160626
Wie ich mal meine Kollegen (teils) sehr nervös gemacht habe
Heute anderer Tagesstart als sonst, nämlich: ausschlafen bis sechs (Katzen not amused), weil mit L. zu einem Arztgespräch verabredet. Als guter Schüler und Arbeitnehmerin macht man das zum frühestmöglichen Termin, nämlich 8:10 im Nachbarsstädtchen. L. fuhr mit dem Gerät, das ausgelesen werden sollte, mit dem Bus, ich mit dem Rad, weil wir beide für den weiteren Schul./Arbeitsweg mit eben ÖV/Rad deutlich besser versorgt wären als mit Auto.
Arztgespräch: superst, erstens beeindruckend, was gemessen werden kann, zweitens: wie klar der Arzt die Resultate und Implications kommunizierte, und zwar L., nicht mir (ich war dabei für potentielle Rückfragen, Hintergründe und falls irgendwelche Entscheidungen über next steps getroffen werden müssten, und um sicherzugehen, dass an einem Teeniehirn frühmorgens nichts vorbeiteht). Bestes Resultat: "Medizinisch müssen wir erstmal nix machen"
Dann Verabschiedung und ich machte mich von Google Maps geführt auf den Weg zur Arbeit. Eigentlich bin ich die Strecke schon öfter gefahren (das Krankenhaus, in dem ich zur Schulterkontrolle war, ist in der gleichen Stadt), aber irgendwie bin ich heute irgendwo anders gelandet. War alles gut, bin durch eine Mischung aus Natur, Landwirtschaft und Industrie gefahren. Finde es immer wieder faszinierend, dass da eine Radinfrastruktur existiert, die man mit Autofahrerblick überhaupt nicht sieht. Es gibt klare Routen und Strecken, die mit dem Auto nicht möglich sind, nicht sichtbar sind, aber für Radler klar ausgeschildert und dokumentiert. Wie eine Alternativrealität.
Dann die Erkenntnis: ich hätte mal doch lieber im direkten Kollegenkreis Bescheid gesagt, dass ich 1h später dran bin als sonst. Ich hatte mich (zu spät fürs erste Meeting) in die erste (und einzige) freie quiet Booth gesetzt, und binnen 30 min kamen 4 Leute vorbei "Wir haben uns schon Sorgen gemacht, du hättest schon wieder einen Unfall gehabt". AS IF!!!!)
Aber ja: in die Planung von Arztbesuchen kann ich dann gern einrechnen, dass Di und Do halt fatal sind, weil ich, wenn überhaupt, nur einen sehr unbequemen Sitzplatz für den Rest des Tages bekomme, um viertel nach neun sind längst alle Desks belegt.
Sass ich halt heute in meinem kleinen Kabäuschen, mit offener Tür, damit ich nicht klaustrophobisch werde und kam tatsächlich sehr gut voran.
Ich glaube, das Wochenende (und die endlich aus dem Weg geräumte unendliche "Diskussion" mit Mr. Emotion) haben mir sehr gut getan, grosse Blöcke bewegen sich (und es gibt gute Nachrichten an den verschiedenen Projektfronten).
Mittagessen mit nur einer von 5 Namenskolleginnen, danach noch ein gemeinsames kleines Ründchen.
Abends habe ich im Moment einen stehenden Debriefingtermin um fünf, das gibt Seelenfrieden für den Abend.
Dann: Heimradeln (ich hatte heute nicht mal Radklamotten an, sondern meinen Onesie von Blutsgeschwister (oder "Ankerbraut", wie der Hübsche ihn nennt), der ist supergemütlich, sieht auch gut aus, aber mit der Menge an Wasser und Kaffee, die ich konsumiere, ist man doch eine gewisse Zeit des Tages mit An- und Ausziehen beschäftigt.
Morgen haben wir Bakesale für einen guten Zweck, d.h ich werde heute abend noch Rhabarber-Weisse-Schokolade Cookies backen und bis auf diesen Extratransport ist es morgen dann ein ganz normaler Tag (ah, nicht vergessen: Japan-Meeting in der Früh, also ordentlich anziehen!)
welche Regenhose nutzen Sie und wie zufrieden sind sie mit ihr? Worauf würden Sie beim Kauf unbedingt achten?
Ich habe eine neongelbe Regenhose von Gonso, passt. Ist nicht 100000% dicht für lange Strecken, aber das ist ok. Für mich einziges Kaufkriterium neben "eine Regenhose, die mir passt" war: Signalfarbe. Und da war das die einzige, die es bei Veloplus gab.
(Ich habe ein bisschen Mühe mit solchen Fragen, weil: es geht jetzt ja nicht um irgendwelche sophisticated Hightechausrüstungen (auch dann wäre das hier ein seltsamer Ort zu fragen), sondern um einen Alltagsgegenstand. Wenn man seinem eigenen Urteilsvermögen schon nicht traut, warum informiert man sich nicht im Fachhandel, Katalogen, Vergleichsportalen, Onlineshops oder von mir aus Themenblogs? Ich schreibe kein Ratgeberblog, ich weiss nicht, was Ihnen an einer Regenhose wichtig ist, was Ihr Usecase ist, genauswenig wissen Sie, was mir wichtig ist, und warum. Und ich finde all das tatsächlich einfach unglaublich langweilig aufzuschreiben und auch nur drüber nachzudenken. Es ist eine Regenhose, nicht das Mittel gegen Welthunger....Naja. Anyway. Kann man jetzt wieder überheblich oder arrogant finden, aber dann ist das halt so.)


