Plan heute: Nara, weil L. das in seiner Zeit hier so schön fand und nicht genug Zeit dort hatte. Ich hatte gestern nich recherchiert, welcher Zug, welches Ticket, tralala, und uns Kintetsu limite express Tickets für hin gebucht. (Alles per App, super easy)
Einschub: ich weiss, AI, diesdas, aber: ich habe diesmal unseren gesamten Trip mit massiver Gemini-Unterstützung gebucht (die Fehlbuchung in Kyoto geht auf mein Konto), das war richtig hilfreich beim Abklären von all den verschiedenen Optionen, zu bedenkenden Sachen, gerade, weil japanische Websites zwar schon oft auf englisch verfügbar sind, aber nicht vollständig, same für die automatische Übersetzung. Punkte waren: wie komme ich von a nach b, welcher Railpass macht Sinn, wie schicke ich mein Gepäck, wo kriege ich was vegetarisches zu essen. Gestern zb sehr, sehr hungrig via KI-Zusammenfassung gesucht: ramen Nähe kyoto station, für vegetarier und fleischesser, alternativ wären wir auf die schnelle eher in einem McD gelandet, was es ja auch nicht sein kann. diesmal also: welcher Zug, wie buchen, wo vegetarisches Ekiben?
Start deutlich smoother als gestern, beim Kaffeeholen merkte L.., dass er seine IC Karte vergessen hatte und sauste zurück. Sie war dann doch in der Hosentasche. Ich stellte mich beim IC-Card scannen an wie der erste Mensch und so schmolz unser Puffer bis zur Zugabfahrt so zusammen, dass ich beschloss: kein Umweg über Zugbento, wir suchen direkt den Bahnsteig. Scannen unserer QR Codes klappte smooth, es gab einen grossen Daumen hoch vom Gate-Mann.
Am Gleis war direkt noch ein Family Mart, in dem wir uns mit Zugsandwiches eindecken konnten (L organisierte an der Kasse wie ein Profi, dass die zu wärmenden gewärmt wurden.
Unsere Plätze im Zug waren schnell gefunden und wir freuten uns noch, dass wir eine Teuhe umdrehen konnten, damit wir uns gegenüber sitzen könnten. Ls Freundin klärte uns dann auf, dass das nicht so gedacht sei, sondern einfach alle Sitze an der Endstation in Fahrtrichtung gedreht werden und man dann halt vorwärts fährt.
Die Fahrt war supergemütlich und schon direkt am Bahnhof waren die ersten Hirsche auf dem Vorplatz.
Auf dem Weg zum Park wurden es immer mehr, sie liefen über die Zebrastreifen, chillten auf dem Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen und natürlich auf dem Gehweg.
Anscheinend wussten sie, dass die Leute, die ZUM Park laufen, noch keine Cracker haben und liessen uns in Ruhe. Erster Eindruck, wie aufdringlich sie werden können: ein junges Elternpaar mit Kind im Buggy wollte ei Selfie mit Hirsch machen. Dafür gab es dem Hirsch viel zu wenig Cracker und er schnappte sich kurzerhand die Plastiktüte mit der Spielzeug-Todaiji-Buddhahalle, die das Kind auf dem Schoss hielt und fing an, drauf rumzukauen. Das Kind brüllte, die Eltern kreischen, der Hirsch kaute. Gegen inen Zehnerpack Cracker gab er Buddha auf.
Wir haben dann auch irgendwann Cracker gekauft und ... holla. Die Hirsche scheinen die WIRKLICH gern zu haben. Wer stehenbleiben, zB an einer roten Ampel, wird erst durch hektische Verbeugungen (das haben die Hirsche dort durch positive Verstärkung gelernt: Verbeugung =Cracker), dann durch Anstupsen, dann durch bestimmtes Zwicken in die Beine, Flanke oder Po zum Rausrücken der Cracker genötigt.
Wir liessen uns treiben und landeten beim Todaiji-Schrein, dem größten Hollzgebäude der Welt, obwohl es nach zweimal Abbrennen deutlich kleiner ist als auch schon.
Eintritt war sehr ordentlich geregelt incl wann wo keine Gruppenfotos, damit man den Flow nicht aufhält.
Hirsche dürfen übrigens nicht rein.
Drinnen eine sehr, sehr beeindruckende Buddhastatue und viel mehr.
Wir haben einen Dachziegel zu Austausch für die historischen Gebäude gestiftet, und dann ist L. zwischen lauter kleinen, spillerigen japanischen Schulkindern durch "Buddhas Nasenloch" gerutscht.
Es gab grosses Gejohle und Applaus, als der doch etwas breitere L. da durchflutschte (das Loch ohne Sinn und Zweck in der Säule ist genauso gross wie Buddhas Nasenloch und wer durchkriecht, ist auf dem Pfad der Erleuchtung.)
Dann waren wir schon bereit für eine Kaffeepause, dafür vertraute ich auf den Tipp von
Wanderweib und lotste uns zum Cafe Ryobidu.
Kaffee, Yuzu Tee und zwei Eisbecher mit Teisbällchen und Cornflakes stärken uns für den Weg zum Kasuga Taisha. Der Weg surch den Wald, mit immer neuen Schreinen und all den Steinlaternen war wunderschön!
Zwischendrin verspeisen wir die Onigiri, die wir gestern, weil zu voll, nicht mehr geschafft hatten, passten perfekt!
Dann waren wir langsam gesättigt von Hirschspucke und Buddhismus und machten uns auf den gemütlichen Weg zurück durch den Park und zum Bahnhof. L. bekam von einem Motorradfahrer auf einer fancy Maschine eine Japanflagge und ein Stirnband geschenkt. Google Translate sagt "Sicherer Sieg" und Kontextsuche beruhigt, dass das ein Standardanfeuerungsruf ist, nicht ein "Sieg Heil" Äquivalent.
L wollte noch ein Foto mit einem Hirsch und der Flagge machen, aber der biss direkt rein und nachdem wir vorher gesehen hatten, wie ein Hirsch eine ganze Parkkarte aufgefressen hat, wollten wir das nicht riskieren.
Rückfahrt in einem normalen Expresszug der Kintsegu Linie, das geht ohne Sitzreservierung, sieht aus, wie ein normaler U-Bahnzug.
Heute sind wir ein bisschen fitter und besser für einen Shoppingbummel gerüstet.
Shoppingbummel included: guiding by L. So cool, wenn dein Kind dir einfach Schleichwege durch den Bahnhof von Kyoto zeigen kann, wo man Ampeln vermeidet, I mean?! Und versteckte Kunstwerke, Schreibwaren, Kitkat,Pocky (bin bisschen im Mikado-Pocky-Glico-Lu-Bahlsen-Mondelez-Rabbithole verschwunden), Snacks, Zusammenbauroboter, Muji, Shinkansen Merch und dann richtig gute Ramen (für mich vegi) in einem versteckten Laden im Nishiki Market (Bassa Nova, danke Gemini!)
Jetzt zum Hotel laufen, Koffer packen, umpacken für Gepäcktransport nach Tokyo vorbereiten, während wir für zwei Tage nach Hakone in einen Ryokan entschwinden. Mit dem Shinkansen
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen