Mittwoch, März 22, 2023

220323 Gnocchi, Zahnarzt, Regenjacke

 Aufstehen, ganz normal, Sportründchen, duschen, anziehen, zwischendrin ein paar Emails beantworten und dann standen auch schon die zweiten Anwärter auf unseren "Wir wollen ein neues Bad"-Auftrag vor der Tür. 

Wir haben auch hier wieder sehr gute Voschläge bekommen, gelernt, dass es gar nicht so sein MUSS, dass wenn zwei Leute in zwei Duschen gleichzeitig duschen, man um Warmwasser und überhaupt Wasser kämpfen muss und dass man verbrüht wird, wenn jemand die Klospülung drückt, das liegt an der "ich sags mal ehrlich, nicht richtig guten Installation". Ähnlich auch mit der Höhe unserer Duschwanne (die mich zugegeben bis letztes Jahr 4. März überhaupt nie gestört hat, aber jetzt natürlich schon).

Ich habe mich endgültig von einer freistehenden Wanne verabschiedet, dafür ist sogar unser riesiges Bad zu klein. Aber sonst: das wird grossartig!

Mittagessen fand zum ersten Mal dieses Jahr auf der Terrasse statt. Beeindruckend, WIE dreckig der Gartentisch war.

Arbeitsnachmittag endete früh, weil L. einen Zahnarzttermin zur Kontrolle hatte und ich mich als Fahrerin gemeldet hatte. (Learning: ich muss keine Angst mehr haben, wenn L. sagt, dass Zähne wackeln, er hat immer noch zwei Milchzähne und kriegt grad die letzten Backenzähne).

Unser Zahnarzt ist so super, ich fand das richtig gut, wie er L. erklärt hat, dass man sich durchaus mal mies fühlen kann, wenn ein Zahn durchbricht, noch mehr, wenn es vier gleichzeitig sind. (Ich hatte grad wieder schlimme Erinnerung an die Baby- und Kleinkinderzeit und wie ich das Zahnen fuchtbar fand. Immerhin sabbeln sie in dem Alter nicht mehr die ganze Zeit :-))

Auf dem Rückweg habe ich mich erst auf die falsche Spur gestellt und dachte mir "was solls, fahre ich halt eins später links", dann ging es nie wieder links und ich war statt auf der Autobahn im tiefsten Gundeli, dann leitete mich das Auto Richtung Münchenstein, ignorierend, dass die Strasse wegen Loch drin auf einmal gesperrt war, ich fuhr also so lange gradeaus, bis das Auto einsah, dass ich nicht wieder umkehren würde und es nochmal in der Lochstrasse versuchen würde, dann waren wir gefangen in lauter Baustellen im Dreispitz und irgendwann viel später waren wir eine Autobahnauffahrt später auf der Autobahn. L. fand es ok, er ist am Theatertextlernen und wenn ich ihm nicht die ganze Zeit gesagt hätte, er solle die Blätter runternehmen, damit ich abschätzen kann, ob ich mit dem rechten Aussenspiegel an den Baustellenfahrzeugen vorbeikomme, wäre es noch schöner gewesen.

L. ist heute übrigens mit dem Rad zur Schule gefahren und mir ist siedendheiss eingefallen, dass ihm ja vor dem Winter schon die Regenjacke zu klein war und ich gesagt habe: "eine neue gibts erst im Frühling, du wächst ja eh noch" und Frühling (und gewachsen) ist jetzt und bei 18 Grad heute wäre es nix gewesen mit der Winterjacke. Ohne Jacke aber auch nicht, zumindest in der Früh. Wir hatten noch eine von Q. abgelegte Softshelljacke, aber, Überraschung, nur weil Q. älter ist, heisst das nicht, dass L. viel kleiner ist. Er fuhr also mit einer Jacke des Hübschen und dann haben L. und ich heute eine AUswahl im Limango-Outlet bestellt, weil bis wir wiedere Zeit finden, um eine auszusuchen, ist der Frühling vorbei. Ich bin gespannt, ob es nun eine in fröhlichem Schwarz oder eine in leuchtendem Gelb, weil Dark-Fand, wird.

Jetzt warten wir noch, bis Q. mit seinem Aufbaukurs-Hock fertig ist, dann schauen wir die neue Folge "Mandalorian".


Gegessen:

Marmeladentoast

Cremige Süsskartoffelkichererbsensuppe mit Mangold (zu MIttag UND zu Abend)


Gelesen: das letzte Karen Pirie-Buch

Gesehen: "Orville", "Mandalorian"


Ausserdem:

Sie haben nach dem Rezept gefragt, Sie bekommen das Rezept.

Für die volle Transparenz: ich habe mir das nicht ausgedacht, es ist in der (übrigens hervorragenden) KptnCook App zu finden und als Quelle ist "Moes quick & easy food" angegeben, allerdings habe ich es dort auf die Schnelle nicht gefunden.

Zu den Mengenangaben: Ich nehme für 4 Personen 1kg Gnocchi, das sieht recht wenig aus im Teller, aber es sind dann alle satt (nicht pappsatt, aber satt). Ich habe letztens 1250g probiert, weil immer alle so traurig geschaut haben, als der Topf leer war und zack: blieb eine Portion übrig.

Laut App ist das die Menge für 4 Personen:


Gnocchi in Tomatenknoblauchbutter

200g Tomaten (ich nehme mehr)

100g Rucola (nimmt bei uns jeder nach Lust und Laune)

4 Zehen Knoblauch (hahaha, ich nehme mehr)

8 EL Butter (weich)

20g Tomatenmark (ich nehme tendenziell mehr)

4TL Olivenöl

Salz

Pfeffer

(Ich tu noch Parmesanhobel und Crema di Balsamico drüber)


  • Gnocchi in dem Olivenöl anbraten, bis sie eine braune Kruste bekommen
  • Knoblauch zerdrücken
  • Tomaten würfeln (eher klein)
  • Butter erst mit Knoblauch, Tomatenmark, Salz und Pfeffer mischen, dann die Tomatenwürfel dazu und mit der Gabel ein bisschen vermatschen
  • Buttermatsch zu den angebratenen Gnocchi geben und 2, 3, 4 Minuten braten, bis es fertig aussieht und riecht  :-) (die Butter geschmolzen, die Tomaten verlieren ihre Form, die Gnocchi sind noch nicht matschig)
  • Mit Rucola (oder ohne, wenn Sie zB L. sind, der bitte kein Unkraut drauf möchte) und evtl Parmesan anrichten, fertig.




Dienstag, März 21, 2023

210323 Mami-Helm, Lippenstift, Kulturraum

 Heute war es soweit: ich bin zum ersten Mal mit dem von Q so genannten "Schwiizer Mami-Helm" geradelt, ich bin in Turnschuhen statt Winterstiefeln geradelt und am Heimweg sogar ohne Handschuhe.

Helm-Verdikt: super. Warmer Kopf (am Heimweg fast ein bissl zu warm, aber irgendwas ist ja immer und ausserdem kann man die Ohrenklappen abmachen)

Foto habe ich kein gutes, weil ich erst dachte, das verzogene Gesicht auf dem Selfie sähe gut aus und beim nächsten Versuch, weil: nein, 


dachte ich, jemand kommt rein und dann gab es nur noch das hier:


Aber was man sieht: ich habe mir dank der Story von @derblasseschimmer mal wieder einen knalligen Lippenstift zur Arbeit mitgenommen. Ich mag das ja mittlerweile sehr, bin aber im Bürosetting ein bisschen zögerlich, weil ich es mit den nicht non transferrable ones immer wieder schaffe, mir mit einer Kaffee/Teetasse ein Jokergesicht zu stempeln oder beim Mittagessen eine Sauerei zu machen (und beim Reparieren eine noch grössere Sauerei) und das möchte ich im grossen Rahmen nicht. Aber: ich habe ja auch welche, die halt einfach halten (heute sogar die recht fettigen = gefährlich für haltbare Lippenstifte Frühlingsrollen überstanden haben).


Arbeitstag war heute ... durchwachsen. Ich sass wieder in der Video-Area, aber heute tatsächlich zum letzten Mal. Ich finde halt: Videocalls sind das eine, aber jeden einzelnen Tastenschlag akustisch zu untertiteln ist was anderes ("Ich schick dir jetzt das Assessment, klick!" "Ah ja, angekommen!").

Heute mittag stand ein mit vielen Erwartungen und Befindlichkeiten und Animositäten und Vorgeschichte beladenes Meeting an, zu dem ich (ein bisschen naiv) eingeladen hatte, weil ich dachte, man könne sich ja mal unter Kollegen und Wissenschaftlern sachlich austauschen. Ich hatte eine SME Kollegin an meiner Seite und sie hatten den wissenschaftlichen Teil extrem super vorbereitet. WIr haben die Meetingstrategie durchgesprochen, mit Kollegen ge"sparrt" und dann sass sie neben mir und war so unglaublich nervös, dass ich ganz nervös wurde. Aber anscheinend bedeuten bei ihr die (fand ich) echt krassen körperlichen Symptome was anderes als bei mir, weil wenn mir die Hände und die Stimme so gezittert hätten, hätte ich niemals die Fakten so klar formulieren können und das Meeting so bestimmt in die richtigen Bahnen leiten. Ich hatte nur Angst, dass sie irgendwann vor Hyperventilieren vom Stuhl fällt. Wir haben nicht ganz den Outcome erreicht, den ich (naiv) erhofft hatte, nämlich: "Ah, ok, ja, ihr habt recht, wir vertreten diese Meinung in Zukunft auch.", aber immerhin: "We all agree, the approach is scientifically sound, we now have to make sure, everybody can understand and defend it." Und jetzt muss man (TM) einen Onepager aus den 30 Slides zu verschiedenen Guidelines machen. Lol. (Ich habe mich bereit erklärt, die Minutes zu schreiben. Deswegen werde ich kein Teil von "man" sein.)

Irgendwann am Nachmittag habe ich genervt ob des Lärms meine Sachen gepackt und bin nach Hause gefahren. Bei Traumwetter, s.o.

Q. hat den Elternbrief für die Studienreise vorgelegt, der mit  "Ein Studienaufenthalt in einem fremden Kulturraum unterscheidet sich natürlich in vielen Belangen vom Schulalltag in Basel." beginnt. Sie fahren ..... nach Hamburg :-).

ZUm Abendessen gab es den sich still und heimlich eingeschlichenen Klassiker "Gnocchi in Tomatenknoblauchbutter" und jetzt sind alle weg (Pio-Hock, Pfadileiter-Hock, Eigentümerversammlung, es gibt tolle Themen, nämlich die Fernwärmeabrechnung und die ökologischen Ausgleichszonen. Aber ich bin für heute so durch, dass ich mich gar nicht adäquat aufregen könnte, deshalb ist es super, dass der Hübsche mich eh nicht hinlässt, weil er Angst um unseren Ruf hat). Ich hänge noch Wäsche auf, dusche, töne mir die Haare rosa und dann..... schreibe ich die Minutes, bevor ich das Thema selber nicht mehr verstehe.

Ich meine, wenn das hier nicht "scientifically sound" schreit, was dann?


Gegessen:

Müsli mit Joghurt, Orangen, Heidelbeeren und Cranberries

Frühlingsrollen mit Reis und Rahmspinat (hat da der Kochpraktikant die Frühlingsrollen mit Fischstäbchen verwechselt?)

Gnocchi in Tomatenbutter (soll ich das Rezept mal aufschreiben?)


Gesehen: "Mare of Easttown" (gestern angefangen, eine unglaublich düstere Thrillerserie mit Kate Winslet, aber superst!)

Gelesen: letzten Paren Pirie-Band

Montag, März 20, 2023

200323 Halsweh, Reste, Vorfreude

 Ich glaube, ich muss mir wieder angewöhnen, piepsende Katzen in der Nacht auszusperren, das hat ja keinen Wert, wenn ich ab vier im 10 Minuten Takt wach oder sogar auf bin.

Dafür gings eigentlich. Wobei: der Tag startete damit, dass ich zwei Schalen voller Katzenfutter und eine Schale voll vertrocknetem Katzenfutter und in der Nacht geleerten Packungen Katzenfutter die Treppe runterbalancierte. Eine der vollen Schalen fing an zu rutschen und bei einer Ausgleichsbewegung (NIEMAND möchte Feuchtfutter aus Rauputz kletzln) rutschte mir eine allergrösstenteils leere Dose "Edgar Cooper Chunks in Gravy Huhn" aus der Müllschüssel und ratterte die Treppe runter. Der kleine Rest "Gravy Huhn" verteilte sich auf eine grossen Teil der Treppe, bis die Dose vor L. liegenblieb, der aus seinem Zimmer gekommen war, um mir krächzend mitzuteilen, dass er jetzt Q.s Halsweh und Husten habe und lieber daheim bleiben würde.

Aber: ich war ja schon zweieinhalb Stunden wach, also schnell die Treppe gewischt, das Kind nach negative Coronatest wieder ins Bett geschickt, via App Absenzmeldung abgeschickt (ich frage mich, ob der Klassenlehrer auf Vanweltreise die immer noch bekommt), und dann weiter mit Kaffeemachen.

Ab dann wurde es eigentlich ganz ok.

L. ist ja mittlerweile ein sehr friedlicher Patient, der sich von Herzen über Umsorgtwerden freut und zwar über ganz banale Sachen wie einen Teller mit Apfel (es ist soweit: er mag ihn lieber am Stück als in Schnitzli geschnitten) und seinen Lieblingskeksen (ganz schweizerisch "Ovomaltine Petit Beurre", falls Sie sich fragen. Mir fällt gerade auf: bei uns war "Butterkeks" DER Standardkeks, manchmal auch Prinzenkeks, aber hier sagen die Kinder ganz selbstverständlich eben "Petit Beurre". Mit Betonung auf der ersten Silbe natürlich).

Ich hatte mir eigentlich eine sehr strukturierte ToDoListe für den heutigen erstaunlich meetinglastigen Tag vorbereitet, um bei vielleicht kürzer ausfallenden Meetings- oder zwischendrin immer schnell was passendes zum Wegerledigen und Abhaken raussuchen zu können. Das hat nur so mittel geklappt, weil zwei, drei, vier dringende Querschüsse dazukamen, die halt dann nach oben gerutscht sind auf der Liste. Aber ich habe sie natürlich dort nachgetragen, damit sich das nicht alles nach "nix geschafft" anfühlte. Am Nachmittag wurde die Liste dann noch noch ein wenig kürzer, das war schön.


Draussen fühlt es sich immer noch sehr nach Frühling an, die rausgepflanzten Frühblüher sind immer noch am frühblühen, die in kleine Töpfchen gesetzten Keimlinge leben auch noch und die restlichen Anzuchtbehälterchen keimen. Draussen kommt von direkt angseäten Sachen noch nix, aber das wäre vermutlich etwas arg viel erwartet nach nur 48h.

Morgen soll es auch noch ganz trocken bleiben und vielleicht morgens sogar warm genug für keine Softshellhose sein. Das ist natürlich einerseits super, andererseits kann ich so natürlich nicht verifizieren, dass mir meine Augäpfel mit Visier nicht mehr einfrieren werden. Man kann nicht alles haben.

Gegessen:

Früchte, Müsli, Joghurt

ein paar Kekse (keine Petit Beurre, ich hatte genug Butterkekse für mein Leben)

Reste vom Wochenende (der Hübsche eine Portion Texmex Auflauf, ich den Rest Reis, Vegi-Aal und Wokgmüse, das ich mit noch ein bisschen mehr Gemüse verlängerte und dann war es echt viel)

Montagspizza


Gesehen: nix beim Strampeln, mir war mehr nach Lesen, und für später hat der Hübsche irgendwas rausgesucht, aber ich habe nicht genau zugehört, welche der "besten 10 Miniserien auf Sky" es denn jetzt wird.

Gelesen: "Das Grab im Moor" aus und "Ein Bild der Niedertracht" angefangen. Damit bin ich dann bald mit Karen Pirie durch. Mal sehen, ob ich mir eine andere Val McDermid-Serie als nächstes raussuche. Ich finde ihre Art zu schreiben extrem sympathisch.

Sonntag, März 19, 2023

190323 Pfadizmorge, Zimtschnecken, veganer Aal

 Heute morgen sind wir nach Kaffee im Bett zu dritt (Q. liegt immer noch hustend und schniefend im Bett und hofft morgen fit genug zu sein für die Schule und den Geographietest) zum Pfadizmorge aufgebrochen. Wir sassen am Tisch mit Eltern von Q.s und L.s Freunden (Wir haben sie am ersten Kindergartentag von Q. vor 14 Jahren kennengelernt) und tja, haben uns dran erinnert, wie es so war, als unsere Kinder kleine Wölfli waren und dann im Keller zum Töggelikaschte gerannt sind, während sie heute als Leiter eben das Ganze organisieren und die Wölfli die ausliegenden Fotobücher durchblättern und juchzen, wenn sie Wöflibilder von Q. und seinen Freunden entdecken.

Wieder daheim hat es dann immer noch nicht geregnet und so sind der Hübsche und ich mit dem Rad zur Wiedereröffnungsfeier unseres Radladens gefahren, der bis heute 20% auf Equipment etc anbot. Ich wollte ja wegen einfrierender Augäpfel gerne einen Helm mit Visier, das bot sic also an. Ich habe einen gefunden, der passt, wo das Visier über die Brille passt, der sogar Ohrwärmer hat, hinten Licht, eine integrierte Regenhaube und nicht neongelb ist (hätte ich sonst auch genommen). Ich nehme an, das ist auch schon wurscht, ich trage ja eine Leuchtweste und überhaupt einen Helm und finde, jeder Radler sollte Helm tragen, und fahre auf dem Radweg und finde, jeder Radler sollte auf dem Radweg fahren und bin damit eh ganz oben auf der Feindbildliste der Radfahr-Ultras, die ja jeden, der nicht barfuss auf der Mitte der Schnellstrasse mit 3km/h im Pulk nebeneinander herradelt, schubst alle anderen Radler unter den nächsten SUV. Oder so.

Auf dem Rückweg haben wir Jonny auf dem Tennisplatz getroffen und rechtzeitig zum Regenstart mit nach Hause genommen. 

Ich habe die Zimtschnecken von letzter Woche diesmal selber gemacht (Teig hatte ich gestern schon vorbereitet) und holla, ganz soviel Butter und Zucker hätte es vermutlich auch wieder nicht gebraucht. Es gab halb halb mit Frosting oder ohne und wir haben, obwohl alle mitgegessen haben, die Hälfte eingefroren, weil wir echt am Anschlag der Kapazität waren (gut, L. hatte sich bei den Pfadis vollgestopft, Q. ist krank). Aber: sehr, sehr lecker!


Parallel haben wir mit der dritten Staffel "Orville" angefangen, die ist fast vollständig da und wir haben die erstn beiden Staffeln schon so schön gemeinsam angeschaut. Ich hatte an der ersten Folge, wo es um den Suizid eines Roboters und wer hat Schuld daran und ist eine Suizidentscheidung tatsächlich eine persönliche Entscheidung, die niemand beeinflussen kann und darf, tatsächlich recht zu knabbern und den Tenor deutlich lockerer in Erinnerung. Hm.

Aber: wir haben die ersten Staffeln seinerzeit in den Skiferien gesehen und deshalb machte ich danach Nägel mit Köpfen und präsentierte dem Hübschen meinen Plan für die Skiferien 2024. Er wollte damit ja bis "wieder gesund" warten, aber da sind wir jetzt ja. Meine Wahl wurde approved und so geht es also in den französischen Teil des Wallis, mit unendlich viel Pisten für unendlich viel Abwechslung. (und hoffentlich nächstes Jahr kalt genug).

Eigentlich habe ich überhaupt keinen Hunger, aber das wird sich sicher noch ändern, also mache ich jetzt trotzdem Abendessen. Ich habe schon ewig die Auberginen-Variante von Unagi (also Aal) im Hinterkopf (nicht dass ich Aal jetzt etwas sehr erstrebenswertes zum Veganisieren finde, aber ich mag Auberginen), am Freitag gab es Auberginen im Angebot, also: los gehts. (Der Rest der Familie HASST Auberginen, kriegt also Vegichicken und darf meinen Aal probieren. Ich frag mich, ob sie weniger angewidert schauen würden, wenn ich sagen würde, es gäbe Aal.)

Sonst so: wir haben ja das Nationaldrama um das Swiss-Grounding nicht selber miterlebt, weil wir da noch nicht in der Schweiz waren, aber haben Freunde, die damals entweder bei der Swiss gearbeitet haben oder mit der Swiss unterwegs waren. Ich stelle mir die Stimmung ungefähr so vor wie jetzt, wo die Credit Suisse (mit längerer Ansage, aber jetzt rapide) abgestürzt ist und unter Regierungsdruck die zweite Grossbank (bei der wir zB all unser Geld / Konten / Hypotheken haben) zu einer Übernahme nahezu gezwungen wird. So intensiv und dramatisch wurde zB in den Nachrichten nicht über den Kriegsbeginn in der Ukraine berichtet wie jetzt über die "Rettung des Finanzplatzes". Tja.

Samstag, März 18, 2023

180323 Selbstheilung, Sommer, sonst so

 Heute nacht hatte Sansa schon um 3:49h Bedürfnis nach Gesellschaft beim im Bad nachschauen, ob es was leckeres zu Essen gibt und es wäre auch nett, wenn jemand einem das Klotürchen aufhalten könnte. Ich habe zwar danach wunderbar geschlafen, bis Jonny um 6:02h (unser Wecker läutet unter der Woche um 6:01h) echt nachschauen musste, ob wir vielleicht tot sind, und danach auch, nachdem ich sie gefüttert, mir im Halbschlaf die Suppe einer Dose "Edgar Cooper: Chicken Filet / Tuna" über die Hand geschüttet hatte und sie rausgelassen habe, bis fast acht. Die Uhr hat mir einen Sleep Score von 16 attestiert, weil 3:49h zu früh ist zum Aufstehen. Naja.

Kaffee im Bett, unglaublich gemütliches Frühstück, die Aussicht auf ein Wochenende, an dem ich mich nicht mit Schulthemen befassen muss (Q.  schnauft ein bisschen, weil er Geographie lernen muss, aber möchte/ braucht mich definitiv nicht als Hilfe, L. hat nächste Woche keine Tests, nur Checks (das Nordwestschweizer PISA) und "darauf kann man eh nicht lernen), ist einfach grossartig.

Nach dem Essen holt L. sein Rad aus der Garage, er ist ja in den letzten Monaten ungefähr 1m gewachsen und unser Radlladen hat umgebaut und Rabatt auf Bikes an Lager, deshalb würde ich gern wissen, ob er vllt eins braucht, aber nein: Sattel auf höchste Position stellen ist nötig und ausreichend.

Es ist so sonnig und warm, dass für die Pfadiaktivität ein T-Shirt und darüber das Pfadihemli absolut genügen und die Winterjacke daheimbleibt. (Todo-Liste: Regenjacke für L, die letzte war im im Herbst schon zu klein, aber es gab keine neue bis jetzt, weil er hört ja nicht auf zu wachsen. Jetzt braucht er aber eine)

Der Hübsche und ich machen uns auf in den Baumarkt, weil heute ist der Tag, an dem wir Gartenarbeit machen. Wir kaufen 70000kg Erde, ich beherrsche mich bei Frühblühern, werde schwach bei abgefahrenen Gemüsesamen (Tomaten mit Flammenmuster! Kapern! Jurassischer Mohn! Spargel! Erdbeeren!).

Daheim wurschteln wir auf dem Balkon (ich) und im Garten unten (der Hübsche) und jetzt ist erstens draussen alles angesät, es sieht schon ein bisschen (arg sehr) hübsch aus, weil eben zwischendrin schon was blüht, und ich habe alle Gemüsebabies umgepflanzt, neu angesät und naja, wir werden sehen, ob das entweder gar nix wird oder aber wir in Erbsen, Zucchini, Kürbissen, Tomaten, Erbsen, Roter Bete, Mangold, Rhabarber, Erdbeere und halt einem Spargel ersaufen.

Die Katzen leisten uns Gesellschaft. Es hat jetzt ungefähr für 3 Tage vermutlich das Wetter, das Sansa draussen superst findet und mir als Sommer absolut reicht. Sie sass Stunden draussen vor der Trockenmauer der Nachbarn und hat wie so ein Telefonfräulein in der Zentrale wie eine Wilde agiert, weil sie eben Eidechsen aus den Spalten fangen wollte. Soweit ich sehen konnte, haben wir noch keine im Haus (wir hatten schon eine im Klavier, eine unter der Fussmatte und eine in der Fussleiste. Alle sehr lebendig.)

Q. hat sich für die Pfadiaktivität heute und das Zmorge morgen abgemeldet, weil er Halsweh und Husten hat. Coronatest negativ (nicht, dass das noch irgendwelche Implikationen hätte, aber rein interessehalber testen wir. Haben ja noch genug), aber matschig kann man ja auch so sein.

Ich backe fürs Zmorge den Zopf, den er versprochen hat und für den er hoffentlich irgendjemand für die Ablieferung findet, ich zB möchte morgen NICHT um viertel vor acht in der Location sein, sondern um halb 10 oder so.

Ausserdem habe ich den Teig für die Zimtschnecken, die es letzte Woche bei meiner Schwester gab, incl Frosting für morgen vorbereitet und dann eins der Lieblingsessen der Kinder vorbereitet ("Veganer Texmex Auflauf" aus der Kaptn Cook App, nur mit echtem Käse, weil es keinen veganen Käse gibt, der für uns gut ist und nein, das heisst nicht, dass Sie mir jetzt sagen sollen / dürfen /müssen, was da wirklich super ist, danke) und dabei endlich den unsäglichen Podcast zu Daniel Küblböck fertiggehört. Was für ein langatmiges Geseier. Oida. In den über 10 Stunden war für mich nicht ein einziges Fitzel Information oder Einordnung neu und ich habe mich mit Daniel Küblböck noch NIE aktiv befasst, er war und ist mir einfach egal, aber allein durch Diffusion / Osmose von Schlagzeilen, beim Arzt oder Friseur  überflogenen gala/Bunte-Artikeln oder halb überhörten RTL "Nachrichten" hatte ich ohne Witz genau denselben Informationsstand wie diese Hardcore-Küblböck Fanboys and Girls, die sich da über 10 Stunden ungbedingt selber reden hören mussten auf eine vermeintlich achtsame und woke Art und Weise. 10 Stunden, die mir niemand zurückgibt (ok, ich habe währenddessen gekocht, Wäsche zusammengelegt, geputzt, mich geschminkt, Dokumente für einen Dataroom zusammengesucht, tralala). Das Schlimme ist: letztendlich ist das genau der gleiche widerliche sensationsgeile "Journalismus" wie von den angeprangerten Boulevardmedien, nur mit einem verlogenen Rechtschaffenheitsmäntelchen (und halt langatmig und -weilig). Sensationsgeilheit und Leichenfledderei wird nicht rechtschaffener, wenn man drölfzig Triggerwarnungen, Glottisschläge und Pronomentralalala reinpackt. Meine Güte, was eine unangenehme Erfahrung.

Jetzt kam gerade L. nach einem anstrengenden Nachmittag mit lauter Wölfli und welchen, die es werden wollen, nach Hause, es gibt also gleich Essen. Bye


Ach Mist, Selbstheilung vergessen: die vermeintlich kaputten USB Ports an der Docking Station funktionieren wieder, nur einen Tag, nachdem ich ein IT Ticket eröffnet hatte, genauso der tropfende Quooker, der noch Garantie hat und für den ich auch direkt ien Serviceticket gezogen habe. Joah.

Freitag, März 17, 2023

170323 Don't cry for me, Argentina

 Heute morgen ist mir nach dem Aufwachen eingefallen, dass ich gestern abend noch eine sehr unerwartete positivie Nachricht bekommen habe (also: die Anfrage zu stellen, war schon eher, wie man sagt, ein "Hail Mary", v.a. weil ich für den Fall einer solchen Anfrage an mich tatsächlich die Copy-Paste-Antwort "Ganz sicher nicht, gehts noch?!" in seriös in der Schublade liegen habe. Aber: andere Firmen, andere Sitten). Das wird mir helfen, ein Thema, das uns seit Jahren nervt und Geld kostet, aus der Welt zu räumen oder wenigstens ohne signifikante Extrakosten zu regeln. Und das ganz ohne das übliche "throw money at the problem", sondern ... mit einfach fragen. (Ich würde Ihnen ja tatsächlich manche Themen, die mich beschäftigt halten, gerne mal en detail erklären, aber erstens geht das natürlich nicht und zweitens befürchte ich, dass Sie nicht wie ich mittlerweile die Dispennser, die Kinder-Medikamenten beigepackt werden, oder länderspezifisch bedruckte Blisterdeckfolie mit anderen Augen sehen würden, sondern eher den Kopf schütteln und sich wundern, dass das überhaupt ein Problem sein kann respektive Leute wie ich dafür Geld kriegen, sich mit sowas zu beschäftigen. Naja. 

Also: sehr guter Dinge in den Arbeitstag gestartet. 

Sportründchen, das war auch super (und ich habe "Capitani" jetzt fertig geschaut. Joah.

Schnelle Einkaufsrunde mit dem Hübschen, wir freuen uns beide auf Pizzaabend und den entsprechenden Rotwein dazu.

Als alles verräumt war, haben wir uns beide mit einem Kaffee und ein paar Keksen zusammen hingesetzt und haben ein Schwätzchen am Esstisch gehalten. Das ist in den letzten drei Jahren seltener vorgekommen, als man glauben möchte, obwohl wir so viel zu Hause waren und sind. Schade eigentlich. (Immerhin sind die "virtual coffee" meetings ausgestorben, für sowas hatte und habe ich überhaupt keinen Nerv. Könnte sein, dass ich aber in den letzten drei Jahren eh ein bisschen pausenfeindlicher geworden bin, ich war gestern zum ersten Mal seit langem bei der klassischen Znüni-Kaffeepause dabei und meine Güte, ich wurde ganz kribbelig, als mein Kaffee längstens leer war und immer noch gesmalltalkt wurde. Aber eben: man weiss es halt nicht, ob es Smalltalk oder relevante (oder wenigstens interessante :-)) Themen gibt... Nun denn.

Für nächste Woche zeichnet sich ein grösserer Problemblock ab, der die letzten anderthalb Jahre immer mal wieder hochgepoppt ist, aber immer wieder in der Versenkung verschwand und jetzt ist er bei eine meiner Produkte wieder aufgetaucht und naja, ich habe es nicht geschafft, ihn zum Verschwinden zu bringen, ein vermeintlicher Alliierter hat unangekündigt die Seiten gewechselt und so gibt es eine grosse Runde am Dienstag. Ich war erst angesäuert bis wütend, dann aber dachte ich mir: naja, eigentlich nicht mein Problem, entweder ist alles ok und dann haben es danach hoffentlich endlich ALLE eingesehen und ich habe ein Playbook, wenn der Block das nächste Mal auftaucht, oder aber es ist nicht ok, dann ist das aber nicht meine Schuld oder nur mein Problem, sondern betrifft .... alle und das Aufräumen wird ein Grossprojekt. Anyway. Nachdem diesmal Argentinien den Block an die Oberfläche bugsiert hat, rotiert ein kleiner Teil meines Hirns im Hinterkopf und sucht nach dem perfekten Spässle, das "Don't cry for me, Argentina" beinhaltet. Bisher kam ich nur auf "Heul leise, Argentinien", aber erstens könnte das total unangebracht sein, weil es gar nicht klar ist, ob Argentinien "verliert" und zweitens ist die Schnittmenge zwischen Argentinien und "Fack ju, Göhte 2" eher klein.

Beim Mittagessen dann eine Erkenntnis aus Küchenphysik: wenn ein Metallgegenstand, in dem Fall eine Gabel, das anne Induktionsfeld berührt, dann wird die ganz schön ... warm. Sie hat jetzt noch nicht geglüht oder wurde weich, aber die Finger, mit denen ich sie hochgehoben habe, haben keine Brandblasen mehr bekommen, sondern taten nur sehr weh und jetzt spüre ich an den Stellen nix mehr (sie ist mir dann auch noch in den Topf mit den kochenden Spaghetti gefallen, alles sehr suboptimal)

Am Nachmittag war dann der erste Termin für die Badrenovierung. Das wird alles sehr, sehr aufregend, der Hübsche und ich haben eine Prioliste zusammengestellt und die Architektin hatte schon auf den ersten Blick bessere Ideen als wir, die wir das Bad seit ...16 Jahren kennen. Wussten Sie, dass man heute meist Duschen ganz ohne Wände baut, also nicht nur keine Duschwanne, sondern gar nix? Wir müssten dafür allerdings unseren Lichtschalter aus dem Bad nach draussen verlegen und Q. meinte: "Ich fürchte, drei von vieren sind dafür mental noch nicht reif genug". Er hat, ich habe gefragt, mich nicht mitgemeint. Mein Kind denkt also wirklich, ich wäre das vernünftigste Familienmitglied. Ha.


Jetzt ist Feierabend und das Wochenende verspricht ein entspanntes zu werden. Q. muss zwar für die Schule lernen, aber das wird (Geographietest), ausserdem ist Pfadischnuppertag. In der ganzen Schweiz, diesen Samstag, also falls Sie ihre Kinder mal ausprobieren lassen wollen? L. wird bei der Wölflistufe aushelfen, das sind erfahrungsgemäss die, wo am meisten zum Schnuppern kommen. Ich bin gespannt, was er sagt danach! Sonntag ist PFadizmorge und der Hübsche und ich überlegen morgen den Baumarkt zu entern, weil Frühlingsgefühle (und meine Anzuchtpfänzchen ihre Kokostablettenheime zT schon sprengen) und am Sonntag zur Eröffnungsfeier unseres umgebauten Radlladens zu gehen. Ich möchte mir gegen die Angst vor eingefrorenen Augäpfeln beim Radeln einen Helm mit Visier kaufen, ich denke "X-Wing-Fighter-Helmet", oder wie Q. sagte: "Ah, so einen Schwizer Mami-Helm" (didn't know this is a thing".

Jetzt aber erstmal Pizza. (Und hoffentlich werde ich mit dem doofen Podcast fertig, ich frage mich echt, was Leute da dran feiern....)


Donnerstag, März 16, 2023

160323 Über den Wolken

 Nachtrag zu gestern: Ich bin noch ganz beseelt, wie toll das mit dem Interview geklappt hat. L. war so nervös, hatte seine Fragen aber gut vorbereitet und seine Interviewpartnerin war unglaublich geduldig, professionell, freundlich, zugewandt und ach! Ich habe sie ja nach dem Start alleingelassen und nur vor der Tür der Sprachmelodie zugehört, um einspringen zu können, falls die Technik irgendwie spinnen sollte (er hat mein Arbeitslaptop zu Zoomen verwendet und ich kenne dessen Macken und Sperenzchen). War aber ganz unnötig und L. ist nicht nur mit einem tollen Interview, sondern auch mit Tipps aus eigener Erfahrung und soviel Vorfreude und Zuversicht für seinen Berufswunsch rausgekommen, das war so schön! (Und ich habe noch eine zusätzliche Geschenkidee für seinen Geburtstag)

DANKE!

Heute morgen dann war ich überrascht, dass es wieder unter null Grad hatte (zumindest bei uns auf dem Land, in der Stadt war es deutlich wärmer), aber mittlerweile habe ich ja Routine mit Radoutfits für alle Wetterlagen. Beim Heimradeln haben dann wieder dünne Handschuhe und Goretex-Jacke gereicht.

Bei der Arbeit habe ich heute für grosse Verwirrung, hochgezogene Augenbrauen und, glaube ich, ein bisschen Animositäten gesorgt, weil .... ich mich woanders hingesetzt habe als sonst. 

Wir haben im Turm ja "Activity Based Working", d.h keiner hat einen festen Schreibtisch, sondern den ganzen Stock zur freien Verfügung. Es gibt 4 Arbeitszonen:

Collaboration (das sind offene Meetingspaces, eine Bibiotheksecke mit Sesseln etc)

Videoconference (das sind Deskarbeitsplätze, alle mit 2 Bildschirmen und Dockingstation ausgerüstet, wo man mit Headset auf an Videokonferenzen teilnehmen darf, also durchaus sprechen)

Desk working (das sind Deskarbeitsplätze s.o., wo man ein bisschen telefonieren kann und zB  Videomeetings, wo man praktisch nix sagen muss, oder sich halt mit Kollegen dort unterhalten kann)

Silent Area (Desk Arbeitsplätze, wo alles mucksmäuschenstill sein muss)

All diese sind in einem Open Office, sozusagen an den Turmaussenkanten.

Ausserdem gibt es veschieden grosse Fokusräume oder Meetingräume, wenn man zu mehreren diskutieren möchte, mit anderen Kollegen oder Teams über die grossen Videobildschirme kommunizieren oder etwas vertrauliches zu besprechen hat.


Es hat sich eingebürgert, dass meine direkten Teamkollegen (mit anderen aus ganz anderen Abteilungen) und mein Chef in der Videokonferenzecke sitzen, die andere Hälfte der Gruppe sitzt lieber in der Silent Area. Ich fand es in der Videoecke eigentlich ganz gut, dort hat man nämlich Aussicht direkt auf den Rhein, man bekommt mehr einfach so mit, weil die Leute reden dürfen, man kann sich schnell direkt austauschen. Tradeoff natürlich: der Geräuschpegel und die Konzentration. Am Dienstag dann hatte ich tatsächlich genug, weil in der Collaboration Zone OHNE WÄNDE direkt nebendran ein mehrstündiger Workshop mit ungefähr 30 Personen stattfand und ausserdem noch zwei, drei Kollegen aus anderen Abteilungen einfach 8 Stunden am Stück telefonierten und redeten und ich einfach nicht ausblenden konnte. Und 8 Stunden NC Kopfhörer oder Musik oder was auch immer: dafür gehe ich nicht ins Büro und ausserdem tun mir irgendwann meine abstehenden Ohren weh.

Heute habe ich mich also in die Silent Area gesetzt, ich hatte vor allem Arbeit für mich ganz allein (Zusammenfassungen, Minutes, Slidedecks, Dokumentenreview) zu erledigen, das kann ich superschnell und effizient, wenn ich mich konzentrieren kann.

Joah. Ich durfte mir einiges anhören, obwohl ich doch nur genau das mache, was der Plan hinter Activity Based Working ist. Ich musste auch ein bisschen dran denken, was Frau Novemberregen letztens mal schrieb:


Anyway. Hat alles geklappt!

Mittagessen war ich übrigens sehr mondän mit einer ehemaligen Kollegin (also: alles in allem sind wir immer noch Kolleginnen, aber wir arbeiten nicht mehr direkt zusammen wie damals, als ich Betriebschemikerin und sie QA-Managerin für mein Hauptprodukt), nämlich ganz spontan in der Lounge im 38. Stock, die ein Mittagsmenü mit drei Gängen anbietet und nicht mehr ganz so exorbitant teuer ist, wie ich das in Erinnerung hatte. Immer noch teurer als die Kantine, aber nicht sooooo viel. Und dazu war heute Traumwetter, Traumsicht und ich hatte eine grossartige Gesellschaft. Hach.

Daheim dann noch ein ausgedehnter Katzenspaziergang (sogar übers Werksareal), ohne Jonny zu finden. Aktuell ist er noch nicht wieder auf den ausgedehnten Touren von letztem Sommer, sondern meistens eher ums Haus rum. Wenn wir ihn gar nicht finden, ist er meist bei den NAchbarn. Auch heute: er ist in der Wäschekammer in einer Kiste Handtücher so tief und fest eingeschlafen, dass er uns in der Kiste an die Haustür geliefert wurde.


L. hat Pech: es gab wohl irgendeinen krassen Unfall auf der Autobahn, deswegen ist nicht nur die, sondern auch die parallele Kantonsstrasse dicht. Er sitzt in der Nachbarsstadt am Bahnhof fest und bat um abgeholt werden. Abgesehen davon, dass der Hübsche mit dem Auto beim Sport ist, bringt es natürlich nix, wenn wir uns auch noch in den Stau stellen. Dass die S-Bahn, die dank Gleisen stauunabhängig ist, die allerbeste Wahl ist, auch wenn der Weg vom Bahnhof zu uns ein bisschen weiter ist als von der Bushsaltestelle, war offensichtlich nicht ganz einfach zu verstehen und so liess er zwei abfahren, weil "der Bus ja bestimmt gleich kommt". Es ist ja eigentlich ein Zeichen dafür, wie pünktlich der ÖV in der Schweiz normalerweise ist, dass ihm jegliche Art der Verspätung so sehr fremd ist, dass er gar nicht weiss, was machen. Naja. Er wird irgendwie heimkommen.


Gegessen

Joghurt, Mango, Orange, Himbeeren, Heidelbeeren, Müsli

Wrapduo, Safranrisotto, Gurkensalat mit roten Zwiebeln und Aussicht


Asiaartige Nudeln mit viel Gemüse, Erdnusskokossosse und knusprigen Tofuwürfeln


Gesehen: "Luther"

Gelesen: "Das Grab im Moor"