Donnerstag, Oktober 22, 2026

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Die Kaltmamsell hat sich ein Stöckchen ausgedacht und weil meine Tage hier in dem, was ich schreiben kann (und was mir abends noch einfällt) eher eintönig sind, here you go.

1. Welches war dein erstes Stofftier und was verbindest du damit?

Ich musste auf den Fotos nachschauen, was dort als erstes auftaucht, ich hatte es nämlich ganz falsch in Erinnerung gehabt.Aus dem Kopf hätte ich gedacht, es wäre der Hund gewesen, der wie Kaltmamsells Fuchs ein Steifftier war, nicht besonders kuschelig, aber ich habe ihn trotzdem sehr geliebt, weil ich die Erinnerung an die Hunde meiner Grosseltern eben nicht habe ausser auf Fotos 

"Burli" und ich

und da sehr traurig drüber war (damals, als ich noch dachte, ich würde Hunde mögen). Aber: der Hund ist auf keinem einzigen Bild drauf! Dann dachte ich: Waschi, den Waschbär, der überhaupt nicht aussieht wie ein Waschbär, aber trotzdem einer sein sollte. Der war auf jeden Fall sehr früh dabei, hier sieht man neben der Katze, die ich in gar nicht so intensiver Erinnerung habe, immerhin seine Nase und einen Fuss links im Bild


Hier nochmal in ganz:

Noch früher hatte ich übrigens eine Puppe, die ich wie meine beste Freundin Brigitte genannt habe. Eine so enge Beziehung wie zu Stofftieren und ganz besonders meinem allerliebsten, hatte ich zu der nie (auch nicht zu ihrer POC-Schwester, die keinen echten, sondern nur einen heute unaussprechlichen Namen hatte)

 Das meistgeliebte Stofftier, war allerdings "Orsi", ein Steiffbär, den ich mir damals selber ausgesucht habe und den ich so toll fand, weil er seinen Mund offen hatte. Ich habe ihn (und Waschi) so, so, so sehr geliebt (überhaupt Stofftiere viel mehr als Puppen, die waren eher zum Frisieren und hatten immer doofe Haare) und überall mit hingeschleppt. Ich erinnere mich noch an den zweiten Tag in der Schule, als ich vergessen hatte, meinen Teddy an der Bushaltestelle meiner Mutter zum Mitheimnehmen in die Hand zu drücken und er dann in der Schultasche sass und ich das so schön fand, bis meine Lehrerin ihn gesehen hat und gemeint hat, dass man in der Zukunft jetzt aber schon Stofftiere daheim lassen sollte, weil halt Schule, ne? 

Hier eine Hommage an Orsi (er sitzt mitsamt Waschi auf dem Speicher):










Hier wurde Orsi getauft. Aus einem Zahnputzbecher.


2. Wie stelltest du dir als Kind dein Erwachsenenleben vor?

Ich glaube, als ein grosses Abenteuer! Ich wollte ja Heinrich Schliemann werden! Skurrilerweise habe ich die Realität, die ich von meinen Eltern vorgelebt bekam, nullkommanull mit Erwachsenenleben in Verbindung gebracht, das war ausserhalb meiner Vorstellung, dass mein Leben mal so aussehen würde (tuts ja auch nicht, respektive es fühlt sich nicht so an, wie es mir immer kommuniziert wurde.) Ich würde sagen, das mit dem Abenteuer ist schon ein bisschen so geworden, auch wenn nicht ganz so offensichtlich wie als Heinrich Schliemann :-). Wobei der bestimmt auch Alltag hatte.

3. Warst du ein eher leises oder eher lautes Kind?

Naja, was wohl? Ich war laut, hatte ein sehr grosses Gerechtigkeitsempfinden, war gerne Bestimmer. Was heisst "war"? (Mir wurden ja immer "so ein Kind wie du" gewünscht. Diese Wunsch, der ja wie immer bei solchen "Klassikern" nicht nett gemeint war, sondern als Herabwürdigung und Runtermachen, ist ja Gottseidank in Erfüllung gegangen und ich habe sogar zwei Kinder, in denen ich jeweils sehr viel von mir wiedererkenne und das ist wunderbar.) (Aber: ich habe auch super, super, super viel gelesen, da war ich dann nicht laut)

4. Gab es etwas in deiner Kindheit, das du heute sehnsüchtig vermisst?

Ich habe wirklich lang überlegt und ich glaube, es ist die Unbefangenheit, das Gefühl, dass man alles erreichen kann, dass man das Abenteuer und die Möglichkeiten sieht und nicht, was alles schief gehen kann, wie anstrengend es ist, was man alles bedenken muss.


5. Welches Verhältnis hattest du als Kind zu Musik?

Wenn man sich anschaut, wie früh (s.u) ich mit Musik angefangen habe und wie viel Zeit das beansprucht hat (Flöte von meinem Vater gelernt, dann Musikschule, ab der 5. Klasse Klarinette, ab der 7. Klavier, Bläsergruppe der Musikschule, Orchester der Musikschule, Orchester in der Schule, Jugend musiziert), würde man vermuten, ich wäre total begeistert gewesen und Musik wäre mein Leben gewesen. Es gab auch tatsächlich Aspekte, die ich grossartig fand: die Orchesterproben und Konzerte, generell die Auftritte (ausser die schrecklichen wie mit dem Hackbrett-Orchester, bei all den Kirchenevents, beim Trachtenumzug des Volksfestes, die Unmengen an Martinsumzügen und what not), das war grossartig und super, ich habe das so, so, so, so genossen!

Aber.

Es war so ein Druck und Zwang hinter dem Üben, mein Vater war ein grauenvoller Lehrer, (meine Mutter war zumindest für ihre eigenen Kinder auch eine furchtbare Lehrerin, aber hatte mit dem Musikunterricht aktiv nichts zu tun, das war eher für Schulthemen),  die Instrumentenwahl war nicht meine, ich habe Klarinette lernen müssen, weil mein Opa uns (warum auch immer) eine Klarinette geschenkt hat, nicht Querflöte oder Geige oder Cello, was ich viel lieber gelernt hätte. Naja. (War der Geschwisterrivalität dann schon auch nicht zuträglich, dass meine jüngeren Schwestern der Reihe nach Querflöte, Geige und Cello gelernt haben....). Ich hatte nie das Gefühl, "nein" zu sagen, wäre ene Option gewesen. Es gab so viel Zeug, was ich gemacht habe, weil ich das Gefühl hatte, zu müssen. (meine Güte, die Nachtigallpfeife beim Hackbrettkonzert im Dirndl, auf dem Volksfestwagen beim Trachtenumzug, ich habe es gehasst.....)

Sonst war Musik bei uns daheim nie etwas zum Spass, sondern immer ernsthaft. Es gab immer "gut und hochwertig" und "schlecht, billig, minderwertig" (Allein schon, dass wir nur auf Barockflöten gespielt und gelernt haben und auf die, mit den "normalen" halt einfach, runtergeschaut wurde.... 

Alles, was ansatzweise "neu" war, war wertlose "Tschinderassabums-Musik", und "neu" war alles nach zB BigBand-Sound aus den 20ern. Es gab NULL Hitparade, Rock, Pop, Schlager, irgendwas. Es wurde ganz strikt nach E- und U-Musik unterschieden, E war gut, U war schlecht und minderwertig.

Deshalb hatte alles "solche Musik" hören etwas sehr verruchtes und verbotenes an sich, ich habe meine heimlich überspielten Kassetten von meinen Freundinnen mit Kuschelrock, Juliane Werding, Hitparade beim Trampolintraining am Freitag aufgenommen gehütet und versteckt wie einen Schatz. 

Naja.



Sonst so:

Anmeldefenster für das zweite Schwimmesemester ist raus. Es gibt zwei Varianten von "besser Kraulen lernen": Intermediate und Plus. Offiziell ist für beide der Anfängerkurs die Voraussetzung, die Leute im "Plus" wollen "so schnell wie möglich besser in Technik und Geschwindigkeit werden", die Leute in "Intermediate" wollen "ihre Kenntnisse aus dem Anfängerkurs vertiefen".

Ich hätte jetzt ja (und Sie werden grinsen, weil ich beim Reinkopieren auch sehe, welche Beschreibung mir entspricht) gerne erstmal einen Intermediatekurs gemacht, auch weil ich den "Plus" Kraulkurs zT schon auf der Nebenbahn erlebt habe und alter Verwalter, sind die wild. Aber: der Intermediatekraulkurs ist Donnerstags um fünf, also 100% overlap mit unserem Groupmeeting und bei aller Begeisterung fürs Kraulen, das gildet nicht als Entschuldigungsgrund für ein halbes Jahr Teammeetings verpassen. Einen Pluskurs gibt es, wie wir alle wissen, auch Dienstag morgen um halb acht, das ist mir fast ein bisschen spät, aber ich sollte eh mehr schlafen. Also: Plus-Kurs it is, wir werden sehen.


Gemüsekorb heute nochmal in der 7-10kg Ausgabe:

Rucola, Feldsalat, Tomaten, Lollo Rosso, Lollo Bianco, Randen, Kartoffeln, Blumenkohl, Bohnen, Pak Choi, Koriander, Petersilie, Spinat und doppelte Menge von DEN EIERN!



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