Samstag, Juni 13, 2026

130626

 Heute morgen nach langer Zeit mal wieder gg sechs von Jonny geweckt worden, der laut miauend Frühstück bestellte und sich dann ans Fussende der leeren Seite des Hübschen im Bett kuschelte. Als ich mir später einen Kaffee holte, merkte ich, warum er so laut miaut hatte: er hatte einen ordentlich am Birdbuddy gemästeten Spatz mit reingebracht, aber zum ganz hochtragen war der dann zu schwer und unhandlich anscheinend, also lag er auf der Treppe.

Dann: Frühstück geholt, alle Pflanzen gegossen, Treppen gefegt und den Staubi einmal durchs Erdgeschoss geschickt (unsere Putzhilfe hat zwei Wochen Ferien und während das dank genereller Ordentlichkeit in Küche und Bad nicht so auffällt, sammeln sich gerade im Sommer halt Staub und Schmutz und Katzenhaare in den Ecken). Dann die Kinder zum Frühstückstisch geholt, damit wir uns vor meiner Abreise noch kurz austauschen können.

Q. hatte gestern Atemschutzwettkampf mit umliegenden Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr meines Arbeitgebers am Ort, d.h sie haben mehrere Stationen in voller Atemschutzmontur um die Wette gemacht, zB zwei Feuerwehrleute schwingen einen Schlauch, einer springt (in voller Ausrüstung drüber), welche Gruppe in 3min die meisten Sprünge schafft, gewinnt. Danach wurde ordentlich gegrillt und gechillt, um 2 kam er heim, hat beschlossen, den Kuchenverkauf seiner Piotruppe am nächsten Tag zu skippen und stattdessen zu lernen, also hat er um zwei den Kuchen, den ich gebacken habe, noch ins Pfadihaus gebracht.

L. war nach einer langen Geo-Woche auch platt (finde es echt eher mittel, wenn nach Notenschluss nahtlos mit den Notenprojekten fürs nächste Schuljahr weitergemacht wird), freute sich aber sehr auf eine Übung mit seiner PFadigruppe, die er mit dem Nachbarsjungen vorbereitet hatte. Danach war noch Treffen mit Freunden geplant.

Ich machte mich mit dem Mini auf dem Weg in den Schwarzwald, heute war ja seit über einem Jahr schon kleine Neffen-sitten geplant. Der Mini stresste mich sehr, er war voll geladen, die Apps agte 173km Reichweite, das Auto sagte "Strecke: 111km, Reichweite 125km" und das ist für mich ein bisschen arg spannend (hatte mich mit Lademöglichkeiten nicht befasst, weil ja eine Wallbox bei meiner Schwester auf mich wartete). Aber: im Lauf der Fahrt nahm die Reichweite deutlich weniger schnell ab als die Reststrecke, ich kam wie erwartet mit etwa 70km Reichweite an. WHATEVER!

Die kleinen Jungs hatten sich sehr auf mich gefreut, es war sogar im Kindergarten gross angekündigt worden, dass man CHIPSPARTY mit der Tante machen würde. Es gab null Gefremdel, ich wurde sofort okkupiert, dabei hatte ich noch ein paar Sachen, die ich geklärt haben woltle (Regeln, Kindersitze in den MIni einbauen für den Notfall, Strom an den Mini machen, Bettgehtricks). Haben wir alles hingekriegt und dann die Eltern Richtung Stuttgart verabschiedet.

Wir hatten dann eine richtig coole Zeit zusammen, es wurde Sand gespielt, Fussball gespielt, wir haben einen Ausflug mit den Rädern gemacht (also: ich ohne, ich bin also ganz schön gerannt....), es wurde eine Eisenbahn aus Terrassenmöbeln gebaut, dann haben wir eine Runde Chips gegessen und Paw Patrol und Checker Tobi geschaut. Dann wieder Sandkasten, irgendwas mit Holzwürfeln und, das war so lustig: Fegen. Ich wollte eigtl nur den Sand, der rausgeflogen war, wieder in den Kasten fegen, dann wollte aber der ganz kleine Neffe unbedingt den grossen Besen haben, dann wollte der andere auch und irgendwann schufteten sie beide und feuerten sich an "Es muss alles super sauber sein, da werden Mama und Papa richtig schauen!" und bestanden auch noch darauf, den Gehweg zu fegen (mein Lieblingssatz "Darf ich schnell rüber auf den Kreisverkehr gehen? Das ist mein Lieblingsplatz zum Pläne schmieden!")

Zum Abendessen wurde es dann ein bisschen schwierig, weil es waren Minipizzen angedacht, der kleine Neffe hatte aber gesehen, dass ich Tiernudeln mitgebracht hatte und wollte dann Nudeln. Also: beides gemacht. Sosse war die nächste Herausforderung: "Mit weisser Sosse" "Ok, nach was schmeckt die?" "Nach weisser Sosse halt" Grosser Bruder: "NAch nix!" Ok. "Wenn weiss nicht geht, dann halt braun." Ich habe hellbraun hinbekommen und es war wohl okay-ish, aber mit den Minipizzen vom Bruder und all den Chips vorneweg war nicht mehr viel zu wollen.

Zähneputzen, Pyjama amziehen, auf keinen Fall die bereitgelegten Socken, dann das genaue Vorlese- und Kuschelballett, das war schon sehr niedlich (beide sind übrigens davon ausgegangen, dass sie eh bei mir im Bett schlafen, mal sehen, ob es dazu noch kommt. Aktuell schlafen beide bei sich)

Hach!

Freitag, Juni 12, 2026

120626

 Sehr, sehr gut im eigenen Bett geschlafen, sechs fühlte sich nach Ausschlafen an.

Frühstück mit L., der sich gestern Protein-Overnight-Oats gemacht hatte, ich ass schnödes Honigbrot (immerhin mit beim Wandern gekauften Honig).

Kleines Ründchen um den Block für frische Luft, erste Emails / NAcharbeit vom Workshop. Wir bekommen begeistertes Feedback, was mich jetzt ein bisschen schlecht fühlen lässt, dass ich da gar nicht so viel Lust drauf hatte. Aber offensichtlich habe ich es mir nicht raushängen lassen.

Dann eine Explore-Runde zum Getränkemarkt zwei Dörfer weiter, der auf der Verkaufsstellenliste eines speziellen Schweizer alkoholfreien Radlers steht, das meine Schwester mal geschenkt gekriegt hat und gerne nochmal hätte. Sie haben nur eine Auswahl der alkoholhaltigen Biere von dort vorrätig, aber ich kann das alkoholfreie Radler bestellen lassen. Geht sich halt nicht bis morgen aus, wo ich zu ihr fahre, aber wir sehen uns ja öfter.

Dann beginnt der wilde Meetingfreitag (normal ja eher nicht, aber es gibt Sachen nachzuholen von den letzten beiden Tagen UND wir haben halt einige Notfallmeetings, die dringend heute stattfinden müssen.)

All das: anstrengend, weil ich echt platt bin und jedes einzelne Thema volle Konzentration erfordert (besonders das letzte des Tages am Abend, vor dem ich buchstäblich Bauchschmerzen habe, weil sich die Thematik seit Monaten hinzieht und der Ton von der anderen Seite echt unschön wurde. Beide Seiten haben jetzt ihre Chefs involviert, meiner ist voll und ganz aligned mit seinem Team und ein sehr guter Kommunikator. Im Zug haben wir gestern noch alles fertig gemacht, heute zwischen den Meetings gefeilt und naja. Unangenehm ist es trotzdem).

Ich schiebe eine schnelle EInkaufsrunde und Nudeln zu Mittag mit Q. ein, der Hübsche verabschiedet sich für ein Wochenende in München und dann geht der es auch schon wieder Schlag auf Schlag. Das letzte Meeting dann wird... einerseits wie erwartet, andererseits auch ein bisschen nicht. Es wird dagegen gehalten, die gleichen Argumente gebracht wie immer, die halt einfach keine sind, mein Chef sagt das, was wir seit Monaten sagen, kriegt die gleichen substanzlosen Gegenargumente, entkräftet sie genauso wie wir, irgendwann sagt der Chef UND der Mitarbeiter der Gegenseite: "Vorschlag von Frau Brüllen und Team ist superlogisch, dann machen wir das so", Gegenseite hat IMMER noch Einwände, stimmt dann aber doch zu, während er im selben Atemzug noch versucht, etwas nicht vereinbartes reinzusliden, was ich merke und ein bisschen arg offensichtlich angepisst kommentiere. Passt dann, dass ich ein My zurückrudere, respektive "agree to still disagree a little", so kann er offensichtlich ein letztes bisschen Gesicht wahren, und ich strenge mich sehr an, mein Pokerface zu behalten, als sein Chef dann die letzten Minuten die freundliche, konstruktive Atmosphähre der Diskussion unter Freunden preist, weil: Hölle, nein.

Passend dazu hatte ich ab 5min vor dem Meeting Migräne aus der Hölle, die ich danach mit einem Triptan bekämpfte und jetzt bin ich müde, mir ist ein bisschen schlecht und ich habe nichtmal Lust auf einen Freitags-Aperol Spritz.

Ich bin einmal durch den Nieselregen ums Karee gelaufen, habe für Q.s Kuchenverkauf einen Marmorkuchen gebacken und werde jetzt die Pizza für die anwesenden vorbereiten. Und dann.... vllt einfach um 10 ins Bett gehen, morgen steht nämlich Chipsparty an!

Donnerstag, Juni 11, 2026

110626

 What a day

Mittelgut geschlafen, dafür lang (bis viertel vor sieben).

Frühstück war richtig, richtig gut. Mein Zimmer war im ersten Stock, also dachte ich, ich könnte ja Treppe laufen, um meinen Koffer zu holen, aber irgendwie hat mich die Treppe nicht in den Zimmerbereich gebracht, sondern in eine ingenieurslastige Konferenz, wo einsame Menschen vor Postern sich aufrichteten und vorfreudig auf eine potentielle Interessentin guckten. Ich bin also wie Homer Simpson in die Hecke rückwärts wieder verschwunden und wieder runter und mit dem Lift nach oben.

Dann: Workshop auf der Site. Ich hatte Bedenken, dass es doof würde oder die Leute es doof finden würden, aber nein: es war ein richtig guter Austausch, ich habe alte Gesichter wieder getroffen, neue Gesichter kennengelernt (die sind so jung!!!!), Bedenken ausräumen können, es war richtig gut.

SPannendes Ende: wir hatten 45min für die 15min Fahrt zum Bahnhof eingerechnet, und stiegen dann auf halber Strecke aus dem Taxi und rannten, weil ein solcher Stau war. Das war dann noch einmal eine ordentliche Cardioeinheit (besonders, weil wir im zweiten Taxi das Handy meines Chefs hatten, der es liegengelassen hatte und im ersten Taxi sass. Ich wusste natürlich nicht, dass der so wurstig ist und auch ohne gefahren wäre :-))

Jetzt: noch ein bisschen arbeiten, daheim duschen und ab ins Bett.

Der Hübsche hat heute den Gemüsekorb geholt und beim Fotomachen gemerkt, ... aber sehen Sie selbst:

Gurken, Rettich, Knoblauch, Tomaten, Brokkoli, Basilikum, Kartoffeln Fenchel, viel Salat, Chinakohl, Mangold.
UND KEINE EIER!!! (die hat der Hübsche vergessen aus der Extrapapiertüte dort rauszunehmen.)


Mittwoch, Juni 10, 2026

100626

 Ja, das mit dem früh ins Bett gehen von mir und auch von Q., der heute superfrüh rausmuss, um pünktlich zu seinem Einlassslot in der grossen Turnhalle für die OC Klausur zu sein, hat nur so mittlegut geklappt. 5 min, als Q im Bett verschwunden war, schallte der Feuerwehralarm durchs Haus, Q. kam aus dem Zimmer geschossen und teilte mir beim in die Brandschutzausrüstungspringen mit, dass er jetzt auf die Schnelle keinen Schlüssel mitnehmen könne, sein Handy fast leer sei, aber er würde nicht allzuspät zurückkommen, aber es wäre Grossbrand, da werden alle alarmiert, und er hätte wegen Aufregung vor der Prüfung bestimmt eh schlecht geschlafen.

Draussen roch es schon richtig fies, als ich aus dem Fenster schaute, sah ich gerade die Rauchwolke über die Dächer steigen, (es war schon dunkel und wir sind ordentlich höher gelegen als der Brandort, das sagte also schon einiges. Weil ich noch nicht im PJ war, machte ich mich auf einen kurzen Weg näher zum Brandort, um vllt einen Blick zu erhaschne (natürlich nicht in die Quere der Einsatzkräfte, aber neugierig war ich doch, der letzte Grossbrand dort war spektakulärst). Irgendwann war es mir zu doof, es strömten tatsächlich sehr viele Schaulustige hin, da wollte ich kein Teil von sein, und ausserdem stank es gottserbärmlich, also habe ich noch ein Foto gemacht, bei jedem vorbeibrausenden Feuerwehrauto grüsste ich in Gedanken Q (der schon längstens mit dem 400L/min (?) Strahlrohr in der ersten Löschangriffstruppe draufhielt).



Um kurz nach Mitternacht war er zu Hause, um viertel vor eins im Bett, um viertel vor sechs läutete der Wecker. Es war wohl sehr aufregend und anstrengend, verletzt wurde niemand, es war auch nicht so krass wie das letzte Mal, aber der heftigste Einsatz, bei dem er bisher war (wir haben aus welchen Gründen auch immer MITTEN IM ORT einen Schrottplatz, bei dem es immer wieder brennt, weil Funken fliegen und Leute ihren Müll nicht trennen und dann Restbenzin in Tanks ist und überall Akkus drin. Und dann.... ist die Hölle los. Der Schrottplatzbetreiber hat nach dem letzten Grossbrand von vor einem Jahr oder so einen Brief an alle Einwohner geschrieben, dass das jetzt schon doof gewesen wäre, aber das wäre auch das erste Mal gewesen und er könne da gar nix dafür, die Leute wären halt einfach doof, und naja, alles tutti, oder? Das mit "das erste Mal" ist halt eine dreiste Lüge, das weiss jeder, der länger als 5 min im Dorf wohnt. Es gab schon mehrere Versuche, den Schrottplatz dort wegzubekommen und das Gelände umzuzonen, aber irgendwie ist das bisher nicht gelungen. Dann brennt es halt immer wieder.

Als ich heute morgen dann (der Schrottplatz ist direkt am Bahnhof) zum Zug juckelte, war dort nichts mehr zu sehen, es war Betrieb as usual.

Naaaaaja.

Dann also Reise nach MH, ich habe, wie gesagt, mittelviel Lust, aber das wird schon. Wenn man mal da ist, ist es eigtl immer gut (ich habe eine Möglichkeit für eine Führung in der Spritzenabfüllung ergattert, da freue ich mich tatsächlich sehr drauf. Als ich letzten Herbst da war, wurde dort umgebaut und man konnte nicht rein. Sterilabfüllung ist für mich neu UND die Abfüllung meines einen niegelnagelneuen Produkts in Spritzen, die dann in Autoinjektoren kommen, beginnt dort nächste Woche, das passt also perfekt.) Im Zug versuche ich noch ein bisschen das past-Me zu channeln, das zu Diss-Zeiten nach einer Partynacht (ok, das war es jetzt gestern nicht) zu einem Industriekooperationsmeeting geflogen ist und sich im Flugzeug zum ersten Mal die Slides angeschaut hat für die Präsentation. Ganz so ist es nicht mehr, offiziell bin ich ja Veranstalterin des Ganzen UND habe die Slides tatsächlich selber zusammengestellt. Naja.

Zugfahrt war insofern erwähnenswert, dass es im Ruheabteil leise war, niemand auf meinem reservierten Platz sass, der Zug nur 3 min Verspätung hatte, das W-LAN die ganze Zeit funktionierte und der Kaffee gut war. 

In MH dann Reunion mit meinen heute mitreisenden beiden Kollegen, Taxifahrt zur site und dann grosse Freude und Frage, WIE ich das gemacht hätte, weil wir einen Meetingraum mit Snacks und Lunchvoucher und ein Taxi zurück vor der Haustür organisiert bekommen hatten. Da hatte ich natürlich gar nichts gemacht, ausser die mir genannte Assistentin vor Ort vor zwei Wochen angefragt nach den Dingen, die mir eingefallen sind, und fast alles davon, was heute dann da war, kam on top. Also: nett fragen hilft schon mal (und bitte und danke sagen).

Dann: Von einem "wenn ich schon mal da bin, lass uns reden" Meeting zum nächsten sausen, mein Koordinatensystem funktioniert nur mittel, aber immerhin weiss ich, dass der grösste Teil des Areals für mich irrelevant ist und die drei Gebäude, die ich brauche (und die Kantine) finde ich mittlerweile. Lunch mit dem einen mitreisenden Kollegen, wie jedesmal schockiert ob deutscher Kantinenpreise...

Dann mehr Kaffee, festgestellt, dass die Welt halt ein Dorf ist und dann einer der spannendsten Punkte: die Produktionsführung. Dort wird nächste Woche die Validierungskampagne meines einen Produktes laufen, deswegen praktisch, dass der Kollege eine Führung dort organisiert hatte. Sterilabfüllung ist für mich ja (praktisch gesehen) Neuland, ich kenne das nur von Prozessschemata und aus Videos. Spannend schon der Einschleusevorgang, ich habe vorher schon allen Schmuck abgenommen (zwei Ringe wie immer knapp vor Finger abnagen).

Dann: fancy Ersteüberschuhüberstreifmaschine, Wertsachen in den Spind packen, Händewaschen, Abschminken, Brille waschen, Astronautenhaube aufsetzen, steril verpackte Jacke und Hose anziehen. Ich habe zu M gegriffen, beim Einstellen der Bauchgummis gemerkt: auch mit engster Einstellung verliere ich sie fast. Naja. Hände waschen, Überschuhe anziehen und auf die saubere Seite der Bank steigen. Und dann war ich gsd nicht der, der merkte, dass er vorher noch aufs Klo hätte gehen sollen.
Abfüllungsmaschinen, visuelle Kontrolle etc: alles super, super interessant, leider lief keine Linie grad, war auch ein doofer Zeitpunkt um den Schichtwechsel rum.
Dann: wieder ausziehen, alles wieder einsammeln, wieder raus und huff.
Zwei Meetings mit den Kollegen in Basel noch per Videocall, dann mit allen ab ins Hotel und zum Abendessen in ein (auch für uns) reserviertes Restaurant, mal sehen, wie lang der Abend wird und ob ich heute noch (eher nicht) oder morgen früh (vielleicht schon) eine kleine Sportrunde einlegen kann, Klamotten und Schuhe habe ich mitgenommen.
Bisschen aufgeregt bin ich jetzt schon, es sagen immer mehr Leute für morgen zu, die ich gar nicht kenne. Naaaaaaja.


Dienstag, Juni 09, 2026

090626

 What a day.

Der Tag versprach intensiv zu werden und.... so war es auch. Ich meine, was erwartet man, wenn man ab 8:30 bis 18:30 durchgehend Meetings hat, incl einem Arbeitslunch (also wirklich mit Sticky Notes kleben beim Stehlunch). Es wurde dann gestern sehr spät ein Meeting abgesagt, das um neun, das sich mit meiner geplanten telefonischen Einwahl in einen Arzttermin von L. überschnitten hätte, der aber nicht stattfand, weil das entsprechende Gerätchen, das hätte ausgelesen werden sollen, nicht aufgezeichnet hatte, deshalb nächste Woche nächster Versuch. Stattdessen habe ich mit meinem Chef für das mit Ansage unangenehmste Meeting des Tages vorgeplant, und dann wurde auch noch das letzte Meeting auf später verschoben, was zwar Konflikte auflöste, aber halt den Tag NOCH LÄNGER machte. Uff.

Immerhin kleine Runde draussen um kurz vor sechs, radeln bei perfekter Temperatur, Schwimmen auch gut (musste Gas geben, weil der Kraulkurs aka die Piranhas schon am Rand standen), und dann halt.... mittenrein.

Es war heute so, so, so voll, dass ich für zwei Meetings, in der ich keinen Raum reserviert hatte, trotz zweimal im Kreis laufen kein Räumchen fand und dann halt (nicht superconfidential) einfach an der Kaffeetheke im "Studio" gemacht habe. (Lustig, als direkte KollegInnen von mir, die eher im Biologics space arbeiten, eine noch offene Präsentation mit Syntheseschema und Anlagenschema gesehen haben, und gefragt haben: "Do you have geeks in the team, who understand this?" und ich meinte "Well, my team incl myself completely consists of geeks who understand and love this!", weil .. naja. Ist halt so.)

Mein Hirn ist jetzt weichgekocht, es ist nix massiv hintenübergekippt, das ist schon mal gut. Ich bin aber schon froh, wenn ich erstens am Do im Zug wieder nach Hause sitze und zweitens am Fr abend in den Pizzaabend starte und diese Woche rum ist.

uff

Montag, Juni 08, 2026

080626

 Mittelgut geschlafen nach der Anstrengung gestern (skurrilerweise bin ich mehrfach aufgewacht und mir war echt übel, das ist ja so mein Endgegner für ALLES), um viertel nach fünf bin ich dann aufgestanden, weil eh wach und was solls. Schlecht war mir immer noch, ich hatte schon wieder Kopfkino von Magendarm und was auch immer und ich kann die Woche nicht nach Mannheim fahren (sooooo viel Lust habe ich gar nicht, aber jetzt ist es halt schon vorbereitet und weggehen wird es auch nicht, also dann halt schon gern jetzt). 

Naja.

Ich habe eine frühe Runde um den Block gedreht (wollte wissen, wo Jonny seine Nacht verbringt, stellt sich raus: auf der langhaarigen Wiese, die früher ein Tennisplatz war, er kam dort platschnass von Tau und sehr kühl raus.), dann gefrühstückt und zur Arbeit geradelt. Mit kurzer Hose, aber in weiser Vorraussicht für den Nachmittag mit Regenjacke. An den Beinen hat es sich so kalt angefühlt, wie sonst, wenn man in deutlich unter 18 Grad kaltes Wasser reingeht. Und wie auch da: nach 5min habe ich sie nicht mehr gespürt und mir ist wieder eingefallen, wie es mich mal im Juni mit dem Rad gelegt hat, als das Schuhbandl in die Kette gewickelt wurde, und ich zwar über die kaputte Hose sauer war, aber erst im Büro durch Kollegen darauf aufmerksam gemacht wurde, dass ich blutete wie abgestochen, ich hatte einfach vor kalt nix gespürt...)

Der linke Arm tat noch bisschen weh, sonst merkte ich den ganzen Tag nix von der Anstrengung gestern. Schwimmen ging auch super.

Dann: voller Tag, es sind alle wieder aus den Pfingstferien da UND ich werde eben zwei Tage nicht vor Ort sein, die einerseits geplant werden wollen, andererseits habe ich natürlich auch genug Arbeit für diese beiden Tage OHNE wegzufahren. 

Auch hier: naja.

Mittagessen mit den Ferienrückkehrern und es war ein bisschen lustig: normal bin ich kein so Fan davon, beim Mittagessen über Arbeitsthemen zu reden, aber heute hat es mich fast (FAST!) gestört, dass alle so begeistert von ihren Ferien und privaten Sachen geredet haben, weil: "Leute, ich habe zwei Wochen nicht mit euch Sachen abklären können, ich brauche euch für Arbeitssachen!!!" (Die Ferienstories waren auch interessant, ist sehr schön, die KollegInnen auch mal entspannt zu erleben).

Während der Nachmittagsmeetings ging draussen die Welt unter (der Hübsche und L. reisten von unterschiedlichen Richtungen zu einem gemeinsamen Arzttermin an und wurden auch unterschiedlich nass, beide aber sehr).

Bis zum Heimradeln war es wieder abgetrocknet, es nieselte nur noch, als ich auf dem Weg nach Hause noch schnell Passfotos für L. ausdruckte.

Jetzt: Pizzamontag, dann sind erstaunlicherweise mal alle abends daheim UND haben Zeit für einen gemeinsamen Serienabend.

Sonntag, Juni 07, 2026

070626

So, heute also Wandern. L. wollte ja mehr Schweizer Berge, wegen Wetter ist unsere erste Hüttentour ins Wasser gefallen, heute hatten L., der Hübsche und ich Zeit und das Wetter sah ok aus. Ich hatte uns die Gratwanderung vom Klingenstock zum Fronalpstock am Stoos rausgesucht, dachte, das wäre nett zum mal reinkommen. Dann wurde ich etwas nervös, als ich las, WIE VOLL das ist am Wochenende und dass man nur in eine Richtung gehen kann / soll, weil SO VIELE LEUTE (und auch bisschen nervös, weil "kein Spaziergang, ausgesetzt, schwindelfrei, Kettensicherung).
Dann aber fand der Hübsche raus, dass der Sessellift zum Klingenstock erst ab nächsterm Wochenende fährt und ich dachte mir: das ist unsere Chance. Das ist ein zusätzlicher 2stündiger Anstieg von 680 .Höhenmetern, das machen nicht soooooo viele. Und für uns lohnen sich insg 3h Fahrt schon eher für 4.5 Stunden reine Gehzeit als für 2.5.
Wir sind heute also dann kurz nach sieben (ich bin nicht explodiert, als wir erst um 7:12 aus der Garage fuhren, aber es war nicht leicht.) Richtung Stoos aufgebrochen. Der Verkehr war dann um die 10 MInuten weniger als ich gestern untertags geschaut hatte, also ging sich alles gut aus.
Dann: die steilste Standseilbahn der Welt. Ich bin schon mal mit der gefahren, als wir irgendeinen Workshop in dem Hotel da oben hatten, aber da war mir nicht bewusst, WIE steil das ist (auf dem Runterweg dann noch mehr).
Der Weg durch das autofreie Dorf war dann ohne Skier und 12 Jahre später oder so auch nicht mehr so anstrengend wie beim ersten Skikurs in den Alpen der Kids damals.
Der Wet zum Klingenstock war schnell gefunden (haben auf dem Weg noch zwei Amerikaner enttäuscht. "Do you know, where the Klingenstock chairlift is?" "Not exactly, would assume somehwere this way. But it does not really matter, as it is not operating until next weekend. Trail to the summit is btw this way :-)") und es ging relativ angenehm über Almwiesen mit und ohne Kühe nach oben. Wir haben noch Schnee gesehen, es war relativ matschig, aber ging noch recht gut. Je weiter wir raufkamen, desto kühler, und zwar nicht wegen Höhe, sondern wegen Nebel / tiefhängender Wolken.









Waren jetzt nicht die allerbesten Voraussetzungen für die Gratwanderung, die, wie der Name sagt, rechts und links einen Abgrund hat, aber halt auch mit einem spektakulären Panorama in alle Richtungen wirbt.




Irgendwo hinter uns

Nach nicht ganz zwei Stunden waren wir am Gipfel und haben erstmal Pause gemacht. Mit frischem Kaffee, sehr leckeren Sandwiches und allen anderen, die mit uns auf ein sich Lichten des Nebels warteten und hofften.






Unten sieht man, was man sehen würde, wenn man was sehen würde.

Irgendwann haben wir aufgegeben und sind halt auch mit ohne Fernsicht los. War für den Anfang vielleicht gar nicht soo doof, der Hübsche hat es nicht so mit Höhe und wenn man nicht sieht, wie weit es runtergeht, geht es dann wirklich runter?









Die (unglaublich steilen) Wiesen waren ein Blütenmeer!




Langsam, langsam hoben sich die Wolken

Der Weg war jetzt ... schon kein rollstuhl- oder kinderwagengängiger Feldweg, zwischendrin wurde es auch noch steiler und weniger gut ausgebaut als hier, aber sooooooo krass ausgesetzt war er jetzt auch nicht.

Erste Ahnung des Vierwaldstätter Sees unten

Drei Murmeltiere, die den Spass ihres Lebens hatten (und richtig laut pfeifen können!)



Mehr See




Je später es wurde, je mehr Sonne durchkam, je näher wir dem Fronalpstock kamen, der ja vom Sessellift von unten bedient wird, desto mehr Leute. Ich mag mir nicht vorstellen, WIE voll es da wird, wenn eben an beiden Seiten der Lift hochfährt. Der Ausdruck "Gratwanderung" täuscht ein bisschen, vor dem Fronalpstock geht es nämlich ordentlich steil runter und dann nochmal ungefähr 300hm wieder steil rauf. Dann ist man oben und gut isses. Aber: diese letzte Steigung kamen uns so viele Leute entgegen, die ganz offensichtlich mit dem Sessellift raufgekommen waren und auch wieder runterfahren wollten und "ein bisschen rumlaufen" oben eingeplant hatten, aber keine Wanderung. Standardschuhwerk dünne sockenartige Sneaker, und damit halt den steilen Berg runter. Schon da hatten einige Menschen konditionsmässig richtig Mühe und ich frage mich wirklich, was ihr Plan war: der gesamte Gratweg ging erstens die gleiche Steigung und mehr wieder rauf, insgesamt 5, 6 km und dann halt ohne Lift nochmal über 600m den schlammigen Hang runter. Oder aber den steilen Hang zum Sessel wieder rauf (aber das bis 4, weil dann macht der Feierabend) oder aber den Fussweg ins Dorf runter, der auch nochmal ...6,700hm ausmachte. Keine Ahnung, nicht mein Problem, aber diese Leute muss ich als Publikum im Kopf behalten, wenn ich eine Wegbeschreibung lese und mich dann frage, ob der Weg zu krass für uns ist.


Angekommen am Fronalpstock (See im Hintergrund)

Wir haben am Fronalpstock ein spätes Mittagessen zu uns genommen, dann, weil müde und keine Lust auf mehr Knieschmerzen als nötig, den Sessellift nach unten genommen. Die Standseilbahn nach unten war dann sehr, sehr beeindruckend, 110% Steigung sind Achterbahnfeeling pur. Nur kontrollierter, nicht wie im Silverstar.

Wieder unten haben wir uns im Parkhaus in nichtstinkende Klamotten umgezogen, der Hübsche und L. haben im Auto gechillt und ich habe uns nach Hause geschuckelt.

Das war ein wunderschöner Tag! (mir tut mein Arm mit der gebrochenen Schulter weh, ich glaube, der war die Wanderstöcke nicht gewohnt. Morgen wird es rausgeschwommen!)