040425
Man teile mir eine, naja, Katastrophennachricht gewissermassen, mit, ich realisiere, ich kann nix dran ändern ausser mich in meiner Menschenkenntnis bestätigt zu fühlen und ein gewisses Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten und meinen Marktwert zu haben, und ich schlafe wie ein Baby.... Also: wie ein sprichwörtliches, nicht wie ein echtes oder gar eins von meinen.
Heute morgen dann milde geknickte Stimmung (immer noch wütend), ein paar Zusatzinformationen ergaben ein nicht ganz so schlimmes Bild, bei der Physio konnte der Physiomann meinen linken Arm bis ganz auf die Liege drücken. Es ist nicht alles schlecht. Wurde auch gelobt für meine Rotationsfähigkeiten, wer weiss, vllt ist die 4. Physioverordnung (oder die 5.?) dann doch die letzte?
Daheim dann erstmal Kaffee und Einkaufsründchen, ich hatte danach eins meiner letzten Mentoring-Meetings mit der Kollegin aus Japan geplant (die hat von dem ganzen Drama nichts mitbekommen, weil unsere Truppe in Panik dann doch auf deutsch katastrophisiert), das war ein bisschen weird, aber auf der Titanic hat die Band ja auch bis zum Schluss gespielt oder so.
Dann: Mittagessen, mit Q., das war schön. Es gab noch mehr Infos und mittlerweile bin ich für mich gar nicht mehr verzweifelt (immer noch wütend), ich denke, für mich kann das eine richtig gute Chance für was cooles werden. (Für viele andere bricht eine Welt zusammen. Es fühlt sich seltsam an, in einer grossen Gruppe eine der ruhigsten und gefasstesten Personen zu sein, weil ich mich eigentlich nicht so sehe. Aber naja, es ist ein weites Sprektrum).
Am Nachmittag hatte ich Friseurtermin (die Haarfarbe in "silver white" wurde richtig gut, bisschen mehr silver als white), ich bin mit dem Rad über die Felder gefahren, meine Güte ist das schön:
Neue Frisur ist tiptop, passt ja gut, ich brauch nächste Woche neue Fotos.
Auf dem Heimweg bin ich beim dm vorbei und naja, ich mach die Regeln nicht, ich weiss, limited edition Klopapier ist für .....die Katz, aber eben: OTTER!
Daheim dann muss ich schauen, dass ich noch für ein halbes Stündchen auf den Crosstrainer komme, der Pizzateig geht schon vor sich hin und wenn der Hübsche vom Laufen zurück ist und alle geduscht sind, gibt es einen Palomimosa aufs Wochenende und das Durchhalten und New Beginnings.
Sonst: beim Büromöbelverkauf ein USM-Haller-Regal zum ca Ikeapreis ergattert, das wir für die Galerie brauchen können. Eigentlich hoffe ich auf einen Bürostuhl für den Hübschen, es gibt aber so viel abstruses Zeug (Sofas aus der Lobby, wo man mit dem Rücken zueiander sitzt, in RIESIG, Barhocker an Melkschemel angelehnt, Moderatoren-Caddies, und es ist ein Riesendurchsatz. Ich fürchte, wenn nicht bald ein Schreibtischtstuhl kommt, wird es der Melkschemel oder das Sofa.
Dann: in der Schweiz wird im Moment relativ viel über unseren Ort geredet, das Protestcamp ist 50 Jahre her. Wir haben frisch diese Doku angeschaut und auch wenn ich da noch gar nicht auf der Welt war geschweige denn gewusst habe, dass der Ort hier überhaupt existiert, macht es mich schon ein bisschen stolz, nicht nur auf römertechnisch historisch bedeutendem Gebiet zu wohnen sondern auch in jüngerer Geschichte. (Ich wusste nicht, dass sich der, der den Pavillon gesprengt hat, mittlerweile zu erkennen gegeben hat.). Wenn Sie also interessiert an dem Widerstand gegen die Kernenergie in der Schweiz (und Drohnenaufnahmen unseres Ragewalk-Gebietes) sind, gucken Sie doch mal rein (ich fürchte, sie ist nicht untertitelt).