261026
Mittelgut geschlafen, aber immerhin eine kuschlige kleine Katze im Arm gehalten, das war schön.
Frühstück war sehr lecker, es gab den Apfelkuchen von gestern mit warmer Karamellsosse, ich meine: Kuchen zum Frühstück ist bestes!
Dann: Radeln zum Schwimmen und Arbeiten. Die Extrastunde machte sich tatsächlich noch ein bisschen bemerkbar, es war zwar immer noch dunkel, aber nicht ganz so pitch black wie die letzten Wochen. Ich habe noch Farbuntertöne an grünen Feldern und roten Stopschildern erkennen können.
Schwimmen: nicht in der besten Form, was Ausdauer beim Kraulen angeht, oder es war mir zu voll zum Teil, um durchzukraulen, weil ich da nicht so gut sehe, was vor mir ist und heute echt wild Seiten gewechselt oder nahezu im Stillstand eine Bahn blockiert wurde (ich bin ein bisschen ungnädig mit den Pensionierten, die auch ins Hallenbad dürfen, warum müssen die zwischen halb sieben und acht schwimmen? Die müssen nicht um 8:00h im Meeting sitzen....). Also habe ich einige Brust-Bahnen eingebaut und mich beim Kraulen auf Technik konzentriert. Für mich war es das letzte Mal eine Erkenntnis, dass die Gleitphase anders funktioniert, als ich dachte: ich dachte, man gleite da mit einem Arm vorne und einem nach hinten, aber das ist gar nicht so, sondern man hat den einen Arm vorne, zieht den anderen Arm aber schon wieder vor und taucht ihn etwa ein Fünftel der Gesamtstrecke hinter dem vorderen Arm ein und zieht dann den vorderen Arm hinter. Das ist ein bisschen anderer Rhythmus, als ich das bisher gemacht habe. Beim Üben habe ich dann fast vergessen, dass ich Beine habe und meine Güte, ein Wunder, dass ich irgendwann mal Schwimmen und Laufen gelernt habe...
Dann: Arbeit. Was soll ich sagen. Ich nehme das Ganze jetzt als "Immerhin habe ich keine Mühe mehr damit, klare Ansagen zu machen." Wtf einfach.
Naja.
Und: ich habe etwas, womit ich mit meinem Chef beim Year-End Review reden möchte: ich möchte dieses Projekt abgeben. Am liebsten nach diesen Review, realistisch gesehen würde ich evtl noch einen weiteren mitmachen, um sicherzugehen, dass all die Fehler und Bugs aus dem IT Tool ausgebügelt werden und die Leute ihre Versprechungen einhalten. Wie gut, dass ich jetzt gut klare Ansagen machen kann.
Heimradeln erstens spät, weil halt Meeting bis lang, dann aber auch RICHTIG im Dunkeln, an sich keine grosse Überraschung, aber es ist um halb sieben kohlrabenschwarz draussen...
Daheim grad noch über den Hübschen gestolpert, der sich fertigmachte zur ausserordentlichen Eigentümerversammlung. Mit den Kids zu Abend gegessen und so viel gelacht und geredet und die verschiedendsten Themen angerissen von neuen Zutrittskarten, Fritz Haber und Clara Immerwahr (der Kerl war so ein Drecksack und der Wikipediaeintrag macht mich noch aggressiver. Wussten Sie, dass er unbedingt neben seiner ersten Frau begraben werden wollte, die sich wegen ihm umgebracht hat, und weil sie in Deutschland beerdigt war und er in Basel gestorben ist, weil irgendwo hat auch der Vater des Gaskriegs anscheinend eine Grenze, und deshalb liess der Sohn die Mutter exhumieren und auch am Hörnli-Friedhof beerdigen. Nicht mal im Tod hat sie ihre Ruhe! (Der Wikipedia-Eintrag macht mich auch ganz aggressiv: "Das Paar lebte in einer repräsentativen Wohnung, deren hohe Miete es ihnen nicht erlaubte, Dienstboten anzustellen, weshalb Clara Haber alle Hausarbeiten selbst verrichten musste. Arbeiten im Labor musste sie auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, wie sie ihrem Mentor Abegg schrieb. Die wissenschaftliche Arbeit fehlte ihr. Dazu kamen Gemütsschwankungen während ihrer schwierig verlaufenden Schwangerschaft. (...) Haber ängstigte die schwierige Schwangerschaft seiner Frau, da seine Mutter im Kindbett gestorben war. Diese Sorge wie auch den Misserfolg bei der Berufung auf den neuen physikalisch-chemischen Lehrstuhl der Karlsruher Hochschule in dieser Zeit verarbeitete er durch ein hohes Arbeitspensum. Wochenlang laborierte er an einer Gastritis. Am 1. Juni 1902 wurde der Sohn Hermann (1902–1946) geboren. Kurz darauf ging Fritz Haber im Auftrag der Deutschen Elektrochemischen Gesellschaft auf eine viermonatige USA-Reise.[34] Die zweite Ehefrau Fritz Habers berichtete 1970, dass Clara Haber nach der Rückkehr ihres Mannes aus den USA das gemeinsame Schlafzimmer aufgekündigt habe, was durch andere Berichte gestützt wird. Dies könnte – so die Historikerin Angelika Ebbinghaus – die Ursache schwerer Ehekonflikte gewesen sein.[36][37][38]" Klar, der Mann ist nicht da, wenn es ihr richtig, richtig schlecht geht, seine Arbeit ist das allerwichtigste, das Kind wird geboren, er geht für 4 MOnate in die USA, aber dass seine Frau ihn danach aus dem Schlafzimmer wirft, ist "die Ursache schwerer Ehekonflikte. Ja, du mich auch... Ich glaube, ich halte nächstens mal beim Heimradeln am Hörnli und lege Clara Blumen aufs Grab, extra angeschrieben: "Nicht für Fritz, möge er in der Hölle schmoren". Wo war ich stehen geblieben?). Ah ja, wir hatten echt Spass beim Abendessen. Der Hübsche war deutlich schneller zurück als gedacht, wurde in die Diskussion mit einbezogen und dann war auch schon Feierabend.
Jetzt muss ich noch schnell Kleider für morgen bereit legen, vllt ein Auto in Nordisland buchen und dann ist Serien/Buch/Schlafenszeit.
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