Montag, Juni 15, 2026

150626

 Heute Morgen beim Blick auf den Wetterbericht für die Woche (36 Grad, ja schöner Scheiss) mit kurzer Hose und T-Shirt losgeradelt. Als ich den Berg zum Bahnhof runtergesaust war, war mir ordentlich kalt, aber beim wieder zurückradeln wäre mir warm geworden, da konnte ich auch gleich weiterradeln.

Die Dusche vor dem Schwimmen tat sehr gut, allerdings war die geheizte Schwimmhalle dann zu warm und ich hatte das Gefühl, keine Luft zu bekommen.

Passend dazu habe ich mal Kraulen ausprobiert, weil: alle machen sich drüber lustig, dass meine Erwartung an den Kraulkurs ist, erstmal fast zu ertrinken, weil ich nicht weiss, wie atmen. Alle meinen: "ist doch easy" und erzählen irgendwas von Wellental und was weiss ich. Also habe ich heute eine kleine Kraulübung eingelegt: mit den Beinen halt gepaddelt, mit den Armen "gekrault" und abwechselnd rechts und links geatmet und dann nach ein paar Zügen gemerkt, dass ich halt den Kopf gar nicht untertauche , sondern halt über Wasser hin und her drehe. Also probiert unterzutauchen und das mit dem Atmen zu koordienieren. Dabei bestätigt: unter Wasser atmen klappt nicht. Ich bin also nach wie vor überzeugt: der Kraulkurs wird schlimm werden, meine Ängste sind berechtigt und die Trainerin wird sich die Kursgebühr hart verdienen, weil ich meine das ernst mit "Ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll."

Nun denn. Der Wetterumschwung sorgt für fiese Schmerzen in all meinen alten Brüchen und Verletzungen (Bänderriss mit 16, Wirbelfortsätze angebrochen mit 17, Finger gebrochen mit 39, Schienbeinplateau gebrochen mit 45, Schulter gebrochen mit 47). Oberflächliche Recherche ergibt alles zwischen "Luftdruckveränderung führt zu Schwankung in der Viskosität der Gelenksflüssigkeit" und "medizinisches Märchen". Ist mir eigentlich egal, ich habe halt Schmerzen so ungefähr wie 6-8 Wochen nach dem Bruch, das ist ziemlich unangenehm (andersrum: ich hatte zwischendrin 20 Jahre unfallfrei, auch nicht schlecht!)

Dann: heute viel Nacharbeit von der letzten Woche, weil ja workshopbedingt 2 Tage fehlten und der Freitag zur Aufarbeitung nicht zur Verfügung stand. Unter anderem wurde eine Feedbackanfrage für einen Performance Review nochmal in Erinnerung gerufen. Ich hatte zwischendrin überlegt, sie zu ignorieren, aber aus Gründen dann halt nicht. Und so kam es dazu, dass ich im Namen eines reinen Frauenteams dem Chef eines Mannes unter anderem das Feedback gab, dass die Zusammenarbeit mit dem Typ schwierig war, weil er sehr emotional auf jedwede Art von sachlicher Kritik oder auch nur Änderung des status quo reagiert. Immerhin habe ich nicht als Improvementvorschlag "He might want to consider smiling more" mit aufgenommen. Bin gespannt.

Dann auf dem Heimweg beim Freibad, wo ich in der Revisionszeit des Firmenschwimmbads Frühschwimmasyl suchen werde, meinen QR COde gegen "was richtiges" eingetauscht. Am 29. Juni geht es los.


Sonst: das Schweizer Stimmvolk hat ja gestern die "Nachhaltigkeitsinitiative", wie der irreführende Name der aktuellen "Ausländer raus"-SVP-Initiative lautete, abgelehnt. Wie immer in den Kantonen, die Migration erleben, mit  fliegenden Fahnen, die Ja-Kantone kennen Ausländer nur aus dem Fernsehen, von dne SVP-Plakaten und als Touristen, die ja nicht kommen, um zu bleiben. Ich war mir tatsächlich nicht sicher, wie es ausgehen würde, allein beim Heimfahren gestern dauerte es bei der Fahrt über die Dörfer bis 5min vor daheim, bis ich das erste "nein"-Plakat sah.... In der Facebookgruppe des Dorfes toben nun die "Ja-Vertreter", dass man der Abstimmung nicht trauen könne, weil niemand würde sich hier zu einer nein-Stimme bekennen und man wüsste ja schon gern, wo die Nein-Sager wohnen würden, weil, jetzt nicht direkt um sie zu jagen, aber naja... (Für alle besser, dass ich kein Facebook habe)

Sonntag, Juni 14, 2026

140626

 Wie aufregend das alles war! Ich meine: die zwei kleinen Jungs sind so süss und cool und lustig (den Eltern wurde frühmorgens brühwarm erzählt, dass

die Tante K. ZWEIMAL "Scheisse" gesagt hat

es ein krasses Handwaschregime gab (mir kam "Wir waschen abends NIE die Hände und generell nicht mit Seife" ein bisschen fishy vor)

wir (also: sie, ich war weder bekleidungtechnisch noch physisch ausser beim Trennen involviert) "mit nackten Bäuchen gerangelt" und

wir im Garten Rückwärtssaltos gemacht hätten, kommt, wir zeigen euch das. ("also, das kam so.....") 

Ich denke, das fasst es gut zusammen!

Der Tag war ehrlich gesagt das Beste, was mir nach der irgendwie höllisch anstrengenden Woche passieren konnte: nicht unbedingt entspannend, aber so sehr was anderes und auf wichtigere Dinge fokussiert als "wer was wann wie gesagt hat", dass ich gar nicht an die Arbeit denken konnte und das war wichtig.

Heute dann: gemütliches Frühstück, ich bin so, so, so, so, so froh, dass diese Menschen in meinem Leben sind. Alle davon.

Für mich sehr interessant: Ausflug in ein Gymnasium an einem Sonntag morgen. Ich hatte den Auftrag, etwas zu laminieren und dachte ja, LehrerInsein käme mit mandatory Laminiergerät, aber für GymnasiallehrerInnen scheint es ein Schulgerät zu tun. Ich war damit in meinem zweiten Lehrerzimmer ever und... alle Schulen (ohne SchülerInnen drin) riechen sehr ähnlich. Und wer auch immer sich bei uns im Turm über open space und keine festen Schreibtische beschwert, HABT IHR SCHONMAL EIN LEHRERZIMMER GESEHEN? (Vermutlich nicht, ich ja auch nicht)

Dann: Heimfahrt mit dem Mini, diesmal passte die Reichweitenangabe. Das ist schon ein sehr, sehr nettes kleines Auto!(Doof, wenn man im Grenzgebiet unterwegs ist: die Netzabdeckung / Umbuchung zwischen D und CH-Netz ist sehr shaky, führt zu wackeliger Hörbuchabdeckung. Habe ich halt stattdessen das Feedback für den Typ, dessen Benehmen zum einen oder anderen Migräneanfall bei mir geführt hat, formuliert.

Daheim den Kindern hallo gesagt (wie cool ist es, grosse Kinder zu haben?), kein Bananenbrot gebacken, weil die extra Bananen, die ich gekauft hatte, um die matschige schwarze in ein Bananenbrot zu überführen, aufgegessen worden waren, punkten können mit "wie erstelle ich ein Abbildungverzeichnis in Word", ausgepackt, Schwimmsachen gepackt, Sporteinheit eingelegt, Gemüse geschnippelt für Asiapfanne einmal quer durch den Gemüsekorb, und den Hübschen in der Standortteilung auf dem Heimweg verfolgt.

Ich bin einfach sehr, sehr, sehr happy, dass alle wieder daheim sind (Jonny ist unterwegs, aber es ist halt auch perfektes Draussenwetter und es wird ihm sicher gut gehen), und wir eine eigentlich sehr interessante Woche vor uns haben!

Samstag, Juni 13, 2026

130626

 Heute morgen nach langer Zeit mal wieder gg sechs von Jonny geweckt worden, der laut miauend Frühstück bestellte und sich dann ans Fussende der leeren Seite des Hübschen im Bett kuschelte. Als ich mir später einen Kaffee holte, merkte ich, warum er so laut miaut hatte: er hatte einen ordentlich am Birdbuddy gemästeten Spatz mit reingebracht, aber zum ganz hochtragen war der dann zu schwer und unhandlich anscheinend, also lag er auf der Treppe.

Dann: Frühstück geholt, alle Pflanzen gegossen, Treppen gefegt und den Staubi einmal durchs Erdgeschoss geschickt (unsere Putzhilfe hat zwei Wochen Ferien und während das dank genereller Ordentlichkeit in Küche und Bad nicht so auffällt, sammeln sich gerade im Sommer halt Staub und Schmutz und Katzenhaare in den Ecken). Dann die Kinder zum Frühstückstisch geholt, damit wir uns vor meiner Abreise noch kurz austauschen können.

Q. hatte gestern Atemschutzwettkampf mit umliegenden Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr meines Arbeitgebers am Ort, d.h sie haben mehrere Stationen in voller Atemschutzmontur um die Wette gemacht, zB zwei Feuerwehrleute schwingen einen Schlauch, einer springt (in voller Ausrüstung drüber), welche Gruppe in 3min die meisten Sprünge schafft, gewinnt. Danach wurde ordentlich gegrillt und gechillt, um 2 kam er heim, hat beschlossen, den Kuchenverkauf seiner Piotruppe am nächsten Tag zu skippen und stattdessen zu lernen, also hat er um zwei den Kuchen, den ich gebacken habe, noch ins Pfadihaus gebracht.

L. war nach einer langen Geo-Woche auch platt (finde es echt eher mittel, wenn nach Notenschluss nahtlos mit den Notenprojekten fürs nächste Schuljahr weitergemacht wird), freute sich aber sehr auf eine Übung mit seiner PFadigruppe, die er mit dem Nachbarsjungen vorbereitet hatte. Danach war noch Treffen mit Freunden geplant.

Ich machte mich mit dem Mini auf dem Weg in den Schwarzwald, heute war ja seit über einem Jahr schon kleine Neffen-sitten geplant. Der Mini stresste mich sehr, er war voll geladen, die Apps agte 173km Reichweite, das Auto sagte "Strecke: 111km, Reichweite 125km" und das ist für mich ein bisschen arg spannend (hatte mich mit Lademöglichkeiten nicht befasst, weil ja eine Wallbox bei meiner Schwester auf mich wartete). Aber: im Lauf der Fahrt nahm die Reichweite deutlich weniger schnell ab als die Reststrecke, ich kam wie erwartet mit etwa 70km Reichweite an. WHATEVER!

Die kleinen Jungs hatten sich sehr auf mich gefreut, es war sogar im Kindergarten gross angekündigt worden, dass man CHIPSPARTY mit der Tante machen würde. Es gab null Gefremdel, ich wurde sofort okkupiert, dabei hatte ich noch ein paar Sachen, die ich geklärt haben woltle (Regeln, Kindersitze in den MIni einbauen für den Notfall, Strom an den Mini machen, Bettgehtricks). Haben wir alles hingekriegt und dann die Eltern Richtung Stuttgart verabschiedet.

Wir hatten dann eine richtig coole Zeit zusammen, es wurde Sand gespielt, Fussball gespielt, wir haben einen Ausflug mit den Rädern gemacht (also: ich ohne, ich bin also ganz schön gerannt....), es wurde eine Eisenbahn aus Terrassenmöbeln gebaut, dann haben wir eine Runde Chips gegessen und Paw Patrol und Checker Tobi geschaut. Dann wieder Sandkasten, irgendwas mit Holzwürfeln und, das war so lustig: Fegen. Ich wollte eigtl nur den Sand, der rausgeflogen war, wieder in den Kasten fegen, dann wollte aber der ganz kleine Neffe unbedingt den grossen Besen haben, dann wollte der andere auch und irgendwann schufteten sie beide und feuerten sich an "Es muss alles super sauber sein, da werden Mama und Papa richtig schauen!" und bestanden auch noch darauf, den Gehweg zu fegen (mein Lieblingssatz "Darf ich schnell rüber auf den Kreisverkehr gehen? Das ist mein Lieblingsplatz zum Pläne schmieden!")

Zum Abendessen wurde es dann ein bisschen schwierig, weil es waren Minipizzen angedacht, der kleine Neffe hatte aber gesehen, dass ich Tiernudeln mitgebracht hatte und wollte dann Nudeln. Also: beides gemacht. Sosse war die nächste Herausforderung: "Mit weisser Sosse" "Ok, nach was schmeckt die?" "Nach weisser Sosse halt" Grosser Bruder: "NAch nix!" Ok. "Wenn weiss nicht geht, dann halt braun." Ich habe hellbraun hinbekommen und es war wohl okay-ish, aber mit den Minipizzen vom Bruder und all den Chips vorneweg war nicht mehr viel zu wollen.

Zähneputzen, Pyjama amziehen, auf keinen Fall die bereitgelegten Socken, dann das genaue Vorlese- und Kuschelballett, das war schon sehr niedlich (beide sind übrigens davon ausgegangen, dass sie eh bei mir im Bett schlafen, mal sehen, ob es dazu noch kommt. Aktuell schlafen beide bei sich)

Hach!

Freitag, Juni 12, 2026

120626

 Sehr, sehr gut im eigenen Bett geschlafen, sechs fühlte sich nach Ausschlafen an.

Frühstück mit L., der sich gestern Protein-Overnight-Oats gemacht hatte, ich ass schnödes Honigbrot (immerhin mit beim Wandern gekauften Honig).

Kleines Ründchen um den Block für frische Luft, erste Emails / NAcharbeit vom Workshop. Wir bekommen begeistertes Feedback, was mich jetzt ein bisschen schlecht fühlen lässt, dass ich da gar nicht so viel Lust drauf hatte. Aber offensichtlich habe ich es mir nicht raushängen lassen.

Dann eine Explore-Runde zum Getränkemarkt zwei Dörfer weiter, der auf der Verkaufsstellenliste eines speziellen Schweizer alkoholfreien Radlers steht, das meine Schwester mal geschenkt gekriegt hat und gerne nochmal hätte. Sie haben nur eine Auswahl der alkoholhaltigen Biere von dort vorrätig, aber ich kann das alkoholfreie Radler bestellen lassen. Geht sich halt nicht bis morgen aus, wo ich zu ihr fahre, aber wir sehen uns ja öfter.

Dann beginnt der wilde Meetingfreitag (normal ja eher nicht, aber es gibt Sachen nachzuholen von den letzten beiden Tagen UND wir haben halt einige Notfallmeetings, die dringend heute stattfinden müssen.)

All das: anstrengend, weil ich echt platt bin und jedes einzelne Thema volle Konzentration erfordert (besonders das letzte des Tages am Abend, vor dem ich buchstäblich Bauchschmerzen habe, weil sich die Thematik seit Monaten hinzieht und der Ton von der anderen Seite echt unschön wurde. Beide Seiten haben jetzt ihre Chefs involviert, meiner ist voll und ganz aligned mit seinem Team und ein sehr guter Kommunikator. Im Zug haben wir gestern noch alles fertig gemacht, heute zwischen den Meetings gefeilt und naja. Unangenehm ist es trotzdem).

Ich schiebe eine schnelle EInkaufsrunde und Nudeln zu Mittag mit Q. ein, der Hübsche verabschiedet sich für ein Wochenende in München und dann geht der es auch schon wieder Schlag auf Schlag. Das letzte Meeting dann wird... einerseits wie erwartet, andererseits auch ein bisschen nicht. Es wird dagegen gehalten, die gleichen Argumente gebracht wie immer, die halt einfach keine sind, mein Chef sagt das, was wir seit Monaten sagen, kriegt die gleichen substanzlosen Gegenargumente, entkräftet sie genauso wie wir, irgendwann sagt der Chef UND der Mitarbeiter der Gegenseite: "Vorschlag von Frau Brüllen und Team ist superlogisch, dann machen wir das so", Gegenseite hat IMMER noch Einwände, stimmt dann aber doch zu, während er im selben Atemzug noch versucht, etwas nicht vereinbartes reinzusliden, was ich merke und ein bisschen arg offensichtlich angepisst kommentiere. Passt dann, dass ich ein My zurückrudere, respektive "agree to still disagree a little", so kann er offensichtlich ein letztes bisschen Gesicht wahren, und ich strenge mich sehr an, mein Pokerface zu behalten, als sein Chef dann die letzten Minuten die freundliche, konstruktive Atmosphähre der Diskussion unter Freunden preist, weil: Hölle, nein.

Passend dazu hatte ich ab 5min vor dem Meeting Migräne aus der Hölle, die ich danach mit einem Triptan bekämpfte und jetzt bin ich müde, mir ist ein bisschen schlecht und ich habe nichtmal Lust auf einen Freitags-Aperol Spritz.

Ich bin einmal durch den Nieselregen ums Karee gelaufen, habe für Q.s Kuchenverkauf einen Marmorkuchen gebacken und werde jetzt die Pizza für die anwesenden vorbereiten. Und dann.... vllt einfach um 10 ins Bett gehen, morgen steht nämlich Chipsparty an!

Donnerstag, Juni 11, 2026

110626

 What a day

Mittelgut geschlafen, dafür lang (bis viertel vor sieben).

Frühstück war richtig, richtig gut. Mein Zimmer war im ersten Stock, also dachte ich, ich könnte ja Treppe laufen, um meinen Koffer zu holen, aber irgendwie hat mich die Treppe nicht in den Zimmerbereich gebracht, sondern in eine ingenieurslastige Konferenz, wo einsame Menschen vor Postern sich aufrichteten und vorfreudig auf eine potentielle Interessentin guckten. Ich bin also wie Homer Simpson in die Hecke rückwärts wieder verschwunden und wieder runter und mit dem Lift nach oben.

Dann: Workshop auf der Site. Ich hatte Bedenken, dass es doof würde oder die Leute es doof finden würden, aber nein: es war ein richtig guter Austausch, ich habe alte Gesichter wieder getroffen, neue Gesichter kennengelernt (die sind so jung!!!!), Bedenken ausräumen können, es war richtig gut.

SPannendes Ende: wir hatten 45min für die 15min Fahrt zum Bahnhof eingerechnet, und stiegen dann auf halber Strecke aus dem Taxi und rannten, weil ein solcher Stau war. Das war dann noch einmal eine ordentliche Cardioeinheit (besonders, weil wir im zweiten Taxi das Handy meines Chefs hatten, der es liegengelassen hatte und im ersten Taxi sass. Ich wusste natürlich nicht, dass der so wurstig ist und auch ohne gefahren wäre :-))

Jetzt: noch ein bisschen arbeiten, daheim duschen und ab ins Bett.

Der Hübsche hat heute den Gemüsekorb geholt und beim Fotomachen gemerkt, ... aber sehen Sie selbst:

Gurken, Rettich, Knoblauch, Tomaten, Brokkoli, Basilikum, Kartoffeln Fenchel, viel Salat, Chinakohl, Mangold.
UND KEINE EIER!!! (die hat der Hübsche vergessen aus der Extrapapiertüte dort rauszunehmen.)


Mittwoch, Juni 10, 2026

100626

 Ja, das mit dem früh ins Bett gehen von mir und auch von Q., der heute superfrüh rausmuss, um pünktlich zu seinem Einlassslot in der grossen Turnhalle für die OC Klausur zu sein, hat nur so mittlegut geklappt. 5 min, als Q im Bett verschwunden war, schallte der Feuerwehralarm durchs Haus, Q. kam aus dem Zimmer geschossen und teilte mir beim in die Brandschutzausrüstungspringen mit, dass er jetzt auf die Schnelle keinen Schlüssel mitnehmen könne, sein Handy fast leer sei, aber er würde nicht allzuspät zurückkommen, aber es wäre Grossbrand, da werden alle alarmiert, und er hätte wegen Aufregung vor der Prüfung bestimmt eh schlecht geschlafen.

Draussen roch es schon richtig fies, als ich aus dem Fenster schaute, sah ich gerade die Rauchwolke über die Dächer steigen, (es war schon dunkel und wir sind ordentlich höher gelegen als der Brandort, das sagte also schon einiges. Weil ich noch nicht im PJ war, machte ich mich auf einen kurzen Weg näher zum Brandort, um vllt einen Blick zu erhaschne (natürlich nicht in die Quere der Einsatzkräfte, aber neugierig war ich doch, der letzte Grossbrand dort war spektakulärst). Irgendwann war es mir zu doof, es strömten tatsächlich sehr viele Schaulustige hin, da wollte ich kein Teil von sein, und ausserdem stank es gottserbärmlich, also habe ich noch ein Foto gemacht, bei jedem vorbeibrausenden Feuerwehrauto grüsste ich in Gedanken Q (der schon längstens mit dem 400L/min (?) Strahlrohr in der ersten Löschangriffstruppe draufhielt).



Um kurz nach Mitternacht war er zu Hause, um viertel vor eins im Bett, um viertel vor sechs läutete der Wecker. Es war wohl sehr aufregend und anstrengend, verletzt wurde niemand, es war auch nicht so krass wie das letzte Mal, aber der heftigste Einsatz, bei dem er bisher war (wir haben aus welchen Gründen auch immer MITTEN IM ORT einen Schrottplatz, bei dem es immer wieder brennt, weil Funken fliegen und Leute ihren Müll nicht trennen und dann Restbenzin in Tanks ist und überall Akkus drin. Und dann.... ist die Hölle los. Der Schrottplatzbetreiber hat nach dem letzten Grossbrand von vor einem Jahr oder so einen Brief an alle Einwohner geschrieben, dass das jetzt schon doof gewesen wäre, aber das wäre auch das erste Mal gewesen und er könne da gar nix dafür, die Leute wären halt einfach doof, und naja, alles tutti, oder? Das mit "das erste Mal" ist halt eine dreiste Lüge, das weiss jeder, der länger als 5 min im Dorf wohnt. Es gab schon mehrere Versuche, den Schrottplatz dort wegzubekommen und das Gelände umzuzonen, aber irgendwie ist das bisher nicht gelungen. Dann brennt es halt immer wieder.

Als ich heute morgen dann (der Schrottplatz ist direkt am Bahnhof) zum Zug juckelte, war dort nichts mehr zu sehen, es war Betrieb as usual.

Naaaaaja.

Dann also Reise nach MH, ich habe, wie gesagt, mittelviel Lust, aber das wird schon. Wenn man mal da ist, ist es eigtl immer gut (ich habe eine Möglichkeit für eine Führung in der Spritzenabfüllung ergattert, da freue ich mich tatsächlich sehr drauf. Als ich letzten Herbst da war, wurde dort umgebaut und man konnte nicht rein. Sterilabfüllung ist für mich neu UND die Abfüllung meines einen niegelnagelneuen Produkts in Spritzen, die dann in Autoinjektoren kommen, beginnt dort nächste Woche, das passt also perfekt.) Im Zug versuche ich noch ein bisschen das past-Me zu channeln, das zu Diss-Zeiten nach einer Partynacht (ok, das war es jetzt gestern nicht) zu einem Industriekooperationsmeeting geflogen ist und sich im Flugzeug zum ersten Mal die Slides angeschaut hat für die Präsentation. Ganz so ist es nicht mehr, offiziell bin ich ja Veranstalterin des Ganzen UND habe die Slides tatsächlich selber zusammengestellt. Naja.

Zugfahrt war insofern erwähnenswert, dass es im Ruheabteil leise war, niemand auf meinem reservierten Platz sass, der Zug nur 3 min Verspätung hatte, das W-LAN die ganze Zeit funktionierte und der Kaffee gut war. 

In MH dann Reunion mit meinen heute mitreisenden beiden Kollegen, Taxifahrt zur site und dann grosse Freude und Frage, WIE ich das gemacht hätte, weil wir einen Meetingraum mit Snacks und Lunchvoucher und ein Taxi zurück vor der Haustür organisiert bekommen hatten. Da hatte ich natürlich gar nichts gemacht, ausser die mir genannte Assistentin vor Ort vor zwei Wochen angefragt nach den Dingen, die mir eingefallen sind, und fast alles davon, was heute dann da war, kam on top. Also: nett fragen hilft schon mal (und bitte und danke sagen).

Dann: Von einem "wenn ich schon mal da bin, lass uns reden" Meeting zum nächsten sausen, mein Koordinatensystem funktioniert nur mittel, aber immerhin weiss ich, dass der grösste Teil des Areals für mich irrelevant ist und die drei Gebäude, die ich brauche (und die Kantine) finde ich mittlerweile. Lunch mit dem einen mitreisenden Kollegen, wie jedesmal schockiert ob deutscher Kantinenpreise...

Dann mehr Kaffee, festgestellt, dass die Welt halt ein Dorf ist und dann einer der spannendsten Punkte: die Produktionsführung. Dort wird nächste Woche die Validierungskampagne meines einen Produktes laufen, deswegen praktisch, dass der Kollege eine Führung dort organisiert hatte. Sterilabfüllung ist für mich ja (praktisch gesehen) Neuland, ich kenne das nur von Prozessschemata und aus Videos. Spannend schon der Einschleusevorgang, ich habe vorher schon allen Schmuck abgenommen (zwei Ringe wie immer knapp vor Finger abnagen).

Dann: fancy Ersteüberschuhüberstreifmaschine, Wertsachen in den Spind packen, Händewaschen, Abschminken, Brille waschen, Astronautenhaube aufsetzen, steril verpackte Jacke und Hose anziehen. Ich habe zu M gegriffen, beim Einstellen der Bauchgummis gemerkt: auch mit engster Einstellung verliere ich sie fast. Naja. Hände waschen, Überschuhe anziehen und auf die saubere Seite der Bank steigen. Und dann war ich gsd nicht der, der merkte, dass er vorher noch aufs Klo hätte gehen sollen.
Abfüllungsmaschinen, visuelle Kontrolle etc: alles super, super interessant, leider lief keine Linie grad, war auch ein doofer Zeitpunkt um den Schichtwechsel rum.
Dann: wieder ausziehen, alles wieder einsammeln, wieder raus und huff.
Zwei Meetings mit den Kollegen in Basel noch per Videocall, dann mit allen ab ins Hotel und zum Abendessen in ein (auch für uns) reserviertes Restaurant, mal sehen, wie lang der Abend wird und ob ich heute noch (eher nicht) oder morgen früh (vielleicht schon) eine kleine Sportrunde einlegen kann, Klamotten und Schuhe habe ich mitgenommen.
Bisschen aufgeregt bin ich jetzt schon, es sagen immer mehr Leute für morgen zu, die ich gar nicht kenne. Naaaaaaja.


Dienstag, Juni 09, 2026

090626

 What a day.

Der Tag versprach intensiv zu werden und.... so war es auch. Ich meine, was erwartet man, wenn man ab 8:30 bis 18:30 durchgehend Meetings hat, incl einem Arbeitslunch (also wirklich mit Sticky Notes kleben beim Stehlunch). Es wurde dann gestern sehr spät ein Meeting abgesagt, das um neun, das sich mit meiner geplanten telefonischen Einwahl in einen Arzttermin von L. überschnitten hätte, der aber nicht stattfand, weil das entsprechende Gerätchen, das hätte ausgelesen werden sollen, nicht aufgezeichnet hatte, deshalb nächste Woche nächster Versuch. Stattdessen habe ich mit meinem Chef für das mit Ansage unangenehmste Meeting des Tages vorgeplant, und dann wurde auch noch das letzte Meeting auf später verschoben, was zwar Konflikte auflöste, aber halt den Tag NOCH LÄNGER machte. Uff.

Immerhin kleine Runde draussen um kurz vor sechs, radeln bei perfekter Temperatur, Schwimmen auch gut (musste Gas geben, weil der Kraulkurs aka die Piranhas schon am Rand standen), und dann halt.... mittenrein.

Es war heute so, so, so voll, dass ich für zwei Meetings, in der ich keinen Raum reserviert hatte, trotz zweimal im Kreis laufen kein Räumchen fand und dann halt (nicht superconfidential) einfach an der Kaffeetheke im "Studio" gemacht habe. (Lustig, als direkte KollegInnen von mir, die eher im Biologics space arbeiten, eine noch offene Präsentation mit Syntheseschema und Anlagenschema gesehen haben, und gefragt haben: "Do you have geeks in the team, who understand this?" und ich meinte "Well, my team incl myself completely consists of geeks who understand and love this!", weil .. naja. Ist halt so.)

Mein Hirn ist jetzt weichgekocht, es ist nix massiv hintenübergekippt, das ist schon mal gut. Ich bin aber schon froh, wenn ich erstens am Do im Zug wieder nach Hause sitze und zweitens am Fr abend in den Pizzaabend starte und diese Woche rum ist.

uff