Mittwoch, Juni 03, 2026

030626

Bei regnerischer Nacht sehr gut geschlafen und trotz erstem Aufwachen um viertel vor fünf nochmal bis Weckerläuten eingeschlafen, das hatte ich schon lang nicht mehr!

Nochmal Aprikosenmarmeladenbrot gefrühstückt und durch das kühle, feuchte Wetter (kühl: halt immer noch kurze Hosen- und kurze Ärmel-tauglich) geradelt, das war wirklich schön.

Schwimmen: ich hatte erst eine Bahn ganz für mich allein, dann wurde es richtig voll und wir waren zu viert und die Geschwindigkeiten (und das Schwimmverhalten, wie zB überholen oder halt nicht bei Gegenverkehr) passten nicht ganz zusammen, so dass ich zweimal an die Hand gekickt wurde, das war dann nicht so schön...

Arbeit: lief gut, viele der brennenden Feuerchen erlöschen, respektive werden professionell gelöscht, das ist super. Es ist wirklcih ein bisschen verdächtig ruhig und friedlich... nun ja.

Mittagessen mit einer über viele Aspekte vernetzte Kollegin (sie ist mit einem Arbeits- und Sportkollegen des Hübschen verheiratet, sie ist die Chefin der Regulatory KollegInnen für zwei meiner Produkte, wir sind Nachbarinnen im Lockerraum UND treffen uns dauernd beim Schwimmen), das ist immer wieder so schön, über den Tellerrand in verschiedene andere Teller und manchmal sogar Restaurants zu schauen.

Heimradeln vor dem letzten Meetingblock, damit kann ich nämlich noch vorher schnell beim dm vorbeiflitzen und spannende Sachen wie Waschmittel und Spülinachfüllpacks nachkaufen UND habe trotzdem um sechs nach dem letzten Call direkt Feierabend. Muss man ja durchaus mal ausnutzen, wenn es ein bisschen ruhiger ist (und ein 8h Tag reicht, das hat sich in den letzten Monaten ein bisschen arg weit zu 10h+ verschoben

Sansa war dann so unglaublich happy, dass jemand da war UND noch ein grosses Meeting mit vielen Zuschauern UND Lautsprecher an hatte, sie ist auf und ab paradiert, sass ganz aufmerksam vor der Kamera und biss mich in die Hand und alle sagten "Jöööö!", aber ein bisschen nervig war es schon, besonders weil ich dann flauschige Katzenhaare überall hatte.

Zwischendrin im Ecologicals Chat gelesen: jemand wollte eine Alternative zu Ballons bei Events, "because if I recall correctly we are supposed to avoid Valium-filled balloons" und das ist einfach so, so, so grossartig!


Skurrile Beobachtung übrigens in den letzten Tagen beim Radeln: ich frage mich seit Monaten oder eher Jahren, warum auf der Anhöhe über dem Kraftwerk auf der deutschen Seite so viele Wohnmobile parken. Ich dachte erst, das wären arme Bauarbeiter auf Montage, die auf der "Wir bauen für die grüne Zukunft"- Wasserstofftankwasweissich-Baustelle im Kraftwerk arbeiten, und keine Unterkunft bezahlt bekommen. Das hätte auch damit gepasst, dass da gerne schon mal morgens um 6:20h, wenn ich vorbeiradle, draussen Kaffee getrunken wird. Am Nachmittag stehen da jetzt gern mal Liegestühle draussen und es wird "wohnlicher". Mittlerweile hat es auch Schilder an dem Parkplatz, der ihn als Wohnmobilstandplatz ausweist. Ich habe die ganze Zeit gedacht, da kann doch niemand freiwillig stehen, so oberhal der Kraftwerksbaustelle, mitten am Arsch der Welt, da ist NIX ausser ein paar versprengten Häusern, von denenich auch nicht weiss, wer da warum dort wohnt. Es gibt keine INfrastruktur, keinen Strom, keine Kloausleermöglichkeit und ich dachte, es wäre nicht mal schön. Aber die letzten Tage ist mir aufgefallen: wenn man einfach den 120 Grad-Winkel auf der rechten Seite ausblendet, ist es da echt ganz hübsch: vorne Rhein, links Streuobstwiesen, hinten Schafweide (rechts Kraftwerk und Baustelle,irgendwann mal Wasserstofftank). Vielleicht gehen da wirklich Leute zum Urlaubmachen hin? 

Sehr mysteriös.

Anyway, jetzt Feierabend.


Dienstag, Juni 02, 2026

020626

 Heute hbe ich viel, viel besser geschlafen als gestern, was keine Kunst ist, weil gestern habe ich gefühlt überhaupt nicht geschlafen und tatäschlich war ich alle zwei Stunden knallwach und konnte ewig nicht einschlafen.

Frühstück: schnelles Marmeladenbrot (ich bekomme irgendwie jeden Frühsommer Aprikosenmarmelade von unserer lieben Nachbarin, die sich jedesmal entschuldigt, dass sie nicht so süss ist, weil sie sie lieber säuerlich mag, und ich sage jedesmal, das ist super, ich nämlich auch).

Dann: losradeln, in shorts und Radltrikot, aber mit Regenhose und Regenjacke dabei, am Nachmittag soll die Hölle losbrechen regentechnisch.

Schwimmen: geht gut, heute ist es auf einmal leerer als zB gestern, wo es für deutsche Pfingstferien und Montag recht voll war.

Dann: relativ entspannter Arbeitstag, es sind viele Leute weg, es gibt zwar viele Baustellen, aber nichts, was lichterloh brennt und mich zum Löschen braucht, deshalb komme ich dann auch zu Sachen, die ich schon lange als "das hat noch Zeit" depriorisiert habe. (Sie haben immer noch Zeit).

In einem Meeting gemerkt, wie viel das Framing und die initiale Reaktion ausmacht. Es gibt im Rahmen eines zeitkritischen Projekts eine Verzögerung, die wurde heute im Projektmeeting kommuniziert. Die Reaktion der Projektleitung (die in mein Team rapportiert) war: "Ja, das müssen wir sofort eskalieren, kann ja nicht sein, dass das einfach so hingenommen wird, da muss der Betriebsrat konsultiert werden, da kann man jetzt nicht nur auf Tagschicht weiterfahren und so tun als ob nix gewesen wäre, und am Wochenende Skifahren gehen" Die Reaktion auf der kommunizierenden Seite war (nicht so heftig, wie sie gewesen wäre, wenn ich auf der anderen Seite gewesen wäre, und vermutlich auch der schon längeren Zusammenarbeit in dem Team geschuldet): "Ja, ok, ich weiss das seit gestern, ich wollte das jetzt halt mal kommunizieren, ob es einen Impact auf die Gesamttimelines hat, kann ich doch nicht abschätzen, der Projektplan liegt ja bei Dir. Ausserdem arbeiten wir hier seit April Dreischicht, mehr geht nicht.".

Ich bin ja in diesem Team als "Schweiz" drin, eigentlich müsste ich gar nicht dabei sein, aber eben, solche "zwischenmenschlichen Probleme" zu vermeiden oder zu sortieren, das geht nicht von allein in dem Team, deshalb muss ich das machen. Am Anfang hatte ich da Hemmungen, weil ich mit dem Level an Aggression überhaupt nicht umgehen konnte und mir jedesmal dachte: "Hab ich das grad richtig gehört?!"


Also: es wäre so einfach gewesen zu sagen: "Danke für die Info, das ist natürlich nicht so toll. Wissen wir, ob es Massnahmen gibt, wie wir diese Zeit verkürzen können, zB Schichtplananpassung? Wenn das schon das Minimum ist, schaue ich mir das im Kontext des Gesamtprojekts an und muss je nachdem eskalieren, dass es einen Impact auf die Timelines hat, dann muss das zurückgespielt und priorisiert werden."

Mein Learning: ich fange das jetzt so früh wie möglich ein und falls das nicht gelingt, gebe ich klares Feedback, dass bitte nicht zu allererst mit Schuldzuweisungen und Verdacht der Inkompetenz oder Egalheit um sich geworfen wird und das Drama an die Wand gemalt, sondern halt mal sachlich analysiert. Meine Güte. Mittlerweile kriege ich das ohne Herzklopfen und Schweissausbrüche hin, bin aber immer noch perplex, was da einfach so ungefiltert rausgehauen wird....

Also. Das war der entspannt Arbeitstag, Mittag habe ich mit Buch und dann Spaziergang draussen, solange es noch nicht schüttete, verbracht. Am Nachmittag für die gute Laune ein "Pride-Cupcake" (Geschmack: Joah),



 dann nochmal eine gute Stunde Meetings, während draussen ein Wolkenbruch niederging, dann: gut eingepackt heimradeln und als Abendprogramm den Auk ausleeren und saubermachen (das klappt ja alles sehr gut, aber nach 8 -10 Wochen sind da immer Läuse dran und das ist halt auch doof und eklig)

Montag, Juni 01, 2026

010626

 Juni also. Und wie jedes Jahr die kurzzeitige Verwirrung: ach, uff, schon Juni, halbes Jahr schon rum. Dabei ist das gar nicht so, sondern erst Ende Juni. NOCH MAL GLÜCK GEHABT! (Überhaupt: heute vor einem Jahr habe ich meinen neuen Job angefangen und meine Güte, was für ein Glück das war und ist. Wie krass sich die Zeit zwischendrin angefühlt hat, wie kurz sie letztendlich war. Und wie weit wir bisher gekommen sind!)

Dann also: Juni.

  • L. startet entspannt in die letzten Wochen des Schuljahres, Tests sind alle gschrieben, Noten reichen mehr als komfortabel für die Versetzung in die nächste Klasse (das war ja ein bisschen ein Gambling nach dem halben Jahr Austausch).
  • Q. startet unentspannt in den Juni, er hat nämlich 2 Wochen lang intensiche Prüfungsphase nach dem zweiten Semester, bis er in entspannte 12 Wochen Semesterferien startet.
  • Ich: bin entspannter als auch schon, aber richtig entspannt bin ich ja nie. Ausser ich stehe grade irgendwo in Island im kalten Wind.
  • Ich werde nächste Woche für zwei Tage nach Mannheim businesstrippen
  • hoffentlich mit L. und wer sonst noch will eine Bergtour einlegen
  • bei der Arbeit Besuch aus Japan bekommen und einen Besuch IN Japan planen (zusätzlich zu den Ferien im Herbst. Oder wie der Hübsche gesagt hat: nächstes Jahr gehen wir aber wieder nach Island)
  • ausserdem bei der Arbeit feiern, nämlich den alljährlichen Charity-Walk und dann ein grosses Sommerfest (grad gesehen: einen Tag VOR dem nächsten Punkt)
  • in der Kolchose Landwirtschaftsgenossenschaft einen Arbeitstag ableisten
  • und generell einige wichtige Meilensteine für meine Produkte abarbeiten
  • mit den kleinen Neffen eine Chipsparty feiern (ich werde babysitten, während ihre Eltern auf einem Konzert sind und habe das als "Wir schauen die ganze Nacht Filme und essen Chips" angekündigt. Da wusste ich nicht, dass Filmeschauen keine so gute Idee ist, weil alles immer so aufregend ist, aber Chipsessen schon. Und so wurde da draus: "Ich freu mich so, wenn du kommst und wir die ganze Nacht Chips essen". Ich finde, es gibt schlimmere Vorstellungen)
  • der Hübsche wird zu einem Klassentreffen nach München fahren
  • und ausserdem zu einigen Konzerten nach Zürich: erstens das Weihnachtsgeschenk von vorletztem Weihnachten für L. einlösen: Linkin Park, die ja in Bern letzten Sommer fünf Minuten vor Start abgesagt haben, zweitens spontan zwei Tage vorher "A perfect Circle".
Und noch eine sommerliche Wunschlistenfrage:
Wird bei Ihrer Ninja Creami der Metall-Bolzen (der sich von oben mit dem Deckel verbindet) auch mit Glacé "kontaminiert"? Haben Sie einen Tipp zur Reinigung?

Mhm, wenn ich mich nicht an die Maximalfülllinie halte oder mehrfach re-spinne, wie zB für Eiskaffee, dann kann es schon vorkommen. Aber wenn man gleich mit einem feuchten Lappen abwischt und trocken nach, gehts eigtl gut weg.



Sonntag, Mai 31, 2026

310526

 Ausgeschlafen (also: wirklich. Bis halb neun. Um halb sieben war ich schon mal wach, aber dann noch zwei Stunden, das war schon sehr erholsam), dann Kaffee im Bett (dazu eine Wunschlistenfrage, die aus technischen Schwierigkeiten nicht auf der Liste gelandet ist).

Frühstück mit allen auf der Terrasse, Q. war angemessen kaputt, hat aber noch Bilder und Videos vom Towerrun gezeigt.

Der Hübsche und ich machten dann relativ zügig unser Ründchen, solange die Strecke am Wald entlang noch im Schatten liegt. Wir haben, wie so Dorfbewohner, die Stelle angeschaut, wo der flüchtige Autofahrer am Pfingstmontag in den Wald gerauscht ist (und Q. ein bisschen enttäuscht war, dass er da nicht auf Alarm bei der Feuerwehr war). Beeindruckend, es liegen noch Stücke vom Auto drin.

Dann: Zeug. Wie Schwimmtasche packen (ich habe zwei neue Kosmetikbeutel, die wasserdicht sind und genug Platz bieten, einmal das Körperpflegezeug und einmal das Schminkzeut ohne Stopfen zu beherbergen), Buch fertig lesen (ich habe die letzte Woche ein so schlechtes Buch gelesen, das war wirklich übel. Es wirkt wie von einer KI oder einer fremden Alienrasse, die die Menschen von ganz weit weg beobachtet hat und dann eine Geschichte schreibt, allein schon die Namen waren einfach total daneben. Ich dachte die ganze Zeit, da käme irgendeine krasse Erkenntnis noch, aber nein, war nur schlecht. Aber gestern war ich durch und habe ein aus so vielen Gründen mir sehr nahegehendes Buch in einem Rutsch durchgelesen.

Fussnägel habe ich (habe ich erzählt, dass ich ungefähr 3 Wochen meine 3 Paar Lieblingsflipflops gesucht habe? Und am Ende waren sie im Schuhschrank, genau, wo ich sie erwartet hätte und als erstes gesucht hatt?) frisch blau mit rosa Schimmer lackiert, es ist Sandalenzeit, da mache ich das öfter als zu Sneakerzeit, wo es mir nicht so direkt auffällt, wenn er rauswächst.

Dann geht das Gewitter los, respektive erstmal nur Lnadregen mit ein bisschen Donner in der Ferne. Es riecht so gut, wenn der Regen auf den heissen Stein kommt!

Die Katzen sind natürlich beide noch draussen, der Hübsche hat es wirgendwie geschafft, sich keine Sorgen mehr drum zu machen, dass den beiden was passiert, ich ... noch nicht ganz. Es ist viel besser als auch schon, aber noch nicht richtig cool.

Jetzt: Palak Paneer, es gab Spinat im Gemüsekorb (ich habe nur Hemmungen, den zu pürieren, das ist doch schad drum bei frischem Spinat und ausserdem sieht das nicht lecker aus...)

Jetzt die Wunschlistenfrage

Du trinkst, wenn ich es richtig verstehe, den ersten Kaffee morgens oben im Schlafzimmer. Wenn Du ihn auch oben zubereitest, wie organisierst Du das (Aufbewahrung von (Pflanzen)Milch, Säubern der Maschine) das u was für eine Gerät verwendest Du?

Wir haben eine Nespresso Latissima Touch, die hat einen selbstreinigenden Milchtank, d.h. man dreht einen Regler auf "Clean", dann wird das ganze Milchsystem mit heissem Wasser durchgespült. Ausserdem haben wir einen MInikühlschrank im Schlafzimmer, der am Wochenende (nur am Wochenende gibt es Schlafzimmerkaffee) angeschalten wird und in dem der Tank / Nachfüllmilch steht.


Samstag, Mai 30, 2026

300526

 Uff. Es ist so, so, so, so heiss!

Gestern abend waren schon wieder nicht alle zum Pizzaabend da, Q. hatte Feuerwehrübung (Maschinistenübung für Elementarereignisse unten am Rhein). Wir anderen haben aber draussen auf der Terrasse Pizza gegessen und alles über das Sportlager gelernt. Es ist so schön mit den Kids: sie sind so coole Menschen geworden und haben so unterschiedliche, coole Interessen und erzählen da so begeistert drüber, das ist wirklich grossartig.

Heute morgen dann übrigens die Erkenntnis: wir leben wirklich richtig auf dem Dorf, unsere Kinder sind in der Hinsicht schon etwas sehr unbedarft, aber eben: es hat halt keine Konsequenzen. Schweizer Wohnungs /Haustüren sind anders als deutsche Haus- und Wohnungstüren aussen auch mit Klinken versehen, d.h. man kann sich einerseits nicht aussperren, andererseits reicht zuziehen halt auch nicht für ein Minimum an "Leute draussen halten." Wir haben aktuell immer wieder das Thema: "Wer als letzter das Haus verlässt, sperrt ab. Ja, auch wenn es nur für eine halbe Stunde ist" (Eltern nicht das beste Vorbild dafür), es war schon das eine oder andere Mal die Haustür über Nacht nicht abgeschlossen. Heute nacht aber neues Highlight: die Haustür stand einfach offen. Der Riegel war rausgedreht, aber die Tür nicht im Schloss. Naja. Grosses Ups, die Katzen- Reconciliation hat nicht ganz gepasst (vorne rein, hinten raus), aber sonst ist nix passiert.

Ich habe mit leicht migränigem Kopf insgesamt bis halb neun geschlafen, ich war bei jedem Aufwachen ab fünf so, so, so müde, dass es sich aufsummierte.

Kaffeetrinken im Bett, dann Frühstück auf der Terrasse. Q. packte zusammen für seinen heutigen Plan des Tages: Towerrun den Basler Messeturm rauf in voller Atemschutzmontur. Joaaaaaah. 

Ich hatte ein weniger ambitioniertes Sportründchen (Bewegung, Bauchtraining, Liegestützen, KLimmzüge, aber nicht mehr Kopfweh als vorher) eingeplant, dann Häuslichkeiten wie Wäsche ab und auf, Kombucha umfüllen.draussen auf der Terrasse Eis essen und lesen, dann mit dem Hübschen Rheinschwimmen. Letzte Woche noch grenzwertig kalt mit unter 18 Grad, heute einfach 21 Grad und grad noch so erfrischend.

Beim Heimradeln waren wir schon wieder trocken. Wir haben auf dem Weg zurück beschlossen, weil Q. zum Essen da sein würde (L. ist mit Freunden verabredet), nochmal den Grill anzuwerfen und die vom letzten Wochenende eingefrorenen Würschtli und Spiesse mit frischem Kräuterbutterbrot, Perlcouscoussalat und Bratkäse zu brutzeln.

Aperitiv auf dem Balkon hat mich nahezu ausgeschaltet, ich merke: mein Sommerproblem ist zurück: kein Appetit auf nix ausser auf Obst, dann schlimm Kreislauf. 

Jetzt bin ich dank Roland-Snackperlen (richtig, richtig gut! Das sind gebackene Reismehl-Laugen-Perlen, einfach grossartig!!!) wieder ein bisschen fit, mische den Salat an und werde in dieser Sekunde von Q. erfahren, wie es war, den Turm hochzurennen

Freitag, Mai 29, 2026

290526

Aufgewacht um viertel nach fünf, Aufstehen kurz danach, weil, naja, wach. Bisschen    unheimlich, bisschen cool: ich hatte die ersten 4 Minuten meines Wachseins nicht auf dem Radar, dass W. gestern nicht heimgekommen war, bevor ich eingeschlafen war (Semesterendgrillieren), aber natürlich war er da, alles gut (es ist nicht nur gut, wenn man true crime podcasts hört).

Ich frühstückte im wunderbar kühlen Wohnzimmer mit offener Terrassentür und Fenstern und Haustür, Jonny kam mal vorbei zum Snacken und dann musste ich ein bisschen lachen: ich hatte noch einen für heute fälligen Task und der Kollegin, die das von uns allein einsammeln muss, habe ich meinen Block dafür heute gezeigt und wir haben beide gelacht, weil ich den ein bisschen verschoben auf 7-7:30 gesetzt hatte und sie meinte, da wäre sie noch nicht mal wach. Naja. Abgeschickt habe ich mein deliverable heute um 6:55.

Dann: Vorbereiten für einen site visit in zwei Wochen, es ist sehr cool, sich einfach aus verschiedenen, richtig gut gemachten, up to date gehaltenen, zusammenpassenden Slidedecks bedienen zu können.

Schnelle Einkaufsrunde mit dem Hübschen, wir eskalieren ein bisschen bei Softdrinks und Obst, es ist halt Sommer.

Zum Mittagessen mache ich mir ein Stück Mangoldquiche warm, das ich im Tiefkühler noch gefunden habe, dann geht es weiter mit einigen Meetings, die halt noch sein müssen (sonst hat sich der Freitag als von standing meetings freier Tag etabliert, an dem alle von daheim aus arbeiten, das ist schon cool.).

Sieht übrigens so aus, als ob ich, wo ich so sorgfältig unseren Japanurlaub in die kurze Herbstferien gelegt habe, weil ich Hitze / Luftfeuchtigkeit nicht vertrage, erhört würde, was mein Geningel "Immer nur Businesstrips mit max 3h Zug...." angeht: wir planen aktuell eine Reise nach Fujieda im Juli/August. Naaaaaja. (ich nehme mal an, dass das anders als in Süditalien im Betrieb klimatisiert sein wird und wir nicht viel draussen unterwegs sein werden).

Zwischendrin schnelles und am Ende noch schnelleres Waldründchen mit dem Hübschen, weil ich mich verkalkuliert habe, was die Strecke / unsere Laufgeschwindigkeit angeht, und ich noch ein call hatte.

Dann irgendwann ist rum, wir schauen mit Q. das Staffelfinale von "For all mankind" und dann kommt auch schon L. aus dem Tessin zurück, es gibt Pizza und ist Wochenende. Halleluja.

Wunschlistenfrage:

Könnten Sie noch einmal die Marke und knapp Ihren Erfahrungswert zur Wanderkaffeemaschine teilen?

Ich habe eine Outin, Recherche hat hier dankenswerterweise der Hübsche übernommen, von dem ich sie mir gewünscht habe. Ich bin sehr, sehr zufrieden. Ich nutze sie meist mit kochendem Wasser, das ich in eine Thermoskanne gefüllt habe und mitnehme und dann drücke ich trotzdem auf den Knopf für "mit kaltem Wasser nutzen", damit nochmal richtig aufgekocht wird. Das geht dann viel schneller und gerade, wenn man nicht als einzige einen Kaffee möchte, hilft das sehr. Ich bin superzufrieden und es ist wirklcih ein Bonus für alle unsere Wanderungen.

Donnerstag, Mai 28, 2026

280526

 Heute dann doch schon um halb drei aufgewacht (weil eine kleine Katze nach gefühlt drei Tagen draussen schrecklichen Hunger hatte), der Hübsche fragte "Schon Aufstehzeit für dich?", aber nein. Nicht mal für mich. Und dann hab ich tatsächlich bis Weckerläuten geschlafen und war gar nicht sooooo wach. Tja. Radeln war gut, Schwimmen auch (heute endlich mal wenig los im Becken) und dann ein wilder, wilder Arbeitstag. Ich habe mich heute abend gefühlt wie nach 2 Tagen (naja, oder halt wie normalerweise am Donnerstag). Neben all den spannenden, dringenden Themen, die in meinem Produkten akut sind, haben  wir die Nachbereitung des Riesenprojekts (nach dem Portfolioreview ist vor dem Portfolioreview) und meine Güte.... manche Sachen, diskutieren wir einfach seit einem Jahr immer wieder. Und zwar einfach aus Ignoranz der Leute, die denken, sie wären da entscheidungsbefugt. 

Dazu kommt: unser Chef ist zwei Wochen im Urlaub, der könnte die einfangen per Dekret. Das können wir nicht, wir können nur mit klarem Auftrag von ganz oben argumentieren, aber das verhallt. Gnah.

Und dann: Chef im Urlaub, dh er hat die anstehenden Termine an uns verteilt, ich hatte heute die Ehre, uns in einem Meeting mit dem Oberstchef meiner alten Abteilung und der Oberoberchefin von allem zu vertreten, weil "wir" die Mitigation Action für ein paar sehr hoch aufgehängte Sachen sind. Wie cool zu sehen, dass a) sie mich mittlerweile kennen b) ich nicht mal mehr ansatzweise nervös bin und c) es mittlerweile nicht nur kann, Allerobersten zu widersprechen, sondern das auch so, dass es gehört wird und niemand bei der Zustimmung sein Gesicht verliert.

Schau an.

Heimradeln in der Knallhitze, Gemüsekorb abholen, mit der Vogelapp einen Wanderfalken "erwischen", Crowdfarming Parmesan in den Kühlschrank verpacken, Salat essen mit dem Hübschen (L. ist noch im Sportlager, Q. nach einem Unitag und Training für den Towerrun in Atemschutzmontur hier im Dorfhochhaus, was man halt so macht, wenn es mal 34 Grad hat, auf ein, wie er es nennt, "VBC-Event", ich würde vermuten, Semesterabschlussparty, weil morgen ist letzer Vorlesungstag, dann "nur noch" Prüfungen verschwunden), jetzt nochmal laukalt duschen und auf dem Schaukelstuhl in der lauen Abendluft lesen und den Kopf auslüften. Uff.


Lauch, roter Frisee Salat (?), Spinat, DIE EIER, Romasalat, roter Rettich, Aubergine, Gurke, Blumenkohl, bunte Karotten, Petersilie, Minze, Rucola

Sidenote: beim Heimradeln wie so oft gedacht, dass ich so froh bin, dass wir manche Trends mit den Kindern einfach verpasst haben, weil sie da schon rausgewachsen waren. Ich weiss noch, wie wir 2012 in unseren Kalifornienferien schier abgebrochen sind, als unsere Freunde dort ihrem kleinen Kind einen Obstquetschie gegeben haben, das wäre zwar totaler Irrsinn, aber für unterwegs ganz praktisch. Ich hätte geschworen, dass sich so ein Irrwitz niemals durchsetzt und schon dreimal nicht ausserhalb der USA. Tja. Und heute dann: Lastenräder / Ebikes. Wir haben unsere Kinder ja im Radanhänger transportiert, solange sie klein waren und dann sind sie selber gefahren. Heute sind überall diese RIESEN-E-Lastenräder unterwegs mit Kindern, die alterstechnisch durchaus für die Veloprüfung in der Primarschule dran wären. (meinem Kollegen ist übrigens der Rahmen des Lastenebikes eines namhaften deutschen Herstellers in voller Fahrt gebrochen, mit Kindern drin, die "Kinderbox" ist an beiden Seiten abgebrochen, hat aufgesetzt und er hat sich richtig übel verletzt... krasser Scheiss). Ich bin einfach unendlich froh, dass es das damals gar nicht im Mainstream gab, sondern wir halt den Anhänger hatten, den wir an unsere normalen Räder machen konnten und auch wieder ab, und nicht auch ohne Kinder drin dann halt ein Riesenteil, das unendlich teuer ist und unpraktisch, rumstehen / -fahren haben....