120326
What a day. Mit Ansage. Und Donnerstage sind tatsächlich reproduzierbar die anstrengendsten Arbeitstage meiner Wochenplanung.... Uff.
Anyway. Supergut geschlafen, im Trockenen durch die durch den Regen saubergewaschene Luft geradelt, wunderbar geschwommen. Diese Zeitinsel für mich und meinen Körper (Schwimmen = keine Rückenschmerzen. Nada.) ist so, so, so wichtig! Damit starte ich in den Tag erstens mit einem angenehmen Gefühl der leichten körperlichen Erschöpfung, mein Kopf ist frisch, ich habe evtl überschüssiges Adrenalin und Aggression erstmal weggeschwommen. Aktuell ist es total unrealistisch, mittags eine Yogastunde reinzukriegen oder abends den Kopf so frei und den Computer so püntklich zu, dass ich zu einer für mich angenehmen Sporteinheit kommen würde. Ich würde mich nur den ganzen Tag noch stressen, dass ich das auch noch machen "muss".
Also.
Der Tag heute begann mit eigentlich Fokuszeit, um Sachen fertig zukriegen. Hat mittel geklappt, mein Chef hat viele Anliegen und Input in ein Projekt, das wir kurz vor, ich glaube, Fachausdruck wäre "Deployment" haben, da brennt eh die Luft und wir müssen jetzt das alles noch mit reinbringen und/oder anpassen.
Ich habe von insgesamt (muss nachschauen) 6 Stunden geplanten Meetings (ab zwei back to back) viereinhalb mit meinen zwei Kolleginnen, mit denen ich das Projekt leite, und wechselnden anderen Leuten dazu verbracht, parallel zu den anderen Meetings noch in Chats mit ihnen ausgetauscht und angepasst, kein Wunder, dass wir drei eine eingeschworene Gemeinschaft sind und mittlerweile auch unter dem Kürzel "KLM" in Emails und Minutes und Roadmaps auftauchen. Wie gut, dass wir drei uns grossartig verstehen und zusammenarbeiten können, wie schlimm das wäre, wenn man das allein oder (vermutlich noch schlimmer) mit jemand, den man nervig findet oder mit dem man unter Druck nicht arbeiten kann, machen müsste.
Mittagessen mit einem Kollegen / Freund seit 24 Jahren. So alt bin ich, so lang sind wir schon hier, so klein ist die Welt hier, das war super. Schnelle Runde in der Sonne, dann heimflitzen, Gemüsekorb holen und gerade noch so rechtzeitig in die NAchmittagsmeetings geslidet.
Ein gutes hat diese Auslastung: ich kam gar nicht in die Versuchung, die Anfrage, ob ich spontan beim Abschiedsapero meiner alten Rolle nächste Woche die Geschenkübergabe- und Redenhalte-Rolle anzunehmen. Respektive: ich habe keine Sekunde gezögert, die Annahme, dass ich das machen würde, geradezurücken. (Ich habe zwar keine Mühe, vor Leuten zu reden, und kann mir generell auch was aus dem Ärmel schütteln und sowas spontan machen, ABER: das ist dem Ganzen nicht angemessen, ich habe mit der ganzen Angelegenheit und dem"WIE" definitiv emotional nicht abgeschlossen. Ich möchte vor den 80+ Leuten weder eine nichtssagende "Danke, war schön mit euch, tschüss"-Rede halten NOCH eine unausgegorene "Wie wir alle so schlecht behandelt wurden und wie kann man so sein?" Abrechnung. Ich wollte ja ursprünglich nicht mal hingehen... (ich habe auch keinen Nerv für die politischen "Da ist eine Flasche Cremant pro Nase dabei, die muss jemand inoffizielles überreichen, damit klar ist, dass die nicht auf Kostenstelle gekauft wurde, da soll/darf man nämlich keinen Alkohol verschenken"-Sperenzchen.)
Also: not me.
Jetzt aber: Donnerstagsgemüsekorbsalatabendessen! (Es scheint Frühling zu werden, es gab einen Zettel mit "Was, wenn man nicht so viel Salat als Salat essen will?" Rezepten. Das ist mir bisher noch nicht passiert, aber es gibt wohl so Leute. Portulaksuppe ist die Antwort.)
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| Kopfsalat, DIE EIER, Feldsalat und Portulak, Petersilie und Asiapflücksalat, Schwarzwurzeln, lila KArotten (und eine orange), Kartoffeln, Pastinaken, Zwiebeln, Radicchio, Kresse, Eichblattsalat |



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