Montag, März 23, 2026

230326

 Also: "Hail Mary Project" oder auch "Der Astronaut": kann man schon anschauen. War für mich eine weirde Situation, weil der Hübsche das Buch gelesen hatte und ich nicht, normal ist das immer andersrum. Er meinte: gut umgesetzt, sie haben endlose Längen im Buch gestrafft. Ich meine: Kein Film, und der hier ganz bestimmt nicht, muss 2h30min dauern, das geht knapper. Aber eben: kann man gut anschauen, wenn man (was ich nicht konnte) drüber hinwegschauen kann, dass Ryan Goslingreynolds halt vielleicht in Vorbereitung sich ewig wo einsperren liess, aber nicht jemanden, der schon mal eine Brille mit Stärke getragen hat, gefragt hat, wie man eine Brille trägt (Wenn man IMMER drüber guckt, braucht man keine. NIE macht es Sinn, mit einem Auge durch und dem anderen nicht durch zu schauen. Und kein Mensch, der eine Brille trägt, hängt sie an einem Ohr unters Kinn, wo sie runterfällt oder mit Hautfett verschmiert wird, wenn man sie nicht aufhat. Meine Güte...) Sehr angenehm: kein niedliches Alien, keine Lovestory, ein paar Logiklöcher, aber gut machbar.

Weil die sich nicht kurzfassen konnten, waren wir halt erst kurz vor Mitternacht zu Hause, ich lag um viertel nach 12 im Bett, konnte ewig nicht einschlafen (gefühlt: gar nicht bis fünf), naja. Kaffee und Cola zu Mittag haben es gerichtet.

Radeln mit dem neu geserviceden Rad ist grossartig, Schwimmen auch, morgens dann direkt eine am Freitag noch angeforderte Feuerwehrübung erledigt. Antwort war "Danke, aber so dringend war das jetzt nicht". (ich bin dezent angenervt, es ist nicht das erste Mal, dass ich alles stehen und liegen lasse, vermeintlich für das Wohl des Produktes oder für irgendwelche strategischen Gespräche, die dann "ups, doch verlegt" oder "Ah, ne, doch nicht", oder "wurde entschieden ohne Input", fühlt sich nicht wirklich wertgeschätzt an.)

Dann: eins der Dauerbrennerthemen, die ich dachte, mit der alten Rolle losgeworden zu sein, aber naja, immerhin reicht jetzt anstossen, ich muss es nicht mehr implementieren.

Passte dann ganz gut, dass ich für Mittag nix abgemacht hatte und in Ruhe bei Salat mein Buch fertiglesen konnte und eine Runde frische Luft um den Block schnappen konnte...

Der Nachmittag war dann Detailfieselarbeit in einem riesigen Sheet, das wir nach langen Verhandlungen spätestens Ende der Woche an unterfähr 200 Leute zum Ausfüllen schicken müssen, zusammen mit einer detaillierten Ausfüllanleitung und Businessprozess und Scoring Guidance. Es war zu 90% fertig, aber eben: dieser Detailkram am Schluss frisst Zeit und ich mag nicht mit 200 Leuten diskutieren.

Irgendwann sah ich nur noch Regenbogenfarben und beendete den Tag.

Heimradeln: super schön!

Daheim holte ichaus dem Supermarkt schnell noch Skyr, den Printspiegel (Recherchen wie die Fernandes-Ulmen-Recherche kann man durchaus mal fördern. Ich erinnere mich noch, wie damals (TM) im Deutsch-Grundkurs jemand ein Referat über den Spiegel gemacht hat, in dem auch der "für immer unveränderbare Preis von 5 DM erwähnt wurde". Des Hübschen Eltern hatten den Spiegel lang abonniert und ich erinnere mich noch gut an die dicken Zeitschriften, in denen ich immer schmökerte. Heute... Print ist nicht tot, aber teuer (10 CHF, ich sags nur, das sind.. 11 Euro, das sind 22 Mark) und dünn. Aber es ist halt auch schon eine Zeitlang nicht mehr 1993..

Jetzt: Montagspizza für die Jungs, Ribollita für mich, dann Klamottenpacken und nicht so spät ins Bett.

Sonntag, März 22, 2026

220326

 Nach gestern (und der Woche und der davor und so) brauchte ich dringend einen entspannteren Tag.

Der Hübsche und ich schliefen aus (naja, bis ich halt wach war, das war 8:14h :-)), dann gab es Kaffee im Bett und dann machten wir uns auf, uns von den Kindern und ihren PfadikollegInnen mit Frühstück versorgen zu lassen.

Das ist tatsächlich ein sehr gemütlicher Anlass: wir kennen die Eltern der anderen LeiterInnen, das Essen ist richtig gut (Speckzopf done by me, ich gehe davon aus, dass er gut war, ich mochte ja den Speckgeschmack auch als Nichtvegetarierin nicht). Gesättigt und ordentlich aufkoffeiniert (bis dahin hatte ich 6 Tassen Kaffee intus) machten der Hübsche und ich ein Ründchen bei sehr angenehmer Sonne und Temperaturen, danach immer noch bisschen Hauskram: Wäsche, ich habe den Auk neu befüllt (Zitronenkoriander, Minze, Rucola. Petersilie), Schwimmsachen für morgen gepackt, kurz Besuch von meiner Schwester und Babyneffen bekommen, L.s Lagerblätter für die New York-Reise ausgefüllt (für UK ETA und US ESTA brauche ich ihn in Person), noch ein wunderbar cooles Geburtstagsgeschenk für ihn gefunden (ich war ein bisschen unzufrieden, weil bisher keine coole Überraschung dabei war), dann dringend nötige Notfallribollita wegen Hunger. 

Blick aufs Gemüsefach ergab: das bekomme ich in der strengen Woche nicht verkocht, deshalb wird die Suppe in Portionen gekühlt und aufgehoben, für heute Abend koche ich einen grossen Topf Gemüsecurry. L. und der Hübsche schauen sich noch ein bisschen Mathe an, dann gibt es Sport für alle, dann das Curry und DANN: Kinoabend so richtig mit im Kino.

Zwischendrin habe ich ein bisschen in "Am Meerschweinchen übt das Kind den Tod" gelesen. Das Buch ist wunderbar (es geht um den Umgang einer erwachsenen Tochter mit der Trauer nach dem Tod ihrer Mutter, mit der das Verhältnis nicht immer einfach war. Auch das mit dem Vater nicht, der noch lebt.). Ich liebe den schwarzen Humor und die "unperfekte" Erzählweise. Aber: es hat mich auch sehr traurig gemacht, als ich las, was sie alles vermisst, seit ihre Mutter tot ist, was sie von ihr übernommen hat, was sie mitbekommen hat auf ihren Lebensweg. Auf eine Weise wird das für mich irgendwann leichter werden, weil: was man nie hatte, kann man auch nicht vermissen.

Samstag, März 21, 2026

210326

 Uff. 

Es war mit Ansage klar, dass das Wochenende voll werden würde mit Erledigungszeug. Und ok, vllt ist es Zeit, zu akzeptieren, dass ich sowas halt mittlerweile anstrengend finde.

Aufgewacht bin ich mehrmals diese Nacht, um zwei von einem rumgeisternden Kind, um halb sechs von einer hungrigen Katze, um halb acht von einer gelangweilten Katze, der es draussen zu kalt war und dann hätte eh bald der Wecker geläutet, kann ich auch grad Kaffee machen.

Plan war: wir trinken Kaffee im Bett und fahren dann direkt ins Nachbarstädtchen. Dort gibt es Frühstück aus der Bäckerei und Erledigungen, dann Katzenfutterladen, mich beim Radladen abwerfen, das fertige Rad abholen, daheim den Mini ausräumen und weiter zum Ikea, Zeug erledigen.

Interessant zu sehen: ein grosser Hafermilchkaffee hält mich einigen Zeit am Laufen, aber anderthalb Stunden nach dem Aufstehen bin ich kurz vor Umkippen, wenn ich nichts echtes zu essen bekomme. Stadtbummel war dann relativ zügig erledigt, der Hübsche holte Kontaktlinsen, ich noch ein paar Geburtstagskleinigkeiten und die gewünschte Hot Sauce für Q. Insgesamt aber zu viel, um MIT Fressnapf noch unterhalb der Zollfreigrenze zu bleiben, also kleine Planänderung: direkt zurück in die Schweiz und dann zum Schweizer Fressnapf neben dem Ikea. Auf der Brücke vor der Grenze sind dann noch zwei Autos im Stau ineinander gedotzt, ich weiss schon, warum ich Samstagsshopping besonders mit dem Auto vermeide.

Ich wurde beim Radladen abgesetzt, das geservicede Rad ist wie neu. Ich bekam ein neues Ladegerät mit 50% Rabatt (bei meinem alten ist die Kabelumhüllung kaputt), alles ist revidiert, der Reifen war wegen eines Dorns platt, und auch der Sattel ist wieder in korrekter Position eingestellt. Er war ja wackelig und ist immer so bonanzamässig nach oben gestanden. Damit bin ich seit November in etwa so rumgefahren und ... naja, es war zu erwarten: es hat sich sehr fremd jetzt angefühlt. Ich nehe an, ich komme wieder rein.

Wieder daheim haben wir nur schnell ausgeladen, sind in den Fressnapf weiter und unsere Katzen können aufhören, so zu tun, als würden sie immer nur Mist kriegen. Jetzt gibt es wieder die guten Sachen!

Im Ikea hatten wir tatsächlich auch nur eine sehr übersichtliche Liste, aber samstags Ikea ist samstags Ikea.... dafür gings. Aus Gründen war unser Vorrat an Ikeataschen auf 1 geschrumpft, ich habe also, um der Weltlage etwas entgegenzusetzen, nachgekauft und zwar die Regebogenversion.

Zwischendrin Vegihotdog und Zimtschnecke gegen Schwäche.

Wieder zu Hause und eingeräumt gab es Kaffee und dann weiter haushaltliches: die Pflanzen wollten alle gebadet werden, der Birdbuddy wurde grundgereinigt und wieder befüllt und aufgehängt, im Auk hatten sich Läuse im Koriander eingenistet, also habe ich da mit allen Kräutern Tabula Rasa gemacht und alles gewaschen und morgen wird neu gepflanzt.

Passend dazu gab es zum Abendessen Smashed Potatoes mit Chimichurri aus allen Kräutern, dazu einen grossen Salat. Weil Grünkohl im Gemüsekorb war, habe ich ausserdem einen Riesentopf Ribollita angesetzt und dann, weil morgen Pfadifrühstück, einen 1kg Zopf mit Speck gebacken. Dann noch Recyclingzeug weg, eine kurze Runde durch den Supermarkt und den Baumarkt, dann noch ein kleiner Spaziergang und seit drei ungefähr könnte ich irgendwie im Stehen einschlafen. Weiss gar nicht, warum....

Morgen: Ausschlafen und nach Kaffee muss ich mich ums Frühstück nicht kümmern, weil: Pfadizmorge!

Freitag, März 20, 2026

200326

 Es ist 18:40, ich sitze im ganz leeren Haus, habe bis vor 30 Sekunden noch gearbeitet (im HIntergrund läuft mein Gemini-Weekly Summary). Der Tag war knallvoll, und ich habe noch nicht mal geschafft, meine 12k Schritte heute zu machen (ich werde gleich nochmal ums Karree stiefeln).

Aufgestanden um sechs, beim Frühstück  Skincareroutine und ausstehende Trainings abgearbeitet (mich etwas mütterlich beim "New Multiproduct Risk Process" gefühlt, weil ich Teil des Teams war, das den "First Multiproduct Risk Process" entworfen, implementiert und against all odds am Leben gehalten hat. All die Fallbeispiele kannte ich aus der Zeit noch, war ein easy win, bis auf das eine, das sie als "this was already an issue, not a risk" klassifiziert haben, aber das wurde es halt nur, weil niemand in die Pötte kam. naja.

Dann: Installieren an L.s Schreibtisch (gesehen: die Calathea, die ansagegemäss im Herbst alle Blätter abgeworfen hat und verschwunden ist, spickselt wieder aus der Erde. ich freu mich sehr!), mit Pfefferminztee losarbeiten, bis ich um kurz vor acht mit dem Hübschen mein Rad in den Kofferraum wuchte und zum Radlschrauber bringe. Ich habe ja eigtl für April einen Servicetermin abgemacht, aber darf zum Reifenwechseln zwischenreinflitzen. Sie bieten mir an, wenn sie alle Teile haben, den ganzen Service direkt zu machen (Ich glaube, ich habe es schön öfter gesagt: bester Fahrradladen der Welt!) Um vier ist es fertig und nicht mal teuer, aber abholen schaffe ich erst morgen oder am Sonntag (da haben sie ausser der Reihe offen).

Daheim: weiterarbeiten, in den kurzen Pausen zwischen Meetings. 

Zwischendrin: Elektrikertermin für die Terrassenbeleuchtungsplanung. Auch hier: wie cool, wenn man jemanden vertrauenswürdigen an der Hand hat (nach Bad und Küche trauen wir ihnen auch mit Terrasse).

Um halb eins essen der Hübsche und ich schnell Salat und aufgewärmtes Spätzlegratin oder sowas aus einer der TK Boxen, dann geht es schnell zum Wocheneinkauf. 

VOn halb zwei bis 4 noch einen Stapel Meetings (meine junge Kollegin, die uns im Projektmanagement für unser Monsterprojekt unterstützt, geht morgen für drei Wochen in die Ferien, wir machen einen nahtlosen Handover und ich muss ihr irgendwann (also: vor 5 Minuten) sagen, dass sie jetzt bitte einfach aufhören soll, ich mach den Rest nächste Woche.), dann fahre ich mit L. ein paar Dörfer weiter auf der deutschen Seite. Er hatte akuten Haareschneidebedarf und meinen Termin bekommen, ich laufe jetzt noch ein paar Wochen immer flauschiger durch die Gegend. Ich nutze die halbe Stunde, um im Hieber Snacks und "deutsche" Sachen einzukaufen. So weit ist es gekommen: ein deutscher Supermarkt wirkt sehr fremd und exotisch von der Produktpalette mittlerweile. (Ich habe verschiedene Ostersachen gekauft, Chips, die nicht von Zweifels sind, Götterspeise, Gewürze, Smoothies, Süsskram, Kekse, Snacks)

Gestylt fahren wir zurück, Feierabendverkehr nichtexistent.

Daheim flitzt L. mit einer Götterspeise to go zu einem Pfadihock, ich knete Pizzateig, Q. ist beim Sport, der Hübsche hat sich zu einem Hyrox-Termin breitschlagen lassen (Ich habe gelernt: da muss man laufen UND das im Team machen, Hölle nein, Bruder). Als der Pizzateig geht, antworte ich noch auf Chats, dringende Emails, Zeug, aber jetzt ist Schluss. Ich habe die Woche so viel geschafft und erledigt, die nächste wird mindestens so heftig, ich brauche eine Pause. Ehrlich jetzt.

In diesem Sinne: Hände hoch, Wochenende!

Donnerstag, März 19, 2026

190326

 Ruckeliger Start in den Tag: gestern abend ist mir ja noch der Gepäckträgergummi gerissen, heute ist Gemüsekorbtag, also habe ich mir zwei Spanngurte aus dem Auto geholt, um die ad interim zu nutzen, bevor das Rad im April gefullserviced wird. Als ich heute also die Radtaschen mit Schwimmzeug belud und dann den Korb mitden Spanngurten befestigen wollte, merkte ich, dass das Rad irgendwie total kippelig war, ich war erstmal grundgenervt, das mit den Spanngurten ging auch nicht super, aber erst als ich aufsteigen wollte, merkte ich: der Hinterreifen ist total platt. Orrrrrr!

Dann wurde es ein bisschen spannend zu sehen, wie mein Hirn in solchen Situationen funktioniert (oder halt auch nicht): die beste Lösung ist eh von Anfang an klar (in dem Fall: mit dem Shuttle zur Arbeit, kein Schwimmen, Gemüsekorb mittags zu Fuss holen, Rad morgen zum Schrauber bringen, der Reifen, Sattel und vllt den Gepäckträgergummi auch VOR dem grossen Service direkt einschieben kann). Aber ich bin immer nicht so schnell bereit zu akzeptieren, dass das halt jetzt so ist (und ich nicht schwimmen kann). Also habe ich erst angefangen, meine Radtaschen an das danebenstehende Biobike zu klemmen und dachte: "Ja, wird sackanstrengend, besonders das spät heimradeln dann, ob der Korb mit dem Klemmgepäckträger hält, ist auch fraglich, naja.". Aber erst ein Griff an die Reifen, die eher semigut aufgepumpt waren und der Gedanke an "Ups, geht das Licht eigentlich?" liss mich dann doch Vernunft annehmen. Daheim überprüfte ich noch, ob es einen Tagesparkplatz für heute gäbe (damit hätte ich Schwimmen retten und den Gemüsekorb durch die Gegend schleppen verhindern können), aber die noch verfügbaren Parkplätze sind so weit vom Büro entfernt wie der Gemüsekorb, ich werde auch ohne Schwimmen den Tag überstehen.)

Also: Schwimm- und Radklamotten ausziehen, Bürokleider an, ausserdem Körperpflege incl Skincare und Schminken, was ja sonst NACH dem Schwimmen stattfindet, dem Hübschen Bescheid sagen, die Kinder durch Anwesenheit überraschen und dann ab zum Shuttle. (Positiver Nebeneffekt: ich kann heute mal einen Mantel anziehen, der wirklich zum Outfit passt. Sonst habe ich halt immer meine Reflektorjacke an und für draussensachen am Arbeitstag einen default-Mantel, der schon ok zu allem passt, im Büro. Und: ich habe mein neues Parfum aufgelegt, das ich halt im grossen, teuren Flakon sonst auch nicht im Schwimmsack hin und her juckeln will jeden Tag.)

Gnaaaaaah. Aber: ich werde genauso früh im Büro sein wie nach dem Schwimmen, halt nur etwas unausgeglichener. Und: wie gut, dass ich es daheim noch gemerkt habe UND dass ich gestern noch heimgekommen bin. Schieben bei dem krassen Wind wäre auch richtig doof gewesen.

Ungewohnt, mit trockenen Haaren und keinem leichten Chlor-Wiff den Bürotag zu starten :-)

Der Vormittag ist meetingfrei, ich kann mich mit meinem Chef direkt austauschen für ein paar dringende Themen (immer noch grosser Fan!), und sonst konzentriert Sachen fertigmachen, die ich lang schieben musste und die mich lang gestresst haben (ich lerne langsam, dieses Gestresstsein auch als das, was es auch ist, zu sehen: Arbeit im Hinterkopf daran. Sobald ich dann dazu komme, geht es nämlich recht flott und zügig. Meistens).

Statt Mittagessen hole ich mir ein Sandwich (untypisch für unsere Gatronomie ist die Vegiauswahl dafür in der Cafeteria echt überschaubar.) mit Gorgonzola und Zucchini. Joah, kann man auch lassen... und dazu ein Osterflädli. Kleiner Fashback zu der Bäckerei Krebs, in der wir in unserer Basler Zeit vor und mit dem winzigen Q Samstagssemmeln und eben immer mal wieder ein Osterflädli geholt haben. Ich habe nie wieder so gute gegessen wie dort. Leider hat die Bäckerei irgendwann in den letzten paar Jahren geschlossen (und ich war eh lang nicht mehr da). Weil: wegen kein Rad kann ich nicht auf dem Heimweg den Gemüsekorb abholen, ich habe Meetings bis 18h und der letzte Shuttle geht um 18:15 (danach müsste ich mit dem richtigen ÖV heimfahren, d.h. Gemüsekorb etwa eine Stunde durch Bustrambahnhofsbahnbusfussweg schleppen, das will ich nicht), also muss ich den Korb vorher holen. Ich habe heute eh keine Lunchverabredung, also gehe ich mit Hörbuch auf den Ohren die 20 Minuten hin und dann wieder zurück (ordentlich bepackt). Um dumme Sprüche zu vermeiden parke ich den Korb im Lockerraum im Keller und hoffe, dass mir keine meiner Mitbenutzerinnen Salat oder DIE EIER klaut.

Auf dem Weg durch den Park: frisch gemähtes Gras und endlich mal wieder die Kunst, die da hingehört (incl Nana) und nicht irgendwelche creepy Fusspenisse)



Dann: Back to back Meetings (und zwar herausfordernde) von 13h bis 18h. Uff. (Immerhin das Ziel erreicht, dass ich in jedem Meeting einmal jemanden zum Lachen bringe. Die Schwierigste war die chinesischstämmige IT-Kollegin aus San Francisco, da hatte ich auch nur 20 MInuten. Dafür selber in einem Meeting buchstäblich Tränen gelacht zusammen mit einem anderen Kollegen. Wir haben die Liste der in Frage kommenden Tradenames eines meiner Launchprodukte bekommen. Das war beim letzten schon richtig lustig, aber diesmal noch mehr. Ich meine, es gibt da eine richtige Wissenschaft, es soll was mit dem INN Namen, dem Mode of action, der Indikation, den Produktspezifitäten zu tun haben, man muss es sich merken können, es darf in keiner Region der Welt irgendwie doof konnotiert sein, man soll es nicht verwechseln, man muss es in Arztschrift gut identifizieren können, blablabla. Und dann kommt immer noch ein Vorschlag raus, der, wenn man es nur ein bisschen schlampig ausspricht oder nicht gut hinhört wie "Hundefurz" klingt. Naja. Wirds wohl nicht, aber es war auf der TopTen Liste. Mal sehen, ob Sie sich alle das noch merken können, wenn das Produkt dann wirklich auf den Markt kommt).

Dann: sehr püntklich das letzte Meeting verlassen, Gemüsekorb (mit allen Eiern) aus dem Lockerraum holen, durch den Park zur Bushaltestelle schleppen 



warten



busfahren

heimtragen lassen

Ausbreiten

Asiasalatmix, Lauch, Kresse, Kürbis, Eisbergsalat, irgendein roter krisseliger Salat, der kein Lollo Rosso ist, Karotten, Kartoffeln, Federkohl, Chicoree, DIE EIER, Schnittlauch, Radicchio, Mangold


Salat machen

Feierabend

Mittwoch, März 18, 2026

180326

 Gut geschlafen und nach Frühstück (Blutorangen, Skyr, Granola) mit richtig krassem Rückenwind praktisch in die Stadt geflogen (worden).

Schwimmen: war lustig, es war genau EINE Bahn belegt, als ich in die Halle kam. Wurde dann schon noch bisschen mehr, aber nicht viel. Trotz Rückkehr der Reisegruppe vom Sitevisit war immer noch alles leer bei uns. Hm.

Der Arbeitstag wurde dann zum Teil lichter als gedacht, weil recht zeitfressende Meetings kurzfristig abgesagt wurden, aber dafür gab es dann auch noch ein paar adhoc Sachen.

Mittagessen und -ründchen mit altem neuem Kollegen, ich habe mir noch ein paar Eindrücke vom Apero am Mo geholt.

Dann machte ich mich tatsächlich ein bisschen früher als geplant auf den Umweg über das Dorf, in dem ich mein Paket vermutete. Der DPD Service hat sich natürlich weder auf meine Kontaktformularanfrage noch auf die gestern telefonisch gestellte Anfrage gemeldet. Einfach ein unglaublicher Saftladen...

Ich war relativ geladen, als ich im ersten Laden ankam (der, zu dem ich das Paket bestellt hatte und der, in dem es gemäss Sendungsverfolgung lag. Nicht der, in dem es per Infomail lag.) Diesmal brauchte man das DPD-Gerätchen gar nicht, mein Name stand in Schönschrift auf der handschriftlichen Liste auf dem Collegeblock und zack, meins.

Naja.

EIn paar Meter später riss mir dann noch der Gepäckträgergummi. Besser heute, wo ich einfach meinen Rucksack auf den Rücken nehmen und das Paket in eine Radtasche stecken konnte, als morgen, wo ich den grossen Gemüsekorb transportieren muss. Dafür habe ich mir heute aus dem Auto Spanngurte geholt und beim Service um Ostern rum gibt es noch eine Sache mehr, die repariert werden muss.

Heimweg mit massivem Gegenwind war nicht so toll, besonderns unangenehm auf der KRaftwerksbrücke, wo der WInd 90Grad von der Seite kommt und immer wieder von den Pfeilern unterbrochen wird.

Sonst: Hausaufgaben für die USA-Studienreise von L, nämlich dröflzig Unterlagen und auch ein ESTA für USA und ein ETA für UK. Ok. (Mit einem langjährigen Kollegen/Freund aus San Francisco telefoniert, wir werden uns hoffentlich bald in Basel und vielleicht im Herbst in Kalifornien sehen. Das wäre toll!

Daheim war "Farmsrace" angekommen, ich denke, das ist ein Spiel, das gut zur Weltlage passt. Slogan: "LIke Catan, but with nukes".

Jetzt: Pasta

Dienstag, März 17, 2026

170326

 Etwas emotional verkatert heute aufgestanden, gefrühstückt, geradelt (ein paar Gedanken drauf verbracht, ob es mit der Zeitumstellung dann erst morgens noch heller wird oder nochmal dunkler. Dunkler. Dafür Abends direkt NOCH heller. Naja, egal), mit kalten Fingern angekommen und richtig gut geschwommen (also: leistungsmässig schwimme ich immer vermutlich ungefähr gleich schlecht, aber es gab keine Bahnenschlegelei, ich war im Flow, habe ein paar Rückenbahnen eingelegt und das so schnell, dass ich angemessen ausser Atem war danach.).

Im Büroturm dann die grosse Überraschung: es ist wirklich leer auf unserem Stockwerk, und zwar reichen ein F2F Workshop einer Gruppe, die dann halt woanders ist, und ein Sitevisit eines Teils einer Gruppe aus, dass an einem DIENSTAG in der Lieblingsecke von sehr vielen den ganzen Tag Plätze frei bleiben. Naja. Morgen sind sie zurück und ich nicht mehr allein.

War heute aber super, weil ich zwei Themen hatte, die ich unbedingt heute fertig bekommen wollte und die viel Konzentration erforderten. Beides gut genug für Feedback fertig geworden.

(Zwischendrin: Communitymeeting mit zwei anderen Gruppen, Thema heute "AI in unserem Arbeitsalltag" und naja. Es gibt Leute, die sich an den blauschimmernden banana-beautified-Slides immer noch nicht abgesehen haben, naja, Geschmackssache, mein Lieblingssatz war "Und warum schaust du nicht einfach in deinen Kalender?!")

Mittagessen mit meiner "Vornamenclique", die ja alle noch in meiner alten Abteilung sind. Stimmungscheck: meine Güte, ich bin so froh, dass ich da raus bin! (Und es war schon nicht doof, dass ich gestern nicht beim Apero war). Ich muss aufpassen, dass ich mich in dieser Runde nicht von der grundschlechten Laune anstecken lasse, das tut mir nicht gut.

Heimradeln dann mit ohne Softshellhose, aber noch Handschuhen (fraglich, ob es die gebraucht hätte), ein bisschen später als geplant, dafür fertig mit allem und mehr.

Paketstatus: nervig, ich habe beim Service angerufen, die sehen auch, dass das Paket in dem Laden ist, wo ich es hinbestellt habe (und wo gestern die Frau sich nicht in die DPD Maschine einloggen konnte und da Paket auf der handschriftlichen Liste nicht fand), aber auch, dass es irgendwo anders in dem Kiosk, der in den "hol dein blödes Paket ab, sonst schicken wir es zurück" Emails erwähnt wird, geführt wird, in dem der Typ es gestern auch nicht gefunden hat. Man wird mir morgen Bescheid geben, wie weiter. Ich habe parallel beim dänischen Versender gebeten, einen Nachforschungsantrag zu stellen. Morgen fahre ich nochmal vorbei. Nerv.

Daheim: Katzen auf dem Weg, Mann und Kind daheim getroffen, allen hallo gesagt, bis sie alle wieder gingen. Q. meldete aus dem Labor noch einen Säurezwischenfall (es geht allen gut), kam kurz heim, berichtete und verschwand auch zum Hock.

Ich mache jetzt Ofengemüse und Quarkdip, bis alle wieder daheim sind. Uff.

Wunschlistenfrage:

Wie lautet eigentlich Ls Fazit zu Japan? Wie ist er mit der Gastfamilie klargekommen? Wie hat ihm die japanische Schule gefallen?

Naja, das wäre "his story to tell" und ich glaube, das möchte er nicht. Generell: superst. Es war nicht immer supereasy, aber alles in allem grossartig. Die Gastfamilie war wirklich ein Glücksgriff. Schule: joah, weiss jetzt nicht, wie viel er da mitgenommen hat, aber es war eine coole Erfahrung, wie Schule (ich sage nur Uniform!) woanders funktioniert. Spannend ist für mich, was er im Familienleben dort bemerkt hat, wie andere Leute miteinander und den Kindern umgehen, wie man miteinander spricht, wieviel man gemeinsam macht. Wieder daheim redet er viel mehr als vorher (und meinte auch: "Ich bin so froh, endlich wieder reden zu können, ohne vorher soviel nachdenken zu müssen" :-))

Wir freuen uns auf jeden Fall sehr, im September mit ihm gemeinsam nochmal hinzufahren!