Damit Sie nicht meinen, wir würden hier die ganze Zeit nur essen, habe ich heute für Sie zwei Cocktailrezepte, die hier in SoCal der heisse Scheiss sind:
Margarita:
aber auf gar keinen Fall dieses grauenhafte slushpuppy-artige Gesöff. am besten noch mit künstlichem Erdbeersirup, das Sie vielleicht als Margarita kennen, nein. Erstens ist die einzig wahre Art, diesen Drink zu geniessen, on the rocks und zweitens nie mit Erdbeergedöns. Wenn Sie etwas anderes als den Klassiker (Limettensaft, Triple Sec, Tequila, Eis) probieren wollen, pürieren Sie doch eine Gurke, einen Jalapeno-Schote (roh, ohne Kerne) mit etwas Zitronensaft, giessen das über Eiswüfel und giessen es mit der klassischen Margarita-Mischung auf. Sehr fein!
Heute war Eröffnung der diesjährigen Pferderennsaison auf dem Del Mar Racetrack. Und man glaubt es nicht: da wird dann hier auf Ascot gemacht.
Das erste Rennen war heute um zwei Uhr nachmittags und als wir uns gegen halb sechs nach einem langen Tag am Strand auf den Weg in den Ortskern machten, um ein wenig durch die Kruschläden zu streifen, Kaffeenachschub zu kaufen und Pizza zu holen, die wir dann im Powerhouse Park verspeisten, begegneten wir nicht nur den üblichen "Hoch die Hände, Wochenende!"-Familien, die das Wochenende am Strand einläuteten und den allgegenwärtigen Surferdudes und-chicks, nein, auf einmal staksten Frauen in Highheels und unglaublichen Kopfbedeckungen an den Armen von Männern in blankpolierten Lederschuhen, gestärkten Hemden und polierten Schuhen durch das Städtchen.
Die Kinder haben erstens in Sachen Hüte, Schuhe und Kleider dazugelernt und zweitens auch mal gesehen, dass all das nicht davor bewahrt, beim volltrunken einen Treppe runtertorkeln ganz schön peinlich auszusehen.
Sonntag ist übrigens Familientag auf der Rennbahn, mal sehen, ob wir da auch mit Basecap und Flipflops reindürfen :-).
Q. ist mit dem Bodyboard verwachsen! Die Wellen sind der Hammer :-)
Während wir fassungslos die Nachrichten aus Nizza verfolgen, geht das Leben hier auf der anderen Seite der Welt seinen Gang, als wäre nichts passiert.
Gestern ist ein Stück Klippe abgebrochen, morgen beginnt die Pferderennsaison. Sogar die Polizeischiessereien und Rassenunruhen lassen vielleicht in L.A. die Gemüter hochkochen, hier in der gemütlichen Surfer-Naturwissenschaftler-Enklave: business as usual.
Hmm.
Weil ich nicht genau weiss, was ich sagen soll, hier noch ein paar Bilder der letzten Tage:
Frühstück auf dem Dach (ja, das sind Ikea-Möbel :-). Das graue ist das Meer.
Bierkarte in einer der Microbreweries vor Ort. Ich musste ja fahren.
Vermutlich bin ich oberspiessig in Sachen Bier. Ich mag ja schon nicht alles, was nur aus Wasser, Hopfen und Malz besteht. Und da sind noch keine Zitrusschalen und Kaffeebohnen und sonstige Kompostbestandteile drin.
Supergute Idee vom Hübschen: nachts auf dem Dach auf Netflix die 4. Staffel "House of Cards" schauen. Ich sag's Ihnen....
Nachthimmel MIT Lightpollution. Dafür aber auch mit Palmen.
Down Memory Lane. Hier ist meine Liebe zu San Diego vor 20 Jahren geweckt worde. (Nein, nicht am Gliderport, am Salk Institute dahinter)
Ausblick auf La Jolly
Salk Institute
Die La Jolla Shores
Ich sage Kormorane, Little L. sagt graue Pelikane.
Die Seehunde, die den "Children's Pool" annektiert haben
Da gehen wir auch jedesmal hin, wenn wir hier sind.
Im Park an den Klippen hatten Unterstützer einer Stadtratskandidatin ihren Wahlwerbungstisch aufgestellt und auf den Plakaten nicht nur für "She stands for business" geworben, sondern auch für den Pokestop an genau dem Ort :-)
Mehr Seehunde
Squirrels überall.
Abends gab es Sushi im Station Sushi und wow, Little Q. frisst uns die Haare vom Kopf :-)
ich entschuldige mich jetzt schon vorbehaltlos, die nächsten tage werden langweilige, ekelhaft harmonische lobgesänge auf den urlaub, auf den süden kaliforniens, auf den ort hier, auf unsere freunde (neben dem hübschen gibt es nicht viele, wenn überhaupt, freunde, die so lange schon konsequent ein teil meines lebens sind) und wie toll diese Familienzeit für uns ist (und ja, es kommt hier jeder auf seine Kosten, zum Thema Urlaub mit Kindern und warum ich das grosse Geheule zu dem Thema nicht verstehe, habe ich ja vor zwei Jahren schon mal was geschrieben. Zugabe dieses Jahr: jeder, der lesen und schwimmen kann, macht es leichter :-))
ich gebe zu, nachdem ich auf meine freudestrahlende mail im januar "wir kommen dieses jahr übrigens wieder" so überhaupt keine antwort bekommen hatte, war ich erst ein wenig bedröppelt. dann stellte sich erst raus, dass ich mich bei der mailadresse vertan hatte (google statt yahoo, kann ja keiner ahnen, dass es noch leute mit aktiver yahoo-adresse gibt), aber lustiges detektivspielen via linked-in und so schuf abhilfe. vorgestern sind wir uns ungeplant über den weg gelaufen, gestern haben wir geplant den ganzen abend verschwatzt, die jungs mögen ihre kleine tochter und umgekehrt (letztes mal machte sie gerade ihre ersten schritte, dieses jahr kommt sie in die schule), heute abend gehen wir mit ihnen die microbrewery-szene auschecken. für ein bayerisches madl aus der Stadt mit der ältesten brauerei der welt (solche dinge haben wir im heimat-und sachkundeunterricht gelernt) ist brauen ohne Reinheitsgebot natürlich schon ein sakrileg, aber irgendjemand muss ja auch fahren, wenn alle begeistert zitrusschalenkorianderbier probieren.
den tag heute haben wir am strand vor der haustür verbracht, die kinder begeistert mit dem bodyboard, der hübsche mit dem surfboard des hauses und ich mit kindle ("Unterleuten" (Affiliate Link) ist der hammer!) und beim wellengeniessen. ich wurde ja als kind urlaubstechnisch in jütland nordseesozialisiert, weswegen ich eben brandung und kalt liebe und mit dem mittelmeer und der ostsee so eher gar nichts anfangen kann. ich glaube, mit den jungs machen wir das mit dem pazifik genauso.
q. und der hübsche hatten das glück, dass sie ungefähr 5 minuten gesellschaft von einem seehund bekamen, der sich gemütlich amüsiert anschaute, was diese blassen wesen da so in seinem element treiben.
das brachte uns zu dem entschluss, morgen nach la jolla zu fahren, erstens meinem alten labor zuwinken und zweitens am kids beach die seehunde zu besuchen.
Davor habe ich für Sie aber noch das unglaublich schöne Timelapse-Video, das der Hübsche im Nationalpark noch aufgenommen hat mit fast ohne extra-Licht:
Wer dem Hübschen und mir auf Instagram folgt, hat ja schon das eine oder andere Bild gesehen. Ansonsten war es bisher mager, weil (Achtung, langweilige Begründung) das Firmen-IPhone die besseren Bilder macht als das S5 mini, aber Blogger auf dem IPhone nicht auf die Fotos zugreifen kann. Und die Bilder vom IPhone auf das S5mini schicken und dort mit der App bloggen, ginge villeicht, aber wäre so unpraktisch, dass es als urlaubsuntauglich eingestuft wurde.
Gute Nachricht: der Hübsche hat sein Surface-Book dabei und auf dem eine (ich hab keine Ahnung von der Materie) Bearbeitunsroutinedingens eingerichtet und mir heute den ersten Schwung BIlder bis einschliesslich Hollywood zur Verfügung gestellt. Daraus habe ich dann nochmal ausgewählt und während unsere Kreditkarten vom Shoppingausflug in die Carlsbad-Outlets und wir vor lauter Freundschaftsauffrischung hier vor Ort noch nachglühen, hier also ein Schwung professionelle Bilder von Anfang an:
Las Vegas: Ausblick aus unserem Zimmer
Ausblick am Ankunftstag um 21:15h: weil Independence Day ein Montag war, gab es das Feuerwerk schon am Sonntag.
Bessere Plätze hätte es nicht gegeben.
Am Morgen sah das Ganze dann so aus.
Die türkise Farbe der Kanäle des "Venetian" täuschen. Es hatte ungefähr 40000 Grad draussen.
Egal, Touriprogramm it is.
Täsuchend echt. Oder so.
Understatement, the Vegas way.
Das eine Ende vom Strip.
Original irgendwasländische Tempel und Zeug.
Nach dem "Game of Thrones"-Finale auf dem Flug mutete das sehr nach Westeros an.
Wir dachten kurz, das "Luxor" wäre mit Solardingens gepflastert. Ist es nicht.
Mittelspektakuläres Bild, aber wichtig, weil: Vorletztes Bild MIT Q.s Sonnebrille
Ganz schlimm unkorrekter Gedanke: ob es da wohl ursprünglich auch mal Twin Towers hatte?
Erstes Bild mit "We work for Tips"-Superhelden und ALLERLETZTES Bild mit Q.s Sonnenbrille.
Wasserspiele mit Musik vor dem "Bellagio"
Nochmal das Gleiche.
Fertig mit Vegas, wir befinden uns hier im Kraftwerk unterhalb des Hooverdams. Mit Patriotismus. Immer. Überall.
Uuuuuund, wieder oben. Bei wieder 400000 Grad ohne Schatten. (und ohne Ricola, Kaugummis und Taschenmesser)
wir waren vorher im rechten Eck.
Memorial Bridge und schräge Strommasten
Der Nevada Inlet Tower, wo das Wasser für das Kraftwerk abgezwackt wird. Auf der anderen Seite ist Arizona. Und 1983, als das Wasser im Lake Meade am höchsten stand und erstmals die Überflussbecken an der Seite genutzt wurden, konnte man von der Brücke aus mit der Hand die Wasseroberfläche berühren. Aktuell gehts ca 50m runter.
Es sieht abgeranzt aus, war aber tatsächlich eine skurrile liebevolle Deko unseres Motels in Barstow.
Die Übernachtung hat die Hälfte vom Frühstück in Vegas gekostet :-).
Und ja, ein bisschen creepy war es schon.
Für mich der dringendst nötige Gegenpol zu Hitze und Leuten: der das Sequoia National Monument.
Ich finde, die Bäume sehen aus, als hätten sie Füsse.
"General Grant" ist 1700 Jahre alt.
Und auf der Rückseite ordentlich angekokelt. Was man auf dem Bild kaum ahnt: er hat einen Durchmesser von 13 Metern.
Wir alle vor einem kleinen Mammutbäumchen.
Ausblick auf unsere Ziele für den nächsten Tag: Lake Hume und King's Canyon
Ich habe ja nachts geschlafen, der Hübsche hat "no light pollution" ausgenutzt. Das wird mein neuer Bildschirmhintergrund.
Der King's River auf der Höhe der leider wegen Feuer letztes Jahr nicht zugänglichen "Boyden's Cavern"
Trotzdem kann man Pause machen und Steine schmeissen. Also ins Wasser.
Alle lachen noch, weil sie nicht wissen, dass ich eine 10km Wanderung geplant habe.
Grizzly Falls. (Ich bin müde, die Wortspiele dürfen Sie sich alle selber ausdenken)
Wir machen uns auf den Weg von "Roads End" zu den "Roaring River Falls". Alle sind noch guter Dinge.
Immer am King's River lang (wir haben am Schluss drin gebadet, das war so unglaublich kalt! Eine vegetarische spanische Meditationstruppe hat da drin Yoga gemacht, aber gut ....)
Die Klapperschlangen klappern, überall sehen wir nicht nur Spuren des grossen Feuers vom letzten Sommer.
Ich habe ohne Witz 6 Liter Wasser dabei, die gegen Schluss sehr knapp werden.
Zumwalt Meadows.
Da sind sie: gar nicht soooooo roaring. Und, leider ein bisschen uncool, mit dem Auto erreichbar. Aber Hinwandern gibt natürlich Coolness-Punkte.
Klassikerbild.
Vor jedem Wasserfall.
Alle Männer der Familie.
Rückweg. Zieht sich.
So hat sich Little L. auch gefühlt :-)
Fotopoint auf der Rückfahrt. Was man gsd nicht sieht: wir waren so dreckig und verschwitzt, das war echt beeindruckend!
Badepause am Lake Hume
Nächster Tag: hier haben wir das Auto stehen lassen und haben ein bisschen Muffensausen beim Anblick unseres Ziels, dem Buck Rock Lookout bekommen.
Hier hat der Feuerwächter sein Badezimmer.
Wir waren (wie immer) zu früh: der Reiseführer behauptete, es wäre ab halb 10 offen, ein Schild sagte ab 10.
Deswegen haben wir noch ein bisschen Murmeltiere angeschaut.
Und Brotzeit gemacht.
Bevor wir uns an den Aufstieg machten.
Der Arbeitsplatz des Feuerwächters mag einsam sein, aber der Ausblick ist grandios!
Und ja, wir haben drüber nachgedacht, aber nicht gefragt, ob er jedesmal zum Pinkeln die 172 Stufen runter und dann wieder raufklettert.
Gegend.
Der Kenner merkt: lange Hosen, bereit für den Höhleneinstieg.
Er auch.
Tropfsteindingens.
Mehr davon.
Noch mehr.
Das, was es statt Poison Ivy an der Westküste gibt.
4 Stunden Autofahrt weiter südlich: Santa Monica Pier.
Strand und Meer und viel zu viele Leute.
Aber ein sehr cooles Hotel.
Und ja, ich mag das, wenn das "Farmer's Daughter".Motiv sich bis zu den Wasserhähnen hinzieht.
Da hat jemand mit dem Zeichenabstand gespielt.
Diese Bilder muss man am Hollywood Bowl Lookout machen, sonst darf man nicht wieder fahren. Genau wie damals in Pisa.
PFLICHT!
Auch so eine Art Gegend.
Oder so.
Ausblick auf die andere Seite vom Mulholland Drive: Universal City (wer ist die Queen of Timing? Schauen Sie mal, wo die Sonne steht!)
Abschied vom wirklich schönen Hotel in West Hollywood.
Zwei Stunden auf dem Walk of Fame
Fan Boys
Das ist ein Wookie, keine Palme!
Wir haben 1000 Handabdrücke und so angeschaut.
Ehrlich gesagt, sieht das nicht wirklich schön oder glamourös aus.
Manche sind aber sehr witzig.
So, das wars fürs erste. Jetzt muss ich wieder auf die Dachterrasse, House of Cards schauen :-).
Ich habe verstanden, dass einige von Ihnen nicht verstehen können, das ich keine Tipps und schon gar keine Gesundheitstipps haben möchte. Deshalb habe ich nur für Sie eine spezielle Email-Adresse eingerichtet, an die Sie Ihre Tipps schicken können. Ich werde sie ziemlich sicher nicht lesen, aber da es Ihnen ein Herzensanliegen scheint, diese Tipps loszuwerden, sehe ich das als Serviceangebot.
Tipps also bitte an
Tippsfuerfraubruellen(at)gmail.com
Für alle anderen allfällige Kontaktaufnahmen erreichen Sie mich unter:
fraubruellen(at)gmail.com
Dieses Blog ist ein reines Privatvergnügen, ich habe keinerlei Interesse an Kooperationsanfragen, Sponsored Posts, Linktausch (was soll das überhaupt sein?) und Werbung. Wenn Sie mir trotzdem solche Anfragen schicken, werde ich Ihnen entweder gar nicht antworten oder sehr unhöflich. Falls Sie mir doch solche Anfragen schicken, werde ich mich öffentlich (zB auf Twitter) unter Nennung des Marken-/Agentur- oder auch Ihres Namens drüber lustig machen. Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.
Was ist das hier?
Das hier ist mein persönliches Blog im ursprünglichen Sinne: eine Art Tagebuch im Internet. Das Wort Tagebuch impliziert: das Allermeiste sind persönliche, subjektive Texte. Erinnerungen färben sich vielleicht im Lauf der Zeit, das ist bei uns allen so. Wenn sich zwei Personen an eine Situation erinnern, erinnern sie sich an unterschiedliche Facetten, an unterschiedliche Sichtweisen, das bedeutet nicht, dass eine der beiden lügt.
Wie es bei einem Tagebuch halt so ist, geht es hier in allererster Linie um mich. Das mag mancher für egozentrisch halten, aber da kann ich auch nix dran ändern, das liegt in der Natur der Sache.
Was das hier nicht ist und nie sein wird: eine Abrechnung mit der Vergangenheit oder bewusste Lügen oder bewusste Bosheiten. Wenn Sie das rauslesen, dann tut mir das leid, aber ich kann es nicht ändern.