Mittwoch, Juli 22, 2026

220726

 Die Kaltmamsell hatte die Münchner FrühschwimmerInnen bei einem Lerchenschwumm im Dantebad kennengelernt / zugehört und den schönen Begriff "Genussentscheidung" verwendet und ich musste da heute morgen dran denken, als ich wieder neben der Frühschwimmertruppe vor dem Egliseebad stand. Dort wurde drüber philosophiert, dass gestern eine Minuten zu spät aufgesperrt wurde und heute hoffentlich früher, und nach den Schulferien wäre das mit dem Frühschwimmen vorbei und es würde wieder erst um 9 aufgemacht und das ist ja mitten am Tag und "wenn man um 9 für 2 Stunden schwimmt, ist der Tag praktisch rum". Man plant, dann ins Joggeli zu gehen, dort wird um 6 geöffnet auch ausserhalb der Schulzeit. 

Vorderarbeitschwimmer gibt es im Eglisee tatsächlich nicht besonders viele, ich würde, sagen, ein, zwei und mich, zumindest in der Schicht um sieben. Ich werde natürlich nach den Schulferien wieder ins Arbeitsschwimmbad umziehen, aber weiss jetzt, wo ich die Sommerferien über Schwimmen kann.

Temperatur übrigens: heute morgens zum Radeln an den Händen empfindlich kalt (10Grad), Beine in Shorts und Füsse in Flipflops grenzwertig kalt. Wenn das so bleibt (ich hoffe es!!!!), nächste Woche dann mit Turnschuhen und langen Hosen! Es wurde dann noch ein bisschen frischer, weil die warme Dusche vor dem Schwimmen noch gereinigt wurde und ich so zwar nicht nass durchs halbe Bad zum Becken laufen "musste", aber dort dann halt kalt duschen. Das Beckenwasser war dann ok, aber nicht warm auf den ersten Kontakt. Zum Schwimmen dann perfekt, die Sonne kam über den Umkleiden hoch und schimmerte auf den Boden, beim ostwärts schwimmen glänzte die Wasseroberfläche wie flüssiges Gold. Ich hatte die ganzen 20 Bahnen eine ganze Bahn für mich allein, das war schön! Ich war so schnell heute, dass ich beim Duschen in den gereinigten Duschen die erste war und kurz nervös wurde, weil es dreimal Drücken (und drunterstehen) brauchte, bis das Wasser dort warm wurde, und sogar für mich das dann langsam ein bisschen frisch geworden wäre. So war ich dann aber aufgewärmt für kurzärmliches Radeln ins Büro (ich habe heute meinen Ankerbraut-Onesie an).

Dann: erstmal den Tag ein bisschen umshuffeln, ich habe den ganzen Nachmittag bis relativ spät Meetings UND muss an sich direkt danach daheim sein, weil wir ja heute abend mal wieder mit gefühlt ALLEN ins Kino gehen (also: Q. kommt nicht mit, aber eine Riesenfreude-und-deren-Kinder-Gruppe) und Odyssey schauen und uns dafür vorher noch stärken müssen. Deshalb brauche ich einen kleinen Heimradelblock und dafür habe ich den Checkin mit meinem Chef vorgezogen (strategisch aber nach dem Geburtstagskuchen einer Kollegin, ein Käse-Streuselkuchen mit Pistazien und Brombeeren und meine Güte, war der gut!!!!)

Meeting mit Chef: superst! (War dann lustig, ich bin seiner Chefin auf dem Weg zum Mittagessen im Lift über den Weg gelaufen, klassische Elevatorpitch-Situation. Wir haben über das neue Produkt geredet, unsere Gruppe, mein Standing, das war alles sehr schön).

Sonst halt: einiges zu tun, Mischung aus kleinteiligem Zeug (meine Güte....) und den grossen Rädern, aus KollegInnen Mut zuzusprechen, dann schnell lossausen, damit ich den einzigen Slot zum Heimradeln nutzen kann, um auch noch beim dm noch fehlendes einzukaufen. Daheim dann nicht wie geplant am Küchentisch, sondern am Terrassentisch gelandet, weil der Küchentisch mit Bastelwasteln besetzt war. Ein Projekt weitergegeben, wo ich den Pilot gestartet habe und es jetzt ein "richtiges" Projekt wird. Halleluja. 

Abends dann; schnelle Dusche, Umziehen, ab ins Auto und mal schauen, was Christopher Nolan aus Homer gemacht hat. Ich habe gemischte Gefühle.... freue mich aber sehr auf einen gemeinsamen Abend mit so vielen Freunden.

Dienstag, Juli 21, 2026

210726

 Gestern bin ich dann relativ früh ins Bett, licht aus irgendwann vor 12. Das tat sehr gut und wie immer war ich um fünf wach.

Radeln heute mit Kapuzenjacke zur kurzen Hose: perfekte Kombi, das Schwimmwasser fühlte sich trotzdem warm an.

Bei der Outfitwahl habe ich heute… nicht voll, aber ein bisschen daneben gegriffen: ich habe eine weite Leinenlatzhose von Uniqlo, bei der ich mir mit dem Styling unsicher bin. Ohne Oberteil drunter ginge irgendwie schon, fühlt sich für die Arbeit aber ein bisschen nackig an. Weisses T-Shirt mit Ärmeln drunter ginge auch, ist aber ein bisschen brav, finde ich.

Weisses Tanktop hatte ich schon, geht gut, fühlt sich ein bisschen bauarbeiterlike an.

Deshalb habe ich heute ein ärmelloses weisses Oberteil überlappendem V-Ausschnitt drunter gezogen und das sieht richtig doof aus, finde ich.

Nächstes Mal eher wieder Tanktop und Mut zum Bob the Builder look!


Egal.


Arbeitstag war recht fragmentiert, weil ich lauter Meetings zu unterschiedlichen Themen und Produkten habe (bereue gerade sehr, dass ich Ferienvertretung für einen Kollegen aus einem Produktteam bei mir übernommen habe, dessen Übergabe recht schlank war und die Themen, die jetzt hochkochen, nicht beinhaltete. Das kann man natürlich nicht vorhersehen, aber die vorher schon fragmentierte Kommunikation macht das jetzt nicht leichter. Allein herauszufinden, ob was dringend ist oder zwei Wochen warten kann, ist ein rechter Aufwand…..)

Sonst sehr schön: viel Abwechslung an den Abenden, wenn schon keine Ferien! Heute gehe ich mit meinen zwei Kolleginnen vom Riesenprojekt unseren Erfolg von Mai feiern (Zeit wirds), morgen gehen wir ins Kino und schauen Matt Damon beim Herumirren auf dem Mittelmeer zu (ich musste sehr lachen, als im Gruppenchat TikTok-Videos geteilt wurden, welcher Gott ist wer und wer ist pro und contra Odysseus, weil das … weiss man doch? Aber ich bin scheints nicht nur die einzige Frau in der Gruppe, sondern auch die einzige mit Altgriechisch Abitur und “Die Heldensagen des klassischen Altertums” als Leselernbuch oder so. Ich wusste, dass ich das irgendwann nochmal brauchen können würde!) Und am Donnerstag verpasse ich zwar das Social Event zum Abschluss des gestorbenen Projekts wegen dringenden Dingen für das neue Projekt, aber zum Dinner schaffe ich es!


Nach einem gemütlichen Apero im Park radle ich durch FRISCHE LUFT nach Hause, morgen nochmal schwimmen, am Do klappt es nicht. Ich arbeite dran, dass mir das nix ausmacht :-)


Montag, Juli 20, 2026

200726

 Gestern beim Männerfussballfinale habe ich "Yesteryear" fertiggelesen, das war definitiv spannender (ok, diese Latte liegt sehr niedrig. Ich wollte eigtl nur schauen, um zu sehen, wie sich Trump einen abbricht, den Spaniern de Pokal zu übergeben, aber so lange habe ich dann doch nicht durchgehalten.).

Sie wollten meine Meinung dazu wissen, also, here we go. Es ist definitiv ein Buch, das sich unterhaltsam schnell wegliest, besonders, wenn man 120 langeweilige Minuten zu killen hat. Auch sonst, denke ich. Es ist ein Buch, das vermutlich letztes Jahr bis in 3 Jahren funktioniert, davor und danach wird man dieses Tradwife-Influencergetue hoffentlich nicht verstehen. Man darf keine seriöse Abhandlung des gesamten Influencer-Kasperletheaters erwarten, auch eine tiefergehende Beschäftigung mit der Thematik Tradwifes / Fundamentalchristen (Mormonen) / Rechtsradikalismus ist es nicht. Es ist eine plakative, unterhaltsame Geschichte, wie verschriftliches Voyeurtum, wenn man sich halt solche Influenceraccounts zur Unterhaltung anschaut und ausmalt, wie gefaked das alles ist und klickoptimiert. Vielleicht ist das aber auch nur meine Sicht, die dieses ganze "Mamainfluencer", sei es nun Tradwive oder Bedürfnisorientiert oder Homeschooling oder Holzkettenursula oder Vielkinderfamilien oder welche abstrusen Schienen es da noch gibt, noch nie ernstnehmen konnte respektive die Idee einer Community und Vorbildern in dieser Szene total irre fand. Warum sollte jemand, deren Qualifikation halt ein bis zig Kinder bekommen zu haben ist, nix sonst, auf einmal zur Expertin für Erziehung oder irgendwas mit Kindern, die nicht ihre eigenen sind, sein? Anektodische Evidenz und Youtube Universität sind  für mich ein Witz. Dazu kommt meine allergische Reaktion auf alle Art der Monetarisierung. Werbung (überall der gleiche Scheiss, egal, welches Thema oder welche Nische man vertritt, alle Muttis machen Werbung für den gleichen Quatsch, sei es Snocks, Maniko, diese BH-Firma, Supplements von weiss nicht wem, überteuerten Billigschmuck, Sofatutor, diese scheusslichen Plastiklatschen UND Giesswein, weil nur Wollschuhe für gutes Fussklima sorgen, Koro, Inkster, hab ich was vergessen? Und alle haben das genau für sich entdeckt, es passt einfach wie perfekt für sie gemacht, blablabla) und dann in der nächsten Story geht es wieder darum, dass sie aus eigener Erfahrung über Kindesmissbrauch reden und awareness kreiieren wollen, hier noch der Reminder für die limited edition von Asam Beauty magic finish, wie würdet ihr reagieren, wenn ein Mann euer Kind am Strand fotografiert? Anders schlimm finde ich dann Content hinter der Bezahlschranke, sei es Steady oder Insta (gibt es das noch? Diese Spezialbezahlkonten auf Insta?), wo man dann entweder Minimalismuscontent oder Anlagetipps von jemand bekommt, der sich seit 3 Wochen mit dem Thema befasst, oder halt auch nichts, weil man jetzt eine andere Hyperfixation hat als Steadyvideos zu machen. Oder aber man wird angeteasert und bekommt den besonders juicy oder dramatischen content nur hinter der Bezahlschranke. Das hat schon was von ... das eigene Leben oder das der Kinder verkaufen an geifernde Gaffer.... 

Wie man vielleicht rauslesen kann: die Influencerzauberwelt ist für mich keine, deshalb ist das Buch eher eine Bestätigung sämtlicher Vorurteile, die ich eh habe.

Als nächstes auf meinem Stapel ist übrigens "Im Haus meiner Mutter", die Autobiografie von Shari Franke, der Tochter von Ruby Franke, einer Elterninfluencerin, die zu dröflzig Jahren Knast wegen Kindesmisshandlung verurteilt wurde. Sozusagen die harte Wahrheit hinter der "Yesteryear"-Geschichte.

Nachtrag: der Hübsche hat das Buch vor mir gelesen und es scheint, als ob es überhaupt nicht funktioniert für jemanden, in dessen Ecke vom Internet Tradwives in keiner Weise vorkommen. Genauso würde es mir vermutlich mit einer Story übr Gamer oder Fitnessinfluencer gehen.


So. Dementsprechend müde war ich heute morgen beim Weckerläuten um halb sechs. Beim radeln dann super schön kühl, morgen nehme ich eine Kapuzenjacke zum Fahren. Beim Schwimmbad angekommen war ich richtig ausgekühlt und das Wasser war angenehm warm zum Aufwärmen. Danach eine heisse Dusche und ich war perfekt temperiert für den Rest des Tages.

Der war voll mit Arbeit und ZWEI Mittagsründchen. Ich hatte ein spontanes Mittagessen mit einem Kollegen abgemacht und hatte einen frühen Kaffeetermin mit einer Kollegin danach. Deshalb skippte ich das Kaffeetrinken in der ersten Verabredung und lief mit ihm um Park und Block. Die Kollegin meinte dann: "Du läufst doch so gern rum, wollen wir das machen?" und so drehten wir für unser Gespräch eine zweite Runde, die aber mit Kaffee.

Daheim noch ein letztes Meeting bis kurz nach sieben, dann Tomatensosse aus den drölfzig Tomaten aus dem Erntekorb, eine Portion davon mit Nudeln und mariniertem Mozzarella zum Abendessen, dann Feierabend. Halleluja

Sonntag, Juli 19, 2026

190726

 Das war ein richtig schönes Fest gestern! Wir haben mit meinen Schwestern und ihren Freunden bis eins in etwa gefeiert, sind dann die 5 Minuten ins Hotel nach unten gelaufen und haben richtig gut geschlafen. (Das Armbandl says otherwise, aber das liegt halt auch an dem Feiern in jeder Hinsicht)

Frühstück in einem erstaunlich vollen Saal, wir hatten ja erst überhaupt kein Zimmer bekommen, weil das ganze Hotel für dieses Wochenende ausgebucht war. Anscheinend ist es das Hotel, in dem die Gastmannschaften des lokalen Eishockeyvereins absteigen (eh: eine ganz andere Welt) und anders als ich dachte, ist das nicht nur im Winter. Aber die Leute, die heute da waren, sahen gar nicht nach Eishockey aus, weder nach Aktiven oder Unterstützern oder Eltern oder so, eher nach dem Klassentreffen ("Abitur 1974" oder so), die wir schon beim Umtrunk nach abgeschlossener Weinwanderung getroffen hatten.

Fertiggefrühstückt und gepackt haben wir die Geburtstagsgesellschaft nochmal aufgesucht, die auch grad mit Frühstück fertig waren und trotz 10 Jahre jünger jetzt auch nicht taufrisch aussahen :-). War aber nochmal sehr, sehr schön (bis auf eine erwartbar seltsame Begegnung, die dann noch seltsamer war, auch kurz und sehr traurig so alles in allem. Echt schade, dass die Jungs aus den verschiedensten Gründen keine Grosseltern haben, die als solche agieren können oder wollen. Tja.)

Anyway. Wir haben die Reste des Kuchens zusammengepackt, uns im Auto installiert und nachdem der Hübsche uns gestern nach oben geschuckelt hatte, übernahm ich die Fahrt nach unten. Es war gsd nocht viel los (der Reisestau Richtung Süden war wohl gestern enorm, die Nachbarn erzählten von Stau auf der deutschen Seite der Grenze soweit das Auge reicht und der fröhlichen Willkommenstafel auf der Schweizer Seite "Stau am Gotthard 18km"), wir kamen gut durch, aber ich war schon froh, als das Auto sicher in der Garage stand.

Gemeinschaftliches Ausräumen, Betten frisch beziehen und Wäsche aufhängen und Waschen und dann wurde rekuperiert. Der Hübsche und ich liefen unsere Waldrandrunde und unterhielten uns, tranken Eiskaffee auf der Terrasse, schielten auf den Arbeitskalender für morgen, wuschen Wäsche, dann setzte sich der Hübsche an sei Computerspiel und ich auf die Terrasse zum Lesen (ich lese grade "Yesteryear", einen Roman über eine rechte, fundamentalchristliche Tradwive-Influencerin, die auf einmal 1855 aufwacht, in der Zeit, die sie vermeintlich so toll findet. Bisher auf jeden Fall sehr unterhaltsam, wenn man damit umgehen kann, dass in dem ganzen Buch NIEMAND sympathisch ist :-))

Hier unten hat es übrigens null geregnet (gut für Q. und die Pios, deren Lager fulminant gestartet ist, schlecht für alles andere), aber abgekühlt, so dass man bei knapp 30 Grad angenehm auf der Terrasse sitzen kann. Wie krass ist es, dass einem die Woche mit max 29 Grad bis Freitag, dann erst 31+ als angenehme Erfrischung vorkommt....

(Sonst: Spahns Rücktritt hat was von Al Capone, der dann über das Finanzamt gestolpert ist. Ich persönlich finde Leihmutterschaft einfach furchtbar, ja, auch altruistische. Eine Schwangerschaft (und eine nicht natürlich entstandene* noch viel mehr) und eine Geburt ist so eine Anstrengung und Gefahr und Beanspruchung eines Frauenkörpers, kein noch so starker Kinderwunsch gibt jemandem das Recht, das von einer Frau zu verlangen, sei es mit oder ohne Bezahlung. Unabhängig davon ist aber natürlich Spahns Doppelmoral von Wasser predigen und Champagner saufen nicht neu und dieser Skandal natürlich nur der Tropfen, der das vermeintliche bodenlose Fass der Blindheit ggü faulen Eiern in den eigenen Reihen in der Union zum Überlaufen gebracht hat. Danke, Schorsch, I guess.....)

*Bitte nicht denken, dass ich "natürlich" mit "sicher" und "gut" gleichsetze, ich meine hier tatsächlich einfach die Hormonbehandlungen etc., die nötig sind für eine IVF oder sonstige künstliche Befruchtung / Leihmutterschaft.

Samstag, Juli 18, 2026

180726

Mein Schwesterlein wird heute 40, wie krass ist das denn?

Und weil wir diesen Sommer nicht wegfahren, können wir mitfeiern und schicken nicht ein Ständchenvideo von irgendwo auf der Welt.
Der Tag startete etwas aufregend, weil ichbum fünf aufwachte und sah, dass Sansa überhaupt nicht heimgekommen war. Das ist total untypisch, mir fiel ein, dass ich gg Mitternacht Hindehebell und Katzengeschrei gehört hatte, war sehr nervös, auf keiner der Kameras war sie drauf und auf Rufen kam sie auch nicht. Als ich schaute  ob sie auf dem Balkon schlief, sah ich, dass L da die Tür offenbarte, vermutlich war sie dort ein- und ausgegangen. 2 Minuten, nachdem ich im Bett lag, kam sie nach Hause. Phrw.
Um 7 dann der Wecker, wegen Kaffee auf der Terrasse und Q ins Sola verabschieden. Beides gemacht, dann den Rest aus dem Bett geschüttelt.
Frühstück, Aufbruch, alle einsammeln, zweimal verfahren, ab in den Schwarzwald.
Wir trafen uns zunächst zu einer Weinwanderung mit drei Stationen und Schatzkisten. Pünktlich bei jeder Kiste donnerte Regen runter, wir nahmen es mit Humor. Ich hatte als Fahrerin alkoholfrei angegeben und habe jetzt für lange Zeit genug pappigen Secco und alkoholfreien Wein getrunken. Dass es da mal einen gibt, der nicht ekelhaft süss schmeckt, da warte ich noch drauf.
Dann: erstmal Kuchen und Geschenk und Mitfahrer abliefern, dann Auto zum Hotel runterfahren und duschen, das tat sehr gut!
Jetzt geht es weiter zum Feiern und ich freue mich sehr, sehr, sehr!
(Q ist am Lagerplatz angekommen und auch das Erdbohrerleihen und zurückbringen hat schon mal geklappt)

Freitag, Juli 17, 2026

170726

 Happy Friday! 

Ich war ab fünf wach und so bin ich einfach kurz vor dem Wecker um halb sechs aufgestanden. Der Hübsche fragte verwirrt "Wecker nicht ausgeschaltet?" und ich meinte "Bruder, es ist Freitag?!" und er meinte "Ja, eben". Aber ich hatte heute neben Arbeit so viel vor, dass ich gern meine Schwimmaufstehzeit nutzte.

Und so arbeitete ich in aller Frühe und Frische auf der Terrasse (habe ich erwähnt, wie spannend mein neues Projekt ist?!") vor mich hin, hatte um halb neun mit dem Hübschen neben mir das erste Call, wurschtelte weiter, marschierte zum Wocheneinkauf. Funfact: Ich weiss nicht, ob es an der schieren Anzahl eingesetzter "Grill & Win"-Lose lag oder ob sie generell misstrauischer sind als auch schon: auf jeden Fall wurde an der Selfscan Kasse jeder einzelne Bon kontrolliert, ob korrekt freigerubbelt worden war. Natürlich schon, L. ist richtig gut darin (Q. und ich haben dann die neuen Lose freigerubbelt und eine deutlich niedrigere Erfolgsquote gehabt).

Heimgelaufen und mit den Einkäufen einen Geburtstagkuchen für morgen zusammengerührt (immer wieder faszinierend, wie ein Käsekuchen nach dem Backen zusammensackt!) Morgen noch Lemoncurd drauf und Deko, man denke Wunderkerzen und so.

Dann: Arbeit, MIttagessen mit allen bei Ikea, weil ich meiner Schwester versprochen hatte, ein paar Sachen zu besorgen. War ein bisschen nostalgisch, mal wieder zu viert dort zu sein. Neu: man kann an so touchscreens wie bei McDonalds alles bestellen und kriegt es dann auf Tabletts angerichtet zum mitnehmen an den Tisch. Man könnte auch direkt vom Tisch noch mehr dazubestellen, aber die Leute waren so gestresst und wir so satt, dass wir das eh nicht brauchten.

Daheim dann: Weiterarbeiten (zur Unterhaltung aus dem Notebook LM, das ich mir für das neue Projekt erstellt habe und laufend mit neu erhaltenen Infos aktualisiere, ein dramatisches Video zum Produkt erstellen lassen.), parallel Q. zuhören, wie er Freitag nachmittag versucht, in einer Gemeinde im Berner Mittelland jemanden ans Telefon zu bekommen, der ihm verbindliche Infos zum heute Mittag verschärften Feuerverbot dort geben kann. (bisher: trotz Gen Z untypischer Telefonskills, die schon v.a. pfadigeübt sind, kein Erfolg. Aber bald gibt es eine Hotline)

Draussen fängt es irgendwann an zu regnen, Zeit wird es! Für morgen packe ich Wandersachen, Partysachen, Geburtstagsgeschenke.

Heute abend gibt es dann endlich mal wieder Pizza und Rotwein, es war viel zu heiss für beides in den letzten Wochen....

Uff.

Donnerstag, Juli 16, 2026

160726

 Gestern abend / heute morgen war für mich ein sehr schönes Beispiel, wie sehr ich Routine ... brauche? Routine mir hilft? wie unflexibel ich bin? ich mich kenne und mir meinen Alltag passend eingerichtet habe? Anyway. 

Heute morgen gab der Kalender keine Schwimmrunde her, weil ich ein Meeting schon um acht hatte (Auch lustig: eine Kollegin und ich mussten ein Projekt, das ich gestartet habe und sie übernimmt, im global MSAT LT vorstellen und die treffen sich um acht, damit auch der Kollege aus San Francisco teilnehmen kann, der von Mittwoch auf Donnerstag nie schläft und deshalb ist 8 Uhr morgens ein guter Zeitpunkt. Ok. Heute konnte er übrigens nicht, aber nicht wegen schlafen). Normalerweise wäre ich ein bisschen früher schwimmen gegangen oder ein bisschen kürzer geschwommen, aber mit der Öffnungszeit des Bades erst um sieben und der mittelguten Anzieh-/Schminkinfrastruktur und dem Radeln dann halt nochmal hätte ich vielleicht 10 Minuten schwimmen können, damit ich ganz sicher um 8 parat im Meetingraum gewesen wäre. 

Das wusste ich an sich, habe aber trotzdem automatisch meine Schwimmtasche mit frischem Shampoo und Haarstyling bestückt, weil leer, Badeanzug zum Anziehen bereitgelegt und Unterwäsche in die Wechselkleidertasche gepackt, naja, und erst als ich den Wecker für halb sechs ausgestellt habe, weil sechs ja auch reichen würde, habe ich gemerkt, dass ich falsch vorbereitet hatte. Naja. NOCHMAL GUT GEGANGEN!

Radeln dann superangenehm, weil endlich mal kühler geworden. Es hatte die Nacht über sanft vor sich hingeregnet (bisschen antiklimatisch nach all dem dramatischen Himmel den ganzen Nachmittag gestern), war aber schon wieder trocken.

Irgendwie hatte ich dann gar nicht mehr sooooooo viel Zeit bis zum Meeting, meine Kollegin war ziemlich nervös, aber eh total gut vorbereitet. Die Diskussion war dann total smooth und straight forward, eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Das Thema ist an sich total klar, und bis zu einem gewissen Level des Involvements wird das auch easy peasy verstanden und unterstützt, aber ab dann wird es richtig zäh und harzig. Deshalb war es wichtig, das LT heute an Bord zu kriegen, damit die Kollegin nicht allen Frust / Widerstand abbekommt. Ich nehme den Erfolg von heute als solchen, bin aber nicht (mehr) so naiv zu glauben, dass es ab jetzt flutscht :-). Spannend auch meinen Chef beim "höflich hart nein sagen" zu sehen, wie er es uns nachher erklärt hat. Ich lerne eh sehr viel über Politik und influencing von ihm.

Dann: ein Tag, der dem Kalender hinterherrennt und von einem Produkt zum anderen Thema springt, aber in einer guten Art und Weise. Am Abend noch ein zweistündiges Meeting zu einem ... Projekt, in dem ich unfreiwillig gelandet bin und jetzt da sitze und festhänge. Immerhin überlappt es mit dem Groupmeeting, so dass ich nach 1h einen Grund zum Rausschlüpfen habe.

Noch während des Groupmeetings kommt die Unwetterwarnung der Einsatzzentrale und wenn man in die Richtung schaut, in die ich fahre, sieht man schwarzen Himmel und Laternen schon an. In der Richtung, aus der das Wetter kommt, sieht man eine schwarze Wand aufziehen. Joah. Allgemeine Unsicherheit, wer heimfährt und wer nicht. Ich bin in der Crew "ist eh wurscht, daheim haben wir trockene Kleier". Im Umkleideraum ist arge Galgenhumorstimmung. Beim Rausgehen dann der Schock: es ist unendlich heiss, viel wärmer als zB mittags beim Parkründchen.... dazu nieselt es. Und so bleibt es auch die ganze Strecke. Es blitzt und donnert (Immer so ungefähr 3-4 km entfernt), es regnet leicht und windet von hinten, aber ich fahre anscheinend gemütlich zwischen zwei wandernden Gewitterzellen und komme nur leicht feucht daheim an. Nichtmal die Unterwäsche muss ich wechseln!

Auf dem Weg noch den Gemüsekorb abgeholt, daheim dann auf einem Katzenründchen sehr überrascht gesehen, wie ein Autofahrer den für Autos ausser mit Genehmigung der Gemeinde durch eine Schranke gesperrten Weg befahren hat, indem er mit seinem Auto einfach durch ein Stück des angrenzenden Gartens gefahren ist. Dann ist er in unseren Weg reingefahren und vorne, wo auch eine Schranke ist, über das Bankett um die Schranke rum. Was für ein Sack?!

Naja. Jetzt bin ich mal gespannt, ob noch Regen kommt, ansonsten wird morgen Kuchen gebacken und konzentriert Zeug abgearbeitet. Und dann Geburtstagsgeschenke eingepackt! Jemand (nicht ich) wird 40 am Wochenende!

Kartoffeln, Bohnen, 3x verschiedener Salat, Unmengen Tomaten, zwei Auberginen, Basilikum, Zucchetti, Gurken, Knoblauch, DIE EIER, Cocktailtomaten