Montag, Mai 25, 2026

250526

 Heute morgen vom Wecker geweckt worden, erst von dem Arbeitswecker, den ich schwören hätte können, ausgeschaltet zu haben, dann von dem eigentlichen. Wir waren heute nämlich mit Schwesterfamilie im Mundenhof verabredet (ich war da nach 24 Jahren hier und zwei Kindern noch NIE bisher und dachte, das wäre ein Bauernhof zum Ziegenstreicheln, lol). Jonny war heute erstmals diesen Sommer die ganze Nacht weg, lag auf der Terrasse der Nachbarn und wartete drauf, wo irgendwo zuerst die Tür aufgehen würde und jemand ihm Frühstück anbieten würde.

Wir haben auf der Terrasse bei superangenehmen Temperaturen gefrühstückt, dann ging es Richtung Freiburg. Wir waren so früh da, dass der Parkplatz noch praktisch leer war (änderte sich schnell). Wie immer grosse Freude, mit meiner Schwester, ihrem Mann und den beiden Schlitzohren Zeit zu verbringen.

Es wurde relativ zügig unangenehm heiss, die Rückfahrt im klimatisierten Auto dann erstaunlich entspannt (Schweizer Verhältnisse auf der Autobahn: alle hielten sich an die 120km/h-Beschränkung und fuhren einfach gemütlich vor sich hin.

Daheim erstmal einen grossen Eiskaffee, dann grosse Freude, dass es den Mixschüsseldeckel vom Ninja Creamie, von dem ein Teil abgebrochen ist, einzeln versandkostenfrei nachbestellbar gibt.

Dann: die Reservierung für den Kawadoko-Lunch in Kibune getätigt (ich habe gestern ENDLICH meine irrationale Angst vor der Japanbucherei besiegt und reserviert, bis ich das Kreditkartenlimit ausgeschöpft hatte).  Es ist so schön: ich hatte ja einen Heidenrespekt davor, grosse Sorge, nicht den perfekten Urlaub zu machen, vllt nur in Touritraps zu landen, alles falsch zu machen, aber jetzt steht der Ablauf, bis auf den Ryokan in Hakone sind alle Unterkünfte gebucht und wir haben am letzten Tag, wo es die Kadadoko-Terrassen in Kibune noch gibt, eine Lunchreservierung um 11:30. Die Website war nur Japanisch, die englische Version deckte nur einen Teil ab, zB den mit Reservieren nicht, die automatische Chrome-Übersetzung deckt Sachen, die als Bilder eingefügt sind, nicht ab, aber irgendwo habe ich einen Emailadresse gefunden und Torii vom Reception Team hat mir einen Link geschickt, wo man 8 Fragen auf Japanisch beantworten muss und dann reservieren kann. Für Hakone muss ich mich noch für einen Ryokan entscheiden. Ich dachte, der der sagte "keine Allergien, keine religiösen oder sonstigen Tabus können beim Essen berücksichtigt werden", wäre raus, weil vllt ist vegi das auch? Aber Nachfrage ergab: Ovo lacto-Vegi können sie anbieten, nur nicht vegan oder glutenfrei. Jetzt habe ich drei zur Auswahl und alle sind super. Hm.

Anyway: ich freue mich jetzt richtig!

Dann: kleine Sportrunde und pünktlich zum Bauchtraining kickte die Migräne rein. So richtig mit Dröhnen, Sichtfeldverengung und Übelkeit. Immerhin gleich geschnallt, Triptantablette eingeworfen und nur ein kleines Ründchen Sport gemacht. Jetzt ist mir bisschen flau und sehr müde, aber die schlimmen Schmerzen sind vorbei.

Bisschen vorausschauend gestresst bin ich, weil heute relativ spät die Jungs heimkommen und einer der beiden morgen früh zu unklarer Zeit mit unklarer Packliste ins Sportlager an den LAgo Maggiore aufbrechen muss und ich schon ahne, dass das "Heute abend wird noch final fix fertig gepackt" sehr viel push brauchen wird. Naja.

Sonntag, Mai 24, 2026

240526

 Ausgeschlafen, Kaffee im Bett, das war schön (zwischendrin um vier von hungriger Sansa geweckt worden, die beiden sind im totalen Sommermodus. In der Nacht kommt man eventuell mal auf einen Snack und eine Runde auf dem Sofa rein, sonst ist man draussen unterwegs respektive sucht sich für die Knallhitze ein schattiges Plätzchen).

Frühstück auf der Terrasse, dann sind wir direkt ins Freibad aufgebrochen. Ich hatte vor allem Schwimmhunger und die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: je später am Tag und je mehr Sommerferienfeeling, desto weniger wird die Abschrankung der Schwimmerbahnen respektiert sowohl von reinspringenden Kindern als auch von "turtelnden" Erwachsenen, von denen die Männer dann richtig unangenehm werden. Dementsprechend wollte ich da vorneweg sein, andererseits hatte ich mir schon überlegt, was ich tun würde, wenn mir diesmal jemand blöd kommen würde. Richtig entspannt war ich also nicht, auch deshalb, weil der Hübsche voll entspannt war und mit meiner angestrebten Pace gar nicht mithalten wollte.

Aber: wir waren dann um 11 etwa im Bad, die Schwimmerbahnen noch ausschliesslich dafür genutzt und nicht übervoll. Eine visuelle Abschätzung meinerseits sagte "das ist nicht doppelt so lang wie im Arbeitsbecken, also auch 25m". Der Hübsche war sich nicht sicher und schritt die Länge zweimal ab und sagte mir dan (DANKE) Bescheid, dass das 50 Meter wären (War super, weil ich schon fand, ich wäre richtig, richtig langsam. Ist mir schon mal so gegangen beim Wechsel ins Freibad damals noch zu Unizeiten, wo ich im ungeheizten Becken dann meine Anzahl Bahnen geschwommen bin, halt doppelt so viel Strecke wie sonst und eine richtig krasse Blasenentzündung davon bekam.). Heute also nur 20 Bahnen. Auf der letzten bahnte sich ein leichter Krampf an, war also gut, dass rum war. Auch sonst, es wurde nämlich voll. Und obwohl natürlich ausgeschildert war, wie man da im Kreis schwimmen soll, gab es immer mehr Deppen, die dachten, für sie gilt das nicht oder sie können einfach auch bei Gegenverkehr überholen. Ich mache es da mittlerweile wie beim Gehen: ich weiche nicht mehr aus, sondern mache Krallenfinger (beim Gehen spanne ich die "Kontaktschulter" an), selber schuld, ihr Deppen.

Dann: trockener Bikini, lesen auf der Liegewiese, dann ein Schälchen Pommes und eine Bahn im abgeschrankten Rheinschwimmbecken unterhalb des Sprungturms. Das Wasser hatte 17 Grad, vom Schwimmen wurde abgeraten (sahen wir erst beim Rausgehen), aber für eine Bahn war das absolut in Ordnung. (In Island habe ich gelernt: beim ins kalte Wasser gehen einfach reingehen, sich vorher vornehmen, dass man das macht, einfach gehen, keine Pause und vor allem: normal schnell weiteratmen, NICHT anfangen zu hecheln. Damit klappt das für mich super.

Dann nochmal im grossen Becken aufwärmen, umziehen, heimradeln, Eiskaffee. Noch ein bisschen Wäsche, überlegen, was wir heute abend essen (der Hübsche möchte Marillenknödel, die mache ich ihm auch, aber ich habe für mein ganzes Leben mehr als genug davon gegessen und werde mir "was micht Lauch" machen.

Jetzt: genug prokrastiniert, ich mache mich jetzt an Ryokan-Recherche.

es gibt dort eine Schwimmbadkatze!


Samstag, Mai 23, 2026

230526

 Sehr schlecht geschlafen, ich hätte irgendwie gedacht, zyklusbedingte Bauchkrämpfe und Kopfschmerzen würden im Schlaf weggehen oder so, stattdessen halt nicht. Ibu am Morgen vertrieb beides. Meine Güte.

Ich war um etwa halb acht wach, das passte gut, um mit Q. gemeinsam einen Kaffee zu trinken (der hat den Mini vom Lagerplatz gebracht und vergessenes für sich und L. mitgenommen. Ausserdem nochmal schnell geduscht und dann ging es mit dem Rad auch schon zum Treffpunkt. L. ist am Lagerplatz geblieben und wird dort schon von der Küche verpflegt (grosser Erfolg übrigens in Sachen Vogel-App: er hat gestern nacht eine Waldohreule aufgezeichnet, heute einen Eisvogel und eine Teichralle. (Wusste gar nicht, dass es das gibt. Sieht aus wie ein bisschen falsches Blesshuhn).

Der Hübsche und ich sind dann zum Coop, Frühstückssemmeln und vergessenes einzukaufen, dann war Häusliches dran: alle Betten ab- und frisch beziehen (ich bin von Biberbettwäsche und Flanellpyjama heute auf Jersey, Shorty und das Bettzeug, das sich wie Papier anfühlt, gewechselt, es ist halt einfach so heiss geworden...

Solange es noch nicht total irre heiss ist (hat nicht geklappt), bin ich noch schnell zum Fressnapf geradelt, um Katzenfutter nachzukaufen (der Tunnel ist immer noch gesperrt, yay for Rad!).

Dann schnell noch ein Ründchen, so lang unser Waldweg im Schatten liegt, einen Kuchen für heute zum Dessert backen (war etwas skeptisch ob des Rezepts, aber bis darauf, dass die Form doppelt so gross sein muss, passt es) und dann das Angrillieren vorbereiten. Wir haben uns ja Gäste zum Terrasseneinweihen eingeladen und evtl habe ich in der Essensplanung vergessen, dass die beiden Jungs nicht da sind und wir haben RICHTIG viel. Aber wie der Hübsche sagte, als er einen Sack Grillkohle auf der Schulter anschleppte: die Grillsaison geht ja noch ein bisschen.

Sehr schön sieht unsere Terrasse aus mittlerweile!





Die Pfingstrosen sind extrem pünktlich, das ist doch auch mal schön.

Jetzt ruft der Apero...

Freitag, Mai 22, 2026

220526

 So. Jetzt langes Wochenende (wie überraschend! Liegt, sage ich mal, daran, dass der Hübsche und ich dieses Jahr keinen Wellnesstrip machen, tatsächlich aus Genervtheit, dass die Orte, an denen wir bisher waren, über Pfingsten drei Übernachtungen Minimum vorschreiben. Freunde, wie funktioniert euer Pfingsten?! Hier beginnt das Wochenende am Samstag! Schrieb sie am Freitag. Anyway, wir machen es halt nicht, sondern werden das Wochenende bei richtigen Sommertemperaturen zB auf unserer neuen Terrasse, ich im neuen Liegestuhl mit Kaltgetränk und Buch verbringen. Und wie ich mich kenne, durch die Gegend laufen wie wild. Wir haben spontan die Nachbarn gefragt, ob sie Lust auf eine verspätete Garteneinweihung haben)

Aber das erst morgen.

Heute hat erstmal der Wecker zu Schwimmzeiten geläutet, ich habe aber statt Sport halt nach einem schnellen Frühstück (endlich drangedacht, die übrigen Aufbackgipfeli zu machen) direkt mit dem Arbeiten angefangen und war dann schon etwas verwundert, dass es sooooo lang ging, bis mir endlich mal jemand geantwortet hat. Mein Chef nach eineinhalb Stunden. Um halb acht....

Jonny hast übrigens seinen Sommerschlafplatz für nach langen Nachtabenteuern auf den Terrassenmöbeln eines Nachbarn einen Weg weiter wieder in Betrieb genommen, da kam er heute ganz verschlafen und kühl rausgeschlüpft. Sansa war mehr oder weniger seit gestern mittag die ganze Zeit auf Achse bis heute morgen (immer wieder mal da für zwei Happen zu essen, dann sofort wieder raus!), seit um sieben liegt sie in ihrem Körbchen und schläft einfach wie erschlagen

Ich hatte fast den ganzen Tag meetingfrei und konnte so gut DInge erledigen und abarbeiten. Zwischendrin eine Wocheneinkaufsrunde und Mittagessen (aufgetaute RoteBete-Suppe. Joah. Ich habe einen Klacks Joghurt mit viel frisch geriebenem Meerrettich rein und jetzt sind es nur noch zwei Portionen, die übrig sind.

Um eins habe ich den Hübschen vom Bahnhof abgeholt (der ist erstaunlich wenig durch für ungefähr 100 Stunden wach), dann noch zwei Meetings bis vier, und ... dann hat mir Google Maps gesagt, dass wir für die 19km zum Haareschneiden mit dem Auto heute 1h15min brauchen. L. hatte anders als versprochen seinen Rucksack für das Pfila nicht gestern, nicht heute morgen und auch sonst noch nicht wirklich final gepackt und der Drucker hatte kein Papier für das Notfallblatt, von dem er seit drei Monaten weiss, dass er es heute braucht. Das Papier lag da, wo es seit 2020 liegt (seit wir einen Drucker im Haus haben), meine Zündschnur ist ... eskaliert und naja, ich bin gespannt, was er jetzt dabei hat und was nicht. Naja. sind ja nur ein paar Tage.

Verkehr war dann wild: der Autobahntunnel war wegen "Überprüfung einer Störung eines sicherheitsrelevanten Systems" total gesperrt. Das ist eh schon doof, besonders doof an einem Freitag zur Berufsverkehrzeit, wo ALLE Deutschen, die auf der Ostseite von Basel arbeiten, heim wollen, noch wilder, und an einem Pfingstfreitag, wo ALLE Leute der Welt in den Süden in die Ferien wollen oder in den Schwarzwald oder vor den Ferien nochmal in D einkaufen, einfach irre. Wir standen ab 50m von unserer Haustür entfernt, auf der Autobahnauffahrt war der erste von vielen Auffahr-/Einfädelunfällen, die Leute waren einfach am Durchdrehen. Wir haben dann beim Friseur (wir hatten hintereinander dringend nötige Schneidetermine) angerufen und unsere Ankunftszeit angegeben und dann das beste draus gemacht: Google Maps gefolgt, geschaut, dass wir niemandem reinfahren, dass uns niemand reinfährt und uns unterhalten, das war schön! Dann: waren wir beide sehr hungrig, d.h. ich habe L. rausgeworfen, einen Parkplatz gesucht, in der Bäckere für mich eine Brezenstange und für L. Teeniemengen an Essen besorgt und als ich beim Friseurladen war, war L. schon fast fertig. Jetzt sind wir beide schick, auf dem Rückweg sind wir dann durch Basel gefahren und standen nochmal eine halbe Stunde im Stau, weil 4 Autos ineinandergerauscht waren. Irgendwann haben wir dann den Parkplatz in der Nähe des Lagerplatzes gefunden, L. und den halbscharig gepackten Rucksack rausgeworfen und ich bin nach Hause gefahren, essen machen und endlich mit dem Hübschen reden!

Wir waren jetzt für 1h Haareschneiden und insgesamt vllt 45km über vier Stunden unterwegs. Ich weiss schon, warum ich sonst alles mit dem Rad mache!

Naja. Aber eben. Wir sehen jetzt wieder gut aus, haben uns für die Verspätung entschuldigt, ist halt jetzt so.

Jetzt: Wochenende. Meine Güte.

Donnerstag, Mai 21, 2026

210526

Gut geschlafen (gestern nach fast einer Woche allein daheim endlich dann doch mal eine Serie geschaut am Abend, "Imperfect Women", gefällt mir!), dann Honigbrot gefrühstückt und früh losgeradelt. Es war kühl, frisch, die Sonne schien mir direkt von hinten in den Rückspiegel, es war wie in perfekt kaltem Wasser schwimmen, so schön! Schwimmen selber dann tatsächlich ein bisschen underwhelming (weil: halt Chlorwasser, geschlossenes Hallenbad, warmfeuchte Umkleide, perfekt für Winter, ich ahne, dass es im Sommer ... vielleicht gar nicht so grossartig wird, wie ich mir das denke. Aber eben: die Freibäder auf dem Weg machen noch nicht so früh auf...). Aber: war dann doch gut, hatte Raum für ein paar Rückenbahnen, das tut immer recht gut.

Dann: Arbeitsreicher Tag, wir wissen ja: Donnerstage sind crazy! (Beim Warten, bis das Teewasser kocht, noch ein Schwätzchen mit dem Hübschen, der ist endlich wieder ganz guter Dinge (und fast auf dem Weg zum Flughafen).

Ein Meeting nach dem nächsten, es gibt viel zu tun, viel zu jonglieren, aber es fühlt sich nichts bedrohlich an. Das ist einfach das beste Gefühl!

Generelle Beobachtung: ich komme ja aus einem technischen Umfeld, das total männerbasiert war (ist? nicht mehr so, wie auch schon), ich habe mich damit arrangiert, halt nur mit Männern zu arbeiten. Gab ja nix anderes. Mein Wechsel in eine globale Rolle und dann besonders zu Quality hat mir die Zusammenarbeit mit Frauen, auch in rein weiblichen Teams und/oder Teams mit weiblicher Mehrheit gezeigt und das schätzen. Aber: war halt Quality und das bin halt nicht ich, mein Herz gehört Produkt/MSAT/technischen Themen. Und jetzt bin ich in DER technischen Funktion / Abteilung UND arbeite in einem direkten Team, das zuer Mehrheit aus Frauen besteht, die Oberstchefin und viele ihrer direct reports sind Frauen und DAS ist die perfekte Umgebung für mich. Lauter Menschen, deren Herz für Technik schlägt, und so, so, so viele Frauen (und ja, mittlerweile sehe ich das Geläster von Middle Management-Männern über "jetzt wird da beim Kaffee über Handtaschen und Schuhe geredet" als das, was es ist: reine Misogynie. Und sage dann "naja, jetzt wisst ihr, wie es für manche ist, wenn zB nur über Fussball und PS geredet wird"). (Auslöser für diese kleine Freudenbubble: meine Kollegin, die heute morgen um die Pflanze, hinter der "mein" Desk steht, rumkam --- und wir haben sehr tricky technische und politisch delikate Themen zu diskutieren --- und wir haben gleichzeitig angefangen mit "Oh, ich mag deinen Sommerlook heute". Und unsere Sustainability & Safety Chefin, mit der ich heute zu "Turkish Delight" 10 Minuten über Sonnenschutz, arabische / nordeuropäische Haut, Schwestern-Dynamik geredet habe.)

Mittagessen mit einem Kollegen von früher, er hat einen beängstigenden Arzttermin vor sich, ich hoffe sehr, es geht gut aus und bin froh, dass er mir genug vertraut, um mir seine Ängste zu teilen.

Uff. 

Vor dem letzten Meeting radle ich durch die Knallsonne nach Hause, Gemüsekorb abholen, dann Salatabendessen machen und dann eine ausführliche Runde Haare blondieren und tonern, morgen wird geschnitten.

Romasalat, Rucola, DIE EIER, 2 fette Läuche, 2 fette Fenchel, ein normaler Rettich (nicht geringelt, nicht wassermelonenfarbig, nicht mal rot, einfach ein weisser Rettich. Normal gross), Kartoffeln, Dill, Gurke, Kopfsalat, Basilikum



Wunschlistenfrage

Die lila Haarmaske die auch als Leave-in funktioniert interessiert mich sehr, würden sie die Marke verraten?

Schwarzkopf Professional Blond Me Cool Blondes Neutralizing Mask, allerdings ist die natürlich zum Ausspülen gedacht. Ich lasse sie einfach drin (auch, weil ich halt viermal die Woche im Chlorwasser dümple), für kurze Haare passt das. Ob es mir für lange Haare nicht zu beschwerend wäre zum drinlassen, das weiss ich nicht.

Mittwoch, Mai 20, 2026

200526

 What a night.

Während ich wieder relativ früh im Bett lag und mir zu Regen die Augen zufielen, und ich das alles sehr, sehr gemütlich fand, fand Sansa das alles doof, weil man wäre gerne bei schöner Nachtluft draussen gewesen und jetzt regnete es. JEDESMAL, wenn man rausging, und jedesmal kam sie nass und empört zurück und meldete mir genau das.

Dann: brummte auf einmal um drei mein Handy, ein Anruf vom Hübschen. (Ich habe mein Handy eine gewisse Zeit in der Nacht auf "nicht stören", aber aus Erfahrung habe ich eine Auswahl an Leuten von der "Nicht stören"-Liste runtergenommen und der Hübsche ist einer davon. Normalerweise kein Thema, wir sind ja meist am selben Ort.). Als ich ranging, war niemand dran, er ist auch nicht rangegangen, als ich zurückrief, aber immerhin antwortete er sehr schnell auf meine Rückfrage per WA. Bisschen arg lustig: er hatte mir gejetlagged und was weiss ich, eine lange WA- Nachricht getippt und extra noch nicht abgeschickt hat, weil er mich nicht wecken wollte. Und dann hat er das Handy weggesteckt und mich mit seinem Hintern angerufen. Er war total bedröppelt und es hat ihm so leid getan, dabei war ich ja einfach nur total beruhigt, dass alles ok war (und eh andauernd wach, weil nasse, empörte Katze).

That said: Ich bin superfroh, wenn er am Freitag wiederkommt!

Dann irgendwann: aufstehen, Skyr mit Blaubeeren, Granola, Nektarinen und Hafermilchkaffee, dann radeln durch feuchte Luft, aber sehr, sehr nassen Boden. Das hatte ich nicht bedacht, als ich keine Regenhose / Überschuhe und/oder Wanderschuhe angezogen habe. Also bin ich mit nassen Schienbeinen, dreckigen Socken und feuchten Wildledersneakern angekommen, aber bis auf die Schuhe hatte ich alles frisch dabei und die sind in der Umkleide getrocknet.

Da übrigens: interessant, wie ... wenig flexibel ich bin. Heute war auf der Seite der Umkleide, an der ich sonst IMMER mein Zeug im Schrank verstaue, recht viele belegt und auf der anderen gar nix. Sollte man meinen: keine grosse Sache, auf welcher Seite der Bank ich sitze und mein Zeug einräume. Aber: es hat mich so durcheinandergebracht, v.a. weil ich die ganze Zeit dran dachte, dass ich jetzt nix falsch machen darf, OBWOHL ich auf der anderen Seite der Bank sitze, dass ich mir die lila Haarmaske, die ich als leave- in und styling verwende, statt in die Haare ins Gesicht geschmiert habe. Tja.

Sonst so: Ich merke aktuell wieder, wie ich meinen Job liebe und wie gut ich darin bin (und wie sehr mir der richtige Level an "little fires everywhere" Energie gibt. Nix wäre schlimmer als langweilig.). Das kafkaeske Thema von vor ein paar Tagen nähert sich einer Auflösung: NIEMAND hat einen Plan gesehen, wie die "Joghurtfabrik" das hinbekommen will, aber entweder wussten die Leute bei uns nicht, wie wichtig das ist, oder aber sie dachten: "das hat bestimmt jemand anders überprüft". Habe ich jetzt und jetzt werde ich das mit dem technischen Leiter der Joghurtfabrik klären (und hoffentlich haben sie das uns nur nicht geschickt, aber bestens durchdacht. Sonst wird es Zeit für "difficult conversations including cultural minefield").

Dann poppen an anderen Stellen neue Feuerchen auf, von denen nicht klar ist, ob es nur eine falsch ausgelöste Brandmeldeanlage ist oder ein Zündfunken, der demnächst den Dachstuhl in Brand setzen wird. Wir werden sehen (Ich bin so im Feuermodus, weil Q. gestern abend noch einen Feuerwehreinsatz hatte, eine automatische Brandmeldeanlage, die wegen eines angebrannten Essens ausgelöst hatte. Er ist erstmals im Tanklöschfahrzeug mitgefahren, in dem der Fahrer, wie Q. sagte "sich selber nicht mehr gespürt hat" und im vollen Berufsverkehr mit Blaulicht und Sirene durch die Rettungsgasse auf der vollgestopften Kantonsstrasse und alle roten Ampeln des Dorfes (2) gebrettert ist. Muss aufregend gewesen sein! (Aufregender als der Einsatz, der in Lüften bestand)

Am Heimweg dann übrigens strahlender Sonnenschein (vorfreudiges Schwätzchen mit Co-Radler im Radparkhaus, in dem übrigens ALLE regelwidrig fahren statt schieben), langsam glaube ich, dass es am Wochenende über 30 Grad werden.

L. und ich tauschen regelmässig unsere "neuen Funde" in der Merlin-App aus, ich heute: Nilgans, Gartenbaumläufer und Blesshuhn, als Bonus noch einen Biber.




All die hier übrigens in den 30 Sekunden, in denen ich an der Flussmündung den Biber gefilmt habe...


Dienstag, Mai 19, 2026

190526

 Ich hatte das Gefühl, trotz Hübschen am anderen Ende der Welt gut und lang geschlafen zu haben, allerdings sagt die Uhr, es wären nur wenig mehr als 6 Stunden (dafür muss man aber halt auch früh ins Bett gehen, wenn um halb sechs der Wecker läutet), ich bin superoft aufgewacht (letztes Mal um zwanzig nach fünf aus einem Traum, in dem eine Freundin zu Besuch war und eine Maus und eine Vogelspinne (oder eine Tarantel? Das sind unterschiedliche Tiere, oder? Bitte nicht erklären, ich kann selber nachschauen) an der Hose hatte und die beiden liessen sich nicht einfangen. Naja, bin ich halt aufgewachen und aufgestanden.

Frühstück heute: Honigbrot, dann zum Schwimmen radeln. Mittlerweile ist es halt einfach ganz normal taghell um viertel nach sechs, wenn ich losfahre. Beim Schwimmen heute recht Gas gegeben, ich war auf einer der Bahnen, die für den Kraulkurs um halb acht verwendet wird, deshalb wollte ich mit meinen 40 Bahnen vorher fertig sein, hat auch geklappt (und ich habe Dienstag vor halb acht schon mein Aktivitätsminutenziel für die Woche --> vllt mal anpassen, erreicht).

Meetingreicher Morgen, ich gehe spontan mit einem Kollegen mittagessen, den ich letzte Woche leider verpasst habe und den ich sehr mag (er hat wie ich einen small molecule Hintergrund, anders als der Rest unserer Truppe, tut manchmal ganz gut, da immer mal wieder auszutauschen.) UND der auch gern ein Ründchen nach dem Essen macht. Heute war es crazy: ja, wir sind erst um 12 losgegangen, wie so Anfänger, aber wir haben 7 Minuten gebraucht aus dem 16. Stock nach untern und durchs Drehtor direkt unten. Dann: Stau in der Kantine, kaum ein Platz zu finden und crazy Lautstärke! War gut, dass wir da mit bisschen frischer Luft gegengesteuert haben.

Zwischendrin hat sich der Hübsche mal gemeldet, der hat ein ganz, ganz anderes Programm als wir mit unserem Alltag hier, bin gespannt, was er in Ruhe erzählt, wenn er wieder da ist.

Heimradeln zwischendrin (bisschen unter Zeitdruck, weil ich länger gebraucht hatte, um ein LLM zu trainieren, das gerade für einen unseren Prozesse entwickelt wird. Ich hatte dafür 40 Deviationrecords zu reviewen und zu entscheiden, ob sie relevant sind oder nicht. Ich sags mal so: soweit kam ich bei den wenigsten, weil eine grundlegende andere Filterfunktion ganz offensichtlich betrunken war...

Naja.

Ausserdem wollte ich auf dem HEimweg noch schnell ein Paket abholen (ein Paket grosse Essteller. Genau das, was man auf dem Rad transportieren will, wenn man ein bisschen im Zeitdruck ist, aber: gut gegangen!)

Gerade noch so rechtzeitig daheim angekommen, dass ich mich aus den Radklamotten schälen (bisschen heiss und nass war es innen drin, weil  es nicht genug geregnet hat von aussen, um die Gummikleider angemessen zu kühlen) und nach oben unters Dach hirschen konnte und mich in die Nachmittagsabendsmeetings stürzen konnte. Sansa fand das richtig, richtig grossartig, sie ist bei JEDEM Meeting vor der Kamera rumgeturnt und hat sich dann neben mich gesetzt und ganz wichtig in die Kamera geschaut, als wir über regulatory strategy diskutiert haben. War auch ein bisschen witzig, weil ich ja weiss, WIE gross die Screens im Büroturm sind und sie da bestimmt endlich mal so gross gesehen wurde, wie sie sich fühlt (ich musste übrigens auch lachen, als ALLE in dem grossen Meeting mir individuell geschrieben haben "Jöööö, Katze" und so, während dort eine hoch aufgehängte Diskussion stattfand. Als ob es keine Pandemie mit Homeofficepflicht gegeben hätte, wo Katzen und Hunde und Kinder und teilweise bekleidete Partner im Hintergrund zur Grundausstattung gehört haben!


Jetzt bin ich tatsächlich bereit für Feierabend, die Kinder sind, glaube ich, verschwunden zu Pfadihock und Mat-bereitlegen für das Pfila (immer noch nicht drüber weg, dass die Woche Pfingsten ist), ich mache ein bisschen Hauszeug (Wäsche, Ründchen, Essen vorbereiten, Gartenrechnung überprüfen und bezahlen), und dann schauen wir mal, welche Alpträume ich heute habe :-)