Mittwoch, August 26, 2026

260826

 Verrücktes Wetter: heute morgen war es draussen neblig und ich bereit für Herbstgefühle und grad nochmal warm anziehen zum Radeln. Turns out: es war so warm, dass ich bei Fleecejacke über dem T-Shirt Hitzebeklemmungen bekam, bis ich rasant den Berg runtersauste und durch den Gegenwind abkühlte. Im Schwimmbad war es mir dann tatsählich zu warm beim Schwimmen, ich bekam fast ein bissche Panik, dass alles einfach zu warm und zu wenig Luft wäre. Dementsprechend nach dem Schwimmen sehr kalt geduscht. Soweit ist es schon. Mittags dann schon wieder stechende Sonne und ich war froh ums Sonnencremeschmieren nach dem Schwimmen.

Sonst:

Wilder Tag, ich habe mein eines neues Produktteammeeting aufgestartet, das macht mich immer noch bisschen nervös, auch wenn (weil?) ich alle Beteiligten zT schon lange kenne. Weiss man nie, wie die Dynamik fliegt und lieber bin ich übervorbereitet anstatt untervorbereitet. War auch wie erwartet nicht ganz unhaarig, aber hey, ich bin jetzt lang genug unfreiwillig Change Agent, man kann nicht alle von Anfang an an Bord haben und dann ist das halt so.

Andersrum hat mein Buchbinder Wanninger-Thema einen überraschend versöhnlichen Ausgang gefunden, kaum droht man, dass man halt einfach ohne sie macht, wenn die anderen ihren Teil nicht beitragen wollen, da sind sie "schon" dabei. Dieses Meeting hätte auch die erste von den ...100 Emails zu dem Thema, die ausgetauscht wurden, sein können, weil: es ist alles klar und genau so, wie dort beschrieben. Meine Güte.

Dann: ich war heute den ganzen Vormittag sehr, sehr kaputt, ausserdem tut mir diese Woche das rechte Knie weh (Wetter?), vielleicht war es einfach ein bisschen viel, gestern 2x zu schwimmen und heute morgen dann um viertel vor sieben schon wieder. Verrückte Idee vom Hübschen, die ich schon implementiert habe, indem ich die Schwimmhandtücher in die Wäsche geworfen habe: morgen mache ich Schwimmpause. WIE KRASS FLEXIBEL ICH BIN! Hier, schaut alle!

Daheim mein von einem Versand aus China wegen hübscher Instaanzeigen bestelltes Ersatzband für meine Garmin-Uhr ausgepackt, (bei dem alten Originalgarminband war nach laaaaaangen Jahren des Einsatzes das Gummindingsi, mit dem man die Lasche fixiert, abgerissen und das macht mich irre! Das Neue liess sich erstaunlich einfach genau passend einbauen, ist genauso wie beschrieben und sieht vernünftig aus. Könnte sein, dass das eine Zukunft hat! (Regenbogenband!)

Ausserdem noch eine Ersatzschwimmbrille, ich hatte meine eigentliche ja im Freibad irgendwann vergessen und nur noch die, die mir jedesmal solche Augenhöhlenschmerzen verursacht, dass ich denke, ich kriege davon ein Veilchen. Jetzt also zwei Testsieger (ich weiss, sagt nix), aber eine ist die, die ich vorher hatte und verloren habe, die andere eben Testsieger und nicht verdunkelt, was in dem dunklen Innenschwimmbad sehr praktisch istm UND nur leicht fliederfarben getönt, was perfekt zu meinem Badeanzug passt (66 North in "blueberry milk")

Soviel von der Konsumfront, jetzt muss ich was essen, sonst falle ich unter den Tisch

Dienstag, August 25, 2026

250826

 Ach guck, Regen! Wie auf dem Regenradar angekündigt, begann unsere Regentrommel auf dem Fensterbrett gegen vier munter zu klimpern. Zum Radeln regnete es ergiebig runter, aber kein Sturzregen, nur nass halt. Ich hatte vergessen, meine Überschuhe aus der Radtasche zu ziehen, bevor ich alle Taschen verstaute, also wurden meine Turnschuhe halt nass. Rest war mitteltrocken mit Regenhose und Reflektorjacke, Hände blieben dank Softshellhandschuhen warm und trocken. Mit dem "neuen"Radparkplatz in der Tiefgarage direkt unter dem Schwimmbad entledigte ich mich meiner Regenhose und Handschuhe direkt dort und hängte sie über das Rad zum Trocknen. Wehe jemand klaut meine Neonhose!

Beim Schwimmen schnappte ich mir dann zwei Spinde, einen für die nassen Klamotten, einen für den Rest.

Ich habe mittlerweile meine morgendliche Routine gefunden: 8 Bahnen Brust, 2 Bahnen einarmiges Kraulen, repeat. Und beim Kraulen schaffe ich es jetzt, nicht direkt ins Keuchen zu kommen, weil, hey, ich muss überhaupt nicht so schnell machen und ertrinke trotzdem nicht. Vielleicht wird es doch? (Next humbling moment incoming: heute Abend ist wieder Kraulkurs und ich habe natürlich nur einen Teil der HAusaufgaben gemacht, weil ich mich noch nciht bereit gefühlt habe für das beidarmige Kraulen. Mal sehen. Meinen Pre-Kraul-Skyrdrink habe ich auch daheim im Kühlschrank vergessen).

Umzug ins Büro, im 16. Stock ist mir dann schon wieder so warm, dass ich die Idee, eine Kanne Tee zu kochen, die mir auf halbem eingeregneten Weg kam, wieder verwarf und bei kaltem Wasser blieb.

Kleidung auch eher sommerlich, ich hatte gestern abend meinen langen Stufenrock rausgekramt und ein ärmelloses schmales Oberteil in hellblau. Passte super zusammen, und ich bin noch nicht ganz bereit, den Rock gehen zu lassen, obwohl er schon über 20 Jahre alt ist, ich zwei Löchlein unten mit bunten Stickflicken repariert habe und heute ein weiteres kleines Loch an der Seite entdeckt habe. Ich habe einfach noch keinen angemessenen Ersatz gefunden....

Meine aktuelle Buchbinder-Wanninger-Story, die sich seit 6 Wochen hinzieht, erklimmt neue Höhen, ich nehme das mittlerweile halbwegs entspannt, dokumentiere aber all diese absurden Konversationen, um dann, wenn wieder mal jemand sagt "Ist doch alles klar und einfach!", sagen zu können: "Hölle, nein, Bruder."

Sonst: Mix aus (erstaunlich konstruktiven) Meetings und jeder freien Minute Dossierreview. Mittagessen bei fast keinem Regen, aber es gab trotzdem kein Ründchen, weil mir Bilder (viele Bilder) von einer weiten Reise gezeigt wurden. Das war schön, weil ich mich freute, wie sehr die Reisende die Reise genossen hatte, aber auch ein bisschen of my own medicine, weil: es waren schon sehr viele Bilder und ein bisschen Lektorat hätte der Story gut getan :-).

Nachmittag dicht gepackt mit Meetings, dann zweiter Kraulkurstermin. Ich hatte keinen Snack für vorher dabei und dachte mir: joah, wird eh nicht so anstrengend, das letzte Mal sind wir auch nicht soooo viel geschwommen, wird schon.

Hahahahaha. Naja. Ich hatte ja schon ganz gut geübt, allerdings gar nichts mit beiden Armen, sondern einzig und allein einarmigen Armzug und Atmen, unterstützt mit Pullbuoy. Heute dann: "Zum Aufwärmen mal zwei Bahnen einfach kraulen. Okeeee? Ich bin schon mal nicht ertrunken, das war ganz gut.

Dann gab es einen grossen Schritt zurück, weil eben ein paar Neulinge dabei waren, die dabei schon fast ertrunken sind. Also: nochmal Armzug in einzelnen Schritten je zwei Bahnen mit Pullbuoy zwischen den Beinen (Kaktusarme, Gulligulligulligulligulli und Pinguin). Tja. Und dann wieder Pullbuoy weg und halt kraulen. Mit Körper die ganze Zeit hin und herdrehen, nicht nur beim Atmen, mit Arme gaaaaaaanz lang vorstrecken und eigentlich beim Atmen schon nicht aufhören zu schwimmen, aber wenn es sein muss, dann vielleicht besser doch, und hallo, die Hände andersrum ins Wasser tauchen, und jetzt zwischendrin zum Atmen auf den Rückendrehen, alle drei Armzüge, und meine Güte, ich wusste gar nicht mehr, wie mir geschieht.

Aber: ich sehe Licht, respektive Luft. Ich schaffe es (manchmal) nicht ins Keuchen zu kommen, manchmal automatisch zu atmen, manchmal klappt es mit dem Zählen, manchmal gar nicht, manchmal sinke ich einatmenderweise auf dem Rücken einfach unter Wasser. Aber: es wird!

Eine der Neulinge ist dann sehr bedröppelt in der Umkleidekabine gewesen und ich habe mich an mich letzte Woche erinnert, wo ich echt fast verzweifelt war, und ihr das gesagt und dass es wirklich nicht leicht ist, aber besser wird. Das hat sie sehr gefreut!

Ach, ich bleibe also gespannt!

Heimradeln dann mit noch feuchten Schuhen, der Rest ist in der Umkleide respektive über dem Rad in der Tiefgarage sehr schön getrocknet und es war kaum vorstellbar, dass ich morgens froh um Handschuhe war: es war einfach wacherlwarm.

Daheim war... keiner, L. beim Hock, Q. an der Nordsee, der Hübsche beim Sport, die Katzen irgendwo.

Ich habe mein Zeug ausgeräumt (mal sehen, ob ich morgen wieder die Handtücher vergesse), dann die letzten 2 Zucchini und Tomaten in Pasta mit Zucchini, Tomaten (da wären Sie jetzt auch nicht draufgekommen, gell?) und Zitronenquarkknoblauchparmesancreme und drölfzig Kräutern gemacht. War ok, Zucchini halt.

Sehr nett mit L. geredet, der hat total Spass am Ultimate Frisbee, so kann es gehen.

Morgen wieder 30 Grad und Knallsonne, eh klar.



Montag, August 24, 2026

240826

 Gestern bin ich dann gegen neun einfach aus den Latschen gekippt und ins Bett gegangen (bis ich geschlafne habe, war es dann doch halb elf, aber immerhin).

Sansa hat zum ersten Mal seit Monaten wieder teilweise drinnen geschlafen, sogar an mich angekuschelt, das war sehr süss.

Draussen hatte es beim Losradeln 12Grad, das habe ich in "Ziehe ich mal lieber meine Reflektorjacke an" übersetzt. Korrekte Übersetzung wäre gewesen: "Shorts sind sehr sportlich und dünne Handschuhe wären nicht verkehrt gewesen.)

Beim Schwimmen wurde mir aber schnell wieder grenzwertig warm, liegt auch am Kraultraining. Ich kann jetzt ok (das bedeutet: ohne Husten, Spucken, Prusten, Panikattacke) mit einem Arm kraulen, anderen auf den Pullbuoy gelegt und halt mit Beinschlag und alle zwei Armzüge atmen. Besser als letzte Woche!

Dann: beeindruckend (im negativen Sinn), was ich für ein Gewohnheitstier bin: ich habe mir beim Bummeln am Samstag eine neue Wimperntusche gekauft, weil die alte fast leer ist (sehr witzig, sie heisst "Twistable" und ich dachte, das bedeutet, man würde den Wimpern einen Twist mitgeben, aber nein: man kann im Deckel drehen und dann wird das Bürstchen entweder grade oder die Borsten zu einer Spirale aufgezogen, eins für Länge, eins für Volumen, blabla.). Beim Tuschen heute habe ich offenichtlich die alten Dimensionen im Kopf gehabt und mir beherzt mit der Bürste (grad) über den Augapfel gebürstet. Der Punkt mit "Man spürt nix am Augapfel" ist eine Lüge, im Fall.

Mit meinem Outfit heute war ich sehr zufrieden: olivgrünes Oberteil, passende Toms, und meine wilde weite Leinenhose (habe von einer Kollegin, die immer superstylish rumläuft, ein Lob für die Hose bekommen, das hat mich sehr gefreut)




Dann: Arbeitstag mit einem meetingfreien Vormittag, den ich für Schreiben der seit Donnerstag in meinem Kopf brütenden wöchentlichen Krisenkommunikation respektive erstmal Erstellen des Konzepts / Templates dafür. Hat lang genug gebrütet, dass es ein Silverlining am Horizont gibt :-), was meinem, wie mir attestiert wurde, "positivity bias" sehr gelegen kommt.

Hat alles gut geklappt, sowohl den Input zu sammeln als auch das in ein (erstaunlich kurzes) Summary zu giessen.

Dann: erstmal Mittagessen gegangen (Plan war: alleine schnell mit Buch essen, dann eine Runde draussen laufen gehen). Im Drehkreuz zur Kantine traf ich aber den Kollegen, von dem ich das neue Produkt nach Launch dann übernehmen werde, und der ist so selten zu erwischen, dass wir zwei spontan gemeinsam gegessen haben. Wir wussten beide, dass unsere Historie insgesamt 24 Jahre zurückgeht, aber die Details von vor dem aktuellen Arbeitgeber (da haben wir History seit 12 Jahren) waren uns nicht mehr ganz klar. Jetzt schon wieder und wie schön, dass man sich immer wieder trifft (sofern man gern und gut zusammenarbeitet, sonst kann das halt schon auch nervig sein :-)).

NAchmittags hatte ich dann die Wahl zwischen Validation Strategy Scenario Mapping und Document review. Habe mich für zweiteres entschieden, keine Ahnung, wie smart das war, die Konzentration war nur so mittel, aber immerhin hatte ich einen genau klaren Fahrplan, was zu tun war, vllt war das also doch richtig.

Viel Wasser, viel Kaffee, gegen spontanen Unterzucker ein Zitronenamarettini aus der Cafeteria, das... sehr, sehr cremig und buttrig war, so dass mir hinterher ein bisschen übel war und ich mir nicht ganz sicher, ob es vllt nicht wirklich genug gebacken war.

Reichte aber definitiv für den Rest des Tages, der dann um viertel vor sechs mit einigen kurzen Meetings beendet war.

Heimradeln bei, tadaaaaaa, richtig angenehmen Temperaturen. Mehr als warm genug für Shorts und T-Shirt, aber keine Hitze, nur warm.

Daheim Post einsammeln (Schulverbrauchsmaterialrechnung, wie immer sofort gezahlt. Habe L. gefragt, ob ich ungefragt direkt eine Zahlungsbestätigung ans Schulsekretariat schicken soll oder wieder die zwei grundlosen Mahnungen abwarten, bevor ich "nicht mehr überrascht, immer noch enttäuscht" erklären soll, dass die Rechnung vor Monaten bezahlt wurde. Aber wer weiss, vielleicht ist es dieses Schuljahr ja mal anders.), Wäsche abhängen, Klamotten für morgen parat legen, Pizza für die Jungs, Curry von gestern für mich.

Q. verfolgen wir ein bisschen neidisch über den Handystandort an der Nordseeküste, der sich dort verdient den Wind um die Nase wehen lässt.

Den Abend beendet mit einem "Super" von meinem Chef aus dem Urlaub, dem Rolemodel für Work-Life-Balance, zur ersten Ausgabe der weekly Krisenkommunikation. Na also.

Jetzt noch eine Runde einer neuen Serie, ich habe vergessen, welche, der Hübsche hat ausgesucht.

Sonntag, August 23, 2026

230826

 Müde, müde, müde.

Und die nächste Woche hat es in sich, mit halt weiter Krisenkommunikation und -management, mit Filing Preparations für zwei Produkte und einem Energielevel von -1000. Aber gut, immerhin habe ich am Wochenende praktisch nicht an die Arbeit gedacht.

Q. und L. haben das mit allein daheim super gemanaged, die Katzen klagen ob Vernachlässigung, aber das tun sie ab fünf Minuten nach der letzten Fütterung, ich denke, es ist ok.

Q. ist heute frühmorgens mit der Bahn an die Nordsee gereist und logiert in einer Ferienwohnung direkt neben einem Seehundbecken. Wie schön!

Unser Hotel war wirklich ziemlich cool. Man kann da sein Essen oben auf der Dachterrasse am Pool einnehmen, der hat 28 Grad und ist auch bei vergleichsweise kühleren Aussentemperaturen als auch schon sehr angenehm (übrigens: hier zu Hause in Basel grad wieder an die 30 Grad, mir langt es so sehr)




Skurrile Installation übrigens: beim Frühstücksbuffet haben sie so eine automatische Saftnachfüllstation, wo eben eine Anzahl Saftkaraffen unter so einer Refill-Anlage stehen und wenn der Füllgrad unter einen voreingestellten Wert fällt, wird von oben automatisch nachgefüllt. Am ersten Morgen habe ich mich sehr über "Waldfrucht" gefreut, bis ich halt den ersten Schluck genommen habe und das halt  so schmeckte, wie alle Reste an vagen Berry-Nuancen und auch noch einem ordentlichen Schluck Parfum bei Givaudan zusammengeschüttet und mit roter Farbe gemischt. Einfach echt nicht trinkbar. Der Hübsche probierte heute dann "Multivitamin" und ich dachte mir, mit "Apfel" kann man ja echt nix falsch machen, aber hey, das schmeckte so, wie Schauma Grüner Apfel riecht. Das Ganze ist übrigens auch kein Saft, sondern ein das "Nektar Natura" System und, also irgendwas mit Sirupen, die mit Wasser gemischt werden und meine Güte, 27 Geschmacksnuancen von Orange und das ist es, was sie ausgewählt haben? Also. Wenn Sie in einem Hotel mal so eine Station sehen, lassen Sie die Finger davon!

Sonst war das aber alles sehr grossartig, ich meine: Obatzda zum Frühstück?!



Die Heimfahrt war viel entspannter als die HInfahrt, kein Sturzregen und keine Lastwägen helfen halt schon fürs Fahrerlebins. Wir haben in Lindau geladen und sind sogar kurz zum Bodensee gelaufen (sehr sehr wenig Wasser drin).




Lang hat es trotzdem gedauert, bis wir daheim waren.

Dann: Koffer ausräumen, Kinder drücken, Essen kochen, Duschen, Haareschneiden, Schwimmtasche packen, Klamotten für morgen bereit legen und müde ins Bett fallen.

Uff

Samstag, August 22, 2026

220826

 Uff, uff, uff.

Erstmal: das Hotel, das ich mit Gemini's Hilfe ausgesucht habe, ist tatsächlich ganz gut. Liegt zwar im Gewerbegebiet, aber halt recht mittig zwischen Pflegeheim und München, die Parkplatzsituatino ist so, wie man es sich in einem bayerischen Gewerbegebiet vorstellt. Es ist sehr modern (incl jeder Menge Merch in Hotelbranding, aber gar so legendär, dass ich mir einen Hoodie oder auch nur einen Schlüsselanhänger davon hole, ist es auch wieder nicht.

Wir haben gestern in einem vietnamesischen Restaurant auf der anderen Würmseite gegessen, das mit 4.9 Google Sternen lockte (war schon gut, aber ich sags mal so: auf dem bayerischen Dorf ist die statistische Relevanz für Restaurants nicht unbedingt gegeben. Schon gut, verstehen Sie mich nicht falsch. Wir waren dort v.a., weil Gemini behauptet hat, das Hotelrestaurant wäre eine Pizzeria, und ich echt keine Lust auf Pizza hatte. Stellte sich heraus: es gibt dort einiges, aber keine Pizza, also ist für heute abend alles geregelt.

Frühstück war RICHTIG gut, es gab sehr viele verschiedene Salate, warme Gerichte, die üblichen Früchte, Säfte, Käse, Eiergedöns (nur der Waldfruchtsaft schmeckte so, als hätte man die Reste bei Givaudan zusammengekippt), das war eine sehr positive Überraschung!

Dann der Grund, warum wir ja hier sind: Besuch im Pflegeheim. Die geschlossene Demenzstation ist wirklich harter Tobak, für mich zumindest. Einerseits ist es so schön zusehen, wie liebevoll und respektvoll mit den BewohnerInnen umgegangen wird, und die zum Teil rege soziale Interaktion, die sich dort zwischen den BewohnerInnen entspannt. Aber dann... uff. Der körperliche und geistige Verfall ist halt schon echt schwer zu ertragen, sämtliche sozialen Normen sind hinweggefegt, ich lächelte und und nickte, und stimmte zu, beruhigte und lächtele und nickte auch, wenn mir wildfremde Menschen sehr, sehr nahe kamen, mich anfassten, mit mir (oder irgendetwas oder jemandem, den sie hinter mir oder in mir sahen, auch wenn da nix war, in unverständlicher Sprache, aber sehr ernsthaft sprachen. Ich schaffte es, meinen Fluchtreflex zu beherrschen, auszuhalten, dass mein mir (wie mir heute wieder einmal bewusst wurde) heiliger personal space ignoriert wurde, dass ich angefasst wurde (absichtlicher Körperkontakt von mir fremden, genauer gesagt, nicht soehr vertrauten Menschen ist wirklich schwer auszuhalten), bin dabei nach aussen ruhig und freundlich geblieben und wäre doch am liebsten weggerannt und war hinterher zum Weinen erschöpft.

Naja.

Zwischendrin haben wir ein paar Sachen nachgekauft und während das Auto auflud, in den Pasinger Arkaden gebummelt (ich habe endlich wieder einen Concealer Pinsel gefunden) und in einem Dean&David Salat gegessen. Soviel zu "wir machen es uns einfach RICHTIG schön zu zweit", wir waren einfach beide ausgelaugt. Am Nachmittag sind wir nochmal vorbeigefahren, bis dort schon fast Abendessenzeit war und ich freue mich jetzt sehr auf einen Aperol Spritz auf dem Dach mit Ausblick über das Gewerbegebiet, ein Bad im ROOFTOP POOL und dann Pasta mit Pfifferlingen.

Uff.

Freitag, August 21, 2026

210826

 Meine Güte, heute ein neuer Tiefpunkt in schlecht schlafen. Es kam alles zusammen: richtig anspruchsvolle Zeit bei der Arbeit (gut anspruchsvoll und mühsam bis nervig zusammen), die spontane Münchenfahrt übers Wochenende aus Gründen, die dazu führt, dass die Kinder das Wochenende allein daheim sind (was ja an sich überhaupt kein Problem ist), incl Schulfest von L. heute (hoffentlich sperrt Q. ihn nicht aus Versehen aus, hoffentlich verpasst er nicht irgendwie die letzte S-Bahn, Sie sehen, die Sorgen wurden irrationaler, je früher der Morgen), incl Packen für Sommerurlaub, Auswärtsübernachten und super früh zum Zug kommen von Q. (das "Kind" ist seit 16 Jahren Pfadi und würde vermutlich mit verbundenen Augen nachts um drei betrunken einen perfekten Rucksack packen können und barfuss zum Zug rennen, nach den Sternen navigierend), die Katzen müssen gefüttert werden, ausserdem kam Sansa ganz unerwartet die ganze Nacht nicht nach Hause und was machen wir, wenn sie jetzt heute verloren gegangen ist und wir doch nach München müssen?.

Also habe ich in einer Handvoll Halbstundenpäckchen mit lang wach zwischendrin bis viertel nach fünf geschlafen, um Punkt halb sechs (klar, da stehe ich immer auf, da gibt es frisches Frühstück) kam Sansa ins Haus (erstaunlicherweise ganz trocken und warm, nicht angefeuchtet und kühl wie Jonny, wenn er die Nacht draussen verbracht hat. Ich frage mich, ob sie eins der Igelhäuser ein paar Gärten weiter okkupiert hat). Meine Güte!

Führte dann immerhin dazu, dass ich bis zu dem ersten Meeting um neuen halt schon alle Follow-up Arbeit aus den Meetings der Woche erledigt hatte, eigentlich alles, was ich neben den Unmengen der zu reviewenden Dokumente (ich bin bei Dokument 53 von 93....eine Woche habe ich noch) und eben der neu aufzusetzenden Uppermanagement-Info-Kommunikation zu meinem neuen Produkt auf meiner To-Do-Liste hatte.

Dann eine Stunde Call mit meinen beiden Kollegen in dem anderen Produkt, schnelle Einkaufsrunde, damit die Kinder sich verpflegen können und ich zu einem gefüllten Kühlschrank heimkomme am Sonntag, noch ein letztes Update und dann ging es auch schon auf die Autobahn.

Und ja, ich freue mich unendlich über den seit gestern abend irgendwann andauernden Dauerregen, muss aber doch anmerken, dass es für 400km auf der Autobahn schon schönere Bedingungen als kontinuierlichen Sturzregen gibt. Der Hübsche hat auf "meiner" Strecke noch ein Call, in Lustenau tauschen wir wie immer beim Pickerlkauf (wie ein Haftlmacher muss man aufpassen, dass man nicht so ein gelochtes Klebeding kriegt, das man dann mühevoll wieder abkratzen muss, sondern ein elektronisches.).

Ich reviewe auf dem Beifahrersitz noch Dokumente zur Device-Assembly-PPQ, gar nicht mal so smooth, wenn man via Handyhotspot durch drei verschiedene Mobilnetze (CH-A-D) durchjuckelt. Interessant: jedes einzelne Auto auf der Autobahn hat mittlerweile sein eigenes W-LAN, sagt mein Laptop.

Um drei habe ich noch ein Call mit drei Kolleginnen (OSB-Allocation, raten Sie gerne mal, was das bedeutet), genau dann, als der Hübsche zum Laden stoppt. Ich dachte ursprünglich, dass es relativ zügig gehen würde und bedeute ihm, ich würde dann zum McD nachkommen, falls aber nicht, bitte danke einen Cappuccino mit Extrashot. Statt früher sind wir erst eine halbe Stunde später als geplant fertig, und schon lang wieder unterwegs, als ich den steinharten Applekopfhörer aus meinem schmerzenden Ohr ziehe. Der Kaffee tat aber richtig gut!

Wir zuckeln weiter durch den Regen, werden wieder zur Abendessenzeit (aka doofste Zeit) im Pflegeheim aufschlagen, aber wir kommen ja morgen wieder. 

Bin gespannt, was das von Gemini ausgesuchte Hotel kann, es hat einen Rooftop-Pool (ich nehme an, Sie ahnen, was ich im Gepäck habe?) angeblich. Lets see

Schöne Überleitung zum Schwimmthema:

heute vor genau einem Jahr habe ich angefangen, im Firmenschwimmbad zu schwimmen. Aus "einmal die Woche wäre das cool" ist binnen ein paar Wochen "ich schwimme jeden Büromorgen 1km und wehe, es sind weniger als 4 Tage die Woche, und in der Maintenance-Zeit gehe ich draussen schwimmen und holla, Kraulkurs" geworden.

Ich bin seitdem 146,284km geschwommen (ungerade Zahl, weil... ich glaube, das Schwimmbad in Island eine Yard-Abmessung hatte) und möchte es nicht mehr missen. Ich habe meine Routine, die Knochenkopfhörer und die ARD-Podcasts sind super, ich habe Arm-Schulter-Rückenmuskeln bekommen, habe neue Bekanntschaften geknüpft und bestehende durch nebeneinander Schwimmen, Duschen, Schminken vertieft, habe meine Rèckenschmerzen dadurch viel besser im Griff, nur Kraulen kann ich (noch) nicht. yay!

(Sehr lustig übrigens, dass Sie die letzten Tage meine Kraulnotizen so lustig / interessant fanden. Ich dachte mir noch: naja, ich schreib das jetzt für mich auf, dass ich hoffentlich in ein paar Monaten drüber lachen kann, wie ich am Anfang fast erstickt wäre oder meine Arme verknotet habe, aber lang kann ich das nicht machen, das ist ja nun wirklich langweilig für alle ausser mich :-) Scheints nicht! (oder aber mein sonstiges Geschreibsel ist so fad, aber naja, ist halt so).

Donnerstag, August 20, 2026

200826

 What a day. Es ist einfach ein bisschen, bisschen viel alles, dazu kommt, dass es sich an Donnerstagen immer noch alles zusammen chnübelt.

Es ist aber nicht alles nervig und anstrengend, sondern:

Schwimmen heute morgen ging schon besser, in einarmig kraulen bin ich schon viel besser. Beidarmig nach wie vor Desaster, aber gut, ich fange ja erst an.

Dann: nach geschätzt zwei Jahren waren meine Stiftvorräte mal wieder aufgebraucht / ausgeliehen / liegengelassen / leergeschrieben. Ich habe mich also auf die Reise in den Keller in den Büromaterialvorraum gemacht und fast auf Anhieb gefunden. Fast, weil jemand, von dem ich dachte, er sieht aus wie wer, der Stifte holt, in einen Raum rein ist, die Tür ist zugefallen und ich habe sie nicht wieder aufgekriegt, weil keine Klinke, kein Badgeleser, nix. War aber auch nicht der Büromaterialraum, sondern der "Xerox-Raum". Was auch immer da drin ist, nix für die Allgemeinheit. Ich habe also Stifte geholt (es gibt kein grün mehr), zwei Boxen desinfizierende Schreibtischputztücher, die immer schnell aus sind, und wenn ich schon mal unten bin und so, und dann... habe ich den Ausgang zum Lift nicht mehr gefunden. Da, wo ich dachte, war auf einmal kein Ausgang mehr, sondern eine Baustelle mit zwei Leuten, die sich angeregt unterhalten haben in irgendeiner Sprache, mich in keiner, der ich mächtig bin, verstanden haben, aber naja, 3 Minuten vorher war ich ja auch ohne Baustelle reingekommen. Stellte sich raus: mein Koordinatensystem im Kopf war verdreht, der Lift war natürlich noch genau da, wo er vorher war, fühlte sich aber sehr woanders an.



Dann: Gemüsekorb sehr schön gefüllt, besonders freue ich mich auf den Mais, weil eh lecker, aber auch, weil ich dank der Kaltmamsell weiss, dass der schwieriger anzubauen ist, als ich dachte:

Mangold/Krautstiel, Schnittlauch, Roter Eichblattsalat, Roter Salanova oder so, Auberginen, Tomaten, Zucchini, DIE EIER, Basilikum, Zuckermais, Paprika, Gurke


(Morgen anstrengender Tag, weil Arbeit UND Fahrt nach München, ausserdem nervös, weil die Kinder allein daheim sind respektive zT allein in die Ferien aufbrechen, aber naja, sie sind gross, das wird schon alles.)