You know the drill, right? Es ist der 5., d.h. es heisst wieder "WMDEDGT?" (kurz und knackig für "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?").
Heute trifft sich der Freundeskreis Tagebuchbloggen sozusagen hier und verlinkt sich in der Liste unten.
Das ganze hat im April 2013 seinen Anfang genommen in einer Tagebuchblogwoche und hat sich irgendwie verselbständigt.
Die Regeln zum Mitmachen sind einfach:
über den heutigen Tag tagebuchbloggen (ohne Werbung, ohne Geschwurbel)
verlinken, mehr dazu findet sich am Ende dieses Posts.
Dass mir bis grad (also: halb acht) nicht aufgefallen ist, dass der Post heute nicht vorbereitet ist, obwohl ich da immer einen Reminder im Kalender habe, aber den einfach mal vor lauter Arbeit übersehen habe, sagt schon ein bisschen was aus... naja, jetzt ist ja alles da.
Hier: Wecker um halb sechs, ich schlafe im Moment so zwischen fünf und sechs Stunden, wache recht oft auf und habe jedesmal Mühe, mein Hirn am Losrasen zu hindern. Dafür ist der Sleepscore aber bombig, immer über 80. Naja.
Draussen ist es fast frühlingshaft warm, ich bin aber trotzdem einigermassen erschöpft. Ich ziehe trotzdem meinen Kraulkilometer durch, das geht immer besser (Ich habe so einen Muskelkater diese Woche!!!!)
Dann: Arbeitstag mit direkt einer Fokussession mit meinen Mitstreiterinnen beim Portfolio Review. Das Slidedeck ist jetzt tippitoppi fertig, die Storyline rund, niemand wird erkennen, wieviel Arbeit da drin steckt und wir werden nach der Präsentation sowas von feiern gehen!!!
Dann ist bei mir ein bisschen die Luft raus. Es gibt einiges zu tun, es ist ja genug liegengeblieben respektive hat sich von selber gelöst oder aber ich habe die Leute festgenagelt, deren Job es tatsächlich ist, weil ich einfach keine Zeit hatte, alles selber zu machen. Am dringendsten sind eigentlich die ganzen Feedbackanfragen, aber dafür ist mein Hirn zu leer. Ich habe noch einen APQR zum Review bekommen, das passt ganz gut für meinen Kopf, das ist stures Korrekturlesen. Mir kommt der Text zwischendrin arg AI-geschrieben vor und ich frage Gemini, was er denkt (mein Gemini ist ein Mann in meinem Kopf, nicht unendlich helle, ein bisschen servil, stets sehr bemüht, hat aber Aussetzer, ist dann zwischendrin wieder überraschend witzig. Die Geminis meiner Kolleginnen sind Frauen, haben wir festgestellt), das war überraschend:
"Classic Technical QA Jargon: Terms such as "non-proceduralized component handling," "omitted MES recipe parameters," and the formulaic reassurance "comprehensive assessments confirmed zero product quality impact" are standard regulatory/compliance boilerplate crafted by quality engineers to document deviations while protecting batch release status.
Passive, Dense Reporting Style: The heavy noun stacks ("broader distribution of cause categories for deviations") and bureaucratic hedging ("is likely attributed to an increase in batches manufactured...") are classic human technical report writing."
Besonders das letzte hat mich gewundert, weil ich genau den Aspekt für AI-geschuldet hielt. Naja. Vllt sind unsere APQR-Leute auch Bots? (Ich habe dann gesagt, er soll es funny schreiben und das wäre doch mal eine Abwechslung in einem APQR: "In our quest to achieve infinite scale, our processes boldly went rogue: training materials induced mild comas, the digital recipes omitted tiny details like "how to make the product," and parts were handled via interpretive dance. While this inspired world-class miscommunication on the floor, exhaustive post-mortems confirm the end product remains shockingly un-ruined. Meanwhile, the site logged deviations in every flavor known to science, primarily because we ran so many batches that the sheer laws of probability demanded chaos.")
Back to boring....
Mittagessen war ich dann relativ spät mit einer Lieblingskollegin, wir hatten uns länger nicht ausführlich gesehen und viel zu erzählen.
Dann: meinen Platz am Fenster und mit richtigem Stuhl und Screen jemand anderem vermacht (das ist Donnerstags und Dienstags irre und auch sonst einfach) und mich auf den Heimweg gemacht. Ich wollte noch meine Haare färben und der meetingfreie Nachmittag bot sich dafür an. Eigentlich hätte ich noch ein Call um zwei gehabt, das war richtig knapp, weil so Gegenwind war, dass ich mit 140 Puls geradelt bin (trotz E) und trotzdem viel länger gebraucht habe als normal. Um 14:01 wollte ich mich einwählen und .... der Kollege hatte das Meeting 5 Minuten vorher auf morgen verlegt. Ist jetzt auch ein bisschen unfein, aber who knows, was bei ihm grad brennt.
Stattdessen mit Mann und K2 eine Runde um den Block gedreht und beschlossen, dass mein Hirn heute nachmittag eine Pause braucht. Ich habe die letzten Wochen so durchgepowert, ich brauche eine kurze Pause. Also: Spazierründchen, mit L. unterhalten, dann Wocheneinkauf (sehr verwirrend, weil Donnerstag, nicht Freitag, aber ich denke eh schon seit Dienstag, dass Freitag ist) und dann: Haare blondieren und tonen. Wurde gut, leichter Lilahauch und nicht zu kaputt gemacht. Ich habe jetzt ja seit drei Monaten nicht blondiert, das war schon ... auch interessant. Aber: jetzt back to blond, morgen wird geschnitten (ich überlege, oben ein bisschen länger zu lassen, Miley-Cyrus-like?)
Mit in Frischhaltefolie um den Kopf und Haube drüber habe ich dann die Einkäufe ausgeräumt, die Bettdecken und so für die Gäste morgen parat gemacht, Pizzateig für 8 angesetzt, ausgespült, Toner rein, Japanmitbringsel für den Besuch morgen rausgesucht, dabei festgestellt, dass wir die Schachtel "Tokyo Banana", die L. am Bahnhof in ... Tokyo noch schnell gekauft hat, weil so gutes Mitbringsel, nie aufgemacht haben. Ist erst kurz abgelaufen, also können wir es nicht mehr verschenken, aber sterben werden wir wohl nicht dran. Wenig überraschend, aber doch ein bisschen enttäuschend, weil auf der Tüte irgendwas von "Ginza Strawberry Cake" stand, war nix mit Erdbeeren drin, sondern.. sowas wie Twinkies mit Bananencremefüllung in Bananenform. Dafür gings.
Abendessen: Salat aus dem Gemüsekorb mit Bratkäse und frischem Brot.
Jetzt bin ich rechtschaffen müde, aber nicht mehr so crazy aufgedreht und im Kopf ruhiger als die letzten Tage. Uff.
Post-DSGVO-Reminder: wenn Sie sich auf die Liste eintragen, geben Sie Daten von sich frei. Was Mr. Linky damit macht, steht hier. Wenn Sie das nicht wollen, sollten Sie sich nicht eintragen.
Nicht ganz so schlecht geschlafen, war auch nötig. Avocadobagel zum Frühstück (irgendwie wurde von Hass auf "Bacon Avocados" umgestellt irgendwann letztes Jahr bei Crowdfarming. Das sind die mit der dünnen hellgrünen Schale, die ewig steinhart sind, dann am dünnen Ende direkt braun werden, sonst noch hart, bitter und gummig sind und irgendwann schimmeln. Ein bisschen übertrieben gesagt. Ich mag die anderen viel lieber....), dann radeln durch erstaunlich milden Morgen. Schwimmen klappt gut, ich habe meine mentale Blockade "1km Kraul am Stück schaffe ich nie" durchbrochen und locker schaffe ich das. Ich bekomme aber schon ordentlich Muskelkater und hoffe auf ein Schwimmerkreuz! Bisschen lustig, dass ich vor etwa drei Jahren oder so beim Yoga eine Frau sah, die so schöne Schultermuskeln hatte und das auch wollte. Da habe ich mit Klimmzugtraining und what not angefangen, dann bin ich beim Radeln hingeflogen und hatte mir die Schulter gebrochen, also erstmal nix mehr mit Muskeln. Ins YOga bin ich aus verschiedenen Gründen nie wieder reingekommen (auch wegen Schulter), aber durch das Schwimmen hat sich das mit den Schultermuskeln und Rückenmuskeln und so etwas verselbständigt...
Lockerroomtalk mit zwei Kolleginnen (weiss nicht, ob es das ist, über das sich auch Männer in Umkleiden unterhalten oder was Frauen glauben, worüber sich Männer unterhalten, oder das was Männer glauben, worüber sich Frauen beim Umziehen und Schminken unterhalten: Kraulschwimmkurszeiten, Inlicensingprojekte, Schnittstelle zwischen Technical Development und Industrialization, Access und Prizing.)
Dann: ein seltsamer Arbeitstag. Gestern abend hatte sich noch bestätigt, dass unser Portfoliopräsentationstermin um drei Wochen verschoben wurde, die Luft aus "Heute müssen die Prereads raus" war ein bisschen .... raus. Es gab noch mittelgute Neuigkeiten für ein anderes Projekt, ich hatte viel spiralisierendes Zeug, weil so viele Sachen im Moment im Fluss sind. Kleines Highlight: für unseren grossen F2F Produktteamworkshop Anfang Dezember habe ich unsere Assistentin (sie ist GOLD!) um Unterstützung bei der Logistik (---> Raum für 20 Leute für 2 Tage...) und beim Teamdinner gebeten. Dadurch, dass ich das anreisse, kümmere ich mich direkt drum, dass nicht nur "die haben so ein geiles Cordonbleu" bei der Auswahl berücksichtigt wird, sondern auch die vegetarischen Alternativen. Stellt sich raus: mit 20 Leuten sind wir genug für ein fixes Menü und ich durfte vegi und Dessert auswählen. Das mit knurrendem Magen um 11 war schon schwierig (Wie, wählen? ALLES!)
Mittagessen mit neuem Kollegen (wir sind uns früher schon mal über den Weg gelaufen). Meine sozialen Filter sind grad nicht grad fully functional, weil ich etwas überlastet bin, glaube ich. Er hat mich etwas irritiert angeschaut, als ich meinte: "Und nach dem Essen machen wir noch eine Runde draussen, gell, reicht dir das Westerl dafür oder brauchst du deine richtige Jacke?" und ist folgsam die Jacke holen gegangen. Was ich gemeint habe: "Ich lauf nach dem Essen noch eine Runde, vllt hast du ja Lust mitzukommen, wäre praktisch, wenn das nicht dran scheitern würde, dass dir zu kalt ist". Wir sind dann sogar eine extra grosse Runde gelaufen :-) und keiner hat gefroren.
Heimradeln dann relativ früh, es war irgendwie die Luft raus ein bisschen. Daheim noch ein letztes Call (ein schon im April ausgeschöpftes Reisebudget hat im November lustige Auswirkungen, aber mein Chef ist pragmatisch (oder hat ein schlechtes Gewissen, mir eine 600CHF-Reise zu untersagen, nachdem ich als einzige des Teams dieses Jahr literally noch NIRGENDS war, letztes Jahr in Visp und Nürnberg, während der Rest der Abteilung munter um die Welt jettet. Also: Zagreb, ich komme.), im Baumarkt endlich Wintervlies für Olivenbaum und Palme kaufen, dann vegi Chicken für DEN MANGOSALAT einlegen und brutzeln.
Heute sind endlich mal alle daheim zum Essen, ich freu mich sehr.
Uff, was habe ich schlecht geschlafen heute. Complainttrendzahlen als Traumgestaltung, es gibt schon besseres, ehrlich.
Morgens war ich dann auch echt ein bisschen zerschlagen und hatte, kann man ehrlich sagen, eigentlich echt keine Lust auf Schwimmen. Noch weniger Lust hatte ich auf mich ohne Schwimmen, also bin ich natürlich gegangen, respektive geradelt (was geht? Bereit gewesen, richtig an den Fingern zu frieren, weil ich die Krabbenhandschuhe oben vergessen hatte und nicht zurücklaufen wollte und dann war es eigentlich fast zu warm für was ich anhatte?). Ich habe meinen Kilometer durchgezogen (ging sogar fast besser als gestern, mit nur Kraulen für die Ausdauer für den Plus-Kurs) und war dann sehr gut bereit für den Start in einen extrem intensiven Tag.
Der war dann.... genau das: viel, viel, viel intensive Detailarbeit an dem Slidedeck, erst allein, dann in der Dreiergruppe. Ging Stunden, hat sich aber nicht so angefühlt. Mittagessen zwischendrin mit meiner rumpeligen "Wir kennen uns alle irgendwie von früher und haben mal bei CDMOs gearbeitet und haben alle SM-DS-Background"-Truppe, das tat sehr, sehr gut.
Die eine Kollegin, die jetzt nicht mehr Teil unseres Dreierteams ist, was ich sehr schade finde, ist glaube ich, ein bisschen traurig deswegen, wobei ich ihr sehr reinen Wein über den Stressfaktor einschenke und sie (und auch andere) uns drei immer wieder sehr nett sagen, wie müde wir aussehen. Tja.
(Da passte es dann am Abend, als wir das Slidedeck in den finalen Review bei unserem Chef geschickt haben, doch gut, dass von alleroberster Stelle der Präsentationstermin mal 2 Wochen nach hinten verschoben wurde..... Was hätten wir uns weniger stressen können....naja. Jetzt ist es trotzdem morgen dann fertig und wir können drei Wochen an der eigentlichen Präsentation feilen....)
Sonst: sieht so aus, als ob ich noch ein, zwei, drei Tage nach Slowenien fahren würde für die Arbeit, da freue ich mich tatsächlich schon drauf.
Abends dann Kraulkurs. Good news: mein Beinschlag hat sich massiv verbessert und ich habe mir nix neues blödes angewöhnt. Yay. Ich habe auch meine Grenzen in Sachen Zählen akzeptiert: wir sollten folgendermassen Schwimmen: "Alle drei Armzüge atmen, den vorderen Arm beginnen, nach hinten zu ziehen, wenn der hintere Arm auf dem letzten Fünftel der Gesamtstrecke des Armzugs ins Wasser eintaucht, und für jeden Armzug 6 Beinschläge machen." (Wie alt ist der Busfahrer?) Ich habe stattdessen "mehr, als ich gedacht hätte" gemacht. Spannende News: nächste Woche lernen wir Rollwende. Ha!
Heimradeln, ganz allein essen, weil der Mann mit chinesischen Lieferanten Käsefondue essen ist, die Kinder beim Pfadistufenleitungshock mit Essen sind. Gibt es halt Salat und Spaghetti mit Kräuter-Pilzsosse für mich ganz allein. Und die Katzen.
Noch ein paar Arbeitsemails geschrieben, Kleider für morgen rausgesucht, Waschmaschine beladen und dann.... falle ich vllt einfach ins Bett.
Also. Es ist RICHTIG kalt geworden. Zum Schlafen super, mir ist gern immer noch zu warm und ich strecke immer Gliedmassen zum Abkühlen unter der Decke vor. Der Mann meinte, es hätte morgens 13 Grad im Schlafzimmer gehabt... ups.
Beim Radeln war es RICHTIG kalt,es hatte 1 Grad und die Softshellhose über der Leggins und die Trainerjacke über dem Thermoshirt und unter der Reflektorjacke waren, Krabbenhandschuhe über "den besten Wintervelo-Handschuhen" wären eine gute Idee gewesen.
Ich hatte ja, weil mir die Sorge, ich würde mich im Plus-Kraulkurs zum Affen machen, doch arg nachgeht, für die Monate bis Ende Januar vorgenommen, an Ausdauer und Geschwindigkeit zu arbeiten. Dazu gehört: keine Brust- oder Rückenbahnen einlegen, wenn ich ausser Atem komme, dann halt eine langsamere, Angst vor Ertrinken gildet nicht mehr. Und: mehr als 1km. Damit habe ich heute mal angefangen und halt 42 Bahnen am Stück gekrault. Das ging erstaunlich gut, die letzten 10 oder so waren von der Technik nicht mehr sooooo schön, da hätte ich mir keine Eleganz zugeschrieben, aber ich habe throughgesoldiert. Müde Arme gab das!
Dann: ein echt intensiver Tag und die Stockholmsyndromartigen Gedanken am Freitag, dass das doch eigentlich gar nicht so schlimm wäre und es schon ein tolles Team für den Portfolioreview, haben sich verdünnisiert und ich werde meinem Chef sagen, dass ich das noch maximal einmal mache (wäre nur fair, das IT-Projekt wenigstens auf den Stand bringen, in dem es aktuell sein sollte) und dann muss es jemand anders übernehmen.
Mittagessen auf die Schnelle allein mit Kindle und dann alle übrige Zeit bis zum nächsten Meeting draussen durch die kalte frische Luft gelaufen.
Uff.
Heimgefahren bin ich über eine Stunde später als ich wollte, weil ich erst verzweifelt nach Trends in unseren Daten gesucht habe, dann bereit war, einfach die schönen Charts aus dem neuen Tool aus dem Podcasterprojekt zu nehmen und mir Kommentare dazu aus den Fingern zu saugen, merkte, dass die Daten NULL mit denen aus dem anderen Dashboard übereinstimmen und dann erstmal unsere "Metrics"-Truppe aktiviert habe. Zeigt sich: der Bug ist in den Daten. Damit habe ich einen eleganten Ausweg dafür gefunden, dass der technische Kontext, der von meinen KollegInnnen geliefert wurde, sehr mässig ist, weil: wenn die Datengrundlage schon nicht stimmt, können wir auch nix korrekt interpretieren. Meine Güte...
Heimradeln tat dann wie immer sehr gut, obwohl ich ordentlich warmen Westgegenwind hatte (grad mal schauen, was das für die morgigen Radltemperaturen bedeutet)
Nebeneffekt von "wir machen unseren Sommerurlaub im Oktober" ist: oh, jetzt ist das Jahr schon rum?
November also.
Heute war unser allherbstlicher "Wir machen den Garten parat"-Tag. Ich habe die Terrassenbeleuchtung entkalkt und die Fliesen von Rost/Kalkflecken befreit. Der Hübsche hat ein letztes (danach kommt das "jetzt aber wirklich letzte" und dann das "jetzt aber echt allerletzte") Mal Rasen gemäht, das Schilf abgesäbelt und den Rest lassen wir nochmal. Keine Sorge, alles Getier ist gut versorgt mit Asthaufen und Gestrüpp.
Sonst planen wir für den November:
viel Arbeit (aktuell sind die grossen Portfolio Reviews für den 11. und den 30. geplant, bis dahin rotieren wir. Ausserdem werden wir vermutlich mein zweites Pre-Launch-Molekül einreichen, dafür braucht es auch noch viel Arbeit und wenn es erledigt ist, feiern wir es ausgiebig incl einer Rigi-Wanderung. Wir planen einen F2F Workshop für das erste, dessen Launch demnächst wir vorbereiten, ausserdem läuft eine PPQ Kampagne, 3 Transfers und das Podcaster-Projekt plant einen dryrun, das wird auch wild. Ach ja: Lessons Learned für das IT Projekt incl Prios für 2027. Und Feedback abgeben für dröflzig Kollegen. Und vielleicht sogar schon End Year Review mit meinem Chef? Ich weiss gar nicht.)
Vielleicht fahre ich noch nach Slowenien für die Arbeit. Ich glaube aber, wenn dann erst im Dezember.
Wir kriegen Übernachtungsbesuch von kleinen Neffen und Eltern, das wird toll.
Die Kids werden ein Pfadiplanungsweekend haben, der Hübsche und ich gehen auf ein Wellnessweekend, das ist dieses Jahr auch noch nicht passiert (wieder an den Hallwiler See, nicht auf die Luisenhöhe, wo ich mir vor lauter Wellness fast die Nase gebrochen habe).
Ah: personal maintenance: ich werde meine Haare wieder färben (der zwei-Farbenlook war ok, aber jetzt ist es auch wieder gut. Eigtl könnte ich jetzt einen richtig kurzen Pixie in meiner Originalfarbe machen, aber andersrum habe ich noch so viel High-end-Blondierzeug rumstehen...) und geschnitten bekommen. Es ist schon wieder ziemlich Zeit.
Gerade habe ich als Datum 170526 geschrieben und war kein bisschen verwundert, schliesslich steht unten rechts auf meinem Bildschirm 17:05 (17:06 mittlerweile). Ja. Oke.
Also. Heute: Kolchosenarbeitstag aka Arbeitstag auf dem Markhof (der Zusatzhof für Lagergemüse, den der Birsmattehof seit 2015 dazugepachtet hat und der halt einfach gerade über den Rhein 10min mit dem Rad weg von hier ist). Ich hatte mir ein Thermosportshirt, Arbeitshandschuhe und last minute noch ein Stirnband, Handschuhe und eine Fleecejacke unter die dünne Goretexjacke mitgenommen mit der Annahme, dass mir viel zu warm werden würde und ich dann halt alles ausziehen würde. LOL!
Es hatte 4 Grad und dicken Nebel, als ich losradelte und ich war froh um ALLES, was ich anhatte. Kurzer Schreckmoment: 1km vor dem Hof war die Strasse auf einmal weg. Also: gesperrt, dahinter weggerissen und auch der Radweg war abgesperrt. Es war 2min vor acht und jeder Alternativweg wären mehrere Kilometer gewesen (mir dämmerte, warum Google Maps mir vorgeschlagen hatte, die Dorffähre zu nehmen, die natürlich so früh nicht fährt). Der Radweg war nicht weggerissen, also beschloss ich, soweit zu radeln, wie der Teer reicht und dann halt zu schieben oder das Rad abzustellen und zu laufen. Es ging bis auf die ggüliegende Strassenseite des Hofes, man musste nur um ein paar Erdhaufen herumkurven.
Auf dem Hof: wie immer herzliche nette Stimmung, es ging heute wie an meinem ersten Erntetag jemals Sellerie ernten. Heute aber erstmal total händisch, weil die Erde so weich war, dass sie sich nicht sicher waren, ob der Traktor nicht eine Riesensauerei machen würde. Wir haben also ausgestattet mit Victorinoxgemüsemessern (es gibt jedesmal niegelnagelneue in der Kiste) und Arbeitshandschuhen die Sellerieknollen aus dem Boden gezogen, die Wurzeln und einen Grossteil der Erde abgeschnitten und oben das Grün (das war der befriedigendste Schritt: der beherzte Hieb und dann fällt das Büschel ab). Es war so, so, so kalt! Bis auf die nassen und dann so kalt, dass gefühl- und kraftlos gewordenen Finger war das aber nicht schlimm, sondern tatsächlich richtig schön. Wie Frau Herzbruch (sehr lesenswerte Gedanken zu ernsteren Themen!) so wahr anmerkte: frieren ist so viel besser als zu heiss haben (mir ist immer, immer, immer zu warm), man kann sich ja immer wärmer anziehen.
Zur Kaffeepause um 10 kam langsam die Sonne raus und der heisse Filterkaffee auf dem Hof in der Sonne mit verschiedenen Hefezöpfen war einfach grossartig! (an den Schuhen sammelte sich binnen weniger Schritte eine kiloschwere Lehmschicht, allein durch das Anfassen der leicht erdigen Sellerieknollen wurde der Messergriff zu einem einzigen Lehmbollen.
Der zweite Teil des Morgens fand dann in strahlender Sonne, aber halt immer noch richtig kalt statt. So schön!!!
Ich habe es diesmal irgendwie besser hingekriegt, keine Rückenschmerzen zu bekommen, weil ich all das Säubern aufrecht stehend und nicht gebückt oder gehockt gemacht habe.
Klientel: wie immer eine wunderbare Bubble aus Klischees (nehme mich da ja gar nicht aus), von den Holzkettenursulas mit Kindern in Walkanzügen zu den mittelalten Leuten in HighendFunktionskleidung, alle erdbeschmiert. Heute sind mir unangenehm viele Mansplainer aufgefallen, ich habe in allen Gruppen in Hörweite jeweils Männer Frauen die Welt erklären hören, das war schon auffällig..
Heimradeln heute dann ohne Mittagessen, weil ich um eins schon wieder ein anderes Date hatte, nämlich Q. bei der Feuerwehrhauptübung. Das ist eine öffentliche Übung, in der die Feuerwehr alle Einheiten in Testcases vorführt. Das ganze Dorf schaut zu und Vertreter der Nachbarfeuerwehren und es ist eine Riesenshow. Heute war es erstmals an sehr vielen verschiedenen Standorten und bis auf einen (Löschen eines Gasleckbrandes neben einem vollen Heptanfass, was auf dem neuen Spielplatz stattfand) wurden alle live via Drohne (einer Nachbarfeuerwehr) in den Gemeindesaal übertragen. Sehr beeindruckend!
Q. war bei den Maschinisten, die mit der Motorspritze Wasser aus dem Rhein pumpten (für den Fall, dass es halt mal mehr Wasser braucht als aus einem Hydrant kommt) und dann wieder rein. Sah schon cool aus!
Wir haben dann noch der Verkehrstruppe zugeschaut, die für einen simulierten Autounfall an der grössten Kreuzung im Ort (als ob wir so viele hätten) dann teilgesperrt haben und eben den Verkehr geregelt. Schon spannend, das von oben zu sehen, ist echt nicht so einfach, alles im Blick zu behalten, wenn die Ampeln aus sind. Auch gelernt: die Feuerwehr hat einen Schlüssel, mit denen sie alle Ampeln auf Handbetrieb umschalten können.
Dann haben wir uns verabschiedet, gerade noch rechtzeitig, es gab nämlich noch eine Gebäuderäumung mit Publikumsbeteiligung, wo man als "VerletzteR" dann von der Sanität versorgt wurde. Wir hingegen sind noch eine Runde durch die Sonne gelaufen und haben das kalte Traumwetter genossen.
Daheim dann: Kind zur Halloweenparty verabschiedet, Abholmodalitäten geklärt (das Kostüm ist so fies, er geht als "Tung Tung Tung Sahur" und wenn Sie das nicht kennen, sind Sie vermutlich über 25.), das andere Kind zum Schlussabend der Feuerwehr und der Hübsche und ich werden einen gemütlichen Abend zu zweit verbringen, mit vor Sonne und kalt glühenden Gesichtern.
Ausgeschlafen bis um sechs (lol), mit einer kurzen Einkaufspause und 15min aufgewärmte Nudelmittagessen durchgearbeitet bis 18h, und zwar so konzentriert, dass ich nicht mal mitbekommen habe, wer wann nach Hause gekommen ist. It's this time of the year (again) und es geht noch ein bisschen so weiter (eigtl bis nächsten Mittwoch, aber der Termin, an dem alles hängt, wurde nach hinten geschoben, vllt schiebt sich alles ein bisschen. who knows).
Sonst: vielleicht fahre ich arbeitstechnisch dieses Jahr noch nach Slowenien, ich habe mich immerhin schon mal über Flüge informiert. Sieht aus, als ob es auf einen Flug spätabends ab Zürich rauslaufen würde.
Kleines Abenteuer beim Einkaufen: ich scanne ja immer alles selber und wenn Alkohol, wie heute der hübsche Prosecco aus der Trophy, dann muss die Kassenfrau kommen und eingeben, dass ich älter bin als es noch Jahreszahlen gibt in der App. Und relativ häufig kommt von Alkohol ausgelöst dann ein Teilscan von x Stücken und wenn man die alle eingescannt hatte, dann kriegt man eine Schokolade und einen 3xSuperpunkte Bon für den nächsten EInkauf. Wenn ein Artikel davon NICHT gescannt war, muss man zu einem vollen Rescan an der Kasse und danach wird dann geschaut, was falsch war (das ist mir zB schon mal passiert, wenn man zB was aus der Apotheke im Wagen hat und sie scannen das. Der Barcode von der Apotheke ist im Supermarktsystem überhaupt nicht hinterlegt, aber das merkt das Kontrollsystem nicht. Oder aber: es wird ein QR Code auf der Pizzaschachtel gescannt, wo man vllt erfährt, wie die Kuh vom Mozzarella heisst, aber das Kassenkontrollsystem sagt "Ha, nicht gescannt!!!!". ). Heute wurde als erstes eine der beiden Gurken gerescannt, die ich in meinen Wagen gelegt hatte und es gab sofort einen Alarm. Ich wusste sofort wieso, als ich die Frau die Gurke scannen sah: ich hatte die Gurken aus der normalen Gurkenkiste genommen, da haben die Gurken keinen Code, sondern man scannt an dem Schildchen an der Kiste (2x, weil 2 Gurken). Die Biogurken aus der Kiste nebendran haben Aufkleber mit Barcode und anscheinend ist eine der Biogurken in der Kiste mit den Billogurken gelandet. Oder zumindest deren Aufkleber. Naja. Also den Einkaufswagen zur Kasse juckeln, mit der Kassiererin, die in unserer Siedlung wohnt, ein Schwätzchen über Halloweenschutzmassnahmen halten, während sie alles nochmal scannt. Am Schluss kam raus: ich hatte eine Biogurke zu wenig, eine Billogurke zuviel und eine Packung Salami zu viel gescannt. Alles in allem ein Gewinn für mich (ausser, dass ich halt ewig gebraucht habe und vermutlich wieder einen Strich auf meiner Selbstscankassensünderliste habe). Die Salami habe ich übrigens nicht zuviel gescannt, ich habe eine in den Wagen gelegt und eine gescannt, warum auch immer die an der Kasse nicht gescannt wurde.....
Generell bin ich sehr grosser Fan des Selbstscannens, ich packe alles so in den Wagen, wie es Sinn macht und nehme es nicht noch einmal voll nutzlos alles wieder raus aufs Band und packe es nochmal in den Wagen und dann daheim nochmal aus (wir wohnen so nah am Supermarkt, dass wir mit dem Einkaufswagen heimrollern und den leeren Wagen wieder zurückbringen).
Naja. So war das heute, Abendessen gab es sehr spät und der Abend ist dann leider nicht besonders schön zuende gegangen. Auch ein Teil des Elternseins.
Ich habe verstanden, dass einige von Ihnen nicht verstehen können, das ich keine Tipps und schon gar keine Gesundheitstipps haben möchte. Deshalb habe ich nur für Sie eine spezielle Email-Adresse eingerichtet, an die Sie Ihre Tipps schicken können. Ich werde sie ziemlich sicher nicht lesen, aber da es Ihnen ein Herzensanliegen scheint, diese Tipps loszuwerden, sehe ich das als Serviceangebot.
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Dieses Blog ist ein reines Privatvergnügen, ich habe keinerlei Interesse an Kooperationsanfragen, Sponsored Posts, Linktausch (was soll das überhaupt sein?) und Werbung. Wenn Sie mir trotzdem solche Anfragen schicken, werde ich Ihnen entweder gar nicht antworten oder sehr unhöflich. Falls Sie mir doch solche Anfragen schicken, werde ich mich öffentlich (zB auf Twitter) unter Nennung des Marken-/Agentur- oder auch Ihres Namens drüber lustig machen. Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.
Was ist das hier?
Das hier ist mein persönliches Blog im ursprünglichen Sinne: eine Art Tagebuch im Internet. Das Wort Tagebuch impliziert: das Allermeiste sind persönliche, subjektive Texte. Erinnerungen färben sich vielleicht im Lauf der Zeit, das ist bei uns allen so. Wenn sich zwei Personen an eine Situation erinnern, erinnern sie sich an unterschiedliche Facetten, an unterschiedliche Sichtweisen, das bedeutet nicht, dass eine der beiden lügt.
Wie es bei einem Tagebuch halt so ist, geht es hier in allererster Linie um mich. Das mag mancher für egozentrisch halten, aber da kann ich auch nix dran ändern, das liegt in der Natur der Sache.
Was das hier nicht ist und nie sein wird: eine Abrechnung mit der Vergangenheit oder bewusste Lügen oder bewusste Bosheiten. Wenn Sie das rauslesen, dann tut mir das leid, aber ich kann es nicht ändern.