020126
Uff. Der Jahresstart läuft ok bis ruckelig, würde ich sagen.
Ich bin heute ein bisschen weinerlich, ich nehme an, das ist eine Mischung aus zyklusbedingter Hormonsituation und halt dem Horror der Crans Montana-Katastrophe. Ich stelle mir vor, wie schlimme s für die Eltern von vermissten Jugendlichen oder jungen Menschen sein muss, nicht zu wissen, ob ihr Kind noch am Leben ist oder schwerstverletzt in irgendeinem Krankenhaus wo auch immer liegt. die Identifikation von Toten UND Verletzten ist anscheinend superschwer, weil alle Merkmale halt nicht mehr da sind, das ist so grauenvoll (Unterstützung aus Israel, ich dachte erst: ja, hö, warum? Aber: "Erfahrung bei der Identifikation von schwerverbrannten Verletzten und Toten." Ja, klar. Wie schrecklich auch das, aber wie gut, dass sie helfen kommen). Die Vorstellung, dass dort ein ganzer Raum Feuer gefangen hat, macht mich neben traurig auch noch wütend, weil: wie kann das sein? (Ich habe auch 30 Jahre danach immer noch Alpträume von dem einen Mal, wo wir auf dem Biedersteinfasching waren. Man drängte sich durch gesteckt volle Kellerräume, in welche Richtung der Ausgang war, keine Ahnung, es gab keinen Handyempfang, ok, hatte eh kaum einer eins, es war dunkel, alle waren betrunken, das hätte auch in die Hose gehen können.). Heute kam eine Email von der Austauschorganisation, die darum bat, die eigenen Kinder im Ausland zu beruhigen, falls noch nicht passiert, dass man selber und ihre Freunde sicher wären, wenn das denn der Fall wäre, oder aber der Organisation Bescheid zu geben, damit sie für die betroffenen Kinder vor Ort Unterstützung organisieren und die Kinder evtl heimholen können. Ich hatte gar nicht daran gedacht, L. speziell Bescheid zu sagen, wir hatten ja eh hin und her geschrieben. Ich habe ihm trotzdem nochmal Bescheid gegeben, dass wirklich alles ok ist und gefragt, ob er von seinen Klassenkameraden und/oder Freunden etwas gehört hätte. Er hatte von dem Unglück von seinen Gasteltern gehört, aber dank der japanischen Aussprache von "Crans Montana" nicht verstanden, wo das denn passiert wäre. (Eh eine Beobachtung: in der internationalen Berichterstattung und damit meine ich auch die deutsche wird der Ortsname definitiv nicht so ausgesprochen wie in der (Deutsch)Schweiz.). Er war dann doch schockiert, wie nah das ist, aber gut, dass das geklärt ist. Also: sehr nah am Wasser gebaut heute.
Gestern abend hatten wir dann auch noch einen abenteuerlichen Einsatz, der sich ein bisschen wie RL Scotland Yard und nur schwarzen Tickets für Mr X anfühlte: die Schwiegermutter, deren Handy ja seit einer Zeitlang verschwunden ist, war auf eigene Faust unterwegs und niemand wusste, wo. Gottseidank war der Tag in der Handtasche aktiv und sie liess sich dann orten und ihre Reise nachvollziehen (mehrere Stunde mit unklarer Kleidung in und um München unterwegs...). Der Schwager sprang ins Auto, der Hübsche leitete ihn, Q. recherchierte im MVG-Streckennetz, mit welchem Verkehrsmittel sie wohl gerade unterwegs sein könnte und wo man sie am schnellsten abfangen könnte, ich telefonierte mit der MVG-Servicehotline, um rauszufinden, wie man den Fahrer eines spezifischen Trams am besten kontaktieren könne (die Serviceleute können das nicht, aber alle Fahrer einer Linie sind in Kontakt miteinander. Man kann also in egal welche Tram derselben Nummer steigen und den Fahrer bitten, seine Kollegen anzufunken). Dazu kam es dann aber nicht mehr, weil sie ausstieg und zu Fuss weiterging. Literally wenige Augenblicke, bevor der Schwager sie mit dem Auto erreichte, stürzte sie und Passanten hatten schon einen Krankenwagen gerufen, als er sie erreichte. (nichts schlimmeres passiert, aber.... Puh. Nächste Schritte sind alle schon eingeleitet, aber das geht (Gottseidank eigentlich) alles nicht so einfach und schnell.))
On a lighter note: der Hübsche und ich waren heute bei einem Zimmerpflanzen-Pop-up-Sale in Weil am Rhein. Ich hatte davon auf Insta erfahren und anschauen kann man das ja mal, oder? Es war dann richtig viel los UND wir haben für nicht besonders viel Geld sehr, sehr schöne Pflanzen bekommen, auch ein paar spezielle, die unser Pflanzenregal deutlich aufwerten. Für L. habe ich eine neue Hängepflanze für sein Zimmer besorgt, die viel Licht braucht.
Weil (hahaha) wir eh schon da waren, sind wir dann noch ins Outlet gefahren, aber hier wie jedesmal (ich bin da vielleicht alle 3 Jahre einmal) bin ich total unterwältigt, es ist einfach nicht toll. Mittlerweile hat "Ankerbraut oder so", wie der Hübsche "Blutsgeschwister" nennt, zugemacht, es gibt also noch Carhartt, Adidas und Puma, die hatten aber zu. Und Schiesser, da habe ich wilde Maus mir ein weisses Unterhemd und einen passenden Schlüpper gekauft. Haben wir das jetzt wieder mal erledigt für 3 Jahre!
Daheim dann: Runde draussen (Next level doofe Böllerkinder haben einen Böller IN eine von Silvester noch dort rumstehende leere Sektflasche, die wohl als Raketenabschussbasis verwendet worden war, gesteckt und diese Flasche über den gesamten Parkplatz in eine Splitterbombe verwandelt. Einmal Darwin-Award bitte...), nochmal schnell zum Coop, um Raclette nachzukaufen :-), Schwätzchen mit den Nachbarn und jetzt werden der Hübsche und Q. ins Gym verschwinden und ich in house eine Sportrunde einlegen, um Platz für den Raclette zu schaffen
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