Mittwoch, Januar 07, 2026

070126

Heute ein bisschen aufregender Tag, weil:

erstmal Radeln in der Früh, nach einem Tag Pause (ja, man kann sich alles spannend reden!). Die Eisplatte auf der Brücke ist verschwunden, Strassen waren alle eisfrei. Kalt war es natürlich, aber deutlich weniger kalt als am Montag. Ich war richtig früh dran heute und schon um 7:25 mit meinen 40 Bahnen fertig. (Habe auch echt Gas gegeben, ich hatte nämlich um viertel vor neun einen Arzttermin mit einer knappen halben Stunde Fussweg dorthin und wollte noch vorher im Büro vorbei, Platz erwischen und Leuten hallo sagen und checken, ob es was dringendes gibt).

Ich wurde von 8 Nachrichten auf WA erwartet, d.h. mir ist erstmal das Herz in die Hose gerutscht. Aber: hatte sich alles gelöst. L. hatte falsche Infos über maximales Gepäckgewicht für den Inlandsflug von der Austauschorganisation bekommen (ah, der Check in für den internationalen Flug lief beim zweiten Versuch nahezu problemlos, wir mussten halt die verschiedenen falschen Angaben, die die Buchungsorganisation gemacht hatte, korrigieren...) und deshalb Übergewicht bezahlen musste. Kommt auf die Liste von "Meine Güte, ernsthaft?!"

Fussweg zum Arzt war dann super, obwohl meine Bürojacke im Moment eher dünn für die Temperaturen ist. Aber Schuhe mit Wollsocken drin und ein Pulli über dem Langarmshirt haben es dann mit Mütze und Handschuhen angenehm gemacht.

Wegen der Aufregung um L.s Reise war ich gar nicht richtig nervös für den jährlichen Arzttermin (beinhaltet ja Brustkontrolle, da hatte ich ein paar nicht so schöne Erfahrungen). War auch ok, Brustkontrolle ist super, Bayer hat die Liegedauer der Mirena mittlerweile auf 8 Jahre (für Verhütungszwecke) verlängert (finde ich aus beruflichem Blick sehr interessant, sowas auch retrospektiv zu machen, persönlich finde ich es sehr praktisch), d.h. ich kann mir da weitere 2 Jahre keine Gedanken machen, und der Rest ist alles undramatisch und braucht nur eine Schachtel Tabletten und eine weitere Kontrolle.

Puh.

Auf dem Rückweg in den Turm gönne ich mir ein "Vanillechrüzli" vom Bäckerstand auf dem Marktplatz (und halte mich zurück, im Stand des Birsmattehof aufzukreuzen und einfach nur "Hallo, ich habe euren Korb und finde ihn so super" zu sagen, weil: naja, den Korb krieg ich ja morgen, das wäre vllt ein bisschen weird gewesen).

Mit Hörbuch auf den Ohren ist es eigtl  sehr nett, so durch den kalten Tag durch die hübsche Stadt am Rhein entlang zu spazieren (naja, oder eher "zu eilen", ich gehe ja nie richtig langsam). In der Apotheke löse ich noch zwei Rezepte ein, einmal das frisch bekommene, einmal das per Post geschickte Followuprezept für die Migränetabletten (Note to myself: Rezept gilt 6 Monate und ich Schlaubi habe es NICHT in der Apotheke daheim, sondern der bei der Arbeit deponiert).



Dann: endlich wirklich arbeiten. Durch das andauernde Reinraus / Kaltwarm ist es heute so, dass mir auch am sonnigen Fenster mit Strickpulli nicht zu heiss ist, das ist doch mal schön.

Meeting mit meinen zwei Kolleginnen für unser grosses Dauerprojekt, ich hab mich sehr gefreut, die beiden wiederzusehen.

Zum Mittagessen flitze ich schnell in den anderen Turm für einen Salat (schmeckt ein bisschen fad, auch wenn es sehr lecker aussieht).



Dann: Weiterwerkeln, um halb zwei muss ich pünktlich mit Kopfhörern draussen im guten Handyempfangsnetz stehen. Ich wurde nämlich last minute zu einem wichtigen Call eingeladen, das direkt vor meinem Brilleabholtermin stattfindet. Also wähle ich mich mit Handy ein und wandere nochmal den Rhein entlang, über eine andere Brücke und dann zum Optiker. Das Call ist superinteressant und wichtig, die Brille sieht ein bisschen anders aus, als ich sie in Erinnerung hatte (hätte halt einfach aufs Bild schauen sollen), passt aber, unauffällig, leicht und sehr irritierend: mit riesengrossem Sichtfeld in scharf für den Bildschirm (bin so gespannt, was mein Nacken sagen wird), dafür erkenne ich niemanden mehr, der ausserhalb meines personal spaces steht (zB am Schreibtisch entlang geht oder so. Ich erwarte richtige Produktivitätsschübe, jetzt wo ich nur noch den Bildschirm sehe. Und bin gespannt, wann ich das erste Mal mit der neuen, falschen Brille aufs Rad steige und nix sehe....)


L. kommt in Tokya gut an, sie warten noch ewig auf alle anderen Rückreisenden und verbringen heute abend noch einen Abend gemeinsam in einem Airporthotel, bevor es morgen für alle zurück nach Europa geht. L. hat all seine Koffer, auch die vorgeschickten, wiederbekommen, morgen um sechs (für ihn) kriegt er nochmal Frühstück, unsere Zeit um viertel vor drei fliegt er ab, ich werde ... nicht so gut schlafen, glaube ich.

Heimradeln ist gut, aber kalt. Es kommen mir irgendwann sogar Schneeflocken entgegen, schön!

Daheim warten die Fotobücher im Briefkasten, sind richtig gut geworden, so sehr sie mich auch gestresst haben!

Ich packe meine Taschen für morgen um, zum Essen gibt es nach dem sparsamen Salat heute Mittag was, was ich mir in der Kälte auf dem Rad überlegt habe: Rösti (verfeinert mit Trüffelpaste), überbacken mit Raclette, dazu Spiegeleier und frisch gemachtes Karotten-Erbsengemüse. (Da fällt mir ein: heute kam der Newsletter von der Birsmattenhofgenossenschaft, ich muss mich für die Arbeitstage nächstes Jahr anmelden!)

Ui, es gibt eine Wunschlistenfrage:

Haben Sie für dieses Jahr wieder ein Bücher-Ziel? Wenn ja - weniger als letztes Jahr?

Antwort ganz banal: ja und nein, gleich viel :-) (Review der historischen Daten zeigt: 80 Bücher sind eigentlich ein Ziel, das über die Jahre hinweg ganz gut erreicht wurde, auch die totale Seitenzahl war eigtl immer in einem ähnlichen, leicht höheren Rahmen. Deshalb: keine weitere Steigerung, aber kein Grund, zu reduzieren. Wenn man überhaupt einen Grund für ein Ziel, dessen Erreichen oder Verfehlen genau NULL Konsequenzen hat, braucht.)

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