Freitag, Dezember 28, 2018

2018

Same procedure as every year:


Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Alles von 0 bis 10. Im Schnitt würde ich sagen: 6-7.


Wir mussten uns von nach fast 19 Jahre von Dax verabschieden, das war schon der denkbar schlechteste Start ins Jahr.
Die zweite Biopise und die Nupsi-OP, die Leidensgeschichte und daraus resultierende OP des Hübschen und die darauffolgende elendiglich lange Heilungsphase waren auch echt doof.
Durch den Umbau hat uns ein richtiger Urlaub mit physischem Abstand von allem sehr gefehlt.
Zum Jahresabschluss noch eine beängstigende Nachricht aus dem Familienkreis...
Bei der Arbeit war es einfach unglaublich viel und unglaublich anstrengend. Es kam zwar alles gut raus und es wurde auch anerkannt, wie viel davon meine Durchprügeln zu verdanken ist, aber mühelos wäre mal wieder schön.
Ein grosser Streit im Herkunftsfamilienkreis um dieses Blog, eine Stalkerin, die im letzten Jahr endgültig den Schritt von extrem unangenehmem und aufdringlichen Fantum zu blankem Hass vollzogen hat, eine ehemalige Internetbekanntschaft, die was auch immer auf mich projiziert(e) und die Dinge an/über mich schrieb, die mich den Weg über die Rechtsschutzversicherung zur Polizei und dann letzten Endes knapp doch nicht zur Strafanzeige gehen liessen: auch mein Onlineleben liess ein wenig Leichtigkeit vermissen.



Auf der anderen Seite: wir sind alle gesund, so mühsam die OPs auch waren: es waren harmlose Sachen.
Wir haben mit Jon und Sansa zwei wunderbare neue Gefährten.
Beide Kinder haben ihren Schul- und Klassenwechsel mit Bravour gemeistert!
Der Hausumbau war viel weniger stressig als befürchtet und ist echt grossartig geworden.
Wir hatten wunderbare Kurzurlaube, die kaputten Haushaltsgeräte liessen sich ersetzen, ohne uns in finanzielle Nöte zu stürzen, wir waren auf zwei wunderbaren Hochezeiten dieses Jahr und haben vor kurzem von noch einer im nächsten Jahr erfahren, die mich sehr, sehr glücklich macht.
Ich habe den besten Mann und die besten Kinder der Welt, wunderbare Freunde, sei es, dass wir uns aus dem «realen» Leben oder aus dem Internet kennen, es geht uns gut. Sehr gut sogar.



Zugenommen oder abgenommen?
Die App sagt: von Januar bis Dezember 0.6 kg zugenommen.



Haare länger oder kürzer?
Genau gleich.


Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Genau gleichviel


Mehr Geld oder weniger?
Mehr. Gehaltserhöhungen und Boni und tja.


Mehr ausgegeben oder weniger?
Man würde meinen: mehr, haben wir doch ein ganzes Stockwerk ausgebaut. Da wir aber im Jahr davor das Auto gekauft haben: trotzdem weniger.


Der hirnrissigste Plan?
Der Plan war nicht mal von mir, ich war nur dank meines Jobs ausführendes Organ: Nach Indien fahren und das tun, was ich dort getan habe, mit dem Ziel, dass dort alles voll gut wird. Lief: mittel.


Die gefährlichste Unternehmung?
Nachdem ich dieses Jahr nicht ganz Herrin meiner Pläne und Unternehmungen war: sind es eigentlich zwei. Einmal: Nach Indien fahren mit keinem Backup Plan für die 50%-Wahrscheinlichkeit, dass ich auf das dort produzierte Produkt allergisch reagiere und binnen Minuten zum Michelin-Männchen anschwellen würde. Zum zweiten: nachdem das nicht passiert ist, übermütig werden und «I dont’ think, I saw step II» zu sagen und dann auch noch «OK, can I climb up there?» und dann 20m ein wackeliges Gerüst neben schwarzen, brodelnden, unter Druck stehenden Reaktoren nach oben zu klettern. Ohne Geländer. Und Kollegen, die schon woanders waren.


Die teuerste Anschaffung?
Das neue Stockwerk


Das leckerste Essen?
Schon wieder im Bonvivant (diesmal zum Hochzeitstagsfeiern)


Das beeindruckenste Buch?
Ich habe viele Bücher gelesen , auch ganz viele, von denen alle Welt begeistert war und die ich unglaublich fad fand (allen voran «Was man von hier aus sehen kann» von Mariana Leky), aber grossartig fand ich «Sag den Wölfen, ich bin zu Hause» und «Dunkelgrün, fast schwarz» (beides Affiliatelinks)


Der ergreifendste Film?
Hm. Hm. Ergreifend? Ich mag unsere Adventskinotradition und alle HarryPotter-Filme und fand auch «The Crimes of Grindelwald» einfach grossartig.


Die beste Serie?
2The Handmaid’s Tale". (Der Hübsche hat mir die zweite Staffel zu Weihnachten geschenkt und nach nur einer Folge kann ich kaum erwarten, weiterzuschauen).
Ich weiss gar nicht, ob ich das Buch dieses oder letztes Jahr gelesen habe, das wäre auf jeden Fall auch ganz vorn dabei.


Die beste CD?
CD, CD, kein Mensch hört mehr CDs! Aber: «Fastland» von Tina Dico


Das schönste Konzert?
Ich war tatsächlich auf drei echten Konzerten dieses Jahr. Platz 1: Alt+J mit dem Hübschen, sorry, Tina 


Die meiste Zeit verbracht mit…?
Feuerlöschen und durchbeissen


Die schönste Zeit verbracht mit…?
mit den drei Jungs, denen mein Herz gehört.


Vorherrschendes Gefühl 2018?
Oida!


2018 zum ersten Mal getan?
Eine Katze beerdigt
Nach Indien gereist
Einen Knubbel aus der Brust operiert bekommen


2018 nach langer Zeit wieder getan?
Auf zwei Hochzeiten gewesen
Babykatzen adoptiert
Einen Kühlschrank gekauft


3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Den Abschied von Dax
Gestalkt werden und Hate-Postings über mich zu lesen
In meinem Sommerurlaub Executed Batchrecords zu reviewen.


Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass wir die richtigen für Jon und Sansa sind


Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ganz materiell: eine Schiefertafel und einen Büroklammerhalter für L. Das hat er sich schon so lange gewünscht und sich gefreut wie ein Schnitzel, als sie unter dem Weihnachtsbaum lagen.
Und: die Katzentür (respektive den Freigang) für Jon und Sansa


Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Bedingungslosen Rückhalt


Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
«Bin wieder wach»


Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
"Bin wieder wach»


Besseren Job oder schlechteren?
den gleichen plus einen 20% Zusatzjob. Also: schon besser (süss, wie ich letzts Jahr dachte, das Italienprojekt stünde vor dem fulminanten Abschluss. Der war schon fulminant, aber halt erst so Ende August.)


Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Konzerttickets (wie jedes Jahr eigentlich)


Mehr bewegt oder weniger?
ziemlich genausoviel, glaube ich, ich renne die ganze Zeit durch die Gegend. (Mein Schrittzählerarmband sagt: 4553811 Schritte vom 1. Januar bis heute


Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Krank war ich ... gar nicht. Ich hatte zwei schlimme Drehschwindelattacken und die Erholung von der Knubbel-OP


Davon war für Dich die Schlimmste?
Die Drehschwindelattacke in unserem Wellness-Urlaub.


Dein Wort des Jahres?
BEZ


Dein Unwort des Jahres?
Tech-Transfer


Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ganz klar: 22 Monate. Ich bin jeden Tag dankbar, dass uns Josefs Eltern auf die 22 monatige Reise mit ihrem Sohn mitnehmen.


Mein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Ein bisschen mehr Leichtigkeit


2018 war mit 1 Wort…?
Vonallemeinbisserlargviel


2017

Donnerstag, Dezember 27, 2018

Grossfamilie für zwei Tage

Vor lauter Essen, Lachen, Schwatzen, Trinken, Spielen, Essen, erwähnte ich Essen? komme ich weder zum ausführlich Fotos machen (nicht mal vom Essen, das Ende ist nah!) noch zum Schreiben.
Heute haben wir dann zum Essen zurechtschütteln und, und sowas darf eigentlich nicht passieren, wir die aktuellen Gäste noch nicht auf unseren Haushügel geschleift. Ausserdem schien die Sonne und anders als seinerzeit Frau Mutti und Gatte versprochen hatten wir die perfekte Aussicht auf die echten Berge.
Unsere grossen Jungs geniessen den kleinen Cousin in vollen Zügen und die Katzen hoffen auf unbeobachtete Momente, wo sie Leckereien stibitzen können. (Jonny zB: scharfe Chilibohnen und rohe Zwiebeln).


Haben Sie es gut!
No Problama!





Männerkäse haben wir immer noch nicht probiert.


Mittwoch, Dezember 26, 2018

Zweite Runde

Nach den sehr nötigen, sehr gechillten Weihnachtstagen chez nous starten wir in die zweite Runde mit Besuch aus Bayern und Berlin. (naja, eigentlich alle aus Bayern, aber nun ja, wohin einen die Migration halt so verschlägt).
Wir sind nach dem Frühstück alle vier durchs Haus gewirbelt, haben die Kinderzimmer in Gästezimmer verwandelt, unser Schlafzimmer in unser Familienreich, haben die Spuren von ein paar Tagen Faulsein (und Ferien der Putzfrau) entfernt, gemerkt, dass viel lecker kochen dafür sorgt, dass wir kein einziges sauberes Geschirrtuch haben, aber hey, wir mussten eh waschen, für meine erste Pute steht alles parat (ich bin ein bisschen nervös, aber meine Güte, so schlimm wie das 10 Stunden-Schwein wird es sicher nicht in die Hose gehen, der Feldsalat ist besser gewaschen als sonst und sogar entwurzelt, der Granatapfel ist entkernt, der Rotkohl wartet aufs Abschmecken, die Pute ist gefüllt und gewürzt (ich habe mir beim Zumachen mit zwei Zahnstochern einmal echt tief in den Daumen und in das Nagelbett des Mittelfingers gestochen, das tut sehr weh und ich gehe davon aus, dass ich an Salmonellen oder irgendeiner Geflügelpest sterben werde, weil erst waren die Zahnstocher ja in der Pute drin) und, deshalb muss ich sehr aufpassen, dass Jonny die nicht findet, mit Butter unter der Haut gepimpt, das Tiramisu-Semifreddo ist schon fest, die Knödelnuggets warten aufs Anbraten und die Wachteleier sind geschält.
Die Gäste sind noch auf der Autobahn, die Katzen sehen draussen nach dem Rechten (Sansa hat sich heute irgendwann in irgendeinem nachbarlichen Dekoschneehaufen gewälzt und kam heim wie Elsa....), wir haben alle nur kurz heftig gestritten, weil, man darf es gar nicht laut sagen, ein "Knöchelwolf" verloren war. (Lesen Sie mal "Happy Smek Day" und "Smek for President", die gehören zu den allerallerallerbesten Kinderbüchern, die ich kenne und dann wissen Sie auch, was Knöchelwölfe sind) Mittlerweile ist er wieder da, alle sind mit Koffein und Zucker versorgt und friedlich.

Dienstag, Dezember 25, 2018

Wird

Die Katzen haben ein bisschen Aufwärmzeit mit dem Baum gebraucht. Mittlerweile dienen die unteren Zweige als Selbstbedienungsladen in Sachen Kugeln, ich bin mir nicht sicher, ob wir mittlerweile eine vierte Ikea-Plüschgurke haben, die Pute ist parat für morgen, ich hatte bis mittags den Pyjama an, war in der Sauna, bin zweiter, dritter und letzter im Dartmatch gewonnen und ach, es geht uns schon gut.
Morgen dann: noch eine Runde Weihnachten mit mehr Leuten!

Montag, Dezember 24, 2018

Merry, merry

Nach einigen Widrigkeiten (antihaftbeschichtetes Geschenkpapier? Habt ihr Lack gesoffen bei "Flying Tiger?"*),


einigen Enttäuschungen (wir haben den Baum noch fester angetackert an der Decke als eh schon immer, wir haben schweren Herzens auf all den schönen Glasschmuck verzichtet und alles aufgehängt, was unzerbrechlich ist, und dann schauen die Katzen den Baum nicht mit dem Po an? Hoffentlich rupft wenigstens der Superburschi übermorgen dran rum, sondern das alles für die Katz!),

Geschenkpapier (das nicht antihaft-dings) ist aber super


 wurde das ein unglaublich schöner Heiligabend. Die Katzen müssen das mit dem Familienfoto noch lernen, aber sie sind ja noch klein. (naja. jung.)






Wir wünschen Ihnen wunderbare Weihnachten, hoffentlich können Sie ein wenig Zeit mit Ihren Lieben verbringen und durchschnaufen, bevor es 2019 weitergeht. (Sehr spannend, btw, wie wir vor kurzem erfahren haben!)


* Erzählen Sie mir nichts von den Klebenupsis, die kleben überall ausser auf dem Papier und reichen hinten und vorne nicht

Sonntag, Dezember 23, 2018

Familie Brüllen und die Kammer des Schreckens

Was mir neben dem Zimmeraufteilen ohne Witz das ganze Jahr auf der Seele lag, war, dass das Kammerl letzes Jahr über Weihnachten nicht ausgemistet wurde und hm... die davor etablierte Ordnung nicht die richtige, weil nicht nachhaltig. Ich bin ja überzeugt davon, dass erst dann die richtige Ordnung herrscht, wenn sie praktisch mühelos im Alltag beibehalten werden kann, d.h. man kommt an all das, was man normal braucht ohne Aufwand dran, und es ist kein Stress, was rausgeholtes an den Ort zurückzuräumen, wo es hingehört. Tja. Und wenn man das einmal nicht mehr macht, macht man es zweimal nicht und dann nie wieder und nach zwei Jahren sieht es so aus:



Und weil wir nach eine Tag Ferien so unglaublich entspannt waren, haben wir gestern beschlossen, das heute aufzuräumen. Es war genauso schlimm wie befürchtet, es hat zu viert ungefähr 8 Stunden gedauert, ich habe ein paarmal geschimpft und auch gebrüllt und einmal vor Wut geheult (für den Fall, dass Sie glauben, unsere Kinder wären superfriedlich und praktisch schon roboterhaft gleichgeschaltet: nope. Ich bin allerdings in tiefster Seele davon überzeugt, dass es on the long run nur klappt, wenn man "Ohhhh, so anstrengend, hm ich mach das mal extra ungeschickt, dann sehen die Eltern schon ein, dass ich besser doch Netflix-schauen sollen dürfte" ignoriert und eben, auch wenn es länger dauert, darauf besteht, dass alle ihren Teil beitragen.


Ich habe mich 22 Jahre nach der Vorlesung von dem "Instrumentelle Analytik"-Ordner getrennt. Meine Güte, habe ich mal viel gewusst. Und schön geschrieben. (und damals schon Glitzer gemocht)
Und immer diese Angst, aus Versehen eine Katze mit wegzuschmeissen






Es ist beeindruckend, wie viel Zeug in diesem kleinen Kammerl Platz hat, das gesamte Obergeschoss war voll.


Es wurde dann irgendwann, ich habe mich zB damit abgefunden, dass ich im Moment nicht so viel zum Nähen komme, dass das rechtfertigt, dass alle drei Maschinen einsatzbereit parat stehen. Jetzt sind die Sachen sortiert und in Kisten bereit.
Die Kinder haben die Schul- und Kindergartensachen auch 8 bzw 5 Jahre aussortiert, wir haben Handys (und KARTONS) der letzten 20 Jahre und unseren Röhrenfernseher und drölfigg Kilo Elektroschrott beim sonntagsoffenen Elektromarkt entsorgt und tadaaaaaa, das Kammerl ist bereit für Weihnachten:

Ich überlege, den Baum hier oben aufzustellen. So schön wird es nie wieder.

Oida, popoida, war das viel.

Jetzt: nach Lachsspaghetti noch ein Weihnachtsfilm für alle und Geschenke packen wir morgen ein.

Stressleveldurchschnitt gestern: 16
Selbstbeweihräucherung: die Kinder nicht zur Adoption freigegeben

Samstag, Dezember 22, 2018

Erledi-family

Erster Ferientag! Man sollte vermutlich ins Nachdenken kommen, wenn man um halb fünf aufwacht und HELLWACH ist. Ich hatte aber keine Zeit, ich musste nämlich aktiv wieder einschlafen und bis halb neun an der Matratze horchen.
Kaffee im Bett, trotz "heute machen wir eigentlich nix" mit der heissgeliebten "Gingerbread"-Palette von Too Faced richtig schminken, WEIL ICH ES KANN, Bücherei, Frühstück, Tagesplan.
Auf dem stand heute eigentlich nur "Baum holen", "Fleisch abholen", "Pensionskasse tralalala". Baum holen war einfach, wenn kein Schnee liegt, gehen fahren wir einfach zum Werkhof runter und kaufen einen lokal frisch geschlagenen (Lustige Diskussion gestern auf Twitter, ob Natur- oder Kunstbaum ökologischer sei. Ich weiss gar nicht, wie man auf die Idee kommen kann, dass ein Baum aus Plastik (aka: irgendwo in China unter fragwürdigen Bedingungen extrudiert wurde) ökologischer sein kann als einer, der ... gewachsen ist, Photosynthese betrieben hat, und danach entweder, wie ich gelernt habe, in der Summe CO2-neutral verbrannt oder noch besser, kompostier wird.). Was wir nicht auf dem Schirm hatten: wenn um 12 Verkaufsstart ist, sind um 12:08h nur noch sehr stachelige Rottannen in schöner Form und Höhe über 0.80 odr 3.20m verfügbar. Aber: in Anbetracht der felinen Bekletterer und U2-Befummler ist eine stachlige Rottanne vielleicht nicht das schlechteste.
Fleisch holen: ich hatte vage was in Erinnerung von "Parken auf dem Feld, Anstehen durch den ganzen Laden, wehe, wenn Du Deinen Abholzettel nicht dabei hast". Wir hatten aber trotzdem keine Lust, Punkt 8 im Laden zu stehen und hatten vorgesorgt: Getränke, Snacks, Lesestoff, Powerbank, Seelenfrieden, alles dabei. Und dann, überall im Laden "bitte bedienen Sie sich"-Getränkestände, aber keine Leute und:


Hm. Auf dem Rückweg sind wir bei meiner kleinen Schwester vorbeigefahren, Geschenke austauschen, und haben erstens die grosse Basel-nahe Filiale unsres Supermarktes gesehen, wo die Leute auf de Schlammparkplatz Schlange standen, und von ähnlichen Zuständen in andere Supermärkten direkt neben der Basler Grenze gehört: vermutlich gehört unsere menschenleere Filiale zu den Segnungen des Lebens in Suburbia.


Daheim dann: Familienfilmabend, weil wir ja diesen Advent ohne StarWars verbracht haben. Ich sags mal so: Dass sie "Solo" zur SaureGurkenZeit in den Kinos im August rausgebracht haben, war eine weise Entscheidung. Ich bin ja normal sehr gnädig, was Se- und Prequels angeht, aber meine Güte: das war ja sowas von fad! Ich habe zur Halbzeit wegen "couldn't care less" angefangen Pizza zu machen und habe das Gefühl, ich habe nix verpasst


Bummer des Abends: "E15". Ich hege ja eine Hassliebe (naja, viel mehr Hass als Liebe) zu unserer Spülmaschine, die eine absolulte Fehlkonstruktion von Ablaufpumpensieb hat. Es kann nicht angehen, dass diese fuddelige Plastikteil jeden zweiten Spülgang aus der Halterung plumpst. Aber: das ist ja E22, E15 hat dann einen Hardwarestop, d.h. man muss tatsächlich den Service rufen die Bodenverkleidung abschrauben und die Wanne austrocknen. Aus Industriesicht: so viele recurring deviations kann man sich nicht erlauben. Dafür braucht es engineering controls, ich schlage vor: zB einen Ablauf in der Bodenwanne, aber bis das realisiert ist, kaufen wir halt nie wieder eine Siemens-Maschine. Und auch keine Elektrolux, wenn wir schon mal dabei sind, die hat genauso gesponnen.


Und damit es nicht zuuuuuu besinnlich wird, räumen wir morgen noch das Kammerl des Grauens aus, aber dann, dann, dann ganz sicher, ist Weihnachten.


Stressleveldurchschnitt gestern: 18
Selbstbeweihräucherung: nicht gegen die Spülmaschine getreten