Donnerstag, Oktober 15, 2026

151026

 Gestern abend habe ich es mit sehr viel Mühe geschafft, die ganze "Slow Horses"-Folge wach zu bleiben und war dann erst um 11 im Bett. Um halb sechs hellwach, das war gut. Heute nacht haben beide Katzen gleichzeitig bei uns im Bett geschlafen, das hat Sansa bisher nie gemacht. Wenn sie im Bett war, durfte Jonny nicht da sein. Jetzt geht er einfach nicht mehr :-)

Frühstück mit Honigbrot. Vor Japan hatte ich das über, in Japan habe ich es sehr vermisst.

Radeln dann durch einen sehr schönen nebligen (stockdunklen) Morgen. Schwimmen: ging gut, ich denke, nächste Woche könnte ich den Kilometer am Stück gekrault hinkriegen. Vielleicht.

Dann: ein wilder Arbeitstag. Ich hätte tatsächlich von halb neun bis sechs back to back Meetings gehabt, wenn ich nicht selber ein halbstündiges verschoben hätte und jemand anders auch. Immerhin hat mien Lunchdate abgesagt (es wäre schon nett gewesen, aber alternativ einen Salat lang Buch lesen und danach eine Runde allein ums Karree laufen, das war sehr gut und nötig.

Eigentlich war alles ok, nur die Zeit zum Prozessieren hat gefehlt. Und ich habe zum ersten Mal ein Meeting verlassen mit den Worten "Dieses Gezeter halte ich nicht länger aus", nachdem ich vorher (ich hatte eingeladen) als jeden zweiten Satz (ohne Witz) sagen musste: "Jetzt lass ihn halt mal ausreden". Ich bin einerseits lang genug dabei, andererseits kenne ich den Kollegen seit über 10Jahren und das Verhalten ist, gelinde gesagt, weder neu noch verbessert es sich, ich habs einfach satt, dass sich alle anderen (oder auch nur ich) irre machen lassen müssen, auch wenn das gesundheitliche Hintergründe hat. Und meine Kapazität für Sachen nett verpacken (bringt eh nix) ist auch alle, deshalb gab es auf die lange Erklärung hinterher, warum er praktisch nicht anders agieren konnte, als so, auch eine sehr, sehr k klare Ansage. Uff, ey.....

Funny sidestory: weiss nicht, ob sich jemand an die Smart Bottle (oder "Magic Bottle", wie ich jetzt etablieren möchte) erinnert. Es gibt Neuigkeiten und zwar sehr unerwartete: es hat sich ein neues, total unabhängiges (glaube ich) Smartbottle Team gemeldet, die.... eine Smart Cap einführen wollen, die mit eigener eSIM, mehrfarbigen LEDs, Akku und USB-C Anschluss kommt. Das alles ist so, so, so skurril, ich habe die Präsentation nicht gehört, sondern nur gelesen, während ich parallel in einem anderen Meeting war und musste echt meinen Gesichtsausdruck aktiv unter Kontrolle halten und merkte, wie mir die Lachtränen in die Augen stiegen, sehr spannend.


Gemüsekorb heute: ich Fuchs kam nach 2 Jahren Gemüseabo heute drauf, dass ich einfach die Vorschauliste hier reinkopieren kann und streichen, was nicht drauf ist: heute also Bohnen: Buschbohnen, Broccoli, Catalogna, Federkohl grün, Fenchel, Karotten / Riebli "Pfälzer", Kohlrabi, Kräuter: Bohnenkraut, Kräuter: Dill, Kräuter Koriander, Kürbis Rondini, Pak Choi, Peperoni Spitz grün, Radiesli, Randen, Rettich weiss, Salat: Batavia grün, Salat: Batavia rot, Salat: , Chicorino Rosso, Salat: Cicorino Rosso Treviso, Salat: Eisberg, Salat: Endivie krauss, Salat: Minilattich grün, Salat: Nüssli Freiland, Salat: Nüssli GH/ Tunnel, Spinat, Tomaten Rund, ausserdem hatten wir noch Peperoni grün nicht spitz, und natürlich zweimal DIE EIER

Heute war es ein grösserer Korb als sonst, weil wir ja zweimal ausgesetzt haben wegen Urlaub.

Mittwoch, Oktober 14, 2026

141026

 Ich fange nicht mit "Uff, what a day" an, ich hoffe, das noch ein bisschen rauszuzögern. Aber es war ein wilder Tag heute.

Gestartet nachts um zwei, als ich von Gekruschel vermeintlich im Bad aufwachte. Da war aber nix, also bin ich wieder ins Bett. Ein paar Minuten später wurde laut miaut und gekruscht und ...naja, ich hatte offentlich Sansa abends im Kammerl eingeschlossen und um zwei hatte sie genug von im Kammerl stöbern. Sie kam dann raus und schlief bei mir im Bett weiter. Gerade eben haben wir nachgeschaut und ... man hatte es da schon gemütlich. Im Kammerl steht die Vorratskiste mit Katzenfutter, da hat man eine Tüte Dreamies aufgebissen und sich rund gefuttert, ein paar Kaustangen hat sie sich geholt und sonst viel gegraben und gekruschelt. Naja.

Dann den Tag etwas anders gestartet als gedacht, aber naja, erwachsen bedeutet halt auch, dass man Sachen macht, weil man muss und es keine Alternative gibt, mit der man weiter in den Spiegel schauen kann. Das hat mich dann in Portionen den ganzen Tag beschäftigt, emotional und im Kopf (und zeitlich auch). Ich bin trotz dem deswegen späteren Start noch Schwimmen gegangen, auch weil ich halt Schwimmsachen schon anhatte und weil ich weiss, was mir so ein Stückchen Normalität an Halt gibt. Ich bin nur einen halben Kilometer geschwommen, damit war ich zeitlich immer noch im gleichen Rahmen wie sonst.

Parallel gab es der Arbeit viel zu diskutieren und zu entscheiden, also wirklich tricky technischen Diskussionen. Es hätte Zeiten gegeben, da hätte mich das total gestresst und nervös gemacht. Heute tatsächlich nicht, das kann damit zusammenhängen, dass es eine sehr viel klarere lage war als ide emotionalen Gesrpäche, die ich privat heute geführt habe, oder aber, weil es einfach technisch und logisch argumentiert wurde anstatt Befindlichkeiten udn Politik zu befriedigen, oder aber weil das Team da extrem gut zusammenspielt und man sich wertschätzend gegenübertritt, auch wenn man nicht immer dieselbe Meinung hat.

Mittagspause dann ausser der Reihe mit dem Morgenthema verbracht, dann weiter diskutiert, dann ein bisschen Politik gemacht, dann ncohmal das technische Thema direkt im Risk Review untergebracht.

Zweimal zum Radlkeller gelaufen, weil ich beim ersten Mal den Fahrradcomputer und die Jacke drumrum im Spind habe hängen lassen.

Eventually war ich dann irgendwann mal daheim und habe mir erstmal eine Ibu gegönnt.

Meine Auswahlbestellung an "braunen Shoppern" ist angekommen, war gut, dass ich bestellt habe, weil sie zwar alle gleich aussahen am Bildschirm und in echt doch sehr anders.

Na dann.

Dienstag, Oktober 13, 2026

131026

 Gestern abend wieder gegen 10 umgekippt (respektive bei "Slow Horses" eingeschlafen, ups), dafür einmal um zwei wach geworden mit grosser Freude, dass noch so viel Schlaf übrig ist. Ab viertel nach fünf einfach nur noch ein paar Minuten im warmen Bett gemütlich gekuschelt, das war schön.

Beim Radeln bei 4 Grad fast ein wenig zu warm eingepackt gewesen, hm.

Schwimmen: Superschön, ich hatte heute morgen einen perfekten Flow und bin erstens 800m gekrault und zweitens insgesamt direkt mal 1300m geschwommen, einfach, weil es so schnell ging. Sag mal, was los? Irgendwann bin ich schneller im Schwimmen als im Laufen!

Arbeitstag dann: joah, wie ein Tag VOLLER Halbstundenmeetings halt ist (ich zucke immer, wenn die Leute sich beschweren, dass sie sie so viele Meetings haben und dIe ArBEiT liegenbleibt. Jedes einzelne dieser Meetings IST Arbeit, die Zeiten, wo 30 Leute für 2 Stunden zusammenhocken und berieselt werden und wenn es hoch kommt, sind 3 Minuten relevant für mich, die sind in meinem Job seit ungefähr 12 Jahren vorbei).

Es gibt viel zu tun, aber es läuft einigermassen rund und ich bin nicht mehr in dem absoluten Stressstressstressmodus von vor dem Urlaub, das ist schon mal was wert.

Mittagessen mit der alten Bürotruppe, das ist immer nett, heute waren wir sogar alle +1, noch schöner.

Abends dann heute pünktlicher Feierabend, anders als gestern, wo ich anderthalb Stunden länger gemacht habe als geplant, weil: Kraulkurs! (Die Kraullehrerin hat heute ausnahmsweise auch den Morgenkraulkurs um halb acht unterrichtet, also gesehen, wie ich aktuell kraule (ich war auf der Kursbahn und bin 3min vor Kursstart direkt vor ihrer Nase aus dem Wasser geklettert). Schien ok zu sein, let's see.


Heimradeln im Dunkeln (ein Hoch auf die Reflektorjacke), Reste zusammenkratzen zum Abendessen (klingt dramatischer als Ravioli mit Salbeibutter und ein Rest Nudelauflauf und Salat tatsächlich sind. Gemüsekorb kommt am Do, Grosseinkauf erst am Freitag, dazwischen kommen wir damit zurecht, was in den Vorratsschränken und von Q.s Einkäufen die letzten zwei Wochen übrig ist. Der hat übrigens die zwei Wochen allein daheim perfektestens gemeistert, ist aber nach eigener Aussage froh, dass es beim Abendessen nicht mehr so still ist). Dann noch eine Runde Wäsche ab- und aufhängen und Trocknerwäsche zusammenlegen, wir nähern uns dem Normalzustand

Montag, Oktober 12, 2026

121026

 So, Alltag, nech?

Ich bin gestern recht früh ins Bett, naja, halt halb 11 letztendlich, eingeschlafen wie ein Stein, nur einmal aufgewacht, als Sansa sich in meinen Arm gekuschelt hat (ich habe es in meinem Traum eingebaut als "Wir sind immer noch in Japan und zwar in einem Hotel, in dem es jede Menge kleine Katzen gibt, die sich zu den Gästen ins Bett kuscheln". War auf jeden Fall sehr gemütlich.)

Beim Weckerläuten um halb sechs war ich wach, L. schon seit einer halben Stunde, aber das ist, sage ich mal, gar nicht so schlecht, dass sein Rhythmus ein bisschen nach vorne verschoben wird :-).

Frühstück war erfreulich entspannt, ein langweiliger Bagel mit Honig bekommt einen ganz anderen Stellenwert, wenn man zwei Wochen lang vegetarischem Essen hinterherjagt.

Radfahren bei niedrigen einstelligen Temperaturen war superschön, ich habe THermounterwäsche unter Jacke / Jeans getragen, dazu meine dünnen Handschuhe, das war perfekt ausgestattet. Ich fand es erstaunlich  crowded auf manchen Stellen für halt viertel nach sechs, aber gut, vllt haben Temperaturen und Dunkelheit mehr Leute aus dem Haus gelockt :-)

Schwimmen: ich kanns noch! Ich hatte ja ein bisschen Angst, dass ich mein Kraulen verlernt hätte in zwei Wochen ganz ohne Schwimmen und drei Wochen ohne Kurs, aber nein. Es geht noch, auch wenn ich letztendlich nur ein bisschen über die Hälfte gekrault bin, weil ich jedesmal, wenn ich dachte "Oh, das geht aber gut" zu hektisch wurde und dann wieder beim Atmen Mühe bekam. Wird alles. Morgen ist wieder Kurs, bin gespannt, was ich mir diesmal für Quatsch angewöhnt habe.

Im Büro: joah. Die Welt ist nicht eingestürzt, es gab zwei neue unschöne Überraschungen, während ich nicht da war, die eine ist aber nahezu geregelt, die andere braucht noch etwas Verhandlungen. Der Rest ist... entweder nicht oder langsam vorwärtsgegangen. Ich habe mir den heutigen Tag gegönnt, um ein bisschen reinzukommen und nicht an mich selber den Anspruch zu haben, on top of everything zu sein.

Lustige Feedbacks: "Was, das sollen zwei Wochen gewesen sein, die du nicht da warst? Das waren maximal drei Tage!" (lol, es fühlt sich für mich viel länger an) oder "ich hab schon gedacht, du kommst gar nicht zurück"

Ein Kollege wird die Firma verlassen, was ich sehr gut verstehe aus seiner Sicht, aber persönlich und aus Produktteamsicht ist das sehr schade.

Zur Unterstützung habe ich die Teesaison eingeläutet, mit meinem neuen kitschigen Halloween-Starbucksbecher. Ich finde, einen als voll geschlossen undicht gelabelten Becher mit einer Schneekugel unter dem eigentlichen Becher auszustatten, zeugt von einem sehr schönen "form ignores function"-Approach, den ich natürlich nur gut finden kann. (Die Sterne leuchten im Dunkeln, auch gut für einen Kaffeebecher!)


Meinen Monchichi-Hipper (das ist der Fachausdruck für eine Figur, die man an ein Smartphone oder ein Laptop kleben kann und die dann obendrüber guckt) habe ich, weil ich ihn nicht mehr in den Rucksack bekomme, nicht an mein Laptop geklebt, sondern den grossen Screen an meinem Lieblingsplatz im Open Office. Mal sehen, ob ihn (sie) irgendwer bemerkt. Die Wackelaugen hat noch niemand gesehen (oder kommentiert, aber das würde 100% passieren, ich kenne meine KollegInnen)8 und die kleben da seit .... Weihnachten oder so an der Webcam.

Mittagessen "mit Ründchen und Kaffee" mit zwei Lieblingskollegen, war schön, da wieder einzutauchen.

Der Tag wurde dann doch noch länger, weil die eine unschöne Überraschung halt sehr dringend entschieden werden muss und dieser Prozess in meiner Abwesenheit nicht in die Wege geleitet worden war und ... als ich das machte, wurde es auf einmal hektisch und es gab viel zu diskutieren. Erster Vorsatz, der mit "nicht mehr so oft so lang arbeiten", schon mal gerissen.... naaaaa ja.
Heimradeln im Sonnenuntergang, daheim nur die Katzen vorgefunden und gefüttert. Der Rest der Familie kam gestaffelt zur Fütterung und hängt jetlagbedingt ein wenig in den Seilen (L. hatte nach der Schule noch Theaterworkshop am Theater Basel, das ist ein echt langer Tag, auch ohne jetlag).

Noch eine Runde Wäsche zusammengelegt, neue aufgehängt und die nächste Waschmaschine programmiert. Die und noch anderthalb, dann sind wir wieder auf Stand.
 Letzter Punkt zum vegetarischen Essen in Japan: dadurch (und vielleicht durch das viele Rumlaufen, wobei ich ja sonst auch viel rumlaufen UND halt radle und schwimme) habe ich mal in 12 Tagen einfach 2.5kg abgenommen. Hätte ich jetzt so auch nicht erwartet.


Sonntag, Oktober 11, 2026

111026

 So, wir sind wieder daheim!

Gestern abend der Checkin hat super funktioniert, nur die grosse Dufflebag mussten wir am Schalter aufgeben statt selber zu "droppen". Ausreiseformalitäten waren easy, bis aus Helsinki einmal mussten wir unsere Flüssigkeiten und Elektronik gar nicht mehr auspacken, sondern konnten den Rucksack grad gepackt lassen.

Der Flug nach Helsinki war unglaublich ruhig (v.a. im Vergleich zu dem Flug von Helsinki nach Osaka, wo ja das eine Kind 8h am Stück einfach getobt hat....), ich habe vor und nach dem Essen mit dem Hübschen je eine Folge "Gentlemen" geschaut, dann noch ein bisschen gelesen und dann mit Schlafmaske, Ohrenstöpseln und gutem Nackenkissen geschlafen bis das Frühstück serviert wurde. Die Kids hatten Glück: einer der beiden unbesetzten Plätze im Flieger war in ihrer Reihe, so konnten sie sich zum Schlafen ein bisschen ausbreiten. Wir sind übrigens über den Nordpol geflogen und danach wurden dann "Northern Route Diploma" ausgehändigt. In Helsinki dann: grosse Freude über den EU-Pass (Schweiz wäre auch ok), der die Einreise in den Schengenraum so einfach macht.

Und dann grosse Freude über richtig guten Kaffee und eine finnische Zimtschnecke.

Der letzte "Hopser" nach Zürich dann wieder mit ein bissche Pech mit den Nachbarn. Vor uns sass eine Mutter mit zwei Kindern, der Vater sass auf der anderen Seite des Gangs. Die beiden kleinen Jungs haben sich geprügelt, sind auf und ab gesprungen und haben in einer Tour gegen die Sitze gedonnert. Weder Mutter noch Vater (der hat die ganze Zeit selber in seinem Sitz gewippt...) haben das irgendwie auch nur ansatzweise versucht einzudämmen.... der Hübsche hat dann irgendwann dem grösseren Jungen gesagt, er soll jetzt ruhiger sein, das hat... mittelviel geholfen (und ja, ich weiss, Fliegen mit kleinen (ich schätze, die waren 4 und 6) Kindern ist anstrengend und alle sind müde und gestresst und was weiss ich. Aber: das heisst halt nicht, dass man sie einfach machen lasssen kann. Zwei Erwachsene, zwei Kinder, das ist ein Luxusbetreuungsschlüssel, da kriegt man mehr hin als nix. Been there, done that, auch alleine.)

In Zürich dann problemlos Gepäck bekommen und Heimatgefühl beim Mittagssnack im Flughafen Coop holen (ich hätte das zu 50% vegetarische Angebot am liebsten umarmt!)

Heimjuckeln im Zug (wie lustig: die Leute reden miteinander im Zug, man kann auch telefonieren und trotzdem ist es (vielleicht auch nur gefühlt) leiser als in den japanischen Zügen/Bahnhofen, weil einfach nicht überall Werbung und Ansagen und Musik dudelt.), dann Bus. Daheim schnell Koffer auspacken, Katzen streicheln (den Kater erstmal bei den Nachbarn abgeholt), die ersten zwei Maschinen Wäsche waschen und trocknen, ganz kurz schauen, was der Arbeitskalender morgen und den Rest der Woche bietet (einiges), Badewanne mit Erkältungsbad, Schwimmtasche (!!!) für morgen packen und schauen, wie kalt es zum Radeln in der Früh wird (ziemlich).

Dann: aus den Resten im Kühlschrank einen Nudelauflauf basteln und einen kleinen Salat. Ich freu mich auf mein Bett!

Samstag, Oktober 10, 2026

101026

Byebye, Japan.

Gestern abend hat es mich dann richtig zerlegt, ich hatte Scnupfen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und nach Tagen des Halskratzens das Gefühl, einfach zusammenzuklappen. Ich bin ins Bett gefallen und habe einfach die Augen zugemacht und den Hübschen mit den Kids regeln lassen, wie sie die zwei Jogginghosen, die sie gewaschen hatten und zum Trocknen aufgehängt hatten und die immer noch platschnass waren, in dem rein hapanisch beschrifteten Trockner trocknen, aber nicht schrumpfen. Ausserdwm hat er Q auf dem Weg zum Technikweekend gehovert und nicht so wirklich gut geschlafen (ich habe ihm morgens gesagt: willkommen in meinem Kopf, weiss nicht, ob das wirklich ankam)
Ich war morgens nicht fit, aber fitter. Den Tag habe ich mit Nasenspray und viel Ibu ok überstanden.
Etwas stressiger Morgen: die Kids hatten noch grosse Shoppingpläne, wollten also relativ früh los. Ich wollte ordentlich frühstücken, Checkout war um 11. Das Café, das ich ausgewählt hatte, war 15min weg, wir mussten etwa 30min auf einen Patz warten, dann nochmal 20min auf die Bestellung und das wäre alles nicht schlimm gewesen, wenn wir vorher ausgecheckt hätten. Hatten wir aber nicht und so blieben uns knappe 10min, um dieses wirklich exzellente Frühstück "hintrezumdätschen".
Ab dann wurde es aber entspannt. Die Kids zogen los, wir zwei machten uns erst mal auf den Weg durch das Namba Station Labyrinth, den Schalter für die limited Express Tickets zum Flughafen besorgen. Irgendwie wollte Nankai Railways keine unserer Kreditkarten online annehmen.
Dann haben wir uns einfach treiben lassen: durch Namba, da war ein Comedyfestival (nix verstanden, es war Schenkelklopferhumor in Unterhosen), durch Dotonbori, bis Amerikamura, da war ein Musikfestival. Zwischendrin mit Kaffee aufgefüllt und als Ziel noch einen luxuriösen Erdbeercrepe gehabt.

Wir sind dann nochmal nach Namba zurück, dort hatte ich gestern einen hübschen Crepecart gesehen, ausserdem wollte der Hübsche dort in der Mall nochmal gucken. Wir sind dann 30 Min durch Namba Parcs, Namba SkyO, Nabma Carnival Mall geirrt, (ich hatte die Google Maps Koordinaten des Crepewagens und Namba City is nun auch nicht klein), aber: nix. Ich gab auf und holte mir in der Bäckerei, die ich immerhin gefunden hatte, einen Buttercremewindbeutel und gerade als ich die letzte Cremereste verdrückt hatte, stand der blöde Crepecart vor mir. Der Hübsche holte sich einen Trostcrepe (war gar nicht sooooo krass, wie ich mir es ausgemalt hatte) und wir machten uns auf den Weg zum Hotel. Und wir machen den ersten Schritt und stehen vor Namba City. ZU SPÄT!!!
Im Hotel holten wir unsere Koffer, packten die Handgepäcksstücke um und uns in frische Kleider für den Flug. Die Kids kamen etwas geknickt, weil es sich zeitlich nicht ganz ausgegangen war mit allem, an, wir juckelten zu  Bahnhof und konnten nach Herausfinden des Knackpunkts einen Großteil davon noch lösen, ausserdem 3 Smoothies und ab ging es in den rapi:t Express zum Flughafen. Ich hatte uns für einen sehr überschaubaren Aufpreis "Superseats" gegönnt und genau das sind sie.
Jetzt: Gepäckaufgabe, Security, Essen (mal sehen), und dann geht es erstmal nach Finnland. Nach 223442 Schritten in den letzten 12 Tagen freue ich mich auf ein bisschen Sitzen.

Freitag, Oktober 09, 2026

091026

 So. Heute also wieder Reisetag. Um 9:13 fuhr unser Shinkansen von Tokyo nach Osaka. Das bedeutet für uns um 6:30 aufstehen, fertigpacken, gg halb acht aus dem Hotel juckeln und mit insgesamt 8 grossen Koffern und 4 Rucksäcken erst 1km zum Bahnhof rollern, dann durch den Bahnhof (Shinjuku ist ein Labyrinth), dann in der morgendlichen Rushhour mit der U-Bahn zu Tokyo Station fahren (ich habe thematisch passend nochmal über den Sarin-Anschlag 1995 recherchiert.), dann quer durch Tokyo Station zu den Shinkansen Tracks und huff, wir waren genau um 10 vor neun da, wie geplant. Ich dachte, das würde reichen, um Reiseproviant zu besorgen, aber hahaha, nicht, wenn man Vegetarierin ist und einen Kaffee möchte. Ich habe mich auch noch bei den Onigiris vergriffen und eins mit Lachs erwischt, Kaffeezubereitung hätte bis 4 min nach Abfahrt gedauert und so hatte ich genau eine Cola als Frühstück und Reiseproviant (und die Snacktasche im Rucksack, also Nüsse und Chips und Cracker, ich verhungere nicht, aber es ist nicht... genussvoll,). Die Kinder haben mir dann ein Melon Bread abgetreten, dafür zusätzlich zu all ihren Kostbarkeiten und Bentoboxen noch die Kindershinkansenbentobox leer gegessen, die ich für den zugbegeisterten Neffen besorgt hatte.

Learning (das wir gestern schon hatten, aber das war zu spät): Takkyubin ftw, das wären gut investierte 130CHF gewesen, das Gepäck vorschicken zu lassen. Naja. Nächstes Mal.

Zugfahrt war dann angenehm entspannt (wir hatten Plätze für mit übergrossem Gepäck reserviert). Mir ist gerade jetzt eingefallen, dass ich eigentlich meine Instastories / Beiträge hätte updaten wollen, stattdessen habe ich gelesen und geschlafen.

In Osaka waren wir dann erstmal überrascht, wie warm es ist (29 Grad, wir hatten bis auf einen halben Tag Spritzelregen in Kyoto echt Glück mit dem Wetter!). Wir juckelten nochmal zur U-Bahn und nach Namba.

Das Hotel, in dem wir wohnen (in allen drei Städten waren es Mimaru-Appartment Hotels, sehr zu empfehlen), hat vor einer Woche aufgemacht und wir haben erstmals ein richtiges 2-Bedroom Appartment erwischt. Bisher hatten wir (bis auf Hakone) in Familienzimmer mit Stockbett und Doppelbett oder 2 Doppelbetten in einem Raum geschlafen. 

Unser Raum war noch nicht fertig, aber wir konnten das Gepäck abstellen, das war Gold wert. Und: ich hatte solchen Hunger, ich hatte schon gar kein Hungergefühl mehr. Ich habe uns also einen Vegi-Ramen Place rausgesucht (es scheint einen recht grossen Overlap zwischen Vegi und Halal zu geben und so sind Vegi- und Halal-Vagyu-Places a thing. Vegyu, sozusagen). Ich habe nach all der Klimaanlagenluft mittlerweile einen ordentlichen Schnupfen, der wurde durch die Spicy Ramen, Schärfegrad 1 von 10 grad ordentlich verflüssigt.


Dann: Bisschen Bummeln, Glico Sign, Kanal, Dotonbori, Kaffee, Streetwearläden mit den Kids (die haben so einen coolen Geschmack und Style!) und dann war auch schon das Zimmer fertig. Nach Einchecken haben wir uns aufgeteilt und zum Abendessen in einem vegetarierfreundlichen Okonomiyaki-Laden verabredet. Der Hübsche und ich haben eine schicke Mall (designt wie ein Canyon und terrassenartige Dachgärten, in denen man einfach sitzen kann) durchstöbert, noch ein paar Mitbringsel besorgt ("flauschig und niedlich") und uns dann eben in dem sehr speziellen "OKO Fun Bar"-Okonomiyaki-Place getroffen. Der Laden wird von einer einzigen Frau geschmissen, die Bestellungen aufnimmt und kocht. Man stellt sich an und wer nicht warten will, soll doch bitte woanders hingehen und länger als bis zu einem speziellen Strich darf die Schlange auch nicht sein. Man bestellt, dann macht man sich sein Getränk selber (es kostet auf Vertrauensbasis einen Spottpreis, also fast weniger als im Laden. Vertrauensbasis bedeutet: man quetscht ein gelbes Gummihuhn so oft, wieviele Getränke man nimmt. Pro Drink wirft man 200 Yen in eine Box und nimmt sich entweder was aus dem Kühlschrank, zapft sich ein Bier oder mischt sich einen Longdrink. Dann kann man in den Essensbereich raufgehen, der erstaunlicherweise ruhig und überschaubar und nicht überfüllt ist, und wartet, bis sie durch 3 Stockwerke die Nummer ruft, die man bekommen hat. Dann geht man Essen holen, fertig.





Das ganze ist quietschbunt, lustig, fröhlich, friedlich, so schön! (und eine schöne Abwechslung von dem "Krabbe über der Tür"-Touri-Einheitsding in Dotonbori. Was auch toll wäre und ich gern probiert hätte, wenn es denn ... genau, etwas vegetarisches gäbe.)




Wir schlendern durch die quietschbunten, vollen Strassen nach Hause, durch schmale Gassen, durch breite Fussgängerzonen und es ist einfach wie Ninjago-City (ich finde es faszinierend, wie unterschiedlich die drei Städte waren, Hakone eh, aber auch Kyoto, Tokyo und Osaka. Kyoto war eine gute Anfängerstadt, Tokyo ist.... wie Berlin, aber in sauber, Osaka ist wie ... eine Ninjago City während Spring Break oder so)

Dann: Koffer nochmal ein bisschen besser packen, Nasenspray und Ibuprofen gegen Erkältungsgefühl und ab ins Bett!