220926
Gut geschlafen (oder: wie die wohl verrutschte Uhr sagt: "Kein Schlaf erkannt"), die letzten Minuten vor dem Wecker warm eingekuschelt mit kaltem Gesicht (bald ist Wärmflaschenzeit!) die Ruhe vor dem stürmischen Tag (dem Rest der stürmischen Woche, bevor es nach Taifun-Japan geht) genossen.
Der logische Schluss, dass es vllt zu kalt für knapp überknielange Sporthose zum Radeln wäre oder auch dieselbe data driven decision bei 6 Grad Aussentemperatur, ist aber nicht passiert. So war ich dann sehr froh, dass ich eine heisse Vorschwummdusche für meine Waden und Füsse hatte (und den Rest des Körpers, wir wollen nicht so sein).
Fallout Slow Up übrigens: heute nix mehr, gestern war die Strecke gesäumt von Müll, man konnte genau sagen, wo es welche Gimmicks und Werbeartikel und Snacks auf der Strecke gab. SO SCHÖN!
Schwimmen dann: ging heute erstaunlich gut, ich versuche jetzt, auch mit dem linken Arm eben Power hinzukriegen, hat dazu geführt, dass ich in meiner Zeit (35min) heute ordentlich mehr geschwommen bin als die 40 Bahnen. Ich habe es ausserdem geschafft, irgendwie mit meinem linken Zeigefinger einmal am Beckenrand hängenzubleiben und ihn umzubiegen (fragen Sie nicht, ich weiss es doch auch nicht...), so dass ich den Rest des Tages an wehem Finger links litt. Dann war ich aber so hungrig, dass ich trotz Honigbrot vorher noch ein Birchermüesli aus der Cafeteria geholt habe (die machen das vegan mit Kokosmilch und es ist das beste, das ich je gegessen habe). Neu ist das nicht mehr in Pappboxen mit Plastikdeckel, sondern so Weckgläsern. Als der Barrista merkte, dass ich es mitnehmen will, wollte er es mir in eine Box umfüllen, aber ich schwor, ich könne das (offene) Glas über die Strasse und 16 Stockwerke nach oben balancieren (den Umweg über den Keller verschwieg ich). Er buchte mir also Depot auf die Karte und versprach mir, ich könne das problemlos auch in der Cafeteria im Turm zurückgeben. Das fanden die dann nicht und konnten mit "Depot" nix anfangen. Ich hatte aber auf der Kasse vorher gesehen, dass er mir einen "Kooky" (Mehrwegkaffeebecher) draufgebucht hatte, das ging dann. Nächstes Mal esse ich es vllt einfach grad dort.
Dann: voller Tag (ach, echt?), coole und ein leicht verstörendes Bild von L. aus New York (er ist sehr erfolgreich in Secondhandläden unterwegs, zT mit eben richtig coolen und dann aber auch echt verstörenden Schnäppchen), Mittagessen mit einer Kollegin, die mir die zweite Charge an Urlaubsfotos zeigte (Note to self: doch, so eine Selektion der besten macht schon Sinn. Wirklich. Aber eben: wir sehen uns so selten, ich mag die gemeinsame Zeit sehr, dann halt mit vielen "Und da sind wir dann halt weitergefahren"-Bildern)
In einer 5min Luftpause habe ich dann noch das Corporate Sexual Harassment Training sehr schlecht bewertet. Ich erinnere mich, dass ich genau das die letzten beiden Male schon doof fand (und allein dasselbe Training jedes Jahr wieder machen zu müssen, ist halt doof.) Das ganze Training ist gut gemeint (Sexual Harrassment hat nicht damit zu tun, wie irgendwas gemeint ist, sondern wie es ankommt.), aber ist dann einen Tacken ZU scheinbar inclusive und Stereotypen vermeidend, in dem es das ganze Training um einen Fall aufbaut, in dem eine KollegIN einen KollegEN belästigt. Und ja, das mag vorkommen, aber die überragende Mehrheit der Fälle geht halt von Männern aus (es war zB auch ein Fall von Mann belästigt Mann dabei, Frau/Frau nicht), warum muss ich dann die Ausnahme als Hauptbeispiel auswählen? Mal sehen was passiert, anders als jemand, der das Training als "Folter" empfand und "die sollen sich alle nicht so anstellen", habe ich mit meinem Klarnamen kommentiert. Let's see.
Der Tag "endet" mit 3h Workshop followed by a team dinner und meine Güte, das ist alles ja schon sehr wichtig und gut, aber halt auch VIEL!
Gemütliches Heimradeln durch die Nacht und ab ins Bett... (Der Hübsche hat in der Sandoase einen Riesenerfolg --> Erstes Approval eines "neuen" (für die USA) Lichtschutzfaktors von der FDA seit .... ich weiss gar nicht wann, irgendwann in den 70ern oder so <-- zu feiern. Ich glaube, auch dafür, aber auch für die Regalmeter an Mixtapes zu Hause, zB "Triphop zum PC-Lernen", hat er sich einen Walkman gekauft, also etwas, das aussieht wie ein Walkman, incl der klassischen orangen Schaumstoffkopfhörer, einem Bleistift zum Band wieder aufwickeln. Aber auch: mit USB-C Anschluss zum Laden, einem Lautsprecher, Bluetooth zum Koppeln mit Boomboxen oder so, was aber nicht gescheit funktioniert und den Fernseher zB lahmlegt, egal, ob man ihn zum Koppeln ausgewählt hat oder nicht. Ah ja, Link zum Feierevent: dafür haben sie noch Kassetten mit Radio-Werbung für die letzten SPFs gefunden, die kann er jetzt anhören)

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