Dienstag, September 15, 2026

150926

 Heute morgen mit immerhin ein bisschen weniger Muskelkater, aber halt doch noch ordentlich, aufgewacht, mit beiden Katzen gefrühstückt (naja, die Katzen bekamen ihr Frühstück, ich meines), dann machte ich mich auf den Weg zum Schwimmen, Jonny wieder nach draussen (warten auf das zweite Frühstück bei den Nachbarn), Sansa auf den Weg nach oben zum Schlafen.

Es ist mittlerweile richtig dunkel draussen beim Radeln, ich fahre wieder gern mit Fernlicht (nachdem ich das letztes Jahr entdeckt habe) und arbeite dran, es nicht zu vergessen abzuschalten, wenn mir jemand entgegenkommt. Ich weiss, dass es NOCH dunkler werden wird im Winter, so dass man ausserhalb des Lichtkegels auf der Landstrasse gar nichts mehr sehen wird. Temperatur ist aber sowohl morgens als auch abends superst zum Radeln: ich habe eine knielange Sporthose an und meine Reflektorjacke über einem T-Shirt, abends dann halt ohne Jacke.

Im Schwimmbad war es wieder total leer, ich hatte Wahl zwischen zwei total freien Bahnen. Kraulen geht immer noch gut, ich geniesse die allererste Bahn tatsächlich am allermeisten. Ich muss mich dann immer noch bremsen, weil ich, je schneller ich werde, natürlich mehr Sauerstoff verbrauche, und dann denke, ich muss noch schneller schwimmen, damit ich meine drei Schläge dazwischen schnell unterbringe, zack, Wasser geschluckt. Deshalb, unter uns Lateinern "Festina lente" oder auch "Langsam, langsam, weils pressiert" oder so, gell, Boomer? Peinlicherweise bin ich dann auf der letzten Bahn mit jemandem frontal zusammengestossen und habe es erst gemerkt, als ich ihr ins Gesicht (?) gegrapscht habe. Wir haben offensichtlich das mit dem "nach unten, nicht nach vorne schauen" sehr ernst genommen. Ich war davon ausgegangen, dass man immer gegen den Uhrzeigersinn schwimmt, aber naja, sie wohl nicht. Aber: alles gut, niemand hat sich weh getan, niemand ist ertrunken, niemand war sauer.

Arbeitstag war dicht gepackt, aber irgendwie fühlte es sich kontrollierter an als gestern (vielleicht auch, weil ich mir 13min Kaffeechat mit meiner Lieblingskollegin gegönnt habe und wir uns gegenseitig Mut zugesprochen und uns unserer spezifischen Skills bestätigt haben. Das tat sehr gut, war nicht geplant, aber ein richtiger Motivationsbooster).

Mittagessen habe ich allein mit Kindle (ich brauchte ein bisschen Zeit nur für mich, in der keiner was von mir will), ich hatte richtig Hunger und wegen Kraulkurs heute abend brauche ich Energie, also habe ich mich gegen die gestern probierte und für sehr, sehr gut befundene "Umami Bowl", die es dank der Wellness-Week gibt, entschieden, weil die nicht lang und viel genug vorhält. Sojabällchen in richtig guter Tomatensosse, Risoni mit Auberginen, dazu sehr, sehr viel Karottensalat, das ist eine gute Grundlage. Schnelle Runde um den Block mit Hörbuch und nach einer Dreiviertelstunde insgesamt wieder zurück ins Rotieren.

Zwischendrin getrollt worden von den Google Nachrichten


Nachmittag war dann voll mit lauter Meetings, die alle Aufmerksamkeit erforderten und mehrheitlich sehr produktiv und/oder informativ. Oder halt totaler Quatsch, aber auch da kann man neue Freunde machen mit Chatnachrichten im Hintergrund.
Dann: Schwimmkurs, leider hatte der Hübsche das vergessen und machte sich Sorgen, als sich mein Standort nicht bewegte, obwohl ich doch nicht mehr soooo lang arbeiten wollte, und ich auch nicht antwortete. Tat mir dann schon leid! Ich lernte währenddessen, dass ich mir einen sehr elegant aussehenden, aber ineffizienten und falschen Armschlag, respektive Handhaltung beim Eintauchen angewöhnt habe. Sehr nervig, weil ich der Meinung war, extra auf meine starre Schäufelchenhaltung zu achten und stattdessen habe ich elegante Latein-Tanzhände gemacht. Aber: habe ich wieder was zum Üben. Sonst skurrilste Übung heute: Partnersynchronkraulen, wo man beim Einatmen sich gegenseitig Highfive gibt.

Heimradeln, spätes Abendessen in den Ofen schieben (uns fehlt mit dem Wandern ein Gemüsekochtag am Wochenende, deswegen gibt es heute Pasta mit Catalogna, Tomaten und Feta aus dem Ofen.

Krasser Scamversuch heute: Ich habe fürs Wochenende eine Wellnesshotelübernachtung gebucht. Heute kam per Whatsapp eine Nachricht, mit meinem Namen, dem Reisedatum, dem Hotelnamen und jemand gab sich als "Check-in Managerin" aus, die für eine verpflichtende Datenverifizierung meine persönlichen Daten in einen angegeben Link eingetragen bräuchte. Binnen 12 Stunden. Sonst würde meine bezahlte Reservierung verfallen, schade, aber so ist die Regel. Von einem Whatsapp Geschäftskonto mit brasilianischer Telefonnummer.
Ja. Genau. Aber wenn die doch so einen abstrusen Service beauftragt haben und dann ist meine Reservierung weg? Also habe ich auf der Hotelwebsite ins Kontaktformular geschrieben, ob sie so einen shady Service beauftragt haben und was das soll. Dann habe ich auf dem offiziellen Link (in der Reservierungsbestätigung des Hotels) meinen Onlinecheckin durchgeführt und dann nochmal eine Mail an das Hotel geschrieben mit der Bitte um Bestätigung, dass die Reservierung steht. In der Zwischenzeit kamen noch zwei Whatsappnachrichten, die immer dringender meine Daten forderten.
Es kam postwendend eine Email vom Hotel, dass dieser Phishingangriff bekannt wäre, auf ein Datenleck bei HNS zurückzuführen wäre, aber keine Kreditkartendaten betroffen wären. Polizei ist informiert etc. Hm. Schon krass, dass ich ja eigentlich nicht soooo leicht aufs Glatteis zu führen bin, aber die Kombi mit all den korrekten Infos mich schon verwirrt hat. VOm Hotel hätte ich mir gewünscht, dass sie ihre Kunden proaktiv warnen, wenn sie schon Bescheid wissen....
Nun ja.
Jetzt: Essen.


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