Sonntag, März 01, 2026

010326

 März. Uff.

Wobei. ich hatte jetzt meinen Winter, ich wollte schon schreiben: ich bin jetzt bereit für Frühling, aber ich sage lieber: ich habe eingesehen, dass hier jetzt halt Frühling ist. Wir haben heute den Balkon und den Garten frühlingsfertig gemacht (dabei gemerkt: die Krokusse und Blausterne sind schon fast verblüht), ich freue mich auf die Neugestaltung, für die wir nächste Woche die Offerte bekommen sollten.

Sonst ist März Geburtstagsmonat:

L. wird ... 17. Wie krass ist das? (Ich hatte in Island noch fälschlicherweise angenommen, er wäre noch 15 und habe die falschen Tickets für den Flybus gebucht, ups).

Der eine kleine Neffe wird 4, auch da: wie die Zeit fliegt!

Auf dem Plan stehen sonst noch: 

Wiedereingliederung (lol) in Arbeit und Schule (für L. starten eine Menge Stützkurse, weil alle Austauschkinder zurück sind)

mein (vielleicht) letzter Pfadielternrathock (Ab Ende Jahr spätestens werde ich "rausgeworfen", weil es keinen Conflict of Interest zwischen Eltern und Abteilunsleitung geben darf und ich ab dann als befangen gelte :-))

Viel Schwimmen (jemand hat sich in Island einen neuen Badeanzug gegönnt :-))

Haareschneiden

Abschiedsapero meiner alten Gruppe (wo jetzt, glaube ich, die Kündigungen für die, die nichts neues gefunden oder gesucht haben, wirksam werden. Uff).

Und dann hat L. schon wieder Ferien :-) (Der Hübsche und ich hustlen durch bis Ende September, da habe ich recht viel Respekt vor)

Samstag, Februar 28, 2026

280226



Wieder daheim, nerviger Teil wie immer nicht mal das Aufstehen um vier, sondern das Warten auf das Postauto für die letzten km bis vor die Haustür.
Beste Reisegesellschaft ever, bin gespannt, wie das in Zukunft aussehen wird.

Jetzt: Katzen knuddeln, ausräumen, Wocheneinkauf, Pakete auspacken, Wäsche waschen und Duschen.
(Sidenote: es fühlte sich sehr scary an, zu: "alle Amerikaner sollen Israel HEUTE verlassen" ins Bett zu gehen, zu "Israel greift Zele im Iran an" ins Flugzeig zu steigen und zu "USA und Israel im Krieg mit Iran, Iran bombardiert alle" wieder auszusteigen)

Freitag, Februar 27, 2026

270226

So. Heute der zweitdoofste Tag des Urlaubs: wir haben das Haus geräumt und aufgeräumt (auf den letzten Metern kapiert, dass die Besitzer zwei isländische Fussballbrüder sind). Auf dem Wegbzum Flughafen nochmal Hotdogs für alle (für mich was süsses), dann Auto abgeben (aka Schlüssel in einen Briefkasten werfen. Wird schon ok sein).

Abflug im strahlenden Sonnenschein, die Highlands immer mal wieder aus den Wolken vorblitzend (bin auf Insta jetzt in dem Rabbithole von all year Highland Accommodation angekommen). Reykjavik gab wintertechnisch nochmal alles und wir landeten im Schneesturm.
Ich war zu geizig/bequem gewesen für ein Taxi (es standen aber auch keine rum) oder mich in das Bussystem einzuarbeiten, und 20 min zum Busterminal mit Gepäcklockers schien jetzt nicht so wild. Ich hatte relativ viel Zeit, das zu überdenken, als wir unsere zT 23kg Koffer durch den Schnee auf dem Gehweg zerrten und unsere Kapuzen sich mit Schnee von oben füllten...
Locker waren überraschend teuer, aber gross genug und verfügbar (und irgendwann nahm das Terminal auch meine Karte)

Mit ohne Gepäck (und ohne Schneesturm) war es dann schon viel angenehmer zu laufen und als wir dann noch ofenwarme Zimtschnecken in der Hand hatten, war die Welt in Ordnung.
Letzte Mitbringsel eingekauft, die Influencerkatzen Volvo und Baktus gesehen, richtig gut Hand pulled noodles gespeist, dann zurück zum Busterminal, ein bisschen warten, und sich zum Flughafenhotel juckeln lassen. Morgen geht der Wecker um vier.....

Donnerstag, Februar 26, 2026

260226

 Heute: ausgeschlafen (das bedeutet für mich halt einfach maximal halb acht oder so), Kaffee und Buch (Ich habe "Königin Esther" mit viel Mühe heute endlich fertiggelesen. Ich hatte von John Irving in Erinnerung, dass ich ungefähr 2, 300 Seiten zum Reinkommen brauche und dann ist es super. Hier: es war zwischendrin ganz kurz ok und dann hat es einfach nicht mehr aufgehört, es wurde salbadert, immer wieder derselbe Scheiss (sorry) wiederholt, man kam vom Hölzchen aufs Stöckchen, hatte das Gefühl "Bruder, was labersch du?", als er von Europa in den 70ern schwadronierte und den allgegenwärtigen Juden und dem Antisemitismus, interessanterweise aber keinen alten Nazis, dann noch bisschen Israel und Palästinenser und die ganze Zeit irgendwelche abstrusen Sex-und Schwängerungsszenarien, die mich halt die ganze Zeit einen sabbernden alten Mann vor mir sehen lassen... ja, also, nein danke! Jetzt wieder solide Krimikost!) und spätem Frühstück.

Die Skipiste wäre heute ab Mittag wieder offen gewesen, allerdings taute es wieder ordentlich und wir legten einen supergemütlichen letzten Tag ein. Ausschlafen, PJ-Frühstück, Morgenfolge des Manga, zu dem L. uns gebracht hat (wir amüsieren uns köstlich!), dann machten der Hübsche und ich einen Schneespaziergang (wir haben Schneehühner und Fuchsspuren gesehen), dann bauten wir gemäss Internetinspiration eine Alienarmee, die wir heute abend noch mit den extra gekauften Glowsticks beleuchten werden (ich hoffe, sie schmelzen uns nicht ganz weg, sie sind schon ein bisschen klein geworden). L. und S. haben einen RIESENSCHNEEMANN gebaut. 







Dann: Kekse, Kaffee, Tee, Nudelsuppe für alle und eine Runde Monikers. Und ich sag mal so: ich hoffe, der linke Zeigefinger ist nur verstaucht,, weil ich würde ungern in den Unfallbericht schreiben "Ich wollte pantomimisch "Hangry" darstellen, dabei wollte ich schwungvoll meinen jüngeren Sohn umarmen, der sich mit mir diese Eigenschaft teilt. Ich holte also aus, schaute aber in die Richtung meines Mannes, dem ich den Begriff klarmachen wollte, und vergass, dass L. in einem Ohrensessel sass. Mit gestrecktem Zeigefinger stiess ich mit Schwung gegen das Sesselohr, der FInger knackte und knickte in eine ungute Richtung. Mir wurde kurz schlecht, ich musste weinen und lachen gleichzeitig, die Familie machte Witze wie "Bei Chuck Norris (ein anderer Begriff, der zu erklären war) würde jetzt der Sessel weinen", der Finger wurde blau und schmerzt bei Bewegung. Aber ich habe 15 Sekunden extra Zeit bekommen, konnte "hangry" noch erklären, aber verloren haben wir trotzdem". (ich werde defnitiv bis Samstag daheim warten und es wird schon nix sein).

Dann: der Hübsche und ich gehen nochmal eine Runde schwimmen, heute ist der Plan, einen Kilometer zu machen, das sind in dem kleinen Becken hier 60 Bahnen. Mir wird zwischendrin ein bisschen schwummrig, aber es ist trotzdem sehr, sehr schön und ich würde auch daheim gern in warmem Freibad im Winter schwimmen. Daheim dann: Reste verkochen, wir haben das bis auf die Skyrmenge richtig gut abgeschätzt. Es gibt Röstitaler und Tortellini-Auflauf überbacken mit allem Käse, den wir noch haben.

Zum Abschluss: ein bisschen die Koffer zusammenpacken, dann nochmal Hotpot und vielleicht kommen nochmal Nordlichter.

Verfrühtes Fazit: das war ein wunderbarer Urlaub, auch in der Konstellation. Ich freue mich sehr, dass Q. noch nackommen konnte, ich glaube, dem wäre ganz allein daheim (vielleicht) ein bisschen einsam gewesen, ich habe mich sehr über seine Gesellschaft gefreut. Die Islandneulingin hat sich sehr wacker geschlagen, nicht offensichtlich unsere Art Urlaub zu machen doof gefunden, das grosse Haus hat natürlich allen Raum zum Rückzug gelassen. Überhaupt: grad im Winter und/oder bei unsicherem Wetter: ich bin grosser Fan von echt schönen Ferienhausunterkünften, das tut beim Buchen zwar kurz weh, andererseits denke ich mir: wir arbeiten uns dumm und dämlich, werden dafür mehr als gut bezahlt, es ist doch nur logisch, dieses Geld für was auszugeben, was uns Freude macht.

Auf jeden Fall: als heute ALLE rauskamen und die Schneealiens gebaut haben und die beiden dann nicht mehr aufgehört haben und irgendwann nochmal Verstärkung holten, um die Schneekugeln aufeinander zu stapeln, und dann alle Nudelsuppe gegessen haben, da hätte ich fast ein bisschen geweint. (naja, beim Finger habe ich dann richtig geweint, aber das hätte es nicht gebraucht).

Wie ist es, mit einer weiteren Frau auf Reisen zu sein?

Super! Ich habe es in den letzten ein, zwei Jahren schon gemerkt, dass es mir nicht so gefällt, die einzige weibliche Person im Haus zu sein. Die Jungs und der Hübsche sind super, die Gesrpächsthemen sind vermtutlich diverser, als man vermuten würde, aber..... eine co-weibliche Perspektive wäre schon manchmal schön und ich hätte mich so gesehen schon sehr über eine Tochter gefreut. Aber gut, es ist, wie es ist, umso cooler, wenn diese weiblcihe Verstärkung jetzt halt von aussen reinkommt. Das Reisen per se klappt superst, ich hoffe, ihr gefällt es auch so.

(Andersrum: ich werde ja immer total aggressiv, wenn die automatische Erwiderung "der arme Vater" kommt, wenn zur Sprache kommt, dass ich drei Schwestern habe, weil: wtf?!)



Mittwoch, Februar 25, 2026

250226

 Heute: eigentlich hatte ich ja Skifahren geplant. Nachdem gestern Sturm war und das Skigebiet auch nachmittags wegen Wetter zu hatte, dachte ich, heute, ohne Sturm, wäre wieder alles tutti. Während des Frühstücks änderte sich allerdings nichts auf der Website, um 10 (da sollte es eigtl öffnen) bewegten sich die Lifte auf der Webcam nicht ansatzweise, es blieb still und ruhig. Naja. Dann nicht. (man muss Tickets vorab online kaufen und kann sie auf vorhandene SkiData-Karten spielen, die ich immer in ausreichender MEnge in der einen Tasche, die so schwer zu erreichen ist, der Skijacke habe, aber eben: Registrieren und alle Teilnehmer eintöckeln, würde ich lieber am Computer als am Handy machen, also lieber von daheim als von vor Ort.

War aber eh offensichtlich, dass nix war. Deshalb: gemütlich fertig machen für einen weiteren Schneespaziergang im Wald. Heute in der Eis-Version. Wie gut, dass wir alle Spikes für die Schuhe haben, da war das easy.






Unterwegs Wanderkaffee in einer Vogelbeobachtungshütte, dann Bäckereibesuch zum Auftanken von Zucker und Zimt und für die Omnivoren ein Konterhotdog.

Daheim dann war es endlich so weit: ich ging schwimmen. Der Hübsche kam mit (ich war etwas nervös. ob sie bei leichtem Schneefall am Ende das "grosse" (17m) Becken nicht aufmachen würden, nur die Hotpots, aber eben: Island. Ich schwamm also bei perfekter Temperatur (am einen Ende war es mir zu warm, am anderen genau richtig), irgendwo mass ein Thermometer knapp über 29 Grad eine gute halbe Stunde. Bahnenzählen kann ich nicht ohne Podcast, den hatte ich aber nicht dabei. Meine Brille sass erst überhaupt nicht gut, aber nach den ersten 10 Bahnen hatte ich es raus.

Ungewohnt für mich: es war sehr blau und hell, das Arbeitsbecken hat einen Metallboden, da wirkt tendenziell dunkler.

Danach: im Hotpot kurz aufwärmen (es waren ausser uns noch zwei ältere Männer da, einer von beiden aus dem Ort), dann anziehen und zurück.



Jetzt: Spaghetti, Hotpot, Monikers. Wir haben es schon ziemlich gut.

Und dann noch eine Wunschlistenfrage:

Basierend auf Ihrer Erfahrung / persönlichen Wahrnehmung: wie viele Frauen (anteilsmässig) sehen Sie in mittleren bis höheren Kader Funktionen, welche tatsächlich einen Schweizer background haben (in der Schweiz in die Schule gegangen und aufgewachsen)?  Und wie viele davon sind dann auch noch Mutter von Kindern? 

Weil: Ich selbst keinen Einblick in die Pharma Industrie im Bekanntenkreis habe, bei mir in der Branche jedoch beobachte, dass es nach wie vor wenig schweizer Frauen in solchen Positionen gibt und es mich als Mutter von 2 Töchtern interessiert woran dies liegen könnte? Schulsystem? Kulturelle Prägung und Erwartungshaltung? 

Das ist eine sehr interessante Frage und ich dachte, ich könnte die leicht beantworten, indem ich ein bisschen in die Firmenstatistik gucke. Aber entweder ist das nicht (für 08/15 Mitarbeiterinnen) zugänglich oder aber tiefer versteckt, als ich in den Ferien bereit bin, zu suchen.

Generell ist es bei der grossen Pharmafirma, bei der ich arbeite, so, dass der Anteil an Schweizern und SchweizerInnen tatsächlich eher überschaubar ist und vermutlich geringer als man glaubt. In Basel ist halt das Headquarter mit allen globalen Funktionen, das ist ein Magnet für die ganze Welt. Dementsprechend arbeiten dort auch Menschen aus (ich hab nachgeschaut) 115 Nationen, davon ist natürlich ein Teil SchweizerInnen, aber allein aus Deutschland und Frankreich kommen dank der Lage im Dreiländereck allein schon sehr viele Ausländer, die noch nicht mal aus ihrem Heimatland wegziehen müss(t)en, um dort zu arbeiten. Dazu alle andere internationalen KollegInnen.... 

Dann: die Frauen. Der Frauenanteil am Standort beträgt 40%, bevor die Diversitätsziele ..... den "geopolitischen Herausforderungen" geopfert wurden, war das Ziel für den Frauenanteil in Führungspositionen 38% oder so. In dem Bereich, in dem ich bin, hat sich in den letzten 13 Jahren da sehr, sehr, sehr viel getan (Technical Operations, historisch gesehen eine Männerbastion), besonders die hohen Führungspositionen sind zu einem überwiegenden Anteil mit Frauen besetzt. Interessanterweise haben geschätzt 95% dieser Frauen Familie mit Kindern.

Jetzt aber die Frage nach der Schnittmenge: ich würde jetzt nicht sagen, dass es kaum bis wenig Schweizerinnen in diesen Rollen gibt. Es ist halt ein wild gemischtes internationales Umfeld, geradeind en höheren Kaderpositionen konkurriert man mit Führungskräften aus aller Welt, aber eben: es gibt sie durchaus. Und ALLE, die ich kenne, haben Kinder. Ich persönlich glaube, dass das in dem Umfeld aber schon auch mit der Prägung im Studium zusammenhängt, da sind solche Rollen mehr oder weniger "vorgezeichnet" und man stellt sich darauf ein.


Dienstag, Februar 24, 2026

240226

 Heute: Badetag bei wildem Wetter.

Es hat seit gestern mittag ordentlich getaut bei Wind und eben 4 Grad über Null. Heute mehr Wind und ab Mittag wieder Temperaturen unter Null und Schnee angekündigt.

Genau der richtige Tag für einen Besuch in der "Forest Lagoon", eins der fancy Wellnessbäder, relativ neu, in dem wir bisher noch nicht waren.

Es war richtig schön, warm, mit Sauna, skurrilste Beobachtung: man konnte die Dusche nur mit dem Chiparmband für Eintritt, Schrankabschliessen und Getränke an der Bar bezahlen aktivieren. Das haben wir Frauen erst gar nicht gecheckt, weil wenn man wild mit der Hand mit dem Armband drum rumwedelt, kann es auch gehen. 






Wir haben also erst im Nebel, dann im Schneetreiben im warmen Wasser gedümpelt, irgendwann war gut (Q. wieder ein bisschen Kreislauf, da müssen wir wirklich aufpassen, aber er merkt es mittlerweile, bevor es ihn flachlegt). Grosse Freude über die Badeanzug-Zentrifuge. Meine Mütze war ja auch platschnass nach dem eingeregnet werden, aber weil da so strikt "swimwear only" stand, habe ich mich nicht getraut. Aber: andere schon und ich dann als Lemming auch und so war sie dann wenigstens trockener als vorher.

Essen: wieder bisschen tricky für mich, die Omnivoren waren voll auf Hotdogs an der nahen Tankstelle eingeschossen, an der es nix in vegi gibt, ich hatte eigentlich keine Lust darauf, dass alle um mich rum warten (und "mal ein bisschen probieren" wollen), während ich im Lagunenbistro einen Avocadotoast verdrücke, und war bereit, bis daheim durchzuhalten und eben dann eine Suppe zu essen. Praktischerweise war der kreislaufbeeinträchtigte Q. dann auf Pancakes eingeschossen und so haben wir uns einen Brunch mit beidem geteilt, das war schon besser als nix zu essen, gebe ich zu.



Der Weg über den Damm zur Tankstelle war dann echt interessant, weil: es stürmt! (nicht genug für auch nur ansatzweise eine Wetterwarnung hier, aber schon ziemlich!)

Bisschen (sehr) doof: ich habe ja fest eingeplant, hier im Dorfschwimmbad mindestens eine Streckenschwimmrunde einzulegen, das (Aussen)Becken hat 29.3 Grad, das sollte ja gut gehen. Bisher kam es dazu nicht, weil die Öffnungszeiten halt limitiert sind und ich am ersten Tag hier dann auch irgendwie keine Lust mehr hatte, am Abend nochmal hinzugehen. Naja. Heute haben wir auf dem Weg mit dem Auto zum Haus die (wenigen) Leute, die draussen waren, gegen den Wind und die total eisverkrusteten Gehwege kämpfen sehen, und bei allem "Wie cool wäre es, bei dem Wetter draussen zu schwimmen?" ist es halt im Haus schon sehr viel gemütlicher und ich mag mir (trotz Crampons) jetzt nicht wirklich noch was brechen, wie doof wäre die Begründung: "Ich wollte bei Schneesturm halt draussen schwimmen und bin auf dem Weg zum Schwimmbad ausgerutscht" (Der Hübsche muss noch lernen, dass er mich sowas selber rausfinden lassen muss und mir nicht ungefragt sagen darf, dass das eine doofe Idee wäre. Ist natürlich ein bisschen risky, vielleicht merke ich es auch nicht und gehe dann halt, aber mei, so bin ich halt auf ihn sauer und noch viel näher dran zu gehen....)

Anyway, ich sitze jetzt im sturmumtosten Wohnzimmer am Kamin, die Jungs gucken eine Serie, dahem hat es anscheinend 20 Grad plus und ich recherchiere, ob wir morgen Skifahren gehen können :-)


(Gestern abend übrigens noch: wildeste Nordlichtershow, als wir im Hotpot sassen und ich EINMAL mein Handy nicht dabei hatte. Ich bin jeden Abend schon mehrfach im Pyjama rausgesaust, als die Nordlichterapp gebrummt hat, immer nix, aber das war schon beeindruckend! (Wie immer: Langzeitbelichtung / Nachtmodus, so bunt sind die fürs nackte Auge nicht, aber man kann sie deutlich von Wolken unterscheiden und auch den Hauch pink / grün erkennen).







Wunschlistenfrage:

Wie zufrieden sind Sie mit dem Birdbuddy?

Sehr! Ich habe ihn aktuell wegen nicht so viel Sonne auf "weniger Postkarten" eingestellt, weil da das Solardach sonst nicht ganz ausreicht, aber im Prinzip ist er super! ich freue mich über jede Nachricht, über jede neu freigeschaltene Vogelart (ich habe jetzt Amsel, Spatz, Blaumeise, Kohlmeise, Rotkehlchen, viel mehr habe ich bei uns sonst auch noch nicht gesehen). Die Fotos sind grossartig, angeblich erkennt die App eben auch verschiedene Individuen, die man auch benennen kann. Ob das jetzt so tatsächlich stimmt, oder ob Joe Black und Jon Snow ein und dasselbe Amselmännchen sind, who knows?

Montag, Februar 23, 2026

230226

 Man sagt, der "Diamond Circle" wäre der "Golden Circle on Steroids" (Golden Circle: die von Reykjavik binnen einer kurzen Autofahrt erreichbaren landschaftlichen Attraktionen wie Gullfoss, Geysir, Selljalandsfoss, die auch dementsprechend unglaublich überlaufen sind). Hier oben ist das die Runde von Akureyri über Husavik, Asbyrgi, den Dettifoss, Myvatn, incl der Schwefelfelder, Drimborgir,, Hrevir, dem Godafoss und so.

Die gesamte Runde wäre uns eh zuviel am Stück gewesen, ausserdem ist die Strasse zum und vom Dettifoss eh gesperrt, also sind wir die untere Hälfte angegangen und heute ein bisschen früher aufgestanden. Eigentlich war der Plan ja baden in den Myvatn Nature Baths, die jetzt anders heissen, aber die sind zu wegen Bauarbeiten.

Also:

Godafoss in richtig vereist (ich glaube, das Blau kommt ohne Schnee gar nicht so raus)



Unsere Islandverwöhnten Kinder: "so hoch oder breit oder tief scheint der jetzt gar nicht!" (Keiner hat diesmal Karotten runtergeworfen oder über Götterstatuen referiert)

Der Weg weiter: windig und noch kalt. (Im Lauf des Tages wurde es fast föhnwarm und taute richtig)

Myvatn


Zum Teil war der See so zugefroren, dass es Schneemobiltouren drüber gab, zum Teil aber dann doch offen.

Lavafeld Dimmuborgir: im Winter dann doch recht leer, nicht überlaufen wie im Sommer. Lustig übrigens: der Krater, den der Hübsche und ich im Sommer ja mehr oder weniger senkrecht hochgehirscht sind, ist uns damals auf dem Hinweg gar nicht aufgefallen, diesmal schon von weiss nicht wie vielen Kilometern entfernt)






Richtig gutes Mittagessen dann im Vogafjos Cowshed Restaurant, ein Restaurant im Kuhstall, absolut geruchssicher mit einer Glassscheibe getrennt, aber naja, die Fenster gehen halt doch direkt auf die Rückseite der Kühe.


Vegetarisches Essen ist im Hinterland immer ein bisschen ein Glücksspiel, hier aber gewonnen: Gerstenrisotto mit verschiedensten fermentierten und eingelegten Gemüsen, gebratenen Pilzen, Grünkohl, Blaubeersosse. Der Rest der Truppe hatte keine Mühe damit, Beefburger respektive Lamb Shank mit Blick auf die Kollegen zu bestellen und zu geniessen.

Praktisch direkt vor der Haustür: die Game-of-Thrones-Badehöhle, in der man nicht mehr baden darf, weil sie einerseits eventuell zu heiss ist, andererseits sich Touristen einfach nicht benommen haben. Deshal: nur gucken. Wir waren ganz allein, und es ist schon beeindruckend, wenn man in das schwarze Loch runterklettert und erstmal gar nix sieht, nur riecht und ahnt, dass irgendwo Wasser ist und dann: zack: fällt ein bisschen Licht von der anderen Seite rein und man sieht auf einmal alles


Schwefelfelder von Hrevir: beeindruckend, wie sehr die stinken, aber auch wie gemütlich das Blubbern klingt.




Heimweg dann durch sehr viel getauten Matsch, bei uns ist noch einigermassen viel Schnee (wir wollen ja noch die Glowstick-Aliens bauen), jetzt Resteessen, dann Hotpot und überlegen, was wir morgen machen