060126
Jajaja, gestern war das noch das falsche Jahr, jetzt ist es halt zu spät.
Naaaaaja.
Heute also: verwegen ungewohnt geplanter Tag, weil ich ja NICHT mit dem Rad unterwegs war (und das natürlich ungefähr 1000x hinterfragt habe, weil SO KALT WAR ES GAR NICHT. Naja. Morgens beim Aufstehen waren es draussen -9.5°C, ich gebe zu, es war recht gemütlich im Bus.
Ich war superfrüh hier, sah den Sonnenaufgang von oben, es gab ein fantastisches Licht und man konnte richtig gut sehen, dass die Scheiben vermutlich von innen und zwischen den Scheiben geputzt worden waren, aber aussen ganz sicher nicht. Man sieht so aber mein neues Kleid, das ist sehr, sehr mag. Passt gut zu recht alten und warmen schickeren Stiefeln.
(Im Lauf des Tages zeigte sich, warum ich die so lang nicht mehr anhatte, neben der Tatsache, dass ich sie vielleicht ein bisschen vergessen habe und viel im Homeoffice gearbeitet habe und da keine hohen Schnürstiefel anhatte: erstens weil mein Spann zu hoch ist am linken Fuss und deshalb nach einer Zeit weh tut und zweitens weil das Profil des rechten Absatzes abfällt. Das wurde dann ein spannender Heimweg mit zwei unterschiedlich hohen Absätzen und dann halt einem, der gar kein Profil hat. Tschüss, Stiefel!)
Im Lauf des Tages wurde es dann übrigens entweder durch die vielen Leute hier oder die aufgedrehte Heizung oder halt frühlingshaften Temperaturen draussen (der Schnee, der zwischendrin fiel, ist sofort wieder weggetaut) wieder so warm, dass ich mich für das Hemdchen unter dem Strickkleid verfluchte (bin kurz davor, in Kleinkinderoutfit "Unterhemd und Strumpfi" rumzulaufen, oder, wie der eine kleine Neffe es neu und ganz anders und so ist es natürlich cool, nennt: "Sockenhose".
Dann: Arbeitstag. Läuft gut, ich nehme die Sachen auf, die Ende des Jahres mit Vollgas "geparkt" wurden, es wird ein spannendes Jahr.
Mittags bin ich dann schwimmen gegangen, das war eine ganz andere Welt. Ein Kollege hat mir das danach bestätigt: früh morgens gehen mehr Frauen als Männer schwimmen, mittags mehr Männer. Und überhaupt mehr Leute. Und die Mittagsmänner schwimmen auch anders als die Morgenmenschen: es wird reingesprungen, es wird gespritzt, es wird sich am Rand unterhalten, ich habe mehrfach Wasser geschluckt und wurde von Wellen getroffen, damit hatte ich so jetzt nicht gerechnet, ich bin eher mit den stummen, ruhigen MorgenschwimmerInnen vertraut. Aber: tat gut, danach ein schnelles Essen, um den Nachmittag zu überstehen ohne Unterzucker.
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| neues Kleid und alte Schuhe |
Nachmittag voller Meetings, alle sind friedlich, alle sind guter Dinge, das ist sehr angenehm.
Heim geht es wieder mit dem warmen Shuttlebus, ich treffe eine superliebe Kollegin und wir verschwatzen die ganze Fahrt. An der Haltestelle treffe ich den Hübschen, wir laufen gemeinsam nach Hause (ich mit meinem Hinkestiefel), der Hübsche stimmt mit mir überein, dass es so kalt nicht mehr ist und ich morgen seinen Segen habe für Radfahren (nicht dass ich den bräuchte, aber eben, Sie verstehen, wie ich es meine.) Yay, keine Mittagsmänner mehr für mich!
Daheim wartet die zweite Kiste Crowdfarming-Orangen und ich muss die Kaffeelieferung ein bisschen suchen. Klärte sich: die Planzerleute haben sie einfach zu den Briefkästen an die Strasse gestellt und unser Nachbar möchte nicht, dass sie geklaut wird und hat sie uns auf die Terrasse gestellt. Damit habe ich jetzt auch ein paar Pappkapseln für Wanderkaffee, die ich dann, wenn ich es übers Herz bringe, einfach in den Wald schmeissen kann, ohne mich wie eine totale Umweltsau zu fühlen.
Ausserdem kam das Triptanrezept, ich bin also auch da wieder versorgt.
L. hat ein Bild geschickt aus Kyoto mit "Ich glaube, ich brauche doch einen Haarschneidetermin". Joah. (er war ja beim Friseur, der hat ihm aber trotz langer Diskussionen nur Millimeter abgeschnitten und dann war es irgendwann auch schon egal.)
Spannender Moment dann heute abend ab 20:45h: Wir sollten L. einchecken können. Mal sehen, ob das so gut klappt wie beim Hinflug (gar nicht.)




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