus ableiten ---> das ist das Symtpome googlen der Bewerbungsphase) und war dann sehr überzeugt davon, dass ich eine Absage bekäme. (Zwischendrin hatte ich noch ein Gespräch mit der Chefin des Hiring Managers, die mir sagte, dass ich, egal, wie das ausgehen würde, einen Platz in ihrer Gruppe finden würde. Das war einerseits beruhigend, andererseits kann ich mir alles schlecht reden.).
Sie wissen ja nun mittlerweile, wie es ausging: ich habe den Job bekommen, hatte ganz verdrängt, dass das auch eine Riesenbeförderung ist, und zwar schon ab 1. Juni. Ich bin sehr erleichtert, aber auch unendlich erschöpft. Beste Voraussetzungen für einen neuen, herausfordernden Job :-) (Parallel all das Kündigungsgezeter: Prenotification-Gespräch, Einladung zum NOZ-Termin, Sozialplandetails,.... ein bisschen schizo, das Ganze...)

Sonst ist auch einiges passiert:
L. ist auf sein Kennenlernweekend für YFU gefahren, wir hatten einen Elternabend dafür (meine Güte, ich bin eh froh, dass L. nicht nach USA wollte, die USA-Frau war so unglaublich unsympathisch, ganz abgesehen davon, dass Trump ja Ende Monat alle Visatermine für Studenten und Schüler ausgesetzt hat, der Idiot...
Wir haben uns für ein Auto für Q. entschieden, das probegefahren und alles für den Kauf in die Wege geleitet. Willkommen, Mini Cooper SE! (Wir haben mit den Nachbarn rechts von uns Parkplatz getauscht, jetzt können wir beide Autos an unserer Wallbox laden ohne zu rangieren.
Der Hübsche und ich lernen cool zu bleiben, wenn er fährt :-) (er macht das eh super.)
Q. hat die schriftlichen Maturprüfungen erledigt (wegen ESC-Abbau nicht wie alle anderen Jahrgänge in der St Jakobshalle, sondern in der Aula), er war danach erschöpft, aber zufrieden. Jetzt 3 Wochen Pause, dann geht es mit den mündlichen weiter und dann ist er fertig!
L. hatte BG-Woche im Wald und fand es schrecklich :-)
Der ESC hat stattgefunden und ich habe bis auf den grossen "BASEL"-Schriftzug, wo ich die offizielle Übergabezeremonie mit dem Fahrrad fast überfahren hätte (man hätte halt auch mal rechts und links schauen können, bevor man eine VELOSTRASSE quert, oder?) und das Schild an einem Parkplatz am KRaftwerk weit vom ESC entfernt, nichts davon mitbekommen.
Der Hübsche ist zum Klassentreffen für ein verlängertes Wochenende nach München aufgebrochen, ich habe meine Schwestern getroffen und nach dem ganzen Jobdebakel Luft geholt.    

Juni


Bumm, zack, binnen eines Wochenendes von Frust und Verzweiflung wegen Job auf Begeisterung wegen bestem Job der Welt umschalten, hat so mittel geklappt. Aber: ich habe wirklcih ab 1. Juni offiziell den neuen Job, ich stemple nicht mehr, ich bekomme ordentlich mehr Geld, ich habe ide Abteilung gewechselt und bin jetzt "Product Technical Leader" (Was ganz anderes als "Technical Product Leader", die Rolle, auf die ich 10 Jahre hingearbeitet habe und die dann später "Product Strategic Leader" hiess und die ich 4 Jahre als Jöbli gemacht habe und von der ich mich schweren Herzens verabschiedet habe. Naja. Also ein bisschen.). Ich bin auf der einen Seite im 7. Himmel über den Job, das neue Team, die neue Chance, die neuen Produkte, auf der anderen Seite sitze ich noch eine Zeitlang bei meinen ehemaligen KollegInnen, von denen die allermeisten eben nicht oder nicht so begeistert sind, einige sogar richtig verzweifelt. Das zehrt und nagt alles. Aber: Ende Monat ziehe ich um und habe endlich kein doofes Gefühl mehr, mich offensichlich zu freuen.
Team Kick-off, noch mehr Freude, dann in die Ferien verabschiedet.

Q. rockt die mündlichen Prüfungen, feiert, chillt, geht spontan noch zu einem Feuerwehrausbildungstag, feiert, chillt, wir feiern am Tag der Maturzeugnisverleihung in der unendlich heissen Pauluskirche mit, er feiert weiter, chillt weiter, er hat sich das so, so, so, so sehr verdient!

L. bekommt endlich die Info, wo er sein halbes Jahr in Japan verbringen wird: Hallo, Kyoto! Wir tauschen erste E-Mails mit dem Gastvater aus, wandern mit Google Streetview durch die Nachbarschaft. Das Ticket ist auch da, es steht also fest, wann und wie und mit wem er fliegt (ich versuche, nicht nervös zu werden, weil er UMSTEIGEN muss. Weil: in München. Das werden sie schaffen.) Das einzige, was jetzt noch fehlt, ist ein Visum, das liegt mir zwar auf der Seele, aber eben: dafür brauchen wir das Certificate of Eligibility, von der Immigration Behörde in Japan, das geht erst mit Bestätigung von der Schule, also alles erst mit dem Feststehen der Familie. Ich habe mir den Visumsantrag und den Terminkalender der japanischen Botschaft in Bern angeschaut: das wird alles klappen.

Der Hübsche nähert sich einem Ende der langen Gesundheitsodyssee: die allergologische Abklärung hat nichts ergeben, das ist gut, es wurden nämlich Ibuprofen und Antibiotika getestet. Das ist schon mal gut, wenn man da keine Sorgen haben muss. "Most probable root cause" ist nun die Klasse der ACE-Hemmer bei den Blutdrucksenkern, das kann man aber in dem Allergietestsetting nicht testen. Er wurde ja eh schon umgestellt. Blutdruck und Puls waren aber trotzdem und auch nach der Pulmonalvenenisolation suboptimal. Bei weiteren Abklärungen kam die Idee von Schlafapnoe auf, wurde getestet und bestätigt und meine Güte, allein durch unterstütztese Abgewöhnen von auf dem Rücken schlafen wird alles so viel besser! (Auch mein Schlaf, weil kein Schnarchen mehr!). Wenn es das war, das wäre so cool!

Sonst: es ist an allen Enden so, so, so viel. Trotz allem, vielleicht auch wegen allem finden wir drei Schestern mehr Zeit miteinander und füreinander (immer gern mit wem auch immer mitkommen mag, es sind alle so miteinander kompatibel, das ist so schön!)

Ich habe mich (die Bücher lagen schon Jahre auf dem virtuelen SUB) endlich durch einen so nicht gemeinten Impuls mit der Thematik "Narzisstische Mütter" befasst und meine Güte, es wurde so viel klar und so viel klickte zusammen, so viel "Kann das denn sein?" und " Es scheint so als ob" machten auf einmal Sinn. Was ich damit mache ausser eben den Kontakt vermeiden (vermeiden klingt falsch. Ich habe ihn eingestellt, aber durch das physische Setting und eben die Familiensituation lässt er sich nicht ganz abstellen.), weiss ich jetzt noch nicht. Ich nehme bisher für mich mit: "Ich/Wir bilden uns das alles nicht ein. Das war so, das ist so, das muss und darf aber nicht so sein. Niemand muss das aushalten."

Der Monat endet in unendlicher Hitze, wir vegetieren vor uns hin und schauen sehnsüchtig auf die Temperaturen, die uns in Kanada erwarten.

Juli














Endlich Urlaub. Der Hübsche und ich hatten in weiser Voraussicht zeitgleich mit L.s Ferienbeginn freigenommen, d.h ein paar Tage vor und dann auch nach dem Urlaubsstart. Das war dringend nötig zum runterkommen, zum Packen (gar nicht so leicht, bei 38 Grad Skiunterwäsche, Fleecejacken und Wollmützen einzupacken), zum richtig vorfreuen.
Der Urlaub selber dann war grossartigst. Wir sind zum ersten Mal in "Economy Max" geflogen, dazu noch in der ersten Reihe der Klasse und hatten so viel Beinfreiheit, das war echt gemütlich.
Vancouver war dann einerseits schön, andererseits echt erschreckend, was die Drogenszene und Armut angeht. Ich hatte ernsthaft Alpträume.
Dann: Vancouver Island. So schön wie in unserer Erinnerung. Wir haben uns diesmal viel mehr Zeit genommen, sind nicht so lange Strecken gefahren, das war gut.
Port McNeill ist immer noch so wenig touristisch (durchaus nicht nur positiv gemeint :-)) wie eh und je, aber sowohl das Kayakcamp auf Hanson Island als auch die Exkursionen zu den Ottern und den Bären waren einfach phänomenal. 
Wir sind gewandert, haben so viel Meer gesehen (sogar unsere Füsse reingehalten. Ok, beim Kayaken eh, aber auch am Strand), haben den richtig touristischen Teil von Vancouver Island gesehen, haben wunderbar gegessen, die verschiedensten schönen Unterkünfte bewohnt, sind gebummelt, haben Sterne beobachtet, hatten einfach eine wunderbare Zeit zu viert, das war wirklich toll. Und am Ende haben wir uns alle wieder auf daheim gefreut, das war auch schön.
Der Hübsche und ich hatten dann noch den Rest der Woche frei, Jetlag war nicht so wild wie befürchtet.
Die Jungs sind schon am Ende der Woche wieder ins Sola verschwunden, Q. als Pioleiter und Hauptlagerleiter, L. als Pfadileiter (und nur kurz, weil sie so wenig Anmeldungen hatten, dass sie von 2 Wochen auf 4 Tage gekürzt haben). 
Der Hübsche und ich haben in die Arbeitswoche gestartet, ich Vollgas mit Nitroeinspritzung in den neuen Job (das ist sooooo grossartig), der Hübsche wird erstmal spektakulär ausgebremst von einem, wie sich herausstellt, seit 11 Jahren in seinem Ellbogen vor sich hin verrottenden Schleimbeutel, der beschliesst, JETZT ist der Moment, total zu eskalieren. Das resultiert in einer notfallmässigen Operation an seinem Geburtstag (ja, ist denn heut schon Hochzeitstag?!), aber der ist ja schon im

August


Joah, das war ein etwas ungeplanter Start in den Monat. Der Hübsche war übers Geburtstags- und Feiertagswochenende im Krankenhaus, danach 3 Wochen 100% krank geschrieben und mit Schiene versehen. Das war alles sehr schnell, sehr krass, sehr beängstigend und dann doch grad noch rechtzeitig. Meine Güte.
Dementsprechend anstrengend (mental und sonst) war der Start in den August: neuer Job mit VIEL zu tun, L.s Abreise fertig machen (mit VIEL zu tun, weil die Austauschorganisation nicht so viel gemacht hat oder halt auch viel Quatsch), den Hübschen unterstützen, auch mit Fahrdiensten, weil er ja einarmig unterwegs war, das war schon... viel.
Q. kam aus dem Sola zurück und hatte all die Aufregung verpasst respektive nur bruchstückhaft mitbekommen, das war bestimmt auch nicht leicht.
Last Minute haben wir doch noch ein Visum für Ls. Japantrip bekommen (bin immer noch fassungslos ob der Nonchalance, mit der die Austauschorganisation L. unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Japan hätte einreisen lassen, respektive die Immigration Officer belügen hätte lassen...), wir haben die versaubeutelte Buchung der Organisation geradegebogen, Koffer für 5 Monate gepackt und mit schweren Herzen L. ziehen lassen. Nicht, weil wir es nicht gut finden, dass er geht, sondern weil wir ihn vermissen werden und weil es ihm dann im letzten Moment auch nicht leicht gefallen ist, zu gehen.
Er ist dann aber gut angekommen (mein Lieblingssatz im Family-Chat ist "Ich bin jetzt beim Boarding. Was muss ich zeigen? Der Pass ist das Rote, oder?"), last minute hat auch die Austauschorganisation verstanden, was das "+1" hinter der Ankunftszeit in Tokyo bedeutet und eine Abholung für ihn organisiert. Er hatte ein paar coole Tage mit allen anderen Austauschschülern in Tokyo und dann wurde er zum Helden des zugverrückten kleinen Neffen, weil "L. ist Shinkansen gefahren ?!". Er wurde von der Gastfamilie abgeholt, in der unendlichen Hitze Kyotos versorgt mit Essen, Katzen, Badeausflügen, jeder Menge Hilfe beim SIM-Kartenkauf, in die Schule gebracht (dort hat er dann eine Rede vor den Lehrern und Schülern auf Japanisch gehalten), er ist jetzt selbständig in Kyoto unterwegs und ich bin so stolz auf unseren Jungen!
Daheim wurde es, nachdem es erst so schnell schlimm wurde, erstaunlich schnell auch wieder besser mit dem Arm des Hübschen.
Mein Job  nahm rasant Fahrt auf, es ist immer noch supercool, was ich einfach unterschätzt habe, ist das Change Management oder, wie es eine meiner neuen KollegInnen so schön sagte "Geez, all these people have so many FEELINGS!" Puh.
Dann: mehr medical content: Q. bekam die Weisheitszähne raus, alle vier auf einmal. Und anscheinend war Drama schon aufgebraucht, es hat nämlich einfach easypeasy alles geklappt und geheilt, so wie es sollte. Puh.

Gerade rechtzeitig für das Pfadifestival PBS, das war schon praktisch.
Damit es nicht langweilig wird, habe ich meinen Sportplan umgestellt und Yoga und Morgenschwumm eingebaut, das tut gut so weit, ich plane dranzubleiben.
Ich habe mich viel mit meinen Schwestern und kleinen und ganz kleinen Neffen getroffen, das war auch schön. Und dann, zack ..

September



Ich habe das Gefühl, wir sehen langsam Land, kriegen wieder ein bisschen Luft, es sortiert sich alles.
L. kommt richtig in Kyoto an. Er hat nach drei Wochen ein kleineres Tief, der Übergang von "alles neu und spannend" zu "Alltag, aber halt in Japan" und "ICH BIN IN JAPAN, ICH MUSS JEDE SEKUNDE NUTZEN" ist nicht ohne. Aber er berappelt sich, er geht ins Gym, freundet sich mit Nachbarskindern an, trainiert mit der kleinen Gastschwester "Track & Field" ("Sie ist so klein und schnell, es sieht aus, als würde ich ein kleines Kind jagen, muss ein bisschen aufpassen"), sie machen Ausflüge auf die Insel Shikoku, nach Osaka zur Expo, er nimmt an seiner ersten Beerdigung jemals teil (der Gastgrossvater ist gestorben), er macht Pläne, das wird alles gut. Daheim melden wir ihn für die Klassenreise nächstes Jahr nach New York an, er ist wirklich an einer reiselustigen Schule.
Q. bekommt ale vier Weisheitszähne auf einmal raus, trägt das aber tapferst. Er sird zu seinen ersten echten Feuerwehreinsätzen alarmiert, sehr spannend! Und dann geht es endlich an der Uni los. Es ist so schön und spannend, mitzuerleben, wie er die gleichen (coolen) Erfahrungen wie wir damals macht, nur halt 30 Jahre später und in der Schweiz statt in München. Ich glaube, es taugt ihm tatsächlich richtig gut!
Der Hübsche hat einige Kontrolltermine bei verschiedenen Ärzten und, klopf auf Holz, endlich mal wird dort nur kontrolliert und NIX dramatisches in irgendeiner abstrusen Art und Weise gefunden. Das ist auch endlich mal gut.
Ich arbeite richtig viel, entdecke das firmeneigene Schwimmbad für mich (wichtige Accessories: Knochenkopfhörer und dichte Schwimmbrille), was gut passt, damit ich Sport in meine immer mehr werdenden Bürotage/Woche integrieren kann. Ausserdem verbringe ich die letzte Septemberwoche in der Erde wühlend auf einem Parkplatz in Baden beim Archäologiefeldkurs der Kantonsarchäologie. Das ist so cool und macht solchen Spass, ich bin sehr, sehr happy, dass ich das untergebracht habe.

Oktober



Mein Sport- und Arbeitsverhalten hat einen unerwarteten Turn gemacht: ich bin vier Tage die Woche im Büro und gehe jeden Morgen einen Kilometer schwimmen. Who would have thought? (Ende Oktober fallen zwei Tage aus, weil ich mit Schnupfen daheim bleibe).
Das Riesenprojekt "Technical Product Health Review Reloaded" frisst irre viel meiner Zeit und Energie und Diplomatie, aber Ende Oktober sind die prereads raus und ich kann aufschnaufen respektive mich meiner restlichen Arbeit widmen.
Wir wollten eigentlich Freunde zu einem Geburtstagsfest mit Cocktails besuchen, fällt aber aus wegen Geburtstagskind krank (und dann bin ich auch krank, schade.)
Wer auch krank ist und zwar unheilbar, ist unser Trockner. Wir entscheiden uns (wieder mal) gegen Reparatur und für ein neues Gerät, ab November gibt es wieder flauschige warme Wäsche!
Q. ist richtig an der Uni angekommen und der Hübsche und ich haben schon so einige Flashbacks. Andersrum: wie kann es sein, dass der Trennungsgang nicht mehr gelehrt wird?!
L. hat eine grossartige Zeit in Kyoto, endlich wird es ein bisschen kühler. Er bekommt Besuch von anderen Schülern seiner Organisation und ist stolzer Kyoto-Stadtführer.
Wir planen unseren Islandurlaub mit ihm für wenn er wieder da ist (ich habe fix den Abholtermin im Kalender geblockt und bin jetzt nicht am Tagezählen, aber schon am "wieviele Pakete schicke ich noch, damit er sie auch alle bekommt?" planen)
Bummer: unser Nachbar schneidet den drei Jahre lang gepäppelten und endlich richtig schönen Blauregen über dem hässlichen Gartenzaun kaputt ohne uns Bescheid zu sagen, sieht nicht ein, dass das falsch und nicht korrekt war und wir sind stinksauer. Das Nachbarschaftsverhältnis hat einen massiven Knacks, aber gut, nach 20 Jahren zu recht vielen Dingen um des lieben Frieden willens ja und amen sagens, ist das vllt auch ok. Wir werden nächstes Jahr die Gartenneuplanung in Angriff nehmen, ich freue mich v.a. auf eine schöne Terrasse und mehr Pflanzplatz und weniger doofen Kies im Garten.

November



Was als smoother Slide into the Vorweihnachtszeit gedacht war, geht spektakulär sideways. Wir bekommen unseren neuen Trockner (der erst nicht angeschlossen werden kann, in einer zweiten Runde aber doch). Ich bestelle zusätzlich zum Gemüsekorb 5kg Äpfel und 2L Birnenmost und bin überrascht, wieviel das ist. Und wie schnell sie verschwinden.
Beim Optiker suche ich mir eine neue Brille aus mit spektakulärem neuen sehr prominenten Gestell (und mache einen Termin beim Werksarzt für eine Bildschirmbrille aus).
Bei der Arbeit bin ich am "Hustlen", wie die Kinder sagen würden. Meine Kollegin und ich rocken unseren ersten grossen Auftritt vor dem gesamten LT (also: LT eine Ebene höher als unsere Abteilung), die Woche drauf haben wir einen 3tägien F2F-Workshop unserer ganzen Gruppe. Ich freue mich sehr, einige wieder, andere zum ersten Mal zu sehen.
Der Hübsche und ich fahren für ein Wochenende nach München, das ist einerseits schön (Essen mit Herrn Rau und der Kaltmamsell), andererseits traurig und anstrengend. Naja.
Neben allem Vorweihnachts- und sonstigen Terminstress (Q. hat so viele Feuerwehrtermine, geplant und ungeplant, dazu noch Pfadi) kommt noch eine neue riesengrosse Baustelle dazu, bei der wir helfen und die mir grosse Bauchschmerzen macht. 
Zur Ablenkung wird endlich der Islandurlaub in neuer Besetzung gebucht, ich plane noch einen weiteren Produktteam-F2F-Workshop UND einen Lieferantenbesuch kurz vor Weihnachten.
Für eine Geburtstagsparty habe ich dieses Jahr keine Nerven, ein bisschen schade, aber halt realistisch. Nächstes Jahr dann.

Und dann ist
Dezember




Ich habe mich (felt like a good idea at the time) davon verabschiedet, dieses Jahr das Fotobuch VOR Weihnachten fertig zu machen, weil es einfach zu viel anderes drumrum war. Stellte sich raus: war keine so gute Idee after all, weil es mir letztendlich die erste Woche Weihnachtsferien versaut hat, weil ich immer nur denken konnte "UND DAS FOTOBUCH MUSS ICH AUCH NOCH MACHEN!". Learning für nächstes Jahr.
Was ich abgesagt habe und nicht bereut habe: meine Geburtstagsparty. Es war mental und zeitlich einfach nicht drin, mich aus dem Arbeitsteil mit der extrem hohen Schlagzahl und den privaten dramatischen Aktivitäten in einen "Yay, ich bereite eine Party vor"-Modus zu bringen. Ich hatte einen unglaublich gemütlichen, gechillten Geburtstag, der Rest sauste weiter, aber wir haben es ungeplant dann recht spontan zu ein paar Freundeseinladungen on very short notice geschafft.
Die letzte Arbeitswoche vor Weihnachten hatte ich dann noch ganz geschickt einen Zweitagesworkshop UND eine zweitägige Dienstreise nach Nürnberg gelegt.... erstaunlicherweise klappte beides recht unspektakulär und genau wie geplant, so dass ich Freitagnachmittag daheim in den Ferien landete.
Über die Feiertage vermissen wir L. natürlich ganz besonders, wir bereiten alles für seine Heimreise vor (ich werde schon wieder kribbelig, wenn ich an das Gepäck und die spontan geänderten Pläne für die Rückreise von Seiten der Austauschorganisation denke.), während er in Japan ebenfalls von last minute Aktionen der Organisation überrascht wird, von Abschiedsfeier zu Abschiedsfeier tingelt, mit seiner Gastfamilie noch superviel unternehmen wird und selber ein bisschen Torschlusspanik bekommt.
Weihnachten feiern wir hier bei uns (der Hübsche ist krank an Heiligabend, das ist ein bisschen arg suboptimal, passt aber zum Jahr insgesamt), mit viel Schwestern- und Neffenbesuch. Das war schon ein Highlight des Jahres: zu sehen und erleben, wie wir drei zusammenhalten und füreinander da sind. 

In diesem Sinne: Auf ein gutes 2026, ich wäre einfach so bereit für keine neuen Dramen, einfach mal .... langweilig?!

Dienstag, Dezember 30, 2025

2025

 Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr? 

Ich habe grad den Rückblick von 2024 nochmal überflogen und mein grösster Wunsch war: "Q. rockt die Matur und L.s Japanaufenthalt klappt., Zuversicht für mich.)

Well, well, well.
Die ersten beiden Sachen haben ja nun wirklich perfektestens geklappt, wenn auch Vorbereitung für Japan ein richtiger pain in the ass war. Zuversicht eher nicht so, beruflich ging es erstmal ganz schön weit bergab, bis es dann genau zur Mitte des Jahres einfach senkrecht nach oben ging.
Gesundheitlich war für mich easy, für den Hübschen hingegen richtig, richtig doof, in der erweiterten Familie lief so vieles so schrecklich, das ist wirklich kaum vorstellbar.
Also: es war alles dabei von einer 2 bis zu einer 10, und es ist wirklich schwierig, da ein Gesamtrating zu finden, weil das Tolle SO toll war und das Schlimme SO schlimm. Also: machen wir eine 4 draus. (I am German after all)

Zugenommen oder abgenommen?
zugenommen, 0.6 kg und, um letztes Jahr zu zitieren, das sind alles Schultermuskeln :-) (vermutlich nicht nur, sondern auch dem etwas obsessiven Schwimmen vor der Arbeit geschuldet)

Haare länger oder kürzer? 
Genau wie immer, aber frisch vor Weihnachten frisch geschnitten und blondiert

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? 
Immer mühsamer, weil sich andauernd was ändert. Ich habe eine neue Gleitsichtbrille mit richtig coolem Gestell und zusätzlich eine Bildschirmbrille für die Arbeit bestellt.

Mehr Geld oder weniger? 
Mehr, weil erst Gehaltserhöhung, dann neuer Job mit neuer Gehaltsstufe und dann sind meine Mitarbeiteraktien halt auch ordentlich gestiegen. 

Mehr ausgegeben oder weniger? 
Mehr. Aber für coole Sachen!
Q.s Fahrstunden, der Mini, der Riesenurlaub in Kanada, L.s Austauschsemester.

Der hirnrissigste Plan? 
Vielleicht: ich bewerbe mich nicht auf die Stelle, die die logische Weiterführung der alten ist, die ich ziemlich sicher bekommen würde und von der es genug gibt. Sondern auf die, die ich unbedingt will, von der es nur sehr wenige gibt und auf die sich Hunderte bewerben. Ohne grossen Plan B.
Aber: es ging auf!

Die gefährlichste Unternehmung? 
Objektiv: Kayaken bei Wind und Regen und Wellen mit einem Teenager, der das das letztes Mal mit 10 Jahren und eben als Beifahrer gemacht hat, diesmal aber alleine kayakt. Hat sich aber gar nicht so gefährlich angefühlt.
Subjektiv: Alleine in eine fremde Wohnung zu gehen, in der ich nicht weiss, was und wer mich erwartet. 

Die teuerste Anschaffung?
Auf einen Sitz? Der Mini. 

Das leckerste Essen? 
Jedes einzelne Essen auf Hanson Island nach dem Kayaken.

Das beeindruckenste Buch?
Dieses Jahr habe ich mir selber die Challenge von 80 Büchern gestellt und das war gar nicht sooooo easy zu schaffen, besonderns weil ich auf einmal dran war, Joel Dickers Gesamtwerk zu lesen und das ist halt einfach extrem langatmig und langweilig, aber mei.
Überblick gibt es hier, dieses Jahr war schon viel Quatsch dabei, kann man auch mal ehrlich sagen. Ich möchte keine Bücher von Joel Dicker und Sofia Lundberg mehr lesen, nichts mehr von Prince Harry hören und dank der Autobiographie von Matthew Perry möchte ich auf "Friends" nie wieder sehen, so furchtbar selbstverliebte, selbstmitleidige Leute. Danke für nix!


Das beeindruckendste .... ich mag micht nicht auf eins festlegen, sondern hier eine Auswahl:
Alexander Nawalny: "Patriot"
Angela Merkel: "Freiheit"
Stephan Thome "Pflaumenregen"
Peter Keglevic "Wolfsegg"


Der ergreifendste Film? 
Wir waren dieses Jahr sogar im Kino und "One Battle after another" war richtig super, aber noch beeindruckender war tatsächlich "A house of dynamite"

Die beste Serie?
Ganz klar: "Pluribus"

Die beste CD? 
Ja mei, CDs.... an Musik habe ich dieses Jahr vor allem Sigur Ros gehört, das ist meine Musik zum "Gras anlangen", das habe ich dieses Jahr viel gebraucht. 

Das schönste Konzert? 
Keins, nicht mal Linkin Park für K2 hat geklappt, weil sie ja Bern 20 Minuten vor Einlass abgesagt haben.... naja. Immerhin haben wir aus Kanada nochmal Karten für den Ersatztermin bekommen.
Wobei: stimmt nicht! Ich habe ja Karten für das Kiewer Symphonieorchester gewonnen, das war super!

Die meiste Zeit verbracht mit…? 
viel zu viel mit beruflichen Sorgen und Wut und Enttäuschung.
Dann aber auch viel mit grosser Freude über meinen neuen Job.
Viel zu viel in Krankenhäusern und bei Ärzten. 
Aber auch viel auf dem Fahrrad und im Wasser.


Die schönste Zeit verbracht mit…? 
dem Hübschen und den Kindern. Die drei sind mein safe space. Der Start ins Jahr in Island zu viert, der Sommerurlaub in Kanada, die grossen emotionalen Momente, wie Q bekommt sein Maturzeugnis oder L. steigt ins Flugzeug nach Tokyo, das waren schon grosse Sachen.


Vorherrschendes Gefühl 2025? 

2025 zum ersten Mal getan? 
  • einem Kind zur bestandenen Matur gratuliert
  • einem Kind zum Führerschein gratuliert
  • ein Kind für ein halbes Jahr ins Ausland verabschiedet
  • eine neue Person im Familiengefüge begrüsst
  • einen Studienanfänger im Haus
  • ein Kind auf dem Weg zum Feuerwehreinsatz an mir vorbeisausen sehen
  • ein Multimillionendollarprojekt, gleichzeitig Weltrettungsplan, durchgekriegt, auf den Weg gebracht und dann gesagt: "Soweit war das von meiner Seite gratis für euch, ab jetzt könnt ihr selber weitermachen, ich bin raus." (in ehrlichen, aber so formulierten Worten, dass diese an wen auch immer weitergeleitet werden können, ich steh dazu)


2025 nach langer Zeit wieder getan? 
  • gefeuert worden
  • einen neuen Job gestartet
  • regelmässig vor der Arbeit schwimmen gegangen (wie konnte ich das so lang nicht machen? Es ist so schön und so einfach!)
  • KEINEN Adventskalender für mich gekauft, weil der Hübsche mir schon im August einen bestellt hat <3
  • ein Auto gekauft
  • Grizzlies und Schwarzbären und Orcas und Humpbacks und Bald Eagles gesehen

3+ Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? 
  • die weitergehende Unruhe um Ls Tuberkulosetest
  • das immer wieder aufflackernde Familiendrama, weil ich so böse und kalt bin und so. Ich habe den Kontakt nun endlich total beendet und bin allermeistens ok damit.
  • Das Geschiss mit der Austauschagentur
  • gefeuert werden (ganz genau genommen ist das ja gar nicht pssiert, ich habe nur de Levvel "Prenotification" erreicht und auch die kam nie into force, weil ich ja nahtlos den neuen Job hatte. Was mich aber erschüttert hat: die Ahnungslosigkeit (?), das Eigenbild unserer Organisation, das unsere Chefs uns transportiert haben, das "Wie" des ganzen vom Departmentoberchef, das Verhalten unserer Chefs und vieles mehr. Und ja, das alles hat was mit mir gemacht, auch wenn es für mich letzten Endes perfekt rausgekommen ist.)
  • des Hübschen Gesundheitsprobleme dieses Jahr, angefangen mit den Herzrhythmusstörungen, endend mit der Not-OP an seinem Geburtstag
  • und noch so einiges, das aber nicht my story to tell ist



Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? 
"Ich bin die absolut richtige für diesen Job, der ist einfach für mich gemacht und andersrum!"

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? 
Wohlwollende Ehrlichkeit.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? 
Die Unterstützung, die ich im April/Mai vom Hübschen, aber auch so vielen KollegInnen bekommen habe. Seitdem sehe ich "Vitamin B" bei Einstellungen nicht mehr so negativ wie auch schon. Wenn sich Leute für jemand einsetzen, ist das durchaus ein Beweis für einen Track Record.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Der Recruiter meldet sich dann in den nächsten paar Stunden bei dir"

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? 
"Bin unterwegs" (nicht schön per se, aber sehr, sehr wichtig, jedes einzelne Mal)

Besseren Job oder schlechteren?
Einen millionenmal viel besseren. Den, auf den ich 10 Jahre hingearbeitet habe, obwohl er erst seit dem 1. Juni existiert.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? 
Konzertkarten! Das war richtig toll. (und damit muss ich die Konzertfrage von oben nochmal neu beantworten)

Mehr bewegt oder weniger? 
Mehr.
Ich habe an nur ganz wenigen Tagen (=2) mein selbstgesetztes Schrittziel von 12000 Schritten unterschritten, insgesamt sind es 5 537 074 (Stand 29.12, im Schnitt 15 211 pro Tag, ca 3 964.4 km
Dazu bin ich 2 910.5km Rad gefahren (und das, obwohl ich ja erst Mitte März wieder anfangen konnte und seit August 38,5 km geschwommen.
Yoga habe ich zwischendrin wieder angefangen und kann es aktuell nicht so gut mit meinem Job zusammenbringen, ausserdem schwimme ich ja jeden Tag, irgendwann muss ich auch arbeiten, nicht nur rumlaufen, -fahren, -schwimmen, -sitzen und -atmen.


Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr? 
2 oder 3x grippaler Infekt, 1x Spuckerei

Davon war für Dich die Schlimmste? 
Spucken ist immer das allerschlimmste

Dein Wort des Jahres? 
handpicked
 
Dein Unwort des Jahres? 
retired

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Jeder meiner Tage beginnt mit dem Tagesblogpost von Kaltmamsell. Danke dafür (und für so viel mehr!). Ausserdem freue ich mich über jeden Blogpost von Frau Mutti. Und eigentlich allen, die in der Blogroll und denen, die in meinem Feedreader sind.

Mein grösster Wunsch fürs kommende Jahr
dass L. wieder heil hier ankommt und sich wieder bei uns einlebt (und den Restart in der Schule gut schafft
dass Q seine erste Prüfungsphase gut hinter sich bekommt und seine Feuerwehreinsätze unverletzt übersteht.
dass der Hübsche und ich es weiterhin so gut schaffen, unser gegenseitiges Gras zum Anfassen zu sein. 

2025 war mit 1 Wort…? 

unglaublich

2024


Montag, Dezember 29, 2025

291225

 Gestern abend bin ich mit wehem Handgelenk zu Zombiegeräuschen aus dem Erdgeschoss mit Buch eingeschlafen (on more to go für die reading challenge!) und in der Nacht recht häufig aufgewacht (um fünf wäre ich bereit zum Aufstehen gewesen)...

Um viertel vor sieben läutete der Wecker, ich hatte um 8 Physio abgemacht. Ich sags wies ist: das geht noch bis Mitte Februar, ist jetzt v.a. Krafttraining. Ich mach das schon, würde ich sonst halt daheim machen, aber der Arm ist jetzt dann schon wieder gut.

Danach war ich beim Coop, Semmeln für die schlafenden Jung szum Frühstück holen. Ausserdem wollte ich eigentlich noch frische Shitake Pilze holen für die nächste Ramenvariante, aber die Gemüseauswahl wurde erst aufgefüllt und es gab halt nur Champignons bisher. Also: noch keine Shitake Pilze.

Zweites Frühstück mit Tee daheim, immer mehr Nachrichten vom Vogelhäuschen (das eine Rotkehlchen ist sehr verfressen, die Meisen sind zu schnell, als dass sie Namen bekommen können), nervige Bestellung des zweiten Ersatzdeckels für den Pastamaker (unter den totally overrated Blogger-"must have"-Geräten ganz weit vorn dabei), weil bei dem blöden Teil schon wieder der Verschluss abgebrochen ist. Und so halte ich Philips Schweiz durch teure Ersatzteilbestellungen am Leben, weil ich mir denke "sonst könnte ich das ganze Teil grad wegschmeissen". Well.)

Dann war es auch schon Zeit, mich in warme Cowgirlartige Kleidung zu werfen und aufs Rad (Der Sattel ist aktuell wacklig, das nervt.. aber der Radladen hat bis 12. Jan Betriebsurlaub und wenn ich ehrlich bin, fahre ich schon Wochen mit wackligem Sattel), ich hatte aus Verpflichtungsgefühl für einen Folgevideodreh für die Arbeit zugesagt. Im Cowboyoutfit an einem Zaun (bei einem Kollegen im Garten) rumhämmern und ein Sprüchlein über Sustainability sagen. Bin froh, dass ich gesagt habe "Wir haben keinen Zaun" und nicht von der Pferdekoppel im Ort erzählt habe, wo man wirklich Yellowstoneartig hätte drehen können, aber so war ich bei einem wildfremden UK-Kollegen und dessen noch wildfremderen Nachbarn im Garten mit meinem geliehenen Cowboyhut, den Halstuch und den feuerroten, strassverzierten, geliehenen Cowboyboots, anstatt von dem Pferd der Eltern der Kindergartenkollegin von Q. angeschleckt und allen Nachbarn beobachtet zu werden. Well done (standhaft geblieben: no singing!)

Dafür bin ich bei deutlich unter Null heute mit den Erledigungen auf dem Rückweg (Fondue Chinoise-Fleisch für die Jungs und Katzenfutter für ... die Katzen, wen sonst? ) insgesamt 40km geradelt, die Hälfte mit Rücken-, die Hälfte mit Gegenwind, danach war ich echt ausgekühlt und sehr erfreut über eine heisse Suppe. 

Gab aber natürlich nicht genug Schritte, also noch die üblichen 4km mit dem Hübschen. Dann: wieder aufwärmen, diesmal mit Glühwein und, ganz verwegen, mitten am Tag mit einer Folge "12 Monkeys"

Sonst: Recherchen nach Gartenbauunternehmen (gern von auf der deutschen Seite, falls Sie Empfehlungen haben? Oder welche, von denen wir die Finger lassen sollten?) und Schneeberichten, es sieht in annehmbarer Fahrentfernung für einen Skitag recht mau aus... hm.

Immerhin: die Sprachnachricht von L., zu der ich heute morge aufgewacht bin, begann mit "Jetzt ist alles ok, aber das war ein ganz schöner Scheiss!" und dann erzählte er ausführlich, wie mühsam das Ticketbuchen nach Nagoya zum Freundbesuchen war, aber es halt alles geklappt. Jetzt ist er wieder in Kyoto zurück (und in 10 Tagen wieder hier!)

Sonntag, Dezember 28, 2025

281225

 Heute morgen läutete der Wecker um sieben, es waren einige Weihnachtsgeschenke, die Aufbau benötigten, verschenkt worden und der war inbegriffen. Also reiste ich mit Akkuschrauber und so im Gepäck einen Kanton weiter.

Lief alles ganz gut, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass der Akku des selbigen Schraubers nicht mehr taufrisch ist und irgendwann keine Lust mehr hatte, die mitgelieferten Imbusschlüssel ein Witz waren und alles kein Ikea, sondern massiv und holla, meine Handgelenke waren echt durch hinterher. Aber: alles steht, alles gut..

Sonntag vormittag ist die Strecke auch easypeasy, sehr entspannt!

Von daheim kamen immer wieder Nachrichten vom Birdbuddy. So sieht das aus, wenn der Algorithmus ein und denselben Vogel meint zu erkennen. Deshalb: lieber coole Namen nehmen!



Ründchen noch mit der letzten Sonne oben am Hügel, wurde dann sehr, sehr kalt und relativ schnell dunkel.





Daheim dann nach dem grossen Erfolg von vorgestern nochmal Ramenbrühe from Scratch gekocht, diesmal ohne sie über den Küchenboden zu verteilen. Mit scharfem Gemüse und einem Ei, das eigtl per Rezept nicht vorgesehen war.



Während die Suppe vor sich hin köchelte, weichte ich meinen müden Rücken und Handgelenk und überhaupt Körper in "Orangenzimt"-Bad ein, das tat sehr gut.

Der Hübsche und Q. schauen "28 days, weeks, years.... later" Filme der Reihe nach und ich war eine Zeitlang sehr verwirrt, dass ich nicht eingeladen war zum Schauen, ich mag doch alle Sandra Bullock Filme. Ups.

L. war heute auch wandern "auf einem Berg", morgen fährt er nochmal nach Nagoya, einen Freund besuchen und ich freue,freue, freue mich so auf ihn!

Ich habe heute das Fotobuch bestellt, habe morgen noch meinen letzten fixen Termin in den Ferien (Physio und dann einen Arbeitsvideodreh im Cowboyoutfit, fragen Sie nicht), auf dem Heimweg werde ich Silvesterfonduefleisch für die Jungs besorgen und Katzenfutter und dann... sind wirklich Ferien, glaube ich.

Meine Lesechallenge ist auf "nur noch das aktuelle Buch fertig" geschrumpft, das sollte doch machbar sein.

Uff.


Samstag, Dezember 27, 2025

271225

 Ausgeschlafen (besser als gestern, wo ich um halb sieben auf einmal knallwach war), dann tatsächlich ewig im Bett Kaffee getrunken und Internet und Buch gelesen (--> ich "muss" immer noch 3 Bücher bis Ende Jahr fertig lesen, erinnert mich so ein bisschen dran, wo Q. ALLE Harry Potter Bände in dem einen Jahr fertig lesen wollte und eben Silvester dann verschwunden war oder ich seinerzeit das Titanic-Papiermodell noch unbedingt in de Jahr fertig bauen wollte und in der Nacht Rettungsboote zusammengefrickelt habe. Oh the irony, so viele waren das ja nicht....), irgendwann sehr hungrig gefrühstückt (ich habe noch vom Raclette übrig vier kleine Kartoffeln im Eierfach gefunden und mir einen Minikartoffelsalat zum Frühstück gemacht).
Dann... war Einkaufszeit. Aktuell ist ja Weihnachtspause beim Gemüsekorb, bis März kommt er auch nur alle zwei Wochen. Der nächste kommt in meiner ersten Arbeitswoche, bis dahin fühle ich mich ein bisschen im luftleeren Raum: ich habe mich im letzten Jahr daran gewöhnt, das Essen und die Einkäufe halt daran auszurichten, was im Korb ist. Den letzten Grünkohl und Kürbis haben wir gestern weggegessen, jetzt ... muss ich ganz aus dem Nichts heraus überlegen, was wir denn essen wollen, sehr ungewohnt (es wurden heute Carbonara respektive Pasta mit der Trüffelpaste, die ich zu Weihnachten bekommen hatte, sehr mondän). Wir sind jetzt für ein paar Tage versorgt.

Dann: Rèndchen für die Schritte und dann war es soweit: der Birdbuddy, den wir gestern noch installiert haben, meldete den ersten Besucher: Meet Rudolph



(Beeindruckt von der Bildqualität, man kann noch dröflzig Filter drüberlegen, zB "Stranger Wings", naja. Underwältigt von der AI Erkennung desselben Vogels, beim nächsten Rotkehlchen konnten wir selber aussuchen, ob das nun ein neuer Vogel ist oder Rudolph. Wir haben ihn mal "Giuliani" genannt)

Anscheinend werden aber nicht alle Vögel fotografiert, nur die die gut posieren. "Heute habe ich kein Foto für dich" is still a thing....

Dann: wichtiger Moment: ich habe das Fotobuch gemacht. Es ist fertig, morgen schau ich nochmal drüber, die Tastatur am grossen Computer ist richtig schlecht, ich bin mir nicht sicher, ob ich alle Tippfehler gesehen habe. Learning: während ich beim Schreiben der Jahresrückblicke und auch vom Gefühl her 2025 ein richtiges Scheissjahr fand, sagen die Fotos "Hier, wie cool, wie toll, wie wunderbar." Und ich glaube: beide und keine Aussage ist richtig. (Deep shit, I know).

Anyway: fertig! Halleluja. 

Und jetzt habe ich noch schnell eine neue Kuh adoptiert und Unterwäsche aus UK bestellt und muss jetzt wieder lesen gehen, bevor der Hübsche und Q. mit dem Zombiefilm fertig sind.

Freitag, Dezember 26, 2025

261225

 Heute war nochmal Familienwirbelwindweihnachten angesagt. Passend bin ich um halb sieben knallwach gewesen :-).

L. ist gestern (also: unsere Zeit gestern gegen Mitternacht) mit seiner Gastfamilie in die Berge aufgebrochen. Um halb sieben war er immer noch unterwegs und schickte Schneebilder. Es ging insgesamt fast 12h (mit einem Reisebus und mehreren Pausen), bis sie an ihrem Ziel angekommen waren. Zwischendrin schickten sie immer wieder Bilder von Schnee und noch mehr Schnee und noch viel mehr Schnee....

Hier schlugen gegen Mittag Schwestern und Familien auf, das Haus war voller Leben, das war richtig schön! Wir haben die alte Elternweisheit "Wenn es drinnen zu wild wird, einfach mal alle raus" mehrfach angewandt (und ich bin überrascht gewesen, wie schnell man sich an Teenager und ältere Kinder gewöhnt :-)). Q. ist ein perfekter Babysitter, die kleinen Cousins kümmern sich liebevoll um den Babycousin und wir Schwestern kamen sogar noch zu einem gemeinsamen glas Prosecco vor dem Baum.

Aufregendster Moment: als die Ramenbrühe still und leise übergekocht ist und einen gelblichgrünlichen See auf dem Herd und einen mehrstufigen Wasserfall über die hellgrauen Küchenfronten und die Eingriffleisten auf den Boden und in die Schubladen kreiert hat.

Zweitaufregendster Moment: als mir der Topf mit dem kochenden Wassern und 7 Eiern drin aus der Hand gerutscht ist.

Man könnte sagen: wir haben viel gewischt heute!

Dann: es ist so weit: ich habe drei Jahre oder so an den Hübschen hingeniggelt, dass ich mir einen Birdbuddy wünsche (also: ein Vogelhäuschen mit Kamera und so, das die Vögel fotografiert und erkennt und tralalala), er hat immer gemeint: ne, so ein Kiki, so ein Quatsch, unser W-LAN ist eh zu voll und überhaupt. Tja. Ab heute gibt es Vogelfutter nur noch gegen Foto! Danke <3!

(jetzt bin ich ganz schön müde und müsste irgendwie noch was essen, aber ich habe keinen Appetit mehr und keine Lust, was zu machen... uff.)