Montag, Mai 18, 2026

180526

 Ich weiss tatsächlich nicht, ob ich mit all der Klassenüberspringerei jemals ein Buch von Kafka gelesen habe. (Ich weiss, dass ich in die 11. Klasse kam, als sie mit der Kafka-Lektüre schon fertig waren und alles, was bei der Klasse hängen geblieben ist: der Deutschlehrer hat mehrere Stunden lang von “Alfred Kafka” geredet.. Naja.). Aber: ich weiss, wie man “kafkaesk” benutzt und auch, dass es sich v.a auf den “Prozess” bezieht (vllt auch noch auf die “Verwandlung”, aber damit bin ich wirklich am Ende).
Ich habe das Gefühl, bei der Arbeit in so einer kafkaesken Schleife gefangen zu sein.
Wir müssen als Produktteam eine Entscheidung treffen (lassen), meine Aufgabe dabei ist, zu sagen “Ja, technisch passt das, alles überprüft”. Dafür fehlen mir aber Inputs und zwar entscheidende. Stellen Sie sich vor, Sie planen die Versorgung der Welt mit einer neuen Joghurtsorte. Die Herstellung ist überhaupt nicht trivial, es gibt dröflzig verschiedene Schritte, es wird eher ein Spartenjoghurt, man wird nicht unendlich viel davon brauchen. Das Rührvolumen in den Kessel ist zwischendrin sehr, sehr niedrig. Aus Gründen müssen Sie aus der Molkerei, in der Sie bisher produzieren, raus, das ist ein bisschen sowas wie eine Versuchskäserei, da ist kein Platz für Marktproduktion. Sie suchen also eine neue Molkerei, mit der haben sie vor einem Jahr mal richtig en detail diskutiert, was für Spezialequipment es braucht, wie weit der Rührer runtergehen muss, wie man das Aloe-Vera-Aroma am besten dosiert, damit es nicht verklumpt und wie man die Dinkelspelzen mahlt, damit sie nicht im Hals kratzen. Es kam raus: hm, die Rührkessel sind bei der neuen Molkerei schon signifikant grösser als in der Versuchskäserei, aber der Joghurt wird ja schon ein richtig guter Joghurt, also, wenn wir pro Ansatz 1 Tonne Joghurt herstellen, geht sich das alles grad noch gut aus mit den Rührern und der Aloe Vera und den Spelzen. Dann wurde auf Businessseite weiterdiskutiert, man lernte über Zölle für Aloeverajoghurt, über neue Studien zu anderen, ähnlich schmeckenden Joghurts, die Disponenten fanden, sie würden lieber gerne 500kg Ansätze haben, und redeten mit dem Chef der anderen MOlkerei direkt, ganz ohne die Technik zu involvieren. Jetzt arbeiten wir als Aloevera-Joghurtteam auf einmal unter Hochdruck daran, die Entscheidung, zu dieser MOlkerei zu gehen, absegnen zu lassen und ich soll sagen, “Technisch ist alles ok, ich hab das überprüft”. Und zwar die 500kg Jopghurtproduktion. Ich habe allerdings nur die Info für 1000kg gesehen und das war grenzwertig wenig in den vorgeschlagenen Kesseln.
Seit sage und schreibe 3 Wochen versuche ich, herauszufinden, in welchen Anlagen die neue Molkerei nun die 500kg produzieren will. Weil: in denen für die 1000kg geht das nicht.
Als Antwort bekomme ich: “Keine Sorge, der Preis ist super”. Und “500kg passt richtig gut in unsere Spezialjoghurtstrategie, wir haben das abgeklärt” Und jedes Mal sage ich wieder: “Ok, schön und gut, aber in welchen Anlagen wollen sie das produzieren? Ich muss das vorher sehen, sonst kann ich keine Aussage dazu treffen.” und dann bekomme ich wieder Antworten wie “Vielen Dank für dein Summary” (ich habe kein fcking Summary geschrieben, ich habe gesagt, ich habe keine Ahnung, wie das klappen soll!!!) und “Die Preise sind super” (Mag sein, aber wenn man Preise offeriert, muss man doch angeben, wie man gedenkt, die zu erzielen, kann mir das mal endlich einer sagen?) und “Lad doch deine SMEs zu unserem nächsten Meeting ein” (das ändert nix, wenn die SMEs dabei sind, wenn ihr uns nicht sagt, wie sie die 500kg Joghurt rühren wollen).
Naja.
Immerhin wachsen mir noch keine Käferbeine.



Naaaaja.
Sonst: der Hübsche ist in Seoul angekommen, ging ein bisschen, weil in Kopenhagen das eingechekte Gepäck nochmal auf der Suche nach einem fälschlich dort gepackten iPad gefilzt werden musste (wie kann das sein? Ich gehe davon aus, dass nicht wirklich ALLE iPads jemals immer im Handgepäck sind. Wie stellt man fest, dass eines im Aufgabegepäck ist? Hat sich jemand hingestellt und gesagt" "Ups, mein Kind möchte Peppa Wutz schauen und jetzt ist das iPad im Frachtraum, könnte jemand bitte schauen gehen?" Oder wie? Und was ist dann mit dem iPad passiert? Und ist man irgendwie haftbar dafür, dass man drölfzig 100 Leute warten lässt und Anschlussflüge verpassen und den Flugplan durcheinanderwirft? Hat Kopenhagen überhaupt ein Nachtflugverbot? Offensichtlich nicht, weil das iPad war sicher kein medizinischer Notfall, wegen dem man eine Stunde NACH Mitternacht starten darf.
Ich bin einerseits erleichtert, dass ich Japan jetzt gebucht habe, aber andererseits ist das ja nur der Anfang und ich merke, wie sehr mich das aus meiner Komfortzone kickt. Ohne L. hätte ich vermutlich nie Asien gebucht, das reizt mich nicht so wirklich (Japan noch am ehesten), das Herz zieht mich da nicht wirklich hin, auf der anderen Seite habe ich ddie Sorge, alles falsch zu machen und die richtigen Sachen nicht zu sehen und überhaupt... naja.
Dann: heute die LT-Präsentation der Roadmap für mein eines Produkt. Als dritte überhaupt, da steckt viel Arbeit drin, das ganze ist sozusagen DAS Herzstück unserer ROlle, das muss schon gut sein. Ich hatte das als grossen Block auf meiner Jahresagenda, und dem Hübschen auch immer gesagt. "Ja, erst der Portfolio REview, das wird crazy, dann das mit der Taskforce, dann noch die Roadmap, aber dann wird es erstmal ein bisschen ruhiger, vielleicht". Und dann: war ich heute überhaupt nicht nervös (ich hatte das mit eh viel Vorarbeit, aber dann final in der Woche vor Auffahrt fertig gemacht), heute noch einmal die Storyline grad gebügelt, gegoogelt wie ich gleichzeitig online präsentieren kann UND meine Speakernotes sehen ("Presenter view", das war ja einfach), und dann war das Präsentieren tatsächlich einfach ein Genuss! (Trotzdem hat mich das Lob meines Chefs danach sehr gefreut). Wäre das also auch abgehakt.

Grösste Überraschung heute übrigens: dieses Wochenende ist Pfingsten. Ich hatte das für in drei, vier Wochen auf dem Radar, aber doch nicht JETt?! Naja, dann ist das so.

Sonntag, Mai 17, 2026

170526

 Eigentlich wollten wir (und dann irgendwann nur noch L. und ich) die Bergsaison heute einläuten und hatten eine Übernachtung auf dern Doldenhornhütte (zum Eröffnungswochenende nach dem Neubau) gebucht. Aber eben. Eisheilige, die ihren Namen verdienen und Schnee und Regen und kalt, also: nein. Wir haben fristgerecht storniert, waren eh beschäftigt mit Lernen und Üben für die letzte krasse Testwoche, aber raus wollten wir dann doch noch.

Heute sollte das Wetter ja besser sein, also habe ich uns eine Tour im Schwarzwald gesucht und zwar irgendwas "spektakuläres" (es musste ja den verpassten Oeschinensee halbwegs wettmachen). Also: Ravennaschlucht und dann noch ein bisschen länger. Wir waren dann doch zu dritt, sind um 8 daheim aufgebrochen und waren um kurz nach neun die zweiten auf dem Wanderparkplatz. Ich dachte erst noch: "Ja, soooooo überlaufen ist das dann doch nicht", aber als wir am Busparkplatz vorbeikamen, standen dort 8 Viking-Cruise-Busse, die ausgeladen wurde. (Kreuzfahrtschiffe und die Menschen damit fahren: dass es das einfach gibt und zwar immer mehr, zeigt schon, dass die Menschheit ihren Untergang echt verdient hat. Naja.) 

Das berühmte Viadukt, das ich tatsächlich nur von Bildern mit dem Weihnachtsmarkt drunter kenne, fand ich auf dem Hinweg dann gar nicht soooo beeindruckend, auf dem Rückweg dann fuhr gerade ein Zug drüber: das ist schon krass! (Überhaupt wäre die Zugstrecke da das Höllental schon eine beeindruckende Fahrt, glaube ich! Ich wurde schon ein bisschen nervös, als extra dastand, dass das jetzt der letzte Parkplatz vor dem Hölltental wäre und der hiesse "Tschuuderegg", weil man dort ins Höllental schauen kann und sich richtig fürchten).

Wir sind dann in die Schlucht gelaufen und waren erst tatsächlich ob der zig-Selfie-Chinesinnen not really amused, aber hey: nach 100m hatten wir die alle hinter uns gelassen und für die nächsten Stunden trafen wir genau niemanden mehr.

Die Schlucht ist malerisch, sehr hübsch, Wasserfälle, Mühle, Säge, Wasserfälle, Bach (viele neue Vögel für die Merlin-App). An der Ravenna-Säge ging es steil den Berg weiter nach oben bis zum Pikettfelsen (wir haben uns überzeugt, dass die Aussicht tatsächlich gut ist --> auf dem Feldberg hat es noch ziemlich viel Schnee). Als wir oben rauskamen, war ich ein bisschen (nicht ernsthaft) besorgt, dass dass das doch eine arg lange Runde werden würde, wir hatten nicht ansatzweise die Hälfte und waren schon eine Zeitlang unterwegs. Aber: die Strecke obenrum verlief dann fast eben, zT über Feldwege und kleine Strassen, an Weilern vorbei und dann irgendwann waren wir in Breitnau. Alle wären sehr froh umd ein echtes WC gewesen und einen Kuchen hätten wir auch gut vertragen. Ausserdem hatten wir keine 50Cent-Münze und die grossen Kinder hätten gern die Holzkugelbahn ausprobiert. Das einzige offene Cafe/Restaurant in Breitnau ist im Altersheim und so haben wir dort echt leckeren Kuchen und Birnenminzschorle gespeist (und vier Fuggerl bekommen). Wir sorgten für viel Aufsehen ("Ja, die wollen draussen sitzen, obwohl es kühl ist, die sind ganz raufgelaufen, denen ist warm!") :-)

Dann: Kugelbahnpause, im Ort ein bisschen verlaufen (wenn man sich wirklich bemüht, geht das), dann über Wiesen und immer kleinere Waldwege wieder nach unten, irgendwann landeten wir in der hinteren Ravennaschlucht. Ich packte meine Stöcke aus (es ging ziemlich steil bergab), erst kam uns eine Mountianbikerin (ohne e, sehr beeindruckend) entgegen, und ab der Ravennasäge.... ein ununterbrochener Strom an Turnschuh- und Ballerina"wanderern", die entweder aus Kreuzfahrtbussen ausgespuckt worden waren, Instagramtipps gefolgt waren oder auf Klassenreise waren. Das war ziemlich nervig (halt auch, weil keiner von denen mit Gegenverkehr auf schmalen Brücken oder PFaden umgehen konnte (aka: wer als erster auf der Brücke ist, geht rüber, man wartet auf der anderen Seite, bis frei ist, oder man lässt an Ausweichstellen vorbei) und einfach stumpf draufloslatschten. Krassester Typ: mit zwei Krücken und Turnschuhen. Ich meine: da geht es steile Treppen nach oben, der Pfad selber braucht auch eine gewisse Trittsicherheit. Naja.

Wieder unten war der Wanderparkplatz dementsprechend auch knallvoll, wir freuten uns auf einen antizyklischen Heimweg gegen den Rückereisestau aus Süden und es ging sich gerade noch aus, dass ich in Dreck und Speck aus dem Auto sprang und den Hübschen noch zur Bushaltestelle für die Abreise zum Flughafen (heute abend fliegt er nach Seoul) begleiten und ein paarmal fest drücken konnte.

Das war ein sehr, sehr gelungener Tag!








Samstag, Mai 16, 2026

160526

 Was für ein weirdes Gefühl, dieses lange Wochenende, das wegen Wetter so unverplant ist und auf der anderen Seite so in Warteposition (der Hübsche fliegt am So abend nach Seoul für eine Woche). Wetter via Webcam der halben Höhe der für heute eigtl geplanten Wanderung zeigt: war schon gut, das zu canceln respektive auf eine Tagestour wann anders zu verschieben.

Stattdessen: ausgeschlafen (bis halb acht, ich kann doch auch nichts dafür), dann Kaffee und Internet und Buch im Bett, dann ausgiebiges Frühstück.

Der Hübsche und ich haben dann unser Ründchen zeitig eingeschoben, passend zu dem Sturzregen, der uns auf halber Strecke erwischt hat. Naaaaaaja.

Dann Zeug wie Wäsche, mehr Wäsche, Rucksack packen für morgen, ein bisschen recherchieren für die Flüge nach Japan (dann kurz sehr überwältigt gewesen von all den Instavideos, die mir auf einmal reingespült werden mit "was wir gerne VOR Japan gewusst hätten" und "warum xyz total overrated ist" oder "warum xyz unverhandelbar ist" und meine Güte, ich weiss doch auch nicht). Immerhin weiss ich jetzt genau, welchen Flug wir nehmen werden (hallo, Helsinki!), welches Ticket wir buchen (das "Economy Plus" oder was auch immer, was für Kanada echt super war und echt bezahlbar, ist nach Japan einfach doppelt so teuer wie normal economy und sooooo viel toller ist es dann auch nicht. Die Kinder sagen "haben wir doch schon mal geschafft, keine grosse Sache" und in mir nicht der Ehrenschwabe beifällig.

Dann: noch ein bisschen Mathe- und Chemieunterstützung (es hat sich sehr befreiend angefühlt, 10 Seiten quantenphysikalische Herleitung des Orbitalmodells zu überblättern und zu sagen: "Das brauchen echt nur Physiker, wir machen da weiter, wo es die Böbbeli und Donuts gibt und dann malen wir Pfeile in Kästchen, das ist wie Sudoku". Und dann kam "Ach, soooooo! Jetzt macht das endlich mal Sinn" und ich hoffe sehr, sehr, dass das im Test auch hilft.

Abendessen: den roten Grünkohl mit Zitrone, Knoblauch, Chili Ottolenghimässig geschmort, dazu gebackenen Ricotta auf Tomaten und Oliven, ausserdem Lauch mit Butter, Zitrone und Miso, dazu frisches Brot, was will man mehr.

Jetzt freue ich mich auf eine warme Dusche, eine Folge "Friends and Neighbours" und morgen eine Runde Wandern ohne Schnee. Hoffentlich.

Freitag, Mai 15, 2026

150526

 Happy St Brück!

Aufgewacht heute nacht um drei und fast wäre ich liegengeblieben, bin dann aber zur Sicherheit doch aufs WC und ... fand Sansa, die gerade eine quicklebendige Maus unter dem Badschränkchen vorzog. Als ich die BAdtür zu machte, um all das zu containen (there: normalerweise hätte ich auch bei Toilettenbesuch in der NAcht offen gelassen.), setzte sie die Maus erstmal in die Dusche. Dort liess sie sich recht gut einfangen (die MAus) und Sansa war högschterfreut, als wir beide gemeinsam runtergingen, um vermtulich endlich mal gemeinsam mit der MAus zu spielen (Sie müssen jetzt mit all den Tippfehlern leben, ich war im strömenden Regen draussen und meine linke Hand ist saukalt und deshalb ein bisschen langsamer als die rechte). VOn wegen! Ich setze die MAus vor die Tür und entdeckte dabei eine zweite, bei der die Totenstarre schon eingesetzt hatte, auf der Fussmatte. Auch die musste raus, Sansa direkt hinterher, ich hörte die erste draussen quieken, aber naja, sie hätte ein paar Sekunden Vorsprung gehabt... naja. 

Ab dann wurde der Tag ruhiger. Ich schlief bis halb acht, meine Vogelapp zeichnete Bussard, Grauschnäpper und Turmfalken auf, Kaffee im Bett, gemütliches Frühstück, Wochenendeinkauf und dann die Bitte von L., ihm und Freundin beim Lernen für den nächste Woche anstehenden Testmarathon incl Mathe und Chemie zu helfen. Bitte an die Schule für die Zukunft: wenn die Parallelklassen bitte gerne in Zukunft gleichschnell voran machen könnten? So gibt es unterschiedliche Themen in CHemie (das findet bei mir statt und es gibt dazu Snacks) und Mathe (das gibt es beim Hübschen. Ohne Snacks). Lief aber gut (ich hatte verdrängt, wie schon quatschig das Bohrsche Atommodell ist, habe vllt ein Logikloch im radioaktiven Zerfall aufgedeckt, aber naja, ich gehe mal davon aus, dass es ein Denkfehler auf meiner Seite ist, zum Aufgaben korrekt lösen, reicht es auch so.)

Der Tag verging schneller als gedacht, dann schnell Pizzateig angesetzt und eine Runde durch den Wald bei strömendem Regen, aber hilft ja nix. Beim Rauskommen:




Und dann gibt es als ZUckerl noch ein neues Notizbuch, das alte habe ich mit Elektronenkonfigurationen vollgekritzelt.



Jetzt bitte bald Pizza, ich habe Hunger.

Donnerstag, Mai 14, 2026

140526

Feiertag (gestern noch dran gedacht, auch den 6Uhr-Wecker, der gstern wegen Gartenbauern, naja, noch an war, auszumachen), d.h ausgeschlafen bis ich kurz vor acht wach war (bisschen genervt, dass ich die Vogelstimmenaufnahme weggeklickt hatte, bevor ich die Neuzugänge speichern konnte. Und ihr denkt, IHR hättet Probleme)

Kaffee im Bett, dann bin ich Semmeln und Gipfeli holen zur Tankstelle gegangen, weil keiner der Jungs sich bewegte (und zumindest L. gg 10 das Haus verlassen wollte wegen zeitlich gebundenem Fantasy Basel Ticket).

Dann: gemütliches Frühstück, Nachricht vom Schwager, dass das Hotel ums Eck für den runden Geburtstag meiner kleinen Schwester doch wieder Zimmer hätte. Also: gebucht, das weiter weg storniert, dann verwundert gewesen, dass die Abbuchung in USD stattfindet und die Zimmerkategorien anders hiessen als vom Schwager gescreenshotted und realisiert, dass ich, wo ich immer so aufpasse, dass das eben nicht passiert, nicht beim Hotel direkt gebucht hatte, sondern bei "guestreservations.com". Kurz nachrecherchiert, ob das eine Scam-Bude ist: JA, und zwar verlangen sie irrwitzige Gebühren für "evtl zu überweisende Steuern und so", die egal, ob sie anfallen oder nicht, nicht zurückerstattet werden. Das war in unserem Fall mehr als 50% des Gesamtpreises für 2 Zimmer für eine Nacht. Immerhin hatte ich aufgepasst und vollstornierbar gebucht, also: Kommando zurück, storniert und dann direkt beim Hotel gebucht. Meine Güte....

Dann: in Aussicht auf Regen später aufs Rad geschwungen und gut eingepackt den Gemüsekorb abgeholt (auch: vor allen Bollerwagen"vätern", die die Radstrecke ja dann gern mit Glassscherben von Bierflaschen pflastern). Bin trocken geblieben und habe fette Beute gemacht:

DIE EIER, Romanasalat, Lauch, Rucola, Basilikum, Erdbeeren, Blumenkohl, Kohlrabi, Kartoffeln, Radieschenm Gurke, etwas, was ich recherchieren musste: es ist eine "rote" Sorte Grünkohl, man kann wohl auch die Stengel essen und sie schmeckt milder als der krause Grünkohl. Stelle es mir so vor: geschnetzelte Badmülleimertüten statt geschnetzelter neuer Ikeatasche, und noch ein heller Bataviasalat

Wieder daheim den Hübschen von der Arbeit abgeholt (klingt dramatischer als es ist: er wollte ein paar Schritte machen und hat sich sein K-ESTA im Büro ausgedruckt. Jetzt wo ich das schreibe, frage ich mich, warum er das nicht daheim gemacht hat. Schritte schön und gut, aber wir haben doch einen Drucker?! Habe gestern da nämlich den Gesundheitsbogen für den Kraulkurs ab Sommer ausgedruckt, er geht und macht und tut).

Naja.

Jetzt kurzes Sportründchen, dann Chillaxen, bis wir zum Lasagneessen gehen, das klingt nach einem entspannten Feiertag!

Mittwoch, Mai 13, 2026

130526

Weil jemand richtig rangeklotzt hat die letzte Woche, hat jemand heute tatsächlich schon auch vormittags frei, wie geplant (Auffahrt ist ja ein Riesending hier arbeitstechnisch, wir haben Mittwoch nachmittag und den ganzen Freitag offiziell frei, die Kinder immerhin den Freitag). Nur noch ein winziger Review für meinen Chef zum Frühstück. Das hat übrigens recht früh stattgefunden, weil: heute ist Garten.

Die Gartenbauer sollten ja, Sie erinnern sich, längstens fertig sein, bei der Abnahme war der Chef aber unserer Meinung, dass das halt alles nicht fertig und, das, was fertig ist, nicht gut ist, deshalb wurde uns zum ersten Rasenschnitt eine Nacharbeit angekündigt. Das wurde für heute angesagt, ich habe gestern wegen mittlerwem Wetter nachgefragt, aber ja: heute. 

Ich weiss ja, was alles ansteht (einen Baum wieder ausgraben und höher einsetzen, dafür muss der Rasen aufgeschnitten und wieder zugeklebt werden, dann den vergessenen Terrassenabschluss mauern, die zwei fehlenden, weil verschnitten, Platten verlegen, die eine Platte, die viel zu tief liegt, auf die gleiche Ebene wie die anderen legen, die wackelnden und klackernden 40% der Platten so verlegen, dass sie nichts von all dem tun und dann natürlich: die drei Bäumchen, die neben drei lockeren, schiefen, krummen Drähten stehen, die an zwei unterschiedlich ausgeführten Holzpfählen hängen, in ein Obstspalier verwandeln. 

Ich habe auch die Arbeitsgeschwindigkeit des Teams bisher gesehen und war (und bin) sehr, sehr skeptisch, ob das alles in einem Tag zu schaffen ist.

Ich bin auch davon ausgegangen, dass sie halt, wie bisher, zwischen sieben und halb acht auftauchen. Deshalb (unter anderem) bin ich an meinem FREIEN TAG um sechs aufgestanden. Um viertel nach sieben schickte der Chef eine WA Nachricht: "Wir kommen um 2". Ich atmete und meinte "Ok". Und leitete (vermeintlich) die NAchricht mit diesem Smiley, der die Zähne zusammenbeisst und breit ohne richtiges Lachen grinst und ein bisschen irre aussieht, an den Hübschen weiter. Naja. Tatsächlich habe ich sie (zum ersten Mal ist mir sowas passiert) als Antwort an den Gartenchef geschickt. Immerhin hat er gefragt, ob das wirklich passt bei uns. (Und darauf wäre die richtige Antwort vermutlich gewesen: "Ja, Sonne geht ja auch erst um neun unter UND die Gartenbeleuchtung funkioniert astrein, sie können also wirklich so lang machen, wie sie halt brauchen, bis das alles fertig ist.")

Wir werden sehen.

Dann also: Sportründchen, unter der Dusche merken, dass die Putzhilfe die Regendusche nicht (mehr?) entkalkt), das also dokumentiert und erledigt, dann noch einen Scamanruf von "Amazon" bekommen (anscheinend wollen sie irgendwas mit "Gift Cards" und Verification codes, aber dazu kam es wie beim letzten Mal schon nicht, dass mir das erklärt wurde, weil trotz (weil?) meines aktiven Zuhörens, als der Sachverhalt geschildert wurde, vor irgendeiner Conclusion oder Forderung halt einfach aufgelegt wurde. Das sind mir schon so lifestyle-Scammer!

In der Zwischenzeit lade ich meinen Knochenkopfhörer voll mit neuen Podcasts, bin überrascht, dass Q. das Haus überhaupt nicht verlässt, doch, zum Radlschrauber, aber nicht zur Uni, weil Protokollschreiben und Vorlesung online angucken reicht für heute. Bin noch überraschter, als L. auftaucht, er hat 4 Lektionen Mittagspause und verbringt die zu Hause beim Roboterbauen.

Um eins tauchen die Gartenleute auf (ok, was?!), respektive nur eine Gartenperson, nämlich der Projektleiter. Er bastelt und macht und naja, ich bin gespannt. (Ich will nur, dass es fertig ist.)

Ich bereite für unsere Einladung bei Freunden/Kollegen morgen ein Rhabarberschichtdessert vor (wie imemr: zu grosse Gläser zu voll), erfahre pikante Hintergrundinfos zu einigen Arbeitsthemen, schnipple für das Abendessen heute jede Menge Gemüse (ich habe Lust auf irgendeine asiatisch angehauchte Pfanne mit Tofu drin), programmiere den Reiskocher, storniere die Hüttenübernachtung am Wochenende, checke Flüge nach Osaka (es "geht"), wasche eine Ikeatasche voller Geschirrtücher und Putzlappen aus dem Pfadihaus (viel besser, das alle heilige Zeit zu machen, als verschwitzte Sporttrikots und -socken für die ganze Mannschaft), und irgendwie fühlt der Tag sich verdandelt an. Naja. Wenn der Garten am Schluss ok ist, soll es mir recht sein. )



Ich bin zwischendrin mehr als skeptisch (Jonny is högscht erfreut über neue Sandbad-Optionen), aber: der Projektleiter fixt ALLES in ein paar Stunden. Der Baum, der zu tief stand ist, ist jetzt auf derselben Ebene, der Beetabschluss ist fertig, alle Platten sind drin und keine wackelt oder döngelt, das Spalier ist nicht das schönste der Welt und die Bäume müssen noch hingezüchtet werden, aber es ist ein Spalier und die Bäume sind schon mal dran. Uff. Der mittlere hat sogar schon Babybirnen, das wird. Ich merke, wie sehr mir das alles auf der Seele lag (ganz besonders: wie stinkig sind die Leute, die ihre eigene Arbeit nochmal nachkorrigieren müssen? Wie sag ich, wenn es hinterher immer noch doof ist?), aber hey: nicht nur passt jetzt alles, nein, er hat sich auch für die Umstände und den Frust zwischendrin entschuldigt, es wurde intern aufgearbeitet, sie haben im Moment eine nicht ganz einfache Geschäftssituation, was auch immer das bedeutet, es hätte nicht so sein sollen und wenn noch irgendwas ist, kommt er jederzeit. Also. Schwamm drüber, fertig. Der Sommer kann kommen (also: mittelwarm gern) 

Hach





(Was ich übrigens verpennt habe: die Kinder haben heute Abteilungshock und dann -plausch, d.h. essen nicht daheim und ich habe für "who knows, ob wir zu viert oder zu fünft essen, ich mach mal genug für alle Eventualitäten" geschnippelt und vorbereitet. Kann man ja aufwärmen.)

Wunschlistenfrage:

Haben Sie Restaurantempfehlungen für Vegetarier in Basel für einen freien Abend nach ein paar Workshoptagen?

Aber sicher! Ich gehe mal davon aus, dass es kein "rein" vegetarisches Restaurant sein muss / soll, sondern eins, etwas jenseits von Käsespätzle oder Spinatravioli oder Pizza Margarita auf der Karte hat. Es kommt wie immer darauf an, was man mag (und wieviel man bereit ist, zu investieren).

  • Das Roots ist mein absoluter Favorit, wenn es an fine dining / Sterneküche geht. Spontan bekommt man eher nix vermutlich und günstig ist auch anders. Aber zum Geniessen ungeschlagen!
  • Der / Das "Lauch" ist rein veganes fine dining und das möchte ich UNBEDINGT ausprobieren, war ich aber noch nicht.
  • Das Rubino bietet ein Überraschungsmenü, das geht immer auch vegetarisch, das ist auch richtig gut.
  • Dann, weniger edel, mehr relaxed, das kann je nach Anlass ja auch besser passen:
  • Lily's (nicht, wenn man im Stress irgendwo hin muss, die sind sehr verplant, was den Service angeht, aber das Essen und die Getränke sind super): asiatisch
  • Nooch: auch asiatisch, zwischen Barfi und Marktplatz
  • Booh: same :-), bis auf die Location
  • Cartel: Mexikanisch (kein Texmex), vegi Auswahl limitiert, aber super
  • Don Camillo: Fokus auf  Vegi, in einer alten Brauerei, ist abends auch unter der Woche oft ausgebucht, weil halt direkt ums Eck der Roche-Türme
  • Alchemist: direkt an der Schifflände: das Konzept ist sehr, sehr nett und liebevoll gemacht, Präsentation 1a. Essen und Getränke sind halt leider tatsächlich eher lala bis langweilig bis auf die Optik. Ist aber ein Event :-)
Ganz vegetarisch gibt es natürlich noch das Tibits, aber das finde ich tatsächlich eher so mittel, weil ich kein so ein Buffetfan bin.

Dienstag, Mai 12, 2026

120526

 Whoosh, schon ist die Arbeitswoche wieder vorbei (wir schauen übrigens jetzt "Beef 2", das ist das Gegenteil von einer Feelgood Serie, aber ich finde es schon richtig, richtig gut. Auch die erste Staffel war super. Und wenn Sie die zweite Staffel gesehen haben, wissen Sie, welche Folge wir gestern gesehen haben.)

Heute morgen bin ich im strömenden Regen zur Arbeit geradelt und habe dann beim Schwimmen den Luxus genutzt, dass es mehr als genug Schränke für alle gibt und man kein Pfand oder irgendwas braucht, und zwei nebeneinanderliegende genommen, in einen meine trockenen Klamotten und die Schwimmtasche reingetan, in den anderen alles Nasse (das ich dann danach in der Umkleide zum Trocknen aufgehängt habe), das war schon sehr praktisch. Auch praktisch: das Parken innendrinnen, so konnte ich nämlich meine Handschuhe und Überschuhe direkt am Rad trocknen lassen.

Schwimmen: der Delphinmann war wieder da und hat alle Wasser schlucken lassen. Aber ich glaube, ich habe ihn von der geteilten Bahn vertrieben, weil ich ihn (unabsichtlich, und er hat es halt auch verdient) die Seite lang gekratzt habe und das kam so: ein anderer Mann und ich und der Delphinmann schwammen auf einer Bahn, wie das halt so üblich ist, wenn drei sich eine Bahn teilen: im Kreis gegen den Uhrzeigersinn. Der Delphinmann musste dann unbedingt den anderen Mann überholen, als wir alle auf gleicher Höhe waren und naja, selber schuld, seine erratischen Bewegungen waren auch nicht vorherzusehen, habe ich ihn halt mit einem langen Brustzug mit der linken Hand gekratzt. Danach hat er die Bahn verlassen und der andere Mann hat dann extra auf mich gewartet am Bahnende, um zu klären, dass wir jetzt, so lang wir zu zweit sind, nicht im Kreis schwimmen müssen, sondern jeder seine Hälfte beschwimmt. Ich hätte das eh selbstverständlich gefunden und kratze ja auch normal nicht.

Dann: beschwingter Arbeitstag, war tatsächlich gut. Und zwar so gut, dass ich (nicht nur heute, halt auch letzte Woche) alles durchgepowert hatte, was ich befürchtet hatte, evtl morgen noch erledigen zu müssen und so habe ich jetzt ein richtig, richtig langes Wochenende vor mir. Einzige downside: eigentlich wollten L. und ich ja Samstag/Sonntag in die Berge gehen mit Hüttenübernachtung und jetzt ist halt da Schnee / Regen / kalt und während L. meint "Cool, Schnee in den Bergen, voll schön" finde ich das zum Wandern halt nicht und so werde ich die Hütte stornieren und wir werden eher am Sonntag in den Schwarzwald gehen. Passt ganz gut dazu, dass L. nächste Woche die letzten drei Tests des Schuljahres hat und noch einiges lernen muss, auch Geschichte, ich hoffe, es geht nicht schon wieder um Napoleon in der Schweiz, Schwerpunkt Grossbasel oder so.