Dienstag, September 29, 2026

290926

So. Uff.

Ich schreibe das hier aus dem Hello Kitty-Haruka-Express von Osaka nach Kyoto. Es ging also nicht alles schief.
Gestern war dann noch wild: wir haben uns sehr gemütlich den Helsinki-Flughafen erkundet, alle Fotospots genutzt, die Helle und Weite und kreativen,  schönen und durchdachten Sitz-und Ladegelegenheiten bewundert.
Dann boarding, einbuffen, und dann kam die weirdese Ansage des Captains, die ich je gehört hatte: "Ja, also, bis vor einer Minute sah alles super aus und wir waren bereit, pünktlich zu starten, aber, naja, ich weiss auch nicht, jetzt hat Polen seinen Lufttaum gesperrt und wir wissen nicht, wann und wie wir fliegen können. Eventuell müssen wir einen grossen Umweg fliegen und brauchen dafür noch mehr Treibstoff. Also. Ich weiss auch nicht. Wir stehen hier jetzt mal sicher noch 90 min"
Recherche ergab: russischen Luftangriffsgeräte nahe oder innerhalb der polnischen Grenzen. Helsinki klang gar nicht so schlecht.
Im Flugzeug nahmen das alle stoisch hin.
Nach 90 min wurde dann tatsächlich gestartet. Es gab recht bald Abendessen und Reisen mit grossen  Kindern bedeutet auch, dass danach Zähne geputzt, Nachtskincare aufgetragen, Ohrstöpsel rein, Schlafmaske auf, Augen zu und schlafen bis zum Frühstück. (Nicht ganz, drei Reihen hinter uns sassen zwei Eltern mit zwei kleinen Kindern, ich schätze 1 und 4 oder 5 und der grössere hat einfach 8 Stunden durchgehend gebrüllt und getobt und gezetert (und dabei den kleinen geweckt.). Neben der Lärmbelastung war ich ein bisschen beeindruckt von der Ausdauer,  aber holla, war das anstrengend.
Mit leicht steifem Nacken habe ich dann mei  zweites Buch ausgelesen und schon sind wir im verregneten Osaka gelandet. Unser Gepäck konnten wir via Tags in Singapur orten und bis wir am Baggage Schalter waren, hatte der Hübsche via Gemini schon rausgefunden, erstens mit welchem Flug es in Singapur gelandet war und wann es frühestens in Osaka ankäme. Bis dahin ging es ein bisschen, weil ausgerechnet mein Pass beim Visit Japan Ding falsch eingelesen worden war und manuelle Nacharbeit am Immigrationschalter erforderte.
Dann: ausführliches, langes, sehr freundliches Ausfüllen des Gepäckverlustscheins mit Farbkarte zum Beschreiben etc..
Wie vom Hübschen rausgefunden, würde es um 5 in Osaka ankommen, aber so süss die kleine  Zollbeagles mit ihrer Weste waren, so sehr wollten wir ankommen, also wird es uns morgen ins Hotel geliefert. 
Beim Rauskommen dann war ich etwas überfordert, aber an der Touristeninfo bekamen wir ein Zugticket, Hinweis, wo wir die IC Karte in Kyoto holen können und auch, wo Bargeld.
Jetzt also: Zug. Gar nicht so unangenehm,  dass wir kein Gepäck haben!
Los geht's, das Japanabenteuer!

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