Freitag, April 04, 2025

040425

 Man teile mir eine, naja, Katastrophennachricht gewissermassen, mit, ich realisiere, ich kann nix dran ändern ausser mich in meiner Menschenkenntnis bestätigt zu fühlen und ein gewisses Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten und meinen Marktwert zu haben, und ich schlafe wie ein Baby.... Also: wie ein sprichwörtliches, nicht wie ein echtes oder gar eins von meinen.

Heute morgen dann milde geknickte Stimmung (immer noch wütend), ein paar Zusatzinformationen ergaben ein nicht ganz so schlimmes Bild, bei der Physio konnte der Physiomann meinen linken Arm bis ganz auf die Liege drücken. Es ist nicht alles schlecht. Wurde auch gelobt für meine Rotationsfähigkeiten, wer weiss, vllt ist die 4. Physioverordnung (oder die 5.?) dann doch die letzte?

Daheim dann erstmal Kaffee und Einkaufsründchen, ich hatte danach eins meiner letzten Mentoring-Meetings mit der Kollegin aus Japan geplant (die hat von dem ganzen Drama nichts mitbekommen, weil unsere Truppe in Panik dann doch auf deutsch katastrophisiert), das war ein bisschen weird, aber auf der Titanic hat die Band ja auch bis zum Schluss gespielt oder so.

Dann: Mittagessen, mit Q., das war schön. Es gab noch mehr Infos und mittlerweile bin ich für mich gar nicht mehr verzweifelt (immer noch wütend), ich denke, für mich kann das eine richtig gute Chance für was cooles werden. (Für viele andere bricht eine Welt zusammen. Es fühlt sich seltsam an, in einer grossen Gruppe eine der ruhigsten und gefasstesten Personen zu sein, weil ich mich eigentlich nicht so sehe. Aber naja, es ist ein weites Sprektrum).

Am Nachmittag hatte ich Friseurtermin (die Haarfarbe in "silver white" wurde richtig gut, bisschen mehr silver als white), ich bin mit dem Rad über die Felder gefahren, meine Güte ist das schön:






Neue Frisur ist tiptop, passt ja gut, ich brauch nächste Woche neue Fotos.

Auf dem Heimweg bin ich beim dm vorbei und naja, ich mach die Regeln nicht, ich weiss, limited edition Klopapier ist für .....die Katz, aber eben: OTTER!



Daheim dann muss ich schauen, dass ich noch für ein halbes Stündchen auf den Crosstrainer komme, der Pizzateig geht schon vor sich hin und wenn der Hübsche vom Laufen zurück ist und alle geduscht sind, gibt es einen Palomimosa aufs Wochenende und das Durchhalten und New Beginnings.


Sonst: beim Büromöbelverkauf ein USM-Haller-Regal zum ca Ikeapreis ergattert, das wir für die Galerie brauchen können. Eigentlich hoffe ich auf einen Bürostuhl für den Hübschen, es gibt aber so viel abstruses Zeug (Sofas aus der Lobby, wo man mit dem Rücken zueiander sitzt, in RIESIG, Barhocker an Melkschemel angelehnt, Moderatoren-Caddies, und es ist ein Riesendurchsatz. Ich fürchte, wenn nicht bald ein Schreibtischtstuhl kommt, wird es der Melkschemel oder das Sofa.

Dann: in der Schweiz wird im Moment relativ viel über unseren Ort geredet, das Protestcamp ist 50 Jahre her. Wir haben frisch diese Doku angeschaut und auch wenn ich da noch gar nicht auf der Welt war geschweige denn gewusst habe, dass der Ort hier überhaupt existiert, macht es mich schon ein bisschen stolz, nicht nur auf römertechnisch historisch bedeutendem Gebiet zu wohnen sondern auch in jüngerer Geschichte. (Ich wusste nicht, dass sich der, der den Pavillon gesprengt hat, mittlerweile zu erkennen gegeben hat.). Wenn Sie also interessiert an dem Widerstand gegen die Kernenergie in der Schweiz (und Drohnenaufnahmen unseres Ragewalk-Gebietes) sind, gucken Sie doch mal rein (ich fürchte, sie ist nicht untertitelt).

Donnerstag, April 03, 2025

030425

 So. Das war heute ein richtig doofer Tag, die nächste Woche wird nochmal mindestens genauso doof und bisher ist kein Ende von doof in Sicht. Was ein Scheiss, ey. (Ist rage einer der 12 stages of grief? Hypothetische Frage, das heisst, man gibt da keine Antwort drauf)

Aber: es gab auch gutes. 

Ich kann zB meine Oberteile wieder wie ein Ü4-Mensch ausziehen, so mit überkreuzten Armen und über den Kopf, anstatt einen Arm durch den Ärmel zurückziehen und alles ausleiern.

Es gibt sie, die Kollegen, die auf die Vorabbitte "Können wir heute beim Mittagessen bitte auf gar keinen Fall in irgendeiner Weise über *brennendes Thema* sprechen?" einfach sagen: "Oh, ok" und mir dann eine Stunde lang ein gar nicht sooooo spannendes Thema über Validierung eines Mahlschritts erklären und diskutieren (incl verschiedener Changekategorien in China). Also: schon wichtig, also, ehrlich.

Der Gemüsekorb ist wie immer super.

Beim Abendessen kam raus, dass beide Jungs zeitgleich und unabhängig voneinander in der Schule Tanzkurs haben und NICHTS davon gesagt haben, respektive es als "wir machen Volkstanz" und "ja, wir machen jetzt so tanzen" geframed haben und meine Güte, wie kann es sein, dass sie meine Tanzvergangenheit nicht kennen (und NICHTS davon geerbt haben)? Wir hatten so viel Spass, das war wirklich schön.

Haarfarbe ist auch richtig gut geworden (können wir nach dem Haarschnitt morgen grad mal neue Fotos machen....)

Und: ich habe nicht vor Leuten geheult, mit denen ich nicht verheiratet bin.

Boah ey.


Lollo Rosso, Spinat, Pak Choi, Schnittlauch, Rettiche, DIE EIER, Sellerie, Karotten, Radieschen, eine Riesentüte Pflücksalat und Rucola


Hahaha, für mich ist grad richtig viel Salat drin.



Mittwoch, April 02, 2025

020425

 Mittelgut geschlafen, ich war ja gestern abend noch sehr gut essen (Falls Sie mal in Basel fine dining mit surprise Menu wollen ohne direkt Sterne-Preise zu zahlen: das "Rubino's" ist richtig gut) mit einem Kollegen und externen Partnern. Dabei festgestellt: guck an, ich lerne zwar gern neue Leute kennen, aber manche davon sind nicht spannend oder aber, das ist noch schlimmer, nicht spannend UND mir nicht sympathisch. (Nicht der Kollege), spät daheim und dann ein bisschen aufgedreht. Ausserdem war es richtig, richtig stürmisch, heute morgen aber dann strahlender Sonnenschein und lauwarm, ab Mittag dann HEISS!

Sportründchen, Homeoffice mit vielen Meetings am Morgen. Ich hatte Q. extra noch gefragt, wann wir mit ihm zum Mittagessen rechnen können, dann deutlich später geplant als sonst und das Essen auf drei Personen gestreckt, nur um halbverhungert kurz vor fertig zu lesen "Upsi, vergessen Bescheid zu sagen, Fahrstunde (die VORLETZTE. Hoffentlich) wurde vorgezogen, hab schon gegessen, bye)"

Oke. Gibt es halt noch eine Extraportion dieser Ramen hier, war eh lecker.



Dann: Wäscheaufhängen in der Knallsonne, leichte Kopfschmerzen nach einem intensiven Nachmittag incl Emails beantworten, Minutes schreiben und Meeting zuhören in parallel... Könnte auch damit zusammenhängen, dass wir die Termine für unsere "Das ist unsere neue Orgstruktur und das bedeutet es für Euch" Townhalls haben, nächste Woche. Kaninchen vor der Schlange weiss jetzt, wann was passiert, immer noch nicht, was. yay. (Embrace Ambiguity, Change is our constant, yallah, yallah).

Jetzt ist aber alles rum, es immer noch verwirrend hell und ich muss die letzten Reste des Gemüsekorbs (noch ein bisschen Rucola) in Spaghetti verwandeln (also, Sie wissen, was ich meine), damit wir morgen mit einem leeren Kühlschrank starten!

Bye.

Mein heute neu gestartetes Notizbuch <3


Wunschlistenfrage

Wie engmaschig und intensiv lernen Sie mit den Söhnen - also seit Grundschulzeiten bis jetzt? Wie viel Eigeninitiative wird bei Ihnen von Elternseite gefordert? Weil: Ich hier manchmal mit dem Kind an Grenzen stoße und schwanke zwischen: das Kind (bald 10 und dann auf der weiterführenden Schule) einfach laufen lassen oder immer wieder "hinterherlaufen" und fordern. Bei Ihnen wirkt das sehr eingespielt.


Hm. Die Kinder sind jetzt 16 und fast 20, die Grundschulzeiten sind lang her. Generell ist unser Angang an das Ganze: wir würden das am liebsten nicht machen und die Kinder sollen gern in der Schule lernen, wie man lernt und sich selber organisieren. Uns ist wichtig, dass sie das selber können und damit das Selbstvertrauen haben, dass sie wissen, wie man lernt und das Erfolgserlebnis, das alles selber geschafft zu haben. (Ich hatte das nicht, mir wurde daheim mehr oder weniger beigebracht, die Lehrer in der Schule sind alle mehr oder weniger inkompetent, ohne engmaschige Betreuung meiner Eltern wäre ich verloren und würde nie im Leben was hinkriegen. Das möchte ich für meine Kinder nicht.) Ich habe tbh nicht unendlich grosses Interesse daran, "jetzt nochmal Latein zu lernen" oder "endlich mal mit Italienisch zu lernen" oder "meine Algebrafähigkeiten aufzupolieren". Ich hatte das alles, ich würde mich gern nur noch mit den Sachen beschäftigen, die mich interessieren, ich habe lang genug gezeigt, dass ich das alles lernen kann, wenn ich muss. 

Aber. Das ist natürlich ein bisschen an der Realität vorbei, weil wir beide halt auch nicht zuschauen wollen, wie unsere Kinder eben strugglen und dann total den Spass an der Schule verlieren. Dazu kommt, dass durch das Schweizer System, alle Kinder in der Primarschule bis zur sechsten Klasse zusammenzulassen ohne jede Differenzierung in unserem Fall so lief, dass die Anforderungen in der Klasse sich an den Schwächsten orientiert haben. Das sind unsere beiden definitiv nicht und so haben sie diese sechs Jahre auf einer halben Pobacke abgesessen ohne auch nur ansatzweise gefordert zu werden oder aber zu lernen, dass man lernen muss geschweige denn, wie man das macht. 

Als sie dann auf die erste weiterführende Schule kamen, kamen sie ganz schön auf die Welt, weil auf einmal nicht mehr alles easypeasy war und alles, was über Minimalstanforderungen hinausging, abgefeiert wurde. Da zu erkennen, wer von beiden in welchen Bereichen wann welche Hilfe braucht, war gar nicht so einfach. Beide Kinder sind unterschiedlich, arbeiten und lernen unterschiedlich, reagieren unterschiedlich, der Hübsche und ich sind aus guten Grund keine Lehrpersonen, weil meine Güte.... das ist nun schon nicht unser strong suit.

Wir haben aber einen Weg gefunden, beide so zu unterstützen, dass sie das mittel-/langfristig alleine hinbekommen. Das ging bei dem einen Kind, bei dem einen Fach vielleicht schneller als bei anderen. Für uns war klar, dass das Hauptziel immer sein würde: die Kinder kriegen das alleine hin, aber wir greifen ein, bevor es zu weit in den ganz falsche Richtung geht. Wir stehen immer als Hilfe / für Fragen bereit, da gibt es fast keine red lines. Je nach Situation kann das auch heissen: Wir machen zu dritt ein physisches Poster in einer Nachtschicht fertig, auch wenn eigentlich lang genug dafür Zeit war. Wichtig ist, dass die Kinder die für sie passenden Tools und Möglichkeiten zum Lernen finden, das können andere sein, als sie für uns passen. (Ich bin grosse Merki-Schreiberin, L. und seine Klassenkameraden fanden die auch gar nicht schlecht, aber ich möchte nicht bin alle Ewigkeit während dem Repetieren shared Google Docs mit Titeln wie "alles, was man über Napoleon und die Schweiz wissen muss" erstellen. Wenn die beim Lernen helfen, guckt, so gehts, pls help yourself.).

Das lief nicht immer so entspannt und selbstsicher, wie es sich hier liest, aber es kam gut raus, können wir zu diesem Zeitpunkt sagen, denke ich. Ich weiss nicht, wann einer von uns mit Q. das letzte Mal gelernt hat, ist echt lang her. Bei L. sind wir auch recht weit raus, es gibt Fächer, die er gern mit uns noch bespricht (ich bin die go-to-Person für Geographie und Geschichte, immerhin ist der doofe Napoleon vorbei, Mathe macht er mit dem Hübschen. Wir sind beide gespannt, ob und wer am Wochenende bei Chemie angefragt wird, da würden wir alle drei gern helfen :-)) 

Dienstag, April 01, 2025

010425

 April: damit ist ein Viertel des Jahres rum. Ich finde ja, der Start, den wir hatten, war so holprig, dass wir smooth sailing from here verdient hätten. Hat das jemand mitgeschirben? Danke.

Für April sind in dieser Hinsicht (naja, und halt generell) geplant:

heute Abend direkt ein Work Dinner mit externen Partnern. Bei denen haben die Firmenstruktur und die Kontaktpersonen geändert und mein Kollege und ich sind die einzigen von unserer Seite, die in Basel sind, also. Neue Leute kennenlernen, für nicht so lang, weil ich das Jöbli ja abgebe.

Auch hier: Den Jöbli-Chef daran erinnern, dass er mir jemand zugesagt hat, der am 1. Juli spätestens das Jöbli übernehmen wird. Ich glaube, er kann sich noch nicht vorstellen, dass das wirklich so viel Arbeit ist und dass ich wirklich am 30. Juni eob den sprichwörtlichen Stift fallen lassen werde.

Ausserdem: Haare blondieren (bisschen aufgeregt, ich habe einen Toner, der "white silver" heisst. Wenn das nix wird, dann Buzzcut)

Ich werde bei der ersten GV der Kolchose, wie der Hübsche es nennt, --> der Gemüsegenossenschaft teilnehmen.

Mein Jöbli-Partner und ich halten zwei Workshops für unser gemeinsames Weltrettungsprojekt.

Ich werde einer lieben Kollegin mit gleichem Vornamen adieu sagen, die gekündit hat.

Dann: Osterferien. Die Kinder haben zwei Wochen frei, ich habe eine. Ein paar Tage davon kommen mein Vater und seine Frau auf CH-Besuch (naja. Man hätte das anders planen können, so dass es nicht mit unserem Ostertrip nach München und L.s Futura-Kurs kollidiert, aber hat man nicht. Naja.) Ich plane einen Besuch im Kloster Muri, nochmal Habsburgerherzen anschauen. Ausserdem habe ich mindestens einen Tag ganz für mich allein frei, ich möchte da was richtig nur für mich machen, denke Wanderung.

Dann: Osterfeiertage wie immer in Bayern, diesmal aber bisschen anders. Ich freue mich auf Freundinnen, habe Respekt vor Pflegeheimbesuch und bin ein bisschen gespannt, was auf dem Grundstück meines Elternhauses seit dem Verkauf passiert ist.




Montag, März 31, 2025

310325

 Schau an, Q1 vorbei. War jetzt eher ruckelig, der Jahresstart, würde ich sagen. Aber gut, wir haben ja noch 75%, die es rausreissen können!

Heute: schon mal gut geschlafen. Vogelwild wie ich bin, habe ich den Wecker NICHT schon um halb sechs gestellt, sondern erst um sechs. Mit vollem Risiko, dass ich eben vor der Physio nicht mehr meine Sporteinheit schaffe und dann voll unaufgewärmt und mit steifer unbeweglicher Schulter da auflaufe und alle traurig sind, dass nix vorwärts geht. Aber: es war Zeitumstellung, wir haben gestern abend lang gebraucht, um ins Bett zu kommen (unter anderem, weil wir sehr lang gebraucht haben, um zu realisieren, dass die Folge, die als nächstes auf der Battle Star Galactica Blu Ray war, die extended version der Folge davor war. Wie kann man so was doofes machen? Und nicht mal die Folgennummern oder Titel irgendwo im Menü oder im Booklet hinterlegen? Wir sind durch eine Amazon-Kritik darauf gekommen. Anyway. Man hätte es auch schon 15min eher realisieren können. Ich sag noch: "Schau, da wollten sie die gleiche Folge nochmal aus einer anderen Perspektive drehen und fanden die ursprüngliche so gut, dass sie das meiste nochmal genommen haben". Hätte auch sein können, find ich.), ich wollte einfach nicht um halb sechs aufstehen. Erzieherisch total wertlos war der Arm dann beweglich wie nie, ich habe oft aus Gewohnheit dagegengehalten, weh getan hat es noch lange nicht. Vielleicht muss ich doch nicht immer vorher Sport machen?

Dann: fast meetingfreier Tag und ich bin ein bisschen ins prokrastinieren gekommen, aber das ist auch mal ok. Wir haben jetzt ein gerüchteweises Datum für die Info, wie es mit unserer Abteilung weitergeht, bis dahin wird es eh sehr, sehr unproduktiv werden, zumindest im Büro.

Beruhigende Erkenntnis: Ich bin keine Expertin in allem (zB Toxikologie), aber ich erkenne, ob ein Assessment Hand und Fuss hat oder eher: wenn ein Assessment keins von beiden hat. Meine Güte....

Zum Mittagessen gab es Mangoldquiche und Salat. Wie danach beim Ragewald durch den Wald festgestellt: Quiche ist halt schon so ein langweiliges Essen. Nie richtig schlecht, aber auch nie richtig gut. Und Mangold ist auch so ein langweiliges Gemüse, halt grün. Aber: es gab fancy Salat dazu, der hat nach mehr geschmeckt.

Sonst: Jonny hat einen Schmiss über der Nase, aber ich hoffe, dass Kratzer nicht so schlimm sind wie Bisse. Sansa hat schon den zweiten Zeck dieses Jahr, diesmal einen Riesen-Oschi unter dem Kinn (habe sie natürlich weggemacht), das wird noch lustig....

Morgen dann: nicht vergessen, dass ich mit dem Shuttle in die Arbeit fahren wollte, nicht mit dem Rad, weil abends eben Dinner und ich nicht im Dunklen heimfahren will.

Gesehen:

"Shining Girls" eine Hammerserie, Thriller, Zeitreisen, Elisabeth Moss. Ich glaube, ich habe viel verpasst und bin gespannt auf das zugrundeliegende Buch.

Gelesen:

Nach "Butter" habe ich jetzt "Brüste und Eier" ausgelesen und naja, ich war nicht ganz so genervt, aber ich brauche trotzdem erstmal eine Pause von japanischer Literatur ("Die Ladenhüterin" habe ich noch auf dem virtuellen Stapel). Ich habe irgendwie Mühe mit dem Erzählflow, wo so gefühlt wahllos auf unzusammenhängenden Aspekten rumgeritten wird und dann ist es auf einmal aus. Ich glaube übrigens, dass die Leute, die die Buchbeschreibung geschrieben haben, das Buch nicht ganz gelesen haben, sondern nur ca 25%. Dann geht es nämlich um was ganz anderes. (Folgen Sie mir für mehr durchdachte, professionelle Literaturkritik!) Und ja, die Sorgen und Nöte wirken total fremd für mich und ein bisschen ... flach? Platt? (Kann gut sein, dass mir da halt einfach das kulturelle Verständnis fehlt, aber sowohl die Koch-/Essthematik in "Butter" als auch die Kinderthematik in "Brüste und Eier" wirken für mich so künstlich aufgeblasene non-issues.)


Sonntag, März 30, 2025

300325

 Ausflugstag!

Mein Wecker läutete um halb acht, das liess mir genügend Zeit für Aufstehen, fertigmachen, Kaffeetrinken und genügend frühstücken, dass ich fit genug bin, um zu meiner Frühstücksverabredung mit Schwester und Babyneffen nach Basel zu radeln. 

Wetter: noch recht kalt, aber traumhaft schön:



Buff gibt warme Ohren und dicke Backen

Wir waren im Avant Gouz, das hatte ich auf einer der "10 besten Brunch Locations Basels"-Liste gefunden. Sehr hipsterig im nicht gentrifizierten Teil von Kleinbasel, sehr ansprechende Speisekarte. Wir hatten erst ein bisschen Sorge, als trotz Erwähung auf dieser Liste um halb 10 halt noch gähnende Leere war. Aber: Zeitumstellung, Hipsterviertel, nach einer Stunde war es rappelvoll. Essen und Kaffee waren super (und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Eggs Benedict gegessen, die da oben aussehen wie eine Dampfnudel)

Dann: Spaziergang durch ein frühlingshaft lebhaftes Basel, das war sehr, sehr schön!
Und dann habe ich ganz verrückt den Hübschen angerufen und gemeint, er solle doch zum Vitra-Campus kommen, ich würde rüberradeln und wir könnten uns endlich die Nike-Ausstellung (und halt den Campus) anschauen. Wir waren da vor über 10 Jahren das letzte Mal.
Google Maps lotste mich per Fahrradroute schon ganz gut dorthin, aber eben: das Dreiländereck, mit Hafen, Autobahn, Bahnstrecke, drei Grenzen, Baustellen, die Strassen werden zT dreistöckig übereinander geführt, mir war nicht wirklich klar, wo ich wann rauskommen würde. Aber: zack,da.


Ich bin ganz ehrlich: ich kann mit Design (und Architektur) genauso wenig anfangen wie mit Kunst, aber es war schon nett, das alles anzuschauen. Bisschen Respekt (oder auch Augenrollen) habe ich jetzt wieder vor der Einrichtung nicht nur unseres Büroturms, sondern ALL unserer Firmenräumlichkeiten (incl der fürs Homeoffice zur Verfügung gestellten Bürostühle), jetzt wo ich gelernt habe, dass sogar die einfachsten, unbequemsten Meetingraumstühle Eames-Designerstücke sind.

Helmfrisur und Wind, aber guter Dinge


Designstuhl vor Design... Holzhaus?

Falls Sie budgettechnisch flexibel sind, gibt es extra Homeoffice-Inspirationen

Wohnzimmerinspiration, der "offene Kamin" war keiner

Nicht schön, nicht bequem, aber bestimmt teuer: ein rosa Marmorbad





Die Nike-Ausstellung haben wir dann auch noch gefunden. War ganz interessant, ich glaube, für den Hübschen als Sneaker-Afficionado noch mehr als für mich. Vor dem Heimfahren brauchte ich dann dringend noch einen Snack im Museumsbistro und dann ging es über dröflzig Grenzen (Deutschland-Schweiz-Deutschland-Schweiz) wieder nach Hause. Das war ein echt schöner Auflugstag!

Q. hat mir dann noch seinen Messerschleifer erklärt, der Hübsche ist rennen gegangen, L. kam vom Pfaditechniktag nach Hause und naja, irgendwie bin ich jetzt die Letzte in der Duschschlange.. Hm.

Heute abend dann Süsskartoffel-Lauch-Curry (der Reiskocher sprotzt schon wieder, aber nicht so schlimm wie auch schon. hm.), die erste Folge "Bosch Legacy" der finalen Staffel und dann ist auch schon wieder Montag. Hm

Samstag, März 29, 2025

290325

 Mittelmässig ausgeschlafen (die neue Bettwäsche raschelt nicht nur, sondern fühlt sich arg an wie so ein kratziges Papierhandtuch, mit dem man im Krankenhaus manchmal abgedeckt wird. Nicht die vorgewärmten Decken für im Notfall, sondern die anderen. hm. Aber in warm und ich bin mir noch nicht sicher), auch weil zwischendrin Katzengeschrei. Was ich total verschlafen habe (also in echt, ich schwör, nicht schlafend gestellt, weil keinen Bock): Sansa hat eine Maus hochgeschleppt und der Hübsche hat sie gefangen und ausgesetzt. Dafür war ich halt um viertel nach sieben wach, habe bis kurz nach halb acht ausgehalten und dann Kaffee gemacht.

L. hatte ein Englisch-Präsentationsübungsding abgemacht, deshalb habe ich Semmeln geholt und wir haben relativ früh gefrühstückt (für Samstag)

Dann: Englisch für L., Mathelernen für Q., Ragewalk mit frische Berliner mitbringen am Ende (die Klasse, die neben dem frische Berlinerfrittierstand den Kuchenstand aufgebaut hatte, hat mir echt leid getan) für den Hübschen und mich, viel Haushaltsgedöns, Kinderbetten, drölfzig Wäsche, dann Kinder aus dem Haus scheuchen für verschiedene Pfadiaktivitäten und dann schauen, ob das Wetter schön genug ist für einen schon länger angedachten Ausflug: nein. Also: chillen, räumen, Kombucha "wechseln" (der Hübsche hat gestern einen im Esszimmer fein dispers verteilt und das einzige, was ich geschafft habe, war mich so zurückzuhalten, dass ich nicht in roter Wut austicke, weil so unnötig. Ich habe halt nix gesagt, mehr ging nicht. Nachdem Saubermachen wurde es dann aber doch ein netter Abend. Und heute musste jemand nochmal wischen, weil immer noch klebrig), mit Serienunterstützung Essen vorbereiten. Und dabei kam ich dann irgendwie in den Flow, es gab nicht nur heute MacnCheese mit Bärlauch in der Sosse und karamellisierten Schwarzwurzeln dazu, für morgen früh sind Mangos, Orangen, Kiwis, Granautapfelkerne in müslitaugliche Portionen geschnippelt, für morgen Abend steht ein Lauch-Süsskartoffel Curry bereit, in den Ofen geschoben zu werden, eine grosse Schüssel Salat ist gewaschen und gemischt und für Montag oder so ist die Füllung einer Mangoldquiche bereit. Ich musste mir aktiv sagen, dass jetzt genug geschnippelt ist :-)

Die Kinder sind jetzt beide im Pfadibeizli, der Hübsche und ich werden wie so alte Leute eine Serie schauen und morgen (recht früh, weil Zeitumstellung) fahre ich mit dem Rad frühstücken mit meiner Schwester und schaue, dass L. rechtzeitig aufsteht, weil er Techniktag hat.

Hoffe, das Wetter ist besser :-)