Sonntag, Februar 15, 2026

150226

 Ach, ach, ach, irgendwann schlafe ich vielleicht wieder gut. Gestern abend bin ich todmüde noch bei Licht eingeschlafen, habe mit einem Stresslevel von 49 nur Alpträume gehabt (unter anderem haben wir unsere erste Katze Dax in einer alten Wohnung, wo sie durch eine Katzenklappe ohne Chipkontrolle rein- und rauskonnte, nicht erwischt, als wir auszogen und wussten nicht, wie lange sie schon nicht mehr da war und ach, naja, es ist fast schon peinlich, all diese  offensichtlichen Links zu Dingen, die hier in den letzten Monaten passiert sind und offensichtlich noch nicht verdaut.

Dann, um kurz vor acht, beschloss Sansa, die Kaffeecke in unserem Schlafzimmer abzuräumen, weil irgendetwas dringend hinter dem Schrank zu suchen war. (Bei Rücksprache mit Q. später lernte ich, dass sie wohl gegen 2 laut miauend mit Beute reingekommen war, die dann offensichtlich im Schlafzimmer freigelassen hat und die sich dann hinter das Schränkchen geflüchtet hat. Sansa ist schlafen gegangen und hat bis 8:02 vergessen, dass sie ja noch eine Maus auf Vorrat hatte...). Wir haben erstmal Kaffee gemacht, den Schrank ein paar (maximal 3cm von der Wand weggerutscht und schon ein Schwänzchen gesehen... Ich war dann erst ein bisschen beeindruckt, WIE schmal sich Sansa machen kann, nämlich: genau so schmal. Sie hat sich sozusagen verflüssigt und ist Kopf voraus in den Spalt abgetaucht. Dann war ich ein bischen negativ beeindruckt, wie ... sie da halt einfach drin stecken geblieben ist. Auf einmal sahen nur noch die flauschigen Hinterbeine senkrecht oben raus und strampelten. Ich habe sie (ohne Maus) also wieder rausgezogen, sie ist nochmal wieder reingetaucht, nochmal steckengeblieben, dann nochmal und irgendwann haben wir Kaffee Kaffee sein lassen, den Schrank vorgezogen, die Maus ist unter dem Schrank mitgewandert, irgendwann hatten wir sie dann in einem Handtuch eingefangen und draussen freigelassen (sehr klein, sehr schnell, sehr fit). Sansa hat das alles nicht mitbekommen, noch ein bisschen hinten durchgefeudelt und gesucht, jetzt ist alles wieder aufgeräumt und wir haben hinten auch mal wieder Staub gewischt!



Dann: Kaffee, Internet und dann, ganz verrückt, noch im Bett eine Serienfolge (Finale einer Harlan Coben Mini Series) geschaut und dabei einen Socken, der heute (also: mit dem zweiten dazu) als Teil für ein Geburtstagsgeschenk zu verschenken ist, fertig gestrickt, das hatte ich gestern nicht mehr geschafft. Das ist der erste von den Arcane Fiber-Strängen, die ich verstrickt habe, und ich bin sehr, sehr angetan!



Dann: gemütliches Frühstück, Spaziergang noch im Grauen (Sansa war sehr aufgestellt und ist, als ich den Birdbuddy nachgefüllt habe, ganz wichtig im Baum nebendran rumgeturnt),



dann mehr Wäsche, mehr Zeug und innere Unruhe, weil ja morgen gepackt und übermorgen gereist wird (noch schnell gescheckt, wo man in Akureyri Skiequipment leihen könnte. Sehr nett: man kann Helme auch so ausleihen, aber alles andere Skiequipment nicht ohne Helm), wie das mit der Fähre nach Hrisey funktioniert ausserhalb der Saison (es gibt einen Fahrplan, aber man muss am Abend vorher anrufen, damit auch wirklich wer kommt und gefahren wird.)

Weil ich mir geschworen habe, heute noch nicht mit dem Packen anzufangen, weil es eh morgen den ganzen Tag dauern wird, egal, wieviel ich heute mache oder nicht, hatte ich dann Hummeln im Hintern und halt noch ein Sportründchen eingelegt, weil: Bewegung hilft immer.

Der Hübsche und Q. haben währenddessen den Tesla geputzt (der Mini war gestern dran), der nach Matsch und Salz und überhaupt schon echt übel aussah (hätte man meinen können, dass bei den 2500 Ocken für die Reparatur eine Wäsche mit drin gewesen wäre. Beim Mini war die in der 420CHF Reparatur auf Garantie dabei. Naja.

Dann: ausgepowert, alle Wäsche for now erledigt, voller Vorfreude auf Island (ich habe nochmal Fähren nach Grimsey --> nächste Fähre am 9. März, also immer noch kein Polarkreis für  und Hrisey --> es gibt schon einen Fahrplan, aber wenn man vor Mai fahren will, muss man am Abend vorher anrufen, damit auch wirklich wer kommt. Das wird superst!, ausserdem Skiverleih in Akureyri und so gegoogelt und hach, das wird so, so, so toll!) und auf leckeres Abendessen. Die Familie sah mich etwas sparsam an, als ich meinte, ich würde jetzt mal eine Kröte ins Loch schieben, aber mei, ich kann doch auch nix dafür! Statt mit Steinpilzsosse mit mit Knoblauch und Zitronenschale/-saft aromatisiertem Kräuteröl, ich habe unserem Auk-Gärtchen für die Ferienzeit einen frechen Kurzhaarschnitt verpasst. (Übrigens: voll (naja, Black Friday) selber bezahlt, aber das funktioniert wirklich, wirklich gut! Wir haben 2x Koriander, 1x Petersilie, 1x Basilikum, es dauerte ca 6 Wochen bis Erntereife und seitdem (4 Wochen) haben wir jeden Tag frische Kräuter satt!)

Bald werde ich auch gut schlafen, ich hab das im Gefühl. Ich brauche dafür nur Schnee, Bolla, Zimtschnecken, Vulkane, Lava, Schwefelquellen und Meer

Samstag, Februar 14, 2026

140226

 Fallenstinstag, wie es die alten Erkan-und-Stefan-Fans nennen (naja, Fans, das alles ist ja überhaupt nicht gut gealtert, aber gefügelte Worte sind halt trotzdem geblieben).

Bei uns zu Hause stapeln sich Valenstinstagsblumen, Theaterblumen, Theaterkostüme, die nicht verwendet wurden und zurück ins Pfadihaus müssten, Theaterkostüme, die verwendet wurden und zurück ins Pfadihaus müssten oder gewaschen und dem normalen Gebrauch wieder zugeführt werden müssten, Stapel mit Wintersachen ("Mitnehmen!"), Reiseproviantvorräte, und viel Wäsche, die gewaschen und verräumt (oder mitgenommen) werden muss.

Es wird, wir haben jetzt wirklich endlich alle frei!

Gestern war ein anstrengender Tag (der Hübsche und ich haben gemerkt: wir haben ein Thema, bei dem wir uns nicht einig werden, nämlich Platten für die Terrasse. Vorgabe war: nicht zu dunkel, damit man sich im Sommer die Füsse nicht verbrennt, tauglich für die Gegebenheiten und nicht zu dunkel, damit es im Wohnzimmer nicht zu dunkel ist. Der Hübsche hätte gern Betonoptik gehabt, ich ... nicht. Ich bin damit in einem Hightechbad ok, weil das ja dann fast so ein bisschen ironisch wirkt, aber auf einer Terrasse sieht es dann halt aus, wie betoniert und nicht fertig. Ich hätte gern grosse Schieferplatten gehabt, aber das wäre wegen dunkel eh nicht gegangen. Wir haben uns jetzt für silbergraue Keramikplatten in Holzoptik geeinigt. Im Katalog haben wir noch gesehen, es gäbe Keramik auch in Metalloptik, so zB rost. Wenn man das Gefühl haben möchte, auf einem von Piraten gekaperten Öltanker zu leben, ohne bei jedem Kratzer Tetanus zu bekommen. Bei uns jetzt: Wie wenn man ein Holzdeck hätte, aber ohne Spreissel in den Füssen).



Dann: grosses Theater, nämlich Ls Klassentheater. Ich war ja sehr, sehr aufgeregt, Q. hatte dasselbe Stück vor drei (?) Jahren aufgeführt. Er war damals der Regisseur, L. war Henry, also der Sohn, der das absolut Böse in Form von Kain verkörpert. Joah, ....

Wie bei Q. damals auch schon, war ich total hin und weg, wie krass gut die Klasse das gemacht hat. Das Stück war natürlich anders interpretiert (Q.s Klasse hatte den Bruch zwischen Rolle und Schauspieltruppe, die sich streitet, mit Bühnenhochdeutsch und Schweizerdeutsch geregelt, L.s Klasse mit Bühnenhochdeutsch und Englisch (als IB-Klasse mit Schwerpunkt Englisch bietet sich das an). Sie haben sich die Seele aus dem Leib gespielt, getanzt, gesungen, geschrieen, geweint und, klar, ich bin voreingenommen, aber ich wusste nicht, dass das in L. steckt. Ich hatte Angst um ihn und fast Angst vor ihm!

Was ich auch richtig schön fand: was für ein Zusammenhalt unter den Jugendlichen (und Lehrpersonen) besteht. Wie bei Q. auch kam die gesamte Pfadileitertruppe zum Zuschauen (Q. hat sooooo viele Theater schon gesehen), aus L.s alter Schule kamen Freunde, er hatte seinen (und Q.s) ehemaligen Klassenlehrer und den Werklehrer (via Insta) on short notice eingeladen und anstatt zu sagen: "Wtf, Freitag abend habe ich echt besseres zu tun, als ehemalige Schüler in einer engen Aula spielen zu sehen", kamen sie vorbei und haben sich mit ihm und allen anderen ehemaligen Schülern angeregt und interessiert unterhalten. Aus Q.s Klasse kam auch noch eine Kollegin, die damals eine Hauptrolle in dem Stück hatte, um zu sehen, wie die Youngsters es jetzt machen. Und SchülerInnen aus den Parallelklassen kamen und waren einfach total begeistert! 

Hammer, wirklich! (Sie haben all das in nur ungefähr 6 Wochen auf die Beine gestellt, neben der Schule!)

L. und seine Theaterkollegen sind dann noch ein bisschen durch Basel gezogen (keine Ahnung, was da gestern los war, auf dem Hinweg ist uns schon unglaublich viel Polizei aufgefallen, und sie wurden dann mehrfach von unglaublich aufdringlichen Jesus-Freaks belästigt, die sich ihnen aufgedrängt haben und mit ihnen beten wollten. Immerhin ist der relativ (kunst)blutverschmierte L. nicht von der Polizei aufgegriffen worden...

Heute dann: L. war zum Aufräumen früh in der Schule, Q. im strömenden Regen mit dem Pionierfahrzeug der Feuerwehr die Dorfhauptstrasse absperren, der Hübsche und ich haben erst erschöpft ausgeschlafen, dann ausgiebig gefrühstückt und dann Zeug erledigt: unseren mittlerweile auf enorme Grösse angewachsenen Zimmerdschungel korrekt mit Wasser versorgen. Dabei habe ich gesehen, dass unsere eine Strelizie, die wir aus importierten Samen von unserer Hochzeitsreise nach Maui und Kauai gezogen haben, d.h. die sind 23 Jahre alt... , nach der einen Blüte von vor ein paar Wochen eine zweite bildet!




Dann: alle Betten neu beziehen, Bettwäsche und all die andere Wäsche sortieren und .. tadah, waschen, Wäsche abhängen, den Mini waschen (nicht in der Waschmaschine), Recyclingzeug wegbringen, ein paar saisonal passende Süssigkeiten zum Kaffee kaufen,



 durch den strömenden Regen radeln und Katzenfutter besorgen. Im Fressnapf wurde ich dann von einem, sagen wir mal, etwas ungepflegten und dementsprechend riechenden Mann angesprochen, ob ich denn Punkte sammeln würde und auf mein "nein" gefragt, ob er meine Paybackpunkte haben könne, er hätte wenig Geld. Auf mein etwas überrumpeltes "Ja, klar" ist er mir dann gefolgt und hat mir die ganze Zeit immer wieder erzählt, dass er wenig Geld hätte. Hm. Fand ich dann tatsächlich ein bisschen nervig, weil... ich stöbere eigentlich gern im Fressnapf rum und schaue mir die neusten "lustig" benamsten Katzenfutterschöpfungen an, ausserdem war ich auf der Suche nach einem neuen Katzenbett für Jonny. Naja. An der Kasse dann hat er seine Payback Karte vorgehalten und ich dachte, das wars jetzt und er verschwindet, die nächste Person nach Punkten anhauen. Aber nein, er ist immer noch rumgelungert, bis ich meinen Einkauf (das war einiges) bezahlt hatte, dann ist er mit mir aus dem Laden raus (das fand ich dann richtig unangenehm) und hat mich bis zu meinem Rad begleitet, mir nochmal die Story von wenig Geld erzählt und sich dann getrollt. Und ich habe den gesamten Heimweg dann damit gehadert, ob ich jetzt eine paranoide Person bin, die in allen nur das schlechteste sieht und er wollte nur nett sein und sich dann mit den neuen Punkten im Kaufland gegenüber ein Bier holen oder einen Krapfen oder beides oder was auch immer, oder eine total naive Person, die übers Ohr gehauen wurde und der jetzt via welchen Readout auch immer über die Paybackkarte die EC-Karte geleert wird. Ich habe dann beschlossen, dass vermutlich einfach alles ok ist, aber meinen PIN habe ich trotzdem geändert. So strange alles (andererseits: heutzutage hat kaum noch wer Cash dabei, um was soll man den sonst fragen, wenn man etwas braucht....).

Naja. 

Jetzt ist die nächste Wäsche fertig und das Essen für heute abend steht auch: Artischocken mit frischem Brot und Mayodip, ich freu mich!

Freitag, Februar 13, 2026

130226

 Ok, heute wäre ja eigentlich der Tag, an dem ich gemütlich Sachen fertig mache und dann in die Ferien slide.

Naja.

Stattdessen habe ich gestern abend bis 10 noch die Sachen erledigt, die dank des Querschusses aus China liegengeblieben sind.

Heute dann: Aufstehen, die Chinasachen noch vor halb acht für den internen Review fertig gemacht und dann zu meinem ALLERLETZTEN Schulterphysiotermin aufgebrochen. Das ist ja mittlerweile total zu Kraft für Arme und Schultern geworden, das kann ich in ZUkunft auch gut allein machen.

Krass, über ein Jahr ist der Unfall her und fast so lang ging es, dass es mich nun wirklich nicht mehr stört. Ich muss mir nur noch einige der angewöhnten Vermeidungshaltungen / Bewegungen wieder abgewöhnen.

Dann: sportlich getaktet (8:30 Physioende, 800m heim, 8:35 Meetingstart) ein Meeting, um die Bedürfnisse unserer Gruppe mit den Fähigkeiten eines AI (so AI ist es gar nicht...) Tools abzugleichen. War gut und ernüchternd (nicht so sehr von meiner Wahrnehmung her, sondern von dem wie es die Mehrheit der Leute, die es noch nie gesehen haben, verstehen).

Schnelle EInkaufsrunde, sonst wird da heute null Zeit dafür sein und der Kühlschrank ist gähnend leer.

Dann: ENDLICH das Chinazeug fertig machen, d.h Korrekturen einbauen und alles in ein hübsches Slidedeck basteln (immer hinter meinen eigenen Erwartungen zurück, weil ich halt keinen Nerv auf "hübsch" machen habe. Ich könnte mit Google Banana noch "Beautify this slide" machen, aber da machen sie immer nur so blaue Glitzereffekte rein, das ist ja albern).

Zwischendrin kommen noch dringende Anfragen von meinem Chef, von meinen KollegInnen, Nachtrag zu Themen, die ich eingetütet vermutete, aber naja.

Um kurz nach eins ist alles fertig und abgeschickt und übergeben.

Ich mache L. und mir eine Portion Vegigulasch und Spätzle warm, die noch im TK sind, laufe ein paar Schritte. L. ist müde und macht einen Powernap vor dem Theater.

Ich bin auch müde und fahre mit dem Hübschen Fliesen für die neue Terrasse aussuchen.

Dann: noch ein letztes Meeting, fertigmachen fürs Theater, ab in die Stadt, essen, Platz finden, geniessen, Wochenende!

Donnerstag, Februar 12, 2026

120226

 Aufregende Woche für L: gestern kam er gegen viertel vor 11 nach Hause, kunstblutverschmiert und müde. Bin gespannt, wie es heute läuft und ganz besonders freue ich mich auf morgen, wo wir ihn dann live auf der Bühne sehen.

Geschlafen habe ich dann wieder so weird: supergestresst bis vier, dann anderthalb Stunden relaxed. Naja.

Zum Frühstück gab es zwei übrig gebliebene Gemüsewaffeln von gestern abend (diesmal mit dem Quark als Dip, nicht im Teig, mit jeder Menge Gemüse drin, Sellerie, Paprika, Kürbis, Pilze, Karotten --> dafür erstaunlich neutral im geschmack), das nach anderthalb war ich einfach pappvoll.

Die Energie konnte ich zum Radeln aber wirklich brauchen: draussen stürmte es und zwar von vorne! Dementsprechend war ich erst um fünf vor sieben in der Schwimmumkleide und es war schon recht voll. Aber: trotz zum Teil zu viert auf der einen Bahn kamen wir richtig gut aneinander vorbei. 

Der Arbeitstag war dann superbusy, meine Donnerstage sind ja bekanntlicherweise extrem voll, dazu kam einerseits all das "noch vor den Ferien fertig machen", "meine Kollegin kann grad nicht, ich muss einspringen", die Notfallaktion des Kollegen von gestern, die mich allein schon bis morgen beschäftigen wird, ein paar Querschüsse UND ein Meeting, das mir schwer im Magen lag, nachdem das Vorgängermeeting letzten Mo ja so in die Hose gegangen war (und ja, ich hab so eine Ahnung, warum ich nicht soooo gut schlafe im Moment). Anyway: das Meeting ging super (einzige Überraschung: wir konnten es auf Deutsch machen UND die Konversation mit einem Zimmer voller Anwälte war einfacher als mit den Business/Techops-Leuten letzte Woche. Schau an.

Mittagessen spontan mit einem Kollegen in der Rooftop-Lounge, er hatte mir einiges zu erzählen und wollte da nicht so viele Zuhörer (ist dann immer ein bisschen skurril, weil ALLE mit halbwegs vertraulichen Sachen eben in die verschiedenen Rooftopbars gehen und dann treffen sich da alle, die am liebsten nicht gesehen und gehört werden wollen.). Neben dem Vertrauen in mich, das mich sehr ehrt, war auch das Essen echt gut (man kann da aus verschiedenen Komponenten ein Dreigängemenü zusammenstellen). Ausserdem gibt es normalerweise noch Aussicht, heute aber wegen Nebel und diesig eher nicht.

Heimradeln gegen kurz vor sechs in fast noch hell, diesmal mit ordentlich Rückenwind.

Mal sehen, ob ich morgen den Spirit von "Ich lass das jetzt so" finde und mit Seelenfrieden in die Ferien gehen kann.

Mittwoch, Februar 11, 2026

110226

 Sehr weird, ich schlafe zur Zeit katastrophal bis irgendwann in den frühen Morgenstunden, dann kurz Tiefschlaf und Ausruhen, dann Aufstehen. Naaaaaaaja.

Heute immerhin eine halbe Stunde später, weil ich wegen "Inbetriebnahme der Batterie" daheim sein wollte. Ausserdem brachten wir mit zwei Autos den Tesla zum Heizungreparieren. (Offensichtlich war es nicht nur die Sicherung, sondern der gesamte Heizkreislauf, dazu eine neue Niedervoltbatterie UND DIE WISCHERBLÄTTER! Da sind 2500CHF ja praktisch ein Schnäppchen. Was mich immer noch irritiert: das Auto zeigt ja ungefähr alles in irgendwelchen Dashboards an, grad dass die Ausrichtung der Fussmattenteppichhärchen nicht gemonitored wird. Aber dass die gesamte Heizung ausgefallen ist, ist nicht mal eine, keine Ahnung, gelbe Warnleuchte? wert?! Sad!)

Das Inbetriebnehmen ging deutlich länger als gedacht (ich hatte Zeit bis halb 11, um halb 11 war der Typ so weit, dass er für die Registrierung der Batterie oder des Wechselrichters in der App der Firma in der Warteschleife hing, und uns in der Zwischenzeit erklären konnte, was wie wo. Ich hatte noch zusätzliche wenige Minuten, weil meine Kollegin noch auf dem Rückweg von der Physio war. Aber natürlich reichte das nicht und der Hübsche musste alleine ran. Der hat da eh deutlich mehr Zeit und Nerven mitreingesteckt, als nötig sein sollte. Gestern abend kurz vor Mitternacht hatte er unser W-LAN incl dem in der Tiefgarage wieder repariert... Heute also die Herausforderung: geht die Sauna? (Ja), wie machen wir die Boilersteuerung (Nachtstrom macht überhaupt keinen Sinn, weil wir keine Tarifunterschiede mehr haben UND hier alle abends duschen meistens, also warum sollte ich das Wasser über Nacht zum selben Preis heizen?) und dann noch die coole Frage: "Warum geht die Wallbox in der Garage nicht mehr? Also: vielleicht gar nicht, vielleicht auch nur nicht über die Batterie, vielleicht aber auch gar keinen Solarstrom mehr?" und, meine Güte, das sollte, finde ich, alles nichts sein, was die User kontrollieren und anmerken müssen. (Looking at the Wohnzimmerlicht). Stunden später geht fast alles, das einzige ist: der Strom, der ins Auto fliesst, wird in der App / auf dem Wechselrichter nicht angezeigt und eingerechnet. "Da müssen wir nochmal kommen".ok).

Naja. Arbeiten parallel, schnelles MIttagessen (Nudeln mit Lauch), dann hatte ich ein mehrfach verschobenes Kaffeedate mit einem jungen Kollegen (ich hatte den bisher immer nur im "weisse Zone-Gowning" gesehen und wusste nicht, WIE jung der ist), der wissen wollte, wie es mir in der neuen Rolle so geht und so. Bisher hatte ich das immer auf Freitage gelegt und dann auf heute verschoben, weil ich wegen Batterie eh daheim war. Dementsprechend habe ich mich nach einem netten Gespräch mit einem ehrlich gefühlten "Schönes Wochenende" verabschiedet und war sehr, sehr bedröppelt, als ich realisierte, dass es erst Mittwoch mittag ist... naja.

Weiterwerkeln, bisschen mit einem übermüdeten, gejetlaggeden Kollegen aneinandergeraten, der in China ist und kryptische Requests schickt "bis Dienstag brauche ich das", und naja, es hat alles Hintergründe bei ihm, bei mir, wir haben uns dann wieder einigermassen vertragen. Glaube ich.

L. hat heute Theaterpremiere, der Vorhang geht in 5 Minuten auf, ich hoffe, er kann es richtig, richtig geniessen. Ich habe die letzten Bilder von ihm in Kostüm für Akt 3 gesehen und .... naja. Er sticht da richtig raus und lebt die Rolle auch physisch. Weiss nicht, wie ich das finde (Henry Antrobus im 3. Ackt von "wir sind nochmal davon gekommen " ist ... schwierig.)

Wir sehen die Aufführung am Freitag, bin gespannt, was er heute erzählt.

Q. und der Hübsche haben den Tesla wieder abgeholt, ich habe zum grossen Townhall Sport gemacht, um die Zeit zu nutzen, jetzt werde ich Gemüsewaffeln machen, diesmal den Quark für den Dipp verwenden, nicht in den Teig klatschen.

Draussen gesehen: die erste Eidechse! War schon recht flink!



Dienstag, Februar 10, 2026

100226

Katastrophal schlecht geschlafen, der Stresslevel geht durch die Decke, trotz allem. Naja. Ich glaube, neben dem emotionalen Stress (s. letzter Absatz gestern) kämpft mein Körper gegen irgendetwas, passt damit zusammen, dass ich kleine Herpesbläschen habe (relativ klein, da früh genug behandelt). Ausserdem bin ich vorfreudig aufgeregt wegen Urlaub, das ist dem tresslevel ja egal, woher er kommt. Naja.

Radeln war gut, ich habe erst auf der halben Strecke gemerkt, dass es leicht regnete. Es war total angenehm zu fahren, Temperatur genau richtig, Kleider dicht, Füsse warm und trocken. 

Schwimmen war: superst, also wirklich!

Dann: Gemütliches Arbeiten, spannende Gespräche mit Kollegen und Chef, ich habe heute richtig, richtig viel gelernt.

Zwischendrin rief der Hübsche an, ich telefonierte mit ihm in dem Sessel im Kaffeebereich, der genau an der Ecke des Gebäudes steht, der Regen prasselte gegen die Scheiben und ich hatte es richtig gemütlich. Good news ausserdem, dass die LED-Lichter wieder gehen im Wohnzimmer. (Allegedly waren irgendwelche Drähte vom Originaleinbauer zu kurz abisoliert gewesen, es scheint die Handwerkerehre zu gebieten, dass man die Arbeit der Vorgänger erstmal schlecht macht. Später stellte sich raus, dass bei den anderen Arbeiten ein Kabel geknickt worden war, naja, kann ja passieren...)

Es ist jetzt alles installiert, morgen wird in Betrieb genommen. Wir müssen noch über die Boilersteuerung sprechen (ist auf Nacht programmiert, nicht sicher, wieviel Sinn das macht) und die Saunasteuerung (geht nicht. Auch hier wurde ungefragt schon mitgeteilt, wie doof die Vorgängerelektriker das installiert hätten).

Mittags bin ich mit ienem Kollegen essen gegangen, ich hatte, weil ich auf ein gemeinsames Spazierründchen hoffte, die Jacke mitgenommen, obwohl wir nur kurz über die Strasse mussten. Aber: es wurde so übers Wetter gelästert (und mir war auch kalt, viel kälter als morgens), dass ich nicht protestiert habe, als wir Kaffee trinken gegangen sind und dann hatte ich auch keine Lust mehr auf im Regen rumlaufen. (Hatte kurz vergessen, dass ich danach noch ein Kaffeedate hatte, aber da hatten wir gar keine Zeit für Kaffee, weil wir so viel über den Job diskutiert haben. Immerhin nicht meinen, sondern die Auswirkung MEINER neuen Rolle (also: unserer ganzen Gruppe) auf die Jöbli-Truppe. Bisschen lustig....

Dann, als ich zwischendrin an meinem Bildschirm vorbei nach draussen in den Regen und auf den Rhein und die Schwarzwaldbrücke runterschaute, wo grad ein Krankenwagen vorbeisauste, wurde ich ein bisschen sentimental (weil ich immer bei Krankenwägen, die über Brücken fahren, an das eine Mal denken musste, in dem ich mit Baby-L in einem drin sass), und musste zurückdenken, wie mir früher (zu Studienzeiten, zu Doktorarbeitszeiten, zu Ciba-Zeiten) ich Ziele in meinem Leben an Örtlichkeiten festmachte. Anders als in Kindergarten und Grundschule, da war mein erstes Ziel 8 Jahre alt zu werden, weil mir 8 irre cool erschien. Mit acht dann, immer noch recht uncool, wechselte ich das Ziel auf "8. Klasse", auch das war nur mittelcool, aber schon ziemlich, weil wir damals ab der 8. aus dem EG in die höheren Gefilde der Schule umgezogen sind.

Dann, während des Studiums, war ja total unklar, wo wir später mal landen würden, Einstellungsraten waren mittel, das (vermeintliche) Ziel aller ambitionierten Kommilitoninnen waren die Forschungsabteilungen der grossen deutschen Chemieunternehmen. Als wir dann in einer Exkursion ("Die chemische Industrie im Rhein-Main-Gebiet") über Akzo (lieber Gulag als das!), Schott (das war ehr skurril und hatte was von den Minen von Moria) bei Degussa und Höchst rumgestiefelt sind, dachte ich mir noch "joah, ok, vllt.....". Bei einer Exkursion zu "Die chemische Industrie in der Schweiz" haben wir im Nestle-Forschungszentrum Nespressokapseln kennengelernt (wir hatten so keinen Plan und dachten, die müsse man aufreissen), ich war total begeistert, dass man SO arbeiten könnte (leider: französisch), bei Roche-Vitamins und Degussa und so auf der deutschen Seite war ich einerseits beeindruckt von all den Giveaways (Vitamine satt! Das war noch vor dem Sündenfall) und dem Wasserturm und bei Degussa von der Ernsthaftigkeit, mit der halt (jaja ignorant, ich weiss) Siliziumdioxid feinst verteilt werden kann, weil meine Güte, ist halt Sand. Bei Ciba-Geigy sind wir durch die Voltaren-Produktionsanlage gelaufen und ich weiss noch, wie ich mir dachte: "Meine Güte, wie soll man sich da je zurecht finden?!" (Little did I know).

Naja. Während der Doktorarbeit hatte ich dann eine Kooperation mit Bayer und skurrilerweise weiss ich noch, dass ich (zwar irritiert von den getrennten Klos für Doktoren und das Fussvolk und dem strkten Verwenden des Doktortitels auch unter Kollegen) auf dem Rückweg von der Kantine ins Labor durch einen japanischen Garten oder so dachte: irgendwann arbeite ich auch irgendwo, wo es dann einen fancy Weg von der Kantine zurück gibt und mir wird es ganz normal vorkommen. (yes, it does.) Bei meiner Zusammenarbeit mit den Leuten von der Ciba-Zentralforschung damals (oder war das schon Solvias?) weiss ich noch, wie ich die Vorstellung, dass ich irgendwann einen Badge haben würde, mit dem ich selber allein überall reinkommen würde, und nicht warten müsste, dass mich jemand abholt.

Als ich dann bei der Ciba anfing, weiss ich noch, wie ich mich sehr lang jedesmal freute, wenn ich in den vierten Stock auf dem relativ schraddeligen Fliesenboden im Flur einbog und mir dachte: "Guck, kein japanischer Garten, aber ich arbeite jetzt hier. So richtig in echt!" (Und dann kannte ich auch noch alle Kessel im Pilotbetrieb und den Anlagen, in denen ich sonst noch so arbeitete).

Ich erinnere mich auch noch an den Moment, wo ich in einem der damals dann zwischen Novartis und Ciba aufgeteilten Gebäude durch eine falsche Tür gegangen bin und auf einmal von dem schraddeligen Linoleumboden mit alten Holztüren im fancy Pharmabereich (und das war "nur" animal health) mit Teppich und hellem Licht und neuen Möbeln und so gelandet bin. Tja.

Der Mann einer Kollegin damals (der jetzt mein Kollege ist) war damals schon bei meinem jetzigen Arbeitgeber und ich weiss noch, wie faszinierend ich es fand, als er erzählte, dass die Einfahrt ins grosse Parkhaus in der Mitte der grossen Strasse, die das Werksgelände in Nord- und Südareal teilt, einfach nach unten geht. Das war für mich lange der Inbegriff der Dekadenz von Big Pharma. Eine öffentliche Strasse in der Mitte teilen mit einer Einfahrt ins Parkhaus! Und jetzt bin ich auch da und die Einfahrt ins Parkhaus ist mittlerweile das am wenigsten Spektakuläre meines Arbeitsumfelds.

Aber eben: ich weiss noch sehr, wie ich mich darüber gefreut habe, endlich 8 zu sein über "meinen" Plättli-Flur zu laufen, ich denke, ich bin noch nicht total abgehoben, auch wenn ich mich manchmal über die Unbequemlichkeit von durchaus einigen der Vitra-Stühle und -Bänke bei uns beschwere.

So. Jetzt nochmal auf die Liste für die Elektriker morgen nehmen: "Bevor ihr da wart, ging unser W-LAN"...

Montag, Februar 09, 2026

090226

 Die Technik hakt ein wenig hier.

Die kaputte Sicherung für die Autoheizung ist geschickt und praktisch so angebracht, dass man zum Wechsel die Hochvoltbatterie rausnehmen muss, das kann man natürlich nicht in einem der von Tesla so gehypten mobilen Servicetermine machen, noch geht das mit drauf warten. Immerhin in der Pop-Up-Interimswerkstatt, die nicht in Bern oder Zürich, sondern halbwegs nah bei uns ist. Kostenpunkt: gut 2500 CHF, da sind dann aber die neuen Wischerblätter mit drin und dann gehts eigentlich.

Dann kam heute der für letzte Woche angekündigte Batteriespeicher. Die Montage war komplizierter als gedacht und angekündigt ("Stellen wir auf die Terrasse, fertig"), man muss mehr um- und abhängen als gedacht, dazu muss man an mehr Stellen hin, als angekündigt und bereit gemacht, zB hinter das grosse Bücherregal und in alle Ecken und Enden des vollgestopften Kammerls. Es ist einiges erledigt, morgen wird noch mehr Zeug mit Strom gemacht, da können sie dann auch das Wohnzimmer-LED-Licht wieder reparieren, das jetzt nicht mehr geht. Immerhin ist das vollgestopfte Kallax-Regal, dass sie mehrfach durchs Zimmer geschoben haben, nicht zusammengebrochen.

Sonst:

Radeln war super, Schwimmen auch, obwohl ich heute irgendwie langsam war. Oder zwischendrin nicht gut gezählt habe, weil so im Flow (Ein Kollege hat jetzt gefragt, ob ich wüsste, wieviele Kacheln eine Länge sind, und ich habe übermässig lang drüber nachgedacht, bis mir bewusst wurde, dass es ja gar nicht gekachelt ist, sondern ein absenkbarer Metallboden. Heute: nicht so tief am einen Ende, wenn man fast am Boden schraddelt beim Wenden, ist Aquafit-Tag.)

Irgendwie war kaum jemand vor Ort heute, ich sass unter lauter unbekannten (naja, nicht ganz, eher ungewohnten) Gesichter an der sonst so begehrten Ecke. Ich hatte auch kaum Meetings, habe mit "Juli" auf den Ohren (mir war so danach) lauter Zeug erledigt, war auch gut. Hatte kurz überlegt, dass ich dann ja auch von daheim hätte arbeiten können, aber erstens wollte ich ja schwimmen und zweitens waren ja die Batterieleute daheim, da wäre nicht viel gegangen.

Nachmittags dann schlimmen Hunger und Unterzucker, also bin ich in die Cafeteria und habe mir anstatt meines sonstigen Notfallamarettini ein Valentinstörtchen gegönnt. Das war richtig lecker, ein sehr elegant geformter Haufen Himbeerschaum mit Passionsfruchtbananenkern (das wusste ich gsd nicht, sonst hätte ich es nicht genommen. Habe ich erst später auf Insta gelesen. Hat nicht nach Banane geschmeckt, eher nach Vanille).




Heimradeln nach dem letzten Meeting um sechs und es war noch nicht pitchblack, das ist auch mal was!

Sonst: ich fühle mich ausgelaugt und müde und weiss genau warum. Respektive: ich habe mich heute sofort so erleichtert gefühlt, als ich einen Kommunikationskanal wieder geschlossen habe. Diesmal für immer, ich schwöre. Ich hätte es eh besser wissen sollen, sowieso. Ich war auch nicht so mitgenommen wie früher, es hilft, wenn man sich der Mechanismen bewusst wird, und die Muster und Taktiken erkennt. Die Wiederholungen, das Manipulative und heute so offensichtliches Gaslighting wie aus dem Lehrbuch. Es trifft micht nicht mehr, aber es strengt an und dafür werde ich meine Kraft nicht mehr verschwenden. Meine Güte.